12'972 Antworten · 6'573'638 Aufrufe · Seite 606 von 649
A
Arafat Abou Chaker
Mitglied
198 Beiträge
Dabei seit August 2012
14.03.2025, 18:26 · #12'101
Beiträge: 198
Ein extrem schwacher Artikel von Ruch. Malenovic ist sicher eine streitbare Persönlichkeit, aber das ist hier ist einfach nur eine Hearsay-Auflistung ergänzt mit Vermutungen und eigenen Einschätzungen. Aus dem Interview fehlen mir Aussagen zur aktuellen Situation und die nahe Zukunft. Chance verpasst.
Der Artikel ist nichts als die Fortsetzung des NZZ-Bashings. Und das auf einem Niveau, das ich von der NZZ nicht erwarte: Fast alles basiert auf "hören sagen" von frustrierten ehemaligen Angestellten ohne jede Quellenangabe. Ja, manchmal muss man einen Informanten schützen, aber man kann nicht einen ganzen Artikel darauf aufbauen allein mit dem Ziel, dem FCZ, resp. Malenovic eine rein zu grätschen.
Es gibt sicher berechtigte Themen, die zu Kritik führen, aber diese sollte man sachlich ansprechen.
Ist es noch Hörensagen, wenn verschiedene Quellen dasselbe berichten?
«Es sind nicht ein, zwei Geschichten von ein, zwei Personen, es sind zehn, zwanzig Geschichten von zehn, zwanzig Personen, stets bezeugt von mindestens zwei Quellen.»
S
spitzkicker
Mitglied
3'784 Beiträge
Dabei seit März 2012
14.03.2025, 18:35 · #12'102
Beiträge: 3'784
Ein extrem schwacher Artikel von Ruch. Malenovic ist sicher eine streitbare Persönlichkeit, aber das ist hier ist einfach nur eine Hearsay-Auflistung ergänzt mit Vermutungen und eigenen Einschätzungen. Aus dem Interview fehlen mir Aussagen zur aktuellen Situation und die nahe Zukunft. Chance verpasst.
Der Artikel ist nichts als die Fortsetzung des NZZ-Bashings. Und das auf einem Niveau, das ich von der NZZ nicht erwarte: Fast alles basiert auf "hören sagen" von frustrierten ehemaligen Angestellten ohne jede Quellenangabe. Ja, manchmal muss man einen Informanten schützen, aber man kann nicht einen ganzen Artikel darauf aufbauen allein mit dem Ziel, dem FCZ, resp. Malenovic eine rein zu grätschen.
Es gibt sicher berechtigte Themen, die zu Kritik führen, aber diese sollte man sachlich ansprechen.
Ist es noch Hörensagen, wenn verschiedene Quellen dasselbe berichten?
«Es sind nicht ein, zwei Geschichten von ein, zwei Personen, es sind zehn, zwanzig Geschichten von zehn, zwanzig Personen, stets bezeugt von mindestens zwei Quellen.»
Das heisst also: Wenn ich zehn Medien einen Schmarren erzähle, u.a. um Frust los zu werden, dann stimmt es? Eine seltsame Meinung.
A
alään
Mitglied
978 Beiträge
Dabei seit November 2014
14.03.2025, 18:43 · #12'103
Beiträge: 978
Ein extrem schwacher Artikel von Ruch. Malenovic ist sicher eine streitbare Persönlichkeit, aber das ist hier ist einfach nur eine Hearsay-Auflistung ergänzt mit Vermutungen und eigenen Einschätzungen. Aus dem Interview fehlen mir Aussagen zur aktuellen Situation und die nahe Zukunft. Chance verpasst.
Der Artikel ist nichts als die Fortsetzung des NZZ-Bashings. Und das auf einem Niveau, das ich von der NZZ nicht erwarte: Fast alles basiert auf "hören sagen" von frustrierten ehemaligen Angestellten ohne jede Quellenangabe. Ja, manchmal muss man einen Informanten schützen, aber man kann nicht einen ganzen Artikel darauf aufbauen allein mit dem Ziel, dem FCZ, resp. Malenovic eine rein zu grätschen.
Es gibt sicher berechtigte Themen, die zu Kritik führen, aber diese sollte man sachlich ansprechen.
Ist es noch Hörensagen, wenn verschiedene Quellen dasselbe berichten?
«Es sind nicht ein, zwei Geschichten von ein, zwei Personen, es sind zehn, zwanzig Geschichten von zehn, zwanzig Personen, stets bezeugt von mindestens zwei Quellen.»
Das es bei einem polarisierenden Menschen wie Milos, verschiedene Quellen gibt die nicht voll des Lobes sind ist doch normal und ja immer noch Hörensagen.
Der Artikel liest sich wie im Wutrausch geschrieben und wirkt auf mich mehr wie eine persönliche Fehde.
Personen die ich kenne und Milos seit langem kennen, sind eigentlich alle zu 100% überzeugt das Erfolg eintritt. Für den Erfolg ordnet er alles unter. Persönlich hätte ich mit dem Ziel „Erfolg egal wie“ wohl nicht gross andere Entscheidungen getroffen bisher.
Diejenigen welche auf einen Fussballromanze hoffen, mit einem FCZ der anders tickt als die grosse Fussballwelt, diejenigen werden wohl tendenziell enttäuscht sein. Romantik kostet aber in der Sportwelt aber auch ein Haufen Geld, stellt sich die Frage ob wir uns das auf Dauer leisten können…
P
popper
Mitglied
661 Beiträge
Dabei seit August 2011
14.03.2025, 19:30 · #12'104
Beiträge: 661
Ein extrem schwacher Artikel von Ruch. Malenovic ist sicher eine streitbare Persönlichkeit, aber das ist hier ist einfach nur eine Hearsay-Auflistung ergänzt mit Vermutungen und eigenen Einschätzungen. Aus dem Interview fehlen mir Aussagen zur aktuellen Situation und die nahe Zukunft. Chance verpasst.
Der Artikel ist nichts als die Fortsetzung des NZZ-Bashings. Und das auf einem Niveau, das ich von der NZZ nicht erwarte: Fast alles basiert auf "hören sagen" von frustrierten ehemaligen Angestellten ohne jede Quellenangabe. Ja, manchmal muss man einen Informanten schützen, aber man kann nicht einen ganzen Artikel darauf aufbauen allein mit dem Ziel, dem FCZ, resp. Malenovic eine rein zu grätschen.
Es gibt sicher berechtigte Themen, die zu Kritik führen, aber diese sollte man sachlich ansprechen.
Ist es noch Hörensagen, wenn verschiedene Quellen dasselbe berichten?
«Es sind nicht ein, zwei Geschichten von ein, zwei Personen, es sind zehn, zwanzig Geschichten von zehn, zwanzig Personen, stets bezeugt von mindestens zwei Quellen.»
Das es bei einem polarisierenden Menschen wie Milos, verschiedene Quellen gibt die nicht voll des Lobes sind ist doch normal und ja immer noch Hörensagen.
Der Artikel liest sich wie im Wutrausch geschrieben und wirkt auf mich mehr wie eine persönliche Fehde.
Personen die ich kenne und Milos seit langem kennen, sind eigentlich alle zu 100% überzeugt das Erfolg eintritt. Für den Erfolg ordnet er alles unter. Persönlich hätte ich mit dem Ziel „Erfolg egal wie“ wohl nicht gross andere Entscheidungen getroffen bisher.
