Diskussion um die Abstimmung zum Konkordat am 9. Juni

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din Vater
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21.05.2013, 07:56 · #41
Beiträge: 6'244
Am Schluss sollte immer die Mehrheit das Sagen haben. Da bin ich anderer Meinung. Wenn die Mehrheit beschliesst die allgemeine Transportpflicht der SBB abzuschaffen, die Unschuldsvermutung auszuhebeln und auf das Prinzip der Verhältnismässigkeit zu pfeiffen, dann verkommt die Demokratie zur Tyrannei der Mehrheit auf kosten von Minderheiten. Aber auch diese zu schützen ist die Pflicht einer Demokratie und die Mehrheit darf nicht in der Verfassung garantierte Rechte aushebeln. Da ich leider auch davon ausgehe, dass das Konkordat angenommen wird (und ja, weil viele schlicht doof sind und nicht erkennen, dass sie damit Tür und Tor für weitere Einschränkungen der Freiheit öffnen, die dann mal nicht mehr nur die bösen Fussballfans treffen) liegt meine Hoffnung beim Bundesgericht, dass es dieses Rechtsstaatlich mehr als bedenkliche Konkordat als Verfassungswidrig klassifiziert.
Krönu
Mitglied
21.05.2013, 07:56 · #42
Beiträge: 13'340
was würde passieren wenn das konkordat angenommen wird aber die gewalt in und ums stadion nimmt zu? Noch mehr repression. What else...
JohnyJLucky
Mitglied
21.05.2013, 08:10 · #43
Beiträge: 6'036
was würde passieren wenn das konkordat angenommen wird aber die gewalt in und ums stadion nimmt zu? Noch mehr repression. What else... wird es nicht zu einem umstimmen der bevölkerung kommen wenn sie merkt das die versprechen über das konkordat nicht eingehalten werden können? versteht mich nicht falsch, ich will hier keines wegs zur gewalt aufrufen aber irgendwie macht mir das ganze sorgen, je grösser die respressionen desto grösser der wiederstand.
stagi
Mitglied
21.05.2013, 08:14 · #44
Beiträge: 5'329
je grösser die respressionen desto grösser der wiederstand. das ist generell so. Ich kenne mich in der Fanszene nicht aus, aber ich vermute das wird auch in diesem Fall so sein. Entweder das, oder der schweizer Fussball geht aufgrund leerer Fankurven komplett kaputt.
chnobli
Mitglied
21.05.2013, 09:11 · #45
Beiträge: 10'418
der schweizer Fussball geht aufgrund leerer Fankurven komplett kaputt. Jup. Da nach der Annahme des Konkordats eine Bewilligungspflicht herrschen würde, könnte die Polizei bei zunehmender Gewalt einen Riegel schieben und die Spiele einfach nicht bewilligen (oder in einem anderen Kanton ohne Zuschauer oder so) um den Fans eins auszuwischen. Falls dies öfters vorkommt und / oder die Fans selber boykottieren (aus dem Bewilligungsgrund oder auch andern Gründen die dann aufkommen würden) wäre das wohl der Todesstoss für den schweizer Fussball (der finanziell sowieso schon am Krückstock geht). Das Niveau in der Schweiz ist einfach zu schlecht um genügend Leute anzuziehen um das fehlen der Fans zu kompensieren (wie dies in Englands Topliga geschehen ist). Edith: Dies ist weder eine Drohung, noch Warnung oder Vorhersage. Einfach meine Meinung und mein Blick in die Zukunft.
Anulu
Mitglied
21.05.2013, 09:20 · #46
Beiträge: 1'147
Würde das Konkordat auch die Nati B betreffen? Sorry für die frage, habe gerade keine zeit auf der konkordatspage zu recherchieren.
