Yassine Chikhaoui

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Blerim_Dzemaili
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17.12.2013, 12:00 · #2'401
Beiträge: 7'509
speziell nach dem Derby vom Sonntag muss ich sagen: sehr, sehr schade. Immer anspielbar, der Herrscher des Platzes. Ohne Hintergrundwissen ist es schwierig, aber ich hätte mir gewünscht, Chikhaoui hätte oui gesagt zu einer Vertragsverlängerung und somit dem FCZ für seine grosse Geduld etwas zurückgegeben. Wenn dann Paris SG im Sommer 10 Mio geboten hätte, hätte ich es verstanden. FCZ hat leider, einmal mehr, kein Glück bei der Trennung von einem starken Spieler. Jamarauli weg, Chickhaoi weg, wer soll uns verzaubern? Das Geld wurde gespart und Blerim kommt im Sommer zurück träum - IRONIE
Jure Jerkovic
Mitglied
17.12.2013, 12:12 · #2'402
Beiträge: 1'880
Schaut jetzt nach der grossen Zockerei aus, Chikhaoui scheint auf einen dicken Vertrag und sattes Handgeld zu spekulieren für einen "Ablösefreien" Wechsel im Sommer... so ein quatsch. chikhaoui wollte vermutlich nichts von seinem hohen grundlohn einbüssen, und dazu war der fcz nicht bereit. ich würde mich zwar riesig freuen, yassine noch ein halbes jahr zaubern zu sehen, aber das beste für den club wäre wohl, er würde uns nun für ein milliönchen oder so schon im winter verlassen.
HartzIV
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17.12.2013, 12:20 · #2'403
Beiträge: 132
Bin sehr froh geht unser IV-Fall endlich weg von uns... nur weil er am sonntag mal wieder einmal lust hatte ist es nicht getan...seine ganze einstellung diese saison war ein schlechter witz, vorallem gegenüber all denjenigen die ihn die ganze zeit unterstütz haben! Mit dem gesparten geld lieber auf 2-3 junge spieler mit vielversprechender zukunft setzen!
Sandman
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17.12.2013, 12:37 · #2'404
Beiträge: 6'110
Logischerweise kommt es nun wieder zu vielen Spekulationen, aber nüchtern betrachtet ist es leider die richtige, wenn auch etwas späte, Entscheidung. Ich wünsche dem Yassine, dass seine seit Jahren stockende Karriere irgendwo im Ausland nochmals auf Touren kommt. Mein Tipp: Er findet einen mittelmässigen Club in Frankreich oder kehrt nach Tunesien zurück.
zberg
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17.12.2013, 12:56 · #2'405
Beiträge: 332
als besucher und fan des fcz finde ich die entscheidung eine katastrophe. bin mir absolut sicher und die vorrunde hat es gezeigt: yassine kommt seiner alten spielstärke immer näher, der einsatz stimmt, yassine hat sich immer wieder aufgerappelt, und nun lässt man ihn trotz eindeutiger tendenz nach oben fallen. verstehe hier die logik nicht, weder sportlich, finanziell und aus in romantik schon garn nicht. yasssine gehört zum fcz. verdammt nochmals. liebe canpeas, bitte überdenkt diesen entscheid nochmals, er ist FALSCH!!!
Glarona
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17.12.2013, 13:04 · #2'406
Beiträge: 13'396
War zu erwarten diese entscheidung. wie auch immer der vertrag war den der FCZ Yassine gezeigt hat (Lohn anpassung, evt. bezahlt nach spiel einsätzen etc.) es stimmte für ihn nicht. wäre Yassine nie verletzt gewesen und hätte er auf dem niveau wieter gespielt, wäre er sowieso schon lange weg vom FCZ. Es muss weiter gehen und wenn die chance besteht dass man ihn im winter abgeben kann, sollte man ihn ziehen lassen. einen unglücklichen yassine bringt dem FCZ nur unruhe ins team.
