Fansicht.ch

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Schwizermaischter FCZ
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19.11.2009, 14:18 · #121
Beiträge: 4'570
Scharfe Kritik gegen Keller-Suter SCB-Boss Marc Lüthi übte an der Medienkonferenz scharfe Kritik an dem nationalen Konzept, das die Abschaffung von Stehplätzen oder der Einführung einer Fancard beinhaltet: «Die KKJPD treibt uns Klubs in den Ruin, da werde ich fuchsteufelswild. Das paradoxe Papier der Frau von St. Gallen (er meint Karin Keller-Suter, die Red.) bedeutet den Tod des Profisports in der Schweiz.» Die Stadt will etwa auf die Forderungen der KKJPD betreffend Stehplätze derzeit nicht eingehen: «Wir gehen den pragmatischen, bernischen Weg», sagte Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern.
TRC
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23.11.2009, 12:30 · #122
Beiträge: 265
in italien wurde die «fancard» vorerst auf eis gelegt... (wenn ich alles richtig verstehe) http://www.ansa.it/web/notizie/rubriche ... 33145.html
anonymus
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24.11.2009, 11:33 · #123
Beiträge: 111
sorry, o.t., aber guter bericht! geanken von "hockeyfans.ch" zur fancard und zu den neuen kkjpd-forderungen: Übertriebene Forderungen von der Polizei Von Martin Merk Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren will gegen die Gewalt an Sportanlässen mit einem breiten Massnahmekatalog reagieren. Und scheint im Eishockey mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen. hockeyfans.ch publiziert die 18 wichtigsten Punkte aus dem 27-seitigen Dokument. "Die KKJPD erwartet von den Behörden, Verbänden, Ligen, Klubs und Stadionbetreibern, dass sie die Massnahmen national und lokal im Umfeld der Klubs der höchsten Spielklassen konkretisieren und soweit wie möglich bereits ab Beginn der nächsten Saison im Fussball und im Eishockey umsetzen", teilt die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren mit. Damit will sie im Eiltempo und mit harten Massnahmen für eine friedlichere Stimmung sorgen im Fussball und Eishockey. Man wolle die Gewalt nicht mehr als gesellschaftliche Tatsache hinnehmen und jedes Wochenende durchschnittlich 900 Polizeibeamte im Einsatz haben müssen, und damit die Grundversorgung beeinträchtigen. hockeyfans.ch hebt einige Punkte der neuen "Policy gegen Gewalt im Sport" für die NLA im Eishockey und die Super League im Fussball hervor, deren Einführung von den nationalen und kantonalen Behörden und den Sportorganisationen verlangt wird:
«1. Ab 2011/12 soll eine Fancard eingeführt werden. Damit müssen sich Matchbesucher identifizieren. Wer keine Fancard hat, kommt nicht ins Stadion. »
2. Der Gastclub soll pro hundert Fans zwei Sicherheitsbegleiter stellen und der Gastkanton drei polizeiliche Szenenkenner ("Spotter"). Diese sollen auch die organisierten Fanreisen begleiten. 3. Die Clubs und Polizei sollen mehr Ressourcen zur Identifizierung von Übeltätern investieren durch Videoaufnahmen, Fotos und Zeugenaussagen. Die Stadien und das Umfeld seien zudem mit hochauflösenden Videokameras ausgestattet werden. Eine Internetfahndung soll wenn nötig eingesetzt werden. Einträge in die Hooligan-Datenbank "Hoogan" sollen immer mit Foto erfolgen. 4. Bei Vorfällen im Gästesektor sollen fehlbare Fans nach Spielende zurückbehalten, kontrolliert und identifiziert werden. 5. Polizei und Staatsanwaltschaft sollen enger zusammenarbeiten und Verfahren möglichst rasch abgeschlossen werden. Die Strafen sollen in der Schweiz zudem harmonisiert werden. 