21.10.2025, 13:00 · #7'186
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https://www.tagesanzeiger.ch/mjaellby-aif-dorfclub-kann-schwedischer-meister-werden-473466834892
Coole Story
Könnte man schon fast in den Quo Vadis posten
Das ist neben Bodø Glimt ein weiteres Beispiel, das uns zeigt wie es auch gehen könnte.
Kleines Budget, keine Profilierungsneurotiker und keine grosse Klappe. Dafür zielorientiertes Führen, einfache Metriken und Kontinuität.
Ich glaube wenn wir etwas mehr Mjällby und Bodø, statt RB und Ajax sein wollten, könnte bei uns auch etwas mehr herausschauen, als der obligate 7./8. Platz
Schon erledigt. Ist wahrscheinich sinnvoller, über solche Entwicklungsmöglichkeiten zu diskutieren, als zum x-ten Mal über den aktuellen Trainer und dies zu Unzeit (aus meiner perönlichen SIcht). Wobei mir eine
mbination von Mjällby und Bodø sowie von Ajax am Besten gefallen würde.
Womit wir wahrscheinlich wieder bei RB landen. So gruusig ich ihren gepressten Gummibärsaft finde - vom sporttechnischen und sportwissenschaftlichen Gesichtspunkt her verstehen die RB- Leute ihr Handwerk...auch wenn es mir schwerfällt - dies zu sagen.
Warum eine Kombination von Mjällby und Bodø sowie von Ajax:
Bei
Mjällby gefällt mir das systematsiche Vorgehen um es besser zu machen als die Anderen, dass Erheben von Daten (Messdaten versus "im Gefühl haben) und die Geduld
Bei
Bodø/Glimt gefällt mir die polysportive Entwicklungs- und Beziehungsarbeit mit den Kids und Jugendlichen
Siehe dazu den
Post von Sub weiter unten, den ich aus Thread
*Champions League* recycelt habe) .
Der Ansatz der Beziehungsarbeit mit den Kids hindert die Verantwortlichen daran, die jugendliche Spieler nicht schon als zukünftige Handelsware zu sehen. Zudem schafft es langfristige Identifikation mit dem Verein. Das Polysportive fehlt beim FCZ sehr, besonders im physischen Bereich, in der Grundkondition, in der (gedanklichen und taktischen) Beweglichkeit. Da könnte man Seitenweise darüber streiten
Edith meint noch: am Polysportiven Aspekt gefällt mir natürlich auch, dass die Konzentrationsfähigkeit damit von klein gefördert wird, aber auch die Fähigkeit, verschiedene Dinge gleichzeitig zu tun: Zum Beispiel fokussiert aufs Tor zu schiessen, obwohl mich z.B. ein Luganesi am Trikot zieht. Zusätzlich, dass das langfristige Verletzungsrisiko gemindert wird (s.Post von SUB) sowie die Anbindung an die Sportforschung...
Bei
Ajax gefällt mir nach wie vor, wie sie technisch sehr gut ausgebildete Spieler bis ins Kader bringen. Spieler, die keine Angst haben, Fehler zu machen, sondern Tore schiessen wollen und vo Ansatz ausgehen: wenn uns der Gegner zwei Goals reinmacht, dann schiessen wir drei. Keine Angst Fehler zu machen, auch wenn es einmal daneben geht. Dann nicht gleich den Offensivdrang kippen und sich änstlich verschanzen. Damit hat Ajax als relativ "kleiner" Club grosse Erfolge gefeiert, aber auch etliche Demütigungen ertragen müssen. Letzteres ist Mjällby und Bodø natürlich bisher erspart geblieben. Weil niemand von diesen Clubs irgend etwas erwartet...
Der
FCZ sollte aus allen drei Modellen ein eigenes Konzept entwickeln, dass am Besten an die Rahmenbedingungen der Stadt Zürich angepasst ist und uns langfristig einen Vorteil in der SL und vielleicht in Europa bietet. Aber vielleicht ist ein solches Konzept vorhanden, das auch die angesprochenen sportwissenschaftlichen, sporttechnischen und beziehungstechnischen Aspekte berücksichtigt? Das entzieht sich natürlich meiner Kenntnis.
...
Bodø/Glimt macht das tatsächlich sehr gut, profitiert aber von der extrem fortschrittlichen Sportförderung in ganz Norwegen.
Die meisten Kids spezialisieren sich erst ab etwa 12 Jahren auf ihren Hauptsport, vorher machen sie verschiedene Sportarten parallel. Das mindert einseitige Belastungen, vermindert so das Verletzungsrisiko und das Ausbrennen aufgrund einseitig, monotoner Trainings und führt die Kinder tatsächlich der Sportart zu, die sie machen wollen und nicht der Sportart, die ihre Eltern für sie vorgesehen haben.
Die Eltern sind auch viel stärker in die Vereine eingebunden, viele Eltern trainieren Kids aus der Schule und Nachbarschaft in irgendeiner Sportart. Die Eltern kennen also viele der Freunde im Sportverein gut, Beziehungsarbeit und Beziehungskonstanz wird gefördert und geschätzt. Der Leistungsdruck kommt erst viel später als bei uns. Viele Athleten trainieren und wetteifern nur innerhalb des Vereins oder der Region bis zu einem Alter von 14. Die Norweger sind überzeugt, dass Kinder zuerst Selbstvertrauen und Eigenmotivation entwickeln sollen, bevor es um Wettkampfleistung geht. Viele der Nachwuchsvereine arbeiten direkt mit Universitäten zusammen (es gibt extra aufgebaute Schnittstellen Forschung/Praxis, die Forscher sind teilweise ebenfalls Hobbysportler oder Trainer), welche Prozesse in den Vereinen analysieren und Erkentnisse daraus wieder in die Vereine fliessen lassen. Es herrscht grosse Offenheit gegenüber neuen Ansätzen und Methoden. Die Sportler:innen geniessen relativ viel Mitbestimmung und gerade in der Jugend wird meist auf kleinere Trainingsumfänge gesetzt. Alles muss neben der Schule platz haben, die Erholung wird sehr hoch gewichtet.
In dieser Hinsicht bewegt sich der Schweizer Sport - und der trümmlige Chüngelzüchterverein aus Muri insbesonders - in der Steinzeit.