Blerim_Dzemaili
Mitglied
17.12.2013, 13:05 · #2'407
Beiträge: 7'509
als besucher und fan des fcz finde ich die entscheidung eine katastrophe. bin mir absolut sicher und die vorrunde hat es gezeigt: yassine kommt seiner alten spielstärke immer näher, der einsatz stimmt, yassine hat sich immer wieder aufgerappelt, und nun lässt man ihn trotz eindeutiger tendenz nach oben fallen. verstehe hier die logik nicht, weder sportlich, finanziell und aus in romantik schon garn nicht. yasssine gehört zum fcz. verdammt nochmals. liebe canpeas, bitte überdenkt diesen entscheid nochmals, er ist FALSCH!!! @zberg: Sorry, aber Yassine wurde NICHT fallen gelassen! Im Gegenteil. Der FCZ hat enorm viel für ihn getan und in ihn investiert. Es ist eine Entscheidung aber man hat Yassine nicht fallen gelassen. Es ist ja jetzt nicht so, dass Yassine keine anderen Möglichkeiten mehr hat.
starman
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17.12.2013, 13:18 · #2'408
Beiträge: 3'131
Läck ist das schade, macht mich traurig und hässig. Einer der besten Fussballer wo je in der Schweiz gespielt hat, wollte oder konnte man Yassine nicht halten? Mehr als der Holzfuss Magnin verdiente Yassine sicher nicht, als warum nur? Wünsche dir alles Gute in deiner weiteren Fussballkarriere, bleib von Verletzungen verschont und bitte verlasse aber im Sommer die Schweizerliga. Vielen Dank Yassine für die Zeit beim FCZ.
Superman
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17.12.2013, 15:45 · #2'409
Beiträge: 151
Bei jeder deiner Ballberührungen lachte mir das Fussballerherz! Keiner streichelt den Ball wie du, deine Fussballintelligenz, deine Präsenz auf dem Platz, die unerreichten Ballannahmen, die überraschenden Pässe...Yassine du wirst mir fehlen! Bitte gehe in Bundesliga zu Lucien, ich will dich weiterhin spielen sehen! Wünsche dir für die Zukunft gute Gesundheit, alles andere kommt dann von alleine.
Superman
Mitglied
17.12.2013, 15:51 · #2'410
Beiträge: 151
Läck ist das schade, macht mich traurig und hässig. Einer der besten Fussballer wo je in der Schweiz gespielt hat, wollte oder konnte man Yassine nicht halten? Mehr als der Holzfuss Magnin verdiente Yassine sicher nicht, als warum nur? Wünsche dir alles Gute in deiner weiteren Fussballkarriere, bleib von Verletzungen verschont und bitte verlasse aber im Sommer die Schweizerliga. Vielen Dank Yassine für die Zeit beim FCZ. Witzig habe gerade gelesen wann du dich registriert hast.... "Starman – der Mann, der vom Himmel fiel" da warst du damals wohl einen Tag zu spät um dich mit deinem Wunschnamen zu registrieren ;-) Tja Sorry Starman aber es kann nur einen geben
starman
Mitglied
17.12.2013, 18:08 · #2'411
Beiträge: 3'131
Eigentlich grausames Pech, aber trotzdem sehr schade geht er. 13/14 10.07.2013 19.08.2013 Magenprobleme 11/12 15.06.2012 01.01.2013 Knieverletzung 11/12 14.05.2012 27.11.2012 Achillessehnenprobleme 11/12 18.02.2012 13.03.2012 Oberschenkelzerrung 10/11 04.05.2011 19.08.2011 Knieverletzung 10/11 11.08.2010 20.03.2011 Schienbeinbruch 09/10 20.04.2010 04.05.2010 Adduktorenverletzung 08/09 01.06.2009 08.03.2010 Knieprobleme 08/09 01.07.2008 25.04.2009 Knieprobleme 07/08 02.03.2008 30.06.2008 Patellasehnenanriss 07/08 25.10.2007 29.10.2007 Entzündung der Bizepssehne im Oberschenkel 05/06 24.08.2005 03.09.2005 Außenbandprobleme 04/05 21.03.2005 03.05.2005 Oberschenkelzerrung Quelle TM
rsab
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17.12.2013, 18:33 · #2'412
Beiträge: 388
sehr schade. bin mir sicher, er wird grosse auswahl haben und locker mindestens sein bisheriges gehalt bekommen. wäre sehr interessant, wie weit man finanziell auseinander liegt. vielleicht kann man ja sammeln.. ich würde sofort 10'000 schicken.
