6'846 Antworten · 2'553'702 Aufrufe · Seite 313 von 343
K
Krönu
Mitglied
13'340 Beiträge
Dabei seit September 2008
13.06.2023, 08:17 · #6'241
Beiträge: 13'340
- Duplex-Idee aus der Mottenkiste holen
Soll der EHC Kloten da spielen? :-)
O
ouagi
Mitglied
12'913 Beiträge
Dabei seit Juni 2004
13.06.2023, 08:28 · #6'242
Beiträge: 12'913
- Stadion in der Allmend bauen
Es wäre meine Wunschlösung.
Vorne irgendwo neben oder hinter der Saalsporthalle hätte es alleweil Platz.
Für die Extrazüge müsste wohl jedoch das Tunnel Wiedikon - Manesseplatz für den Personenverkehr saniert und beim Stadion/Sihlcity ein Abstellgleis errichtet werden. Keine Ahnung ob das überhaupt möglich wäre.
Für Autoanschluss wäre die Brunau perfekt, was jedoch zurecht nicht der Strategie der Stadt Zürich entspricht. Netto null und so. Zudem ist nach der Saalsporthalle - so wie ich meine? - ebenfalls bald mal Naturschutzgebiet.
Weitere Win-Wins:
- Es hätte wohl kein Platz mehr für irgendwelche trümmligen Schwingfeste. ;)
- FeldWaldWiese zur Genüge verfügbar:)
Aber ja, alles in Allem kaum realisierbar.
Im Umreis von Wäldern hast du erstens 50 Meter Waldabstandslinie zu beachten und andere politische Gewichter als Coach Kromer gegen dich.
Na dann weg mit dem Skaterpark und Red Star ;))
R
riot666
Mitglied
9'731 Beiträge
Dabei seit Juli 2006
13.06.2023, 08:29 · #6'243
Beiträge: 9'731
- Duplex-Idee aus der Mottenkiste holen
Soll der EHC Kloten da spielen? :-)
denks kombiniert mit volero, unihockey und handball
— seitdem ich dich kenne…
D
Djuric
Mitglied
156 Beiträge
Dabei seit August 2008
13.06.2023, 08:59 · #6'244
Beiträge: 156
- Duplex-Idee aus der Mottenkiste holen
Soll der EHC Kloten da spielen? :-)
denks kombiniert mit volero, unihockey und handball
Halter AG Stadionprojekt wiederbeleben.
https://www.tagesanzeiger.ch/warum-kein ... 5882133699
E
Ensis
Mitglied
935 Beiträge
Dabei seit Juli 2003
13.06.2023, 09:09 · #6'245
Beiträge: 935
Lieber ein 18'000er-Fussballstadion als ein 22'000er-Leichtathletikstadion, das von der Stadt betrieben und dem Frauenverein becatert wird. Ich mag mich gut an verschiedene Spiele in der AFG-Arena erinnern und auch an die Saison im Hardturm, sogar dort war die Stimmung im Stadion packender, im Durchschnitt. Zürich braucht ein Fussballstadion. Und statt irgendwo und irgendwie darauf zu warten, dass in Schlieren, Nord-Schwamendingen, West-Altstetten oder Dübendorf noch ein Blätz Land frei wird, sähe ich das Ensemble-Projekt lieber heute als morgen verwirklicht. Ich verstehe jedoch und respektiere, dass man/frau auch anderer Meinung sein kann.
Ich denke wir sind uns einig, dass ein reines Fussballstadion kommen soll, auch wenn meine Wenigkeit doch sehr an der Location Letzi hängt und im Übrigen die Sicht von den A- und C-Sektoren aufs Spielfeld wenig zum Jammern hergibt (vergleicht mal bitte mit dem diesjährigen CL-Final-Stadion in Istanbul!). Wenn das bereits zweimal vom Volk angenommene, für mein Empfinden einiges zu kleine Stadion kommen sollte - mit Sitzplätzen sind es ja gerade mal noch 16'000 Plätze!! - jeder kann selbst ausrechnen wieviele Saisonkarten da in der Südkurve noch verkauft werden können, wenn dasselbe System wie heute angewandt wird - dann wird es so sein. Die Fussballseite wird sich sicher nicht dagegen wehren. Dann muss halt ein nachträglicher Kapazitätsausbau in Angriff genommen werden (mit einem Zeithorzitzont von wohl ca. 15 Jahren).