Hast du Feuerschweif am Heck, spült das Wasser alles weg! - Alte sizilianische Bauernweisheit
chnobli
Mitglied
21.05.2013, 09:24 · #47
Beiträge: 10'418
Würde das Konkordat auch die Nati B betreffen? Sorry für die frage, habe gerade keine zeit auf der konkordatspage zu recherchieren. Jup.. Auch Eishockey Nati A & B.
bluesoul
Mitglied
21.05.2013, 10:47 · #48
Beiträge: 5'138
Nun, ich hab Nein gestimmt, obwohl ich nicht bis ins letzte Detail weiss, was es dann wirklich bewirken könnte. Aber beim Gedanken an mehr Polizeistaat wird mir übel. Aber ich sehe, dass es unter den Fussballfans einige gibt, die sehr aktiv Werbung dafür machen: Saubannerzüge durch Zürich und Bern (Sorry, als normaler Familienvater regt es mich total auf, wenn ich nicht am Bahnhof Altstetten vorbei gehen kann, ohne dass mein Kind Panikattacken kriegt, nur weil ich dummerweise übersehen habe, dass grad die Basler in Zürich einfallen - gilt auch für andere Orte in der Stadt, auch für FCZ-Fanmärsche mit Böllern, agressivem Gesang etc.) Prügeleien, Schmierereien (damit mein ich nicht kreative Sprayereien auf grauen Betonwänden), Scherben... Dauerbeschuss mit Ohren schädigenden Böllern (Hirn weg, oder was?) Absolute Weigerung, auch nur temporär auf Pyros zu verzichten (Fackeln find ich persönlich ja nicht schlimm, aber inzwischen ists halt schon bei den meisten Leuten durch, dass damit öfters auch unfug getrieben wird)
Malarkez
Mitglied
21.05.2013, 10:51 · #49
Beiträge: 1'145
Nun, ich hab Nein gestimmt, obwohl ich nicht bis ins letzte Detail weiss, was es dann wirklich bewirken könnte. Aber beim Gedanken an mehr Polizeistaat wird mir übel. Aber ich sehe, dass es unter den Fussballfans einige gibt, die sehr aktiv Werbung dafür machen: Saubannerzüge durch Zürich und Bern (Sorry, als normaler Familienvater regt es mich total auf, wenn ich nicht am Bahnhof Altstetten vorbei gehen kann, ohne dass mein Kind Panikattacken kriegt, nur weil ich dummerweise übersehen habe, dass grad die Basler in Zürich einfallen - gilt auch für andere Orte in der Stadt, auch für FCZ-Fanmärsche mit Böllern, agressivem Gesang etc.) Prügeleien, Schmierereien (damit mein ich nicht kreative Sprayereien auf grauen Betonwänden), Scherben... Dauerbeschuss mit Ohren schädigenden Böllern (Hirn weg, oder was?) Absolute Weigerung, auch nur temporär auf Pyros zu verzichten (Fackeln find ich persönlich ja nicht schlimm, aber inzwischen ists halt schon bei den meisten Leuten durch, dass damit öfters auch unfug getrieben wird) Tja und alles was du gesagt hast wird nun noch viel schlimmer werden mit dem konkordat. Das einzige was sich ändert: Mehr Polizei, mehr steuergeld wird verprasst, mehr rechte werden ignoriert.
bluesoul
Mitglied
21.05.2013, 10:53 · #50
Beiträge: 5'138
Nun, ich hab Nein gestimmt, obwohl ich nicht bis ins letzte Detail weiss, was es dann wirklich bewirken könnte. Aber beim Gedanken an mehr Polizeistaat wird mir übel. Aber ich sehe, dass es unter den Fussballfans einige gibt, die sehr aktiv Werbung dafür machen: Saubannerzüge durch Zürich und Bern (Sorry, als normaler Familienvater regt es mich total auf, wenn ich nicht am Bahnhof Altstetten vorbei gehen kann, ohne dass mein Kind Panikattacken kriegt, nur weil ich dummerweise übersehen habe, dass grad die Basler in Zürich einfallen - gilt auch für andere Orte in der Stadt, auch für FCZ-Fanmärsche mit Böllern, agressivem Gesang etc.) Prügeleien, Schmierereien (damit mein ich nicht kreative Sprayereien auf grauen Betonwänden), Scherben... Dauerbeschuss mit Ohren schädigenden Böllern (Hirn weg, oder was?) Absolute Weigerung, auch nur temporär auf Pyros zu verzichten (Fackeln find ich persönlich ja nicht schlimm, aber inzwischen ists halt schon bei den meisten Leuten durch, dass damit öfters auch unfug getrieben wird) Tja und alles was du gesagt hast wird nun noch viel schlimmer werden mit dem konkordat. Das einzige was sich ändert: Mehr Polizei, mehr steuergeld wird verprasst, mehr rechte werden ignoriert. Das mag sein, nur verstehen das die Leute nicht. Die erhoffen sich mit dem Konkordat weniger davon. Und je mehr davon vorher geboten wird, desto eher nehmen sie an.
