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nicht
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09.12.2024, 13:40 · #11'741
Beiträge: 1'338
Bin mal gespannt ob die Herren Shaqiri und Celestini für ihre Aussagen zum Schiri auch vom Verband an die Kasse kommen. Ihr habt aber schon mitbekommen, wer, was, (und vor allem) wie gesagt hat? Und wenn "ja"; das wollt ihr wirklich gleichsetzen? Nein, kannst du es mir erklären? Und bitte trenne Aussage von Adressat
yellow
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15.12.2024, 20:41 · #11'743
Beiträge: 6'690
Eine erste Analyse liegt bereits vor: Quelle Tagi | Beim FCZ gehen Anspruch und Realität getrennte Wege AboMit Sieglos-Serie in die Winterpause Die klaffende Lücke zwischen Anspruch und Realität beim FCZ Erst soll bei den Zürchern auf die Jungen gesetzt werden, dann werden zehn neue Spieler transferiert. Die Visionen vom Systemverein verschwinden im Nebel. Analyse von Loris Brasser Publiziert heute um 18:53 Uhr Trainer Ricardo Moniz (FCZ) reagiert im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem Grasshopper Club Zuerich im Letzigrund, am Samstag, 30. November 2024 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza) «Ich bin stolz auf mein Team»: FCZ-Trainer Ricardo Moniz stellt sich hinter seine Mannschaft. Foto: Ennio Leanza (Keystone) In Kürze: Die Verantwortlichen beim FC Zürich betonen den Fokus auf junge Spieler, vom Systemverein à la Ajax ist man aber noch weit entfernt. Neuzugang Steven Zuber ist der riskante zehnte Transfer in dieser Saison. Präsident Canepa muss 7,5 Millionen in den FCZ investieren, die Vision vom selbsttragenden Verein bleibt. Vor genau einem Jahr stehen die Zürcher nach 18 Spieltagen mit 31 Punkten auf Rang 3. Den damaligen Trainer Bo Henriksen macht das zu einem zufriedenen Zeitgenossen. Sportchef Milos Malenovic weniger. Er sei nicht zufrieden, da wäre definitiv mehr drin gelegen. In einer späteren Analyse zum Spielstil Henriksen heisst es: «Wir haben fast keine Tore herausgespielt in dieser Saison. Es gab nur Standards oder Umschaltmomente. Damit können wir beim FCZ nicht leben.» Diese Form der Kritik könnte auch nach der aktuellen Hinrunde geäussert werden. Die Bilanz nach der 0:2-Niederlage gegen St. Gallen liest sich so: Spiele: 18, Punkte: 27, Rang: 6, sieglose Meisterschaftsspiele in Serie: 6. Kritik von Malenovic ist aber noch keine zu hören. Vielmehr macht das Triumvirat Ancillo Canepa, Malenovic, Ricardo Moniz den Anschein harmonischer Dreifaltigkeit. Dem zugrunde liegen auch die gegenseitigen Abhängigkeiten. Präsident Canepa installiert im Herbst 2023 Malenovic endgültig als Sportchef. Der 38-Jährige kann sich durch seinen Amtsantritt nach der Sommertransferperiode in seinem ersten Jahr darauf stützen, nicht selbst die Transfers gemacht, wenig Einfluss auf die Zusammenstellung des Teams gehabt zu haben. Der neue Sportchef installiert ein paar Monate nach Amtsantritt Ricardo Moniz im Nachwuchs, später übernimmt der Wunschkandidat als Trainer bei der 1. Mannschaft. Auffällig ist mittlerweile, wie unterschiedlich mit den beiden Trainern Henriksen und Moniz umgegangen wird. Der Däne fordert immer wieder neue Spieler, er kriegt sie nicht. Die Verantwortlichen geben sich sparsam, reden von neuen Strukturen ihres