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Avatar von neinei
neinei
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10.02.2025, 06:01 · #11'901
Beiträge: 2'315
Können wir den Medienspiegel hier drin wieder bisschen pflegen? Gibt es z.Bsp. vernünftige Artikel im Tagi zum Spiel? Man dankt!
I‘d like to nominate my partner, Frank Poncerello.
Jure Jerković
Mitglied
10.02.2025, 12:34 · #11'902
Beiträge: 1'050
Können wir den Medienspiegel hier drin wieder bisschen pflegen? Gibt es z.Bsp. vernünftige Artikel im Tagi zum Spiel? Man dankt! Florian Raz ist leider zum Blick abgewandert, die Qualität der Berichte ist seither krass nach unten gegangen. Da kriegst Du im Forum die besseren Berichte...
Fulehung
Mitglied
12.02.2025, 07:43 · #11'905
Beiträge: 649
Das sind ja hier Zustände wie beim FC Thun... Sind wir mal alle froh, dass nicht wie so oft im Profifussball im Rahmen des Sexualstrafrechts ermittelt wird und achten wir auf die Unschuldsvermutung. Mein Beitrag von letzter Woche ist schlecht gealtert...
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din Vater
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12.02.2025, 15:03 · #11'906
Beiträge: 6'244
Kommentar von Christine Steffen Benjamin Mendy war Teil einer frauenverachtenden Fussballkultur. Seine Verpflichtung rückt den FC Zürich in ein zweifelhaftes Licht Das Verhalten des Franzosen war nicht justiziabel, aber moralisch verwerflich. Es ist unverständlich, dass sich der FCZ-Präsident Ancillo Canepa nicht damit befassen will. 12.02.2025, 15.55 Uhr Der FC Zürich hat in den vergangenen Monaten ein irritierendes Bild abgegeben. Als in jüngster Zeit einige Spieler den Klub verliessen und dessen Transferpolitik hinterfragt wurde, reagierte die Klubführung belehrend. Man habe eben den Masterplan nicht verstanden. Wurde die aggressive Kommunikation des Cheftrainers Ricardo Moniz kritisiert, beschied der Präsident Ancillo Canepa, er hätte sich noch viel drastischer ausgedrückt. Der Eindruck war der einer notorischen Gereiztheit. Canepa hat die Welt schon immer gerne in «Ahnungslose» und Eingeweihte eingeteilt, erstere waren eigentlich alle ausserhalb des Klubs, die Vorgänge infrage stellten. Im Gespann mit dem Trainer Moniz und dem Sportchef Milos Malenovic, seit Oktober 2023 auf dem Posten, hat sich diese Haltung verstärkt. Immer mehr erinnert der Verein an den alten Witz, in dem sich der Geisterfahrer fragt, warum ihm so viele Idioten entgegenkommen. Im FCZ wird Selbstgerechtigkeit zelebriert, Kritiker werden abgekanzelt. Und jetzt also verpflichtet der Klub Benjamin Mendy – das ist nicht mehr nur irritierend, sondern höchst fragwürdig. Selbst die Verteidigung bezeichnet Mendy als «gefühllos» Auch wenn der Verteidiger vor Gericht freigesprochen wurde, sich die Vergewaltigungsvorwürfe mehrerer Frauen nicht beweisen liessen, hat der Prozess in England eindrücklich gezeigt, wie Mendy seine Rolle als Profifussballer verstand. Er hat sie genutzt, um Frauen in Nachtklubs aufzureissen, sie nach Hause zu nehmen und mit Kollegen zusammen Sexpartys zu feiern. Vor Gericht sagte Mendy, mit vielen Frauen zu schlafen, sei für ihn normal, offensichtlich auch ungeschützt. Manchmal sei das in der gleichen Nacht geschehen, in der diese auch Sex mit seinen Freunden gehabt hätten. Obwohl er die Risiken kenne, machte er sich «keine Sorgen» wegen sexuell übertragbarer Krankheiten. Nach dem Sex mit einer 17-Jährigen fragte er sie per SMS, ob sie die «Pille danach» genommen habe. Dass diese