Diejenigen welche auf einen Fussballromanze hoffen, mit einem FCZ der anders tickt als die grosse Fussballwelt, diejenigen werden wohl tendenziell enttäuscht sein. Romantik kostet aber in der Sportwelt aber auch ein Haufen Geld, stellt sich die Frage ob wir uns das auf Dauer leisten können…
Wenn 20+ Leute das Gleiche erzählen, wird wohl schon was dran sein. Dass sich keiner der Kritiker exponieren will ist schwach, aber irgendwo auch verständlich.
Egal, ich messe MM am Erfolg. Und da sieht es bis jetzt schlecht aus: 2 von 3 Saisonzielen sind schon mal in den Sand gesetzt und wir sind im 7. Rang klassifiziert. Bei den Transfererlösen siehts nicht besser aus.
Das entspricht nicht dem Bild, das MM von sich selbst entwirft. Wenn er schon so auf Leistungsprinzip setzt, dann muss auch er daran gemessen werden.
N
Nonda14
Mitglied
411 Beiträge
Dabei seit September 2017
14.03.2025, 20:15 · #12'105
Beiträge: 411
Der Artikel lässt mich ein wenig ratlos zurück. Zusammengefasst ein Aufwärmen von vorherigen NZZ Artikeln, gemischt mit der Übersetzung eines holländischen Artikels, einer kurzen Passage vom Bieler Tagblatt plus den Aussagen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern. Wieso sitzt Ruch 3 Stunden mit Malenovic zusammen, wenn er ihn nichts konkretes zu den Vorwürfen fragt, oder falls er dies tat, wieso gibt er es nicht im Artikel wieder? Ruch's Beschreibung wie Malenovic wirkt wenn er spricht, nimmt mehr Platz ein, als seine effektiven Aussagen oder die Interpretation dieser.
D
Demokrit
Mitglied
5'834 Beiträge
Dabei seit Dezember 2003
14.03.2025, 21:20 · #12'106
Beiträge: 5'834
Jemand der ein Interview in einer Zigarrenlounge abhalten muss, hat für mich fundamentale Probleme.
S
supporter
Mitglied
3'100 Beiträge
Dabei seit April 2005
14.03.2025, 21:33 · #12'107
Beiträge: 3'100
Heutige PK vor dem Luzern Spiel war wieder ein wahre Freude.
Moniz sagt einfach immer was er denkt, geht nie einer Frage aus dem Weg und kommuniziert unheimlich offen und ehrlich. Finde ich persönlich viel sympathischer als viele andere Trainer.
9e:mediaembed:PHI+PFlPVVRVQkUgaWQ9Ii13aE5xczk0TjVvIiB1cmw9Imh0dHBzOi8veW91dHUuYmUvLXdoTnFzOTRONW8/c2k9MUx5cUwyX0taOVlPNXQ1bSI+aHR0cHM6Ly95b3V0dS5iZS8td2hOcXM5NE41bz9zaT0xTHlxTDJfS1o5WU81dDVtPC9ZT1VUVUJFPjwvcj4=https://youtu.be/-whNqs94N5o?si=1LyqL2_KZ9YO5t5m
S
s'Efeu
Mitglied
4'457 Beiträge
Dabei seit Juli 2010
28.03.2025, 12:26 · #12'108
Beiträge: 4'457
CH Media (Aargauer, Luzerner Zeitung, etc.)
Eskalationsstufe Zuber: Vor dem Zürcher Derby knistert es in der Stadt
Der FC Zürich hat die grösste Fan-Kurve der Schweiz und einen der schillerndsten Präsidenten. GC ist noch immer Rekordmeister. Trotzdem ist Zürich vieles, aber keine typische Fussballstadt. Doch vor dem Derby vom Sonntag knistert es. Weil einer die Stadt bewegt, der eigentlich keiner Fliege etwas zuleide tut: Steven Zuber.
Stefan Wyss Jetzt kommentieren 28.03.2025, 05.00 Uhr
Drucken
Teilen
Exklusiv für Abonnenten
Wer ihn kennt, weiss: Dieser Mann trübt kein Wässerchen. Er gilt als scheu, kumpelhaft, lieb. Und auch wenn sein Körper mit den Jahren mit immer mehr Tattoos übersät wurde, sagte seine Schwester Melanie einmal: «Er ist auch als Fussball-Profi immer bodenständig geblieben.» All das dokumentiert eine bemerkenswerte Statistik: In fast 17 Jahren und über 500 Partien als Profi wurde er nie vom Platz gestellt. Nur gerade zwei Spiele hat er in seiner Karriere wegen einer Gelb-Sperre verpasst.
Steven Zuber (rechts) jubelt für seinen neuen Klub – den FC Zürich.
Steven Zuber (rechts) jubelt für seinen neuen Klub – den FC Zürich.
Bild: Claudio Thoma / freshfocus
Er, das ist Steven Zuber. 33 Jahre alt, Zürcher aus dem Tösstal, Stürmer beim FC Zürich. Und ausgerechnet wegen ihm sagt wenige Tage vor dem Derby vom Sonntag ein GC-Fan: «Zuber ist der Grund, weshalb die Stimmung aufgeheizter sein wird als sonst. Es könnte auch eskalieren.» Der Fan, er will anonym bleiben, sagt auch dies über Zuber: «Was er machte, war eine richtige Enttäuschung. Wir fühlten uns hintergangen und verletzt.»
Was Zuber «machte», wurde am 11. Dezember 2024 publik. Er kehrte nach über elf Jahren im Ausland zurück in die Schweiz – und unterschrieb beim FC Zürich einen Vertrag. Beim FCZ! Dabei hatte man auf seinem Instagram-Account noch kurz zuvor lesen können: «Einmal Hopper, immer Hopper!»
Zuber, 2013 mit GC Cupsieger und beim Rekordmeister ein Idol, hatte die Fronten gewechselt. Oder «über die Gleise», wie man in Zürich auch heute noch sagt, obwohl die beiden Stadtrivalen längst im gleichen Stadion spielen.
Beidseitige Abneigung für «Überläufer»
Und damit hat Zuber, etwas überspitzt formuliert, gleich die ganze Stadt gegen sich aufgebracht. Denn auch im Lager des FCZ war man «mässig begeistert von diesem Transfer», wie es Markus Imbach sagt. Imbach ist seit Jahrzehnten FCZ-Fan und Präsident des «Fanklub Letzi». Dabei kam da ein Spieler mit der Erfahrung von weit über 100 Spielen in der deutschen Bundesliga, von 56 Länderspielen und mehreren Teilnahmen an WM- und EM-Endrunden. Aber Imbach sagt: «Zuber hatte null Goodwill.»
Unfreundlicher Empfang: Die Südkurve begrüsst Steven Zuber am 19. Januar im Spiel gegen Yverdon.
Unfreundlicher Empfang: Die Südkurve begrüsst Steven Zuber am 19. Januar im Spiel gegen Yverdon.
Bild: Marc Schumacher / freshfocus
Klar, es gab in den letzten 25 Jahren auch Mihai Tararache, Micheil Kawelaschwili oder Tariq Chihab, die vom einen zum anderen Klub wechselten. Aber ziemlich geräuschlos. «Sie waren Ausländer, keine Identifikationsfiguren.
Bei Zuber, einem Zürcher, ist das ganz anders», so Imbach. Die Südkurve empfing Zuber bei seinem ersten Spiel für den FCZ deshalb mit einem grossen Transparent: «Zuber: Keis Goal wird dich je zum FCZler mache». Zürich mag keine Fussballstadt sein wie Basel oder St.Gallen. Wie Mailand oder Marseille. Oder wie Istanbul und Buenos Aires. Aber wer zum «Überläufer» wird, der bekommt Abneigung auch hier zu spüren – und zwar von beiden Seiten.