Vereins, vom Systemverein à la Ajax Amsterdam oder Red Bull Salzburg, mit einheitlicher Spielphilosophie von den Pampers bis zu den Profis. Die Forderung ist klar: Die Jungen müssen spielen. Bekanntlich wird das Arbeitsverhältnis mit Henriksen vorzeitig beendet, die jungen Spieler zum Schluss der Saison eingesetzt. Doch der Erfolg kommt erst in den ersten Spielen unter Moniz. Und heute? Vom Systemverein ist wenig zu sehen. Nur zwei Teams der Super League setzen in der aktuellen Saison weniger auf hierzulande ausgebildete Spieler mit Jahrgang 2003 oder jünger. Dafür wechseln vier Spieler aus dem Ausland in die U21 des FCZ, nicht gerade Usus im schweizerischen Fussball. Canepa spricht zu Beginn des Jahres noch davon, dass er einigen Talenten aus dem Nachwuchs in den «nächsten 6 bis 24 Monaten» den Sprung zu den Profis zutraut, und sagt dazu: «Sollen wir denen andere Spieler vor die Nase setzen?» «Ja» lautet im Moment wohl die einzige korrekte Antwort. Sind die Verantwortlichen während der Amtszeit von Bo Henriksen noch sparsam, wollen diesem auch nach öffentlicher Bitte keinen richtigen Stürmer zur Verfügung stellen und verweisen darauf, er solle mehr jungen Spielern die Chance geben, sitzt das Portemonnaie in der Ära Moniz recht locker. Es braucht die Hilfe der Canepas Den zwischenzeitlichen Höhepunkt erreicht die Zürcher Transferoffensive mit der Verpflichtung von Steven Zuber. Der ehemalige GC-Junior ist ein Vertrauter Malenovics, der mehrere Jahre lang Berater von Zuber ist. Der 33-Jährige ist ein riskanter zehnter Saisontransfer: Auch wenn er seine «Einmal Hopper, immer Hopper»-Bekundungen von Instagram gelöscht hat, muss er gleich spielerisch überzeugen, um sich trotz seines Alters und seiner Vergangenheit zu legitimieren. Bislang überzeugen bei weitem nicht alle Transfers. Juan José Perea, Mariano Gomez und Mounir Chouiar sind die wichtigsten Neuen, von denen aber einzig Gomez nicht ausgeliehen ist und die alle schon 24- oder 25-jährig sind. Andere tun sich deutlich schwerer; und die Hoffnung, einen Spieler wie Umeh Emmanuel in naher Zukunft teuer weiterzuverkaufen, wird durch dessen aktuelle Leistungen nicht gerade genährt. «Wir hoffen, dass sich der Spielbetrieb der ersten Mannschaft endlich selbst finanziert», sagt Canepa zu Beginn des Jahres. Er sagt das wohl schon mit einer Vorahnung: Vor rund einer Woche teilt er den Mitgliedern des Vereins an der Generalversammlung mit, dass seine Frau Heliane und er im Geschäftsjahr 2023/24 7,5 Millionen Franken in den Verein gebuttert haben, um ein positives Geschäftsergebnis zu erzielen. Nichts deutet aktuell auf einen selbsttragenden Spielbetrieb hin. Die Abhängigkeit von den Canepas, dem europäischen Geschäft oder Spielerverkäufen bleibt bestehen. Auf die Canepas ist Verlass, nicht so auf die anderen beiden Faktoren. Der FCZ scheitert im Sommer in der Qualifikation zur Conference League deutlich an Vitoria Guimaraes, verpasst viel Geld und verpasst es auch, den talentierten Cheick Conde für einen satten Betrag weiterzuverkaufen. Dabei verpokern sich die Verantwortlichen, worauf sich der Mittelfeldmann negativ über das Verhindern des Transfers durch den FCZ äussert, es kommt zum Zwist. Nun wird der Weg bereitet, damit Conde den Verein im Winter verlassen kann. Nach den