Fansicht.ch

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Dini Mueter
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24.06.2011, 22:38 · #761
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Jaaaah, ein SK-Drämmli in Blau und Wiiiiss in Bosel. Das ist ja zu geil. Scheiss FC Basel. Mit dem fahren wir dann jeweils vors Stadion. Muah, das wär was. Dingelingeling.
Zürcher Südkurve
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07.07.2011, 07:56 · #762
Beiträge: 681
Ungerechtfertigte Rayonverbote kosten den Steuerzahler knapp 20'000 Franken http://www.suedkurve.ch
Raufhandel
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20.08.2011, 01:25 · #764
Beiträge: 112
Und das Bild dazu ist aus 2009. Die NZZonline hat wohl ein bisschen Probleme bei der Bildwahl.
Dini Mueter
Mitglied
20.08.2011, 08:13 · #765
Beiträge: 2'795
Und das Bild dazu ist aus 2009. Die NZZonline hat wohl ein bisschen Probleme bei der Bildwahl. Ich weiss schon auf was Du ansprichst. Aus Sicht der NZZ hätte der Artikel auch ohne Bild veröffentlicht werden können, nur das zieht halt weniger Leser - leider auch bein einer NZZ. Ein Bild der KKJPD-Runde, wie sie um einen Sitzungstisch hängt, wäre einfach zu einschläfernd, nicht? :) Wenigstens ist in der Bildlegende deklariert, um was für ein Bild es sich handelt.
Dini Mueter
Mitglied
13.09.2011, 10:21 · #767
Beiträge: 2'795
Interessantes Interview mit, dem Thomas Gander, dem Geschäftsführer der Fanarbeit Schweiz (FaCH): Der harte Kern der Fussballfans fühlt sich in der Öffentlichkeit missverstanden und angegriffen. Warum? Thomas Gander: In der Diskussion herrscht in Bezug auf die Fankurve eine Doppelmoral: Einerseits wollen wir alle in einem hochemotionalen Umfeld ein stimmungsvolles Spiel mit möglichst vielen Fans und toller Ambiance, andererseits stellen wir die Fankurve – die dafür sorgt – immer mehr in eine kriminelle Ecke. Politik und Behörden schreien nach mehr Härte gegen gewalttätige Chaoten und Pyros – nicht gegen Gesänge und Choreographien. Es wird dabei aber eben nicht differenziert. Die Fankurve ist nicht etwas per se Gefährliches. Ich erkenne auch in der heutigen Fanszene nicht den Wunsch, Gewalt auszuüben. Die Vereine, die Liga und der Verband haben erkannt, dass sie differenzieren müssen. Die Politik aber versucht tatsächlich vorhandene Probleme zu vereinfachen. Quasi: Das sind die Bösen, das sind die Guten. Dieses Schema greift im Zusammenhang mit den Fankurven nicht, weil es die Grauflächen ignoriert. Die Fankurve ist längst eine Subkultur, die versucht, sich von gesellschaftlich dominierten Rahmenbedingungen abzuheben und abzugrenzen. Sie übertritt dabei auch bewusst gewisse Grenzen und formiert Widerstand gegen bestehende Regeln, wie es typisch ist für eine solche Bewegung. Sie sieht Pyro beispielsweise nicht als Gewalt oder potenzielle Waffe, als welche es immer dargestellt wird. Es gab allerdings auch Chaoten, die Pyros als Waffe gebraucht haben – in Zürich beispielsweise. Die Fanszene weiss, dass ein solcher Zwischenfall die Diskussion um Pyro verunmöglicht, weshalb sie selbst solche Szenen verurteilt – vor allem aber auch sanktioniert Die so genannte «Selbstregulierung» der Kurve wird von den Fans immer wieder als Argument eingebracht. Was ist darunter zu verstehen? Dazu muss man eines wissen: Die Ultras lieben, was sie tun – und es ist so pathetisch gemeint, wie es