Diskussion um die Abstimmung zum Konkordat am 9. Juni

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lowerman
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21.05.2013, 16:50 · #61
Beiträge: 229
Würde das Konkordat auch die Nati B betreffen? Sorry für die frage, habe gerade keine zeit auf der konkordatspage zu recherchieren. Jup.. Auch Eishockey Nati A & B. Die Bewilligunspflicht und die möglichen Auflagen betritt nur die Super League und die Nationalliga A.
gelbeseite
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21.05.2013, 17:01 · #62
Beiträge: 6'419
Würde das Konkordat auch die Nati B betreffen? Sorry für die frage, habe gerade keine zeit auf der konkordatspage zu recherchieren. Jup.. Auch Eishockey Nati A & B. Die Bewilligunspflicht und die möglichen Auflagen betritt nur die Super League und die Nationalliga A. Das stimmt so nicht. Das Konkordat gilt allgemein für Sportverantaltungen. Die Bewilligungspflicht ist wiefolgt geregelt: ... *2. Kapitel: Bewilligungspflicht und Auflagen Art. 3a Bewilligungspflicht 1 Fussball- und Eishockeyspiele mit Beteiligung der Klubs der jeweils obersten Spielklasseder Männer sind bewilligungspflichtig. Spiele der Klubs unterer Ligen oder anderer Sportarten können als bewilligungspflichtig erklärt werden, wenn im Umfeld der Spiele eineGefährdung der öffentlichen Sicherheit zu befürchten ist. * Aus: http://www.kkjpd.ch/images/upload/12030 ... an%20d.pdf ...
gecko
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21.05.2013, 18:33 · #63
Beiträge: 768
Liebe Hooligans oder vielleicht Fussballfans, ihr machts dem Volk auch wirklich einfach. Im Anbetracht der Ereignisse in Bern gestern wird es jedem Stimmberechtigen leicht gemacht ein Urteil in dieser Angelegenheit zu fällen. Auf dem Buckel der Fussballklubs Massenschlägereien in organisierter Form. Geht schon mal gar nicht. Vorfälle wie in Bern wären durch das Konkordat nicht oder nur minimst abgedeckt. Vorfälle wie in Bern fallen unter das "normale" Schweizer Gesetz. Zudem sind die Marschrouten, wie dies das Konkordat vorgibt, durch die Polizei gewählt worden - merksch öppis? Aber leider sind genau diese Ereignisse wie gestern, Wasser auf die Mühlen von Otto-Normalbürger und der Befürworter...! Die werden nicht unterscheiden oder differenzieren. Ich denke, der Mist ist leider, nach all den Ereignissen der letzten Wochen endgültig geführt...
gelbeseite
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21.05.2013, 18:49 · #64
Beiträge: 6'419
Ich glaube nicht, dass der Karren bereits geführt ist. Der FCZ hat sich reichlich spät, aber immerhin gegen das Konkordat ausgesprochen, nicht mit aller Vehemenz, aber doch implizit im letzen Abschnitt. Noch klarere Worte fand man in Winterthur. Ich denke dies sind starke Zeichen an die Wähler. Ausserdem sind noch Verfahren am Bundegericht hängig, es gibt auch noch die Möglichkeit in Strassbourg am europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu klagen.
südkurve wescht
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22.05.2013, 06:06 · #65
Beiträge: 2'981
Ich glaube nicht, dass der Karren bereits geführt ist. Der FCZ hat sich reichlich spät, aber immerhin gegen das Konkordat ausgesprochen, nicht mit aller Vehemenz, aber doch implizit im letzen Abschnitt. Noch klarere Worte fand man in Winterthur. Ich denke dies sind starke Zeichen an die Wähler. Ausserdem sind noch Verfahren am Bundegericht hängig, es gibt auch noch die Möglichkeit in Strassbourg am europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu klagen. http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/HooliganKonkordat-Die-Clubs-winden-sich/story/29327911 Dieser Bericht sagt zwar etwas anderes. Ausser Winti das sich gegen das Konkordat äussert winden sich alle "Zürcher" Clubs um eine kalre Stellungnahme herum. Dies und auch die sonstige Berichterstattung werden sicher ihre Wirkung zeigen und das Volk zu einem klaren Ja bringen. Leider kenne ich in meinem Umfeld auch nur uns Fans, die gegen das Konkordat sind.
