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gecko
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23.05.2011, 17:36 · #181
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Migros Magazin Nr. 21 / 23.5.11 ---------------------------- Die Fussball-TV-Meister Text Reto E. Wild / Bilder Ruben Wyttenbach Ex-Radiomoderator Nick Läderach und Filmer Tom Kolinski haben mit FCZTV das Fussballfernsehen im Internet revolutioniert. Inzwischen schauen mehr als 300'000 Fans auf der ganzen Welt die Sendungen der beiden TV-Macher über den Zürcher Fussballklub. ![](http://admin.migrosmagazin.ch/mediaserver/api/getMediadata.cfm?media_id=42974&mandator=fw40_mandator_0207) ![](http://admin.migrosmagazin.ch/mediaserver/api/getMediadata.cfm?media_id=42975&mandator=fw40_mandator_0207) Arbeitsort Letzigrund: FCZTV-Macher Nick Läderach (links), Leiter und Moderator, und Tom Kolinski, Produzent und Regisseur. *Das Porträt* Tom Kolinski (36) und Nick Läderach (35) erleben kurz vor Ende der Fussballmeisterschaft ein Wechselbad der Gefühle. Die Macher des Internet-TV FCZTV sahen nach der Niederlage gegen Stadtrivale Grasshoppers ihre Träume vernichtet. Die Titelchancen waren bei Redaktionsschluss nur noch minimal. Dramatik und Tempo gehören aber zu ihrem Job: Mit Spiegelreflexkamera mit Videooption und Tonaufnahmegerät ausgerüstet produzieren sie im Schnitt drei bis vier Beiträge pro Woche. Beide arbeiten vollzeit für den FCZ. Auch andere Fussballklubs betreiben Internet-Fernsehen, Kolinski und Läderach gehen mit ihrem TV aber einen eigenständigen Weg: FCZTV lockt die Fans mit Spielerporträts über Goalie Johnny Leoni, wie er sich im Taxi durch die Stadt fahren lässt, oder über Mannschaftskollegen, die sich im Kickboxen bewähren. Kolinski hat sich nach seinem Studium der Politikwissenschaft drei Jahre an der Los Angeles Film School weitergebildet. «Unsere Beiträge sind dokumentarisch und zeitgeistig. Damit leisten wir Pionierarbeit.» Die einzige Filmproduktion mit Velo und Rucksäcklein Läderach, ehemaliger Moderator beim Lokalradio 24 und FCZ-Stadionsprecher: «Alles, was wir für unsere Filmeinsätze benötigen, hat in einem Rucksäcklein Platz. Das ziehen wir für die Reportagen an und fahren mit dem Velo los. Wir sind wohl die einzige Filmproduktion, die so arbeitet.» Kolinski und Läderach sind gleichzeitig Regisseur, Produzent, Kameramann, Cutter, Moderator, Tontechniker, Velokurier und Fan des FCZ. Es war der FCZ-Vorstand, der Läderach 2008 beauftragte, das Internet-Fernsehen des Clubs zu revolutionieren. Am Match filmen die FCZTV-Macher nicht nur Fussballszenen, sondern auch Fanaktionen wie eine Welle. 20 Minuten vor Spielende hat das Duo das Privileg, am Spielfeldrand direkt neben der Trainerbank zu stehen. Spielerporträts, Berichte vor und nach einem Spiel, und Pressekonferenzen halten Regisseur und Produzent Kolinski sowie Moderator und Leiter Läderach auf Trab. Sie lieben ihren Job, weil sie nicht einfach nur das Umfeld eines Spitzenteams filmen, sondern einen Kultverein mit starken Charakteren. Die meist vier- bis achtminütigen Sendungen sind auf http://www.fcz.ch/tv sowie dank einer FCZ-App via iPhone zu sehen. «Unsere Sendungen