zuletzt bescheidenen Leistungen des Guineers wird die Ablöse sicherlich nicht höher ausfallen, als sie vor wenigen Monaten gewesen wäre. Die Querelen mit Conde bleiben bei weitem nicht die einzigen in der Amtszeit von Trainer Moniz. Da sind der Schirmwurfskandal im Cup, die öffentliche Denunzierung von Spielern, fragwürdige Wechseltaktiken oder das ausfällige Verhalten gegen Journalisten und Schiedsrichter. Selbst als die Zürcher auf Platz eins stehen, dringt eine gewisse Unruhe durch, die eher an einen Abstiegskandidaten erinnert. Und auch als sie noch auf Platz eins stehen, ist vom gewünschten Canepa-Fussball «Schnell spielen, schnell nach vorn, Pressing, umschalten, bumm-bumm!» nicht viel zu erkennen. Die Attraktivität des FCZ-Spiels ist über weite Strecken überschaubar, dennoch ist Moniz dieser Tage «stolz auf mein Team» und spricht weiterhin vom Meistertitel. «Das gehört beim FCZ einfach dazu.» Persönliche Einschätzung: Ich kann nur hoffen, dass die Analyse der Verantwortlichen (AC/HC MM und RM) ebenso realitätsnah verlaufen wird. Schönreden bringt uns in der jetzigen Situation nicht weiter.
Demokrit
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16.12.2024, 06:51 · #11'744
Beiträge: 5'834
«fragwürdige Wechseltaktiken»
Ich fand diese Wechsel absolut gerechtfertigt und meiner Meinung nach, müsste das viel konsequenter angewendet werden.
1896züri
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17.12.2024, 09:49 · #11'745
Beiträge: 73
Im neusten Forza Podcast wurde übrigens erwähnt, dass der Wechsel von Steven Zuber auch andere Nationalspieler irritiert hat, da er während seiner Zeit in der Nati immer wieder von GC gesprochen und betont hat, dass er ein Hopper sei. Ich bin mir auch bewusst, dass, sobald er ein paar gute Spiele macht (was im Vergleich zu seinen Teamkollegen nicht allzu schwierig sein dürfte), alles schnell vergessen ist (siehe Daprela). Aber das alles, gepaart mit der sportlichen Unsicherheit und der Verbundenheit zu MM, hinterlässt schon einen starken Beigeschmack.
Danilo
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18.12.2024, 21:21 · #11'747
Beiträge: 1'433
Hochstehender Fussballtalk mit zwei Experten :-) Vielleicht holt der FCZ Hatsch als Assistent von Moniz aufgrund dieser Analyse :-) https://www.nau.ch/sport/fussball/fc-zu ... n-66880495
Charlie Brown
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18.12.2024, 21:28 · #11'748
Beiträge: 14'072
Hochstehender Fussballtalk mit zwei Experten :-) Vielleicht holt der FCZ Hatsch als Assistent von Moniz aufgrund dieser Analyse :-) https://www.nau.ch/sport/fussball/fc-zu ... n-66880495 Geil, Hakan ist dem Gegenüber massiv überlegen. Hat ihn wohl auch überfordert.
1896züri
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18.12.2024, 22:10 · #11'749
Beiträge: 73
Hochstehender Fussballtalk mit zwei Experten :-) Vielleicht holt der FCZ Hatsch als Assistent von Moniz aufgrund dieser Analyse :-) https://www.nau.ch/sport/fussball/fc-zu ... n-66880495 Geile Kombo, geballte Fussballkompetenz haha. Wollte mir das Video eigentlich zur abendlichen Belustigung anschauen, musste jedoch abbrechen. Man kann weder dem Mischi noch dem Hakan zuhören, und das liegt definitiv nicht nur an Hakans scheiss Dialekt. Aber nöd als Kritik, nur als Ahregig Hakan...
