Sonntag, 2.10. GC - FCZ [Idiotenfred]

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Libanese Blonde
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04.10.2011, 08:44 · #461
Beiträge: 11'287
Ironischerweise vergingen ja keine 24 Stunden, bis die Pyro, welche im Laufe der Zeit ohne ersichtlichen Grund zu etwas bösem wurde, wieder als Grund allen Übels ausfindig gemacht wurde. Pyro ist heute Gewalt. Die Fackeln brennen allerdings nicht kälter und nicht wärmer als vor 10 oder 20 Jahren. die pyrodiskussion haben wir uns ganz alleine zuzuschreiben. die gründe dafür braucht man wohl nicht zu nennen, hat aber was mit werfen zu tun. und (dies obliegt jetzt der ironie) wurden die pyros kälter. gemäss 20min. vom sonntag sollen die nun nämlich bis zu 30grad heiss werden......
ganzodergarnöd
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04.10.2011, 08:49 · #462
Beiträge: 90
Mich nimmts wunder wie die Post's aussehen würden, wenn es sich beim Fackelwerfer um einen Mitglied vom K4 handeln würde. Vor ein paar Jahren wurden die hier noch zerrissen. Heute gibt es Leute die versuchen den Wurf zu legitimieren. Ich bin in keiner Gruppierung und gehe gerne in die Südkurve. Doch mich wunderts schon wenn eine Gruppe gegen eine andere mobiel macht und dann die selben Fehler auch macht (mir ist bewusst, dass es in Basel mehr Fackeln waren). Die Situation und Ausgangslage war damals eine andere als heute, zudem versucht zumindest hier im Forum niemand den Fackelwurf zu rechtfertigen, es ruft lediglich ein (leider) kleiner Teil zur Besonnenheit auf. Solche Posts wie deine sind, sorry für die Ausdrucksweise, zurzeit wohl ziemlich Fehl am Platz. Ist wohl wirklich der falsche Zeitpunkt diese alte Problematik, über die glücklicherweise bereits Gras gewachsen ist, wieder aufleben zu lassen.
s'Efeu
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04.10.2011, 08:52 · #463
Beiträge: 4'457
«. Diejenigen, die hier im Forum laut bellen und schon mal einen vorbeugenden Gehorsam einüben ('Ja nei, jetzt git's eh keis neus Stadion! Kei Bier meh! Kei Stehplätz!' obwohl rein gar nichts darauf hindeutet - siehe Lauber-Interview - und Law & Order fordern wie der nächste SVP-Spasst), hätten wohl gut daran getan sich ähnlich zu verhalten. Was auch immer man vom Vorgefallenen halten mag: Gmeinsam unufhaltsam gilt auch noch dann, wenn's schlecht läuft. Nicht nur auf dem Platz, auch auf den Rängen.»
KADAVERGEHORSAM? Nein danke, nicht mitr mir. Ich bin nicht bereit, die Idioten vom Sonntag zu decken. Und ja, ich fordere, dass hart durchgegriffen wird, gegen die Fackewerfer. Ich bin nicht mehr bereit solche Leute zu schützen, dzu decken, oder zu verharmlosen. Und DOCH, es WIRD Auswirkungen auf Stehplätze, Bier, Vergitterung, Kontrollen und Einschränkungen haben. Wir haben 2'500 - 3'000 Kurvengänger. Und leider auch 200 bis 300 Subjekte, die alles zu zerstören drohen, was über die Jahre aufgebaut wurde. Ich kann das nicht akzeptieren und ich erwarte von der SK, dass man sich in ALLER Deutlichkeit von diesen Leuten distanziert. Sonst bleibt von "Gmeinsam unufhaltsam" NUR noch "unufhaltsam" und zwar in eine Richtung, unter der ALLE Fans leiden. Kleine Anmerkung: Du beziehst Dich auf Lauber....weisst Du was dessen Meinung in den nationalen Gremien gilt? Nichts! Einen Hühnerfurz. Das Ganze hat Dimensionen angenommen, bei welchen kein einzelner Verein, Stadionbetreiber oder Stadt mehr das Sagen haben wird. Das wird nun (leider) übergeordnet geregelt werden. Zu unser ALLER Nachteil. Denn es geht nicht um ZH allein. Es geht um jedes Stadion, jede Fangruppierunge etc..... Wen interessiert's wie viel Laubers Meinung in nationalen Gremien zählt? Föderalismus, kännsch? Wen interessiert's in den nationalen Gremien, was die KKS zu sagen hat? Bisher niemanden, da sie (noch) in keinem sitzt, ergo haben wir hier und auch sonst wo, abgesehen von SG, kein System KKS. Wenn also der Herr Lauber findet, es gibt die Stehplätze trotzdem, dann wird es sie nach heutigem politischen Stand auch geben. Edith sagt: ...und der heutige politische Stand wird sich nicht von heute auf morgen verändern. Eine Verfassungsänderung ist schon aufwändig genug, geschweige denn eine Systemänderung.