klingt. Sie wollen ihr Fan-Sein und alle kreativen Facetten davon ausleben. Es ist das, was sie als Freiheit, gar als Oase in unserer heutigen Gesellschaft beschreiben. Ihre grösste Angst ist, dass sie das nicht mehr tun dürfen, was sie am liebsten tun: bedingungslos ihre Mannschaft unterstützen. Die Mitglieder der Kurve sind sich durchaus bewusst, dass sie dieses Fan-Sein nicht durch übertriebenes Verhalten auf Spiel setzen dürfen, weshalb sie sich selbst regulieren. Können Sie ein Beispiel für diese Selbstregulierung nennen? Dank internen Diskussionen, Flyern und Massregelungen durch die Fans wurde zum Beispiel erreicht, dass es in den Städten keine Saubannerzüge wie früher gibt, bei denen Sachbeschädigungen quasi dazu gehörten. Mit diesen Mitteln konnten auch die Sachbeschädigungen in den Extrazügen in den letzten zwei Jahren minimiert werden – trotz immer mehr Auswärtsfans. Ihre Beschreibung klingt nach einem friedlichen Haufen, der sich selbst unter Kontrolle hat. Wie kann es dann zu Ausschreitungen wie am 11. Mai kommen? Um die Gewalt im Fussball zu erklären, müssen sozialwissenschaftliche Modelle herangezogen werden. Gewalt kann im Zusammenspiel zwischen Frustration und Aggression entstehen: Im Fussball kann beispielsweise ein Tor der gegnerischen Mannschaft in der letzten Minute der Auslöser sein. Hier spielen dann auch Massenphänomene eine Rolle, in denen auf negative Emotionen genau so reagiert wird wie auf positive und die Gruppendynamik dann nicht mehr kontrollierbar ist - man spricht von situativer Gewalt. Dann gibt es die strukturelle Gewalt: Die Fankurve geht dabei gegen das Machtgefälle vor, in dem sie sich sieht. Zum Feinbild kann dabei die Polizei, der eigene Verein oder auch der Sicherheitsdienst werden. Das Gewaltpotenzial entsteht, wenn die Fankurve die Gefahr sieht, ihr Fan-Sein nicht mehr ausleben zu können. Eine Form von Gegengewalt also. Es gibt aber auch Leute, die Gewalt als Reiz empfinden oder in ihrer Sozialisation gelernt haben, dass Gewalt ein Mittel zur Selbstbestätigung und Durchsetzung ihres Willens ist. Diese Persönlichkeiten suchen den Kick in der Auseinandersetzung. Sie nutzen Spiele als Plattformen. Diese Leute sind vor allem bei Hochrisikospielen wie FCZ – FCB anzutreffen und sind auch durch eine Fankurve nur schwer zu erreichen. Kann die Selbstregulierung angesichts dieser Gewaltphänomene überhaupt funktionieren? Nach unseren Erkenntnissen funktioniert die Selbstregulierung am besten, wenn es in der Öffentlichkeit relativ ruhig um die Fans ist. Die Gewalttoleranz der ganzen Szene ist während dieser Phasen tief, die radikaleren Kräfte haben weniger Gehör. Wächst aber der Druck von aussen auf die Kurven und wird der Druck so gross wie im letzten halben Jahr durch die politische Debatte, fürchten die Fans um ihr Fan-Sein. Sie fühlen sich machtlos und Tendenzen zur Gewaltlegitimierung erhalten Auftrieb. In dieser Situation ticken dann nicht nur die beschriebenen Gewalttäter aus, sondern wie am 11. Mai beispielsweise eine breitere Masse von Leuten, die sich solidarisiert. Diese Gewaltarten erklären sie auch im vor kurzem veröffentlichten Grundlagenpapier «Gewalt im Umfeld von Fussball- und Hockeyspiel». Was will Fanarbeit Schweiz damit erreichen? Es geht darum, Gewaltmechanismen zu vermitteln und nicht etwa zu rechtfertigen. Es soll aufzeigen, dass in diesem komplexen Umfeld einfache