Wenn nun aber das Ensemble tatsächlich nochmals zu Fall gebracht werden sollte (mit was für Mäzchen auch immer, ich glaube die Verzögerungsmöglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft), dann muss bei der Planung unbedingt ein grösseres Stadion her, wobei immer auch die Leerplätze (Sicherheit) massgebend sind. Bei einem Stadion mit einer Maximalkapazität von 25'000 könnten dann wohl so 23'000 Plätze belegt werden. Es ist aber klar, dass das Stand jetzt einfach nur Träumereien sind.
Was aber jetzt unbedingt Realität werden muss: Der Letzi muss nächste Saison zwingend besser gefüllt werden können, indem die Sektoren B14 bis B16 dauerhaft für FCZ-Fans (Einzelspiele) geöffnet werden (ausser gegen GC). Es kann nicht sein, dass sich Canepa hinter der Sicherheit versteckt, nur weil er unbedingt seine 70 Fr. Plätze im A-Sektor verkaufen will (die sich übrigens nicht mal in der Mitte, sondern seitlich befinden). Solange wir über Spielermaterial in der heutigen Qualität verfügen, muss der Fussball ein Sport für alle sein und bleiben. Elitäre Preise haben hier m.E. nichts zu suchen. Aber da bin ich halt vielleicht ein Sozialromantiker. Bei Canepa wünsche ich mir manchmal das soziale Herz von Sven Hotz. Dieser hat die Eintrittspreise während seiner ganzen Präsidialzeit nie erhöht. Er sagte immer, jeder muss an die Spiele kommen können. Danke nochmals nachträglich dafür!!
MetalZH
Mitglied
5'727 Beiträge
Dabei seit Januar 2016
13.06.2023, 10:05 · #6'246
Beiträge: 5'727
- Duplex-Idee aus der Mottenkiste holen
Soll der EHC Kloten da spielen? :-)
denks kombiniert mit volero, unihockey und handball
Halter AG Stadionprojekt wiederbeleben.
https://www.tagesanzeiger.ch/warum-kein ... 5882133699
+1
Wäre seit je her die beste Option gewesen. Altstetten auch mit eigenem Bahnhof etc. Es gäbe so viele Vorteile dort!
— We are Motörhead. And we play Rock'n'Roll.
neinei
Mitglied
2'315 Beiträge
Dabei seit Januar 2006
13.06.2023, 11:36 · #6'247
Beiträge: 2'315
- Duplex-Idee aus der Mottenkiste holen
Soll der EHC Kloten da spielen? :-)
denks kombiniert mit volero, unihockey und handball
Halter AG Stadionprojekt wiederbeleben.
https://www.tagesanzeiger.ch/warum-kein ... 5882133699
+1
Wäre seit je her die beste Option gewesen. Altstetten auch mit eigenem Bahnhof etc. Es gäbe so viele Vorteile dort!
Man könnte ja zweigleisig fahren: Ensemble nicht ganz abschreiben, aber Plan B schon mal hochfahren.
— I‘d like to nominate my partner, Frank Poncerello.
T
Titanium
Mitglied
4'800 Beiträge
Dabei seit August 2003
13.06.2023, 11:43 · #6'248
Beiträge: 4'800
Ein wenig eine ketzerische Frage - wäre dieser Einspruch auch gekommen, wenn ausschliesslich Genossenschaftswohnungen in den Hochhäusern geplant worden wären (die Querfinanzierbarkeit mal beiseite gelassen)?