Schwizermaischter FCZ
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04.10.2011, 09:00 · #464
Beiträge: 4'570
& daher ist es ok ihn jetzt öffentlich an den Pranger zu stellen? Wir könnten sonst auch gleich ihn einfach auf dem Helvetiaplatz aufstellen, jeder darf verfaultes Gemüse mitbringen und dann haben wir unser Gaudi daran ihn öffentlich gemeinsam zu bestrafen. Eine allfällige Bestrafung für das Vorgefallene ist Sache des Staates, also der Polizei und des Justizapparates. Das Ganze hat in der jetzigen Form der Darstellung rein gar nichts in den Medien zu suchen, es liegt kein Fall vor, indem die polizeilichen Ermittlungsarbeit vollends ausgeschöpft wäre und daher zu einer öffentlichen Fahndung gegriffen werden müsste (dafür gibt es auch keine Anordnung der Staatsanwaltschaft). Es ist einzig und alleine eine öffentliche Anprangerung von privater Seite. Würde ich das machen mit all denjenigen, die mir nicht in den Kram passen (ciao zäme an dieser Stelle), dann hätte ich zahlreiche Klagen wegen Verunglimpfung am Hals. Er geht gar nicht darum jemanden anzuprangern, mir geht es auch nicht primär um die Typen, die das zu verantworten haben. Alleine schon dass es überhaupt passiert ist, aus welchem Grund auch immer, ist richtig schlecht. Nun müssen die Umstände, die eine solche Tat ermöglichen, zur Schau gestellt werden und da ist eine Menge schief gelaufen. Vom Sicherheitskonzept über die Selbstregulierung wird alles auf den Prüfstand gesetzt, da kommt wohl noch einiges auf den FCZ und auch die anderen Vereine zu. Ich gebe dir aber Recht, es ist Sache der Justiz, die Täter zu finden, nicht die der Medien.
der grosse user lapen
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04.10.2011, 09:21 · #465
Beiträge: 2'397
nein, ihr seit halt auf dem wundesten punkt erwischt worden mit diesen gestohlenen banner. ihr? wer ihr? ich und wer noch? kennst du mich? woher? ev. nicht nur eine präposition statt eines verbs zweiter person sondern auch noch das falsche pronomen verwendet?
CONE OM ZI!RÜ
züri.ch
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04.10.2011, 09:22 · #466
Beiträge: 49
Da sie meistens auch nicht auf frischer Tat ertappt worden sind und bis zur Urteilsverkünigung die Unschuldsvermutung gilt. Aber dieser Fall liegt wohl etwas anders. Vielleicht hat er sich ja heute morgen bei der Polizei gestellt? Oder gestern Abend? Was dann? Ists dann immernoch fair wenn er eingesehen hat das seine Aktion scheisse war und sich freiwillig gestellt hat um die Strafe zu bekommen (Ich weiss, unwahrscheinlich, aber trotzdem möglich)? Die Kunst eines gesunden Menschenverstandes ist sich seines Handelns und dessen absehbaren Auswirkungen im Vorhinein bewusst zu sein. Wer in ein Fussballstadion geht, hat damit zu rechnen, potentielles Zielobjekt einer Linse zu werden, insbesondere bei Handlungen wie diesen.
