Quo Vadis FCZ

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Avatar von Shorunmu
Shorunmu
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19.05.2025, 12:07 · #6'961
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ich finde Moniz ist extrem schwierig zu beurteilen. Für die extrem vielen Wechsel im Kader kann er nix. Er steht voll hinter dem MM Konzept und glaubt an den Weg. Er mache offenbar ausgezeichnete Trainings und ist zweifellos ein erfahrener Experte. Und er ist ein riesiger Fan vom FCZ und möchte nichts lieber, als den sleeping giant zu wecken. Die Idee vom dominanten Spielstil mit Ballbesitz gefällt mir, wenn es denn so funktioniert wie damals unter Favre. Wenn Cillo und MM von der Arbeit von Moniz überzeugt sind, sollen sie bitte weiter den Weg mit ihm gehen. Er ist jetzt voll drin, kennt jeden Spieler bis u16. Ich bin mit einigem nicht einverstanden aber es war nicht alles schlecht. Es kann, mit guten Verstärkungen und mehr Konstanz, auch aufgehen. Ein neuer Trainer bringt neue Risiken. Bis Weihnachten 25 werden wir sehen, ob dies zum Erfolg führt. Finde ich treffend beschrieben. Wenn man den neuen Weg konsequent weitergehen möchte, muss man eigentlich schon fast an Moniz festhalten, um nicht erneut in einer "Übergangssaison" zu landen. So wie ich Milos einschätze, hat er durchaus Gefallen daran, mit Moniz einen Trainer zu haben, welche einerseits seine Philosophie stützt und ihn andererseits sehr tief Mikromanagen lässt... Persönlich bin ich aktuell zweigespalten. Wir haben einige Male gesehen, dass unser System durchaus sehr gut funktionieren kann. Wir hatten phasenweise Spielzüge, welche ich Jahre nicht mehr bei Zürich gesehen habe. Andererseits haben wir auch oft gesehen, dass wir sehr berechenbar spielen und unsere Taktik leicht durchschaubar ist. Speziell gegen Ende Saison ging die Tendenz stark nach unten. Als Optimist würde ich Moniz dennoch weiter Kredit geben und ihn machen lassen. Ich glaube nach wie vor, es scheiterte oft nicht an ihm, seinen Trainings und seiner Taktik, sondern an der Personalpolitik und Einmischungen von Milos, was auch mit einem neuen Trainer nicht besser wäre. Sehr erfrischend zu lesen von euch beiden, danke :) Milos bezahlt nun vielleicht ein bisschen Lehrgeld - wie es vor ihm auch Degen bei Basel schon getan hat. Degen ist seit 2021 Mehrheitsaktionär beim FC Basel. Unter seiner Führung gab es ebenfalls etliche Personalwechsel, es wehte ebenfalls ein rauer Wind durch das Joggeli. Viele langjährige Mitarbeiter*innen wurden entlassen, duzende Stellen wurden mit kostenlosen Praktikanten besetzt und die sportmedizinische Abteilung wurde gänzlich ausgewechselt, nachdem die drei verantwortlichen Ärzte, seit 20, 25 resp. 42 Jahren im Verein waren. Hinzu kommen weitere personelle Veränderungen: - Philipp Kaufmann (Kaderplaner) und Max Legath (Chefscout) wurden entlassen - Auf die beiden folgte Sympathiebolzen Heiko Vogel (in der Aussenwirkung etwa ähnlich sympathisch wie MM) - innert zweieinhalb Jahren vor der Übernahme durch Celestini gab es fünf Trainerwechsel, zwischenzeitlich übernahm Vogel sogar ein Doppelmandat (Sportchef / Trainer) - über hundert Spieler wurden in der Ära Degen bereits verpflichtet, viele davon Leihspieler mit hoher Kaufoption - die Nachwuchstalente des FCB versauern mit Ausnahme von Avdullahu in der Challenge League (Kayombo, Beney, Akahomen) Nach vielen gelungenen Transfers konnte schliesslich das strukturelle Defizit gedeckt werden und man schreibt wieder grüne Zahlen. Neo-Sportchef Stucki nutzt diese Bedingungen für kluge Transfers, aus denen v.a. Shaqiri heraussticht. Sogleich folgt der Meistertitel... und wenn ich sehe, dass der FCB nun in Gesprächen ist, für ca. acht Millionen irgendwelche Verteidiger zu verpflichten, dann muss man halt schon hinstehen und sagen: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist das Risiko von Degen aufgegangen. Beim FCZ sehe ich ein ähnliches Bild. Milos ist seit 2023 im Verein und hat diesen ebenfalls auf seine Philosophie umstrukturiert - nur ist bei uns der Nachwuchs nicht verschont geblieben, da dieser eine weitaus tragendere Rolle einnehmen soll, als er dies beim FC Basel tut. Und diesbezüglich bin ich sehr hoffnungsvoll: - Wir haben mehrere sehr junge Talente mit langjährigen Verträgen ausgestattet. Diese haben nun noch 2-3 Jahre Zeit, um zu reifen. Da sieht es auch auf einen Schlag plötzlich viel besser aus: Nachdem uns Omeragic und Gnonto verlassen haben, hatten wir kaum Spieler mit Verkaufspotenzial. Mit Condé wurde einer verpflichtet, der dem noch einigermassen nahegekommen ist. Da aber auch er bereits aus dem Talentalter raus war, schaute da bzgl. Ablöse nicht sehr viel raus. Da haben wir aktuell mit Ligue, Tsawa und Markelo drei Spieler, die um einiges mehr Ablöse einbringen werden. Dahinter haben wir weitere Talente, denen ein Durchbruch zuzutrauen ist, wie z.B. Huber, Morozov, Vujevic und Reverson. Schlimmstenfalls haben wir dann verdiente Spieler, die zu neuen Identifikationsfiguren werden können, die wir jetzt bereits in Form von Kamberi und Krasniqi haben. Ich bin der Meinung, dass wir auch noch dahin kommen, wo der FC Basel jetzt ist. Hierfür muss MM einfach gewillt sein, aus seinen Fehlern zu lernen. Am Umgang mit Mitarbeitern darf er sicherlich noch arbeiten und es braucht in der kommenden Transferphase nicht nochmals so viele Transfers, wie im letzten Sommer. 