11i
Mitglied
21.05.2013, 11:04 · #51
Beiträge: 930
Liebe Hooligans oder vielleicht Fussballfans, ihr machts dem Volk auch wirklich einfach. Im Anbetracht der Ereignisse in Bern gestern wird es jedem Stimmberechtigen leicht gemacht ein Urteil in dieser Angelegenheit zu fällen. Auf dem Buckel der Fussballklubs Massenschlägereien und Innenstadtverwüstungen in organisierter Form. Geht schon mal gar nicht. Nach oben scheint die Gewaltbereitschaftsrichterskala weit offen.. insofern sehe ich schwarz für den Fussball ..in der Schweiz.
hyperlite
Mitglied
21.05.2013, 11:10 · #52
Beiträge: 2'036
Liebe Hooligans oder vielleicht Fussballfans, ihr machts dem Volk auch wirklich einfach. Im Anbetracht der Ereignisse in Bern gestern wird es jedem Stimmberechtigen leicht gemacht ein Urteil in dieser Angelegenheit zu fällen. Auf dem Buckel der Fussballklubs Massenschlägereien in organisierter Form. Geht schon mal gar nicht. Vorfälle wie in Bern wären durch das Konkordat nicht oder nur minimst abgedeckt. Vorfälle wie in Bern fallen unter das "normale" Schweizer Gesetz. Zudem sind die Marschrouten, wie dies das Konkordat vorgibt, durch die Polizei gewählt worden - merksch öppis?
11i
Mitglied
21.05.2013, 11:18 · #53
Beiträge: 930
Liebe Hooligans oder vielleicht Fussballfans, ihr machts dem Volk auch wirklich einfach. Im Anbetracht der Ereignisse in Bern gestern wird es jedem Stimmberechtigen leicht gemacht ein Urteil in dieser Angelegenheit zu fällen. Auf dem Buckel der Fussballklubs Massenschlägereien in organisierter Form. Geht schon mal gar nicht. Vorfälle wie in Bern wären durch das Konkordat nicht oder nur minimst abgedeckt. Vorfälle wie in Bern fallen unter das "normale" Schweizer Gesetz. Zudem sind die Marschrouten, wie dies das Konkordat vorgibt, durch die Polizei gewählt worden - merksch öppis? Nur wäre die Annahme in Zürich sozusagen der exemplarische Startschuss diesbezüglich landesweit Massnahmen zu ergreifen. Bern freut sich jetzt schon auf den nächsten Cupfinal. merksch öppis ?
sürmel
Mitglied
21.05.2013, 11:19 · #54
Beiträge: 3'286
Liebe Hooligans oder vielleicht Fussballfans, ihr machts dem Volk auch wirklich einfach. Im Anbetracht der Ereignisse in Bern gestern wird es jedem Stimmberechtigen leicht gemacht ein Urteil in dieser Angelegenheit zu fällen. Auf dem Buckel der Fussballklubs Massenschlägereien in organisierter Form. Geht schon mal gar nicht. Vorfälle wie in Bern wären durch das Konkordat nicht oder nur minimst abgedeckt. Vorfälle wie in Bern fallen unter das "normale" Schweizer Gesetz. Zudem sind die Marschrouten, wie dies das Konkordat vorgibt, durch die Polizei gewählt worden - merksch öppis? Nur wäre die Annahme in Zürich sozusagen der exemplarische Startschuss diesbezüglich landesweit Massnahmen zu ergreifen. Bern freut sich jetzt schon auf den nächsten Cupfinal. merksch öppis ? Hä? wieso exemplarisch, in SG ist das Konkordat z.B. schon in kraft.