Titanium
Mitglied
04.10.2011, 09:23 · #467
Beiträge: 4'800
Klar wäre es nicht Sache der Medien. Aber gerade für sie ist es ja gefundenes Fressen, denn es gibt hauffenweise Konsumenten, die nach solchen Stories gieren um dann inkompetente Äusserungen von sich zu geben. Es gibt ja auch Solche, die die Medien gerne mit Aussergewöhnlichem füttern (Exklusivreportage über die Schlägerei zwischen "richtigen" und "falschen" Fans in der OT, Lieferung von Fotos und Filmchen, Insidertips aus der Kurve, usw.). Würden die Medien nicht konsumiert und ständig freiwillig gefüttert, die Berichterstattung wäre wohl kaum dermassen gross. Es wird nur das produziert, was auch konsumiert wird.
chnobli
Mitglied
04.10.2011, 09:24 · #468
Beiträge: 10'418
Die Kunst eines gesunden Menschenverstandes ist sich seines Handelns und dessen absehbaren Auswirkungen im Vorhinein bewusst zu sein. Gratuliere das du im Leben noch nie einen Fehler gemacht hast.
JohnyJLucky
Mitglied
04.10.2011, 09:31 · #469
Beiträge: 6'036
Die Kunst eines gesunden Menschenverstandes ist sich seines Handelns und dessen absehbaren Auswirkungen im Vorhinein bewusst zu sein. Gratuliere das du im Leben noch nie einen Fehler gemacht hast. haha... ist aber nicht den ernst oder? überleg jetzt ganz genau was du als nächstes schreibst...
chnobli
Mitglied
04.10.2011, 09:35 · #470
Beiträge: 10'418
Die Kunst eines gesunden Menschenverstandes ist sich seines Handelns und dessen absehbaren Auswirkungen im Vorhinein bewusst zu sein. Gratuliere das du im Leben noch nie einen Fehler gemacht hast. haha... ist aber nicht den ernst oder? überleg jetzt ganz genau was du als nächstes schreibst... da ich nur obengenannten satz zitiert habe ist es (im allgemeinen leben, nicht auf die aktion(en) vom sonntag bezogen) mein ernst wie ich diesen einen satz kommentiere, doch.
züri.ch
Mitglied
04.10.2011, 10:58 · #471
Beiträge: 49
Die Kunst eines gesunden Menschenverstandes ist sich seines Handelns und dessen absehbaren Auswirkungen im Vorhinein bewusst zu sein. Gratuliere das du im Leben noch nie einen Fehler gemacht hast. Bewusst etwas Falsches zu tun, nennt man keinen Fehler sondern eine Dummheit.
devante
Mitglied
04.10.2011, 11:08 · #472
Beiträge: 19'477
Die Kunst eines gesunden Menschenverstandes ist sich seines Handelns und dessen absehbaren Auswirkungen im Vorhinein bewusst zu sein. Gratuliere das du im Leben noch nie einen Fehler gemacht hast. Bewusst etwas Falsches zu tun, nennt man keinen Fehler sondern eine Dummheit. also z.b. bewusst mit dem velo über die strasse zu fahren bei rot? noch nie gemacht? tja, der junge mann hat mit seinen zwei dummheiten wohl sein leben und vieles mehr zerstört.....dumme aktion. genau so dumm und befrendend finde ich es, dass nun blick einer auf räuber und poli macht, dies ist sache der justiz und der polizei, und sicher nicht vom scheiss Bauern- und boulevardblatt no. 1, wo kämen wir denn da hin wenn dies schule macht? Methoden wie im dritten Reich, propaganda vom Feinsten, ich bin schockiert. die hätten doch einfach das bild der polizei schicken können und die hätten dann entsprechend gehandelt, aber nein, hauptsache man hat noch ein paar clicks mehr auf der page und mehr zeitungen verkauft und somit noch mehr Cash aus der Werbung zu schlagen
Schweri
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04.10.2011, 11:17 · #474
Beiträge: 2'064
Schweri: Wieviel mal hast du dich schon aufgeregt das du nicht im Mittelalter gelebt hast ? Da war der Pranger noch voll IN ! Oder findest du es sogar Geil heute zu leben, da man per Internet noch viel besser Prangern kann? Sorry aber 90 % hier errinert an die Leserkommentare, welche vorallem von diesem Forum immer als sehr peinlich angeschaut werden, dabei seit ihr keinen Dreck besser! Ist immer wieder erstaunlich wie die ganze Sache verhamlost wird. Die Typen haben nicht in einem Kiosk ein Pack Zigaretten gestohlen. Auch nicht das Töffli firsiert. Sondern bewusst gefährliche Verletzungen anderer oder sogar noch schlimmer in Kauf genommen. Und ich hoffe dass genau dieses Veröffentlichn ihres Gesichtes mit dazu beiträgt dass solche Scheisse endlich aufhört. Aber wenn ich die Kommentare z.T hier lese, dann wundere ich mich nicht wenn ein anderer in die Bresche springt.
