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FCZpro
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03.07.2025, 13:05 · #12'401
Beiträge: 25
Für alle, die sich im Sommerloch langweilen und sich für die finanzielle und sportliche Entwicklung im Fussball interessieren: Ich habe eine aktuelle Studie von der Universität St.Gallen und PLAIER gefunden, die 195 Klubs aus 13 Ligen (inklusive Super League) für die Saison 2023/24 vergleicht. Dabei wird gezeigt, wie unterschiedlich effizient Vereine ihr Budget sportlich umsetzen. Der FCZ schneidet dabei eigentlich relativ gut ab ausser bei Squad Building Efficiency. https://s3.eu-central-1.amazonaws.com/p ... er_hsg.pdf Es wurde da nur alles bis 2022/23 berücksichtigt, Sion ist z.B. nicht zu sehen, also hat Malenovic mit diesem Rating nichts zu tun. Wahrscheinlich geht es dabei darum, dass man als Meister z.B. Santini geholt hat Doch, ich bin ziemlich sicher, dass die Saison 23/24 abgedeckt ist. Yverdon und Ouchy fehlen vermutlich, weil es da keine oder zu wenig öffentliche finanzielle Daten gibt – die Zahlen müssen ja wohl nur offengelegt werden, wenn man europäisch spielen möchte. Wir waren mit diesem „schlechten“ Kader dank BO und zum Schluss mit RM die effizienteste Mannschaft auf dem Platz der Liga. Milos kam ja offiziell erst im September und hatte noch keinen Einfluss auf das Kader.
Schönbi_für_immer
Mitglied
03.07.2025, 13:11 · #12'402
Beiträge: 34
Für alle, die sich im Sommerloch langweilen und sich für die finanzielle und sportliche Entwicklung im Fussball interessieren: Ich habe eine aktuelle Studie von der Universität St.Gallen und PLAIER gefunden, die 195 Klubs aus 13 Ligen (inklusive Super League) für die Saison 2023/24 vergleicht. Dabei wird gezeigt, wie unterschiedlich effizient Vereine ihr Budget sportlich umsetzen. Der FCZ schneidet dabei eigentlich relativ gut ab ausser bei Squad Building Efficiency. https://s3.eu-central-1.amazonaws.com/p ... er_hsg.pdf Es wurde da nur alles bis 2022/23 berücksichtigt, Sion ist z.B. nicht zu sehen, also hat Malenovic mit diesem Rating nichts zu tun. Wahrscheinlich geht es dabei darum, dass man als Meister z.B. Santini geholt hat Doch, ich bin ziemlich sicher, dass die Saison 23/24 abgedeckt ist. Yverdon und Ouchy fehlen vermutlich, weil es da keine oder zu wenig öffentliche finanzielle Daten gibt – die Zahlen müssen ja wohl nur offengelegt werden, wenn man europäisch spielen möchte. Wir waren mit diesem „schlechten“ Kader dank BO und zum Schluss mit RM die effizienteste Mannschaft auf dem Platz der Liga. Milos kam ja offiziell erst im September und hatte noch keinen Einfluss auf das Kader. Hast wahrscheinlich recht, habe das Jahr vom Sion-Abstieg falsch im Kopf gehabt, fände aber interessant zu sehen ob das heute noch so ist oder ob andere Parameter sich auch verschlechtert haben
Millwall ZH
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03.07.2025, 14:05 · #12'403
Beiträge: 1'524
Sicherheitslage im Schweizer Profifussball verbessert sich Bern (awp/sda) - Die Zahl der schweren Gewalttaten im Schweizer Profifussball hat in der vergangenen Saison 2024/2025 abgenommen. Als gewaltfrei bewertete Partien nahmen um 8 Prozent zu, wie die Swiss Football League mit Verweis auf Zahlen des Gesamtschweizerischen Lagebilds Sport. Die Anzahl der im Gesamtschweizerischen Lagebild Sport (GSLS) "grün" bewerteten Spiele stieg im Vorsaison-Vergleich von 267 auf 290. Dies bei einem Total von 412 Spielen in den beiden höchsten Schweizer Spielklassen. Gleichzeitig sank die Anzahl der "rot" bewerteten Spiele - also Begegnungen mit besonders gravierenden Vorfällen - um 33 Prozent, von 64 auf noch 43 Spiele in der Super League und der Challenge League im Saisonvergleich. Auch die Anzahl "gelber" Spiele mit einzelnen gewalttätigen Ereignissen sank leicht. Bei der Erhebung der Zahlen durch das Bundesamt für Polizei (Fedpol) sei zudem zu beachten, dass rote und gelbe Bewertungen mehrheitlich auf Vorkommnisse ausserhalb der Stadien oder auf Pyro- und Böllervorfälle zurückzuführen seien, teilte die Swiss Football League (SFL) weiter mit. Innerhalb der Stadien gäbe es kaum Gewaltvorfälle. In den Medien und bei der KKJPD dominiert leider weiterhin die Panikmache...
