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yellow
Mitglied
25.07.2025, 10:44 · #12'461
Beiträge: 6'690
Man hat sich schon länger dem Boulevard verschrieben beim Tagi und co., für ein paar Clicks scheint man mittlerweile alles zu tun. Stellt sich die Frage, wen es in 10 Jahren eher noch gibt. Den Tagesanzeiger oder den FCZ und seine Fans? Daraus können wir ungefähr schlussfolgern, wer mehr Rückhalt in der Stadt geniesst und wer peinlich und überflüssig ist. Immerhin konnten einige Kommentarschreiber wieder einmal Dampf ablassen. (Ironie) Mein etwas relativierender Kommentar wurde vom TA wieder einmal abgelehnt. PS. Aus Erfahrung darf ich sagen, dass man bei einem Kommentar in dieser Zeitung auf gar keinen Fall den TA-Journi kritisieren darf, auch wenn der Angriff eher auf Kopfhöhe als unter der Gürtellinie ist.
Zurigo
Mitglied
25.07.2025, 11:05 · #12'462
Beiträge: 1'962
Man hat sich schon länger dem Boulevard verschrieben beim Tagi und co., für ein paar Clicks scheint man mittlerweile alles zu tun. Stellt sich die Frage, wen es in 10 Jahren eher noch gibt. Den Tagesanzeiger oder den FCZ und seine Fans? Daraus können wir ungefähr schlussfolgern, wer mehr Rückhalt in der Stadt geniesst und wer peinlich und überflüssig ist. Der Tagi ist unten durch bei mir. Habe ihm lange jahre die treue gehalten, aber mitlerweile kommt da nur noch brunz. In Sachen Fussball hat sich der Blick wiederum ziemlich gemausert in den letzten wochen (subjektives empfinden), haben doch einige interessante berichte (siehe "insights" bericht über den FCZ oder die berichte über Promotion league etc). Der Blick hat mit Wedermann und Raz mittlerweile auch zwei "Fussballjournis", die etwas von ihrem Job verstehen und keine Populisten sind. Raz ja, Wedermann stellte an der PK Frafgen, die MG schon in der vorherigen PK beantwortet hat. MG hat das erwähnt. Wedermann dürfte sich besser vorbereiten, um ernst genommen zu werden. Finde Raz und Frei top, Wedermann hinkt den Beiden stets hinterher, weil ihm das fundierte Wissen fehlt. Bei "Anderi Liga" hat das noch funktioniert, weil er neben sich den Dampfplauderi Ruch hatte.
Höi
Mitglied
25.07.2025, 12:18 · #12'463
Beiträge: 878
Man hat sich schon länger dem Boulevard verschrieben beim Tagi und co., für ein paar Clicks scheint man mittlerweile alles zu tun. Stellt sich die Frage, wen es in 10 Jahren eher noch gibt. Den Tagesanzeiger oder den FCZ und seine Fans? Daraus können wir ungefähr schlussfolgern, wer mehr Rückhalt in der Stadt geniesst und wer peinlich und überflüssig ist. Immerhin konnten einige Kommentarschreiber wieder einmal Dampf ablassen. (Ironie) Mein etwas relativierender Kommentar wurde vom TA wieder einmal abgelehnt. PS. Aus Erfahrung darf ich sagen, dass man bei einem Kommentar in dieser Zeitung auf gar keinen Fall den TA-Journi kritisieren darf, auch wenn der Angriff eher auf Kopfhöhe als unter der Gürtellinie ist. Ist so. Ich schreibe schon gar nicht mehr. Die letzten "Artikel" (ausser vielleicht Loris Brasser) sind einfach FCZ Bashing.