besuchen jährlich über 300 000 Fussballinteressierte », sagt der in St. Gallen aufgewachsene Kolinski. Seit FCZTV zudem auf Youtube ist, totalisiert es pro Jahr eine halbe Million Klicks und sorgt für Furore: Beim Spiel von Anfang Februar 2011 gegen Luzern filmte Kolinski Fanszenen. Sie gelangten via Youtube bis nach Nordamerika und erreichten so die Rockband Kiss. Sie hat diese Sequenz für den eigenen Internet-Auftritt übernommen. Die FCZ-Bilder gingen um die Welt. FCZTV ist selbst in Tunesien bekannt: Beim FCZ spielen gleich drei Tunesier. Läderach bearbeitet die Beiträge entweder in einem Büro oder nach einem Match zu Hause im Stadtteil Seefeld – manchmal bis gegen 3 Uhr morgens. Das ist für ihn als dreifachen Vater nicht jedes Mal gleich einfach. «Mir hilft, dass ich eine tolerante Frau habe», sagt der FCZ-Moderator. Kolinski ist zweifacher Vater. Ihm kommt gelegen, dass sein Schwager eingefleischter FCZ-Fan ist. Kolinskis Frau versteht also sozusagen aus familiären Gründen die Wochenendeinsätze ihres Gatten besser. Und sie weiss, weshalb er FCZ-Fan geworden ist: Tom erhielt als Bub von seinen aus Polen eingewanderten Eltern ein Trikot mit der Aufschrift FCZ. Er hatte keine Ahnung, wofür die Buchstaben stehen. Dennoch wurde er infiziert. Falls der FC Zürich wie durch ein Wunder doch noch Schweizer Fussballmeister werden sollte, steht Mehrarbeit an: ein Film von der Meisterschaft bis zur Champions League.
züribymike
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25.05.2011, 08:35 · #189
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dafür ein superinterview mit admir im tagi. http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussb ... y/20176159 sehr sympa unser junger knipser
Pyle
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25.05.2011, 09:22 · #190
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«^Was haben Sie von Fischer gelernt?»
Dass ich in jedem Spiel an die Grenze gehen muss. Unter Fischer bin ich torgefährlicher geworden und spiele im Abschluss effizienter. Früher hänselten mich die Mitspieler und sagten: «Da kommt der Chancentod.» Möchte wissen, wer das rausgelassen hat. Ich tippe auf einen anderen Chancentod.
yellow
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26.05.2011, 11:12 · #193
Beiträge: 6'690
Bickel attackiert FC Luzern: ''Kein Verständnis!" http://sport.ch.sportalsports.com/sportch/generated/article/fussball/2011/05/25/15413400000.html Schönbächler: ''Jetzt wollen wir in die Champions League!'' http://sport.ch.sportalsports.com/sportch/generated/article/fussball/2011/05/26/15415900000.html Ja, Ferien wird er in der Tat wohl keine haben. Jetzt heisst es, wo und wie finden wir 8,6 Mio. CHF.
zZz
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26.05.2011, 11:19 · #194
Beiträge: 606
Bickel attackiert FC Luzern: ''Kein Verständnis!" http://sport.ch.sportalsports.com/sportch/generated/article/fussball/2011/05/25/15413400000.html Schönbächler: ''Jetzt wollen wir in die Champions League!'' http://sport.ch.sportalsports.com/sportch/generated/article/fussball/2011/05/26/15415900000.html Sorry, Schönbi, aber diese Frisur ist sogar lächerlich, wenn man jung ist...