Sexpartys während der Covid-Pandemie stattfanden, ist nur ein weiteres stossendes Faktum. Selbst die Verteidigerin sagte, ihr Mandant habe «monumentale Fehler» gemacht und sich «gefühllos» und «moralisch zweifelhaft» verhalten. Die Aussagen von Mendy zeigen, dass er Teil jener zerstörerischen Fussballkultur war, in der sich Männer, korrumpiert von Geld und Ruhm, nehmen, was sie möchten und sich für unantastbar halten. In dieses Milieu gehören Spitzenspieler wie Dani Alves oder Robinho, beide wegen Vergewaltigung verurteilt. Oder der frühere spanische Verbandspräsident Luis Rubiales, dem derzeit in Madrid wegen der so genannten Kuss-Affäre der Prozess gemacht wird. Ihr Verhalten ist frauenverachtend. Das mag nicht in jedem Fall justiziabel sein. Moralisch zu verurteilen ist es trotzdem – zumal im Fall von Mendy ausser ein paar Worten der Einsicht vor Gericht nie echtes Bedauern sichtbar wurde. Kürzlich sagte Ancillo Canepa, angesprochen auf den Fall eines FCZ-Spielers, der von der Polizei einvernommen wurde, es gebe eine rote Linie im Klub. «Wenn diese Linie überschritten wird, reagieren wir kompromisslos.» Es erstaunt, dass bei allem, was man über Benjamin Mendy weiss, diese rote Linie in den Augen von Canepa nicht überschritten wurde. Zumal er immer wieder betont, wie wichtig der Charakter eines Spielers sei. Das Leid der Opfer wird bagatellisiert Der Klub sendet mit der Verpflichtung von Mendy nicht nur das Signal, dass ihm der problematische Hintergrund eines Spielers egal ist. Canepa sagt überdies, Fussballer würden eben gerne «ohne Fehlverhalten» eingeklagt, um von ihnen «Schweigegeld» zu erpressen. Diese Fälle gibt es. Doch allzu oft ist dies die Behauptung jener, die Täter zu Opfern machen – und damit das Leid der Opfer bagatellisieren. Man muss sich fragen, wie intensiv sich Ancillo Canepa mit der Vergangenheit seines Neuzugangs auseinandergesetzt hat. Sie sei bei der Verpflichtung kein Thema gewesen, sagt er. Keine Gespräch darüber, wie Mendy heute zu seinem Verhalten steht? Sollte dies tatsächlich der Fall sein, hat sich der Klub noch stärker von der Realität abgekapselt, als es in den letzten Monaten den Eindruck gemacht hat. Q: https://www.nzz.ch/meinung/benjamin-mendy-war-teil-einer-frauenverachtenden-fussballkultur-seine-verpflichtung-rueckt-den-fc-zuerich-in-ein-zweifelhaftes-licht-ld.1870752
Salocin27
Mitglied
12.02.2025, 15:55 · #11'907
Beiträge: 711
Wahrscheinlich wird man hier drin mit dieser Meinung gleich als Memme abgestempelt (ja, es lebe die Meinungsfreiheit!), doch der Artikel von Christine Steffen verdient trotzdem höchste Beachtung. Der FCZ tut sehr gut daran, Mendy intern auf seine Vergangenheit anzusprechen. Natürlich kann man einem solchen Spieler eine Chance für einen Neubeginn einräumen. Als Arbeitgeber würde ich jedoch eine klare Vorgabe machen, dass sich der Spieler (intern / von mir aus aber auch gerne gegenüber der Öffentlichkeit) von seinen in England getätigten Statements und Aktivitäten distanziert. Dass dies der FCZ wohl kaum machen wird (ja, ist eine Unterstellung, ich weiss) passt m.E. zur aktuellen Mentalität unserer Führungsetage. Sturheit (Canepa), Arroganz (Malenovic) sowie Narzissmus und Unversöhnlichkeit (Moniz) geben für mich aktuell nicht ein sympathisches Bild meines Herzensvereins ab. Irgendwie kein Wunder im Zeitalter von Trump. Blasphemie! - Also, Mendy fügt sich hoffentlich mit höchstem Einsatz ins Gefüge der Mannschaft ein. Weitere Nebenschauplätze brauchen wir wirklich nicht mehr!