Einer der Ersten im Zeitalter des Profifussballs, der mit dem Umweg über das Ausland «ennet der Gleise» landete, war Ruedi Elsener. Der Stürmer war GC-Junior, wurde mit dem Klub Meister und wechselte 1979 nach einer Saison bei Eintracht Frankfurt zum FC Zürich.
Elsener, heute 72 Jahre alt, erinnert sich daran, wie er beim FCZ-Publikum untendurch musste in seiner ersten Saison. «Es lief uns nicht. Wir stürzten als Vize-Meister der Vorsaison auf Platz 4 ab und ich als GC-Bueb war für die Fans der Hauptschuldige.»
Früher wurde das Derby «intensiver gelebt»
Elsener, der fünf Jahre beim FCZ blieb und auch hier Meister wurde, erzählt von einer Zeit, in der das Derby «viel intensiver gelebt wurde in der Stadt als heute». Die Medien hätten tagelang Artikel publiziert, während es «seit ein paar Jahren vielleicht am Matchtag noch etwas zu lesen gibt».
Das hat auch damit zu tun, dass die Identifikation mit den Teams früher grösser war. Der anonyme GC-Fan sagt: «Heute gibt es kaum noch Identifikationsfiguren. Wenn ich ein Trikot von einem Spieler kaufe, muss ich damit rechnen, dass er in einem halben Jahr bereits nicht mehr bei GC spielt.»
Ruedi Elsener im GC-Dress im Europacup-Spiel gegen Inter Bratislava in Zürich am 02.11.1977.
Ruedi Elsener im GC-Dress im Europacup-Spiel gegen Inter Bratislava in Zürich am 02.11.1977.
Bild: Keystone-SDA
Elsener dagegen erzählt: «Als ich beim FCZ war, spielten Zürcher wie Grob, Landolt und ich. Oder andere Schweizer wie Lüdi, Scheiwiler, Seiler, Zwicker und Zappa, die jahrelang beim FCZ waren. Bei GC hiessen sie Berbig, Wehrli, Egli, Hermann, Koller, Sulser oder Schällibaum. Da war die Identifikation beim Fan total.» Deshalb die Frage an Elsener: Weshalb ausgerechnet der Wechsel zum Stadtrivalen? GC habe ein Rückkaufsrecht nicht beansprucht. «Der FCZ hat sich mehr um mich bemüht», erklärt er.
Ähnlich erlebte es Marc Hodel 20 Jahre später. Der Verteidiger ging den umgekehrten Weg, sogar direkt vom FCZ zu GC. Noch heute kann es vorkommen, dass er in der Stadt von FCZ-Fans auf den Wechsel angesprochen wird. Immerhin wird er nicht mehr als «Judas» beschimpft, so wie früher, weil er 1999 beim Stadtrivalen einen gut dotierten Vertrag unterschrieb.
Seine Erklärung: «Mein Vertrag beim FCZ war ausgelaufen und ich hatte kein neues Angebot erhalten, als sich GC meldete.» Hodel sagt deshalb: «Ich habe Verständnis für die Fans. Aber früher wie heute ist es im Fussball so, dass man in erster Linie auf sich selbst schauen muss, weil es unser Beruf ist.»
Marc Hodel (Mitte) nach seinem Tor im Derby gegen den FC Zürich am 09.03.2002 in Zürich.
Marc Hodel (Mitte) nach seinem Tor im Derby gegen den FC Zürich am 09.03.2002 in Zürich.
Bild: Keystone-SDA
Für GC-Captain Abrashi ein No-Go
Diesen Ansatz teilt Amir Abrashi nicht. Am Sonntag wird er die Grasshoppers als Captain aufs Feld führen. «Ich habe den Wechsel von Steven zum FCZ nicht erwartet und ehrlich gesagt kann ich ihn auch nicht verstehen. Für mich käme das nie infrage.» Abrashi ist ein Jahr älter als Zuber. Sie spielten gemeinsam bei den Winterthur-Junioren, trafen sich später bei GC wieder, spielten zwischen 2010 und 2013 für die Zürcher in der Super League und absolvierten zusammen die Sportler-RS.
GC-Captain Amir Abrashi (Mitte) als Antreiber im letzten Meisterschaftsderby am 30. November 2024.
GC-Captain Amir Abrashi (Mitte) als Antreiber im letzten Meisterschaftsderby am 30. November 2024.
Bild: Ennio Leanza / KEYSTONE
Auch für Abrashi ist klar, dass Zuber «Feuer in das Derby bringt». Die Rivalität der Fan-Lager wurde in den letzten Jahren zwar grösser und Gewalteskalationen wurden häufiger. Auch er, Abrashi, erlebt dies und erzählt, wie er in der Stadt von FCZ-Fans schon angepöbelt wurde. Oder wie die Kinder seiner Schwester, die in der Agglomeration wohnen, von Mitschülern beleidigt und beschimpft werden, «nur weil ihr Onkel GC-Captain ist».
Aber bei den Teams sei die Rivalität eher kleiner geworden, erkannte Abrashi. Auch er verweist auf das Fehlen von Identifikationsfiguren. Als er 2010 sein erstes Derby bestritt, standen im GC-Aufgebot neben ihm und Zuber sieben weitere Spieler aus dem GC-Nachwuchs. Beim FCZ waren es zehn Zürcher. «Die Spieler kannten sich und hatten schon bei den Junioren viele Derby-Duelle erlebt», so Abrashi.
Und heute? Nimmt man die letzten GC-Spiele zum Massstab, wird am Sonntag kein Zürcher in der GC-Startformation stehen und mit dem Thurgauer Abrashi womöglich nur ein einziger Schweizer. «Da muss man die Bedeutung des Derbys schon mehr aufzeigen als früher», schmunzelt Abrashi.
Deshalb ist er insgeheim wohl sogar doch auch etwas froh, dass sein früherer Kumpel nun auf der Gegenseite zum Derby einläuft. Denn ausgerechnet dieser Zuber, der ruhige Mann aus dem beschaulichen Tösstal, sorgt dafür, dass es dieser Tage in Fussball-Zürich wieder einmal knistert.
M
Mostowoj
Mitglied
1'487 Beiträge
Dabei seit Februar 2005
28.03.2025, 21:12 · #12'109
Beiträge: 1'487
Riesiges «FCZ»-Graffiti am Zürcher Lindenhof sorgt für Empörung
Ein riesiges «FCZ»-Graffiti wurde am Lindenhof in Zürich entdeckt.
Der Lindenhof ist eine bedeutende archäologische Zone und steht unter Denkmalschutz.
Grünstadt Zürich organisiert die Entfernung des Graffitis, was aufgrund der Grösse aufwendig ist."
Gelöscht
Dann formuliere ich meinen Kommentar gerne positiver:
Welche unserer geschätzten, hochintelligenten Mit-Fans haben dieses ausserordentliche Kunstwerk an dieser alten, wertlosen Mauer angebracht? Es ist eine wahre Freude, dass es auch solche Fans gibt.
Nur schade, dass sich die GC- und Basel-Anhänger bei Grünstadt Zürich stundenlang an der Entfernung dieses Meisterwerks ergötzen dürfen.
B
blanco
Mitglied
2'184 Beiträge
Dabei seit November 2008
30.03.2025, 07:46 · #12'110
Beiträge: 2'184
Möchte mich auch bei der Intelligenzbestie bedanken. Ohne dieses Kunstwerk wäre der FCZ nicht das, was er ist. Vielen Dank!!