hyperlite
Mitglied
21.05.2013, 11:44 · #55
Beiträge: 2'036
Liebe Hooligans oder vielleicht Fussballfans, ihr machts dem Volk auch wirklich einfach. Im Anbetracht der Ereignisse in Bern gestern wird es jedem Stimmberechtigen leicht gemacht ein Urteil in dieser Angelegenheit zu fällen. Auf dem Buckel der Fussballklubs Massenschlägereien in organisierter Form. Geht schon mal gar nicht. Vorfälle wie in Bern wären durch das Konkordat nicht oder nur minimst abgedeckt. Vorfälle wie in Bern fallen unter das "normale" Schweizer Gesetz. Zudem sind die Marschrouten, wie dies das Konkordat vorgibt, durch die Polizei gewählt worden - merksch öppis? Nur wäre die Annahme in Zürich sozusagen der exemplarische Startschuss diesbezüglich landesweit Massnahmen zu ergreifen. Bern freut sich jetzt schon auf den nächsten Cupfinal. merksch öppis ? Wieso exemplarisch? Wo die Gesetzesverschärfung durch das Konkordat nicht gilt, kann/darf dieses auch nicht eingesetzt werden! (Z.B Zürich HB, Niederdorf etc.) Einzig die Anreisroute, darf durch das Konkordat direkt beeinflusst werden. Der direkte Einflussbereich des Konkordats in Zürich läge zwischen Albisriederplatz und BHF Altstetten.
hyperlite
Mitglied
21.05.2013, 11:48 · #56
Beiträge: 2'036
Liebe Hooligans oder vielleicht Fussballfans, ihr machts dem Volk auch wirklich einfach. Im Anbetracht der Ereignisse in Bern gestern wird es jedem Stimmberechtigen leicht gemacht ein Urteil in dieser Angelegenheit zu fällen. Auf dem Buckel der Fussballklubs Massenschlägereien in organisierter Form. Geht schon mal gar nicht. Vorfälle wie in Bern wären durch das Konkordat nicht oder nur minimst abgedeckt. Vorfälle wie in Bern fallen unter das "normale" Schweizer Gesetz. Zudem sind die Marschrouten, wie dies das Konkordat vorgibt, durch die Polizei gewählt worden - merksch öppis? Nur wäre die Annahme in Zürich sozusagen der exemplarische Startschuss diesbezüglich landesweit Massnahmen zu ergreifen. Bern freut sich jetzt schon auf den nächsten Cupfinal. merksch öppis ? Hä? wieso exemplarisch, in SG ist das Konkordat z.B. schon in kraft. Seit der Annahme des Konkordats in St. Gallen haben übrigens nur die Polizeikosten zugenommen. Weder bei der Gewalt noch bei irgendwelchen anderen "Randerscheinungen" im Rahmen von Sportveranstaltungen gab es Rückgänge.
sürmel
Mitglied
21.05.2013, 12:19 · #57
Beiträge: 3'286
Liebe Hooligans oder vielleicht Fussballfans, ihr machts dem Volk auch wirklich einfach. Im Anbetracht der Ereignisse in Bern gestern wird es jedem Stimmberechtigen leicht gemacht ein Urteil in dieser Angelegenheit zu fällen. Auf dem Buckel der Fussballklubs Massenschlägereien in organisierter Form. Geht schon mal gar nicht. Vorfälle wie in Bern wären durch das Konkordat nicht oder nur minimst abgedeckt. Vorfälle wie in Bern fallen unter das "normale" Schweizer Gesetz. Zudem sind die Marschrouten, wie dies das Konkordat vorgibt, durch die Polizei gewählt worden - merksch öppis? Nur wäre die Annahme in Zürich sozusagen der exemplarische Startschuss diesbezüglich landesweit Massnahmen zu ergreifen. Bern freut sich jetzt schon auf den nächsten Cupfinal. merksch öppis ? Hä? wieso exemplarisch, in SG ist das Konkordat z.B. schon in kraft. Seit der Annahme des Konkordats in St. Gallen haben übrigens nur die Polizeikosten zugenommen. Weder bei der Gewalt noch bei irgendwelchen anderen "Randerscheinungen" im Rahmen von Sportveranstaltungen gab es Rückgänge. Wundert mich in keinster Weise. Ich würde jetzt (sehr subjektiv) mal behaupten, dass durch die Erhöhung der "Rechte" der Sekuritas in SG sogar mehr Probleme im Eingangsbereich sind als vorher.