FCZpro
Mitglied
26.07.2025, 12:53 · #12'464
Beiträge: 25
https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 86044.html
«**Erstes von drei Spielen verloren Südkurve stellt FCZ-Bossen ein Ultimatum»
** Brecher über FCZ-Abwehr:«Wenn ich rauskomme gibt es nur etwas» Doch der starke 12. Mann bei den Zürchern schaut in diesen Wochen ganz genau auf die Leistungen des FCZ. Die Südkurve gibt ihrem Klub drei Spiele Zeit, um sie von einem Fortschritt gegenüber der abgelaufenen Saison zu überzeugen. Mehrere Quellen bestätigen dieses Ultimatum. Gegen Sion verzeichnet man nun den ersten Misserfolg. Was genau passiert, wenn es auch gegen Luzern und Lausanne so weitergeht, ist unklar. Ganz bestimmt wäre es aber spürbar für die Klubverantwortlichen und für die Spieler. Malenovic wollte Kurvenvertreter mit Datenblättern überzeugen Laut Blick-Informationen kam es in den vergangenen Wochen zum Gespräch zwischen Südkurven-Vertretern und Präsident Ancillo Canepa sowie zum Treffen mit Sportchef Milos Malenovic. Während dieser versuchte, die Kurvenvertreter mit Datenblättern und Analysen vom neuen FCZ-Weg zu überzeugen, äusserten die Anhänger ihre Besorgnis beim Präsidenten über die Entwicklung ihres Vereins, den Abgang von Identifikationsfiguren und Kurvenlieblingen sowie Leistungsträgern aus den vergangenen Jahren. Das Verspüren des Verlusts einer DNA innerhalb des Klubs, die Verpflichtung von Benjamin Mendy, dem vielleicht grössten Flop-Transfer der Schweizer Fussballgeschichte, und dem zuletzt klaren Verfehlen der sportlichen Ziele. Die im Oktober 2023 eingeschlagene Mission mit Malenovic als mächtigem Fussballboss am Steuer des Klubs überzeugt bei weitem nicht alle Gruppierungen in der Kurve. Nach einem sehr unruhigen Jahr rund um den FCZ wäre es für den Klub alles andere als vorteilhaft, mitten in der Startphase der neuen Saison bereits ein Thema mit der Südkurve zu haben. Mit jenen, die für die Stimmung sorgen im Heim- und Auswärtsstadion, für die Choreos und dafür, dass der FCZ in der Stadt Zürich in den letzten Jahren nicht nur zur Fussball-, sondern auch zur Lifestyle-Marke geworden ist. Nach dem Lausanne-Spiel vom 10. August soll ein erstes Fazit in der Kurve gezogen werden. Die Uhr tickt.
LA
Mitglied
26.07.2025, 12:56 · #12'465
Beiträge: 404
Es ist traurig, wie sich viele Personen, ich nenne sie nicht Fans aus der Kurve verhalten. Wenn das nur ansatzweise stimmt, dann würde ich die Kurve ab sofort in die Verantwortung nehmen. Sowas ist nicht tolerierbar. Ein Projekt braucht Zeit. Gestern Abend nach Matchschluss hatten wir über 12‘000 Trainer.
LA
Mitglied
26.07.2025, 18:59 · #12'466
Beiträge: 404
Sehr gute Stellungnahme von AC. Bravo! Ich habe es heute Mittag schon angesprochen. Das darf niemals von den Fans gemacht werden. Es wird einfach alles unternommen um Unruhe zu stiften. Übrigens der Meister hat auch verloren!
camelos
Mitglied
26.07.2025, 19:45 · #12'467
Beiträge: 4'308
Sehr gute Stellungnahme von AC. Bravo! Ich habe es heute Mittag schon angesprochen. Das darf niemals von den Fans gemacht werden. Es wird einfach alles unternommen um Unruhe zu stiften. Übrigens der Meister hat auch verloren! Was ist denn jetzt konkret das Problem? Ein Ultimatum das gemäss AC nie ein Ultimatum war und der User LA der seit der aufkeimenden Kritik an unserer sportlichen Leitung, aktiv ist, wie nie in den letzten 20 Jahren seit seiner Registrierung..
gelbeseite
Mitglied
26.07.2025, 19:58 · #12'468
Beiträge: 6'419
Sehr gute Stellungnahme von AC. Bravo! Ich habe es heute Mittag schon angesprochen. Das darf niemals von den Fans gemacht werden. Es wird einfach alles unternommen um Unruhe zu stiften. Übrigens der Meister hat auch verloren! Einfach keinen Blick lesen und dann daraus im Oberstübchen eine Verschwörung zusammendenken.