J
johnny
Mitglied
1'439 Beiträge
Dabei seit Februar 2006
30.03.2025, 08:13 · #12'111
Beiträge: 1'439
Heimat der treusten FCZ-Fans
Anwälte und Arbeitslose, Bankerinnen und Bauarbeiter – wie die Südkurve zum Dauerthema wurde
Am Derby vom Sonntag wird der Fansektor des FCZ wieder im Fokus sein. Seit 1990 wächst die Südkurve konstant an. Die Geschichte eines umstrittenen Phänomens
Für die einen ist die Südkurve ein Hort der Gewalt, die mit Angriffen auf gegnerische Fans, Fackelwürfen und Raufereien mit der Polizei auffällt. Für die anderen ist sie Heimat. Laut, loyal und leidenschaftlich. Ein Ort von Solidarität und Kreativität.
Wie gehen diese gegensätzlichen Wahrnehmungen zusammen? Und was macht die Südkurve für junge Menschen trotz aller Kontroversen heute so attraktiv? Wir haben versucht, uns dem Phänomen Südkurve anzunähern.
1990er-Jahre oder wie alles begann
In den 1970er-Jahren entsteht eine Fankultur, inspiriert zum Teil von der englischen Hooligan-Szene. In Zürich stürmen FCZ-Fans Fussballplätze, um Siege zu feiern, oder sie zünden Feuerwerkskörper. Auf die klassischen «FCZ»-Rufe folgen erste richtige Fansongs.
Die Südkurve, wie sie sich heute versteht, nämlich als Zusammenschluss von zahlreichen verschiedenen Fangruppierungen, formt sich Mitte der 1990er-Jahre. Davor spricht man zwar bereits von der «Südkurve», meint damit allerdings eher die Zürcher Fan-Ecke im südlichen Teil des Stadions und nicht die gesamte Gemeinschaft.
Die Rivalität zwischen den Stadtzürcher Vereinen GC und FCZ besteht da schon seit Jahrzehnten. «Es gab damals schon FCZ-Fans, die nicht auf die andere Seite der Gleise in den Kreis 5 und damit zu GC gingen. Spieler, die nicht wechselten, es bildeten sich schon früh gewisse Dinge heraus, aber sie waren selten mit Gewalt verbunden», sagt der Historiker Christian Koller, der zum Thema Fankultur geforscht hat.
Die Grasshoppers verkörpern in ihren erfolgreichen Jahren das Bild des elitären Nobelclubs, Grossbürgertum und Freisinn. Beim FCZ ist es anders. «Egal ob arm, reich, Secondo, Studentin, Lehrling oder Schüler: Es gab rund um die Südkurve nie ein elitäres Image», sagt Koller.
In den 90ern nimmt der Einfluss aus dem Ausland zu. Aus der italienischen Ultra-Kultur finden aufwendige Choreografien den Weg in die FCZ-Kurve. 1995 hängt im Letzigrund erstmals ein blaues Banner mit der Aufschrift «Südkurve». Ein Jahr später werden die «Boys» gegründet, die grösste und seit 29 Jahren tonangebende Gruppierung in der Südkurve. Im alten Letzigrund hängt ihr Banner bei den meisten Spielen gleich neben dem ersten «Südkurve»-Schriftzug.
Frühe 2000er: Zusammenhalt gegen Repressionen
Anfang des Jahrtausends gibt es, im Gegensatz zu heute, noch viel Platz auf den Stehrängen des Letzigrunds. Die Südkurve ist noch nicht trendig. Trotzdem kommt es zu Scharmützeln mit der Polizei. 2001 werden rund 30 FCZ-Fans beim Auswärtsspiel in Lugano festgehalten und registriert.
Die FCZler aus der Südkurve wie auch der Datenschutzbeauftragte der Stadt Zürich monieren die fehlende rechtliche Grundlage für das Vorgehen. Die Fans boykottierten die erste Halbzeit des nächsten Heimspiels. So zeichnet sich ein Muster ab, das bis heute bestehen bleibt: Die Kurve reagiert auf Repression mit Zusammenhalt.
Nach den Verhaftungen in Lugano formieren sich auch mehrere Fangruppierungen, die es bis heute gibt. Gleichzeitig entschliessen die Drahtzieher in der Südkurve, zahlenmässig zu wachsen. Auch, um sich im Verein mehr Gehör zu verschaffen.
Vier Jahre später, im Sommer 2004, präsentiert die Südkurve erstmals ein Transparent, das sich über die gesamte Breite der Stehplätze zieht. Die Banner der einzelnen Gruppierungen sind seitdem nur noch bei Auswärtsspielen zu sehen.
Die Südkurve sieht sich von diesem Moment an als grosse Klammer, die die einzelnen Fanclubs umschliesst. Es entstehen eine Südkurven-Fanartikel-Linie und ein unabhängiges Magazin. Fans und teilweise auch Spieler treffen sich nach den Partien in der Flachpassbar im Bauch des alten Letzigrunds.
Das Gemeinschaftsgefühl wächst weiter an. Und die Choreos aus der FCZ-Kurve begeistern die ganze Schweiz. Ein Fan, der damals dabei war, sagt, die Südkurve habe das, was er sich auch von der Mannschaft wünsche: «Kraft, Ausdauer, Kreativität, Ehrgeiz, Solidarität und Loyalität». Der sportliche Erfolg der Mannschaft folgt auf dem Fuss. Auch dank der Arbeit von Trainer Lucien Favre und Aufsteigern aus dem eigenen Nachwuchs wie Blerim Dzemaili. Dank Goalgettern wie Alhassane Keita.
2006: Der sportliche Erfolg
Die Gemengelage ist perfekt, der FCZ ist hipp. Anwälte und Arbeitslose, Banker und Bauarbeiter, alle strömen sie ins Stadion. «Es mischen sich die unterschiedlichsten Schichten und Szenen ganz frei von Etiketten», sagt ein Fan. Dies mache die Südkurve für ihn zu «einem der interessantesten Orte der Schweiz».
Beim Rivalen GC sinkt die Zuschauerzahl nach dem letzten Meistertitel 2003. Der FCZ überholt den Rivalen und wird 2006 nach 25 Jahren wieder Meister. 2007 und 2009 folgen die nächsten Titel.
Beim ersten Gewinn 2006 kommt es im letzten Saisonspiel in Basel zu wüsten Ausschreitungen nach dem FCZ-Siegtor in der 93. Minute. Es ist ein Moment, in dem die Fangewalt, in diesem Fall ausgelöst durch auf den Rasen stürmende FCB-Fans, für die breite Öffentlichkeit mit aller Wucht sichtbar wird. Vor laufenden TV-Kameras.
2008: Radikalisierungen, gemässigte Vertreter in der Zwickmühle
In dieser ebenso stürmischen wie sportlich erfolgreichen Phase verändert sich auch die Südkurve. Nicht nur äusserlich im 2007 neu gebauten Letzigrund, sondern auch im Inneren der Kurve.
Die relativ neue Fangruppierung K4 sorgt für Aufruhr, zuerst unter gemässigten Fans, dann in der Öffentlichkeit. Die Gruppe, die sich aus Jugendlichen aus dem Kreis 4 zusammensetzt, zeichnet sich durch aggressives Auftreten und Gewaltbereitschaft aus, Geschichten von Plünderungen von Autobahnraststätten machen die Runde. In der Kurve sind aber grundsätzlich alle willkommen.
Weit ausserhalb der Fanwelt bekannt wird die Gruppierung durch einen Fackelwurf im St.-Jakob-Park 2008. Bei der Aktion wird zwar niemand verletzt, aber sie hallt nach. Zwei Personen werden verhaftet und später verurteilt. Der Verein geht gegen die immer aggressiver auftretenden Fans vor und verhängt Stadionverbote.