Massnahmenvorschläge eben nicht greifen oder gar kontraproduktiv sind. Wie bei jeder Massenbewegung stellt das Individuum sein Verhalten hinter dasjenige der Gruppe zurück, dieser Solidaritätseffekt wird dann heikel, wenn gewaltbefürwortende Kräfte an Gewicht gewinnen. Wir weisen gerade aus diesen Gründen darauf hin, dass es gefährlich ist, Massnahmen zu entwickeln, die einer an sich friedlichen Fanbewegung pauschal vermittelt, unerwünscht zu sein. Die Gesellschaft soll selbst schuld sein an steigenden Sicherheitskosten und immer mehr Ausschreitungen – eine etwas einfache Lösung. Eben nicht. Unsere Erklärungsansätze zeigen auf, dass sich hier gesellschaftliche Phänomene und die Gewalt als Reizfaktor vermischen. Das macht die Lösungsentwicklung so schwierig. Und zum Punkt der zunehmenden Ausschreitungen: Ich bin seit sieben Jahren in der Fanarbeit tätig und ich habe keine steigende Tendenz zur Gewalt wahrgenommen. Ich kann das nicht statistisch belegen, aber ich kann aufgrund meiner Erfahrungen sagen, dass die Gewalt keine neue Dimension angenommen hat. Wollen Sie damit sagen, dass die Gewalt abnimmt? Nein, das glaube ich auch nicht. Es ist aber so, dass der Fussball immer populärer wird. Wir hatten im vergangenen Jahr über zwei Millionen Fans in den Stadien – mehr als je zuvor. Die TV-Quoten sind im Hoch. Die Zahl der Auswärtsfahrer hat markant zugenommen: In den 80er-Jahren brachte gerade mal der FCB 1000 Fans ans Auswärtsspiel mit. Weil sich die Fankurve aber zu einer Subkultur entwickelt hat, gehört auch die Fahrt ans Auswärtsspiel dazu. Inzwischen haben wir jedes Wochenende 700 bis 1000 Leute pro Club. Etwas einfach ausgedrückt: Je populärer der Fussball wird, desto grösser wird die Gefahr von sogenannten «Kollateralschäden». Es ist der Fluch des Erfolges sozusagen. Dieser Aspekt wird zu wenig beachtet und die Zahlen nicht in Verhältnis zu den vorhandenen Vorfällen betrachtet. Dies würde aber einen gewissen Realitätsbezug in die Debatte bringen. Sie haben das Gefühl, das Problem werde aufgebauscht? Die Debatte hat sich aus meiner Sicht verselbstständigt und entspricht nicht der Realität: Es gab und gibt gewalttätige Auseinandersetzungen – ja. Diese Ausschreitungen dürfen aber nicht als Beschreibung eines Dauerzustandes im Fussball oder Hockey missbraucht werden: Es zeigt sich auch in der Befragungen von 4200 Fussball-Zuschauern in Basel: Die haben ein differenzierteres und realistischeres Bild des Problems als jenes, das öffentlich diskutiert wird. Es ist doch der Runde Tisch des Bundes gewesen, welcher immer wieder neue Massnahmen gegen «gewalttätige Fans» und «die steigende Gewalt» verlangte? Der Runde Tisch war zuletzt vor allem ein politisches Instrument, um Druck auf die Verbände und Ligen auszuüben. Vor jedem runden Tisch wurde über die Medien ein Druck aufgebaut, das störte mich. Sie klingen nicht traurig darüber, dass der Runde Tisch gescheitert ist und zur Geschichte gehört. Der Runde Tisch wurde als Institution verstanden, von welcher Massnahmen für die Lösung eines komplexen Problems erwartet wurden. Diese Erwartung war für mich immer schon abstrus. Der Runde Tisch war ein vorbereitendes Gremium für die Euro 2008 – eine nationale Austauschplattform. Irgendwann hiess es, er werde für den Fussball im lokalen Bereich weitergeführt, die Debatte blieb allerdings dieselbe. Er entwickelte sich deswegen auch nicht