Züri Süd
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08.07.2025, 17:06 · #12'404
Beiträge: 13
Drei Dutzend Verhaftungen und Hunderte beschlagnahmte Gegenstände: Die Zürcher Task-Force gegen gewalttätige Fans zieht Schlussbilanz Das Spezialteam der Kantonspolizei hat sich während acht Monaten damit befasst, wie man Kriminalität rund um Sportanlässe eindämmt. Marius Huber 08.07.2025, 14.05 Uhr 3 min Gewalt unter Sportfans gibt es nicht nur am Matchtag – die Task-Force ermittelte deshalb auch weitab von den Stadien. Gewalt unter Sportfans gibt es nicht nur am Matchtag – die Task-Force ermittelte deshalb auch weitab von den Stadien. Marcel Bieri / Keystone Eine Serie von Gewalttaten und Sachbeschädigungen durch Anhänger von Zürcher Fussballklubs hat im letzten Herbst zu reden gegeben. Gleichzeitig hat die Kantonspolizei eine spezielle Task-Force ins Leben gerufen, ein Team von Ermittlern und anderen Spezialisten, um den Druck auf solche kriminellen Fans zu erhöhen. Jetzt, nach etwas mehr als acht Monaten, zieht diese eine Schlussbilanz. 48 Vorfälle hat die Task-Force laut einer Medienmitteilung behandelt, wobei das Spektrum von Sprayereien bis hin zu tätlichen Angriffen reicht. Besonders oft hatte es die Polizei mit Anhängern des FC Zürich zu tun. Diese standen in fast zwei Dritteln aller Fälle im Fokus. Deutlich seltener ging es um Fans der Zürcher Grasshoppers und nur vereinzelt um solche der beiden Eishockey-Spitzenteams aus Zürich und Kloten. Intensive Ermittlungen hätten zu 38 Verhaftungen geführt, heisst es in der Mitteilung. Die Verhafteten sind zwischen 14 und 36 Jahre alt. 15 von ihnen sind laut der Medienmitteilung wegen Raubdelikten festgenommen worden. Den vielleicht grössten Fahndungserfolg hat die Polizei bereits im Mai publik gemacht. Damals war es ihr gelungen, vier Männer aus dem Umfeld des FC Zürich festzunehmen, die an einem aufsehenerregenden Überfall auf Anhänger der Grasshoppers in Winterthur beteiligt gewesen sein sollen. Gegen sie läuft zurzeit ein Strafverfahren der Staatsanwaltschaft. Die vier stehen im Verdacht, Teil einer gewaltbereiten Gruppe gewesen zu sein, die im vergangenen Oktober die Turnhalle der Sekundarschule Rickenbach bei Winterthur stürmte. Dort waren GC-Supporter gerade dabei, Transparente für ein Derby vorzubereiten. Als der Mob wieder abzog, liess er eine zerbrochene Glastür zurück, mehrere Leichtverletzte und viele Schmierereien auf dem Schulgelände und am Bahnhof. Mehr als 40 Waffen sichergestellt Für die Task-Force wurde das Ereignis zum Testfall, weil sie auch eine Antwort auf das Phänomen sein sollte, dass Gewalt unter Fussballfans auch fernab des Stadions auftritt. Als sie die Arbeit aufnahm, machte der Sicherheitsdirektor Mario Fehr klar, was das Ziel ist: «In meinen Augen sind diese Gewalttäter keine Fans, sondern gewöhnliche Kriminelle, denen es darum geht, andere einzuschüchtern und einen rechtsfreien Raum zu schaffen.» Man müsse ihnen entgegentreten. Die Task-Force hat laut der Schlussbilanz neben den Verhaftungen rund um die Spieltage vermehrt Kontrollen an neuralgischen Punkten im ganzen Kanton durchgeführt, etwa an Bahnhöfen. Dabei habe sie über 180 gefährliche Gegenstände sichergestellt, darunter über 40 Waffen wie Messer, Pfeffersprays oder Schlagstöcke. Die Polizisten beschlagnahmten aber auch mehrere hundert andere Gegenstände, um etwa Sprayereien und Sachbeschädigungen zu verhindern. Um Wiederholungstaten zu verhindern, hat die Polizei 26 Rayonverbote während Sportveranstaltungen erlassen, in sechs Fällen verhängte sie zusätzlich eine Meldeauflage. Dies ist eine schärfere Massnahme, die das Hooligan-Konkordat zwar erlaubt, die aber in der Vergangenheit kaum angewendet wurde. Die Zürcher Stadtpolizei etwa erliess 2024 keine einzige Meldeauflage und 2023 nur eine einzige. Die Massnahme bedeutet, dass die betreffende Person sich am Spieltag 30 Minuten vor und 15 Minuten nach dem Match bei einem Polizeiposten am Wohnort melden muss. So soll sichergestellt werden, dass sie nicht trotz Rayonverbot zum Stadion geht. Die Schweizer Fussballliga hat wiederholt kritisiert, dass es mehr Meldeauflagen geben sollte statt Kollektivstrafen gegen Fangruppierungen. Eine weitere Massnahme zielt auf die Erziehungsberechtigten: Da es nicht selten Minderjährige waren, mit denen sie es die Taskforce der Polizei bei ihren Ermittlungen und Kontrollen zu tun hatte, nahm sie deren Eltern in die Verantwortung. Auf Jugendliche spezialisierte Fachleute hätten das Gespräch mit ihnen gesucht und gezielt Unterstützung angeboten. Die Task-Force wird nun zwar aufgelöst, aber ihre Arbeit wird fortgeführt, wie die Polizei mitteilt. Das Ziel sei von Anfang an gewesen, eine Strategie zu entwickeln, wie man gezielt gegen Kriminalität rund um Sportveranstaltungen vorgehen könne. Dank der speziellen Schulung und den Erfahrungen, die die Einsatzkräfte in den letzten Monaten gemacht hätten, sei dies nun auch im Regelbetrieb möglich.