6. Zu den strafrechtlichen Sanktionen sollen parallel und nach einheitlichen Kriterien Stadionverbote, Rayonverbote, Meldeauflagen und Ausreisebeschränkungen verhängt werden. 7. Jeder Club muss die Stadionordnung und Sicherheitskonzept von den zuständigen Behörden vor Saisonbeginn genehmigen lassen. Ohne Genehmigung soll die Lizenz entzogen werden. 8. Stehplätze sollen abgeschafft werden. Alle NLA-Eishallen sollen nur noch Sitzplätze haben. 9. Für jedes einzelne Spiel sollen die Behörde je nach Sicherheitsrisiko die notwendige Zahl der Sicherheitskräfte, Anspielzeiten, Vorschriften bezüglich Zutrittskontrollen, bauliche Massnahmen, Alkoholverkauf sowie die Erlaubnis von Megaphonen, Vorsänger (Capos), Choreografien und Transparenten genehmigen. 10. Bei Verstössen gegen die Stadionordnung können die Behörden die Schliessung einzelner Sektoren, Erhöhung des Sicherheitspersonals oder höhere Abgeltungen für den Polizeiaufwand beantragen. 11. In Gästesektoren gilt ein Alkoholverbot. In den übrigen Sektoren darf nur Leichtbier und Getränke mit höchsten 3 Prozent Alkoholgehalt ausgeschenkt werden, wobei bei Hochrisikospielen ein generelles Alkoholverbot verfügt werden kann. Ausnahmen seien für einzelne, kontrollierbare Bereiche (oder etwas direkter formuliert: Logen und VIP-Bereiche) möglich. 12. Stark alkoholisierten Personen wird der Zutritt zum Stadion verweigert. Dazu können Atemtests eingesetzt werden. 13. Die Polizei kann in Stadien reagieren, wenn es aus Sicherheitsgründen nötig ist. Für die Sicherheit in Stadien bleibt aber in erster Linie der Stadionbetreiber verantwortlich. 14. Für Gästesektoren können nur noch Kombitickets mit organisierten Fantransporten gekauft werden. Transporte sollen direkt bis zum Eingang des Gästesektors organisiert sein. Eine individuelle Anreise ist nicht mehr möglich. Gästefans sollen nicht mit Fans des Heimclubs in Kontakt kommen. 15. In den Fantransporten gilt Alkoholverbot. Das begleitende Sicherheitspersonal der Clubs kontrolliert die Fans unter Beobachtung der Polizei und nimmt Alkohol, pyrotechnische und sonstige im Stadion nicht erlaubte Gegenstände ab. 16. Die Clubs müssen sich an den Sicherheitskosten durch die Polizei beteiligen, wobei die Höhe auch davon abhängig gemacht wird, wie gut der Club die "Policy" umsetzt. Das Bundesamt für Polizei schätzt die jährlichen Kosten (ohne Vor- und Nachbearbeitung) auf 25 Millionen Franken. 17. Bei wiederholten Vergehen sollen nicht nur Rayonverbote ausgesprochen werden, sondern notfalls auch Meldeauflagen und wenn nötig Polizeigewahrsam, sowie bei Spielen im Ausland Ausreisebeschränkungen. 18. Polizeiliche Einsatzleiter können "in Absprache mit den Sicherheitsverantwortlichen des Clubs" bei Gefährdung der Sicherheit einen Spielunterbruch oder -abbruch erzwingen. Eine sechsköpfige Gruppe von Experten aus dem Polizeibereich reiste nach Belgien, England, Deutschland und in die Niederlande, um "best practices" zu finden. Um Massnahmen, die bei Clubs mit vierstelliger Hooliganzahl eingeführt wurden, in die Schweiz zu importieren. Ob die nötig sind, um ein paar vereinzelte Chaoten in den Griff zu kriegen? Doch hat man bei Eishockey-Spielen in der Schweiz selbe Probleme wie bei Feyenoord Rotterdam gegen Ajax Amsterdam, oder bei Werder Bremen gegen den Hamburger SV? Mit den radikalen Massnahmen wollen die Behörden die Gewalt eindämmen. Die Sportorganisationen schweigen derzeit