R
riot666
Mitglied
9'731 Beiträge
Dabei seit Juli 2006
13.06.2023, 11:55 · #6'249
Beiträge: 9'731
Ein wenig eine ketzerische Frage - wäre dieser Einspruch auch gekommen, wenn ausschliesslich Genossenschaftswohnungen in den Hochhäusern geplant worden wären (die Querfinanzierbarkeit mal beiseite gelassen)?
ich glaube, denen geht es nur ums eigeninteresse, weil ihnen hochhäuser ins quartier gepflanzt werden.
— seitdem ich dich kenne…
J
Jea
Mitglied
6'423 Beiträge
Dabei seit Oktober 2002
13.06.2023, 12:02 · #6'250
Beiträge: 6'423
Ein wenig eine ketzerische Frage - wäre dieser Einspruch auch gekommen, wenn ausschliesslich Genossenschaftswohnungen in den Hochhäusern geplant worden wären (die Querfinanzierbarkeit mal beiseite gelassen)?
ich glaube, das hat weniger mit den Wohnungen (egal ob Genossenschaft oder nicht) zu tun, als mit den bösen bösen Fussballfans, die man dann wieder im Quartier hat und von denen jeder Angst haben muss
(ja ich weiss, gewisse Fans tun sich mit den verschiedenen Schlagzeilen gegen Ende Saison damit keinen Gefallen)
für mich ist und und bleibt der Letzi unsere Heimat und ich find einfach das Theater unglaublich... anfangs fand ich es noch amüsant, jetzt nur noch traurig.
ob ich das noch erlebe, dass der FCZ umzieht? Möchte ich das überhaupt? keine ahnung... aber es ist einfach peinlich für eine Grossstadt wie Zürich.
Z
Z
Mitglied
4'380 Beiträge
Dabei seit Oktober 2004
13.06.2023, 12:10 · #6'251
Beiträge: 4'380
Wann läuft eigentlich der Letzi-Super-Architekten—Schutz aus?
Was würde denn passieren, wenn die Stadt einfach Veränderungen am Letzi vornehmen würde, ohne die Einwilligung des Super-Architekten?
Der Architekt würde klagen.
Welche Urteile wären möglich?
G
gelbeseite
Mitglied
6'419 Beiträge
Dabei seit Juni 2006
13.06.2023, 12:17 · #6'252
Beiträge: 6'419
Wann läuft eigentlich der Letzi-Super-Architekten—Schutz aus?
Was würde denn passieren, wenn die Stadt einfach Veränderungen am Letzi vornehmen würde, ohne die Einwilligung des Super-Architekten?
Der Architekt würde klagen.
Welche Urteile wären möglich?
Ungeachtet dessen ist das ein unrealistisches Szenario. Stell dir vor, der FCZ müsste eine ganze Saison in einem Ausweichstadion spielen (Schaffhausen?). Die damit Verbundenen Schäden sind wohl so hoch, dass wir lieber noch 25 Jahre im Letzi bleiben, bis irgendwo sonst in Zürich ein Stadion steht.
J
Jea
Mitglied
6'423 Beiträge
Dabei seit Oktober 2002
13.06.2023, 12:28 · #6'253
Beiträge: 6'423
Utogrund ausbauen ;)
Z
Z
Mitglied
4'380 Beiträge
Dabei seit Oktober 2004
13.06.2023, 12:37 · #6'254
Beiträge: 4'380
Wann läuft eigentlich der Letzi-Super-Architekten—Schutz aus?
Was würde denn passieren, wenn die Stadt einfach Veränderungen am Letzi vornehmen würde, ohne die Einwilligung des Super-Architekten?
Der Architekt würde klagen.
Welche Urteile wären möglich?
Ungeachtet dessen ist das ein unrealistisches Szenario. Stell dir vor, der FCZ müsste eine ganze Saison in einem Ausweichstadion spielen (Schaffhausen?). Die damit Verbundenen Schäden sind wohl so hoch, dass wir lieber noch 25 Jahre im Letzi bleiben, bis irgendwo sonst in Zürich ein Stadion steht.