cucinotta
Mitglied
17.12.2013, 19:24 · #2'413
Beiträge: 90
Sehr schade, wird um die Kohle gehen und da sieht's ja schlecht aus. Leider verabschiedet sich damit auch der letzte Teil des "grossen" FCZ der Jahre 2006-2010, auch wenn er seine Klasse verletzungsbedingt nur selten ausspielen konnte. Dass er eine Diva war ist klar, sonst hätte er ja gar nicht auf diesem technischen Level spielen können, das hängt halt zusammen Leute. Ein braver Kämpfer bringt sicherlich weniger Unruhe in eine Mannschaft, aber nur mit denen holst du keine Meisterschaft und allzu ansehlich ist's auf Dauer auch nicht was dann geboten wird.... In St. Gallen und auch im Derby hat man wieder gesehen, dass Chikhaoui wenn er fit, in Form und motiviert ist in einer anderen Klasse spielt. Ich werde sein Können vermissen und meiner Meinung nach verabschiedet sich der FCZ damit auch definitiv von höheren Ambitionen.
FritzRosa
Mitglied
17.12.2013, 19:28 · #2'414
Beiträge: 586
wohl das Beste für alle. Leider. Treffender und mit weniger Wörtern kann man das nicht sagen.
Liquid
Mitglied
17.12.2013, 19:42 · #2'416
Beiträge: 5'055
wohl das Beste für alle. Leider. Treffender und mit weniger Wörtern kann man das nicht sagen. Shit Happens!
Kollegah
Mitglied
17.12.2013, 20:30 · #2'418
Beiträge: 4'260
Wünsche dir auch von Herzen alles alles Gute! Du hast dein Können selten zeigen können, doch was du in deiner ersten Saison gezeigt hat, das war das beste, was der Schweizer Fussball je gesehen hat. Es wird niemals einen Spieler wie dich geben. Zeige in der Rückrunde deinen Kritikern, wer der beste im Land ist.
Jure Jerkovic
Mitglied
18.12.2013, 01:09 · #2'419
Beiträge: 1'880
Find ich noch lesenswert... http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussball/eine-art-erloesung-1.18206627 dieser artikel muss hier gepostet werden. wunderbar. ein paar, die im forum seit jahren nur noch über chikhaoui herziehen, sollten ihn dringend lesen. Chikhaoui verlässt den FC Zürich «Eine Art Erlösung» *Yassine Chikhaoui verlässt den FC Zürich spätestens im Sommer. Falls er früher gehen wolle, dann werde man ihm keine Steine in den Weg legen, so Trainer Urs Meier. Der 27-Jährige spielt höchstens noch bis im Sommer für den FC Zürich – dann endet eine Leidensgeschichte, die eine Erfolgsstory hätte werden sollen. Flurin Clalüna* Schon oft hat man über Yassine Chikhaoui gesprochen, als ob er eine übernatürliche Erscheinung wäre; ein in sich gekehrter Fussballer, jahrelang von Schmerzen geplagt, melancholisch, und doch hat man in den letzten Jahren niemandem lieber beim Spielen zugesehen als ihm. Doch leider kam das viel zu selten vor, über dreieinhalb Jahre war er verletzt, seit er im Sommer 2007 zum FCZ kam und später ein chronischer Dauerpatient wurde. Und vielleicht ist es jetzt auch kein Zufall, dass Marco Bernet, der Technische Direktor des FCZ, über Chikhaouis bevorstehenden Abgang im Sommer sagt: «Es ist eine Art Erlösung.» Es klingt wie eine quasireligiöse Verabschiedung für jemanden, der zuerst als Wunderspieler galt, den aber viele nicht mehr verstanden, nachdem er so misstrauisch geworden war; das geschah im Nachgang zu einem Zeitungsinterview, aus dem viele