königsblau
Mitglied
12.02.2025, 16:24 · #11'908
Beiträge: 630
Christine hat hier in vielen Punkten recht (auch wenn sie mittlerweile für die NZZ schreibt). Ist ja auch nicht irgendwer, die das schreibt. Aber hey, er immerhin kein Hopper. Und doch der nächste bei dem ich sagen muss... Oh nei, bitte nöd. Schon wieder kein Torjubel.
zberg
Mitglied
12.02.2025, 16:28 · #11'909
Beiträge: 332
kann quasi jeden Satz unterschreiben, leider. … hätt‘ höchstens noch angefügt, dass die Sache im Kontext des doch langen, meist konsequenten FCZ- und Canepa(!)-Engagements für den Frauenfussball noch … schräger wirkt
DOC
Mitglied
12.02.2025, 16:31 · #11'910
Beiträge: 531
Wahrscheinlich wird man hier drin mit dieser Meinung gleich als Memme abgestempelt (ja, es lebe die Meinungsfreiheit!), doch der Artikel von Christine Steffen verdient trotzdem höchste Beachtung. Der FCZ tut sehr gut daran, Mendy intern auf seine Vergangenheit anzusprechen. Natürlich kann man einem solchen Spieler eine Chance für einen Neubeginn einräumen. Als Arbeitgeber würde ich jedoch eine klare Vorgabe machen, dass sich der Spieler (intern / von mir aus aber auch gerne gegenüber der Öffentlichkeit) von seinen in England getätigten Statements und Aktivitäten distanziert. Dass dies der FCZ wohl kaum machen wird (ja, ist eine Unterstellung, ich weiss) passt m.E. zur aktuellen Mentalität unserer Führungsetage. Sturheit (Canepa), Arroganz (Malenovic) sowie Narzissmus und Unversöhnlichkeit (Moniz) geben für mich aktuell nicht ein sympathisches Bild meines Herzensvereins ab. Irgendwie kein Wunder im Zeitalter von Trump. Blasphemie! - Also, Mendy fügt sich hoffentlich mit höchstem Einsatz ins Gefüge der Mannschaft ein. Weitere Nebenschauplätze brauchen wir wirklich nicht mehr! Kann dir beipflichten. Intern abhandeln und seine Werte (wenns die gibt) klar machen. Ich kann sogar knapp nachvollziehen wieso du CC und MM gewisse Attribute unterstellst. Bei dem 2. von Moniz komme ich nicht nach, er mag vieles sein aber unversöhnlich ist er meiner Meinung nach ganz und gar nicht.
spitzkicker
Mitglied
12.02.2025, 17:02 · #11'911
Beiträge: 3'784
Fall Mendy: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ist aus der Bibel, appelliert an die Fairness. Es gibt genügend Beispiele, in denen Prominenz, vor allem Sportler, von leichten Frauen verführt wurden, nur damit sie hinterher den Sportler wegen Vergewaltigung einklagen konnten. In den USA endet das meistens mit einem Vergleich, indem der Sportler einfach zahlt, damit er Ruhe hat - auch wenn er es war, der verführt worden war. In der Regel ist es ja so, dass die Frauen den Sportlern nachlaufen und diese die Gelegenheit gerne wahrnehmen. Damit will ich nicht gesagt haben, dass es sich im Fall Mendy so zugetragen habt. Aber es könnte durchaus sein. Deshalb gilt des den Freispruch zu respektieren. Meine Meinung.
Demokrit
Mitglied
12.02.2025, 17:07 · #11'912
Beiträge: 5'834
«Es gibt genügend Beispiele, in denen Prominenz, vor allem Sportler, von leichten Frauen verführt wurden, nur damit sie hinterher den Sportler wegen Vergewaltigung einklagen konnten. In den USA endet das meistens mit einem Vergleich, indem der Sportler einfach zahlt, damit er Ruhe hat - auch wenn er es war, der verführt worden war. In der Regel ist es ja so, dass die Frauen den Sportlern nachlaufen und diese die Gelegenheit gerne wahrnehmen.»