Kollegah
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14.07.2025, 08:47 · #12'405
Beiträge: 4'260
«Vom Kritisierten zum Fan-Liebling»
«Mir war klar, dass ich jetzt mit Leistung überzeugen muss» Steven Zuber spricht über seine ersten Monate beim FCZ, die Herausforderungen abseits des Platzes und seine Rolle als erfahrener Spieler. Zudem spricht er über die überraschende Wahl zum Spieler der Saison der FCZ-Fans und welche Ziele er für die neue Saison verfolgt. Die Hauptattraktion des FCZ bringt die Fans in eine Zwickmühle: Noch vor einigen Monaten wurde Steven Zuber aufgrund seiner GC-Vergangenheit angefeindet und kritisiert. Doch auch den grössten Kritikern ist nach der Rückrunde bewusst geworden, dass Zuber innert Kürze zum absoluten Leistungsträger avanciert ist. «Er lebt es vor im Verein, Woche für Woche alles für den Erfolg zu tun und hat sich so auch näher ans Herz der Fans gespielt», sagt Captain Yanick Brecher. Während des Trainingslagers im deutschen Oberstaufen spricht Steven Zuber erstmals ausführlich in einer Medienrunde über sein erstes halbes Jahr als FCZler. Blick: Steven Zuber, die FCZ-Fans haben Sie zum Spieler der Saison gewählt. Dieselben Fans, die im Winter aufgrund Ihrer GC-Vergangenheit noch protestierten. Steven Zuber: Ich wusste gar nicht, dass es eine Abstimmung gibt, deshalb war ich wirklich überrascht. Ich hätte nicht damit gerechnet und habe mich umso mehr gefreut. Wenn man den Start bedenkt, bin ich sehr froh, dass sich die Dinge so positiv entwickelt haben. Ich freue mich auf die Zukunft mit den FCZ-Fans. Haben Sie die Thematik damals näher an sich herangelassen, als Sie zugegeben haben? Nein. Ich habe eine Entscheidung getroffen und wusste, welche Reaktionen es geben könnte. Ich hatte Verständnis für beide Fanlager. Mir war klar, dass ich jetzt mit Leistung überzeugen muss, nicht mit Worten. Und das ist Ihnen gelungen. Sie waren oft derjenige, der voranging, wenn andere schon den Kopf hängen liessen. Ich kann ja nicht Leistung von anderen erwarten und selber nicht abliefern. Das wäre das falsche Signal. Ich bin einfach ehrgeizig und ich hasse es, zu verlieren. Ich hasse dieses Gefühl wirklich, es ist schrecklich. Ähnlich schrecklich wie das Verpassen der Top 6? Absolut. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als gesetzte Ziele zu verfehlen. Dann kommen die Kommentare, die Sprüche – das kratzt schon am Stolz. Wir müssen das aber in Motivation umwandeln. Wir sind einiges schuldig geblieben. Viele Themen sorgten neben dem Platz zudem dazu, dass einiges im Klub sehr chaotisch wirkte. Wie haben Sie das wahrgenommen? Natürlich war das unangenehm, gerade weil man immer wieder darauf angesprochen wird. Es störte mich, dass einzelne Vorfälle das Bild der gesamten FCZ-Familie beschädigen. Wir müssen intern mehr aufeinander achten. Was heisst das konkret? Diverse Themen hatten gar nichts mit der aktuellen Saison zu tun, aber wir müssen trotzdem selbstkritisch sein. Zum Beispiel auch mal auf den Ausgang verzichten, wenn es sportlich nicht läuft. Das haben wir thematisiert und wir alle müssen Verantwortung übernehmen. Ich nehme alle in die Pflicht. Blicken wir nach vorne: Was ist Ihr Ziel für die neue Saison? Für mich gibt es beim FCZ nur ein Ziel: die Top 3. Mit weniger dürfen wir uns nicht zufriedengeben. Im Trainingslager sind über ein Dutzend Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Was darf man von diesem Team erwarten? Wir haben eine klare Philosophie und wollen diesen eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen: dominanter Fussball, spielbestimmend, attraktiv für die Fans. Sie haben viel Erfahrung mit Saisonvorbereitungen. Wie läuft Ihre erste mit dem FCZ? Wir haben jetzt eine Woche in Oberstaufen hinter uns, in der wir den ganzen Tag aufeinander hockten, viele Gespräche führten und uns als Team nochmals besser kennenlernen konnten. Das ist wichtig für den Teamgeist. Und die Intensität der Trainings? Die ersten zwei Wochen waren richtig heftig. So etwas habe ich in meiner Karriere fast noch nie erlebt. Wir haben wirklich jeden Lauf gemacht, den man sich vorstellen kann. (lacht) Wie definieren Sie Ihre Rolle im Team? Ich weiss, wie es ist, als junger Spieler für einen Traum zu kämpfen. Deshalb dürfen sich die Jungen jederzeit an mich wenden, wenn sie einen Ratschlag brauchen. Ich halte aber nicht täglich eine Predigt, sondern versuche, mit meiner Einstellung voranzugehen. Gleichzeitig bin ich nicht hier, um als alleiniger Heilsbringer aufzutreten. Ich kann auch selbst viel von meinen Mitspielern und Menschen im Klub lernen. Mussten Sie erst in diese Leaderrolle hineinwachsen über die Jahre? Nein, entweder man ist so ein Typ, oder man ist es nicht. Ich war schon immer so, jetzt habe ich einfach noch mehr Spiele auf dem Buckel und konnte Erfahrungen im Ausland sammeln. Wie hat sich die Super League seit Ihrem Abschied bei GC aus Ihrer Sicht verändert? Wenn ich mit anderen Spielern von früher spreche, höre ich oft: Die Liga ist schwächer geworden. Aber das greift zu kurz. Der Fussball hat sich insgesamt enorm weiterentwickelt und die Liga hat ebenfalls einen Schritt vorwärtsgemacht. Viele Teams in der Super League verteidigen sehr mutig im Vergleich zum Ausland. Das gefällt mir. Bei der Infrastruktur war es bestimmt ein Umgewöhnen im Vergleich zu Athen oder Frankfurt zuvor. Gerade bei den Trainingsplätzen haben wir Probleme beim FCZ. Es wurden unzählige Versuche gestartet, um Lösungen zu finden. Wo liegen die Probleme genau? Im Winter waren die Plätze aufgrund von Kälte und Schnee in schlechtem Zustand, jetzt bei der Sommerhitze wird aus meiner Sicht tendenziell zu wenig bewässert. Ich will niemanden kritisieren, aber das kann unsere Gesundheit gefährden. Apropos Gesundheit: Spüren Sie mit 33 Jahren bereits das Älterwerden als Spieler? Gar nicht. (lacht) Ich habe früh in meiner Karriere angefangen, intensiv an meinem Körper zu arbeiten, ihn zu pflegen, um für die Zukunft vorzubeugen. Das zahlt sich jetzt aus. Sie laufen neu mit der Nummer 10 auf. Was bedeutet das für Sie? Die 10 ist meine Nummer, mit der ich mich wohlfühle und die mich bei den letzten Stationen begleitet hat. Im Winter habe ich sie aber selbstverständlich nicht einfach so eingefordert. Schon gar nicht bei einem verdienten Spieler im Verein wie Antonio Marchesano. Im Frühling habe ich dann mal angefragt und es hat geklappt. Und jetzt müssen Sie das ganze Umfeld mit neuen Trikots versorgen? Die erste Rechnung ist schon da und die wird jetzt ein bisschen höher ausfallen. (lacht) Zuber im Blick-Interview.