vornehmlich. Während der Präsident der Swiss Football League, Thomas Grimm, sich nicht mehr als die Skepsis über die Durchführbarkeit und Timing von sich entlocken liess, verweist man im Eishockey auf den Ligapräsident und VR-Mitglied des Verbands, Marc Furrer, der heute nicht erreichbar war. Man schweigt noch und wartet die Reaktionen ab, weil man nicht in den Clinch mit den Behörden kommen möchte. Denn beim Durchlesen des Katalogs wird klar, dass die Massnahmen über das Ziel hinaus schiessen und in einigen Dingen nicht weitsichtig und problemorientiert durchdacht sind. Durch derartige Massnahmen bei sämtlichen Spielen werden nicht nur potenzielle Randalierer von den Spielen ferngehalten, sondern die grossen Mehrheit der Fans von der Familie bis zum Sponsor der Verzicht auf Eishockey schmackhaft gemacht. Denn wer will schon an ein Spiel, der durch derartige Repressalien als Sicherheitsrisiko dargestellt wird? Die Policy ist zwar breit niedergeschrieben, doch die Durchsetzung nicht unbedingt durchdacht. Wie sollen Gästefans an der Fahrt in eine Stadt und am Zutritt zu anderen Sektoren gehindert werden? Wie soll jemandem eine Autofahrt in die Stadionumgebung verboten werden? Handelt es sich nicht bloss um eine Verlagerung in andere Sektoren und ums Stadion, die den normalen Fan ärgert, einen hartnäckigen Chaoten aber nicht von seinem Vorhaben abhält? Die Bilder von Ausschreitungen, die man als Argumente verwendet, geschahen alle bei Fussballspielen und hauptsächlich ausserhalb der Stadien. Die Fancard erschwert dafür Gelegenheitsbesuchern den Zugang zu Spielen. Seien dies gewöhnliche Sportfans ohne Saisonkarte, Freunde und Verwandte von Matchbesuchern, potenzielle Geldgeber aus der Wirtschaft, Gäste aus der Politik oder Besucher aus dem Ausland. Die Clubs verlieren Einnahmen und eine Möglichkeit, neue Fans oder Sponsoren auf den Geschmack zu bringen. Denn die Clubs leben nicht ausschliesslich vom harten Kern der Saisonkartenbesitzer, sondern auch von jenen, die sporadisch Eishockeyluft schnuppern und vielleicht einmal auch zum Stammgast werden. Ein Tourist kann in Barcelona oder München problemlos ein Fussballspiel vor 80 000 Fans besuchen gehen, jedoch nicht ein Eishockeyspiel vor 4000 Fans in Davos, weil dies offenbar zu gefährlich ist und man daher registrierter Fancard-Besitzer sein muss. Was für ein Bild gibt dies auf die Schweiz und auf das Schweizer Eishockey ab? Die Gewaltprobleme im Eishockey und im Fussball befinden sich in anderen Dimensionen. Eine derartige Ansammlung von potenziellen Unruhestiftern wie bei einem Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich gibt es im Eishockey nicht. Bei weitem nicht. Im Eishockey sind die Regeldurchsetzung und der Respekt auf dem Spielfeld grösser, was sich nicht zuletzt auf mehr Fairplay auf den Rängen auswirkt. Es gibt im Eishockey keine "Hass-Derbies". Dazu sind Hooliganismus und Rowdytum im Eishockey deutlich weniger verankert als im Fussball. Mit Fans der gegnerischen Mannschaft ein Bier zu trinken ist weitaus üblicher, als sich auf die Köpfe zu geben. Unruhestifter machen schätzungsweise kaum ein Prozent aus und sind überschaubar. Es fehlt nur am Durchsetzungswillen aller beteiligten Parteien, diese aus den Hallen fernzuhalten. Dies würden auch zahlreiche Punkte der Policy nicht ändern, einige hingegen unterstützend einwirken. Im Eishockey gibt es deutlich weniger Risikospiele als im Fussball. Massnahmen wie die Abschaffung von Stehplätzen, Eintritte nur noch