Avatar von din Vater
din Vater
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04.10.2011, 11:22 · #475
Beiträge: 6'244
Also nun bleibt die alles entscheidende Frage: Wie gelingt es Fankultur und Familien im Stadion zu behalten und Gewalt auszuschliessen. Wie kann man diese kleine Gruppe isolieren und ja: bestrafen (!) ohne die Mehrheit durch Massnahmen (Alkoholverbot, Fanpass, Geisterspiele) zu treffen. Mich überzeugen bisher weder die "Videos über jedem Sitz"-Forderer noch die "rettet unsere Freiheit vor dem Überwachunsstaat"-Rufer. Was muss geschehen? Wer hat eine Idee? Wie kriegt man das kurzfristig in den Griff, wie langfristig? Und ja, da ist die SK für mich auch in der Pflicht. Nicht als verlängerter Arm der Polizei, aber als Partner im Suchen von Lösungen. Mit "wir wollen Pyros, Stehplätze und Anonymität" ist es leider wohl nicht mehr getan. Wenn hier von Fanseite nicht an Lösungen mitgearbeitet wird, dann werden andere (vermutlich kaum regelmässige Matchbesucher) Lösungen durchsetzen. Schauder. Also konstruktive Lösungen vor! Ich finde dein Posting hat gute Denkanstösse und ich versuche mal eine Antwort auf gewisse Fragen zu geben. Zuerst zu deiner ersten Frage: "Wie gelingt es Fankultur und Familien im Stadion zu behalten und Gewalt auszuschliessen?" Ich finde das gelingt grundsätzlich schon ganz gut. Seit einigen Jahren ist in Schweizer Stadien ein regelrechter Zuschauerboom zu registrieren, in den letzten 2 Jahren gab es jeweils einen neuen absoluten Zuschauerrekord mit nun knapp über 2mio. Zuschauer pro Saison. Dazu beigetragen haben neue Stadien, die u.a. auch stark verbesserte Sicherheitbedingungen vorweisen können. Es wurde sehr viel Geld in die Sicherheit investiert und das vor allem auch durch die Clubs. Man kann also grundsätzlich mal konstatieren, dass trotz der andauernden medialen Rufe von wahrscheinlich Fussballabstinenten oder Fernsehzuschauern, man könne mit der Familie nicht mehr ins Stadion gehen ein gegenteiliger Trend festzustellen ist: Immer mehr gehen ins Stadion, darunter auch viele Familien. Nun mag man es mir vielleicht fatalistisch auslegen, aber ich glaube, dass ein gewisser Bodensatz an Gewalt im Fussball nicht auszuschliessen ist. Seit sich der Fussball als Zuschauersport etablieren konnte sind Zuschauerauschreitungen in den Stadien zu verzeichnen. Die Vorläufer des modernen Fussballs in den verschiedenen Arten des Volksfussball wo sich zuweilen komplette Dörfer gegenüberstanden, waren sogar regelrecht durch Gewalt geprägt. Auch im Schweizer Fussball ist es schon vor Jahrzehnten zu Ausschreitungen gekommen. So gab es bereits 1995 Fackelwürfe in einen Fansektor. Im Unterschied zu heute machte man in früheren Zeiten weit weniger Aufheben um solche Vorfälle. Kämpfe zwischen Jugendgangs – wenn auch nicht so sehr beim Fussball – gehörten zum Alltag, und beim Fussball, der Domäne der "unzivilisierten" Proleten, erwartete der "zivilisierte" Teil der Bevölkerung auch nichts anderes als ein "barbarisches" Benehmen. Trotz der Versitzplatzung der Stadien und trotz einer gewaltigen Ausdehnung polizeilicher Massnahmen ist das Problem der Zuschauer- und "Hooligan"-Gewalt bis heute nicht endgültig gelöst (und zwar in keinem Land mit Fussball-Tradition). Vielleicht sollte man dennoch die Aufregung etwas herunterfahren. Vielleicht sollte man Soziologen wie Michel Maffesoli ein wenig ernster nehmen. Der vertrat die relaxte Auffassung: »Das ausgehende 20. Jahrhundert ist eine Periode, die ängstlich auf keimfreie Zustände bedacht ist; es gehört zum guten Ton, mit Engelsgesicht das Anwachsen der Gewalt und die ihr zugeschriebene Bedeutung zu verurteilen. Gleichzeitig kritisieren die Schöngeister an ihr den Nachgeschmack der Barbarei. Es wäre besser, in ihr das Humanum zu würdigen und nachzuvollziehen, auf welchen Wegen sie oftmals ritualisiert werden konnten.