zu einem Konsensgremium weiter. Werden die Massnahmen der neuen lokalen Tische besser funktionieren? Es ist der richtige Schritt, dass nun lokale Probleme lokal angegangen werden: Die Verhältnisse sind anders von Ort zu Ort und es gibt zu Recht verschiedene Modelle im Umgang mit der Fanthematik. Alle sprechen vom St. Galler Modell im Umgang mit den Fans, aber es gibt Modelle auch in Basel, Bern und auch Zürich. Diese zeigen Erfolge auf: In Basel, weiss ich, gab es seit 2009 keine Ausschreitungen mehr. Der lokale Dialog ist der nachhaltigste Weg. Fahnenverbot, Führerausweis-Entzug, Bewilligungspflicht – die Forderungen in der Debatte bleiben aber mannigfaltig. Wie wird die Fussballszene reagieren? Die entscheidendere Frage in diesem Zusammenhang ist: Wie wird die Politik reagieren? Kommen solche Forderungen durch, müssten die Behörden und die Politik immer mehr Auflagen für einen öffentlichen Anlass machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Staat so viel Einfluss auf ein Fussballspiel nehmen und damit auch so viel Verantwortung übernehmen will. Ich kann mir aber vorstellen, dass bei übertriebenen Forderungen an die Clubs die kantonalen Politiker – viele davon sind auch Fussball- oder Eishockeyfans – sich grundsätzliche Fragen zu stellen beginnen. Warum versucht die Fankurve nicht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen? Sie könnte hinstehen und sagen: Liebe Leute, schaut, wir unternehmen vieles gegen die Gewalt und für die Ordnung. Einige Fankurven machen das schon: Sie verschicken Stellungnahmen oder kommunizieren mit Flyern und Spruchbändern. Aber man sollte wissen: Eine Subkultur wie die Ultras will, wie auch andere Subkulturen zeigen, auf eine Art mystisch bleiben. Jede Subkultur in der Vergangenheit, die bis zum Gehtnichtmehr erforscht und ausgeleuchtet wurde, ist verschwunden. In dieser Verschwiegenheit erkenne ich auch ein Schutzmechanismus. Sie schildern eine Fankurve, die nur ihr Team unterstützen will, sich sogar selbstreguliert, aber aufgrund des Zuwachses der vergangenen Jahre und der normalen Mechanismen der Massen ausser Kontrolle geraten kann. Wieso akzeptiert sie dann nicht die Massnahmen der Behörden – diesen «amtlichen» Versuch die Lage zu verbessern? Die bisher vorgeschlagenen Massnahmen der Behörden wären tauglich, wenn wir ein Publikum hätten wie in der englischen Premier League. Die Liga konnte dank dem grossen Interesse am Fussball die Preise hochschrauben und wechselte das Publikum aus. Die stimmungsvollen, wilden, von Jugendlichen geprägten Kurven gibt es dort nicht mehr. In der Schweiz gehört zum Glück ein wesentlicher Teil des Stadions auch den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, was sich auch in der vielgelobten Ambiance bemerkbar macht. Diese Fan-Bewegung hat eigene Wertvorstellungen und Interessen. Fahnenverbot, keine Märsche, keine Transparente – aus Sicht der Kurve ist das eine Bedrohung für ihre Existenz, und aus fachlicher Sicht eine Bedrohung für eine Jugendkultur. Die Gesellschaft muss sich also die Frage stellen, ob sie die Fankurve überhaupt will? Es geht noch viel weiter: Wir müssen uns fragen, ob wir den Fussball in dieser Art wollen. Der grösste Teil der Gesamteinnahmen der Vereine wird über Tickets generiert, jeder Club ist also darauf angewiesen, Fans zu haben. Das kann auch ein Dilemma sein: Wir können wählen zwischen einer europaweit anerkannten stimmungsvollen Ambiance und Kreativität in unseren Stadien und den damit verbundenen «Gefahren» oder dem Ende der Kurven und damit wohl auch einem Rückgang der Attraktivität sowie in der Folge der Zuschauerzahlen. Das Fussballspiel zum Theaterbesuch zu machen oder zu einem Event wie in England, das funktioniert in der Schweiz nicht. Wieso sollten in der Schweiz nicht genügend Fans an einem Fussballspiel als Event interessiert sein? Das Potenzial an Zuschauern ist in der Schweiz schlicht zu klein. Es gibt ja jetzt schon sehr wenige Spiele, die ausverkauft sind. Wir haben grundsätzlich also ein zu kleines Interesse am Fussball, als dass wir einfach die Fans austauschen könnten. Das ist aber auch die grosse Chance: Wir müssen versuchen, die verschiedenen Anspruchsgruppen unter einen Hut zu bringen und die Begeisterung zum Fan-Sein zu wecken. Ich finde, das klappt eigentlich gut. Wir werden der Zielsetzung «Fussball oder Eishockey für alle» ziemlich gut gerecht. Es ist und bleibt aber eine extreme Herausforderung. Q: http://www.20min.ch/sport/dossier/chaot ... --31295281 [13.09.2011, 12:22]
züribymike
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13.09.2011, 10:44 · #768
Beiträge: 1'302
hier noch eine interessante Veranstaltung dazu: An: Mailverteiler Infoladen Kasama <info-kasama@kasama.ch> Betreff: [Info-Kasama] Veranstaltung: "Dem Staat ist alles Recht... solange es der Kontrolle dient" :: Fr. 16. Sept. 2011 :: 19:30 Uhr @ Volkshaus ZH Antwort an: info@kasama.ch, info-kasama@kasama.ch Veranstaltung: "Dem Staat ist alles Recht ... solange es der Kontrolle dient" Rayonverbote, Internetfahndung, Aushöhlung des Streikrechts, Hooligan-Datenbank und Politische Prozesse. Die politische Krise führt auch in der Schweiz dazu, dass der bürgerliche Staat seine eigenen juristischen Grundlagen ständig verletzt. Die nachrichtendienstliche und polizeiliche Präventionslogik ist auf dem Vormarsch. Um die Verschärfung der Repression in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zu beleuchten, laden die OrganisatorInnen drei Juristen ein, über die jeweilige Entwicklung zu berichten: - Viktor Györffy über neue Kompetenzen der Polizei beim 1. Mai und an Fussballspielen, wie Rayonverboten und Internetfahndung. - Thomas Schaad über die Aushöhlung des Streikrechts. - Marcel Bosonnet über den politischen Prozess gegen Andrea Stauffacher. Nach dem Überblick der Juristen über diese unterschiedlichen Bereiche soll in einer offenen Podiumsdiskussion zusammen mit Betroffenen wie Andrea Stauffacher nach Gemeinsamkeiten der repressiven Angriffe und nach Möglichkeiten einer widerständigen Solidarität über die individuelle Betroffenheit hinaus gesucht werden. Freitag 16. September 19:30 Uhr im Volkshaus Zürich Stauffacherstrasse 60
Züriaberrichtig
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13.09.2011, 12:09 · #769
Beiträge: 51
Interessant, allerdings wirst du nach Thomas Schaad nach Hause gehen können, da kommt nicht mehr viel schlaues. Andrea Stauffacher (und auch Bosonnet) kann ich noch weniger Ernst nehmen als Christoph Mörgeli oder Ueli Schlüer.
Dini Mueter
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17.09.2011, 23:57 · #771
Beiträge: 2'795
http://www.blick.ch/news/politik/strafstoss-182055 scheiss sp fdp pack! Ja, scheiss Pack! Wähled all SVP, dänn werdemer äntli all in Rueh gla adä Fuessballspiel!