Könnte man bei laufenden Betrieb machen.
Frage: was müsste deiner Meinung gemacht werden?
D
devante
Mitglied
19'476 Beiträge
Dabei seit Januar 2005
13.06.2023, 12:47 · #6'255
Beiträge: 19'476
Wann läuft eigentlich der Letzi-Super-Architekten—Schutz aus?
Was würde denn passieren, wenn die Stadt einfach Veränderungen am Letzi vornehmen würde, ohne die Einwilligung des Super-Architekten?
Der Architekt würde klagen.
Welche Urteile wären möglich?
Ungeachtet dessen ist das ein unrealistisches Szenario. Stell dir vor, der FCZ müsste eine ganze Saison in einem Ausweichstadion spielen (Schaffhausen?). Die damit Verbundenen Schäden sind wohl so hoch, dass wir lieber noch 25 Jahre im Letzi bleiben, bis irgendwo sonst in Zürich ein Stadion steht.
Könnte man bei laufenden Betrieb machen.
Frage: was müsste deiner Meinung gemacht werden?
was für veränderungen schweben dir denn vor, Z? Um ein richtiges fussballstadion aus dem letzi zu machen bräuchte es wohl ein projekt a la Stuttgart: https://www.mercedes-benz-arena-stuttga ... 2009-2011/
J
johnny
Mitglied
1'439 Beiträge
Dabei seit Februar 2006
13.06.2023, 14:41 · #6'256
Beiträge: 1'439
Meine Prio-Liste:
- Saffa-Insel
- Sechseläuten-Platz
- Uto Kulm
Findet euch damit ab, es wird der Hardturm.
Oder gar nichts.
MetalZH
Mitglied
5'727 Beiträge
Dabei seit Januar 2016
13.06.2023, 15:25 · #6'257
Beiträge: 5'727
- Duplex-Idee aus der Mottenkiste holen
Soll der EHC Kloten da spielen? :-)
denks kombiniert mit volero, unihockey und handball
Halter AG Stadionprojekt wiederbeleben.
https://www.tagesanzeiger.ch/warum-kein ... 5882133699
+1
Wäre seit je her die beste Option gewesen. Altstetten auch mit eigenem Bahnhof etc. Es gäbe so viele Vorteile dort!
Man könnte ja zweigleisig fahren: Ensemble nicht ganz abschreiben, aber Plan B schon mal hochfahren.
War damals nicht das Problem, dass die Bedingung der CS war, dass auf dem Hardturmareal ein Stadion gebaut werden muss? Die haben ja ein Rückkaufsrecht, falls dies nicht bis 2035 oder so passiert. Oder?
Jedenfalls könnte man das ja jetzt mit der UBS neu verhandeln... :-)
— We are Motörhead. And we play Rock'n'Roll.
G
Gha_Züri
Mitglied
2'626 Beiträge
Dabei seit Oktober 2018
14.06.2023, 13:30 · #6'258
Beiträge: 2'626
- Duplex-Idee aus der Mottenkiste holen
Soll der EHC Kloten da spielen? :-)
denks kombiniert mit volero, unihockey und handball
Halter AG Stadionprojekt wiederbeleben.
https://www.tagesanzeiger.ch/warum-kein ... 5882133699
+1
Wäre seit je her die beste Option gewesen. Altstetten auch mit eigenem Bahnhof etc. Es gäbe so viele Vorteile dort!
Man könnte ja zweigleisig fahren: Ensemble nicht ganz abschreiben, aber Plan B schon mal hochfahren.
War damals nicht das Problem, dass die Bedingung der CS war, dass auf dem Hardturmareal ein Stadion gebaut werden muss? Die haben ja ein Rückkaufsrecht, falls dies nicht bis 2035 oder so passiert. Oder?