piiiZH
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14.07.2025, 09:46 · #12'406
Beiträge: 1'867
«Vom Kritisierten zum Fan-Liebling»
«Mir war klar, dass ich jetzt mit Leistung überzeugen muss» Steven Zuber spricht über seine ersten Monate beim FCZ, die Herausforderungen abseits des Platzes und seine Rolle als erfahrener Spieler. Zudem spricht er über die überraschende Wahl zum Spieler der Saison der FCZ-Fans und welche Ziele er für die neue Saison verfolgt. Die Hauptattraktion des FCZ bringt die Fans in eine Zwickmühle: Noch vor einigen Monaten wurde Steven Zuber aufgrund seiner GC-Vergangenheit angefeindet und kritisiert. Doch auch den grössten Kritikern ist nach der Rückrunde bewusst geworden, dass Zuber innert Kürze zum absoluten Leistungsträger avanciert ist. «Er lebt es vor im Verein, Woche für Woche alles für den Erfolg zu tun und hat sich so auch näher ans Herz der Fans gespielt», sagt Captain Yanick Brecher. Während des Trainingslagers im deutschen Oberstaufen spricht Steven Zuber erstmals ausführlich in einer Medienrunde über sein erstes halbes Jahr als FCZler. Blick: Steven Zuber, die FCZ-Fans haben Sie zum Spieler der Saison gewählt. Dieselben Fans, die im Winter aufgrund Ihrer GC-Vergangenheit noch protestierten. Steven Zuber: Ich wusste gar nicht, dass es eine Abstimmung gibt, deshalb war ich wirklich überrascht. Ich hätte nicht damit gerechnet und habe mich umso mehr gefreut. Wenn man den Start bedenkt, bin ich sehr froh, dass sich die Dinge so positiv entwickelt haben. Ich freue mich auf die Zukunft mit den FCZ-Fans. Haben Sie die Thematik damals näher an sich herangelassen, als Sie zugegeben haben? Nein. Ich habe eine Entscheidung getroffen und wusste, welche Reaktionen es geben könnte. Ich hatte Verständnis für beide Fanlager. Mir war klar, dass ich jetzt mit Leistung überzeugen muss, nicht mit Worten. Und das ist Ihnen gelungen. Sie waren oft derjenige, der voranging, wenn andere schon den Kopf hängen liessen. Ich kann ja nicht Leistung von anderen erwarten und selber nicht abliefern. Das wäre das falsche Signal. Ich bin einfach ehrgeizig und ich hasse es, zu verlieren. Ich hasse dieses Gefühl wirklich, es ist schrecklich. Ähnlich schrecklich wie das Verpassen der Top 6? Absolut. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als gesetzte Ziele zu verfehlen. Dann kommen die Kommentare, die Sprüche – das kratzt schon am Stolz. Wir müssen das aber in Motivation umwandeln. Wir sind einiges schuldig geblieben. Viele Themen sorgten neben dem Platz zudem dazu, dass einiges im Klub sehr chaotisch wirkte. Wie haben Sie das wahrgenommen? Natürlich war das unangenehm, gerade weil man immer wieder darauf angesprochen wird. Es störte mich, dass einzelne Vorfälle das Bild der gesamten FCZ-Familie beschädigen. Wir müssen intern mehr aufeinander achten. Was heisst das konkret? Diverse Themen hatten gar nichts mit der aktuellen Saison zu tun, aber wir müssen trotzdem selbstkritisch sein. Zum Beispiel auch mal auf den Ausgang verzichten, wenn es sportlich nicht läuft. Das haben wir thematisiert und wir alle müssen Verantwortung übernehmen. Ich nehme alle in die Pflicht. Blicken wir nach vorne: Was ist Ihr Ziel für die neue Saison? Für mich gibt es beim FCZ nur ein Ziel: die Top 3. Mit weniger dürfen wir uns nicht zufriedengeben. Im Trainingslager sind über ein Dutzend Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Was darf man von diesem Team erwarten? Wir haben eine klare Philosophie und wollen diesen eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen: dominanter Fussball, spielbestimmend, attraktiv für die Fans. Sie haben viel Erfahrung mit Saisonvorbereitungen. Wie läuft Ihre erste mit dem FCZ? Wir haben jetzt eine Woche in Oberstaufen hinter uns, in der wir den ganzen Tag aufeinander hockten, viele Gespräche führten und uns als Team nochmals besser kennenlernen konnten. Das ist wichtig für den Teamgeist. Und die Intensität der Trainings? Die ersten zwei Wochen waren richtig heftig. So etwas habe ich in meiner Karriere fast noch nie erlebt. Wir haben wirklich jeden Lauf gemacht, den man sich vorstellen kann. (lacht) Wie definieren Sie Ihre Rolle im Team? Ich weiss, wie es ist, als junger Spieler für einen Traum zu kämpfen. Deshalb dürfen sich die Jungen jederzeit an mich wenden, wenn sie einen Ratschlag brauchen. Ich halte aber nicht täglich eine Predigt, sondern versuche, mit meiner Einstellung voranzugehen. Gleichzeitig bin ich nicht hier, um als alleiniger Heilsbringer aufzutreten. Ich kann auch selbst viel von meinen Mitspielern und Menschen im Klub lernen. Mussten Sie erst in diese Leaderrolle hineinwachsen über die Jahre? Nein, entweder man ist so ein Typ, oder man ist es nicht. Ich war schon immer so, jetzt habe ich einfach noch mehr Spiele auf dem Buckel und konnte Erfahrungen im Ausland sammeln. Wie hat sich die Super League seit Ihrem Abschied bei GC aus Ihrer Sicht verändert? Wenn ich mit anderen Spielern von früher spreche, höre ich oft: Die Liga ist schwächer geworden. Aber das greift zu kurz. Der Fussball hat sich insgesamt enorm weiterentwickelt und die Liga hat ebenfalls einen Schritt vorwärtsgemacht. Viele Teams in der Super League verteidigen sehr mutig im Vergleich zum Ausland. Das gefällt mir. Bei der Infrastruktur war es bestimmt ein Umgewöhnen im Vergleich zu Athen oder Frankfurt zuvor. Gerade bei den Trainingsplätzen haben wir Probleme beim FCZ. Es wurden unzählige Versuche gestartet, um Lösungen zu finden. Wo liegen die Probleme genau? Im Winter waren die Plätze aufgrund von Kälte und Schnee in schlechtem Zustand, jetzt bei der Sommerhitze wird aus meiner Sicht tendenziell zu wenig bewässert. Ich will niemanden kritisieren, aber das kann unsere Gesundheit gefährden. Apropos Gesundheit: Spüren Sie mit 33 Jahren bereits das Älterwerden als Spieler? Gar nicht. (lacht) Ich habe früh in meiner Karriere angefangen, intensiv an meinem Körper zu arbeiten, ihn zu pflegen, um für die Zukunft vorzubeugen. Das zahlt sich jetzt aus. Sie laufen neu mit der Nummer 10 auf. Was bedeutet das für Sie? Die 10 ist meine Nummer, mit der ich mich wohlfühle und die mich bei den letzten Stationen begleitet hat. Im Winter habe ich sie aber selbstverständlich nicht einfach so eingefordert. Schon gar nicht bei einem verdienten Spieler im Verein wie Antonio Marchesano. Im Frühling habe ich dann mal angefragt und es hat geklappt. Und jetzt müssen Sie das ganze Umfeld mit neuen Trikots versorgen? Die erste Rechnung ist schon da und die wird jetzt ein bisschen höher ausfallen. (lacht) Zuber im Blick-Interview. Gesunde Einstellung! Ich hoffe, er kann sein Level noch lange halten und steckt den einen oder anderen mit seiner Art an. Auch seinen indirekten Seitenhieb an Mendy finde ich wichtig und richtig. Zuber ist der Aggressivleader, welcher uns auf dem Platz lange gefehlt hat.