Mushu
Mitglied
26.07.2025, 21:00 · #12'469
Beiträge: 2'007
Sehr gute Stellungnahme von AC. Bravo! Ich habe es heute Mittag schon angesprochen. Das darf niemals von den Fans gemacht werden. Es wird einfach alles unternommen um Unruhe zu stiften. Übrigens der Meister hat auch verloren! Ja? Es hat kürzlich keine Gespräche gegeben, aber er führt regelmässig Gespräche? Was jetzt? Keine Gespräche oder dich schon?
Es gibt Leute, die mögen mich nicht, für das was ich sage... Jetzt stellt Euch mal vor, die wüssten was ich denke....
sapperlott
Mitglied
26.07.2025, 21:44 · #12'470
Beiträge: 162
Sehr gute Stellungnahme von AC. Bravo! Ich habe es heute Mittag schon angesprochen. Das darf niemals von den Fans gemacht werden. Es wird einfach alles unternommen um Unruhe zu stiften. Übrigens der Meister hat auch verloren! Ja? Es hat kürzlich keine Gespräche gegeben, aber er führt regelmässig Gespräche? Was jetzt? Keine Gespräche oder dich schon? Wieso Gänsefüsschen bei zivilisiert?
«... Diese Treffen finden stets in einem «zivilisierten» und konstruktiven Rahmen statt. ...»
LA
Mitglied
26.07.2025, 22:27 · #12'471
Beiträge: 404
Sehr gute Stellungnahme von AC. Bravo! Ich habe es heute Mittag schon angesprochen. Das darf niemals von den Fans gemacht werden. Es wird einfach alles unternommen um Unruhe zu stiften. Übrigens der Meister hat auch verloren! Was ist denn jetzt konkret das Problem? Ein Ultimatum das gemäss AC nie ein Ultimatum war und der User LA der seit der aufkeimenden Kritik an unserer sportlichen Leitung, aktiv ist, wie nie in den letzten 20 Jahren seit seiner Registrierung.. Was willst du damit sagen Camelos. Danke für die Erwähnung. Es ist sehr bedenklich und traurig, wie alles in Frage gestellt wird. Nichts kann getan werden, schon wird es kritisiert und In der Luft zerrissen. Das geht nicht und ist nicht korrekt. Sollte es sich zum positiven ändern, werden sich genau diese Kritiker vordrängen. War gestern sehr überrascht, wie das Tor von Zuber gefeiert wurde… So schnell kann es gehen
Avatar von Porto
Porto
Mitglied
29.07.2025, 13:44 · #12'475
Beiträge: 1'216
Bin heute mal der party crasher (aber kein Blick Leser) Vergangene Wochen über 600‘000 in den Stadien und auf den Strassen, ohne grosse Probleme. Und jetzt, erstes Ligaspiel, nicht mal ein „Risikospiel“, und scho wieder Lämpe. Schade
s'Efeu
Mitglied
29.07.2025, 14:34 · #12'476
Beiträge: 4'457
https://www.blick.ch/politik/es-hat-schon-wieder-gebrannt-in-zuerich-fans-liefern-weiter-randale-trotz-harter-massnahmen-id21092938.html?utm_campaign=share-button-app&utm_medium=social&utm_source=copy-to-clipboard Kommentarspalte wieder mit lauter super Vorschlägen gespickt... Ich verstehe nicht ganz, wieso man beim Albisriederplatzfeuer explizit von Fussballfans ausgeht. Ist doch Stunden später und lese nirgends einen Zusammenhang.
tourist
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29.07.2025, 14:40 · #12'477
Beiträge: 5
https://www.blick.ch/politik/es-hat-schon-wieder-gebrannt-in-zuerich-fans-liefern-weiter-randale-trotz-harter-massnahmen-id21092938.html?utm_campaign=share-button-app&utm_medium=social&utm_source=copy-to-clipboard Kommentarspalte wieder mit lauter super Vorschlägen gespickt... Ich verstehe nicht ganz, wieso man beim Albisriederplatzfeuer explizit von Fussballfans ausgeht. Ist doch Stunden später und lese nirgends einen Zusammenhang. Das frage ich mich auch. In einem anderen Artikel wurde noch gemutmasst und jetzt ist es schon beinahe ein Fakt. Werden dem FCZ zukünftig auch noch die Verkehrsunfälle im 4i angehängt?