2-3 gezielte Verstärkungen vom Format Zuber und man kann für die kommende Saison schamlos die Europaplätze als Ziel ausrufen. Und was auch wichtig ist: Moniz muss unbedingt gehalten werden. Seine Entwicklung finde ich bemerkenswert und sie zeigt, dass auch "harte" Persönlichkeiten dazu fähig sind. Muss gestehen, dass mich der Basel- und Degen-Vergleich recht befremdet hat und ich deinen Text nun paar Mal lesen musste, um "neutral" darauf zu antworten. :) Nüchtern betrachtet hast du aber recht und es können einige Parallelen gezogen werden. Wichtigster Unterschied bleibt für mich jedoch, dass wir mit den Canepas eigentlich noch andere Präsidenten hätten, auch wenn Milos sich definitiv verhält, als wäre er der Dääge von Zürich. Der Rest mit der Radikalen Umstrukturierung, hartes Business anstelle von Fussballromantik, drastische Personalwechsel etc. passt effektiv. Ich muss auch zugeben, dass ich vor dieser Saison eher gedacht hätte, dass Degen den Basler-Charren an die Wand fährt, als dass sie Meister würden. Von dem her mal etwas weniger hochgestapelt: weshalb sollten wir es dann nächste Saison mit dem konsequenten Weiterziehen dieses Kurses nicht auf die europäischen Plätze schaffen? Nun scheitern würde das für mich in erster Linie an den fehlenden Leistungsträgern. Bin da voll bei dir, dass wir nochmals 2-3 auf Zubers Level benötigen. Vermutlich dachte man sich völlig blauäugig, dass ein Mendy Zubers Pendant in der Verteidigung wird... Ein IV-Chef wurde bereits in einem anderen Thread zu Recht gefordert. Gomez in Ehren, aber da braucht es noch mehr Klasse und deutlich mehr Erfahrung. Ob wir nach all den Jahren effektiv mal wieder mit einem Knipser spielen sollen, wage ich schon fast nicht mehr zu beurteilen. Wer braucht schon einen Torgarant... Aber dann driftet es auch langsam zu sehr vom Trainer in den Kader-Thread ab. Um den Bogen zu schliessen: Kriegt Moniz noch 2-3 Stützen, um die er dann den Nachwuchs integrieren kann und schafft er (oder Milos) es, die viel zu häuffigen Kadermutationen zu reduzieren, sehe ich absolut Potenzial. Erlaube mir die Unterhaltung in diesem Thread fortzuführen: Finde es total okay und bin auch ein bisschen neidisch, dass ihr alle das Glas halbvoll seht und der Optimismus bei euch überwiegt. Leider ist das bei mir überhaupt nicht der Fall und die Parallelen zu Basel sind ja nur vordergründig vorhanden: Degen übernahm einen ehemals reichen Klub mit beinahe aufgebrauchtem Eigenkapital und ging mit seinem Vermögen All-in. Zudem waren noch andere Geldspender dabei. Er hatte gar keine andere Wahl als rigoros aufzuräumen. Im Vordergrund stand aber eine dringend notwendige Kostenreduktion. Gleichzeitig baute er als Präsident die sportliche Führung um und hatte mit einigen Spielern ein goldenes Transferhändchen. Malenovic kam ein (!!!) Jahr nach unserem Meistertitel und baute den Klub komplett um und trieb die Kosten in die Höhe (Gegenteil von Degen). Erzählte uns etwas von Wohlfühloase die es abzubauen gelte und AC/HC stopften die finanziellen Löcher. Scheinbar war alles falsch was in unserem Klub lief, aber hey, man wurde ein Jahr zuvor Meister. Geschenkt! Aber MM musste keinen Franken einschiessen. Dafür erhielt ziemlich Freiheiten. Aber AC und Menschenkenntnisse ist halt auch so eine Sache... Und jetzt: mit unserem Super-Kader, Super-Trainer, Super-Sportchef dümpeln wir irgendwo in der Relegations-Group und haben ein strukturelles Defizit von 7.5mCHF. Über die charakterlichen tiefen, dem Identifikationsverlust, dem Gebaren der drei toxischen Bossen will ich gar nicht reden, muss es aber erwähnen. AC, MM und RM sind im Verbund reines, hoch angereichertes Ego-Gift. Und dann noch dieser unsägliche und unfassbar peinliche Podcast nach verpassen der Finalrunde! Umgang mit Spielern in allen Belangen eine reine Katastrophe. Unser ehemaligen Talente Krasniqi und Kamberi stagnieren auf SL-Durschnitt. Als einziger wirklich guter Transfer muss Zuber herhalten. Die U21 auch nicht gerade am brillieren, aber zum Glück haben ja mit Hediger den zukünftigen CH-Guardiola... oder eben doch nicht. Hauptsache ein Freund von MM. Nach Nick Gast und jetzt MM und RM dürfte die Stimmung im Club generell nicht die Beste sein. Will doch niemand in einem solchen Umfeld arbeiten. Und dann kommt noch die finanzielle Komponente hinzu. Wieder keine Europacup-Einnahmen, Defizit nochmals höher als in den vergangenen Saisons, kein Talent welches sich aktuell vergolden lässt. Ligue und Tsawa lassen sich wohl momentan versilbern, aber mehr (noch) nicht. Ich sage euch: es steht nicht gut um unseren Herzens-Klub. Ich mache mir ziemliche Sorgen. Sei es die Werte die er verkörperte (und jetzt weg sind), aber auch auch was die finanzielle oder sportliche Situation betrifft. Der FCZ ist stark angeschlagen und geht an Krücken. Das ist meine, vielleicht zu pessimistische, Wahrnehmung.
nicht
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19.05.2025, 12:33 · #6'962
Beiträge: 1'338
Du vergisst, dass die Canepas nicht mehr ewig da sein werden und darum unser Geschäftsmodell angepasst werden muss um nicht unterzugehen oder in die Hände von ausländischen Investoren zu fallen. Das tut weh aber die einzige Chance die wir langfristig haben. Mit der Meistermannschaft liess sich kein Geld verdienen und war eleider eine Ein-Saison-Fliege.