devante
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19.12.2024, 06:02 · #11'750
Beiträge: 19'477
Hochstehender Fussballtalk mit zwei Experten :-) Vielleicht holt der FCZ Hatsch als Assistent von Moniz aufgrund dieser Analyse :-) https://www.nau.ch/sport/fussball/fc-zu ... n-66880495 Geile Kombo, geballte Fussballkompetenz haha. Wollte mir das Video eigentlich zur abendlichen Belustigung anschauen, musste jedoch abbrechen. Man kann weder dem Mischi noch dem Hakan zuhören, und das liegt definitiv nicht nur an Hakans scheiss Dialekt. Aber nöd als Kritik, nur als Ahregig Hakan... Wettstein ist geistig (und optisch) ein tiefflieger sondergleichen, was für ein idiot. Von Hakan bin ich positiv überrascht, sooo schlimm waren seine aussagen nicht, hat doch noch 1-2 gute argumente drin (FCZ sei mitlerweile einfach zu lesen als gegner etc.)
Maloney
Mitglied
19.12.2024, 08:20 · #11'751
Beiträge: 7'090
Hochstehender Fussballtalk mit zwei Experten :-) Vielleicht holt der FCZ Hatsch als Assistent von Moniz aufgrund dieser Analyse :-) https://www.nau.ch/sport/fussball/fc-zu ... n-66880495 Geile Kombo, geballte Fussballkompetenz haha. Wollte mir das Video eigentlich zur abendlichen Belustigung anschauen, musste jedoch abbrechen. Man kann weder dem Mischi noch dem Hakan zuhören, und das liegt definitiv nicht nur an Hakans scheiss Dialekt. Aber nöd als Kritik, nur als Ahregig Hakan... Wettstein ist geistig (und optisch) ein tiefflieger sondergleichen, was für ein idiot. Von Hakan bin ich positiv überrascht, sooo schlimm waren seine aussagen nicht, hat doch noch 1-2 gute argumente drin (FCZ sei mitlerweile einfach zu lesen als gegner etc.) Etwas Off-Topic: Aber ist das jetzt irgendein Modetrend, dass man Jackets mit utopisch unpassender Schulterweite kauft? Sieht bei beiden fürchterlich aus.
Danilo
Mitglied
19.12.2024, 11:16 · #11'752
Beiträge: 1'433
Hochstehender Fussballtalk mit zwei Experten :-) Vielleicht holt der FCZ Hatsch als Assistent von Moniz aufgrund dieser Analyse :-) https://www.nau.ch/sport/fussball/fc-zu ... n-66880495 Geile Kombo, geballte Fussballkompetenz haha. Wollte mir das Video eigentlich zur abendlichen Belustigung anschauen, musste jedoch abbrechen. Man kann weder dem Mischi noch dem Hakan zuhören, und das liegt definitiv nicht nur an Hakans scheiss Dialekt. Aber nöd als Kritik, nur als Ahregig Hakan... Wettstein ist geistig (und optisch) ein tiefflieger sondergleichen, was für ein idiot. Von Hakan bin ich positiv überrascht, sooo schlimm waren seine aussagen nicht, hat doch noch 1-2 gute argumente drin (FCZ sei mitlerweile einfach zu lesen als gegner etc.) ja, das habe ich auch bemerkt. Deshalb der Vorschlag: Hatsch als Assi von Moniz... :-)
mb-85
Mitglied
19.12.2024, 11:47 · #11'753
Beiträge: 377
ja, das habe ich auch bemerkt. Deshalb der Vorschlag: Hatsch als Assi von Moniz... :-) Und dann noch Zubi als Torhütertrainer, dann wäre das Gruselkabinett komplett.
PASCOLO1896
Mitglied
19.12.2024, 12:05 · #11'754
Beiträge: 1'803
ja, das habe ich auch bemerkt. Deshalb der Vorschlag: Hatsch als Assi von Moniz... :-) Und dann noch Zubi als Torhütertrainer, dann wäre das Gruselkabinett komplett. A. Frei Stürmertrainer !!