mit Fancards, Alkoholverbot im Gästesektor und ein Verbot der individuellen Anreise für friedliche Spiele wie Langnau-Zug oder Davos-Kloten treffen ausschliesslich die Falschen und schliessen auch einen freundschaftlichen Umgang zwischen Fans beider Mannschaften aus, wie er zur Fankultur im Eishockey gehört. In Zahlen des Bundesamts für Polizei ausgedrückt: Bei 728 für die Hooligan-Datenbank ausgewerteten Eishockey-Spielen von Januar bis Oktober 2009 kam es in 17 Spielen zu negativen Ereignissen. Dabei wurden 5 Stadionverbote (Fussball: 51) und 20 Rayonverbote (Fussball: 95) ausgesprochen. Ausreisebeschränkungen oder Meldeauflagen wurden nur im Fussball ausgesprochen. Die Zahlen im Fussball beziehen sich auf weniger, nämlich 602 Spiele. Insbesondere im Eishockey haben sich die Zahlen gegenüber 2008 deutlich reduziert, so gab es im Vorjahr 43 Spiele mit negativen Ereignissen im Eishockey bei 741 Spielen. Der Massnahmekatalog scheint davon auszugehen, dass bei Eishockey-Spielen ein feindseliges Verhalten herrscht und behandelt die 99 Prozent an friedlichen Besuchern auch so – und erhofft ausgerechnet durch solche Massnahmen eine friedliche Atmosphäre. Man baut dabei Bilder auf, wie man sie bei den grössten Ausschreitungen der Schweizer Fussballgeschichte kennt, um dadurch den Massnahmekatalog zu rechtfertigen. Es handelt sich um ein berühmtes mit-Kanonen-auf-Spatzen-Schiessen. Um eine Art Wiederaufbau der Berliner Mauer, einfach in Schweizer Eishallen. Wer Spiele an der Weltmeisterschaft in der Schweiz oder sonst wo auf der Welt besucht hat, weiss, wie friedlich und freudselig die Eishockey-Fankultur sein kann. Dass es bei einigen Clubs Sicherheitsprobleme und vereinzelte Chaoten gibt, darf aber genauso wenig verharmlost werden und ist seit langer Zeit bekannt. Es liegt nun im Interesse der Fans, der Clubs, der NLA und des Schweizer Eishockeys, dass man dieses Problem energischer angeht. Und dass man sich in der öffentlichen Wahrnehmung nicht immer mit dem Fussball im gleichen Topf werfen lassen muss. Hier sind vor allem die Sportorganisationen gefragt, welche mit Eishockey Geld verdienen und auch in Zukunft Geld verdienen wollen. Die geforderte "Policy gegen Gewalt im Sport" ist ein deutliches Signal der Behörden, dass die jahrelange laisser-faire-Handhabung nicht länger geduldet wird. Dass es in Einzelfällen gehen kann, wenn man will und wenn beim Club Ruf und Geld auf dem Spiel stehen, hat die Fassung des Rauchzünders aus dem ZSC-Fanlager oder der Bieler Angreifer auf einen Oltner Fancar gezeigt. Es liegt nun an den Clubs und der Liga im Dialog mit Fans und den Behörden zu zeigen, dass man die Sache ernst nimmt und die Probleme auch mit weniger extremen, aber mit gezielten und effizienten Massnahmen anpacken kann, ohne gleich auf die Einnahmequellen der Clubs zu schiessen. Denn auch wenn die "Policy" es gegenüber der Öffentlichkeit anders erscheinen lässt: Im Eishockey herrschen ganz gewiss keine Fankriege und genauso wenig benötigt es Abwehr dagegen. Dafür aber das Selbstverständnis bei den Clubs und Hallenbetreibern, mit mehr Engagement und Ressourcen gegen die wenigen schwarze Schafe vorzugehen. Dann bräuchte es auch keine Hilfeschreie von Seiten der Polizei. http://www.hockeyfans.ch/background/091114.htm
macau
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25.11.2009, 15:47 · #124
Beiträge: 66