piiiZH
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19.05.2025, 12:45 · #6'963
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ich finde Moniz ist extrem schwierig zu beurteilen. Für die extrem vielen Wechsel im Kader kann er nix. Er steht voll hinter dem MM Konzept und glaubt an den Weg. Er mache offenbar ausgezeichnete Trainings und ist zweifellos ein erfahrener Experte. Und er ist ein riesiger Fan vom FCZ und möchte nichts lieber, als den sleeping giant zu wecken. Die Idee vom dominanten Spielstil mit Ballbesitz gefällt mir, wenn es denn so funktioniert wie damals unter Favre. Wenn Cillo und MM von der Arbeit von Moniz überzeugt sind, sollen sie bitte weiter den Weg mit ihm gehen. Er ist jetzt voll drin, kennt jeden Spieler bis u16. Ich bin mit einigem nicht einverstanden aber es war nicht alles schlecht. Es kann, mit guten Verstärkungen und mehr Konstanz, auch aufgehen. Ein neuer Trainer bringt neue Risiken. Bis Weihnachten 25 werden wir sehen, ob dies zum Erfolg führt. Finde ich treffend beschrieben. Wenn man den neuen Weg konsequent weitergehen möchte, muss man eigentlich schon fast an Moniz festhalten, um nicht erneut in einer "Übergangssaison" zu landen. So wie ich Milos einschätze, hat er durchaus Gefallen daran, mit Moniz einen Trainer zu haben, welche einerseits seine Philosophie stützt und ihn andererseits sehr tief Mikromanagen lässt... Persönlich bin ich aktuell zweigespalten. Wir haben einige Male gesehen, dass unser System durchaus sehr gut funktionieren kann. Wir hatten phasenweise Spielzüge, welche ich Jahre nicht mehr bei Zürich gesehen habe. Andererseits haben wir auch oft gesehen, dass wir sehr berechenbar spielen und unsere Taktik leicht durchschaubar ist. Speziell gegen Ende Saison ging die Tendenz stark nach unten. Als Optimist würde ich Moniz dennoch weiter Kredit geben und ihn machen lassen. Ich glaube nach wie vor, es scheiterte oft nicht an ihm, seinen Trainings und seiner Taktik, sondern an der Personalpolitik und Einmischungen von Milos, was auch mit einem neuen Trainer nicht besser wäre. Sehr erfrischend zu lesen von euch beiden, danke :) Milos bezahlt nun vielleicht ein bisschen Lehrgeld - wie es vor ihm auch Degen bei Basel schon getan hat. Degen ist seit 2021 Mehrheitsaktionär beim FC Basel. Unter seiner Führung gab es ebenfalls etliche Personalwechsel, es wehte ebenfalls ein rauer Wind durch das Joggeli. Viele langjährige Mitarbeiter*innen wurden entlassen, duzende Stellen wurden mit kostenlosen Praktikanten besetzt und die sportmedizinische Abteilung wurde gänzlich ausgewechselt, nachdem die drei verantwortlichen Ärzte, seit 20, 25 resp. 42 Jahren im Verein waren. Hinzu kommen weitere personelle Veränderungen: - Philipp Kaufmann (Kaderplaner) und Max Legath (Chefscout) wurden entlassen - Auf die beiden folgte Sympathiebolzen Heiko Vogel (in der Aussenwirkung etwa ähnlich sympathisch wie MM) - innert zweieinhalb Jahren vor der Übernahme durch Celestini gab es fünf Trainerwechsel, zwischenzeitlich übernahm Vogel sogar ein Doppelmandat (Sportchef / Trainer) - über hundert Spieler wurden in der Ära Degen bereits verpflichtet, viele davon Leihspieler mit hoher Kaufoption - die Nachwuchstalente des FCB versauern mit Ausnahme von Avdullahu in der Challenge League (Kayombo, Beney, Akahomen) Nach vielen gelungenen Transfers konnte schliesslich das strukturelle Defizit gedeckt werden und man schreibt wieder grüne Zahlen. Neo-Sportchef Stucki nutzt diese Bedingungen für kluge Transfers, aus denen v.a. Shaqiri heraussticht. Sogleich folgt der Meistertitel... und wenn ich sehe, dass der FCB nun in Gesprächen ist, für ca. acht Millionen irgendwelche Verteidiger zu verpflichten, dann muss man halt schon hinstehen und sagen: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist das Risiko von Degen aufgegangen. Beim FCZ sehe ich ein ähnliches Bild. Milos ist seit 2023 im Verein und hat diesen ebenfalls auf seine Philosophie umstrukturiert - nur ist bei uns der Nachwuchs nicht verschont geblieben, da dieser eine weitaus tragendere Rolle einnehmen soll, als er dies beim FC Basel tut. Und diesbezüglich bin ich sehr hoffnungsvoll: - Wir haben mehrere sehr junge Talente mit langjährigen Verträgen ausgestattet. Diese haben nun noch 2-3 Jahre Zeit, um zu reifen. Da sieht es auch auf einen Schlag plötzlich viel besser aus: Nachdem uns Omeragic und Gnonto verlassen haben, hatten wir kaum Spieler mit Verkaufspotenzial. Mit Condé wurde einer verpflichtet, der dem noch einigermassen nahegekommen ist. Da aber auch er bereits aus dem Talentalter raus war, schaute da bzgl. Ablöse nicht sehr viel raus. Da haben wir aktuell mit Ligue, Tsawa und Markelo drei Spieler, die um einiges mehr Ablöse einbringen werden. Dahinter haben wir weitere Talente, denen ein Durchbruch zuzutrauen ist, wie z.B. Huber, Morozov, Vujevic und Reverson. Schlimmstenfalls haben wir dann verdiente Spieler, die zu neuen Identifikationsfiguren werden können, die wir jetzt bereits in Form von Kamberi und Krasniqi haben. Ich bin der Meinung, dass wir auch noch dahin kommen, wo der FC Basel jetzt ist. Hierfür muss MM einfach gewillt sein, aus seinen Fehlern zu lernen. Am Umgang mit Mitarbeitern darf er sicherlich noch arbeiten und es braucht in der kommenden Transferphase nicht nochmals so viele Transfers, wie im letzten Sommer. 