Demokrit
Mitglied
19.12.2024, 17:43 · #11'755
Beiträge: 5'834
«A. Frei Stürmertrainer !!»
So was von sofort in diesem Kontext verpflichten.
piiiZH
Mitglied
20.12.2024, 14:05 · #11'756
Beiträge: 1'867
ja, das habe ich auch bemerkt. Deshalb der Vorschlag: Hatsch als Assi von Moniz... :-) Und dann noch Zubi als Torhütertrainer, dann wäre das Gruselkabinett komplett. A. Frei Stürmertrainer !! Ich reposte das nun einfach mal, damit nicht noch mehr, welche bloss die letzte Seite des Medien Threads aufrufen, einen kleinen Herzinfarkt erhalten...
blanco
Mitglied
25.12.2024, 10:09 · #11'757
Beiträge: 2'184
An seinem Bett sang ein Chor von FCZ-Fans Die Südkurve war Cyril Wachs Zuhause, sein Freundeskreis riesig. Obwohl Cyril kaum Erspartes hatte, war er für viele der grosszügigste Mensch. https://www.tagesanzeiger.ch/cyril-wach ... 5185206410
riot666
Mitglied
25.12.2024, 10:31 · #11'758
Beiträge: 9'731
An seinem Bett sang ein Chor von FCZ-Fans Die Südkurve war Cyril Wachs Zuhause, sein Freundeskreis riesig. Obwohl Cyril kaum Erspartes hatte, war er für viele der grosszügigste Mensch. https://www.tagesanzeiger.ch/cyril-wach ... 5185206410 ist es dir möglich, den ganzen text zu posten? vielen dank.
seitdem ich dich kenne…
Avatar von Dave
Dave
Mitglied
25.12.2024, 11:00 · #11'759
Beiträge: 8'207
ist es dir möglich, den ganzen text zu posten? vielen dank.
«An seinem Bett sang ein Chor von FCZ-Fans»
Die Südkurve war Cyril Wachs Zuhause, sein Freundeskreis riesig. Obwohl Cyril kaum Erspartes hatte, war er für viele der grosszügigste Mensch. Ev Manz Ein Leben lang war Cyril Wach (1978–2022) ein eingefleischter FCZ-Fan, obwohl die Familie eigentlich mehr mit dem Stadtrivalen verbunden war. Foto: PD Cyril Wach hatte mehrere Familien. Die grösste war jene in der Südkurve des FC Zürich. Da ist er nach wie vor präsent. Sein Bild, auf ein Tuch gemalt, hängt an den Heimspielen über der Bande, neben jenen anderer Verstorbener wie Bruno, Nelson und Migu. 20 Jahre lang spornt Cyril seinen favorisierten Fussballclub von der Tribüne aus an. Mit einem Bier in der Hand singt er die Fangesänge mit, neben ihm Menschen, die er seit Jahren kennt. Er liebt das euphorisierende Gefühl, Teil dieser Masse zu sein. Egal, wann und wo der FCZ spielt, Cyril steht immer da. Der fruehere FCZ und jetzige FC Winterthur Spieler Fabian Rohner (FCW) wird von der Zuercher Suedkurve geehrt nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Swiss Super League zwischen FC Zuerich, FCZ, und dem FC Winterthur, FCW, am Sonntag, 28. Juli 2024 im Stadion Letzigrund in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Buholzer) An den FCZ-Spielen hängt Cyril Wachs Bild (kleines Bild über der Faust) jeweils an der Bande der Südkurve. Foto: Michael Buholzer (Keystone) Als Jugendlicher kickt er im Thalwiler Dorfclub. Bald verliert er aber den Biss. Seit er mit Kollegen erstmals einen FCZ-Match besucht hat, ist er fasziniert vom Stadtclub. Wobei: Sein gutbürgerliches Zuhause gäbe eine andere Richtung vor. Grossvater Adolf Wach organisierte in den 1930er-Jahren in der Schweiz das erste Spiel zwischen Arsenal und den Grasshoppers, die Hoppers sind seither in der Familie