Für die gemässigsten Vertreter der Südkurve eine schwierige Situation. Einerseits sind sie um Mitsprache im Verein bemüht und nähern sich der Geschäftsleitung an. Andererseits sprechen sie sich gegen die Stadionverbote aus.
Nach dem Fackelwurf wird K4 von den gemässigten Gruppierungen aus der Südkurve in einen Nebensektor verbannt – ein Novum. In den Jahren darauf verebbt zwar das Gespräch um diese neue Gruppierung und deren Stil. Der Einfluss von K4 und deren Nachfolgegruppierungen allerdings bleibt.
2012: Das Hooligan-Konkordat schweisst Fans zusammen
Im Februar 2012 kommt es zu einem besonderen Derby. Die 227. Ausgabe ist das erste Aufeinandertreffen von GC und FCZ, seit die gleiche Begegnung im Oktober 2011 abgebrochen werden musste: Damals wurden in der GC-Kurve entwendete FCZ-Fan-Utensilien präsentiert, es kam zu Fackelwürfen der FCZ-Fans in die GC-Kurve und einem Forfait-Sieg für GC.
Darum ist das Stadion leer an diesem 12. Februar. Man sieht die neuen Stehplätze in der Südkurve. Jahrelang haben sich die Fans dafür eingesetzt, nun sind sie endlich da. Aber es ist nicht nur aus Zürcher Sicht eine besondere Zeit.
Zehn Tage zuvor, am 2. Februar 2012, wird das erweiterte «Hooligan-Konkordat» verabschiedet. Es ist ein weiterer Schritt einer – aus Sicht der Kurven – Fan-Kriminalisierung. Und das zeigt sich auch im Erscheinungsbild der Südkurve: Wie alle anderen Kurven ist sie durch eine einheitliche Kleidung monotoner geworden: einheitliche Jacken, einheitliche Hosen, einheitliche Schuhe.
«Das Hooligan-Konkordat hat die Fans zusammengeschweisst und die Vorstellung des bösen Staats befeuert», sagt der Historiker Koller. Die Fans uniformieren sich, um in der Masse untertauchen zu können. Vor allem, seit auch das Zünden von Pyrofackeln als ein Akt der Gewalt bewertet wird.
2016: Diese Fans trotzten dem Misserfolg
2016 steigt der FC Zürich ab. Als das letzte Spiel gegen Vaduz vorbei ist, wollen Chaoten aus der Südkurve die Katakomben des Letzigrunds stürmen, Spieler und Staff flüchten in die Garderobe.
Vier Tage später folgt ein denkwürdiger Cupfinal im selben Stadion. «Günned de Final, gönd hei und schämed oi wiiter!», steht auf einem Banner der Südkurve. Als die Spieler den Pokal in die Höhe stemmen, bleibt das Publikum still. Captain Alain Nef und Vizecaptain Gilles Yapi stellen die Trophäe vor die Kurve.
Die Botschaft an die Fans: Dieser Cupsieg ist euer. Die Situation sagt einiges aus über die Bedeutung, die die Südkurve mittlerweile hat. Und vielleicht hilft es, vielleicht heilt die symbolische Aktion die angespannte Beziehung zwischen Fans und Verein. Ein paar Wochen später, als der FCZ in der Challenge League antritt, sind 13’000 Menschen im Stadion.
Einmal mehr bestätigt sich, was die Südkurve auch ausmacht: Das Publikum hält sportliche Durststrecken aus. Die FCZ-Fans finden gar Gefallen an den Reisen durch die Challenge League und treiben den Zuschauerschnitt der ganzen Liga in die Höhe. Die Heimspiele in Zürich besuchen im Schnitt über 9000 Menschen.
Nach einem Jahr steigt der FCZ wieder auf, die Anhängerschaft bleibt und wächst bis heute. Abgesehen von den Coronazeiten kommen im Schnitt über 10’000 Fans ins eigene Stadion, in der Meistersaison 2021/22 sind es 13’400. In der aktuellen Saison liegt der Schnitt bei fast 15’000. Und bei keinem Club der Liga reisen regelmässig mehr Fans zu den Auswärtsspielen als beim FCZ.
2018: Die Gewalt wird sichtbarer
Mit der Rückkehr in die höchste Spielklasse nimmt auch die Sichtbarkeit der Fangewalt zu. Beim Prime Tower kommt es im Februar 2018 zu einem Angriff von FCZ- auf GC-Fans. Es fliegen Gegenstände und Fäuste, Menschen gehen zu Boden, und andere treten zu.
«Eine neue Dimension der Gewalt», heisst es in den Medien, doch die Gewalt zwischen den Fans beider Zürcher Clubs ist nicht neu. Es gibt sie seit Jahrzehnten. Neu ist vor allem die Sichtbarkeit: Die Staatsanwaltschaft macht die Aufnahmen nach dem Zwischenfall öffentlich, um die Täter ausfindig zu machen und strafrechtlich zu verfolgen.
Die Gewalt beim Prime Tower ist eine mediale Zäsur. Neu ist auch der Ort der Auseinandersetzung: Bis anhin fanden sie meist dort statt, wo sie niemand sehen kann: An Treffpunkten, die man vorher vereinbart. Im Februar 2018 wird der Konflikt jedoch mitten in die Stadt verlegt.
Die wüste Schlägerei ist aber auch ein Abbild dieser Zeit: In der Kurve findet ein Generationenwechsel statt. Befeuert durch eine intensive Rekrutierung, finden sich im Jahr in der Challenge League und nach dem Aufstieg viele «Neue» in der Kurve ein. Die erste Ultra-Generation hingegen tritt langsam ab. Das führt dazu, dass sich Kräfte verschieben, dass neue Strömungen entstehen und dass einige ihre Stärke unter Beweis stellen wollen.
Was in den Diskussionen rund um die Gewalt leicht vergessen geht und seit Anbeginn gilt: der Reiz der Südkurve für junge Erwachsene ist gross. Ein Fan, der 2018 dabei war, sagt: «Die Südkurve hat aus mir das gemacht, was ich bin. Früher war ich der Ausländer. Durch die Südkurve bin ich zum Zürcher geworden. Nicht unbedingt zum Schweizer, aber zum Zürcher. Die Südkurve hat mich politisiert. Die vielen Kämpfe, um die Stehplätze oder gegen das Hooligan-Konkordat, haben mein Denken geprägt. Die Südkurve hat mir einen Rahmen gegeben, um zu handeln, wie bei einem Verein.»
2023: Erneute Eskalation
Wie immer in der Südkurve steht Positives neben Negativem: Was früher als Auflehnen gegen ein übermächtiges GC galt, wird zur Machtdemonstration. Ein kleiner Teil der Anhänger nimmt die Botschaften, die in der Kurve schon lange als Gesang kursieren, offenbar wörtlich: «Züri isch ois» und «Ei Stadt, ein Verein, i eusre Stadt gits nume ein Verein.»
So geraten die FCZ-Fans in den Jahren nach der Pandemie immer wieder in die Schlagzeilen: 30 bis 40 vermummte FCZ-Ultras greifen 2023 zweimal einen GC-Stand am Züri-Fäscht an.
Ein Jahr später kommt es zu einem weiteren Angriff auf Unbeteiligte: Der FCZ hat spielfrei, dennoch überfallen rund 25 Ultras die Chilbi in Wiesendangen.
Die Polizei kann dabei zwar einen 17-jährigen Afghanen mit Wohnsitz in der Stadt Zürich festnehmen, er ist allerdings GC-Anhänger. Angreifer aus dem FCZ-Lager können die Ermittler bisher nicht identifizieren. Auch nicht bei den Angriffen am Züri-Fäscht.