2-3 gezielte Verstärkungen vom Format Zuber und man kann für die kommende Saison schamlos die Europaplätze als Ziel ausrufen. Und was auch wichtig ist: Moniz muss unbedingt gehalten werden. Seine Entwicklung finde ich bemerkenswert und sie zeigt, dass auch "harte" Persönlichkeiten dazu fähig sind. Muss gestehen, dass mich der Basel- und Degen-Vergleich recht befremdet hat und ich deinen Text nun paar Mal lesen musste, um "neutral" darauf zu antworten. :) Nüchtern betrachtet hast du aber recht und es können einige Parallelen gezogen werden. Wichtigster Unterschied bleibt für mich jedoch, dass wir mit den Canepas eigentlich noch andere Präsidenten hätten, auch wenn Milos sich definitiv verhält, als wäre er der Dääge von Zürich. Der Rest mit der Radikalen Umstrukturierung, hartes Business anstelle von Fussballromantik, drastische Personalwechsel etc. passt effektiv. Ich muss auch zugeben, dass ich vor dieser Saison eher gedacht hätte, dass Degen den Basler-Charren an die Wand fährt, als dass sie Meister würden. Von dem her mal etwas weniger hochgestapelt: weshalb sollten wir es dann nächste Saison mit dem konsequenten Weiterziehen dieses Kurses nicht auf die europäischen Plätze schaffen? Nun scheitern würde das für mich in erster Linie an den fehlenden Leistungsträgern. Bin da voll bei dir, dass wir nochmals 2-3 auf Zubers Level benötigen. Vermutlich dachte man sich völlig blauäugig, dass ein Mendy Zubers Pendant in der Verteidigung wird... Ein IV-Chef wurde bereits in einem anderen Thread zu Recht gefordert. Gomez in Ehren, aber da braucht es noch mehr Klasse und deutlich mehr Erfahrung. Ob wir nach all den Jahren effektiv mal wieder mit einem Knipser spielen sollen, wage ich schon fast nicht mehr zu beurteilen. Wer braucht schon einen Torgarant... Aber dann driftet es auch langsam zu sehr vom Trainer in den Kader-Thread ab. Um den Bogen zu schliessen: Kriegt Moniz noch 2-3 Stützen, um die er dann den Nachwuchs integrieren kann und schafft er (oder Milos) es, die viel zu häuffigen Kadermutationen zu reduzieren, sehe ich absolut Potenzial. Erlaube mir die Unterhaltung in diesem Thread fortzuführen: Finde es total okay und bin auch ein bisschen neidisch, dass ihr alle das Glas halbvoll seht und der Optimismus bei euch überwiegt. Leider ist das bei mir überhaupt nicht der Fall und die Parallelen zu Basel sind ja nur vordergründig vorhanden: Degen übernahm einen ehemals reichen Klub mit beinahe aufgebrauchtem Eigenkapital und ging mit seinem Vermögen All-in. Zudem waren noch andere Geldspender dabei. Er hatte gar keine andere Wahl als rigoros aufzuräumen. Im Vordergrund stand aber eine dringend notwendige Kostenreduktion. Gleichzeitig baute er als Präsident die sportliche Führung um und hatte mit einigen Spielern ein goldenes Transferhändchen. Malenovic kam ein (!!!) Jahr nach unserem Meistertitel und baute den Klub komplett um und trieb die Kosten in die Höhe (Gegenteil von Degen). Erzählte uns etwas von Wohlfühloase die es abzubauen gelte und AC/HC stopften die finanziellen Löcher. Scheinbar war alles falsch was in unserem Klub lief, aber hey, man wurde ein Jahr zuvor Meister. Geschenkt! Aber MM musste keinen Franken einschiessen. Dafür erhielt ziemlich Freiheiten. Aber AC und Menschenkenntnisse ist halt auch so eine Sache... Und jetzt: mit unserem Super-Kader, Super-Trainer, Super-Sportchef dümpeln wir irgendwo in der Relegations-Group und haben ein strukturelles Defizit von 7.5mCHF. Über die charakterlichen tiefen, dem Identifikationsverlust, dem Gebaren der drei toxischen Bossen will ich gar nicht reden, muss es aber erwähnen. AC, MM und RM sind im Verbund reines, hoch angereichertes Ego-Gift. Und dann noch dieser unsägliche und unfassbar peinliche Podcast nach verpassen der Finalrunde! Umgang mit Spielern in allen Belangen eine reine Katastrophe. Unser ehemaligen Talente Krasniqi und Kamberi stagnieren auf SL-Durschnitt. Als einziger wirklich guter Transfer muss Zuber herhalten. Die U21 auch nicht gerade am brillieren, aber zum Glück haben ja mit Hediger den zukünftigen CH-Guardiola... oder eben doch nicht. Hauptsache ein Freund von MM. Nach Nick Gast und jetzt MM und RM dürfte die Stimmung im Club generell nicht die Beste sein. Will doch niemand in einem solchen Umfeld arbeiten. Und dann kommt noch die finanzielle Komponente hinzu. Wieder keine Europacup-Einnahmen, Defizit nochmals höher als in den vergangenen Saisons, kein Talent welches sich aktuell vergolden lässt. Ligue und Tsawa lassen sich wohl momentan versilbern, aber mehr (noch) nicht. Ich sage euch: es steht nicht gut um unseren Herzens-Klub. Ich mache mir ziemliche Sorgen. Sei es die Werte die er verkörperte (und jetzt weg sind), aber auch auch was die finanzielle oder sportliche Situation betrifft. Der FCZ ist stark angeschlagen und geht an Krücken. Das ist meine, vielleicht zu pessimistische, Wahrnehmung. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Mein Input war Zuspruch an Moniz. Von Milos halte ich überhaupt nichts. Ich bin absolut bei dir, dass seine Art Gift ist. Was ich jedoch ganz anders sehe, ist, dass er einen Meisterclub unnötig umstrukturierte. So lese ich zumindest deinen Text zusammenfassend. Für mich sind wir seit Jahren bloss noch Mittelmass und in der Meistersaison stimmte einfach so ziemlich alles. Dieselbe Mannschaft mit demselben Trainer hätten meiner Meinung nach in der Folgesaison noch knapp um die Europäischen Plätze gespielt. Da war nicht viel Nachhaltiges mit dabei, was sich auch gegen Ende dieser Saison bereits abzeichnete. Entsprechend befürworte ich den Umbruch bzw. Richtungswechsel zu 100%, lehne jedoch Milos und seine brechzeiterregende Art konsequent ab.