Avatar von Shorunmu
Shorunmu
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21.07.2025, 15:15 · #12'407
Beiträge: 4'728
Ende der Zusammenarbeit Der FCZ muss aus dem Mendy-Fiasko zwingend Lehren ziehen Der FC Zürich wollte mit Benjamin Mendy ein sportliches Ausrufezeichen setzen – und hat sich schwer verkalkuliert. Die Trennung ist überfällig, der Imageschaden bleibt. Loris Brasser Kommentar von Loris Brasser Publiziert heute um 16:56 Uhr Benjamin Mendy vom FC Zürich in einem roten Trikot während eines Super-League-Spiels gegen den Grasshopper Club Zürich. Verlässt den FCZ nach rund einer halben Saison wieder: Benjamin Mendy. Foto: Claudio Thoma (Freshfocus) Rund fünf Monate ist es her: Der wohl umstrittenste Transfer des FC Zürich ist Tatsache. Nach acht Pflichtspielen ist das Missverständnis frühzeitig beendet. Benjamin Mendy kommt als Weltmeister und mehrfacher Premier-League-Sieger. Aber er ist eben auch mehrfach angeklagt wegen Vergewaltigung. Trotz Freispruch ein hochproblematischer Mensch, dessen Vorgehen vor Gericht etwa mit den Worten «die sexuelle Eroberung junger Frauen ist zu einem Spiel geworden» beschrieben wird. Die Kommunikation der Zürcher ist dann etwa ebenso schlecht wie die seltenen Auftritte des Franzosen im FCZ-Shirt. Erst schreiben sie gar nichts über die problematische Vergangenheit des Spielers – «aus Persönlichkeitsschutz», wie Präsident Ancillo Canepa später sagt. Und als der mediale und gesellschaftliche Druck grösser wird, merken auch die Verantwortlichen beim FCZ: Ups, da besteht wohl doch noch etwas mehr Klärungsbedarf. Oft versucht sich Canepa zu erklären, ebenso oft scheitert er. Kurz nach dem Transfer beweist der Präsident mit einer fatalen Täter-Opfer-Umkehr («Bekannte Fussballer sind oft begehrte Objekte, um sie auch ohne ein Fehlverhalten einzuklagen»), dass er nicht ganz verstanden hat, um was es in dieser Sache genau geht. Da helfen auch weitere Versuche nicht – etwa ein Interview, das auf den vereinseigenen Kanälen hochgeladen wird –, die Glaubwürdigkeit und die Sympathien vieler Menschen wiederzugewinnen. Party in Zürich nach Niederlage als Tiefpunkt der Odyssee Dazu spielt der ehemalige Profi von Manchester City nie auch nur annähernd auf einem Niveau, mit dem er der Mannschaft irgendwie helfen kann. Fast immer wirkt er so, als pfeife er aus dem letzten Loch. Einmal bereitet er ein Tor vor, mehrmals sorgt er dafür, dass sein Team eines kassiert. Dass der Franzose dann noch nach einer 0:4-Niederlage gegen Basel im Zürcher Nachtleben sein Tanzbein schwingt, ist der Tiefpunkt einer völlig missglückten Zusammenarbeit. Mendy habe «glaubhaft rübergebracht, dass er seinen Lebensstil geändert habe», sagt Canepa noch zu Beginn der Zusammenarbeit. Und wird wenige Monate später der Realität enttäuscht ins Auge geblickt haben. Er und sein Club wurden getäuscht, haben Fehler begangen, hoch gepokert – und nichts gewonnen. Dass jetzt die Zusammenarbeit mit dem Franzosen beendet wird, ist der einzig richtige Entscheid. Besser wäre nur gewesen, diese gar nicht erst zu beginnen. Der FC Zürich wird zwingend Lehren daraus ziehen müssen. In der Kommunikation, im Umgang mit höchst fragwürdigen Personen, in seiner Menschenkenntnis. Und in den Werten, die der Club vertreten will. Doch er zeigt auch: Er ist lernfähig. Zu spät, aber besser als nie.