Liquid
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26.05.2011, 11:22 · #195
Beiträge: 5'055
Bickel attackiert FC Luzern: ''Kein Verständnis!" http://sport.ch.sportalsports.com/sportch/generated/article/fussball/2011/05/25/15413400000.html Schönbächler: ''Jetzt wollen wir in die Champions League!'' http://sport.ch.sportalsports.com/sportch/generated/article/fussball/2011/05/26/15415900000.html Sorry, Schönbi, aber diese Frisur ist sogar lächerlich, wenn man jung ist... der hat wohl den gleichen coiffeur wie sylä..
gecko
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27.05.2011, 06:49 · #196
Beiträge: 768
Tagi: Fr. 27.5.2011 --------------------------- «Es gibt keinen Ausverkauf» Präsident Ancillo Canepa ärgert sich, dass nicht mehr Zuschauer zu den Spielen des FCZ kommen. Und erzählt, was seine Frau Heliane vom Fussball versteht. Mit Ancillo Canepa sprachen Peter Bühler und Thomas Schifferle Ancillo Canepa, wie geht es Ihnen am Morgen nach der verlorenen Meisterschaft? Ich bin gefasst und richte den Blick schon wieder nach vorne. Wir haben den Titel ja nicht gestern (am Mittwoch) verloren. Ich hatte schon nach dem 2:2 gegen Basel meine Befürchtungen, dass wir es nicht schaffen. Da vergaben wir zu viele Matchbälle. Was mir gegen Thun missfiel, war die schlechte Qualität unseres Spieles – und die Zuschauerzahl. Mussten Sie deshalb im Stadion eine Kopfwehtablette nehmen? Vielleicht, ja. 15 200 Leute bei einer Finalissima, in der wir noch die Chance hatten, Meister zu werden, sind zu wenig. Wie erklären Sie sich das? Zürich ist eine Eventstadt, die Konkurrenz ist riesig. Wir haben zwei Fussballklubs, es gibt Eishockey, diese komische Street-Parade . . . Ich werde in der Stadt zwar andauernd auf den FCZ angesprochen, viele sagen mir: «Ich bin FCZ-Fan.» Aber ins Stadion kommen sie doch nicht, ausser der Gegner heisst Real oder Milan. Für das Spiel gegen Real hatten wir 200 000 Anfragen für Tickets! 200 000! Es ist manchmal frustrierend. Und es braucht mitunter viel Eigenmotivation, immer weiterzumachen. Wir reissen uns den Hintern auf, und trotzdem haben wir kein grösseres Publikum. Mit 12 000 Zuschauern im Schnitt kann ich nicht zufrieden sein. Der FCB hat 28 000, YB 25 000 – das gibt mir schwer zu denken. Offenbar hatten aber nicht nur Sie wegen des Unentschiedens gegen Basel zu leiden, sondern auch die Spieler. Oder warum liessen die sich beim 1:3 gegen GC derart gehen? Ich kann nicht in ihre Köpfe schauen. Auch mir ist die Leistung im Derby unerklärlich. Im Fussball spielt die Psyche halt eine grosse Rolle. Während unserer Serie von acht Siegen beanspruchten wir auch hin und wieder das Glück des Tüchtigen. Waren Sie am Mittwoch eigentlich überrascht, Alain Bieri als Schiedsrichter zu sehen? Ich staunte. Er war es ja gewesen, der im Dezember beim 1:1 in Luzern ein klares Offsidetor gegen uns anerkannte. Schon damals hoffte ich, dass diese beiden verlorenen Punkte nicht noch die Meisterschaft entscheiden könnten. Leider ist es genau so gekommen. Der FCZ hätte ja auch einmal gegen Basel gewinnen können. Basel ist eine sehr starke Mannschaft. Und Basel hat Alex Frei. Ist Basel ein verdienter Meister? Wer am Schluss vorne steht, ist ein verdienter Meister. Kann sich der FCZ damit trösten, über die ganze Saison den besseren Fussball gespielt zu haben? Vielleicht, obschon auch wir einige weniger gute Spiele hatten. Aber Meister ist Basel. Das ist entscheidend. Sie