Basel_isch_gaggi
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18.09.2011, 08:01 · #772
Beiträge: 444
http://www.blick.ch/news/politik/strafstoss-182055 scheiss sp fdp pack! Ja, scheiss Pack! Wähled all SVP, dänn werdemer äntli all in Rueh gla adä Fuessballspiel! Oder es gibt halt gar kein Fussball mehr, sonder nur noch Schwingen, Curln und Synchronschwimmen.
Avatar von Dave
Dave
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18.09.2011, 08:29 · #773
Beiträge: 8'207
http://www.blick.ch/news/politik/strafstoss-182055 scheiss sp fdp pack! Ich hoffe schwer, dass sich die Aufregung nach den Wahlen wieder legt, ist ja zum kotzen!
«Wenn jemand sagt, der FCZ sei kein Spitzenklub, habe ich Mühe, weiterzudiskutieren.» Ancillo Canepa
parmigiana
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18.09.2011, 08:50 · #774
Beiträge: 122
Nach den Wahlen hört der Spuk nicht auf. Diese ParlamentarierInnen werden ja ins Parlament gewählt und dort deponieren sie ihre Vorstösse. Wenn die durchkommen, müssen diverse Gesetze geändert werden. Auch dafür brauchen sie ja dann noch Mehrheiten. Dies wird eher kein Problem sein. Am 23. Oktober sind Nationalratswahlen. Es liegt auch an euch, wer da gewählt wird und wer nicht. Die Hälfte der SP-ParlamentarierInnen (schätz ich mal) unterstüzt solche Vorschläge. Wer die SP Liste einlegt, wählt solche ParlamentarierInnen. Denn selbst wenn ihre Namen auf der Liste gestrichen werden, die anderen Stimmen gehen trotzdem an die SP. Beispiel: Ich steiche auf der SP Liste 3 Namen durch und ersetze sie dadurch, dass ich 3 SPler doppelt drauf nehme. Gibt trotzdem 34 Stimmen für die SP. Diese Stimmen entscheiden also, wie viele Sitze die SP überhaupt macht. Erst in einer zweiten Runde werden die Sitze auf die einzelnen verteilt. Und da Galladé, Jositsch und co weit vorne platziert sind, machen sie das Rennnen so oder so. Nimmt man 3 Namen von einer anderen Liste, hat die SP 31 von 34 Stimmen. Ist immer noch viel. Wer will, dass die SP weniger Sitze macht und dafür z.B. Die AL mit Niggi Scherr einen Sitz macht oder die Grünen (dort setzt sich insebesondere Balthasar Glättli für unsere Anliegen ein) gestärkt werden, darf überhaupt nicht SP wählen. Die Jusos treten ja auch für unsere Anliegen ein. Doch ihre Stimmen werden zu den SP-Stimmen gezählt. Sie selber machen keinen Sitz. Politik ist kompliziert.
Colo
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18.09.2011, 09:04 · #775
Beiträge: 1'473
http://www.blick.ch/news/politik/strafstoss-182055 scheiss sp fdp pack! Ja, scheiss Pack! Wähled all SVP, dänn werdemer äntli all in Rueh gla adä Fuessballspiel! hani gschribe ihr sölled svp wähle? Die SVP äussert sich praktisch nie zu "Gewaltbereiten Hooligans", aber das siehst du natürlich anderst....
Dini Mueter
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18.09.2011, 10:27 · #776
Beiträge: 2'795
http://www.blick.ch/news/politik/strafstoss-182055 scheiss sp fdp pack! Ja, scheiss Pack! Wähled all SVP, dänn werdemer äntli all in Rueh gla adä Fuessballspiel! hani gschribe ihr sölled svp wähle? Die SVP äussert sich praktisch nie zu "Gewaltbereiten Hooligans", aber das siehst du natürlich anderst.... yea whateva man
Colo
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18.09.2011, 11:22 · #777
Beiträge: 1'473
yea whateva man aber jetzt mal ehrlich was wählst du? gib mir ein wahltipp damits für fans auch mal fair wird?