gesetzt. Wrestling auf dem Teppich Teil der Familie Wach wird Cyril 1978. Prem und Thomas Wach adoptieren den sechs Monate alten Knaben in einem Spital in Bombay, dem heutigen Mumbai. Zwei Jahre nach Nina. Schon als Kind ist Cyril Wach (l.) ein Strahlemann und seiner Schwester sehr nahe. Foto: PD Seine leiblichen Eltern hätten ihn gern behalten. Aber sie konnten es sich finanziell nicht leisten, noch ein Kind zu ernähren. Zeitlebens verdrängt Cyril das Thema seiner Herkunft, Einsicht in die Akten nimmt er nie. Prem und Thomas Wach sind für ihn seine Eltern, Nina seine Schwester. Oft stehen die beiden auf dem Teppich im Wohnzimmer des Einfamilienhauses im Ring. Der feingliedrige Cyril mimt dabei den Wrestler aus dem Fernsehen und versucht, Nina auf den Boden zu bringen. Kurz darauf verkleidet er sich und gibt den Radiomoderator vom Wunschkonzert, um bald danach wieder etwas Neues anzufangen. Cyril Wach hat lieber andere fotografiert, als dass er sich fotografieren liess. Foto: Urs Jaudas In der Schule wird es für Cyril schwierig. Das konzentrierte Arbeiten macht ihm Mühe. Zudem wird er wegen seiner Herkunft diskriminiert. Einzig die Freunde halten in der Schule zu ihm. Als er mit den Eltern seine Schwester ins Internat in Südindien, ihre künftige Schule, begleitet, spasst er mit den wildfremden Kindern herum und fühlt sich wohl. Nina dagegen sagt kein Wort. Alle sprechen sie später nur als Schwester von Cyril an. Er liebäugelt mit dem Jockey-Beruf Mit dem Wegzug von Nina fehlt dem 14-Jährigen mitten in der Pubertät ein wichtiger Halt. Er fordert seine Eltern mit seinem Verhalten heraus, sie finden kein Mittel dagegen. Heute würde Cyril ein ADHS diagnostiziert werden, sagt Nina, «in den 1980er-Jahren galt er einfach als Zappelphilipp». Mit einer Anlehre als Maler steigt Cyril in den Beruf ein, danach beginnen seine Wanderjahre. Auf Einladung eines Freundes weilt Cyril Wach einige Tage in Prag, für andere grosse Auslandstrips reicht sein Geld nicht. Foto: PD Cyril arbeitet als Abbrüchler auf dem Bau, hangelt sich von Job zu Job. Mal verkracht er sich mit dem Vorgesetzten, dann ist die Arbeit zu streng oder er findet die Bude nicht. Geld hat er kaum. Bis 30 wohnt er in einer Einliegerwohnung bei den Eltern, danach mal da, mal dort. Zuletzt in einer kleinen Wohnung beim Letzipark. Er hat drei Beziehungen, doch sie halten alle nicht lange. Zeitweise denkt er darüber nach, Jockey zu werden. Der Körperbau passt, Reitkenntnisse hat er auch. Dann will er sein Hobby, das Fotografieren, zum Beruf machen, und ein ganz neues Leben anfangen. Doch so plötzlich, wie er die Ideen jeweils aufbringt, verwirft er sie wieder. Die Bindung zu Nina wird immer lockerer. Während ihrer Studienjahre in England haben sie kaum Kontakt. Nina sagt: «Wir waren so verschieden: Während ich alles durchgezogen habe, hat er alles abgebrochen, dabei war er der Intelligentere von uns beiden.» Hätte sein letztes Hemd gegeben Halt geben Cyril seine Freunde. Mit Claude besucht er Hip-Hop-Partys, isst an Metzgeten Leberli und redet stundenlang in seiner Wohnung. Claude sagt: «Zeit mit Cyril in seinem Zuhause zu verbringen, fühlte sich an, wie in