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Shorunmu
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20.05.2025, 07:05 · #6'964
Beiträge: 4'727
Du vergisst, dass die Canepas nicht mehr ewig da sein werden und darum unser Geschäftsmodell angepasst werden muss um nicht unterzugehen oder in die Hände von ausländischen Investoren zu fallen. Das tut weh aber die einzige Chance die wir langfristig haben. Mit der Meistermannschaft liess sich kein Geld verdienen und war eleider eine Ein-Saison-Fliege. Nein, das vergesse ich nicht. Sehe da auch keinen Widerspruch in meinem Post. Aus diesem Grund ist ja MM genau der falsche: fährt die Kosten hoch, vergrault noch die letzten FCZler und benimmt sich wie am Wühltisch mit sehr bescheidenem Erfolg. Das kann doch nicht das Modell Post-Canepa-Ära sein. Im Gegenteil! Jetzt wäre es an der Zeit den Club auf gesunde Füsse zu stellen und das seit Jahren propagierte Konzept mit starker, erfahrener Achse und Fokus auf die Ausbildung umzusetzen. Das Geschäftsmodell war schon immer via Transfers das Defizit zu decken. Das ist überhaupt kein neuer Ansatz welcher MM momentan erfolglos umzusetzen versucht. Und die grösste Gefahr für einen Verkauf an ausländische Investoren geht aus meiner Sicht von MM aus. Sobald er die Chance sähe sich mit einem Club in Firmen wie Red Bull oder die City Football Group einkaufen zu können, er würde sie definitiv wahrnehmen.
DOC
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20.05.2025, 07:53 · #6'965
Beiträge: 531
Und die grösste Gefahr für einen Verkauf an ausländische Investoren geht aus meiner Sicht von MM aus. Sobald er die Chance sähe sich mit einem Club in Firmen wie Red Bull oder die City Football Group einkaufen zu können, er würde sie definitiv wahrnehmen. Hast du da etwas gehört? Bzw. kennst du ihn und seine Ideen? Falls das wirklich stimmt wäre es schon gefährlich, obwohl Canepa aktuell nicht verkaufen möchte (auch nicht lokal). (Oder leitest du die Annahme wie viele andere hier im Forum von MMs Frisur ab?)
Kollegah
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20.05.2025, 08:32 · #6'966
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Du vergisst, dass die Canepas nicht mehr ewig da sein werden und darum unser Geschäftsmodell angepasst werden muss um nicht unterzugehen oder in die Hände von ausländischen Investoren zu fallen. Das tut weh aber die einzige Chance die wir langfristig haben. Mit der Meistermannschaft liess sich kein Geld verdienen und war eleider eine Ein-Saison-Fliege. Nein, das vergesse ich nicht. Sehe da auch keinen Widerspruch in meinem Post. Aus diesem Grund ist ja MM genau der falsche: fährt die Kosten hoch, vergrault noch die letzten FCZler und benimmt sich wie am Wühltisch mit sehr bescheidenem Erfolg. Das kann doch nicht das Modell Post-Canepa-Ära sein. Im Gegenteil! Jetzt wäre es an der Zeit den Club auf gesunde Füsse zu stellen und das seit Jahren propagierte Konzept mit starker, erfahrener Achse und Fokus auf die Ausbildung umzusetzen. Das Geschäftsmodell war schon immer via Transfers das Defizit zu decken. Das ist überhaupt kein neuer Ansatz welcher MM momentan erfolglos umzusetzen versucht. Und die grösste Gefahr für einen Verkauf an ausländische Investoren geht aus meiner Sicht von MM aus. Sobald er die Chance sähe sich mit einem Club in Firmen wie Red Bull oder die City Football Group einkaufen zu können, er würde sie definitiv wahrnehmen. Wie kommst du darauf, dass die Kosten hochgefahren werden? Es ist eher das Gegenteil der Fall! Erfahrene Spieler mit hohem Lohn (Marchesano, Mathew, Katic, Condé und Kryeziu) sind (im Sommer) nicht mehr da. Markelo, Reverson, Tsawa, Bangoura, Vujevic oder Denoon verdienen alle deutlich weniger. Unsere Personalkosten für die 1. Mannschaft sind also niedriger als in der letzten Saison. Die Leihspieler kosten ebenfalls wenig. Zuber verdient sicher gut.