Erinnerungen an Altstetten werden wach: Wenns nicht mehr anders geht, wird die Wahrheit Stück für Stück zugegeben. Auf eine Erklärung, weshalb man die Öffentlichkeit zuerst bewusst belogen hat, wird selbstverständlich verzichtet: Fans üben Kritik am Polizeieinsatz in Basel http://www.20min.ch/sport/dossier/chaot ... y/16331025 von Annette Hirschberg Nach den Zürcher Chaoten gerät nun auch die Basler Polizei in die Kritik. Vor dem Cupspiel am letzten Freitag zwischen dem FCB und dem FCZ setzte sie Gummischrot und Tränengas gegen wartende Matchbesucher ein - darunter waren auch Kinder. Die Chaoten, die am Freitagabend den Gästesektor im St. Jakob Park verwüsteten, stehen von allen Seiten in der Kritik. Auch viele FCZ-Fans, die am Freitagabend zugegen waren sind entsetzt: «Das ist total daneben und ich bin voll gegen solche Aggressivität und Zerstörungswut», sagt Melina D.*. Doch in die Kritik gerät jetzt auch die Basler Polizei. «Etliche Unschuldige wurden draussen durch Gummischrot verletzt. Darunter dutzende Frauen, Kinder und sogar Behinderte. Die Randalierer jedoch liess man gewähren.», meldet Jörg T.* 20 Minuten Online. Er ist mit seiner Version nicht allein. Weitere Matchbesucher haben unabhängig voneinander den Vorfall bestätigt. «Gummischrot aus nächster Nähe» Die Kritik bezieht sich auf das Vorgehen der Polizei vor dem Stadion. Dort standen vor Spielbeginn hunderte Fans, darunter auch Kinder, und warteten auf Einlass, während die Chaoten im Innern wüteten. «Wir warteten über eine Stunde, ohne zu wissen, warum es nicht vorwärts geht», sagt FCZ-Fan Melina D. Informationen von der Polizei oder den Stadionbetreibern habe es keine gegeben. Sie seien auch nicht aufgefordert worden, den Eingangsbereich zu verlassen oder Plätze in einem anderen Sektor zu suchen. «Man liess uns einfach nur warten.» Die Basler Polizei bestätigt das Vorgehen. «Die Personen, die vor dem Gästesektor anstanden, wurden gezielt nicht über die Krawalle im Innern informiert, weil wir nicht wollten, dass Chaoten im Gästesektor sich mit Chaoten draussen verbünden», sagt Mediensprecher Martin Schütz. Die Lage vor dem Eingang spitzte sich zu. Augenzeugin Melina D: «Kurz vor Spielbeginn kletterten einige an den Gittern beim Eingang hoch.» Dann ging offenbar alles ganz schnell: Die Polizei fuhr mit Gitterwagen auf, drängte die Fans zusammen und setzte schliesslich Tränengas und Gummischrot ein. «Ich musste fassungslos zusehen, wie Tränengas und Gummischrot aus nächster Nähe in die Menge gefeuert wurde», beschreibt 20 Minuten Online-Leser Markus S. die Situation. «Es bestand Lebensgefahr» Die Basler Polizei bestätigt den Einsatz, verteidigt aber ihr Vorgehen. Vor dem Gästesektor sei eine grosse Menschentraube gestanden. Darunter habe es auch Chaoten gehabt. Diese hätten von hinten die Menge immer heftiger Richtung Sperrgitter gestossen. «Der Pulk wurde immer mehr zusammengedrückt», sagt Sprecher Martin Schütz. Darum habe man schliesslich mit Tränengas und Gummischrot die Menschenmenge auflösen müssen. «Aus Sicht des Einsatzkommandos bestand Lebensgefahr für die Personen am Gitter.» *** Wenn Lebensgefahr bestanden hätte, wäre das in der Medienmitteiluing vom 20. November gestanden...
Rännleitig
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25.11.2009, 18:05 · #125
Beiträge: 627
Es bestand also Gefahr, dass durch drängelnde Leute anderen verletzt werden. Was man mit Information oder Einlass hätte entschärfen können. Stattdessen ballert man lieber aus nächster Nähe auf alles was lebt, riskiert schwere Verletzung und führt gezielt ein Gedränge und Panik herbei?