« Mittelalterliche Spiele waren in einem Ausmass gewalttätig, dass sie heute keinem Publikum mehr zugetraut werden könnten; verglichen mit der damaligen Realität des Lebens waren sie allerdings keineswegs brutal. Wenn man also heute eine Zunahme der Gewalt beklagt, sei es ausserhalb oder auf dem Spielfeld, sollte man bedenken: Man hat es nicht mit einer neuen Brutalität zu tun, sondern mit einer veränderten Wahrnehmung von Gewalt. Und in jedem Fall ist die Gewalt, die man verurteilt, eine bereits rituell begrenzte. "Wie kann man diese kleine Gruppe isolieren und ja: bestrafen (!) ohne die Mehrheit durch Massnahmen (Alkoholverbot, Fanpass, Geisterspiele) zu treffen." Die Voraussetungen für das gezielte bestrafen von Einzelpersonen oder kleinen Gruppen sind bereits geschaffen worden (Stichwort: Videoüberwachung, Szene-Spotter, Internet-Panger etc). Auch ist in den letzen Jahren der Strafenkatalog sukzessive Ausgebaut worden (Stadionverbot, Rayonverbot, Meldeauflagen etc.). Ich bin sehr erstaunt wie fahrlässig mittlerweile ein Grossteil der Bevölkerung bereit ist, für ein minimales Plus an Sicherheit ein grosses Mass an Freiheit aufzugeben. Zumal am letzten Sonntag die Sicherheitslage nicht derart prekär war, dass man von Schwerverletzten oder sogar Toten ausgehen musste. (Und nein das ist jetzt keine Verharmlosung der Vorfälle: Die leider mittlerweile schon zahlreichen Fackelwürfe haben gezeigt, dass man bei Fackeln keineswegs von Mordinstrumenten sprechen kann. Deshalb finde ich es eher eine masslose Dramatisierung wenn man von möglichen Toten, Krieg oder dergleichen spricht!). Die nötigen Voraussetzungen um die Fackelwerfer und auch die Osttribünen-Schläger zu bestrafen sind also durchaus gegeben. Auch das Strafmass ist in voller breite und differenziertem Mass vorhanden, um nicht wieder die Mehrheit durch unsinnige Massnahmen zu bestrafen. Was muss geschehen? Wer hat eine Idee? Wie kriegt man das kurzfristig in den Griff, wie langfristig? Kurzfristig müssen die Sicherheitsmängel welche im Stadion Letzigrund festzustellen sind beseitigt werden. Die Probleme sind schon seit längerem bekannt und die Stadt hat schon vor einem Jahr Massnahmen beschlossen. Langfristig muss endlich eine Lösung in der Pyrodiskussion gefunden werden. Es stehen eigentlich nur zwei mögliche Optionen im Raum: Entweder man versucht mit allen Mitteln die Null Toleranz durchzusetzen und das Abrennen von Pyros im Stadion zu verhindern. Dabei muss aber bedacht werden, dass der Mitteleinsatz immens sein wird und wohlmöglich von den Vereinen, Verband und Staat nicht getragen werden kann, womit diese Strategie eigentlich schon zum scheitern verurteilt ist. Die andere Option ist ein geregeltes Abbrennen zu erlauben und die Kriminalisierung von Pyro rückgangig zu machen. Damit würde sich wohl auch die momentan dominante mediale Wahrnehmung von Gewalt im Stadion (die ja praktisch immer mit Pyrobildern symbolisiert wird), wieder einem der Realität eher entsprechendem Bild anpassen. Für mich kann eigentlich nur zweiteres ein Weg sein, gepaart mit der konsequenten Verfolgung und Bestrafung von Missbräuchen wie Fackelwürfe. Daneben muss sich die Südkurve vielleicht auch eingestehen, dass sie nicht alle Probleme intern regeln kann, dass Selbstregulierung ab einem bestimmten Punkt versagt, dass man bei einem Fan-Projekt auch externe Leute einbinden muss, dass Legitimität kaum durch Klandestinität zu erreichen ist. Trotzdem glaube ich wie oben schon ausführlicher dargelegt, dass die Gewalt nicht vollumfänglich auszurotten ist (zumal dies auch nur mit massiver staatlicher Gewalt vonstatten geht).