Avatar von N'Gombutu
N'Gombutu
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20.05.2025, 09:19 · #6'967
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Du vergisst, dass die Canepas nicht mehr ewig da sein werden und darum unser Geschäftsmodell angepasst werden muss um nicht unterzugehen oder in die Hände von ausländischen Investoren zu fallen. Das tut weh aber die einzige Chance die wir langfristig haben. Mit der Meistermannschaft liess sich kein Geld verdienen und war eleider eine Ein-Saison-Fliege. Nein, das vergesse ich nicht. Sehe da auch keinen Widerspruch in meinem Post. Aus diesem Grund ist ja MM genau der falsche: fährt die Kosten hoch, vergrault noch die letzten FCZler und benimmt sich wie am Wühltisch mit sehr bescheidenem Erfolg. Das kann doch nicht das Modell Post-Canepa-Ära sein. Im Gegenteil! Jetzt wäre es an der Zeit den Club auf gesunde Füsse zu stellen und das seit Jahren propagierte Konzept mit starker, erfahrener Achse und Fokus auf die Ausbildung umzusetzen. Das Geschäftsmodell war schon immer via Transfers das Defizit zu decken. Das ist überhaupt kein neuer Ansatz welcher MM momentan erfolglos umzusetzen versucht. Und die grösste Gefahr für einen Verkauf an ausländische Investoren geht aus meiner Sicht von MM aus. Sobald er die Chance sähe sich mit einem Club in Firmen wie Red Bull oder die City Football Group einkaufen zu können, er würde sie definitiv wahrnehmen. Ich reime mir dieses Modell so zusammen: Man hat ein langfristiges Ziel, selbsttragend zu sein. Einerseits soll mittels attraktivem Ballbesitzfussball mehrheitlich durch selbst ausgebildete Spieler regelmässig europäisch gespielt werden. Andererseits soll der Verkauf von Toptalenten zusätzliche Einnahmen generieren. Hinzu kommt noch ein rentabler Stadion- resp. Catering-Betrieb. Die Academy wurde bereits auf dieses Ziel hin getrimmt. In der U21 und ersten Mannschaft geht das nicht so schnell. Denn es fehlt (noch) ein robustes Gerüst an eigenen Spielern, die die (neue) Spielphilosophie von Kindsbeinen an verinnerlicht haben. Die kommen erst in 2-4 Jahren. Bis dahin will man das mit Leihtransfers überbrücken, um die Kosten tief zu halten. Gleichzeitig veranstaltet man wie in dieser Saison eine Art Schaulaufen, um herauszufinden, welche der eigenen Junioren im Alter von momentan 17-22 Jahren in diesem neuen FCZ eine Rolle spielen können und welche nicht, wo wir externe Verstärkungen brauchen und wo nicht. Der Umbruch dauert also weitere 2+ Jahre und zynischerweise würde ein Abstieg der U21 diesen Prozess wohl beschleunigen. Am Ende stünde ein FCZ mit einem Gerüst / einer Achse an selbst ausgebildeten, überdurchschnittlichen Spielern, denen es international zwar nicht reicht, die aber für die Identifikation mit dem Club sorgen. Externe gäbe es nur wenige und sehr punktuell. Daran wachsen die Toptalente, die teuer ins Ausland verkauft werden und dann zum Karrierenende wieder zurück kommen. Ein sich selbst erhaltender Kreislauf. Tja, soviel zur Theorie. Ob das funktionieren wird, steht auf einem anderen Blatt.
Maloney
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20.05.2025, 09:38 · #6'968
Beiträge: 7'090
Ich reime mir dieses Modell so zusammen: Man hat ein langfristiges Ziel, selbsttragend zu sein. [...] Von dem träumt Canepa seit 20 Jahren. So hat er z.B. 2009 in einem Interview mit der Bilanz gesagt «Wir wollen den FC Zürich wie eine Firma führen und finanziell selbsttragend machen». Davon sind wir immer noch meilenweit entfernt. Der FCZ hat ein strukturelles Defizit von ca. 5 Millionen im Jahr. Vielleicht würde es besser aussehen, wenn Canepa während all diesen Jahren seinen eigentlichen Job als Präsident ausgeübt und z.B. Kontakte geknüpft hätte um einen langjährigen und seriösen (Haupt-)sponsor zu finden, statt ständig ins Sportliche reinzureden. Ich bin überzeugt, dass wir ohne Canepas Micromanagement woanders stehen könnten. Jetzt ist man so verzweifelt, dass man einen MM holt, der das Blaue vom Himmel verspricht, um irgendwie das Ziel zu erreichen, dem man seit 20 Jahren ohne richtigen Plan hinterher rennt. Solche Verzweiflungsaktionen enden aber leider meist im völligen Chaos.
gelbeseite
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20.05.2025, 10:03 · #6'969
Beiträge: 6'419
Auch wenn ich hier wieder wie die alte Fasnacht hinterm Busch hervorkomme: So lange wir Topspieler wie Mathew aus Zwist auf die Bank verbannen und Toptalente wie Bajrami in die Niederungen der Eulach schicken, wird es kompliziert mit den Möglichkeiten von AC/HC vorne mitzuschutten. Potentiell ereilt ja jedes neue Talent und jeder wichtige Achsenspieler wieder das selbe Schicksal, wenn man sich nicht hörig dem irren Handörgeler unterordnet, und jede Aussage und jedes bizarre Verhalten beklatscht. Fragt mal bei Mirlind nach.
DOC
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20.05.2025, 10:20 · #6'970
Beiträge: 531
So lange wir Topspieler wie Mathew aus Zwist auf die Bank verbannen und Toptalente wie Bajrami in die Niederungen der Eulach schicken, wird es kompliziert mit den Möglichkeiten von AC/HC vorne mitzuschutten. Fragt mal bei Mirlind nach. Hätte Mathew gespielt hätte Tsawa/Reichmuth nicht gespielt. Wer von den 3 bleibt eher? Was ist dir lieber? Hätte der Vater vom Eulacher Toptalent den Schirm nicht mitgenommen hätte dieses wohl viele Tore in der Promotion League gemacht. Wo es aktuell hingehört. Frag mal bei Kryeziu nach wer ihm seinen Vertrag beim FCZ ausgehandelt hat. Danach frag ihn wieso er meint er müsse nicht fit sein um Profifussball zu spielen. Ansonsten hast du recht, Canepas Möglichkeiten sind beschränkt, zudem hat er seine Pläne regelmässig selbst durchkreuzt in dem er unüberlegt gehandelt hat.
gelbeseite
Mitglied
20.05.2025, 10:33 · #6'971
Beiträge: 6'419
So lange wir Topspieler wie Mathew aus Zwist auf die Bank verbannen und Toptalente wie Bajrami in die Niederungen der Eulach schicken, wird es kompliziert mit den Möglichkeiten von AC/HC vorne mitzuschutten. Fragt mal bei Mirlind nach. Hätte Mathew gespielt hätte Tsawa/Reichmuth nicht gespielt. Wer von den 3 bleibt eher? Was ist dir lieber? Hätte der Vater vom Eulacher Toptalent den Schirm nicht mitgenommen hätte dieses wohl viele Tore in der Promotion League gemacht. Wo es aktuell hingehört. Frag mal bei Kryeziu nach wer ihm seinen Vertrag beim FCZ ausgehandelt hat. Danach frag ihn wieso er meint er müsse nicht fit sein um Profifussball zu spielen. Ansonsten hast du recht, Canepas Möglichkeiten sind beschränkt, zudem hat er seine Pläne regelmässig selbst durchkreuzt in dem er unüberlegt gehandelt hat. Mathew hat dem FCZ nicht nur massig punkte beschert, sondern uns zeitenweise stabilisiert, wie es kaum ein anderer Mittelfeldspieler der SuperLeague gekonnt hätte. Auch er hatte seine Baisse, war aber in jedem Belangen ein toller Spieler und ist sportlich und menschlich einer der geilsten Spieler, die in den letzten 15 Jahren bei Zürich unter Vertrag waren (meine Meinung). Mir wäre lieber gewesen, wenn wir in der Rückrunde konstant auf Mathew/ Tsawa gesetzt hätten. Die 16 Spiele, die er in der Meisterschaft nun nicht mehr eingesetzt wurde, hätten mit ihm gut und gerne für einen Platz in Europa gereicht. Wenn wir für Europa 1/11 Plätze für eine halbe Saison opfern müssen, dann würde ich das unter jedem finanziellen Aspekt gerne tun. Darüber hinaus stelle ich die Behauptung in den Raum, dass Tsawa und Reichmuth neben Mathew in der Entwicklung weiter wären, als sie es nun sind, obwohl sie dann weniger Spielzeit bekommen hätten. Die Bestrafung von Bajami als Sippenhaft ist ein absoluter Skandal und sollte vor Gericht auseinandergesetzt werden. Kryeziu hatte aber doch auch brilliante Momente für den FCZ. Da frage ich genau so gerne, weshalb Denoon die dümmsten gelben und gelbroten Karten der Liga holt oder weshalb Ligue regelmässig 0.5-1 Meter zu weit weg vom Gegner steht, wenn ein (hoher) Querpass in den Strafraum kommt.