Avatar von withe lion
withe lion
Mitglied
04.08.2025, 07:14 · #12'478
Beiträge: 188
Der FCZ ist ein Fussballklub auf der Suche nach sich selbst – das verdeutlicht der Saisonauftakt (NZZ, 3.8.2025, Benedikt Koller) Der FC Zürich startet mit einer Niederlage und einem Unentschieden in die Meisterschaft. Lernt der Klub aus seinen Fehlern? Der ruhige Trainer Mitchell van der Gaag tut den Zürchern jedenfalls gut. Lange passiert zwischen dem FC Luzern und dem FC Zürich nichts, bis zur 63. Minute findet kein einziger Schuss den Weg aufs Tor. Die beiden Teams verteidigen solid, spekulieren auf den ersten Fehler des Gegners. Und so lebt dieses Fussballspiel primär von der Spannung: Wer zuerst trifft, gewinnt – so denkt man. Die 15 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion warten auf den Showdown. Und dann treffen: beide Teams, beide mit ihrer ersten richtigen Torchance. Zuerst nutzt der FCL-Stürmer Adrian Grbic einen Stellungsfehler der Zürcher Defensive zum 1:0 (72.), das feine Zuspiel kam vom Luzerner Königstransfer Matteo Di Giusto. Wenige Minuten später streichelt der eingewechselte FCZ-Flügel Umeh Emmanuel den Ball mit dem Kopf am Goalie Pascal Loretz vorbei zum 1:1 ins Tor (78.); dieses Mal kommt der Zuckerpass vom eingewechselten Spielmacher Bledian Krasniqi. Dabei bleibt es. Er könne gut leben mit diesem Punkt, sagt der FCZ-Trainer Mitchell van der Gaag hinterher. «Nach dem Gegentor dachten wir natürlich an letztes Wochenende, wir wissen ja, was da passiert ist.» Damals hatte der FCZ gegen Sitten eine 2:0-Führung verschenkt und 2:3 verloren. Gegen Luzern habe sein Team in der Schlussphase hingegen eine starke Reaktion auf das Gegentor gezeigt, sagt van der Gaag. Und was sagt er zum Fehler beim 0:1? «Ich werde keinen einzelnen Spieler beschuldigen. In gewissen Situationen kann man rausrücken, in anderen nicht.» Keine Einzelkritik, kein Blame-Game, stattdessen: eine diplomatische Antwort und eine sachliche Analyse. Der FCZ scheint also aus seinen Fehlern zu lernen, in diesen Tagen besonders schnell. Ein spätes Eingeständnis der Klubführung? Dieser Eindruck drängte sich schon vor zwei Wochen auf, als der Klub die Trennung von Benjamin Mendy bekanntgab. Der französische Fussballer wurde vor Gericht nie verurteilt, hatte aber einen so offensichtlich problematischen Umgang mit Frauen, dass bei dessen Verpflichtung im Februar grosse Teile des FCZ-Anhangs laut protestierten. Auch Monate später war der Unmut vieler Fans über den Mendy-Transfer riesig. Als der FCZ den Vertrag mit dem Verteidiger kurz vor dem Saisonstart auflöste, wirkte das wie ein spätes Eingeständnis der Klubführung. Von einem Fehler sprach der Präsident Ancillo Canepa zwar bis zuletzt nicht, doch der Entscheid gegen Mendy liess sich als Signal interpretieren: Es soll endlich wieder Ruhe einkehren im FCZ. Keine störenden Nebengeräusche mehr, sondern: Konzentration auf das Wesentliche, das Sportliche, die Leistungen auf dem Platz. Darauf deutete auch die Wahl des neuen Trainers hin. Bis vor einem Jahr assistierte der Niederländer van der Gaag bei Manchester United seinem Landsmann Erik ten Hag; nach den ersten Eindrücken wirkt der 53-Jährige wie die Antithese zu seinem nervösen Vorgänger Ricardo Moniz: ruhig, besonnen, fokussiert. Genau so hatte sich der FC Zürich vor einer Woche auch im Startspiel gegen Sitten präsentiert, jedenfalls 80 Minuten lang. Die Zürcher spielten engagiert, pressten hoch, griffen schwungvoll an. Und erzielten durch Steven Zuber und Damienus Reverson zwei sehenswerte Tore. Doch dann folgten zehn Minuten auf