stedtlerin
Mitglied
22.07.2025, 08:00 · #12'408
Beiträge: 84
Mendy «verpisst» sich Der FCZ löst die zweifelhafte Anstellung Benjamin Mendys frühzeitig auf. Das sportliche Risiko ging schief, der Vertrauensbruch gegenüber der eigenen Fanbasis bleibt. Ein Kommentar. Von Yann Bartal, Redaktor. 21.7.25 Die Entrüstung war gross, als der FCZ Anfang Februar Benjamin Mendy unter Vertrag nahm. Der Franzose wurde in der Vergangenheit mehrfach der Vergewaltigung angeklagt. Insgesamt erhoben 13 verschiedene Frauen zwischen Oktober 2018 und August 2021 Misshandlungsvorwürfe gegen den Profifussballer. Während sich die Leitung des FCZ, allen voran Präsident Ancillo Canepa, immer wieder auf den Freispruch für Mendy berief, sahen viele Fans in ihm nur eines: ein Gesicht für sexualisierte Gewalt im Profifussball. Flyer und Kleber mit dem Spruch «Verpiss dich Mendy» tauchten bald in der ganzen Stadt auf. Ancillo Canepa und Sportchef Milos Melnovic verteidigten Mendy immer wieder. Im Tages-Anzeiger sagte der FCZ-Präsident, dass es keinen Anlass gegeben habe, an der Korrektheit der juristischen Aufarbeitung zu zweifeln. «Bekannte Fussballer sind oft begehrte Objekte, um sie auch ohne ein Fehlverhalten einzuklagen.» Damit blendet er aus, dass es im Profifussball zu so vielen sexuellen Übergriffen wie in kaum einer anderen Sportart kommt. Verurteilungen bei sogenannten Vier-Augen-Delikten sind höchst selten. Sich auf den Freispruch Mendys zu stützen, mag juristisch korrekt gewesen sein. Die gesellschaftliche Verantwortung, die der Verein einnehmen sollte, haben sie damit aber missachtet. Auf dem Fussballplatz enttäuschte Mendy auf ganzer Linie – keine Überraschung eigentlich. Mendy war nicht fit, immer wieder verletzt und hatte kaum Einsätze in der Vergangenheit. Der Verdacht kommt auf: Es schien dem Verein hauptsächlich darum gegangen zu sein, einen ehemaligen Weltmeister engagiert zu haben. Statt Einsicht gibt Canepa dem inzwischen ebenfalls geschassten Trainer Ricardo Moniz im Tages-Anzeiger-Podcast «Dritte Halbzeit» die Schuld. Moniz habe Mendy zu früh eingesetzt, als dieser psychisch und physisch noch nicht bereit gewesen sei. Benjamin Mendy wurde in nur acht Spielen aufgeboten und stand gerade mal 333 Minuten lang auf dem Spielfeld. Fehlende gesellschaftliche Verantwortung So findet die Misere immerhin ein baldiges Ende. Der FCZ beendet Mendys Vertrag nach knapp sechs Monaten «in gegenseitigem Einvernehmen», wie der Verein in einer knappen Mitteilung verlauten lässt. Wie es scheint nicht wegen der Vorwürfe, sondern wegen der schlechten Leistung. Fehlentscheidungen passieren dort, wo viel auf dem Spiel steht. Und viele Entscheidungen fühlen sich im Moment beim FCZ kurzsichtig und erratisch an. Doch der eigentliche Skandal ist die fehlende Einsicht – und dass der eigenen Fanbasis kein Gehör geschenkt wurde. Canepa hob immer wieder den Persönlichkeitsschutz Mendys hervor und stellte sich schützend in die Schusslinie vor Benjamin Mendy. Wieso eigentlich? Wieso engagierte der Verein unbedingt einen mittelmässigen Spieler, der der eigenen Fanbasis so dermassen vor den Kopf stiess? Stattdessen wäre eine ehrliche Aufarbeitung angebracht. Besonders in einer Zeit, in der die Frauen-EM beweist, dass Profifussball auch ohne übergriffige Sexisten funktioniert. Es würde dem Stadtverein guttun, die eigenen Werte zu überdenken – und seine gesellschaftliche Verantwortung und Vorbildfunktion, gerade für junge Männer, ernst zu nehmen.
Kiyomasu
Mitglied
22.07.2025, 08:08 · #12'409
Beiträge: 2'772
Mendy «verpisst» sich Der FCZ löst die zweifelhafte Anstellung Benjamin Mendys frühzeitig auf. Das sportliche Risiko ging schief, der Vertrauensbruch gegenüber der eigenen Fanbasis bleibt. Ein Kommentar. Von Yann Bartal, Redaktor. 21.7.25 Die Entrüstung war gross, als der FCZ Anfang Februar Benjamin Mendy unter Vertrag nahm. Der Franzose wurde in der Vergangenheit mehrfach der Vergewaltigung angeklagt. Insgesamt erhoben 13 verschiedene Frauen zwischen Oktober 2018 und August 2021 Misshandlungsvorwürfe gegen den Profifussballer. Während sich die Leitung des FCZ, allen voran Präsident Ancillo Canepa, immer wieder auf den Freispruch für Mendy berief, sahen viele Fans in ihm nur eines: ein Gesicht für sexualisierte Gewalt im Profifussball. Flyer und Kleber mit dem Spruch «Verpiss dich Mendy» tauchten bald in der ganzen Stadt auf. Ancillo Canepa und Sportchef Milos Melnovic verteidigten Mendy immer wieder. Im Tages-Anzeiger sagte der FCZ-Präsident, dass es keinen Anlass gegeben habe, an der Korrektheit der juristischen Aufarbeitung zu zweifeln. «Bekannte Fussballer sind oft begehrte Objekte, um sie auch ohne ein Fehlverhalten einzuklagen.» Damit blendet er aus, dass es im Profifussball zu so vielen sexuellen Übergriffen wie in kaum einer anderen Sportart kommt. Verurteilungen bei sogenannten Vier-Augen-Delikten sind höchst selten. Sich auf den Freispruch Mendys zu stützen, mag juristisch korrekt gewesen sein. Die gesellschaftliche Verantwortung, die der Verein einnehmen sollte, haben sie damit aber missachtet. Auf dem Fussballplatz enttäuschte Mendy auf ganzer Linie – keine Überraschung eigentlich. Mendy war nicht fit, immer wieder verletzt und hatte kaum Einsätze in der Vergangenheit. Der Verdacht kommt auf: Es schien dem Verein hauptsächlich darum gegangen zu sein, einen ehemaligen Weltmeister engagiert zu haben. Statt Einsicht gibt Canepa dem inzwischen ebenfalls geschassten Trainer Ricardo Moniz im Tages-Anzeiger-Podcast «Dritte Halbzeit» die Schuld. Moniz habe Mendy zu früh eingesetzt, als dieser psychisch und physisch noch nicht bereit gewesen sei. Benjamin Mendy wurde in nur acht Spielen aufgeboten und stand gerade mal 333 Minuten lang auf dem Spielfeld. Fehlende gesellschaftliche Verantwortung So findet die Misere immerhin ein baldiges Ende. Der FCZ beendet Mendys Vertrag nach knapp sechs Monaten «in gegenseitigem Einvernehmen», wie der Verein in einer knappen Mitteilung verlauten lässt. Wie es scheint nicht wegen der Vorwürfe, sondern wegen der schlechten Leistung. Fehlentscheidungen passieren dort, wo viel auf dem Spiel steht. Und viele Entscheidungen fühlen sich im Moment beim FCZ kurzsichtig und erratisch an. Doch der eigentliche Skandal ist die fehlende Einsicht – und dass der eigenen Fanbasis kein Gehör geschenkt wurde. Canepa hob immer wieder den Persönlichkeitsschutz Mendys hervor und stellte sich schützend in die Schusslinie vor Benjamin Mendy. Wieso eigentlich? Wieso engagierte der Verein unbedingt einen mittelmässigen Spieler, der der eigenen Fanbasis so dermassen vor den Kopf stiess? Stattdessen wäre eine ehrliche Aufarbeitung angebracht. Besonders in einer Zeit, in der die Frauen-EM beweist, dass Profifussball auch ohne übergriffige Sexisten funktioniert. Es würde dem Stadtverein guttun, die eigenen Werte zu überdenken – und seine gesellschaftliche Verantwortung und Vorbildfunktion, gerade für junge Männer, ernst zu nehmen. Absoluter Qualitätsjournalismus, danke fürs Teilen. Unser Sportchef heisst scheinbar neu Melnovic und auch sonst hat der feine Herr eigentlich nichts neues mehr geschrieben, das wurde alles schon bei seiner Verpflichtung gesagt. Da lobe ich mir die Artikel von Brasser (weiter oben) und Florian Raz (https://www.blick.ch/sport/fussball/men ... 70685.html).