Ich würde mal den Vorhang bei Seite schieben und nach draussen schauen, ob nicht schon ein Polizeiwagen vor dem Haus steht.....
siucs
Mitglied
12.02.2025, 17:09 · #11'913
Beiträge: 443
Diese ME TOO Geneeation und sonstigen sollen sich doch in einem anderen Forum engagieren. Hier gehts um Fissball und nichts anderes Der Mendy soll Leistung bringen und sich dem Team als Leader zeigen alles andere ist unwichtig. Zeigt ihm unbedingt die Kaderliste der FCZ Frauen….Lol
s'Efeu
Mitglied
12.02.2025, 17:15 · #11'914
Beiträge: 4'457
Fall Mendy: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ist aus der Bibel, appelliert an die Fairness. Es gibt genügend Beispiele, in denen Prominenz, vor allem Sportler, von leichten Frauen verführt wurden, nur damit sie hinterher den Sportler wegen Vergewaltigung einklagen konnten. In den USA endet das meistens mit einem Vergleich, indem der Sportler einfach zahlt, damit er Ruhe hat - auch wenn er es war, der verführt worden war. In der Regel ist es ja so, dass die Frauen den Sportlern nachlaufen und diese die Gelegenheit gerne wahrnehmen. Damit will ich nicht gesagt haben, dass es sich im Fall Mendy so zugetragen habt. Aber es könnte durchaus sein. Deshalb gilt des den Freispruch zu respektieren. Meine Meinung. Nenn doch solche Beispiele konkret, ansonsten ist es eine leere Behauptung.
Don Ursulo
Mitglied
12.02.2025, 17:19 · #11'915
Beiträge: 10'541
Fall Mendy: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ist aus der Bibel, appelliert an die Fairness. Es gibt genügend Beispiele, in denen Prominenz, vor allem Sportler, von leichten Frauen verführt wurden, nur damit sie hinterher den Sportler wegen Vergewaltigung einklagen konnten. In den USA endet das meistens mit einem Vergleich, indem der Sportler einfach zahlt, damit er Ruhe hat - auch wenn er es war, der verführt worden war. In der Regel ist es ja so, dass die Frauen den Sportlern nachlaufen und diese die Gelegenheit gerne wahrnehmen. Damit will ich nicht gesagt haben, dass es sich im Fall Mendy so zugetragen habt. Aber es könnte durchaus sein. Deshalb gilt des den Freispruch zu respektieren. Meine Meinung. [Nenn doch solche Beispiele konkret, ansonsten ist es eine leere Behauptung[/. Du meine Güte ... wo warst du die letzten 10 Jahre ... genau solche Kommentare braucht das Forum.
devante
Mitglied
12.02.2025, 17:33 · #11'916
Beiträge: 19'477
Fall Mendy: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ist aus der Bibel, appelliert an die Fairness. Es gibt genügend Beispiele, in denen Prominenz, vor allem Sportler, von leichten Frauen verführt wurden, nur damit sie hinterher den Sportler wegen Vergewaltigung einklagen konnten. In den USA endet das meistens mit einem Vergleich, indem der Sportler einfach zahlt, damit er Ruhe hat - auch wenn er es war, der verführt worden war. In der Regel ist es ja so, dass die Frauen den Sportlern nachlaufen und diese die Gelegenheit gerne wahrnehmen. Damit will ich nicht gesagt haben, dass es sich im Fall Mendy so zugetragen habt. Aber es könnte durchaus sein. Deshalb gilt des den Freispruch zu respektieren. Meine Meinung. [Nenn doch solche Beispiele konkret, ansonsten ist es eine leere Behauptung[/. Du meine Güte ... wo warst du die letzten 10 Jahre ... genau solche Kommentare braucht das Forum. dieses thema bitte im smalltalk weiterführen, da wird es schon thematisiert. lasst uns hier beim fussballerischen bleiben. rein schon der übersicht halber
Jure Jerković
Mitglied
12.02.2025, 19:08 · #11'917
Beiträge: 1'050