dem Feld und einige weitere daneben, die den guten Eindruck trübten. Plötzlich agierten die FCZ-Spieler hektisch, chaotisch, angefressen. Nach der Auftaktniederlage sagte der Goalie und Captain Yanick Brecher im TV-Interview, die Verteidiger Neil Volken und Gian Stork, beide 18 Jahre alt, hätten den Gegner beim Siegtor der Walliser besser wegblocken müssen. «Das ist ein Fehler, der im Juniorenfussball passiert.» Kritisierte er damit seine jungen Mitspieler? Später in der Mixed-Zone gab Brecher immerhin eine Mitschuld am kapitalen Gegentreffer zu. Genervt war an jenem Wochenende auch Zuber, der gegen Luzern wegen einer Knieverletzung fehlte. Van der Gaag hatte gegen Sitten in der Schlussphase drei junge Spieler eingewechselt. Auf die Frage des Blue-Reporters, ob die Niederlage mit den vielen Jungen auf dem Platz zusammenhänge, sagte Zuber: «Hör auf mit dem Alter, bitte. Das hat ja nichts mit dem Alter zu tun.» Die Reaktion des 33-Jährigen war verständlich, die Frage des Reporters allzu wohlfeil. Wo die Gründe sonst zu suchen seien, wollte der noch wissen. Da war Zuber vollends bedient: «Sie sind der Journalist, oder? Sie haben es ja gesehen. Und Sie stellen die Fragen. Ich kann ja nicht selber ein Interview machen.» Ein Captain, der die Verantwortung abschiebt. Ein Routinier, der den Journalisten anfährt. Und ein Trainer, dessen Einwechslungen zumindest rätselhaft wirkten. Das Bild, das der FCZ da abgab, erinnerte an die vergangene Saison. Unruhe auf dem Platz, Konflikte daneben. Da war schon wieder einiges zusammengekommen zum Meisterschaftsstart. «Manchmal ist Konflikt nicht schlecht. Dann diskutiert man, und nachher kann man neu starten.» Das sagte van der Gaag vor dem Auswärtsspiel in Luzern. Sie hätten die Partie gegen Sitten gründlich besprochen und die Nachlässigkeiten in der Schlussphase eingehend analysiert. Van der Gaag sagte aber auch: «We are not going into the blame game.» Will heissen: Der FC Zürich werde sich nicht auf das Spiel mit den Schuldzuweisungen einlassen. Das war eine klare Ansage, ruhig vorgetragen vom Cheftrainer, der allenthalben Zuversicht und Gelassenheit verströmt. Und doch stand der FCZ nach der Startniederlage bereits unter Druck. Van der Gaags nüchterne Art tut dem FCZ gut Mit dem Remis in Luzern hat der Klub den Fehlstart abgewendet. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Zürcher insbesondere in der Offensive noch zu harmlos sind. Zumal, wenn der Leader Zuber nicht mittun kann. Jahnoah Markelo und Matthias Phaëton deuteten im einen oder anderen Tempodribbling zwar ihr Potenzial an, doch da muss noch mehr kommen über die Flügel. Der FCZ sendet zum Start in diese Saison also unterschiedliche Signale aus. Die Frage, ob er tatsächlich lernt aus seinen Fehlern und allmählich wieder zu sich findet, lässt sich wohl erst nach einigen Runden beantworten. Am nächsten Sonntag gastieren die Zürcher in Lausanne. Was aber jetzt schon klar ist: Die nüchterne, sachliche Herangehensweise des Trainers van der Gaag tut dem Klub gut. Ihm wird eine wichtige Rolle zukommen im FCZ, diesem Klub auf der Suche nach sich selbst. bleiben
yellow
Mitglied
04.08.2025, 09:48 · #12'479
Beiträge: 6'690