Mr Mike
Mitglied
26.11.2009, 18:08 · #127
Beiträge: 4'064
Zusammenfassung vom letzten Cupspiel: http://www.referendum-bwis.ch/aktuell20112009.shtml nice danke. könnte man den medien mal zukommen lassen und diese sollen das dann abdrucken.
1896_
Mitglied
26.11.2009, 18:26 · #128
Beiträge: 6'382
@ macau: Danke für den Link, super Bericht. Habe noch eine Frage:
«Vor dem Stadion werden zwischen 20:00 Uhr und 20:45 Uhr rund 25 Personen durch Gummischrot der Robocops aus naher Distanz auf Kopfhöhe verletzt.»
Kennt jemand die Rechte i.S. Gummischrott Einsatz der Polizei?
Avatar von din Vater
din Vater
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26.11.2009, 20:07 · #129
Beiträge: 6'244
Zusammenfassung vom letzten Cupspiel: http://www.referendum-bwis.ch/aktuell20112009.shtml Naja, nicht schlecht, aber leider wird auch hier von 200 Blockstürmern geschrieben. Der Block wurde aber nur von ca. 20-30 Leuten gestürmt, der Rest gelangte davor ganz normal ins Stadion.
LuisCypher
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26.11.2009, 20:47 · #130
Beiträge: 1'933
Dem ganzen Ablauf nach Zufolge erscheint das ganze ein abgekartetes Spiel gewesen zu sein...der Einsatzleiter antwortete auf die Frage, wer den ganzen Ablauf koordiniert: Er habe seine Anweisungen von oben! Noch Fragen? Es ist das ewige Rätsel, warum in Basel nur ein Eingang geöffnet wird. Hier muss auch keiner mit irgendwelchen selbst zusammengeklöppelten, vermeintlich logischen Argumenten kommen. Man steuert über diese Taktik nicht den geordneten Einlass, sondern die Agressivität. Mit Erfolg! Das Traurige ist, das wir in Basel und die Basler in Zürich zum Spielball der Ordnungshüter geworden sind. Eigentlich müssten wir das nächste Spiel mit einem stillen Protestmarsch a la Ghandi auflaufen...
anonymus
Mitglied
27.11.2009, 07:58 · #131
Beiträge: 111
Dem ganzen Ablauf nach Zufolge erscheint das ganze ein abgekartetes Spiel gewesen zu sein...der Einsatzleiter antwortete auf die Frage, wer den ganzen Ablauf koordiniert: Er habe seine Anweisungen von oben! Noch Fragen? Es ist das ewige Rätsel, warum in Basel nur ein Eingang geöffnet wird. Hier muss auch keiner mit irgendwelchen selbst zusammengeklöppelten, vermeintlich logischen Argumenten kommen. Man steuert über diese Taktik nicht den geordneten Einlass, sondern die Agressivität. Mit Erfolg! Problem-Reaction-Solution. Sie schaffen das Problem selber, damit sie die Lösung anbieten können und somit Macht konzentrieren und Kohle scheffeln. http://infokrieg.tv/
Chübel
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27.11.2009, 12:46 · #132
Beiträge: 254
Dem ganzen Ablauf nach Zufolge erscheint das ganze ein abgekartetes Spiel gewesen zu sein... Dass am kommenden Sonntag in Basel über das "Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen" abgestimmt wird würde diese These auch stützen. Bessere PR kann eine Abstimmung über massive Eingriffe in die Grundrechte wohl kaum bekommen. Das Verhalten der Polizei und die konsequente Verweigerung von Kommunikation stützen diese These ebenfalls...