Tagi, 12.2., Loris Brassel Vorwürfe der Vergewaltigung «Wir kennen die Vorgeschichte»: Das sagt FCZ-Präsident Canepa zum Zuzug von Benjamin Mendy Der FC Zürich verpflichtet einen Weltmeister. Bei Manchester City war der Franzose suspendiert, mehrere Monate in Untersuchungs­haft, wurde dann aber freigesprochen. Da ist er also. Der nächste Weltmeister in der Super League. Zwölfeinhalb Jahre nach Sions Verpflichtung des Italieners Gennaro Gattuso holt der FCZ den Franzosen Benjamin Mendy. Vierfacher englischer Meister und einfacher Cupsieger mit Manchester City. 60 Millionen Ablöse zahlen die Engländer 2017 an Monaco. Es sind die Zahlen eines Superstars. Aber für den FCZ ist es auch eine Verpflichtung mit Risiken. In Lorient, seiner letzten Station, absolviert er in der vergangenen Saison 708 Spielminuten – von insgesamt möglichen 3060. In 15 von 34 Spielen steht er auf dem Feld, sonst fehlt er wegen Verletzungen. Von der Zeitung «L’Équipe» wird er als Fehlkauf betitelt, von den Fans für den Abstieg mitverantwortlich gemacht. Die Buhrufe nach seiner letzten Auswechslung sind quasi der tragische Schlusspunkt. Im Mai 2024 bestreitet Mendy sein letztes Pflichtspiel. Später wird er von Trainer Olivier Pantaloni aussortiert. Das Ende seiner fünften Station als Profi ist eingeläutet. Mendy wächst in den Pariser Banlieues als jüngstes von fünf Geschwistern auf. Als 13-Jähriger kommt er an die Fussballakademie von Le Havre. Von da geht es bis ganz nach oben in die erste Mannschaft, weiter zu Marseille, Monaco und später zu Manchester City. Nach dem steilen Aufstieg folgt der tiefe Fall. Im August 2021 wird der Franzose festgenommen. Manchester City suspendiert seinen Spieler, der bis Januar 2022 in Untersuchungshaft sitzt. Dreizehn Anklagen wegen Sexualdelikten wie Vergewaltigung sind es bis zum Schluss. «Die sexuelle Eroberung junger Frauen sei zu einem Spiel geworden», wird das Gericht unter anderem zitiert. Mendy wird aber in allen Anklagen freigesprochen. Viele Spieler, darunter auch internationale Grössen wie Memphis Depay oder Paul Pogba, solidarisieren sich mit dem Franzosen. Ersterer veröffentlicht einen Tweet mit den Fragen: «Und was machen wir jetzt? Wer hilft diesem Bruder bei der Heilung?» Zahlreiche Profis versehen den Post mit einem Like. Mendy verklagt Manchester City später, im Oktober 2024 muss der Verein ihm ein Gehalt in Millionenhöhe nachzahlen. Nach akuter Geldnot eine Erlösung für den Franzosen. «Wir kennen die Vorgeschichte» Es sind Jahre voller Justiz und mit wenigen Pflichtspielen für den neuen Verteidiger des FC Zürich, der gemäss «L’Équipe» auch schon nahe dran war, nach Saudiarabien oder Katar zu wechseln. Viele Jahre, in denen es nicht um Fussball geht. Jahre, die bis heute nachhallen. Jahre, ohne die Benjamin Mendy niemals den Weg zum FC Zürich gefunden hätte. Damit es einen Spieler dieses Kalibers in die Super League verschlägt, muss zuvor einiges kaputtgegangen sein. Weshalb tätigt der FCZ dennoch einen solch potenziell riskanten Transfer? Warum ist es es ihm wert, ein mögliches Problem ins Haus zu holen? Die Antwort für Präsident Ancillo Canepa ist klar: «Wir kennen die Vorgeschichte. Im vorliegenden Fall wurde Mendy aber freigesprochen. Es gab und gibt für uns keinen Anlass, an der Korrektheit der juristischen Aufarbeitung zu zweifeln. Bekannte Fussballer sind oft begehrte Objekte, um sie auch ohne ein Fehlverhalten einzuklagen.» Der letzte so grosse internationale Spieler, der sich in der Schweiz versucht, scheitert kläglich: Mario Balotelli kommt 2022 zum FC Sion, ein Jahr später sagt Präsident Christian