Jure Jerkovic
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21.06.2012, 09:49 · #2'121
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Wenn man an die ersten Spiele, die Chikhaoui für uns bestritt, zurückdenkt, dann könnte man nur noch heulen. Das darf doch einfach nicht wahr sein.
Mit jeder neuen Verletzung sinkt natürlich die Hoffnung auf ein erfolgreiches Comeback. Selbst die treusten Fans beginnen zu zweifeln. Wie schlimm muss dies erst für den betroffenen Spieler sein.
Wie zynisch kommen dann Bemerkungen daher, die Chikhaoui auf den schnöden Mammon reduzieren wollen. Klar lassen sich all die Enttäuschungen leichter ertragen, wenn man weiss, dass man finanziell abgesichert ist. Für mich ist Chikhaoui aber ein Vollblutfussballer, der nur spielen wollte und jetzt feststellen muss, dass all das Talent, das ihm so reichlich in die Wiege gelegt wurde, wegen der vielen Verletzungen trotzdem nicht für eine grosse Karriere reichen wird.
Wichtig für den FCZ ist jetzt einfach, dass man möglichst schnell Klarheit darüber hat, ob überhaupt eine realistische Hoffnung besteht, dass Chikhaoui nochmals erfolgreich auf die Fussballfelder zurückkehren kann.
danke yellow. exakt auf den punkt gebracht.
nochmal @tsüri: ich erinnere mich an die ersten spiele letzten herbst zurück. gegen sporting und lazio war chikhaoui stellenweise überragend, er spielte einen magistralen steilpass im heimspiel gegen basel auf mehmedi, den dieser versemmelte. er war zunächst gleich wieder der überragende mann. wie wir wissen, hat der fcz trotzdem den tritt nie gefunden und yassine nach seiner langen verletzungsserie auch nicht. wenn man so mit sich selbst beschäftigt ist, ist es kaum möglich, ein ganzes team aus dem loch zu reissen. er hat es versucht und wurde für seine übermotiviertheiten bestraft - man denke nur ans cupspiel in st. gallen. er liess aber keine angst erkennen und setzte sich in den zweikämpfen voll ein. in der rückrunde war er dann ein weiteres mal kurz verletzt und wirkte danach immer unzufriedener, weil es ihm und dem team einfach überhaupt nicht lief. er nörgelte gegen schiris und haderte mit sich selbst. das ist schade, aber sehr nachvollziehbar. normalerweise sagt man, ein spieler brauche auf dem platz für den weg zurück zur topform etwa so lange, wie er zuvor verletzt ausgefallen ist. das wären in seinem fall fast drei jahre. eine horrorvorstellung.
was mir gehörig auf den sack geht, ist so einen spieler runterzumachen, ihm geldgier oder bequemlichkeit vorzuwerfen und sich überhaupt nicht in seine situation hineinzuversetzen. und darüber hinaus zu vergessen, was dieser fussballgott für uns geleistet hat. es wäre sicher keinem lieber als ihm, wenn er das nochmals könnte.