Avatar von Shorunmu
Shorunmu
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20.05.2025, 10:36 · #6'972
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Du vergisst, dass die Canepas nicht mehr ewig da sein werden und darum unser Geschäftsmodell angepasst werden muss um nicht unterzugehen oder in die Hände von ausländischen Investoren zu fallen. Das tut weh aber die einzige Chance die wir langfristig haben. Mit der Meistermannschaft liess sich kein Geld verdienen und war eleider eine Ein-Saison-Fliege. Nein, das vergesse ich nicht. Sehe da auch keinen Widerspruch in meinem Post. Aus diesem Grund ist ja MM genau der falsche: fährt die Kosten hoch, vergrault noch die letzten FCZler und benimmt sich wie am Wühltisch mit sehr bescheidenem Erfolg. Das kann doch nicht das Modell Post-Canepa-Ära sein. Im Gegenteil! Jetzt wäre es an der Zeit den Club auf gesunde Füsse zu stellen und das seit Jahren propagierte Konzept mit starker, erfahrener Achse und Fokus auf die Ausbildung umzusetzen. Das Geschäftsmodell war schon immer via Transfers das Defizit zu decken. Das ist überhaupt kein neuer Ansatz welcher MM momentan erfolglos umzusetzen versucht. Und die grösste Gefahr für einen Verkauf an ausländische Investoren geht aus meiner Sicht von MM aus. Sobald er die Chance sähe sich mit einem Club in Firmen wie Red Bull oder die City Football Group einkaufen zu können, er würde sie definitiv wahrnehmen. Wie kommst du darauf, dass die Kosten hochgefahren werden? Es ist eher das Gegenteil der Fall! Erfahrene Spieler mit hohem Lohn (Marchesano, Mathew, Katic, Condé und Kryeziu) sind (im Sommer) nicht mehr da. Markelo, Reverson, Tsawa, Bangoura, Vujevic oder Denoon verdienen alle deutlich weniger. Unsere Personalkosten für die 1. Mannschaft sind also niedriger als in der letzten Saison. Die Leihspieler kosten ebenfalls wenig. Zuber verdient sicher gut. Im 2024 wurden die Kosten hochgefahren: aufgeblähtes Kader und höchste Defizit-Deckung seit Jahren. Was Ende 2025 rausschaut, wird sich noch zeigen.
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Shorunmu
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20.05.2025, 10:38 · #6'973
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Und die grösste Gefahr für einen Verkauf an ausländische Investoren geht aus meiner Sicht von MM aus. Sobald er die Chance sähe sich mit einem Club in Firmen wie Red Bull oder die City Football Group einkaufen zu können, er würde sie definitiv wahrnehmen. Hast du da etwas gehört? Bzw. kennst du ihn und seine Ideen? Falls das wirklich stimmt wäre es schon gefährlich, obwohl Canepa aktuell nicht verkaufen möchte (auch nicht lokal). (Oder leitest du die Annahme wie viele andere hier im Forum von MMs Frisur ab?) Habe geschrieben "aus meiner Sicht". Reine Mutmassung von mir.
DOC
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20.05.2025, 11:23 · #6'974
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Und die grösste Gefahr für einen Verkauf an ausländische Investoren geht aus meiner Sicht von MM aus. Sobald er die Chance sähe sich mit einem Club in Firmen wie Red Bull oder die City Football Group einkaufen zu können, er würde sie definitiv wahrnehmen. Hast du da etwas gehört? Bzw. kennst du ihn und seine Ideen? Falls das wirklich stimmt wäre es schon gefährlich, obwohl Canepa aktuell nicht verkaufen möchte (auch nicht lokal). (Oder leitest du die Annahme wie viele andere hier im Forum von MMs Frisur ab?) Habe geschrieben "aus meiner Sicht". Reine Mutmassung von mir. Okay ja, dann hoffe ich es kommt nicht so weit.
Don Ursulo
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20.05.2025, 13:06 · #6'975
Beiträge: 10'541
Mathew hat dem FCZ nicht nur massig punkte beschert, sondern uns zeitenweise stabilisiert, wie es kaum ein anderer Mittelfeldspieler der SuperLeague gekonnt hätte. Auch er hatte seine Baisse, war aber in jedem Belangen ein toller Spieler und ist sportlich und menschlich einer der geilsten Spieler, die in den letzten 15 Jahren bei Zürich unter Vertrag waren (meine Meinung). Mir wäre lieber gewesen, wenn wir in der Rückrunde konstant auf Mathew/ Tsawa gesetzt hätten. Die 16 Spiele, die er in der Meisterschaft nun nicht mehr eingesetzt wurde, hätten mit ihm gut und gerne für einen Platz in Europa gereicht. Wenn wir für Europa 1/11 Plätze für eine halbe Saison opfern müssen, dann würde ich das unter jedem finanziellen Aspekt gerne tun. Darüber hinaus stelle ich die Behauptung in den Raum, dass Tsawa und Reichmuth neben Mathew in der Entwicklung weiter wären, als sie es nun sind, obwohl sie dann weniger Spielzeit bekommen hätten. Hier liegt die Krux! +1. Fragt mal den Blerim :-) - wie er an der Seite von dem erfahrenen Tararache (die ersten 6 Monate im 2005/06), profitierte!
