12.09.2025, 07:29 · #10'174
Beiträge: 288
...
Aber bei allem Wohlwollen verstehe ich die Strategie nicht, die hinter den vielen Neuerwerbungen steht. Für mich ist es so, wie wenn ich am Samstag kurz vor Marktschluss nochmals schnell ein Haufen verbilligtes Gemüse einkaufe (zwei Dutzend für 2 Franken), in der festen Absicht, das Gemüse gleich zu verwerten. Dies, obwohl ich am Nachmittag noch einen Termin habe und den Kühlschrank voll mit feinstem, eigenzogenem Bio-Gemüse, das ich auch noch veredeln wollte...und am Schluss krieg ich das Z'Nacht nicht zustande, zu dem ich meinen Freudeskreis eingeladen habe. Weil ich dann nicht mehr weiss, welches Gemüse ich für was vorgesehen hatte...
Der von dir beschriebene Eindruck täuscht überhaupt nicht und wird sicher von 95 % der Aussenstehenden so wahr genommen.
Wenn man sich aber in die Lage von AC / HC versetzt, würde ich mich jedoch jedes Jahr aufs Neue fragen, warum ich jedes Jahr ein Defizit von 5 Mio decken soll.
Ich für mich habe mit der Anstellung von MM das über die Jahre so wahrgenommen, dass MM den Verein in Richtung schwarze Zahlen führen soll.
Dies kann nur mit Verkauf von Eigengewächsen oder externen Talenten geschehen.
Auch wenn ich gegenüber Degen und Basel eine grosse Abneigung habe, muss doch gesagt sein, dass dort wirtschaftlich wieder gut gearbeitet wird.
So wie ich das sehe, müssen wir uns in die gleiche Richtung bewegen.
Man holt externe Talente, die den grossen Durchbruch anderorts noch nicht geschafft haben.
+ wenig Unterhaltskosten
+ falls der Spieler einschlägt, sind schnell einmal 1-2 Mio möglich
o wenn der Spieler nicht einschlägt ist er schnell vergessen und wieder weg (z.B. Sabobo, Oko-Flex etc.)
- nimmt unter Umständen einem Eigengewächs den Platz weg (sofern diese für die SL soweit sind)
- ergibt jedes Jahr von Aussen betrachtet einen grossen Umbruch & auf dem Papier ergibt das dann ein grosses Kader
Irgendwie müssen wir auch einen Weg finden, damit nicht jedes Jahr 5 Mio flöten gehen.
Es gibt nicht jedes Jahr ein Eigengewächs, das für 1-5 Mio verkauft werden kann - somit müssen halt externe Talente geholt werden.
Weiter spielen wir auch nicht jedes Jahr um Europa mit - damit kann man auch nicht planen.
Was uns von Basel unterscheidet ist, dass man mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen möchte.
Die Kaderplanung ist natürlich ein heikler Balanceakt, damit eine gute Mischung aus Eigengewächsen, gestandenen Routiniers und dazu gekauften Talenten entsteht.
Rein wirtschaftlich sehe ich jedoch nur diesen Weg, damit in der Zukunft einmal eine schwarze Null steht.