Zappa
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04.10.2011, 11:26 · #476
Beiträge: 1'412
Gratuliere das du im Leben noch nie einen Fehler gemacht hast. Bewusst etwas Falsches zu tun, nennt man keinen Fehler sondern eine Dummheit. also z.b. bewusst mit dem velo über die strasse zu fahren bei rot? noch nie gemacht? tja, der junge mann hat mit seinen zwei dummheiten wohl sein leben und vieles mehr zerstört.....dumme aktion. genau so dumm und befrendend finde ich es, dass nun blick einer auf räuber und poli macht, dies ist sache der justiz und der polizei, und sicher nicht vom scheiss Bauern- und boulevardblatt no. 1, wo kämen wir denn da hin wenn dies schule macht? Methoden wie im dritten Reich, propaganda vom Feinsten, ich bin schockiert. die hätten doch einfach das bild der polizei schicken können und die hätten dann entsprechend gehandelt, aber nein, hauptsache man hat noch ein paar clicks mehr auf der page und mehr zeitungen verkauft und somit noch mehr Cash aus der Werbung zu schlagen Dann nenn mir bitte mal einen konstruktiven Vorschlag, wie man diese Idioten zur Rechenschaft ziehen kann ! Es wird für den FCZ eine ganz happige Busse geben, vermutlich mit Spiele ohne Publikum. Vielleicht gibts sogar Punkteabzug da Wiederholungsfall. Das ganze muss dann wieder der Klub bezahlen ! Und wenn dann die Ticketpreise wieder hochgehen, dann wird geflennt ! Also bitte Vorschläge !
Libanese Blonde
Mitglied
04.10.2011, 11:43 · #477
Beiträge: 11'287
Bewusst etwas Falsches zu tun, nennt man keinen Fehler sondern eine Dummheit. also z.b. bewusst mit dem velo über die strasse zu fahren bei rot? noch nie gemacht? ey devi please..... und das vom godfather of "äpfel und birnen".
BoboBotteron
Mitglied
04.10.2011, 11:45 · #478
Beiträge: 546
2 junge Raser bauen nach einem Rennen auf der Autobahn nach Bern einen Unfall. Nicht nur die Raser werden verurteilt sondern auch die N1 wird für 2 Monate gesperrt! Ein betrunkener Autofahrer fährt eine unbeteiligte Person an. Nicht nur der Autofahrer wird verurteilt sondern alle Autos werden verboten da sie eine grosse Gefahr für unbeteiligte darstellen. Ein Radfahrer touchiert auf dem Trottoir einen Kinderwagen. Alle Velos werden verboten! Ein Hacker verbreitet einen schlimmen Virus auf dem Forum der christlichen Gemeinde von Bü..... Alle Computer werden verboten. Ein Polizist schiesst einem unbeteiligtem Passanten mit Gummischrott ein Auge aus. Alle Waffen der Polizei werden eingezogen und verboten. Ein Ausländer klaut im Migros ein Yoghurt. Alle Ausländer werden ausgewiesen! Ein Pfarrer vergeht sich in der Kirche an einem Jungen. Die Kirche wird für 10 Gottesdienste geschlossen! Ein UBS Angestellter verzockt sich bei Börsengeschäften. Die UBS darf ein halbes Jahr nicht mehr an die Börse. In einem Club wird einem Gast eine Flasche über den Kopf gezogen. Alle Clubs müssen schliessen und Glasflaschen werden überall verboten. Jetzt kriegt noch ein anderer Gast eine Dose an den Kopf. Nun werden alle Dosen verboten. Du, Mitleser, ziehst einem Gegenspieler am Trickot und dieser verletzt sich beim Sturz auf den Kunstrasen. Alle Trickots und Kunstrasen werden verboten! und so weiter, der Rest kann sich jeder selber denken
devante
Mitglied
04.10.2011, 12:01 · #479
Beiträge: 19'477