leiden mit auf der Tribüne . . . . . . ja . . . . . . aber wer leidet denn mehr: Sie oder Ihre Frau Heliane? Wir leiden beide. Sie ist nervöser, zappeliger. Sie ist ein Fan. Ich will während des Spiels mit keinem reden, ich will mich auf das Spiel konzentrieren. Versteht Ihre Frau mehr vom Fussball als Sie? (lacht laut) Als wir uns vor bald vierzig Jahren kennen lernten, hatte sie wenig Ahnung. Ich spielte einmal mit Rüti gegen Wollerau, wir führten zur Pause 3:0, am Schluss stand es 6:0. Meine Frau wollte mich trösten, weil sie meinte, das Spiel sei 3:3 ausgegangen. Sie hatte nicht realisiert, dass die Seiten gewechselt wurden. Und wie ist das heute? Sie hat sehr grosse Fortschritte gemacht, sie versteht mittlerweile sehr viel. Manchmal fast zu viel. Mussten Sie sich am Mittwoch auf der Heimfahrt vom Letzigrund nach Rüschlikon gegenseitig trösten? Wir schwiegen vor uns hin. Was bei meiner Frau allerdings eher die Ausnahme ist, wenn es um Fussball geht. Suchen Sie in fussballerischen Dingen den Rat Ihrer Frau? Nein. Aber wir diskutieren darüber. Aber Sie hat sicher ein Urteil über diese Mannschaft. Sie freut sich vor allem darüber, dass wir viele gute junge Spieler haben. Sie und Ihre Frau rauchen während eines Spiels permanent . . . . . . am Mittwoch rauchte Heliane nicht eine Zigarette. Ich weiss, in dieser Hinsicht sind wir keine Vorbilder. Aber ich will nicht auf alles verzichten. Wenn wir schon nicht Meister sind, will ich wenigstens meine Pfeife rauchen. Ihre Frau ist eine Führungskraft in der Wirtschaft. Haben Sie Mühe, wenn Sie ihr erklären müssen, weshalb der FCZ einen Verlust von 8,6 Millionen Franken gemacht hat? Das hat nichts mit meiner Frau zu tun. Der FCZ hat ja diesen Verlust gemacht. Aber Sie sind verantwortlich dafür. Ja, das bin ich. Und ich bin darüber gar nicht glücklich. Aber der Grund ist einfach: Wir waren in dieser Saison im Europacup nicht dabei. Dem FCZ fehlen einerseits die Einnahmen aus dem Europacup, andererseits sind die Ausgaben zu hoch. Allein die Personalkosten betragen 10,7 Millionen Franken. Wir wussten im letzten Sommer auch, dass sich der Schweizer Meister dieseSaison direkt für die Champions League qualifiziert. Wir verstärkten uns, wir verpflichteten während der ganzen Saison sechs neue Spieler. Wir wollten mit dem bestmöglichen Kader spielen – und das ist nun einmal nicht gratis. Das war eine Risikostrategie. Wir gingen Risiken ein, die Strategie ging nicht auf wie erhofft. Aber wir sind ja nicht völlig weg vom Fenster. Wir spielen immerhin noch die Qualifikation zur Champions League. Mit dem Erreichen der Gruppenphase kann der FCZ nicht rechnen. Im Fussball hat man immer eine Chance, selbst wenn der Gegner Bayern München oder Arsenal heisst. Aber es ist klar: Rechnen können wir mit diesen Einnahmen nicht – also müssen wir sparen. Das heisst konkret? Wir werden das Budget von 26 auf rund 20 Millionen Franken kürzen. Es wird wahrscheinlich zu Abgängen kommen. Sind Sie gewillt, jeden Spieler, der weg will, auch gehen zu lassen? Nein, überhaupt nicht. Es gibt keinen Ausverkauf beim FCZ. Wir bleiben ambitioniert. Sie wollen sechs Millionen einsparen und trotzdem Meister und Cupsieger werden? Das muss das Ziel sein. Profifussball ist immer eine Gratwanderung, es sei denn, der Klub hat einen Abramowitsch. Oder eine Gigi Oeri? Ja, vielleicht auch. Und Ihre Frau ist nicht die Gigi Oeri des FCZ? Sicher nicht. Sie unterstützte mit Privatsponsoring