Goose
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22.05.2013, 06:51 · #66
Beiträge: 2'028
Aus der heutigen NZZ: Steilpässe für das Konkordat Peter B. Birrer · Im Berner Stade de Suisse war am Pfingstmontag Zürcher Feierstunde. Es setzte sich der Eindruck fest, wonach der Grasshopper-Club eine Fangemeinde haben muss, die ihresgleichen sucht. Man dachte nie daran, dass der GC-Alltag manchmal darin besteht, im gespenstisch leeren Letzigrund einlaufen zu müssen. Im Cup-Final hielt die Lautstärke der blauweissen Zürcher der rotblauen Basler Kurve jedenfalls stand. Der Final verlief im Rahmenprogramm gesittet - mit Ausnahme des gezündeten Pyro-Materials. Dazu gehörten 1.-August-Vulkane, die im Basler Sektor sprühten und weiter unten auf die Köpfe anderer «regneten». Zeuseln ist in Schweizer Fussballstadien weiterhin gang und gäbe. Auch im Final. Bitte wegsehen. Der Speaker wies zwar auf das Verbot hin, aber sie zündelten weiter. Wie immer. Unerträglich. Im Stadion war zwar Feuer, aber immerhin keine Gewalt. Wer jedoch vor dem Match in der Stadt Bern unterwegs gewesen war, wurde Zeuge des wüsten Vorspiels. Die Stichworte: phasenweise gesperrter Berner Bahnhof mitten am Pfingstmontag, abgeänderter Besammlungsort der Anhänger, Marsch der Fangruppen auf unterschiedlichen Routen auf Hauptachsen quer durch die Stadt zum Stadion, Vermummte, Provokationen, Ausschreitungen, Polizeieinsatz, Sachbeschädigungen, Müll, Petarden - zehn verletzte Personen. Augenzeugen berichten von «beispielloser Gewaltbereitschaft». Unerträglich. Die Fussballfans, oder besser: ein Teil der Fans, erweisen sich Bärendienste. Das politische Donnergrollen setzt unmittelbar ein und ist unüberhörbar, auch wenn nicht klar wird, wie und zu welchem Preis man die Ankündigungen um- und durchsetzen will. Der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause lässt in der Berner Lokalpresse verlauten, dass er «nie mehr» einen Fan-Marsch dulde. Zudem überlegt er sich, ob «uns der Cup-Final diese Risiken und Kosten noch wert ist». Der Berner Regierungsrat Hans-Jürg Käser prophezeit auf Radio SRF, dass in Zürich und Bern das Referendum gegen die Verschärfung des Hooligan-Konkordats (unter anderem Ausweitung der Leibesvisitationen und Rayonverbote, Bewilligungspflicht) nun endgültig «chancenlos» sei. Einige Politiker nehmen die perfekt getimten Steilpässe für das Konkordat dankbar an - und rennen ganz allein aufs Tor zu.
Gögi
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22.05.2013, 07:15 · #67
Beiträge: 2'197
Hätt ich nicht erwartet von diesem Käseblatt: Ein paar wenige Chaoten sind schuld, dass der Fussball und seine Fans wieder einmal in Verruf geraten. Reto Nause, Berns Sicherheitsdirektor, spricht in Zusammenhang mit dem Cupfinal von einem schwarzen Tag. Ein Tag, der zehn Leichtverletzte gefordert hat. Das sind zehn Verletzte zu viel, keine Frage. Doch Nause wäre kein Politiker, wenn er aus dieser Situation nicht Profit zu schlagen versuchte. Da ist seine – legitime – Forderung, dass sich der Fussballverband an den Sicherheitskosten beteiligt. Da ist aber auch sein – populistischer – Ruf nach dem Hooligan-Konkordat. Reto Nause liegt falsch, wenn er glaubt, mit dem Hooligan-Konkordat das Gewaltproblem zu lösen. Und er macht einen grossen Fehler, allein den Fussball und seine (mehrheitlich) friedlichen Fans zu verteufeln. Das Hooligan-Konkordat ist der Versuch, mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen: Das Bundesamt für Polizei spricht von 400 stark gewaltbereiten Fans im Eishockey und Fussball. Und das bei jährlich 4,5 bis 5 Millionen Matchbesuchern. Das Konkordat wäre da eine Fussfessel für die Mehrzahl der Fans, weil es deren Freiheit einschränkt. Etwa müsste der Basel-Fan, der in St. Gallen wohnt, von Basel mit dem Fanzug nach St. Gallen fahren, um ein Ticket für den Gästesektor zu bekommen. Oder sind Sie bereit, drei Stunden vor Matchbeginn am Eingang anzustehen, weil Leibesvisitationen durchgeführt werden? Und: Ein Ende der Fanmärsche würde Bern keineswegs ewigen Frieden bescheren, wie es Nause jetzt suggeriert. Wir erinnern uns an den 6. Oktober 2007, als ein Umzug der SVP durch eine unbewilligte Gegendemonstration in Gewalt ausartete und sogar die «New York Times» über das brennende Bern berichtete.