gelbeseite
Mitglied
21.05.2013, 12:32 · #58
Beiträge: 6'419
Für mich ist es ein absoluter Affront, wie dreist sich die KKJPD bzw. Polizei bei jeder Gelegenheit in Szene setzt und versucht, politisch jedes Ereignis auszuschlachten. Sowas gehört sich meiner Meinung nach für eine Exekutive nicht. Es wird plakativ argumentiert und dabei braucht man sich keine Mühe zu machen, Gegenargumente wie z.B. die seit Jahren gleichbleibenden bzw. zurückgehenden Gewaltstatistiken zu kontern. Die breite, staatstreue Medienlandschaft bietet der Politik Hand dazu. Um sich nicht komplett lächerlich zu machen, versucht man deshalb auch schon seit einer Weile pyrotechnisches Material im und ums Stadion mit Gewalt gleich zu setzen. Dass man dabei kaum einmal zwischen Feuerwerk, Böllern und Notsignalfackeln unterscheidet, passt in den Kontext der Pauschalbestrafung aller. Mich wundert, dass sich so viele Leute auf die noch schärfere Repression einschiessen lassen. Vorerst müsste doch eine ganze Reihe von Fragen geklärt werden: Zum Beispiel, wie der Fussball im Vergleich zu anderen Eregnissen wie Openairs, Volksfesten, Ausgehen etc. statistisch dasteht, und weshalb man ausgerechnet beim Fussball so hart durchgreifen will. Ich berufe mich hierbei auf die Zahlen, die in der Doku auf TSI genannt wurden (ich glaube aus dem Jahr 2011). So gab es bei fast 4 Millionen Fussballbesuchern 5 Fälle von schwerer Körperverletzung. Im Verglich dazu verloren letzes Jahr im unmittelbarer Nähe des Clubs Kaufleuten 2 Menschen ihr Leben- dies bei einem einzigen, prestigereichen Club in Zürich. Ob da mit gleichen Ellen gemessen wird? Weiter bin ich erstaunt darüber, wie man kein Wort über die Wirksamkeit all dieser Verschärfungen und Massnahmen verliert. Seit der Einführung dieser weitreichenden Massnahmen zur EM in der Schweiz, dem BWIS über das BWIS II zum Konkordat und dem bevorstehenden, verschärften Konkordat gibt es kaum ein Hinweis darauf, dass sich die Lage geändert hätte. Weder in Punkto Bedrohung für die öffentliche Sicherhheit, noch angesichts der Wirksamkeit all dieser Gesetze und Datenbanken. So weit man daraus schliessen darf, sind all diese Mittel unwirksam, bzw. ohne Erfolg geblieben, auch wenn man seitens der Polizei darauf pocht diese erneute Verschärfung durchzupauken, im Kampf gegen ein Problem, das auf diese Weise gar nicht existiert. Ich habe grosse Fragezeichen, weshalb in den Medien seit Jahr und Tag dieser Einheitsbrei durchgekaut wird, anstatt sachlich und kritsch (ohne dass ich ein definitives Urteil vorweg nehmen möchte) über die Polizeiarbeit und -massnahmen berichtet wird. Aus meiner Warte wird dort vor allem planerisch sehr schlechte Arbeit geleistet. Niemand sagt, dass es einfach ist an einem Spieltag Polizist zu sein und für "Sicherheit zu sorgen". Es gibt bestimmt viele anständige Leute dort, einige lassen auch freundlich mit sich reden. Allerdings schiesst man sich mit Aktionen wie der vor dem letzten Derby, von der höchsten Stelle bis zum im Einsatz stehenden Beamten, selbst ins Bein (und uns in den Kopf). Was aber garantiert schief läuft, sind zu 90% aller Fälle viel zu massive Polizeiaufgebote, welche unnötig sind und über das Ziel hinaus schiessen. Das pauschale Filmen aus zivilen Fahrzeugen oder von Motorrädern, Patrouillen rund um das Stadion in Kampfmontur und schwarzer Kleidung, welche an die Schutzstaffel erinnert, geben niemandem ein gutes Gefühl. Vor allem dann nicht wenn ab und an ohne Vorwarnung von denselben Leuten auf Fans geschossen wird. Die Aussage, dass man nur mit dem neuen Konkordat die Probleme, welche gar nicht existieren, in den Griff kriegen kann, impliziert für mich als Bürger etwas sehr beunruhigendes. Eigentlich ist sie ja eine Niederlageerklärung und räumt ein, dass die Polizei die Lage über Jahre hinweg nicht unter Kontrolle hatte. Wäre es nicht einmal Zeit, sich über ihren Leistungsausweis Gedanken zu machen, bevor man ihr weitere Kompetenzen einräumt? Was machen sie, wenn das Bundesgericht abwinkt und das Konkordat als rechtswidrig erklärt? Ein Staatsorgan hat immernoch gute Arbeit mit bestehenden Gesetzen zu leisten und nicht bei jedem seiner Zahlreichen versagen sich sofort aus der Schusslinie zu nehmen und wie ein kleines Kind auf das neue Gesetz zu pochen.