dennisov
Mitglied
22.07.2025, 09:11 · #12'410
Beiträge: 5'501
Mendy «verpisst» sich Der FCZ löst die zweifelhafte Anstellung Benjamin Mendys frühzeitig auf. Das sportliche Risiko ging schief, der Vertrauensbruch gegenüber der eigenen Fanbasis bleibt. Ein Kommentar. Von Yann Bartal, Redaktor. 21.7.25 Die Entrüstung war gross, als der FCZ Anfang Februar Benjamin Mendy unter Vertrag nahm. Der Franzose wurde in der Vergangenheit mehrfach der Vergewaltigung angeklagt. Insgesamt erhoben 13 verschiedene Frauen zwischen Oktober 2018 und August 2021 Misshandlungsvorwürfe gegen den Profifussballer. Während sich die Leitung des FCZ, allen voran Präsident Ancillo Canepa, immer wieder auf den Freispruch für Mendy berief, sahen viele Fans in ihm nur eines: ein Gesicht für sexualisierte Gewalt im Profifussball. Flyer und Kleber mit dem Spruch «Verpiss dich Mendy» tauchten bald in der ganzen Stadt auf. Ancillo Canepa und Sportchef Milos Melnovic verteidigten Mendy immer wieder. Im Tages-Anzeiger sagte der FCZ-Präsident, dass es keinen Anlass gegeben habe, an der Korrektheit der juristischen Aufarbeitung zu zweifeln. «Bekannte Fussballer sind oft begehrte Objekte, um sie auch ohne ein Fehlverhalten einzuklagen.» Damit blendet er aus, dass es im Profifussball zu so vielen sexuellen Übergriffen wie in kaum einer anderen Sportart kommt. Verurteilungen bei sogenannten Vier-Augen-Delikten sind höchst selten. Sich auf den Freispruch Mendys zu stützen, mag juristisch korrekt gewesen sein. Die gesellschaftliche Verantwortung, die der Verein einnehmen sollte, haben sie damit aber missachtet. Auf dem Fussballplatz enttäuschte Mendy auf ganzer Linie – keine Überraschung eigentlich. Mendy war nicht fit, immer wieder verletzt und hatte kaum Einsätze in der Vergangenheit. Der Verdacht kommt auf: Es schien dem Verein hauptsächlich darum gegangen zu sein, einen ehemaligen Weltmeister engagiert zu haben. Statt Einsicht gibt Canepa dem inzwischen ebenfalls geschassten Trainer Ricardo Moniz im Tages-Anzeiger-Podcast «Dritte Halbzeit» die Schuld. Moniz habe Mendy zu früh eingesetzt, als dieser psychisch und physisch noch nicht bereit gewesen sei. Benjamin Mendy wurde in nur acht Spielen aufgeboten und stand gerade mal 333 Minuten lang auf dem Spielfeld. Fehlende gesellschaftliche Verantwortung So findet die Misere immerhin ein baldiges Ende. Der FCZ beendet Mendys Vertrag nach knapp sechs Monaten «in gegenseitigem Einvernehmen», wie der Verein in einer knappen Mitteilung verlauten lässt. Wie es scheint nicht wegen der Vorwürfe, sondern wegen der schlechten Leistung. Fehlentscheidungen passieren dort, wo viel auf dem Spiel steht. Und viele Entscheidungen fühlen sich im Moment beim FCZ kurzsichtig und erratisch an. Doch der eigentliche Skandal ist die fehlende Einsicht – und dass der eigenen Fanbasis kein Gehör geschenkt wurde. Canepa hob immer wieder den Persönlichkeitsschutz Mendys hervor und stellte sich schützend in die Schusslinie vor Benjamin Mendy. Wieso eigentlich? Wieso engagierte der Verein unbedingt einen mittelmässigen Spieler, der der eigenen Fanbasis so dermassen vor den Kopf stiess? Stattdessen wäre eine ehrliche Aufarbeitung angebracht. Besonders in einer Zeit, in der die Frauen-EM beweist, dass Profifussball auch ohne übergriffige Sexisten funktioniert. Es würde dem Stadtverein guttun, die eigenen Werte zu überdenken – und seine gesellschaftliche Verantwortung und Vorbildfunktion, gerade für junge Männer, ernst zu nehmen. Absoluter Qualitätsjournalismus, danke fürs Teilen. Unser Sportchef heisst scheinbar neu Melnovic und auch sonst hat der feine Herr eigentlich nichts neues mehr geschrieben, das wurde alles schon bei seiner Verpflichtung gesagt. Da lobe ich mir die Artikel von Brasser (weiter oben) und Florian Raz (https://www.blick.ch/sport/fussball/men ... 70685.html). Nur weil der faule Hund kein Bock hatte selber etwas zu schreiben und stattdessen offensichtlich Chat GPT benutzte, bedeutet das nicht, dass es im Blick "Qualitätsjournalismus" gibt ;-)
Mostowoj
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22.07.2025, 11:12 · #12'411
Beiträge: 1'487
Mendy «verpisst» sich Der FCZ löst die zweifelhafte Anstellung Benjamin Mendys frühzeitig auf. Das sportliche Risiko ging schief, der Vertrauensbruch gegenüber der eigenen Fanbasis bleibt. Ein Kommentar. Von Yann Bartal, Redaktor. 21.7.25 Wo wurde dieser unterirdische Rotz publiziert? Quelle?