Bewusst etwas Falsches zu tun, nennt man keinen Fehler sondern eine Dummheit. also z.b. bewusst mit dem velo über die strasse zu fahren bei rot? noch nie gemacht? ey devi please..... und das vom godfather of "äpfel und birnen". klar, ein wenig ganz einfach dieser vergleich, aber ich behaupte mal, dass wegen velos, welche über rot fahren schon mehr personen ernsthaft verletzt wurden (nicht nur die velodödel selber) als wegen fackelwürfen...... ich finde beides komplett daneben ....... bevor ihr hier wieder anfangt mit mimimi dubistadminund darfstsowasnicht sagen mimimi"......... zapata: mein vorschlag steht im posting, lies es nochmals durch und dann wirst du erkennen, wie es hätte gemacht werden sollen meiner meinung nach......die internetfahndung soll, (wenn überhaupt) das ALLERLETZE mittel sein, so jemanden zu überführen, und nach so kurzer zeit war dies def. nicht der fall. Ungeachtet dessen, was er getan hat (bzw. hätte anrichten können!): Jeder scheiss pädophile wird verpixelt oder mit augenbalken in den medien dargestellt, aber dieser junge nicht? come on.........das kann man doch einfach nicht gut heissen! Was bitteschön hat denn der blick davon? Gerechtigkeit? hahahaha.....so naiv könnt ihr doch nicht sein? da gehts nur drum, aus diesem vorfall möglichst viel profit zu schlagen von den ringier-huren.......und sowas kann und will ich nicht unterstützen und gutheissen... aber hören wir auf auf dieser weise zu diskutieren, da finde ich die vorschläge von din_vater schon doch viel besser und konstruktiver als mein, und auch 95% der anderen postings hier drin ein paar seiten weiter vorne hat der Alte Sack aus basel etwas wichtiges erwähnt, basel war im mai 2006 am boden, die medien hauten drauf und die öffentlichkeit stellte ganz basel an den pranger, ein paar jahre später: So volles stadion wie selten zuvor, sportlich so gut dran wie wohl noch nie (bzw. seit der liverpool CL geschichte nicht mehr), eine stadt bzw eine ganze region welche wieder voll und ganz hinter der mannschaft steht, eine kurve die sich selber reguliert (zuminest im stadion), finanziell gut strukturiert, ein neuer präsident der seinesgleichen sucht - wie kommen wir aus dem schlamassel wieder raus, in dem wir uns zweifelsohne befinden: Zusammenstehen, an einem Strick ziehen, fängt bei uns fans an, geht über die mannschaft, die öffentlichkeit sowie unser vorstand, der ist gut beraten keine voreiligen schlüsse (und vor allem schnellschüsse) zu ziehen........man läuft gefahr, noch viel mehr zu zestören als am sonntag........projekte wie das projekt 2. chance, welches vom alten sack erwähnt wurden, haben u.a. dazu beigetragen, dass man in basel wieder volle hütte, gute stimmung und folglich auch erfolgreichen fussball zu sehen bekammt....man wäre gut beraten, sich bei Herrn Häusler und co. ein paar Tips zu holen
gulp
Mitglied
04.10.2011, 12:06 · #480
Beiträge: 638
danke, sehr guter post!! Ich finde dein Posting hat gute Denkanstösse und ich versuche mal eine Antwort auf gewisse Fragen zu geben. ..... "Wie kann man diese kleine Gruppe isolieren und ja: bestrafen (!) ohne die Mehrheit durch Massnahmen (Alkoholverbot, Fanpass, Geisterspiele) zu treffen." Die Voraussetungen für das geziehlte bestrafen von Einzelpersonen oder kleinen Gruppen sind bereits geschaffen worden (Stichwort: Videoüberwachung, Szene-Spotter, Internet-Panger etc). Auch ist in den letzen Jahren der Strafenkatalog sukzessive Ausgebaut worden (Stadionverbot, Rayonverbot, Meldeauflagen etc.). Ich bin sehr erstaunt wie