schmul
Mitglied
21.05.2013, 12:41 · #59
Beiträge: 747
Ob die Leute doof sind welche das Konkordat annehmen? Ich finde schon. Man kann ihnen sämtliche Vorlagen geben, sobald sie das Wort Ausländer oder Sicherheit hören stimmen sie immer ja. Die Mehrheit ist doof. Anders kann ich mir nicht erklären, dass so eine polemische Initiative wie die Minarett Initiative angenommen wird. Oder wie ist das zu erklären? Und dass eine Minarett Initiative angenommen wurde, bei dem Leute benachteiligt werden, welche sich nichts zu Schulde kommen haben lassen ist noch unlogischer. Vor allem in einem Wohlstands-Land wie der Schweiz. Dass die BWIS, GAMMA und jetzt wohl auch die Konkordat Vorlage angenommen wird haben die Fans aber selbst verschuldet. Den Schaden, welche solche Krawalle wie der Derby-Abbruch, bei Fackelwürfen oder an der Schande von Basel 2006 verursacht werden sind wohl weit grösser als angenommen. Und hier verstehe ich die Fans nicht. Anstatt endlich mal gegen diese Leute vorzugehen bringt man knapp ein Statement wie "zugegebener- masse kamen die Probleme aus unserer Kurve" raus. Hier liegt der Hase begraben. Man gibt viel positive Energie aus um solche Initiativen zu bekämpfen und lässt sich dann die ganze Arbeit durch Chaoten in 5 Minuten wieder zerstören. Das ist das Problem. Und das scheint Ihr leider nicht einzusehen. Wo die wahren Wurzeln des Problems liegen. AKTION - REAKTION. Das sieht man auch in diesem Forum (auf einem Auge blind), ihr lässt Euch stundenlange über die Polizei, die Medien etc aus aber niemand verliert ein kritisches Wort über die Krawallanten, welche Euch diese Repressionswelle eingebockt haben. Und das erstaunt mich immer wieder, wie Ihr dermassen geblendet diskutiert. Doch wie gesagt ich denke diese Initiative ist nur heisses Wasser und wird genauso wenig umgesetzt wie BWIS, GAMMA und die Idee mit dem erschwerten, registrierten Ticket Kauf.
bluesoul
Mitglied
21.05.2013, 13:40 · #60
Beiträge: 5'138
Ob die Leute doof sind welche das Konkordat annehmen? Ich finde schon. Man kann ihnen sämtliche Vorlagen geben, sobald sie das Wort Ausländer oder Sicherheit hören stimmen sie immer ja. Die Mehrheit ist doof. Anders kann ich mir nicht erklären, dass so eine polemische Initiative wie die Minarett Initiative angenommen wird. Oder wie ist das zu erklären? Zum Glück ists nicht ganz so schlimm. Und bei den Minaretten gings nicht gegen Moscheen sondern gegen das, was die radikalen Islamis selber als Speerspitzen ihrer kranken Ausrichtung dieser Religion bezeichnen. Ich hatte nein gestimmt, aber mich nach den diversen Reaktionen aus dem islamistischen Ausland köstlich über das Ja amüsiert. Ich hasse die SVP und habe überhaupt nichts gegen Ausländer. Aber dass viele Leute beunruhigt sind, dass es irgendwann zu viele Menschen aus anderen Kulturen sind, kann ich doch nachvollziehen. An den Schweizer Werten ist nicht alles schlecht und das meiste durchaus bewahrenswert. Zudem gibt es nicht viele Länder mit auch nur annähernd so grossen Ausländerzahlen. Auch wenn sie durch die schwierige Einbürgerung etwas verzerrt werden. Sicherheit hingegen ist wieder ein anderes Thema. Eine der grossen Qualitäten in der Schweiz ist, dass man sich ohne Gefahr jederzeit und überall bewegen kann. Und dieses Gut gilt es zu verteidigen. Ob dieses Konkordat dazu taugt bezweifle ich auch. Aber Leute, die es aus diesem Grund annehmen als dumm oder doof zu bezeichnen... hmmm. Ich würde eher die Böllerer und die Prügler unter den Fussballfans als dumm und doof bezeichnen.
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