29.10.2025, 15:00 · #12'759
Beiträge: 1'458
Dieser Artikel ist in seiner Chronologie kaum schmerzfrei zu lesen....
schon richtig. Aber wenn sich dazu passend die mittlerweile 2021 Seiten Thread
*Die Trainer-Frage* durchliest, dann kriegt man auch erhebliche Augenschmerzen.
Ab hier geht es los:
topic16994.html
Viel Spass beim Lesen eines einzigen rainerbashings. Das hohe Gremium des Forum-Gerichtes war in der Regel viel schneller fertig mit dem vernichtenden Urteil (d.h. Entlassung des jeweiligen Trainers) als AC. Darum hat es jetzt schon etwas sehr selbstgerechtes bzw. heuchlerisches, wenn nun die Forumsgemeinde dem nicht einmal klar formulierten Grundtenor des Artikels zustimmt, wie schlimm AC mit den Trainern umgegangen sei. In der Regel hat sich das FCZ-Forum nämlich darüber aufgeregt, dass AC so lange an den Trainern festgehalten hat.
...Ich habs bereits geschrieben:
ohne Resultate auf dem Feld, glaub ich gar nichts mehr. Und immer nur die bösen Medien zu bashen, kann ich nicht Ernst nehmen, auch wenn Schifferle nicht mein Freund ist...
Die Bilanz von AC und HC in knapp 20jähriger Präsidentschaft seit 2007 liest sich doch gar nicht so schlecht. Zumindest im Vergleich zu anderen Schweizer Clubs:
1) Bau des Home of FCZ als Trainingszentrum auf dem Stadtboden
2) Verein immer noch in Zürcher Hand und finanziell noch Gesund dank einem erheblichen Zustupf von Cillio und Heliane Canepa
Desweiteren haben wir folgende Clubs in etwa der gleichen Zeit konkurs gegangen sind und / oder in die völlige Abhängigkeit von ausländischen Investoren (in der Reihenfolge ihre nationalen Erfolge)
- GC
- Servette
- Lausanne
- Lugano
- Neuchâtel Xamax
- Wil
- Yverdon-Sport
- ?Luzern? (gab zumindest erhebliche Turbulenzen um auslänidschen Investor)
Die beiden Klassenbesten FCB und YB mit erheblichem Zustupf von heimischen Grosskonzernen, aber keineswegs Turbulenzfrei. Der Machtkampf in Basel und Bern war mindestens ebenso spektakulär wie der beim FCZ und hat auch zu sehr unschönen Abgängen in den beiden Clubs geführt.
Bleiben noch die
seriös arbeitenden Clubs
- SG
- Thun
- Winti in der Superligue.
Wieviele Titel haben diese drei Clubs in den letzten 20 Jahren zusammen geholt?
Erfolgreicher war da zwar Sion. Aber das Duo Constantin (Vater und Sohn) steht unserem Präsipaar was die Crazy-Mentalität betrifft, in nichts nach.
Da bist wohl einverstanden
*DonPatron*?
Speziell was die Kadenz der Trainerentlassungen anbetrifft, ist ja Sion wohl immer noch Leader.
Nun zu den weiteren Erfolgen auf dem Feld:
[bBei den Männern
3 x Meister
3 x Cupsieger
1 x CL-Teilnahme mit SIeg gegen den AC Milan
mehrere EL-Teilnahmen mit relativ zu unserem Budget
Bei den Frauen
12 x Meister
8 x Cupsieger
6 x Double-Gewinn
11 x Teilnahme Frauen CL
S. zu den Daten
https://www.fcz.ch/pages/geschichte-der-fcz-frauen
Fazit: Trotz der vielen Fehlentscheide, dei insbesondere AC getroffen hat, liest sich die Bilanz doch ganz passabel. Es gibt keinen Anlass für ein vernichtendes Urteil!
...
Ps: Zur Trainer Diskussion kommen noch die sehr mageren Transfererlöse und die
zahlreichen Abgänge mit negativem Beigeschmack hinzu.
Da haben uns andere Clubs noch einiges voraus. Zum Beispiel der Klassenprimus FCB, der seine Meistertrainer nicht weiterbeschäftigt, weil der Spielstil nicht zum grossen FCB passt. Und das, wo Murat bis ins Halbfinal der EL vorgedrungen war (mit welchem Beton auch immer, aber das muss ihm erst einmal ein Trainer nachmachen). Und UF nach dem Gewinn des Double. Naja. das war dann das Glück von Union.
Ansonsten ist die Kadenz der Trainerentlassungen sowie die Art und Weise, wie man sich von Spielern trennt, durchaus branchenüblich. Auch in anderen Grossclubs werden talentierte Jungspieler von jetzt auf sofort spediert, ohne irgendwie grossartige Worte der Anerkennung zu erhaten. Und dies weiss ich zufälligerweise aus 1. Hand. Klar wünsche ich mir, dass es beim FCZ anders läuft. Mit ein bisschen ehr Empathie hätte man manchen Scherbenhaufen vermieden und auch die Rückehr von manch gutem Ehemaligen ermöglichen können. Aber deswegen abzuleiten, die Canepas hätten in ihrer Aera überhaupt nicht erfolgreich gearbeitet, finde ich angesichts der oben aufgezählten Fakten schon etwas stossend.