Der FCZ ist ein Fussballklub auf der Suche nach sich selbst – das verdeutlicht der Saisonauftakt (NZZ, 3.8.2025, Benedikt Koller) Der FC Zürich startet mit einer Niederlage und einem Unentschieden in die Meisterschaft. Lernt der Klub aus seinen Fehlern? Der ruhige Trainer Mitchell van der Gaag tut den Zürchern jedenfalls gut. Lange passiert zwischen dem FC Luzern und dem FC Zürich nichts, bis zur 63. Minute findet kein einziger Schuss den Weg aufs Tor. Die beiden Teams verteidigen solid, spekulieren auf den ersten Fehler des Gegners. Und so lebt dieses Fussballspiel primär von der Spannung: Wer zuerst trifft, gewinnt – so denkt man. Die 15 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion warten auf den Showdown. Und dann treffen: beide Teams, beide mit ihrer ersten richtigen Torchance. Zuerst nutzt der FCL-Stürmer Adrian Grbic einen Stellungsfehler der Zürcher Defensive zum 1:0 (72.), das feine Zuspiel kam vom Luzerner Königstransfer Matteo Di Giusto. Wenige Minuten später streichelt der eingewechselte FCZ-Flügel Umeh Emmanuel den Ball mit dem Kopf am Goalie Pascal Loretz vorbei zum 1:1 ins Tor (78.); dieses Mal kommt der Zuckerpass vom eingewechselten Spielmacher Bledian Krasniqi. Dabei bleibt es. Er könne gut leben mit diesem Punkt, sagt der FCZ-Trainer Mitchell van der Gaag hinterher. «Nach dem Gegentor dachten wir natürlich an letztes Wochenende, wir wissen ja, was da passiert ist.» Damals hatte der FCZ gegen Sitten eine 2:0-Führung verschenkt und 2:3 verloren. Gegen Luzern habe sein Team in der Schlussphase hingegen eine starke Reaktion auf das Gegentor gezeigt, sagt van der Gaag. Und was sagt er zum Fehler beim 0:1? «Ich werde keinen einzelnen Spieler beschuldigen. In gewissen Situationen kann man rausrücken, in anderen nicht.» Keine Einzelkritik, kein Blame-Game, stattdessen: eine diplomatische Antwort und eine sachliche Analyse. Der FCZ scheint also aus seinen Fehlern zu lernen, in diesen Tagen besonders schnell. Ein spätes Eingeständnis der Klubführung? Dieser Eindruck drängte sich schon vor zwei Wochen auf, als der Klub die Trennung von Benjamin Mendy bekanntgab. Der französische Fussballer wurde vor Gericht nie verurteilt, hatte aber einen so offensichtlich problematischen Umgang mit Frauen, dass bei dessen Verpflichtung im Februar grosse Teile des FCZ-Anhangs laut protestierten. Auch Monate später war der Unmut vieler Fans über den Mendy-Transfer riesig. Als der FCZ den Vertrag mit dem Verteidiger kurz vor dem Saisonstart auflöste, wirkte das wie ein spätes Eingeständnis der Klubführung. Von einem Fehler sprach der Präsident Ancillo Canepa zwar bis zuletzt nicht, doch der Entscheid gegen Mendy liess sich als Signal interpretieren: Es soll endlich wieder Ruhe einkehren im FCZ. Keine störenden Nebengeräusche mehr, sondern: Konzentration auf das Wesentliche, das Sportliche, die Leistungen auf dem Platz. Darauf deutete auch die Wahl des neuen Trainers hin. Bis vor einem Jahr assistierte der Niederländer van der Gaag bei Manchester United seinem Landsmann Erik ten Hag; nach den ersten Eindrücken wirkt der 53-Jährige wie die Antithese zu seinem nervösen Vorgänger Ricardo Moniz: ruhig, besonnen, fokussiert. Genau so hatte sich der FC Zürich vor einer Woche auch im Startspiel gegen Sitten präsentiert, jedenfalls 80 Minuten lang. Die Zürcher spielten engagiert, pressten hoch, griffen schwungvoll an. Und erzielten durch Steven Zuber und Damienus Reverson zwei sehenswerte Tore. Doch dann folgten zehn Minuten auf dem Feld und einige weitere daneben, die den guten Eindruck trübten. Plötzlich agierten die FCZ-Spieler hektisch, chaotisch, angefressen. Nach der Auftaktniederlage sagte der Goalie und Captain Yanick Brecher im TV-Interview, die Verteidiger Neil Volken und Gian Stork, beide 18 Jahre alt, hätten den Gegner beim Siegtor der Walliser besser wegblocken müssen. «Das ist ein Fehler, der im Juniorenfussball passiert.» Kritisierte er damit seine jungen Mitspieler? Später in der