radikal-muslimische Sympathien herauslesen wollten, wodurch sie Chikhaoui, den gläubigen Tunesier, zum Extremisten machten. Es war Chikhaouis Glanzzeit in Zürich, bald sechs Jahre ist das her. Und kürzlich sagte der Präsident Ancillo Canepa, «dass Chelsea damals bereit gewesen wäre, einen zweistelligen Millionenbetrag zu bezahlen». Jetzt wird der FCZ für ihn wohl nichts mehr bekommen. Denn im nächsten Sommer läuft Chikhaouis Vertrag beim FCZ aus, und obwohl Canepa in einem Interview in der Dienstagsausgabe des «Tages-Anzeigers» sagt, Chikhaouis Zukunft sei offen, hat man ihm am Montag nach mehreren Gesprächen mitgeteilt, dass man das Arbeitsverhältnis nicht fortführen werde. Canepa hatte Chikhaouis Vertrag schon einmal verlängert, 2010, damals vor allem aus Grosszügigkeit, mitten in Chikhaouis endloser Krankengeschichte, als wenige an ihn glaubten. Im nächsten Sommer kann er nun also ablösefrei gehen, und es gibt viele Gründe, weshalb eine Trennung vermutlich vernünftig ist. Bernet sagt, Chikhaoui habe nicht auf einen Abschied gedrängt, er wollte nicht unbedingt gehen, «aber ich habe das Gefühl, er ist befreiter, seit er weiss, dass sein Weg in Zürich zu Ende ist». Chikhaoui ist seit Jahren in einer emotionalen Bringschuld, dem Verein, aber auch sich selber gegenüber. «Jetzt muss er sich nicht mehr verpflichtet fühlen, etwas nachzuholen, was er in vielen Jahren in Zürich verpasst hat», sagt Bernet. Aber natürlich gibt es auch wirtschaftliche Gründe, die gegen eine Weiterbeschäftigung Chikhaouis sprechen, bei aller Schwärmerei für ihn, die auch Canepa nie losgelassen hat. 700 000 Franken soll Chikhaoui verdient haben, und mit diesem Lohn passt er nicht mehr ins Gehaltsgefüge des FC Zürich, der weiterhin sparen muss. Chikhaoui ist wie ein Liebhaberauto geworden, wunderschön anzusehen, wenn es läuft, aber eben auch unzuverlässig. Einen solchen Wagen in der Garage stehen zu haben, muss man sich leisten können. Und nicht zuletzt gibt es sportliche Argumente, die nicht für ihn sprechen. Chikhaouis Klasse als Individualist sieht auch jemand, der von Fussball nicht die geringste Ahnung hat. Schwieriger wird es, wenn man ihn in eine Mannschaft integrieren muss; an einem Wochenende ist er dabei, am nächsten wieder nicht; einmal ist er unpässlich, einmal hat er Magenschmerzen, so wie in diesem Sommer, als er einen heftigen Pillen-Cocktail schlucken musste. Und dann, auf einmal, spielt er wieder wunderbar, so wie zuletzt im Derby gegen GC. Aber wie geht man mit so jemandem um? Und wie die Teamkollegen? Der Trainer Urs Meier sagt: «Wenn er spielt und alle verzaubert, ist das genial. Aber fast niemand sieht, welche Arbeit dahintersteckt. Ich habe ihn immer geschützt. Dank mir ist er wieder in der tunesischen Nationalmannschaft und dort sogar Captain.» Und es kommt noch etwas anderes hinzu: Wenn Chikhaoui auf dem Platz stand, hat der FCZ sein Spiel auf ihn ausgerichtet, «wir haben ‹Yassine-Fussball› gespielt», sagt Bernet. Aber schon am nächsten Spieltag war er vielleicht nicht dabei, und der FCZ musste ganz anders auftreten. Das hat der Mannschaft nicht gutgetan. Jetzt, wo der Vertrag nicht verlängert wird, könnte er den FCZ auch schon früher verlassen, schon in der Winterpause. Meier sagt: «Wenn Chikhaoui das Gefühl hat, es ergebe keinen Sinn mehr, in der Rückrunde für uns zu spielen, dann lege ich ihm keine Steine in den Weg.» Aber Meier glaubt nicht daran. Er ist der Meinung, Chikhaoui sei dem FCZ noch etwas schuldig, auch der Tunesier selber denke so, «er muss am Ende noch positive Spuren hinterlassen». Meier sagt, er habe oft gehört, wie schlecht über Chikhaoui geredet worden sei, wie man ihn als Mensch nie richtig wahrgenommen habe. Er verdiene einen respektvolleren Abgang. Aber vermutlich wird Chikhaoui so in Erinnerung bleiben: als vielleicht elegantester Spieler, der je in der Schweiz gespielt hat. Den fast niemand wirklich gekannt hat.
zberg
Mitglied
18.12.2013, 01:23 · #2'420
Beiträge: 332
Find ich noch lesenswert... http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussball/eine-art-erloesung-1.18206627 dieser artikel muss hier gepostet werden. wunderbar. ein paar, die im forum seit jahren nur noch über chikhaoui herziehen, sollten ihn dringend lesen. Chikhaoui verlässt den FC Zürich «Eine Art Erlösung» *Yassine Chikhaoui verlässt den FC Zürich spätestens im Sommer. Falls er früher gehen wolle, dann werde man ihm keine Steine in den Weg legen, so Trainer Urs Meier. Der 27-Jährige spielt höchstens noch bis im Sommer für den FC Zürich – dann endet eine Leidensgeschichte, die eine Erfolgsstory hätte werden sollen. Flurin Clalüna* Schon oft hat man über Yassine Chikhaoui gesprochen, als ob er eine übernatürliche Erscheinung wäre; ein in sich gekehrter Fussballer, jahrelang von Schmerzen geplagt, melancholisch, und doch hat man in den letzten Jahren niemandem lieber beim Spielen zugesehen als ihm. Doch leider kam das viel zu selten vor, über dreieinhalb Jahre war er verletzt, seit er im Sommer 2007 zum FCZ kam und später ein chronischer Dauerpatient wurde. Und vielleicht ist es jetzt auch kein Zufall, dass Marco Bernet, der Technische Direktor des FCZ, über Chikhaouis bevorstehenden Abgang im Sommer sagt: «Es ist eine Art Erlösung.» Es klingt wie eine quasireligiöse Verabschiedung für jemanden, der zuerst als Wunderspieler galt, den aber viele nicht mehr verstanden, nachdem er so misstrauisch geworden war; das geschah im Nachgang zu einem Zeitungsinterview, aus dem viele radikal-muslimische Sympathien herauslesen wollten, wodurch sie Chikhaoui, den gläubigen Tunesier, zum Extremisten machten. Es war Chikhaouis Glanzzeit in Zürich, bald sechs Jahre ist das her. Und kürzlich sagte der Präsident Ancillo Canepa, «dass Chelsea damals bereit gewesen wäre, einen zweistelligen Millionenbetrag zu bezahlen». Jetzt wird der FCZ für ihn wohl nichts mehr bekommen. Denn im nächsten Sommer läuft Chikhaouis Vertrag beim FCZ aus, und obwohl Canepa in einem Interview in der Dienstagsausgabe des «Tages-Anzeigers» sagt, Chikhaouis Zukunft sei offen, hat man ihm am Montag nach mehreren Gesprächen mitgeteilt, dass man das Arbeitsverhältnis nicht fortführen werde. Canepa hatte Chikhaouis Vertrag schon einmal verlängert, 2010, damals vor allem aus Grosszügigkeit, mitten in Chikhaouis endloser Krankengeschichte, als wenige an ihn glaubten. Im