unsere Academy (Nachwuchs) und den Frauenfussball. Sie würde bei einem nächsten Defizit nicht ihr Portemonnaie öffnen? Das ist eine falsche Annahme. Es ist ohnehin nicht ihr Portemonnaie, wir haben ein gemeinsames. Und ich sehe mich nicht als Mäzen. Ich habe so schon genug bezahlt. Wie lange bleibt Urs Fischer noch FCZ-Trainer? Ich hoffe, so lange wie möglich. Er war vor einem Jahr Ihre Wahl gewesen. Über Ihre Aussage, ein Personalentscheid sei Ihnen noch nie so leichtgefallen, wurde geschmunzelt . . . . . . und jetzt muss ich schmunzeln, wenn ich die Kommentare lese, welche Akzeptanz er findet, wie viele gemerkt haben, dass er ein toller Trainer ist. Sie sind offenbar ein Visionär. (schmunzelt) Das sagen Sie. Was hat Sie an Fischer überzeugt? Ich hatte ihn während vier Jahren beobachtet und gesehen, wie er arbeitet, wie er mit den Leuten umgeht. So viel Menschenkenntnis habe ich schon, um zu sehen: Wow, das ist ja ein Diamant. Haben ihn die Spieler gern? Oder Angst vor ihm? Sie haben ihn gern. Aber wieso Angst? Weil er so laut ist. Er ist geradlinig, er fordert und fördert, er ist unerschrocken und mutig. Können Sie sich vorstellen, dass ein FCZler wie Fischer einen anderen Klub trainieren kann? Leider kann ich mir das vorstellen. Mourinho zittert schon. (lacht) Ja, ja, schon gut.
gecko
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28.05.2011, 08:12 · #198
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Tagi: Sa. 28.5.2011 ---------------- Fischer: «Wir greifen wieder an» (pb.) Der FCZ-Trainer blickt bereits optimistisch voraus. Als Anfang Woche die letzte Runde im Meisterkampf mit Basel bevorstand, herrschte im FCZ-Trainingszentrum auf der Allmend Brunau Tohuwabohu. Dutzende Reporter und eine Schar von Fotografen und Kameraleuten standen sich vor dem Spiel gegen Thun auf den Füssen herum. Gestern war in der Saalsporthalle, wo der FCZ seine Medientermine durchführt, die Normalität zurück. Urs Fischer hatte eingeladen, um seine Bilanz der Saison darzulegen. Fünf Journalisten waren gekommen, was Fischer mit einem Schmunzeln registrierte: «Zweiter zu sein, ist besser als Dritter. Aber der Zweite ist auch der erste Verlierer.» Seine Enttäuschung über den verpassten Titel hatte er bereits verarbeitet. Er erklärte, er sei stolz auf sein Team, das dem FCB bis zuletzt ein grosses Duell geliefert habe. Er ist zum Schluss gekommen, dass der FCZ die Meisterschaft in den Direktbegegnungen gegen die Basler verloren hat, bei 1:10 Punkten und 6:12 Toren. Und er ist der Ansicht, dass 44 Gegentore in 36 Spielen zu viel sind. Das entspricht einem Durchschnitt von 1,2 Gegentreffern pro Match. In der letzten FCZ-Meistersaison 08/09 waren es 36 gewesen, genau 1 Gegentor im Schnitt. Diese Saison stellte der FCZ, gleichauf mit Basel, nur die drittbeste Verteidigung hinter Sion und Thun. Der frühere Libero Fischer weiss: «Solche Werte genügen nicht zum Titel – es sei denn, man hat einen Alex Frei.» «Meister – und in den Cupfinal» Wegen der vom Präsidenten Canepa angeordneten Sparmassnahmen und allfälligen Abgängen des einen oder anderen Schlüsselspielers macht er sich keine Sorgen: «Reisende soll man nicht aufhalten.» Das Kader sei gross und gut genug, um Abgänge zu kompensieren. Siegeswillen und Mut des Trainers sind ungebrochen. «Wir greifen wieder an in der nächsten Saison.» Was das konkret heisst? Fischer sagt mit fester Stimme: «Meister werden – und in den Cupfinal.»