Consultant to the President - ehem: SO für ZH
nino
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22.05.2013, 08:41 · #69
Beiträge: 413
Die Abstimmung wird leider ein klares Ja (über 60%) ergeben. Ich hoffe allerdings, dass es knapper werden wird. Meine Familie und Verwandten werden und haben natürlich NEIN gestimmt. Ich spreche auch viel mit Kollegen und Vereinsmitgliedern. Es kristallisiert sich bei mir folgendes heraus: Normale Bürger ohne Stadionbesuche: Werden praktisch alle (jung oder alt) ja stimmen, interessieren sich nicht was im Konkordat steht und glauben den Politikern, fühlen sich auch nicht betroffen da sie nicht in die Stadien gehen. Versuche sie umzustimmen ist schwierig, teilweise hat es geklappt oder ich konnte zu einer Enthaltung kommen. Aber Fakts interessieren die Meisten nicht... Normale Bürger mit gelegentlichen Stadionbesuchen: Diese sind offener für das Thema, fühlen sich aber auch nicht direkt angesprochen, vorallem die Besucher auf den normalen Sitzplätzen interessiert es kaum. Allerdings ist der Punkt mit dem Alkoholverbot (vorallem Eishockey) ein schlagkräftiges Argument, auch wenn bsw. beim ZSC nur Spiele gegen Kloten ein solches Risiko geben würde. Regelmässige Matchbesucher: Diese Gruppe ist praktisch fast 100% bei einem NEIN, aber wie gross ist diese Gruppe? Ich bin gespannt auf das Abstimmungsergebnis, aber rechne mit einem klaren JA. Ein NEIN wäre eine politische Sensation und wohl auch historisch.
südkurve wescht
Mitglied
22.05.2013, 08:49 · #71
Beiträge: 2'981
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-Basler-Fans-lassen-auswaerts-die-Sau-raus/story/21918058 Offenbar ist die Club-Führung aber nicht dazu bereit, zwischen friedlichen Fans, die Stimmung bringen, und gewaltbereiten Chaoten zu unterscheiden. ÄHÄ!!! Und die Konkordatsbefürworter sinds?! Du hast mich zwar falsch zitiert, aber anyway sehe ich auch so. L
Vuchur
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23.05.2013, 11:29 · #75
Beiträge: 48
Die Publikation der unglaublich reisserischen Bilder in der Abstimmungszeitung wurden mit absolut problematischen Statements von Seiten des Kantons "gerechtfertigt" http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Regierungsrat-lehnt-Einsprache-gegen-Abstimmungszeitung-ab/story/18881628 «Die Bebilderung soll gerade die Stimmberechtigten, die keine Sportveranstaltungen besuchen, dazu animieren, sich mit den einzelnen Aspekten der Vorlage vertieft auseinanderzusetzen» Wobei dann das Ergebnis dieser "Auseinandersetzung" auch schon mit den Bildern geliefert wird. Sehr effektiv, mol.