«Die Vorstellung, dass die andere Fanseite in der Stadt keinen Platz hat und es keine GC-Fans mehr geben darf, ist erschreckend», sagt Historiker Koller. Viele Fans trauen sich nicht mehr, mit GC-Utensilien durch die Stadt zu laufen.
«Im Kontext von fanbezogenen Überfällen geht es oft um territoriale Integrität, ums Verdrängen von anderen Fans und Clubs – und um eine Vormachtstellung», sagt Alain Brechbühl, Gewaltforscher an der Universität Bern. Schwere Gewalttaten rund um Spiele der Super League seien in den vergangenen Jahren zwar schweizweit gesunken. Doch Behörden berichten auch von einer Zunahme der Qualität der Gewalt, so komme etwa enthemmtes Verhalten häufiger vor.
Der Verein reagiert auf die Vorfälle. Präsident Canepa und sein Sicherheitschef Luca Maggi verurteilen zwar die Gewalt gegen GC-Anhänger, weisen aber Vorwürfe zurück, wonach die Vereinsführung Fangewalt gegenüber zu passiv auftrete. Dabei ist es gerade Canepa, der nach dem Vorfall am Züri-Fäscht von einer Provokation seitens GC spricht.
In diesen Fällen zeigt sich, was von aussen so schwer greifbar ist. Die Südkurve positioniert sich als Ganzes, wenn der FCZ einen ehemaligen GC-Spieler verpflichtet. Sie zeigt sich solidarisch, wenn die GC-Fans von der Polizei eingekesselt werden. Sie schweigt aber, wenn es darum geht, dass einige wenige Jagd auf Unbeteiligte machen, die einen GC-Schal tragen.
Das sorgt auch unter den Fans für Diskussionen. Einer sagt: «Leute, die an Chilbis andere Fans zusammenschlagen, sind in der Südkurve mehr als umstritten. Die Gewalt kommt nicht aus den Gruppierungen selbst, dort funktioniert die Selbstregulierung noch.» Der Gewalt entgegenzuwirken, sei aber aufgrund der wachsenden Anzahl Fans eine schwierige Aufgabe.
2024: Mehr Minderjährige und Erfolge
Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der Gemeinderat. Auf 37 Seiten zeichnet die Geschäftsprüfungskommission (GPK) 2024 die Problemlage in den Fankurven der beiden Zürcher Clubs auf. Das Bild, das darin von der Südkurve gezeichnet wird, ist vielschichtig: Fangewalt hat sich zugespitzt, auch wenn sie nur von einem kleinen «sehr aktiven Kern» ausgeht. Von den knapp 4000 Personen in der Südkurve sind laut dem Bericht rund 10 Prozent gewaltbereit. Diese Zahl schätzen Experten allerdings als zu hoch ein.
Klar ist: Mit dem grossen Zulauf an Minderjährigen haben sich neue Herausforderungen ergeben, die Selbstregulierung funktioniert an den stetig wachsenden Rändern nicht mehr richtig. Wie weit verbreitet die Jugendkultur mittlerweile ist, zeigen jüngst auftauchende Südkurven-Grafitti und -Kleber weitab der Stadt Zürich.
Ein wichtiger Einschnitt war Corona. Die NZZ nennt die Südkurve «das grösste Jugendhaus der Schweiz» und schreibt: «Sie ist zum Treffpunkt einer pandemiemüden Jugend geworden, die noch zu jung ist, um in einen Club zu kommen, und zu alt, um zu Hause mit den Eltern ‹Brändi Dog› zu spielen.»
Die Fankurve als ein Ort für Junge, um vor den herrschenden Normen zu fliehen. Oder wie es ein Vater eines jugendlichen Fans sagt: «Die Südkurve ist ein äusserst lebendiger, wenn auch schwer zu kontrollierender Ort. Es werden Kleber gemacht, es wird gerappt, es gibt interne Beratungen bei Problemen in der Lehre oder mit der Polizei.»
Der Vater ergänzt: «Natürlich mache ich mir manchmal Sorgen, dass der Junge auf die schiefe Bahn geraten könnte. Er muss aber halt alle Fehler auch machen. Ich möchte meine eigene Zeit in der Südkurve ja auch nicht missen.» Die Südkurve sei ein Ort, an dem viele Junge aufgefangen würden, ein paar wenige aber auch abstürzten.
Der Bericht des Gemeinderates zeigt auch, dass der Fansektor seit einigen Jahren einen Zuwachs an jungen Frauen hat. Sie machen mittlerweile schon etwa 20 Prozent aller Fans der Südkurve aus. Eine Gruppe von etwa 40 Frauen trat jüngst bei der Verpflichtung des Franzosen Benjamin Mendy in Erscheinung, der in England einst wegen achtfacher Vergewaltigung vor Gericht stand und freigesprochen wurde. Die Frauen haben angekündigt, das Stadion zu verlassen, sobald Mendy eingewechselt wird.
Die Präsenz der Frauen wie auch neulich die Erweiterung der Stehplätze im Stadion zeigen, dass die Anziehungskraft der Südkurve trotz den Kontroversen ungebrochen ist. Um die Konsequenzen des Wachstums abzudämpfen, hat die Stadt jüngst zusätzliches Geld gesprochen. Die Sozialarbeit soll in der Kurve deutlich intensiviert werden.
2025: Anziehungskraft ungebrochen
Für viele Fans bleiben die negativen Aspekte aber nur ein Nebenschauplatz und nicht, wie oft von aussen beurteilt, der Kern des Phänomens Südkurve. Die Fans, die vor dem FCZ-Shop für eine Jahreskarte anstehen, werden jährlich zahlreicher. Oder wie es eine junge Frau sagt: «Es wird insgesamt ein zu negatives Bild von der Südkurve gezeichnet. Für mich zählt der Zusammenhalt unter den Fans. Gemeinsam durch die Strassen zu marschieren oder im Stadion den Verein anzufeuern, gibt mir eine Energie, die mir kein anderer Ort geben kann.»
TA 29.3.25
J
johnny
Mitglied
1'439 Beiträge
Dabei seit Februar 2006
30.03.2025, 08:31 · #12'112
Beiträge: 1'439
Auftritt des FCZ-Präsidenten
Er schimpft gerne über die «Ahnungslosen» – Besuch bei Ancillo Canepa
Der Chef und sein Club gehören seit über 18 Jahren untrennbar zusammen. Dabei ist ein Bild zwischen Ekstase und Depression entstanden, das kaum einen kaltlässt.
«Also», sagt Ancillo Canepa, als die Begrüssungsfloskeln absolviert sind, «also, Sie wollen ein Porträt über mich machen. Geboren am 5. Mai 1953 in Rüti. Meine Lieblingsclubs: FC Rüti, Real Madrid und FC Zürich. Meine Lieblingsspieler: Pelé, Maradona, Chikhaoui und Cristiano Ronaldo.»
Die Pfeife liegt gestopft und griffbereit auf dem Tisch in seinem Sitzungszimmer am Zürcher Schanzengraben. Nykï streicht herum, Chilla schaut vorbei, die Hündinnen der Canepas, von Ancillo und Heliane. Sie sehen sie nicht einfach als Tiere, sondern als «gleichberechtigte Familienmitglieder».
Canepa ist seit dem 11. Dezember 2006 Präsident des FCZ, seit rund zwölf Jahren hält er zusammen mit seiner Frau 90 Prozent der Aktien. Er wird demnächst 72, sie ist fünf Jahre älter, seit bald 52 Jahren sind sie zusammen verheiratet. Ihn gibt es nicht ohne sie, sie nicht ohne ihn, und beide gibt es nicht ohne den FCZ, dem sie sich, sagen sie, «mit Haut und Haaren» verschrieben haben.