nächsten Sommer kann er nun also ablösefrei gehen, und es gibt viele Gründe, weshalb eine Trennung vermutlich vernünftig ist. Bernet sagt, Chikhaoui habe nicht auf einen Abschied gedrängt, er wollte nicht unbedingt gehen, «aber ich habe das Gefühl, er ist befreiter, seit er weiss, dass sein Weg in Zürich zu Ende ist». Chikhaoui ist seit Jahren in einer emotionalen Bringschuld, dem Verein, aber auch sich selber gegenüber. «Jetzt muss er sich nicht mehr verpflichtet fühlen, etwas nachzuholen, was er in vielen Jahren in Zürich verpasst hat», sagt Bernet. Aber natürlich gibt es auch wirtschaftliche Gründe, die gegen eine Weiterbeschäftigung Chikhaouis sprechen, bei aller Schwärmerei für ihn, die auch Canepa nie losgelassen hat. 700 000 Franken soll Chikhaoui verdient haben, und mit diesem Lohn passt er nicht mehr ins Gehaltsgefüge des FC Zürich, der weiterhin sparen muss. Chikhaoui ist wie ein Liebhaberauto geworden, wunderschön anzusehen, wenn es läuft, aber eben auch unzuverlässig. Einen solchen Wagen in der Garage stehen zu haben, muss man sich leisten können. Und nicht zuletzt gibt es sportliche Argumente, die nicht für ihn sprechen. Chikhaouis Klasse als Individualist sieht auch jemand, der von Fussball nicht die geringste Ahnung hat. Schwieriger wird es, wenn man ihn in eine Mannschaft integrieren muss; an einem Wochenende ist er dabei, am nächsten wieder nicht; einmal ist er unpässlich, einmal hat er Magenschmerzen, so wie in diesem Sommer, als er einen heftigen Pillen-Cocktail schlucken musste. Und dann, auf einmal, spielt er wieder wunderbar, so wie zuletzt im Derby gegen GC. Aber wie geht man mit so jemandem um? Und wie die Teamkollegen? Der Trainer Urs Meier sagt: «Wenn er spielt und alle verzaubert, ist das genial. Aber fast niemand sieht, welche Arbeit dahintersteckt. Ich habe ihn immer geschützt. Dank mir ist er wieder in der tunesischen Nationalmannschaft und dort sogar Captain.» Und es kommt noch etwas anderes hinzu: Wenn Chikhaoui auf dem Platz stand, hat der FCZ sein Spiel auf ihn ausgerichtet, «wir haben ‹Yassine-Fussball› gespielt», sagt Bernet. Aber schon am nächsten Spieltag war er vielleicht nicht dabei, und der FCZ musste ganz anders auftreten. Das hat der Mannschaft nicht gutgetan. Jetzt, wo der Vertrag nicht verlängert wird, könnte er den FCZ auch schon früher verlassen, schon in der Winterpause. Meier sagt: «Wenn Chikhaoui das Gefühl hat, es ergebe keinen Sinn mehr, in der Rückrunde für uns zu spielen, dann lege ich ihm keine Steine in den Weg.» Aber Meier glaubt nicht daran. Er ist der Meinung, Chikhaoui sei dem FCZ noch etwas schuldig, auch der Tunesier selber denke so, «er muss am Ende noch positive Spuren hinterlassen». Meier sagt, er habe oft gehört, wie schlecht über Chikhaoui geredet worden sei, wie man ihn als Mensch nie richtig wahrgenommen habe. Er verdiene einen respektvolleren Abgang. Aber vermutlich wird Chikhaoui so in Erinnerung bleiben: als vielleicht elegantester Spieler, der je in der Schweiz gespielt hat. Den fast niemand wirklich gekannt hat. ...und wie immer kommt der beste artikel in sachen chikka von der nzz....
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