25.11.2025, 17:21 · #15'044
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Also falls Canepa das ZWÖLF abonniert hat und den lesenswerten Artikel zum „hineuse spille“ gelesen hat müsste dies unser neuer Trainer werden:
https://www.transfermarkt.fr/pedro-nogu ... ner/117896«… Die meisten Trainerverfallen nicht dem Glauben, dass dieser Fussball ach mit durchschnittlichen Kickern durchzuführen ist. Eine Ausnahme ist Adrian Ursea, ein Schüler von Lucien Favre, dessen Carouce es letzte saison auf dei Spitze trieb. Regelmässig kassierte das Team Slapstick-artige Tore, gerade Goalie Signori Antonio schien überfordert. Aber dei Genfer sorgten für Aufsehen, das Publikum fand Gefallen an den auftritten und kam wieder. Mittlerweile ist Pedro Nogueira in Carouge am Ruder und führ das Ganze fort. Wie der Challenge-Ligist im Cup selbst zu zehnt gegen den FC Basel unbeirrt von hinten nach vorne kombinierte und um ein Haar gewann, hat viele beeindruckt.»
Mit Nogueira verbindet ZWÖLF eine spezielle Geschichte. Am Stephanstag 2021 traf er den Autor dieses Aritkels in einer Starbucks-Filiale. Der junge Genfer mit brasilianischen Wurzeln war damals ohne Job, zuvor hatte er in Spanien einen Sechstligisten trainiert. Nogueira legte sein knapp 300-Seitige Buch „Conceptos tacticos de ataque en futbol“ vor und fragte, ob wir Interesse hätten, es zu übersetzen. Das Potential zum Bestseller schien uns überschaubar, der Aufwand hingegen immens, und so sahen wir davon ab. Nach unserem Treffen wurde Nogueira Assistent von Stade Reims B und landete schliesslich via Lausannes U21 bei Carouge. Sein Weg zeigt, dass es vom verschmähten Theoretiker bis in den Spitzenfussball nicht allzu weit sein muss.
Ein ausführliches Kapitel in Nogueiras Buch ist dem Aufbauspiel gewidmet, gespickt mit Erklärungen, was in welchem Fall zu tun ist. Nur ein Beispiel für ein solches Szenario: Wenn man auf einen pressingstarken Gegner im 4-4-2 trifft, der eigene Goalie mit den Füssen niciht so versiert ist und der linke Flügel des Gegners defensiv eher Mühe bekundet, besonders im Kopfball… ja, dann… dann macht es am meisten Sinn, wenn der Goalie zunächst den Ball auf den rechten Aussenverteidiger wirft, sich Mittelfeldspieler und Flügel ihm nähern, um den zweiten Ball zu gewinnen. Das sollte man vier bis fünf mal wiederholen. Dann wird sich der Gegner womöglich darauf einstellen und die Zone ebenfalls besser abdecken. Und ab da werden sich ganz woanders im Feld freie Räume bilden, die man bespielen kann. Das Hintenrausspielen ist zur Wissenschaft geworden. Vereinfachen lässt es sich mit dem Merksatz: Die Variation machts aus.
Das Credo von Canepa keinen Trainer anzugehen der noch Vertrag hat, könnte sich bald von selbst lösen wenn er bei Carouge mit seinem Punkteschnitt weiterfährt.