nihilate
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22.07.2025, 11:19 · #12'412
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Mendy «verpisst» sich Der FCZ löst die zweifelhafte Anstellung Benjamin Mendys frühzeitig auf. Das sportliche Risiko ging schief, der Vertrauensbruch gegenüber der eigenen Fanbasis bleibt. Ein Kommentar. Von Yann Bartal, Redaktor. 21.7.25 Wo wurde dieser unterirdische Rotz publiziert? Quelle? Auf Tsüri.ch: https://tsri.ch/a/benjamin-mendy-verlae ... pisst-sich
Kollegah
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22.07.2025, 11:42 · #12'413
Beiträge: 4'260
Weiss jemand, ob es noch eine Saisonvorschau-Pressekonferenz geben wird?
Mostowoj
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22.07.2025, 12:05 · #12'414
Beiträge: 1'487
Danke für die Quelle zum Mendy-Artikel.
Avatar von din Vater
din Vater
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22.07.2025, 12:58 · #12'415
Beiträge: 6'244
Absoluter Qualitätsjournalismus, danke fürs Teilen. Unser Sportchef heisst scheinbar neu Melnovic und auch sonst hat der feine Herr eigentlich nichts neues mehr geschrieben, das wurde alles schon bei seiner Verpflichtung gesagt. Zumindest einen neuen Punkt hat er: Die Führung drückt sich vehement in der Causa Mendy einen Fehler einzugestehen. Nein, man schiebt den schwarzen Peter nun Moniz zu. Dieses Framing wird nun auch von zwielichtigen Forumsnasen übernommen. Einfach peinlich. Wieso musste man den Vertrag mit Mendy überhaupt im gegenseitigen Einvernehmen auflösen? Mendy hätte man nach all seinen groben Pflichtverletzungen doch auch schon vor Monaten fristlos entlassen können. Aber nein, man schiebt lieber eine dubiose Verletzung vor, die Mendy im Ausgang noch nicht gehabt hat. Auch diese Bullshit-Geschichte wird hier im Forum geglaubt. Da bleibt viel verbrannte Erde und kein Wort der Reue.
Glarona
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22.07.2025, 13:27 · #12'416
Beiträge: 13'396
Absoluter Qualitätsjournalismus, danke fürs Teilen. Unser Sportchef heisst scheinbar neu Melnovic und auch sonst hat der feine Herr eigentlich nichts neues mehr geschrieben, das wurde alles schon bei seiner Verpflichtung gesagt. Zumindest einen neuen Punkt hat er: Die Führung drückt sich vehement in der Causa Mendy einen Fehler einzugestehen. Nein, man schiebt den schwarzen Peter nun Moniz zu. Dieses Framing wird nun auch von zwielichtigen Forumsnasen übernommen. Einfach peinlich. Wieso musste man den Vertrag mit Mendy überhaupt im gegenseitigen Einvernehmen auflösen? Mendy hätte man nach all seinen groben Pflichtverletzungen doch auch schon vor Monaten fristlos entlassen können. Aber nein, man schiebt lieber eine dubiose Verletzung vor, die Mendy im Ausgang noch nicht gehabt hat. Auch diese Bullshit-Geschichte wird hier im Forum geglaubt. Da bleibt viel verbrannte Erde und kein Wort der Reue. Amen
LA
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22.07.2025, 13:37 · #12'417
Beiträge: 404
Heute war TeleZüri und BlueSport beim Training
skzueri
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22.07.2025, 15:03 · #12'418
Beiträge: 335
Absoluter Qualitätsjournalismus, danke fürs Teilen. Unser Sportchef heisst scheinbar neu Melnovic und auch sonst hat der feine Herr eigentlich nichts neues mehr geschrieben, das wurde alles schon bei seiner Verpflichtung gesagt. Zumindest einen neuen Punkt hat er: Die Führung drückt sich vehement in der Causa Mendy einen Fehler einzugestehen. Nein, man schiebt den schwarzen Peter nun Moniz zu. Dieses Framing wird nun auch von zwielichtigen Forumsnasen übernommen. Einfach peinlich. Wieso musste man den Vertrag mit Mendy überhaupt im gegenseitigen Einvernehmen auflösen? Mendy hätte man nach all seinen groben Pflichtverletzungen doch auch schon vor Monaten fristlos entlassen können. Aber nein, man schiebt lieber eine dubiose Verletzung vor, die Mendy im Ausgang noch nicht gehabt hat. Auch diese Bullshit-Geschichte wird hier im Forum geglaubt. Da bleibt viel verbrannte Erde und kein Wort der Reue. Habe ich offenbar verpasst, was für grobe Pflichtverletzungen waren das?
ted mosby
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22.07.2025, 17:30 · #12'419
Beiträge: 1'587
Habe ich offenbar verpasst, was für grobe Pflichtverletzungen waren das? Party nach der 4:0 Niederlage gegen Basel und sich dort noch eine Muskelverletzung geholt. Unbestätigte Geschichte. Vermutlich aber wahr.
Glarona
Mitglied
22.07.2025, 17:54 · #12'420
Beiträge: 13'396
Habe ich offenbar verpasst, was für grobe Pflichtverletzungen waren das? Party nach der 4:0 Niederlage gegen Basel und sich dort noch eine Muskelverletzung geholt. Unbestätigte Geschichte. Vermutlich aber wahr. Okay, dass sich jetzt Mendy auf der Party die Muskelverletzung geholt hat, ist mir neu. Schlechte Breakdance Skills?? Abgesehen davon, dass es einfach Sinnbildlich ist für Mendy nach einer Ohrfeige gegen Basel in Züri Nachtleben zu stürzen. Kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, Muskelverletzungen sind am Anfangen nur ein leichtes Stechen. Erst später wenn der Muskel kalt ist, kommen die Schmerzen. Natürlich saudämlich von Mendy aber ich habe mich auch nach einer Muskelverletzung an einer Chilbi rumgetrieben. War am Anfang okay, später die Hölle.. Nebenbei, ich war Senior Spieler und habe mich 120min. Im Cup durch gequält. Ich hatte diverse Biere verdient!
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