TO BE
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23.05.2013, 16:55 · #76
Beiträge: 518
Hätt ich nicht erwartet von diesem Käseblatt: Ein paar wenige Chaoten sind schuld, dass der Fussball und seine Fans wieder einmal in Verruf geraten. Reto Nause, Berns Sicherheitsdirektor, spricht in Zusammenhang mit dem Cupfinal von einem schwarzen Tag. Ein Tag, der zehn Leichtverletzte gefordert hat. Das sind zehn Verletzte zu viel, keine Frage. Doch Nause wäre kein Politiker, wenn er aus dieser Situation nicht Profit zu schlagen versuchte. Da ist seine – legitime – Forderung, dass sich der Fussballverband an den Sicherheitskosten beteiligt. Da ist aber auch sein – populistischer – Ruf nach dem Hooligan-Konkordat. Reto Nause liegt falsch, wenn er glaubt, mit dem Hooligan-Konkordat das Gewaltproblem zu lösen. Und er macht einen grossen Fehler, allein den Fussball und seine (mehrheitlich) friedlichen Fans zu verteufeln. Das Hooligan-Konkordat ist der Versuch, mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen: Das Bundesamt für Polizei spricht von 400 stark gewaltbereiten Fans im Eishockey und Fussball. Und das bei jährlich 4,5 bis 5 Millionen Matchbesuchern. Das Konkordat wäre da eine Fussfessel für die Mehrzahl der Fans, weil es deren Freiheit einschränkt. Etwa müsste der Basel-Fan, der in St. Gallen wohnt, von Basel mit dem Fanzug nach St. Gallen fahren, um ein Ticket für den Gästesektor zu bekommen. Oder sind Sie bereit, drei Stunden vor Matchbeginn am Eingang anzustehen, weil Leibesvisitationen durchgeführt werden? Und: Ein Ende der Fanmärsche würde Bern keineswegs ewigen Frieden bescheren, wie es Nause jetzt suggeriert. Wir erinnern uns an den 6. Oktober 2007, als ein Umzug der SVP durch eine unbewilligte Gegendemonstration in Gewalt ausartete und sogar die «New York Times» über das brennende Bern berichtete. Ich bin auch ein klarer Gegner des konkordads aber solche Bergleiche sind genau so falsch wie damals die SBB Aussagen betreffend Sachschäden. Man kann doch die 400 nicht mit 4.5 Mio vergleichen, das ist schlicht falsch und tendenziös. Solche "falschen" zahlen schaden eher als sie nutzen...
Malarkez
Mitglied
23.05.2013, 17:00 · #77
Beiträge: 1'145
Hätt ich nicht erwartet von diesem Käseblatt: Ein paar wenige Chaoten sind schuld, dass der Fussball und seine Fans wieder einmal in Verruf geraten. Reto Nause, Berns Sicherheitsdirektor, spricht in Zusammenhang mit dem Cupfinal von einem schwarzen Tag. Ein Tag, der zehn Leichtverletzte gefordert hat. Das sind zehn Verletzte zu viel, keine Frage. Doch Nause wäre kein Politiker, wenn er aus dieser Situation nicht Profit zu schlagen versuchte. Da ist seine – legitime – Forderung, dass sich der Fussballverband an den Sicherheitskosten beteiligt. Da ist aber auch sein – populistischer – Ruf nach dem Hooligan-Konkordat. Reto Nause liegt falsch, wenn er glaubt, mit dem Hooligan-Konkordat das Gewaltproblem zu lösen. Und er macht einen grossen Fehler, allein den Fussball und seine (mehrheitlich) friedlichen Fans zu verteufeln. Das Hooligan-Konkordat ist der Versuch, mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen: Das Bundesamt für Polizei spricht von 400 stark gewaltbereiten Fans im Eishockey und Fussball. Und das bei jährlich 4,5 bis 5 Millionen Matchbesuchern. Das Konkordat wäre da eine Fussfessel für die Mehrzahl der Fans, weil es deren Freiheit einschränkt. Etwa müsste der Basel-Fan, der in St. Gallen wohnt, von Basel mit dem Fanzug nach St. Gallen fahren, um ein Ticket für den Gästesektor zu bekommen. Oder sind Sie bereit, drei Stunden vor Matchbeginn am Eingang anzustehen, weil Leibesvisitationen durchgeführt werden? Und: Ein Ende der Fanmärsche würde Bern keineswegs ewigen Frieden bescheren, wie es Nause jetzt suggeriert. Wir erinnern uns an den 6. Oktober 2007, als ein Umzug der SVP durch eine unbewilligte Gegendemonstration in Gewalt ausartete und sogar die «New York Times» über das brennende Bern berichtete. Ich bin auch ein klarer Gegner des konkordads aber solche Bergleiche sind genau so falsch wie damals die SBB Aussagen betreffend Sachschäden. Man kann doch die 400 nicht mit 4.5 Mio vergleichen, das ist schlicht falsch und tendenziös. Solche "falschen" zahlen schaden eher als sie nutzen... nicht unbedingt? wenn er von jährlich 4.5 mio. einzelbesuche aber auch von jährlich 400 einzelfällen (und nicht 400 reale hooligans) dann ergibt das sinn. aber ja, ich denke auch nicht, dass es sich hierbei um 400 einzelfällen handelt.