Dini Mueter
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22.09.2011, 22:13 · #778
Beiträge: 2'795
«Polizisten am Samstag»
Arbeitskraft - Pedro Lenz Ein kleines Fussballstadion in einer Kleinstadt irgendwo in diesem Land. Samstägliche Idylle, es riecht nach grillierten Würsten und Sonnencrème, das Publikum freut sich auf ein ereignisreiches Spiel. Das Stadion ist eigentlich eher ein Sportplatz, eine ruhige, saubere Grünanlage mitten in einem Wohnquartier. Viele der Fans, die am Samstagnachmittag zum Spiel gekommen sind, kennen sich, grüssen sich, sprechen über das bevorstehende Spiel, den Gegner, die Hitze und die Aussichten des eigenen Teams. Die Gästemannschaft hat ein paar Dutzend Anhänger mitgebracht, freundliche Menschen mit bunten Halstüchern, die sie der Hitze wegen nur locker auf die Schultern gelegt haben. Mitten in dieser friedlichen Welt stehen ein paar einsatzbereite Polizisten. Sie sind zum Spiel gekommen, weil es ein Spiel einer höheren Liga ist und weil es in Spielen höherer Ligen Probleme mit dem Publikum geben kann. Dass es an diesem konkreten Spiel keine Probleme mit dem Publikum geben wird, sieht jeder von weitem. Auch die Polizisten scheinen es gemerkt zu haben, denn sie lehnen sich gemütlich an eine Wand und essen stehend Bratwürste. Vielleicht denken diese Polizisten, dass es schön und angenehm ist, für einmal einen ruhigen Sportnachmittag zu verbringen – ohne Helm und Schutzschild, ohne Provokationen und Kampfeinsatz. Vermutlich denken diese Polizisten aber auch, dass sie, wo sie doch übers Jahr schon so viele Überstunden angehäuft haben, heute gerne einen freien Nachmittag bezogen hätten. Möglicherweise fällt ihnen an diesem Spiel ein, dass sie selber schon lange nicht mehr einem Ball nachgejagt sind oder dass es an einem derart heissen Nachmittag nirgendwo so schön wäre wie an einem Gewässer. Jemand hat diese Polizisten zu diesem Spiel beordert. Jemand hat kraft seiner Autorität befunden, dass es nötig und sinnvoll sei, an diesem Fussballnachmittag so und so viele Polizisten einzusetzen. Noch vor ein paar Monaten fanden auf diesem Sportplatz Fussballspiele ohne Polizisten statt. Es war genau so ruhig wie jetzt, da die Polizisten da sind. Wer immer ihren Einsatz angeordnet hat, wird sich damit rechtfertigen, dass es Verordnungen gebe, dass es besser sei vorzubeugen und dass vermutlich genau jene, die sich jetzt über den nutzlosen Polizeieinsatz wundern, die Ersten wären, die sich beschweren würden, wenn etwas geschähe und die Polizei nicht vor Ort wäre. Die Polizisten im Stadion tun, was sie tun müssen. An diesem Spiel haben sie vor allem Präsenz zu markieren. Dass es sich um eine relativ sinnlose Präsenz handelt, merken sie selbst. Wären sie gefragt worden, hätten sie ihren Vorgesetzten vielleicht erklären können, dass an einem solchen Spiel nichts passieren wird. Wahrscheinlich hat sie niemand nach ihrer Einschätzung gefragt. «Gehen wir?», fragt lange nach Spielschluss einer der Polizisten einen Kollegen. Der schaut ihn gedankenverloren an, schaut auf die Uhr und sagt schliesslich fast gelangweilt: «Ich glaube schon.»Ein kleines Fussballstadion in einer Kleinstadt irgendwo in diesem Land. Samstägliche Idylle, es riecht nach grillierten Würsten und Sonnencrème, das Publikum freut sich auf ein ereignisreiches