«Den FCZ gibt es nur in zwei Aggregatzuständen», schrieb diese Redaktion einmal, «himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt.» Der FCZ wandelt zwischen Ekstase und Depression, er steht für eine Emotionalität, die nicht allen gefällt, weil sie manchmal, gerade in der Südkurve, gerne selbstgefällig daherkommt. Da hilft dann auch nicht in jedem Fall, wenn Canepa als oberster Chef und Fan auf einen seiner drei Lieblingsausdrücke zurückgreift.
«Bullshit, Fake News …», beginnt er gleich selbst mit der Aufzählung. Der dritte fällt ihm gerade nicht ein: Ahnungslose. Wenn immer er sein Repertoire gebraucht, gerade im letzten Fall, wirkt er, als sei er derjenige, der alles wisse. «Nein, nein», hält er dagegen, «so ist das nicht. Damit möchte ich mich nicht brüsten.»
Bullshit und Fake News sind mit den Jahren dazugekommen und haben für ihn nichts Beleidigendes. Ahnungslose dagegen hat es für ihn schon früh gegeben. Und es gibt sie immer noch, auch wenn er einsieht, dass er sich dabei zu wenig differenziert äussert. Er redet einfach davon, wenn er wieder einmal das Gefühl hat, dass jemand ohne Insiderwissen über ihn oder den Club urteilt. In all den Jahren ist es darum vorgekommen, dass er in Interviews klarmachte, was er gerade so denkt: «Sie sind einfach schwer von Begriff oder lebensfremd.»
Er hat seine Überzeugungen. Darum ergab es sich schon, dass er eine schwarze Liste von Spielerberatern erstellte, mit denen er vorderhand nichts mehr zu tun haben wollte. Oder als er Ende 2012 im «Tages-Anzeiger» auf eine Art beschrieben wurde, die ihm missfiel («er hat kein Glück, und ohne Glück zeigen sich seine Schwächen»), reagierte er konsequent. Fragen des dafür verantwortlichen Journalisten beantwortete er neun Jahre lang nur an offiziellen Terminen. Der Text liegt jetzt vor ihm, an diesem Mittwochnachmittag. Er mag ihn nicht nochmals lesen, «ich würde mich sonst nur wieder ärgern».
Mit dem Rat von Heliane: «Ruhig und gelassen bleiben»
Die NZZ hat dem FCZ jüngst vorgehalten, in «notorischer Gereiztheit» zu funktionieren, Selbstgerechtigkeit zu zelebrieren und Kritiker abzukanzeln. Natürlich hat Canepa das gelesen, weil er noch einer ist, der täglich mehrere Zeitungen liest – und zweimal die Woche gerne auch den «Kicker». Was entgegnet er darauf? «Nichts», sagt er, «soll jeder schreiben, was er will. Es hängt immer davon ab, ob ich jemanden für kompetent halte oder nicht.»
Der Artikel ist im Zusammenhang mit der Verpflichtung von Benjamin Mendy erschienen, die wegen der Vergewaltigungsvorwürfe, denen sich der Spieler gerichtlich stellen musste, auf eine Art emotional begleitet wurde wie keine andere Verpflichtung im Schweizer Fussball. Darüber redet Canepa nicht mehr, er glaubt, in einem viertelstündigen Interview auf der FCZ-Website alles dazu gesagt zu haben. Und doch bleibt die Frage: Erlaubt es die unternehmerische Überzeugung, sich beim Engagement eines Spielers über die Empfindungen von Öffentlichkeit und Fans hinwegzusetzen?
Dabei geht es nicht nur um Mendy, es geht auch um Steven Zuber, der bis zu seinem Wechsel zum FCZ in diesem Winter als eingefleischter GC-Junge durchging. Und Canepa? Was antwortet er?
Am Anfang des Gesprächs hat er gesagt, die Fragen würden ihn nicht stören. Er beantworte sie einfach so, wie er es für richtig erachte. Und erinnert sich noch an den Rat, den ihm Heliane mitgegeben hat: «Einfach ruhig und gelassen bleiben.» Das sei er in der Regel schon, schiebt er nach, «manchmal gebe ich absichtlich etwas Gas». Er schaut zufrieden drein.
Die Frage nutzt er nun, um seinen Führungsstil zu erklären. Dabei will er seit seinem ersten Tag im Amt einen Mittelweg zwischen Kopf, Herz und Bauch finden. Der Kopf steht für die sachliche Argumentation, das Herz für Emotion und der Bauch für Intuition. «Wenn man nur mit dem Kopf oder mit dem Herz entscheidet, ist das nicht zielführend», sagt er, «wichtig ist der Bauch. Allerdings muss es ein intelligenter Bauch sein, der mit Informationen und Einflüssen gefüttert wird. Er ist es, der alles sammeln und verarbeiten muss, er sagt dir: Mach etwas oder nicht.»
Natürlich reagiert Canepa im Stadion gefühlsbetont auf das Spiel, auf Fehler eines Schiedsrichters, eine Niederlage. «Sofort! Immer!», erklärt er, «das gehört dazu. Aber sonst? Nein. Aus den Emotionen heraus einen Trainer entlassen oder einen Spieler holen? Nein! Dafür bin ich zu lange in einem seriösen Wirtschaftsbereich tätig gewesen und habe weiss Gott viel Erfahrung gewonnen.» Das Rationale soll einen Entscheid des früheren, renommierten Wirtschaftsprüfers beeinflussen. Und der Bauch. Das alles hat über die Jahre nichts daran geändert, dass sich Canepa schnell in einen Trainer oder Spieler verlieben und sich fast gleich schnell auch wieder entlieben kann.
Jetzt der zweite Teil der Antwort zu Zuber und Mendy: «Solche Verpflichtungen sind keine Trotzreaktionen, sie haben nichts Kindisches, dass wir uns sagen: Jetzt setzen wir uns über alles hinweg und machen es erst recht. So jung sind wir auch nicht mehr. Wir tragen Verantwortung.» Kleiner Nachsatz: «Wir überlegen uns, allen Unkenrufen zum Trotz, ziemlich vieles.»
Und neben Mendy gibt es auch Moniz und Malenovic
In der langen Zeit ist dabei durchaus Gutes herausgekommen: die Meistertitel 2007, 2009 und 2022, die Cupsiege 2014, 2016 und 2018, die fünf Teilnahmen an der Europa League – und diese eine an der Champions League, vor allem sie, 2009. «Mein Ziel ist die Champions League», hat der Titel über dem ersten Interview mit Canepa als Präsident im «Tages-Anzeiger» geheissen. Garniert war es mit einem Bild, das ihn, den leidenschaftlichen Hobby-Fussballer, mit einem Ball jonglierend in Anzug und Krawatte zeigte.
Er hat nicht vergessen, was er damals mit seiner Aussage auslöste: «Einen Shitstorm! Es hiess: Der spinnt doch! Der hat keine Ahnung!» Keine drei Jahre später stand der FCZ in der Champions League – nach einer Qualifikation, in der Canepa emotional à la Canepa reagierte. Nach der Heimniederlage gegen Maribor sagte er in seiner Verärgerung: «Ich gehe besser Briefmarken sammeln.» Eine Woche später, nach dem wichtigen Sieg im Rückspiel, meldete er: «Bald kennt man den FCZ auch auf Tonga und Tahiti.»