TO BE
Mitglied
23.05.2013, 20:31 · #78
Beiträge: 518
Ich bin auch ein klarer Gegner des konkordads aber solche Bergleiche sind genau so falsch wie damals die SBB Aussagen betreffend Sachschäden. Man kann doch die 400 nicht mit 4.5 Mio vergleichen, das ist schlicht falsch und tendenziös. Solche "falschen" zahlen schaden eher als sie nutzen... nicht unbedingt? wenn er von jährlich 4.5 mio. einzelbesuche aber auch von jährlich 400 einzelfällen (und nicht 400 reale hooligans) dann ergibt das sinn. aber ja, ich denke auch nicht, dass es sich hierbei um 400 einzelfällen handelt. Naja "Das Bundesamt für Polizei spricht von 400 stark gewaltbereiten Fans im Eishockey und Fussball" ist eigentlich klar ausgedrückt und es geht ja auch überhaupt nicht darum zu sagen dass es keine Probleme gäbe rund um Fussball oder Hockeyspiele sondern dass man mit dem Konkordat erstens extrem übers Ziel hinausschiesst und zweitens wohl auch gar nichts bewirkt das diese Zahl mindern könnte. Um die Zahlen wirklich zu Vergleichen müsste man die 400 gegenüber dem Zusammengezählten Zuschauerschnitt der jeweiligen Saisons der Hockey und Fussball Liga stellen. Wobei auch dies natürlich sehr ungenau ist, aber sicher einiges genauer als so... Viel aussagekräftiger sind da die Zahlen der Verhafteten (und vor allem Verurteilten) und verletzten übers ganze Jahr, aufgerechnet auf die gesamte Zuschauerzahl, da siehts dann wirklich sehr krass aus...
Avatar von din Vater
din Vater
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23.05.2013, 22:27 · #79
Beiträge: 6'244
Wohl das beste Interview in Sachen Sicherheit, darf in diesem Thread nicht fehlen: http://www.tageswoche.ch/de/2012_51/sport/492936/drei-maenner-eine-liebe.htm Ein paar Auszüge: Venutti: Ganz generell gibt es noch immer viele Leute, die glauben, gesellschaftliche Probleme liessen sich mit neuen Reglementen und dem Strafrecht lösen. Das ist ein Zeichen von Hilflosigkeit. […] Venutti: Im Vergleich zu den 1980er- und 1990er-Jahren ist es ruhiger geworden. Das lässt sich nachweisen. Jetzt könnten Politiker sagen: Okay, in den letzten 10, 15 Jahren haben wir etwas erreicht, wurden die Stadien quasi befriedet. Aber das Gegenteil ist der Fall: Es wird permanent versucht, das Problem grösser zu machen, als es tatsächlich ist. Also muss es politische Interessen dahinter geben. Und es bestehen kommer­zielle Interessen: Es ist eine Sicherheitsindustrie entstanden, auch rund um Fussballspiele. Private Sicherheitsdienste haben doch Interesse daran, dass es klöpft, zum Teil provo- zieren sie es selbst. Lenz: Auf Nulltoleranz kann man eine politische Karriere aufbauen. Wenn man nachfragt, ob es dadurch in St. Gallen weniger Probleme gebe als in Bern, wo mehr Dialog stattfindet, dann ist das Resul- tat nicht eindeutig. Wenn man behaupten könnte, dass wir mit Härte wirklich Sicherheit hinbekommen, die es sonst nirgends in der Schweiz gibt, dann könnte man sagen: Das ist das Modell. Aber so einfach ist es nicht. Es ist heute so wie einst in der Drogenpolitik. Es gab Leute, die behaupteten: Das lösen wir mit Nulltoleranz. Funktioniert hat es nicht.
Millwall ZH
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24.05.2013, 13:55 · #80
Beiträge: 1'524
Im Blick Online nimmt Frau Rickli Stellung gegen das Konkordat.
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