DOC
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20.05.2025, 13:21 · #6'976
Beiträge: 531
Auch er hatte seine Baisse, war aber ... ein toller Spieler Das sehe ich auch so, der Rest ist Spekulation. Die Bestrafung von Bajami als Sippenhaft ist ein absoluter Skandal und sollte vor Gericht auseinandergesetzt werden. Eine Leihe ist keine Bestrafung sondern eine Chance. Das Verhalten von Bajrami nach dem Vorfall soll unter aller Sau gewesen zu sein. Ich hoffe für ihn, dass er sich, wenn schon nicht fussballerisch, wenigstens menschlich entwickeln konnte. Kryeziu hatte aber doch auch brilliante Momente für den FCZ. Da frage ich genau so gerne, weshalb Denoon die dümmsten gelben und gelbroten Karten der Liga holt oder weshalb Ligue regelmässig 0.5-1 Meter zu weit weg vom Gegner steht, wenn ein (hoher) Querpass in den Strafraum kommt. Zu Kryeziu, ja er hat uns super Momente beschert und eine Mega-Meistersaison gespielt. Denoon ist meiner Meinung nach nicht gut genug, verstehe aber den Vergleich mit Kryeziu nicht. Ligue wurde vom Stürmer zum Verteidiger umfunktioniert, viele dieser von dir erwähnten Fehler sind auf fehlende Erfahrungswerte zurückzuführen.
Krönu
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20.05.2025, 13:24 · #6'977
Beiträge: 13'340
Mathew hat dem FCZ nicht nur massig punkte beschert, sondern uns zeitenweise stabilisiert, wie es kaum ein anderer Mittelfeldspieler der SuperLeague gekonnt hätte. Auch er hatte seine Baisse, war aber in jedem Belangen ein toller Spieler und ist sportlich und menschlich einer der geilsten Spieler, die in den letzten 15 Jahren bei Zürich unter Vertrag waren (meine Meinung). Mir wäre lieber gewesen, wenn wir in der Rückrunde konstant auf Mathew/ Tsawa gesetzt hätten. Die 16 Spiele, die er in der Meisterschaft nun nicht mehr eingesetzt wurde, hätten mit ihm gut und gerne für einen Platz in Europa gereicht. Wenn wir für Europa 1/11 Plätze für eine halbe Saison opfern müssen, dann würde ich das unter jedem finanziellen Aspekt gerne tun. Darüber hinaus stelle ich die Behauptung in den Raum, dass Tsawa und Reichmuth neben Mathew in der Entwicklung weiter wären, als sie es nun sind, obwohl sie dann weniger Spielzeit bekommen hätten. Hier liegt die Krux! +1. Fragt mal den Blerim :-) - wie er an der Seite von dem erfahrenen Tararache (die ersten 6 Monate im 2005/06), profitierte! Fun Fact: Tararache hat in 54 Spielen für den FCZ 21 gelbe Karten gesammelt (gefühlt waren es 50), hat aber nie rot oder gelb-rot gesehen.
Glarona
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20.05.2025, 15:24 · #6'978
Beiträge: 13'396
Mathew hat dem FCZ nicht nur massig punkte beschert, sondern uns zeitenweise stabilisiert, wie es kaum ein anderer Mittelfeldspieler der SuperLeague gekonnt hätte. Auch er hatte seine Baisse, war aber in jedem Belangen ein toller Spieler und ist sportlich und menschlich einer der geilsten Spieler, die in den letzten 15 Jahren bei Zürich unter Vertrag waren (meine Meinung). Mir wäre lieber gewesen, wenn wir in der Rückrunde konstant auf Mathew/ Tsawa gesetzt hätten. Die 16 Spiele, die er in der Meisterschaft nun nicht mehr eingesetzt wurde, hätten mit ihm gut und gerne für einen Platz in Europa gereicht. Wenn wir für Europa 1/11 Plätze für eine halbe Saison opfern müssen, dann würde ich das unter jedem finanziellen Aspekt gerne tun. Darüber hinaus stelle ich die Behauptung in den Raum, dass Tsawa und Reichmuth neben Mathew in der Entwicklung weiter wären, als sie es nun sind, obwohl sie dann weniger Spielzeit bekommen hätten. Hier liegt die Krux! +1. Fragt mal den Blerim :-) - wie er an der Seite von dem erfahrenen Tararache (die ersten 6 Monate im 2005/06), profitierte! Fun Fact: Tararache hat in 54 Spielen für den FCZ 21 gelbe Karten gesammelt (gefühlt waren es 50), hat aber nie rot oder gelb-rot gesehen. Tara "die Rache"! Ein Fussball Söldner von der besseren Sorte! Legendär seine Blutgrätschen gegen seinen ex Klub aus Niederhasli.
Kollegah
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23.05.2025, 12:26 · #6'979
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Es würde mich interessieren, wie ihr die Aktion mit Karl Egloff findet, welcher den Mount Everest besteigen und auf dem höchsten Punkt der Welt einen FCZ-Wimpel platzieren will. Am Anfang hat mich das komischerweise ein wenig gestört, da ich der Meinung war, dass wir als Verein ganz andere Probleme haben.
Avatar von Shorunmu
Shorunmu
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23.05.2025, 12:30 · #6'980
Beiträge: 4'727
Es würde mich interessieren, wie ihr die Aktion mit Karl Egloff findet, welcher den Mount Everest besteigen und auf dem höchsten Punkt der Welt einen FCZ-Wimpel platzieren will. Am Anfang hat mich das komischerweise ein wenig gestört, da ich der Meinung war, dass wir als Verein ganz andere Probleme haben. Absolut unnötiger und lächerlicher Nebenschauplatz, meiner bescheidenen Meinung nach. AC hat wohl nichts mehr zu tun, alle Aufgaben schon MM übertragen? Der Mount Everest Furz entstand wohl durch seine Langeweile.
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