einer Oase zu sein.» Zwei Monate weilen sie gemeinsam in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. Zeitlebens schwärmt Cyril davon, später kann er sich keine solche Reise mehr leisten. Seiner Grossherzigkeit tut das keinen Abbruch. Als Claude einmal blank aus den Ferien zurückkommt, gibt Cyril ihm die Hälfte seines Ersparten – 20 Franken. Nicht nur Cyril Wach fühlte sich in der Gesellschaft seiner Freunde wohl, auch sie schätzten seine Gesellschaft. Nicht nur Cyril Wach fühlte sich in der Gesellschaft seiner Freunde wohl, auch sie schätzten seine Gesellschaft. Foto: PD «Er war der grosszügigste Freund, obwohl er nichts hatte», sagt sein anderer Freund Dany, «und man konnte sich immer auf ihn verlassen.» Cyril ruft regelmässig an, als Dany in den USA studiert. Als Dany später nach Prag zieht, lädt er Cyril ein, weil er gerade keinen Job hat. Dieser streicht ihm dafür die Zimmerdecke. Zum Dank bezahlt er Cyril einen Barbierbesuch – etwas, das er sich nie geleistet hätte. Dany sagt: «Als Cyril sich im Spiegel anschaute, strahlte er und war richtig stolz.» Einmal verbringt Cyril ein Wochenende mit seinem Vater in Paris. Auch er ist beeindruckt von Cyrils Art, Leute zu unterhalten. 2012 reist die Familie ein letztes Mal gemeinsam nach Indien, Cyril ist mit seiner magischen Anziehungskraft der Star bei den Freunden und Verwandten. Freunde stehen ihm bei Dann kommt der Frühling 2022 und der Tod von Cyrils Vater. Als Erinnerung an ihn übernimmt Cyril einzig seine Kamera. Einige Wochen später ist Cyril bei einem Freund zu Besuch, als er sich auf einmal völlig entkräftet fühlt. Der Freund, selbst Arzt, begleitet ihn in den Notfall. Diagnose: angeborene Herzinsuffizienz. Die Herzklappen schlagen nicht synchron, Cyril hat Wasser auf dem Herz. Eine Operation bleibt erfolglos. Dreimal versagt der Kreislauf. Gleichzeitig liegt seine Mutter im Sterben. Über Facetime sieht er sie ein letztes Mal. Während seines einmonatigen Spitalaufenthalts kommen täglich Freunde zu Besuch. Manche schlafen auch bei ihm, um ihn zu beruhigen – nachts hat er Albträume und schreit. Einmal singen Fans vom FCZ zum Trost an seinem Krankenbett. Nina weint vor Rührung. Die Pflegenden sagen, sie hätten noch nie einen Patienten mit einem solch grossen Freundeskreis gehabt. Selbst im Spital wollte sich Cyril Wach nicht alles gefallen lassen. Dafür bewunderte ihn seine Schwester. Selbst im Spital wollte sich Cyril Wach nicht alles gefallen lassen. Dafür bewunderte ihn seine Schwester. Foto: PD Schnell erkennt Cyril, welche Pflegenden kompetent sind, und bestimmt, wer ihm Blut abnehmen darf und welche Medikamente er nimmt. Nina sagt: «Ich habe ihn immer dafür bewundert, dass er sich nicht alles gefallen liess.» Als ihm ein Arzt eröffnet, es gebe «für Typen wie ihn» kein Spenderherz, ist Cyril gebrochen. Der 44-Jährige will nicht länger im Spital bleiben und zurück in sein altes Leben. Im August 2022 tritt er aus dem Spital aus, lädt Freunde zum Grillieren ein und festet. In der Altersresidenz Perlapark, wo seine Eltern die letzten fünf Jahre verbracht haben, findet er vorübergehend eine Bleibe. Als Pflegende melden, es gehe Cyril schlechter, eilt