anonymus
Mitglied
27.11.2009, 13:36 · #133
Beiträge: 111
Wenn Lebensgefahr bestanden hätte, wäre das in der Medienmitteiluing vom 20. November gestanden... „Mit der Begründung, Medienschaffende könnten sich mit dem Verbleib an einer Kundgebung einer Gefährdung aussetzen oder die Polizeiarbeit stören, kann sich die Polizei allerdings jeglicher medialen Kontrolle ihrer Tätigkeit entziehen, was unter dem Gesichtspunkt der demokratischen Kontrolle der Tätigkeit staatlicher Behörden inakzeptabel ist." (Zitat aus dem Entscheid 60/2002 des Schweizer Presserates)
Globestern
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27.11.2009, 14:05 · #134
Beiträge: 2'865
@ macau: Danke für den Link, super Bericht. Habe noch eine Frage:
«Vor dem Stadion werden zwischen 20:00 Uhr und 20:45 Uhr rund 25 Personen durch Gummischrot der Robocops aus naher Distanz auf Kopfhöhe verletzt.»
Kennt jemand die Rechte i.S. Gummischrott Einsatz der Polizei? aussage eines bulle vor ort: sobald flaschen richtig security fliegen besteht gefahr und gummischrott darf eingesetzt werden.
WeeklyPics
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27.11.2009, 17:01 · #135
Beiträge: 297
[...]sobald flaschen richtig security fliegen besteht gefahr und gummischrott darf eingesetzt werden. sobald gummischrot richtung zuschauer fliegt besteht gefahr und flaschen dürfen eingesetzt werden
5:0
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04.12.2009, 18:58 · #137
Beiträge: 177
Cortesi: "Berueht da druf, dass mir die Reglä gägäsiitig reschpektieräd!"
Maloney
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04.12.2009, 19:10 · #138
Beiträge: 7'090
Cortesi: "Berueht da druf, dass mir die Reglä gägäsiitig reschpektieräd!" Du meinst "Berueht da druf, daf mir die Reglä gägäfiitig refpektieräd!"
5:0
Mitglied
04.12.2009, 19:13 · #139
Beiträge: 177
Stimmt das war der genaue Wortlaut hehe ...
Maloney
Mitglied
13.01.2010, 08:57 · #140
Beiträge: 7'090
*Seit dem 1. Januar bittet die Stadt GC, FCZ und ZSC Lions zur Kasse für Polizeieinsätze. Die Klubs fürchten die Kosten und spannen deshalb jetzt im Kampf gegen Chaoten zusammen. Immer wieder kommt es bei Hochrisikospielen von GC, FCZ und ZSC Lions zu wüsten Szenen in und um die Zürcher Stadien. Als Konsequenz verrechnet die Stadt die Polizeieinsätze den Sportklubs seit dem 1. Januar teilweise. «Das geht an unsere Existenz», sagte Franz Kälin, Leiter Spielbetrieb ZSC Lions, gestern vor den Medien. Deshalb spannen die drei grossen Sportklubs jetzt zusammen: «Wir wollen konsequent gegen Risikofans vorgehen», sagte FCZ-Präsident Ancillo Canepa. In der Schweiz gibt es rund 2500 Risikofans. «Ein Ziel muss sein, dass Familien ohne Angst einen Match besuchen», so Canepa. Richten solls eine Task Force – in diese wollen die Klubs auch die Stadt, den Kanton und die Polizei holen. Bereits schweben den Klubverantwortlichen konkrete Massnahmen gegen die Gewalt vor: «Wir brauchen zum Beispiel Schnellrichter im Stadion, wie in St. Gallen», sagte Alex Sauber, Leiter Kommerz bei GC. Zudem solle die Polizei im Stadion für Ordnung sorgen. «Sie darf Personen verhaften, im Gegensatz zu uns», begründet Sauber. Die Kosten für die Polizei im Stadion würden laut Canepa «selbstverständlich» die Klubs übernehmen, «dafür könnten wir privates Sicherheitspersonal einsparen». Zur Debatte stellen müsse man aus­serdem den Alkoholausschank. «Wir befürworten ein Verbot», so Canepa. Erste Massnahmen will die Task Force in den nächsten Monaten präsentieren. **Quelle: http://www.20min.ch/news/zuerich/story/18502500*** Schnellrichter, Polizei im Stadion und ein generelles Alkoholverbot sind wohl nur noch eine Frage der Zeit...
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