Jedenfalls könnte man das ja jetzt mit der UBS neu verhandeln... :-)
Ist so viel mir ist, ist das immer noch die Bedingung, deshalb habe ich die Gegner mit ihrer Verzögerungstaktik nie verstanden. Denken Sie, dass eine Grossbank ihnen eine Wohlfühloase-Gspürschmifühlschmi-Brache bauen würde, wenn sie es zurückkaufen würden? Da ist das Stadion mit den Genossenschaftswohnungen ganz klar die beste Lösung.
Z
Zurigo
Mitglied
1'962 Beiträge
Dabei seit Oktober 2002
28.06.2023, 14:59 · #6'259
Beiträge: 1'962
wenn das mit dem stadion nix wird, könnte man auf der leichtathletik-bahn provisorische tribünen hinstellen à la river plate (el monumental).
withe lion
Mitglied
188 Beiträge
Dabei seit August 2014
28.06.2023, 16:38 · #6'260
Beiträge: 188
NZZ von Michael von Ledebur
Eine Initiative zielt darauf, den Bau des Fussballstadions in Zürich zu verhindern – nun schaltet sich der Stadtrat ein
Der Stadtrat legt einen Gegenvorschlag zur Uferschutzinitiative vor. Abgewendet ist das Szenario einer dritten Stadioninitiative damit aber nicht.
Ein Volksbegehren, das direkt auf das «Ensemble»-Projekt auf dem Hardturm-Areal zielt, eine Initiative, die de facto eine dritte Stadionabstimmung provoziert: Diese Nachricht schlug in Zürich Wellen.
Im Wortlaut der Uferschutzinitiative, die diesen Frühling zustande gekommen ist, kommen zwar weder «Ensemble» noch «Stadion» vor. Aber weil das Begehren ein Verbot von Hochhäusern in einem 200 Meter breiten Uferstreifen entlang der Limmat fordert, würde das Stadionprojekt verunmöglicht. Es ist das einzige konkrete Bauprojekt, auf das die Kriterien der Initiative zutreffen, wie die NZZ publik machte.
Canepa spricht von einer «Schweinerei»
Der FCZ-Präsident Ancillo Canepa sagte dazu kürzlich gegenüber den Tamedia-Zeitungen, sein Adrenalinspiegel sei «kurzfristig» angestiegen. Er sprach von einem fragwürdigen Demokratieverständnis der Urheber: «In diesem neu gebildeten Initiativkomitee sitzen mehrheitlich alte Stadiongegner. Es ist für mich eine Schweinerei, dass einige Leute demokratische Beschlüsse willkürlich aushebeln können.»
Für Aufregung sorgte, dass eine Initiative an die Urne kommt, obwohl die Stimmberechtigten schon zwei Mal, 2018 und 2020, über das Stadionprojekt abgestimmt haben. Seit drei Jahren ist das Projekt durch Einsprachen blockiert. Diese stammen von Anwohnern, Hochhaus- und Stadiongegnern. «Ensemble» umfasst ein Stadion für 18 000 Zuschauer, eine Genossenschaftssiedlung mit gemeinnützigen Wohnungen und zwei Hochhäuser.
Den Initianten ist es nicht recht, dass im Zusammenhang mit ihrem Volksbegehren stets vom Stadion die Rede ist. Der Sprecher Martin Zahnd sagte kürzlich gegenüber der «Schweiz am Wochenende», er würde aus diesem Grund einen Gegenvorschlag des Stadtrats zur Uferschutzinitiative «sehr begrüssen». Darin könnte zum Beispiel festgehalten werden, dass Bauprojekte ausgenommen sind, über die das Volk schon abgestimmt hat.
Es ist eher ungewöhnlich, dass ein Initiant sich einen Gegenvorschlag der Behörden wünscht. Aber der Stadtrat hat nun tatsächlich einen solchen vorgelegt.
Zwar ist er dem Vorschlag Zahnds nicht wörtlich gefolgt. Er hat Bauprojekte, über die das Volk abgestimmt hat, nicht explizit ausgenommen. Aber es fehlt darin jener Passus, der im Zusammenhang mit der Stadionfrage entscheidend ist: Von einem 200-Meter-Schutzstreifen, wie ihn die Initiative fordert, ist im Stadtratsvorschlag keine Rede.