omfgyeah
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01.06.2011, 12:19 · #200
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Wie der FC Zürich sparen will Budgetkürzung auf 20 Millionen Franken und Kaderreduktion fcl. Zürich Als der FCZ-Präsident Ancillo Canepa vor einigen Wochen die Generalversammlung vorbereitete, hoffte er, er könne vielleicht zwei Pokale neben das Rednerpult stellen. Canepa träumte vom Gewinn der Meisterschaft und vom Cup-Sieg. Es wäre ihm mit dem Meistertitel leichter gefallen, den 8,6-Millionen-Franken-Verlust des FCZ zu verarbeiten, weil die Champions League viel Geld in die Kasse gespült hätte. Nun aber muss der Verein sparen und das Budget von 26 Millionen auf 20 Millionen nach unten korrigieren – sofern kein Fussballwunder geschieht und sich der FCZ als Zweitplacierter doch noch für die «Königsklasse» qualifiziert. An der Generalversammlung am Dienstag skizzierte der Präsident, wie das geschehen soll und welche Auswirkungen die Sparrunde auf die 1. Mannschaft haben könnte. Auf der Lohnliste des FC Zürich stehen 34 Spieler (inklusive Fussballer, die an andere Vereine ausgeliehen sind); die Kosten für die 1. Mannschaft betrugen zuletzt 10,7 Millionen Franken. Das ist zu viel. Canepa sprach von einer «massvollen Reduktion des Kaders». Alle Verträge, die 2011 auslaufen, werden nicht mehr verlängert. Das betrifft keine FCZ-Stammspieler, sondern vor allem Ausgeliehene. Ausserdem werde der FC Zürich bei Transfers «zurückhaltend» sein. Wie sehr sich der FCZ vom sportlichen Erfolg abhängig gemacht hat, zeigt der 7. Rang in der Saison 2009/10. Canepa sprach von «dramatischen Konsequenzen». Es gibt vor allem eine Kennzahl, die belegt, was geschieht, wenn der FC Zürich nicht am europäischen Geschäft teilnehmen kann: Die Matcheinnahmen brachen im Vergleich mit dem Vorjahr um 58 Prozent von 15,2 Millionen Franken auf 6,4 Millionen ein. Das ist für den FC Zürich mit seiner Ausgabenstruktur kaum zu verkraften. Deshalb strebt der FC Zürich in der neuen Saison erneut hohe sportliche Ziele an. Canepa sagte, der Verein bleibe «ambitioniert», aber er vermied es, klare Ziele zu definieren. Dafür ist die wirtschaftliche Zukunft zu ungewiss. Im Geschäftsbericht steht, der Verwaltungsrat sei zuversichtlich, die Massnahmen erfolgreich umsetzen zu können, «auch wenn diesbezüglich eine Unsicherheit besteht, die Zweifel an der Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft aufwerfen könnte». Das Eigenkapital des FCZ beträgt nach dem Verlust noch 1,4 Millionen Franken. Es wurde deshalb eine Aktienkapitalerhöhung um 4 Millionen Franken beschlossen. Kurzfristig hat der FCZ das Ziel, die Play-offs der Champions League zu erreichen. Das heisst, er müsste in der ersten Qualifikationsrunde Gegner wie Dynamo Kiew, Benfica Lissabon oder Lüttich aus dem Weg räumen, um zumindest sicher in der Europa League zu spielen – und Geld zu verdienen. Q: nzz.ch
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