Ninas Partner zu ihm. Die Ambulanz wartet schon. Eine Kurve vor dem Spitaleingang versagt Cyrils Kreislauf erneut. Dieses Mal für immer. Und Nina ist nicht dabei. Epilog: «Ich war fassungslos» «Wie im falschen Film.» Das ist Nina Wachs Gefühl, wenn sie an das Jahr 2022 zurückdenkt. Zuerst war Nina Wach als Hinterbliebene hässig auf ihre Familie, später begegnet sie der Situation mit Humor. Foto: PD Zuerst nimmt sie der Verlust ihres Vaters mit. Sie fühlte sich ihm stets näher als ihrer Mutter und in der Art seelenverwandt. Zwei Monate lässt sich Nina Wach deshalb Zeit, um seinen Abschied auf dem Ried, der Wachs’schen Ferienresidenz im Berner Oberland, zu feiern. Kurz darauf liegt die Mutter im Sterben. In den letzten Lebensminuten sitzt sie allein an ihrem Bett – Bruder Cyril liegt selbst im Spital. «Das tat weh, weil die beiden doch eine so vertraute Bindung hatten», sagt sie. Nina ist danach so schockiert, dass sie keine Todesanzeige schalten kann, geschweige denn eine Abdankung organisieren. Während der nächsten Wochen gilt ihre ganze Sorge Bruder Cyril. Als auch er geht, ist sie mit den Kräften am Ende. Seinen Abschied feiert sie erst Monate später – auf Drängen seiner langjährigen Freunde. Ein Gefühl von Wut macht sich in ihr breit. «Ich war fassungslos, dass alle drei mich einfach so zurückgelassen haben mit all dem Ballast.» Die Katze am Grab Mit Ballast meint Nina Wach insbesondere die Bürde der Mendelssohns. Als einzige noch lebende Nachfahrin des Komponisten Felix Mendelssohn übernimmt sie die Geschicke der Mendelssohn-Gesellschaft Schweiz und alles, was dazugehört. Mit der Zeit kann sie vieles mit Humor sehen. Sonst hätte sie es nicht ausgehalten, sagt sie. Doch da bleiben die Urnen und die Frage nach der Grabstätte. Einen Teil von Vaters Asche verstreut Nina Wach nach seinem Willen im Saxetbach, ein Teil der Mutter und des Bruders werden nach Indien in das Arabische Meer überführt. Auf dem Familiengrab in Gsteig im Berner Oberland kann Nina Wach von ihrer Familie Abschied nehmen. Foto: PD Vor zwei Monaten hatte Nina Wach Kraft für das Begräbnis ihrer drei Familienmitglieder. Sie sagt: «Es hat zwei Jahre gedauert, bis ich das geschafft habe. Das hat gutgetan. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Ich war allein am Grab, bis eine Katze aus dem Nichts kam und neben mir verharrte. Sie hat mich getröstet. Es war magisch.» Das ist der zweite Nachruf auf ein Mitglied der Familie Wach. Nach dem Nachruf auf seine Eltern zeichnen wir in diesem Text das Leben von Cyril nach und wie seine Schwester als einzige Hinterbliebene mit dem Verlust umgeht.
«Wenn jemand sagt, der FCZ sei kein Spitzenklub, habe ich Mühe, weiterzudiskutieren.» Ancillo Canepa
ouagi
Mitglied
25.12.2024, 12:49 · #11'760
Beiträge: 12'913
An seinem Bett sang ein Chor von FCZ-Fans Die Südkurve war Cyril Wachs Zuhause, sein Freundeskreis riesig. Obwohl Cyril kaum Erspartes hatte, war er für viele der grosszügigste Mensch. https://www.tagesanzeiger.ch/cyril-wach ... 5185206410 ist es dir möglich, den ganzen text zu posten? vielen dank. Herzensguete Hagel gsi, de Cyril.
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