Spiel. Das Stadion ist eigentlich eher ein Sportplatz, eine ruhige, saubere Grünanlage mitten in einem Wohnquartier. Viele der Fans, die am Samstagnachmittag zum Spiel gekommen sind, kennen sich, grüssen sich, sprechen über das bevorstehende Spiel, den Gegner, die Hitze und die Aussichten des eigenen Teams. Die Gästemannschaft hat ein paar Dutzend Anhänger mitgebracht, freundliche Menschen mit bunten Halstüchern, die sie der Hitze wegen nur locker auf die Schultern gelegt haben. Mitten in dieser friedlichen Welt stehen ein paar einsatzbereite Polizisten. Sie sind zum Spiel gekommen, weil es ein Spiel einer höheren Liga ist und weil es in Spielen höherer Ligen Probleme mit dem Publikum geben kann. Dass es an diesem konkreten Spiel keine Probleme mit dem Publikum geben wird, sieht jeder von weitem. Auch die Polizisten scheinen es gemerkt zu haben, denn sie lehnen sich gemütlich an eine Wand und essen stehend Bratwürste. Vielleicht denken diese Polizisten, dass es schön und angenehm ist, für einmal einen ruhigen Sportnachmittag zu verbringen – ohne Helm und Schutzschild, ohne Provokationen und Kampfeinsatz. Vermutlich denken diese Polizisten aber auch, dass sie, wo sie doch übers Jahr schon so viele Überstunden angehäuft haben, heute gerne einen freien Nachmittag bezogen hätten. Möglicherweise fällt ihnen an diesem Spiel ein, dass sie selber schon lange nicht mehr einem Ball nachgejagt sind oder dass es an einem derart heissen Nachmittag nirgendwo so schön wäre wie an einem Gewässer. Jemand hat diese Polizisten zu diesem Spiel beordert. Jemand hat kraft seiner Autorität befunden, dass es nötig und sinnvoll sei, an diesem Fussballnachmittag so und so viele Polizisten einzusetzen. Noch vor ein paar Monaten fanden auf diesem Sportplatz Fussballspiele ohne Polizisten statt. Es war genau so ruhig wie jetzt, da die Polizisten da sind. Wer immer ihren Einsatz angeordnet hat, wird sich damit rechtfertigen, dass es Verordnungen gebe, dass es besser sei vorzubeugen und dass vermutlich genau jene, die sich jetzt über den nutzlosen Polizeieinsatz wundern, die Ersten wären, die sich beschweren würden, wenn etwas geschähe und die Polizei nicht vor Ort wäre. Die Polizisten im Stadion tun, was sie tun müssen. An diesem Spiel haben sie vor allem Präsenz zu markieren. Dass es sich um eine relativ sinnlose Präsenz handelt, merken sie selbst. Wären sie gefragt worden, hätten sie ihren Vorgesetzten vielleicht erklären können, dass an einem solchen Spiel nichts passieren wird. Wahrscheinlich hat sie niemand nach ihrer Einschätzung gefragt. «Gehen wir?», fragt lange nach Spielschluss einer der Polizisten einen Kollegen. Der schaut ihn gedankenverloren an, schaut auf die Uhr und sagt schliesslich fast gelangweilt: «Ich glaube schon.» Q: http://news.nzzexecutive.ch/nzz_korresp ... 73834.html
Artemos
Mitglied
23.09.2011, 23:30 · #779
Beiträge: 1'501
Und ich hab jetzt alles gelesen und erst am Schluss gemerkt, dass es zweimal das selbe war :| Und dann kommt der Post auch noch auf eine neue Seite :/
Pedro
Mitglied
28.09.2011, 10:03 · #780
Beiträge: 131
Weiss jemand wieso fansicht.ch offline ist? Müssten nicht gerade bei den anstehenden Vorlagen, Vorstössen und Massnahmenpaketen die Sicht der Fans umso mehr kommuniziert werden.
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