Wenn die Initiative an die Urne kommt, werden die Stimmberechtigten sowohl über das Volksbegehren als auch über den Gegenvorschlag abstimmen. Sie werden auch eine Stichfrage beantworten müssen, welche Vorlage obsiegen soll, wenn beide angenommen werden. Setzt sich der städtische Gegenvorschlag durch, bleibt die Initiative wirkungslos für das Stadionprojekt.
Ziehen die Initianten ihr Begehren zurück?
Die Frage, ob für die Initianten jetzt auch ein Rückzug ihres Volksbegehrens in Betracht kommt, liess Zahnd am Mittwoch gegenüber der NZZ unbeantwortet. Es würde aber überraschen. Denn den Initianten geht es in erster Linie um den Hochhausbau. Insofern ist fraglich, ob sie der Gegenvorschlag des Stadtrats befriedigt.
Dieser ist unverbindlich gehalten. So sollen bauliche Entwicklungen in Ufernähe «keine negativen Auswirkungen auf die gewässernahen Erholungs- und Naturräume haben, es sei denn, solche sind zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben unvermeidlich».
Wichtig ist dem Stadtrat eine gute öffentliche Zugänglichkeit der Uferzonen. Erholungsräume sowie die Lebensräume für Flora und Fauna sollen «gesichert und weiterentwickelt» werden.
Lucas Bally, Sprecher des Hochbaudepartements, sagt, vom Ziel und vom Zweck der Initiative sei man absolut überzeugt. Aber der Weg sei der falsche, wenn man sich einseitig auf Bauten über 25 Meter fokussiere. Ein langgezogener Riegel von 20 Metern Höhe beispielsweise könne direkt an einem Gewässer viel grösseren Schaden anrichten als ein schlankes 40-Meter-Hochhaus. Der Uferschutz solle zudem überall gelten und nicht nur in bestimmten Perimetern.
Bally sagt: «Die Ufer sind schon heute sehr gut geschützt. Die verschiedenen Anliegen würden aber in einem neuen Gemeindeordnungsartikel gebündelt.»
De facto bliebe der Gegenvorschlag also mutmasslich wirkungslos.
Den Initianten geht es in erster Linie darum, dass über die Frage des Hochhausbaus diskutiert und abgestimmt wird. Kürzlich hat der Stadtrat die Hochhausrichtlinien aktualisiert. Diese wollen die Initianten bekämpfen. Sie operieren dabei laut Stadtrat mit irreführenden Aussagen. So seien Hochhäuser am Seeufer nicht vorgesehen, wie es die Initiative behaupte. Bally ergänzt, die aktualisierten Richtlinien schränkten die Gebiete sogar ein, in denen der Bau von Hochhäusern möglich sei.
Was passiert, wenn die Stimmberechtigten nicht dem Gegenvorschlag, sondern der Initiative zustimmen? Mit dieser Frage hat sich der Stadtrat ausführlich auseinandergesetzt. Er ist überzeugt: Auf bereits bewilligte Bauprojekte und vom Gemeinderat beschlossene Planungsinstrumente hätte die Initiative keinen Einfluss mehr. Das gelte auch für «hängige Rechtsmittelverfahren». Das Volksbegehren dürfte in rund zwei Jahren an die Urne kommen. Bis dann dürfte der Rechtsstreit um das Stadionprojekt noch nicht beigelegt sein.
Die juristische Einschätzung des Stadtrats dürfte gut begründet sein. In Sicherheit wiegen dürfen sich die «Ensemble»-Bauherren aber nicht. Gemäss Rechtsexperten haben Gerichte in vergleichbaren Fällen auch schon anders entschieden. Solange die Initianten ihr Begehren nicht zurückziehen, schwebt das Damoklesschwert einer erneuten Stadionabstimmung über dem «Ensemble»-Projekt.