Constantin dieser Redaktion: «Er hat ein Problem: seine Mentalität.» Statt Tore bringt der Italiener weitere Unruhe. Das Abenteuer Wallis ist nach einer Saison und dem Abstieg für Balotelli zu Ende. Unruhe gab es beim FC Zürich in dieser Saison auch schon vor Mendy. Schirmwurf, Spielerverhaftung, Streik – die verblüffenden Momente kommen beim Stadtclub in diesen Zeiten oft und unerwartet. Dazu befinden sich die Zürcher weiterhin im Formtief, rutschen in diesem Jahr ein erstes Mal in der gesamten Saison in die untere Tabellenhälfte, und die Träume von Europa rücken weiter in die Ferne. Gestandene Spieler wie Antonio Marchesano (295 Spiele für den FCZ) verlassen diesen Winter den Verein, der Sportchef Milos Malenovic rechnet mit der Berichterstattung ab oder verpflichtet mit Steven Zuber einen bei der Südkurve mässig beliebten Spieler. Malenovic geht es aber nicht um Nostalgie, er bevorzugt Leistung und Daten. Und Präsident Canepa steht auch beim Mendy-Transfer komplett hinter ihm: «Im Rahmen der rollenden Kaderplanung haben wir einen erfahrenen Innenverteidiger, Linksfuss, gesucht. Aufgrund unserer Scoutings sind wir auf Mendy gestossen. Für uns ist wichtig, dass ein Neuzugang unser Zukunftsprojekt versteht und mit uneingeschränkter Überzeugung zum FCZ wechselt.» Beispiele für erfolgreiche Grössen aus dem Ausland wie Karl-Heinz Rummenigge (Servette/1987–1989), Uli Stielike (Xamax/1985–1988), Günter Netzer (GC/1976–1977) und Néstor Clausen (Sion/1989–1994) oder Gaël Clichy (Servette/2021–2023) gibt es natürlich auch noch im Schweizer Fussball. Meist, wenn die Spieler berühmt und hierzulande erfolgreich sind, gehören sie dem letzten Jahrhundert an oder kommen mit viel Spielpraxis. Mendy hingegen sei noch nicht ganz bei hundert Prozent, sagt Canepa. Daher wird der Franzose am kommenden Samstag gegen Sion noch nicht Teil des Kaders sein.
Breitenreiter
Mitglied
12.02.2025, 19:39 · #11'918
Beiträge: 320
der Sportchef Milos Malenovic (...) verpflichtet mit Steven Zuber einen bei der Südkurve mässig beliebten Spieler. ;-)
Avatar von Porto
Porto
Mitglied
12.02.2025, 21:03 · #11'919
Beiträge: 1'216
der Sportchef Milos Malenovic (...) verpflichtet mit Steven Zuber einen bei der Südkurve mässig beliebten Spieler. ;-) politisch korrekt ;-))
Kollegah
Mitglied
12.02.2025, 21:19 · #11'920
Beiträge: 4'260
Es war ja klar, dass dieser Transfer hohe Wellen schlagen wird. Ja, Benjamin Mendy war jung, naiv und hatte viel Geld. Er war ein bekannter Fussballstar und hat sehr vieles unterschätzt. Männliche Promis wie er, welche dann auch keinen Hehl aus ihrer Vorliebe zu schönen Frauen machen, haben in der Regel mit Frauen zu tun, welche nicht unbedingt vertrauenswürdig sind. Sie ziehen Frauen an, welche hinter ihrem Geld her sind und den Status dieser Männer als Chance für ein luxuriöses Leben und Fame sehen. Das ist nun mal Fakt. Es kann mir keiner sagen, dass diese Frauen die wahre Liebe in ihn gesehen haben. Er war nicht vorsichtig genug und ist das Risiko eingegangen. Er hat sein Sexleben so richtig genossen und dabei vergessen, dass zum Beispiel verletzte Gefühle bei solchen Frauen auch zu Racheaktionen führen können. Er hat moralisch nicht korrekt gehandelt und seinen Status als Fussballstar auch zelebriert. Das war falsch und ich hoffe, dass er daraus gelernt hat. Für mich ist er ein unschuldiger Mann, welcher mit dem vielen Geld und dem Status als Fussballstar nicht umgehen konnte. Es ist sehr traurig, dass Freisprüche anscheinend nichts mehr bedeuten.
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