Mixed-Zone gab Brecher immerhin eine Mitschuld am kapitalen Gegentreffer zu. Genervt war an jenem Wochenende auch Zuber, der gegen Luzern wegen einer Knieverletzung fehlte. Van der Gaag hatte gegen Sitten in der Schlussphase drei junge Spieler eingewechselt. Auf die Frage des Blue-Reporters, ob die Niederlage mit den vielen Jungen auf dem Platz zusammenhänge, sagte Zuber: «Hör auf mit dem Alter, bitte. Das hat ja nichts mit dem Alter zu tun.» Die Reaktion des 33-Jährigen war verständlich, die Frage des Reporters allzu wohlfeil. Wo die Gründe sonst zu suchen seien, wollte der noch wissen. Da war Zuber vollends bedient: «Sie sind der Journalist, oder? Sie haben es ja gesehen. Und Sie stellen die Fragen. Ich kann ja nicht selber ein Interview machen.» Ein Captain, der die Verantwortung abschiebt. Ein Routinier, der den Journalisten anfährt. Und ein Trainer, dessen Einwechslungen zumindest rätselhaft wirkten. Das Bild, das der FCZ da abgab, erinnerte an die vergangene Saison. Unruhe auf dem Platz, Konflikte daneben. Da war schon wieder einiges zusammengekommen zum Meisterschaftsstart. «Manchmal ist Konflikt nicht schlecht. Dann diskutiert man, und nachher kann man neu starten.» Das sagte van der Gaag vor dem Auswärtsspiel in Luzern. Sie hätten die Partie gegen Sitten gründlich besprochen und die Nachlässigkeiten in der Schlussphase eingehend analysiert. Van der Gaag sagte aber auch: «We are not going into the blame game.» Will heissen: Der FC Zürich werde sich nicht auf das Spiel mit den Schuldzuweisungen einlassen. Das war eine klare Ansage, ruhig vorgetragen vom Cheftrainer, der allenthalben Zuversicht und Gelassenheit verströmt. Und doch stand der FCZ nach der Startniederlage bereits unter Druck. Van der Gaags nüchterne Art tut dem FCZ gut Mit dem Remis in Luzern hat der Klub den Fehlstart abgewendet. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Zürcher insbesondere in der Offensive noch zu harmlos sind. Zumal, wenn der Leader Zuber nicht mittun kann. Jahnoah Markelo und Matthias Phaëton deuteten im einen oder anderen Tempodribbling zwar ihr Potenzial an, doch da muss noch mehr kommen über die Flügel. Der FCZ sendet zum Start in diese Saison also unterschiedliche Signale aus. Die Frage, ob er tatsächlich lernt aus seinen Fehlern und allmählich wieder zu sich findet, lässt sich wohl erst nach einigen Runden beantworten. Am nächsten Sonntag gastieren die Zürcher in Lausanne. Was aber jetzt schon klar ist: Die nüchterne, sachliche Herangehensweise des Trainers van der Gaag tut dem Klub gut. Ihm wird eine wichtige Rolle zukommen im FCZ, diesem Klub auf der Suche nach sich selbst. bleiben Der Artikel bietet wenig Neues. Er betont aber u.a. das, was mir am meisten Hoffnung macht: der neue Trainer. Umso schlimmer war für mich die Wirkung seiner verunglückten Auswechslungen im Sion-Spiel. Trotzdem finde ich, dass er mit seiner ruhigen, sachlichen Art genau das in den FCZ einbringt, was dieser während der Chaoten-Saison letztes Spieljahr fast gänzlich hat vermissen lassen. Dass man vorwärts schauen will, finde ich positiv. Und jetzt wissen wir ja auch, dass eigentlich Moniz schuld am Misslingen des wohl überflüssigsten Transfers in der FCZ-Geschichte war. ;-)
Avatar von Shorunmu
Shorunmu
Mitglied
05.08.2025, 09:31 · #12'480
Beiträge: 4'727
https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 10758.html Ziemlicher Trottel der Matter, aber das ist ja nichts neues. Blick hat mit einer Gegenrecherche ziemlich schnell und entlarvend das Gegenteil bewiesen.
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