fahrlässig mittlerweile ein Grossteil der Bevölkerung bereit ist, für ein minimales plus an Sicherheit ein grosses Mass an Freiheit aufzugeben. Zumal am letzten Sonntag die Sicherheitslage nicht derart prekär war, dass man von Schwerverletzten oder sogar Toten ausgehen musste. (Und nein das ist jetzt keine Verharmlosung der Vorfälle: Die leider mittlerweile schon zahlreichen Fackelwürfe haben gezeigt, dass man bei Fackeln keineswegs von Mordinstrumenten sprechen kann. Deshalb finde ich es eher eine masslose Dramatisierung wenn man von möglichen Toten, Krieg oder dergleichen Spricht!). Die nötigen Voraussetzungen um die Fackelwerfer und auch die Osttribünen-Schläger zu bestrafen sind also durchaus gegeben. Auch das Strafmass ist in voller breite und differenziertem Mass vorhanden, um nicht wieder die Mehrheit durch unsinnige Massnahmen zu bestrafen. Was muss geschehen? Wer hat eine Idee? Wie kriegt man das kurzfristig in den Griff, wie langfristig? Kurzfristig müssen die Sicherheitsmängel welche im Stadion Letzigrund festzustellen sind beseitigt werden. Die Probleme sind schon seit längerem Bekannt und die Stadt hat schon vor einem Jahr Massnahmen beschlossen.Langfristig muss endlich eine Lösung in der Pyrodiskussion gefunden werden. Es stehen eigentlich nur zwei mögliche Optionen im Raum: Entweder man versucht mit allen Mitteln die Null Toleranz durchzusetzen und das Abrennen von Pyros im Stadion zu verhindern. Dabei muss aber bedacht werden, dass der Mitteleinsatz immens sein wird und wohlmöglich von den Vereinen, Verband und Staat nicht getragen werden kann, womit diese Strategie eigentlich schon zum scheitern verurteilt ist. Die ander Option ist ein geregeltes Abrennen zu erlauben und die Kriminalisierung von Pyro rückgangig zu machen. Damit würde sich wohl auch die momentan dominante mediale Wahrnehmung von Gewalt im Stadion (die ja praktisch immer mit Pyrobildern symbolisiert wird), wieder einem der Realität eher entsprechendem Bild anpassen. Für mich kann eigentlich nur zweiteres ein Weg sein, gepaart mit der konsequenten Verfolgung und Bestrafung von Missbräuchen wie Fackelwürfe. Daneben muss sich die Südkurve vielleicht auch eingestehen, dass sie nicht alle Probleme intern regeln kann, dass Selbstregulierung ab einem bestimmten Punkt versagt, dass man bei einem Fan-Projekt auch externe Leute einbinden muss, dass Legitimität kaum durch Klandestinität zu erreichen ist. Trotzdem glaube ich wie oben schon ausführlicher dargelegt, dass die Gewalt nicht vollumfänglich auszurotten ist (zumal dies auch nur mit massiver staatlicher Gewalt vonstatten geht). zu erstem, richtig, nur warum werden dann diese leute nicht endlich auch zur rechenschaft gezogen (im stadion, aber auch ausserhalb) ? warum macht die polizei, stadionsecurity etc. ihren job nicht ? ist dies so schwierig? ich denke nein. zum zweiten, die beschlüsse der stadt wurden im okt. 2010 gefällt, passiert ist bis jetzt noch nichts, ein jahr mit einer winterpause und einer sommerpause ohne das konkrekt etwas getan wurde? warum ? wie du richtig sagst bin auch ich nicht mehr bereit meine persönliche freiheit wegen einigen idioten weiter aufzugeben (überwachung, kein bier mehr etc. etc.), darum will ich, dass polizei und der staat auch handelt und nicht immer nur weiter disskutiert und populistische statements abgiebt.
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