Und dann eben lief er vor dem ersten Gruppenspiel im Letzigrund über den Rasen. Real Madrid mit Ronaldo als Gegner, 400 Journalisten im Stadion, über 100 Millionen weltweit am Fernseher, und Canepa dachte sich: «Gopfridstutz! Jetzt haben wir es doch geschafft.»
Auch solche Abende und Erinnerungen sind es, die ihn noch immer antreiben, selbst nach über 18 Jahren. Es braucht sie, weil es zur Genüge die anderen Seiten gibt: die Entlassungen von Trainern (neun bisher, nur vier sind von sich aus gegangen); den tumultuösen Abstieg 2016; die personellen Umbrüche im FCZ-Campus auf dem Heerenschürli, die so kontrovers aufgenommen werden; die ständigen Fragen zur Sicherheit, die imageschädigenden Krawalle im Letzigrund bei den Derbys von 2011 und 2021; die Vorwürfe, die Südkurve zu wenig unter Kontrolle zu haben, Vorwürfe eben, die Canepa nerven, weil er sie für falsch hält.
Der FCZ hat nicht nur Mendy, der viele verstört, er hat noch andere M, die zu reden geben: Neben Ricardo Moniz, diesem in Tat und Wort kompromisslosen Trainer, ist das Milos Malenovic. Auf den Sportchef konzentriert sich besonders viel an interner Kritik, wenn sich die Geschichte um seinen Führungsstil oder um den steten personellen Umbau des Vereins dreht.
«Milos ist selbstbewusst und umsetzungsstark», erklärt Canepa. «Ich habe an der GV vor eineinhalb Jahren angekündigt, dass wir den FCZ neu erfinden wollen. Deshalb haben wir für den sportlichen Bereich explizit Milos verpflichtet. Und im Businessbereich haben wir mit Andreas Schmocker, Michael Fritschi und Luca Maggi die Geschäftsleitung verstärken können.»
Ein Leben mit Verlusten und ganz viel Verantwortung
Auch an diesem Tag am Schanzengraben betont er, dass man bei allen wesentlichen Themen als Team arbeite. Es gebe keine einsamen Schnellschüsse. Canepa sagt: «Veränderungen lösen Unruhe aus. Die einen wollen sie mittragen, andere können oder wollen das nicht und reagieren mit Groll. Wir sind keine Wohlfühloase, keine Sozialinstitution. Wir müssen Erfolg haben. Das allein ist die Basis für wirtschaftliche Unabhängigkeit.» Er ist sehr zufrieden mit den Neuerungen und den Entwicklungen. Auf dem Heerenschürli sieht er nur zufriedene Gesichter. Weil er sie sehen will? «Nein, weil es so ist. Wir sind oft vor Ort und können das Arbeitsklima aus eigener Anschauung beurteilen.»
Was ihn von Tag 1 an begleitet, sind nicht nur Siege und Niederlagen, die im Europacup gleich Millionen kosten können wie im letzten August gegen Guimarães. Das sind auch die wirtschaftlichen Kämpfe. Als er anfing, betrug das strukturelle Defizit zu Beginn einer Saison um die 4 Millionen Franken. Inzwischen ist es auf 7,5 Millionen angewachsen. Verluste, zum Teil bis zu 10 Millionen, hat es viel mehr gegeben als Gewinne. Darum braucht es dringend Einnahmen aus Transfers oder Europacup, und wenn die fehlen, muss das Portemonnaie der Canepas aushelfen. So wie letzte Saison, als 7,5 Millionen fehlten. Die Rechnung für die laufende Spielzeit sieht auch nicht rosig aus.
«Der Letzigrund ist wirtschaftlich ein Fass ohne Boden», hat Canepa schon vor vielen Jahren gesagt. Daran hat sich nichts geändert, weil der FCZ als Mieter bei Catering und Vermarktung so eingeschränkt ist, dass ihm Einnahmen von rund 5 Millionen pro Jahr entgehen. Daran etwas ändern kann nur ein neues Stadion, das es wegen der nervig-hartnäckigen Widerstände von Anwohnern wohl noch ein paar Jahre nicht geben wird.
Was zur Frage führt: Braucht es eine masochistische Ader, um in Zürich einen Fussballclub zu führen? Oder ein grosses Fan-Herz? «Nein, zweimal nein», sagt Canepa, «das hat mit Verantwortungsbewusstsein zu tun. Ja, wir könnten sagen: zack, bumm, Stecker raus! Aber das machen wir nicht, weil wir einen geordneten Übergang wollen.» Eine lokale, regionale oder nationale Lösung schwebt den Canepas vor, irgendwann.
Und solange diese Lösung nicht gefunden ist, solange leben sie eben rauchend mit ihrem FCZ.
TA, 30.3.25
B
Brolin
Mitglied
2'087 Beiträge
Dabei seit Mai 2004
30.03.2025, 08:44 · #12'113
Beiträge: 2'087
Riesiges «FCZ»-Graffiti am Zürcher Lindenhof sorgt für Empörung
Ein riesiges «FCZ»-Graffiti wurde am Lindenhof in Zürich entdeckt.
Der Lindenhof ist eine bedeutende archäologische Zone und steht unter Denkmalschutz.
Grünstadt Zürich organisiert die Entfernung des Graffitis, was aufgrund der Grösse aufwendig ist."
Gelöscht
Dann formuliere ich meinen Kommentar gerne positiver:
Welche unserer geschätzten, hochintelligenten Mit-Fans haben dieses ausserordentliche Kunstwerk an dieser alten, wertlosen Mauer angebracht? Es ist eine wahre Freude, dass es auch solche Fans gibt.
Nur schade, dass sich die GC- und Basel-Anhänger bei Grünstadt Zürich stundenlang an der Entfernung dieses Meisterwerks ergötzen dürfen.
Möchte mich hier anschliessen: eine echte Wertvermehrung. Beim Jumbo bekommst du eine blaue Spraydose für 10.- Das Ganze hier zu entfernen wahrscheinlich für etwa das 1000-fache, so guet.
P
piiiZH
Mitglied
1'867 Beiträge
Dabei seit April 2008
01.04.2025, 08:38 · #12'114
Beiträge: 1'867
Cillo heute zum Thema Gräffiti:
9e:mediaembed:PHI+PFlPVVRVQkUgaWQ9ImQ4SHhRY0JyN1E0IiB1cmw9Imh0dHBzOi8veW91dHUuYmUvZDhIeFFjQnI3UTQiPmh0dHBzOi8veW91dHUuYmUvZDhIeFFjQnI3UTQ8L1lPVVRVQkU+PC9yPg==https://youtu.be/d8HxQcBr7Q4
S
sapperlott
Mitglied
162 Beiträge
Dabei seit Mai 2018
01.04.2025, 08:40 · #12'115
Beiträge: 162
Cillo heute zum Thema Gräffiti:
9e:mediaembed:PHI+PFlPVVRVQkUgaWQ9ImQ4SHhRY0JyN1E0IiB1cmw9Imh0dHBzOi8veW91dHUuYmUvZDhIeFFjQnI3UTQiPmh0dHBzOi8veW91dHUuYmUvZDhIeFFjQnI3UTQ8L1lPVVRVQkU+PC9yPg==https://youtu.be/d8HxQcBr7Q4
1.April?
Edit: Nicht zu vergleichen natürlich mit dem 1. April Statement damals bzgl Piu
P
piiiZH
Mitglied
1'867 Beiträge
Dabei seit April 2008
01.04.2025, 08:45 · #12'116
Beiträge: 1'867
Cillo heute zum Thema Gräffiti:
9e:mediaembed:PHI+PFlPVVRVQkUgaWQ9ImQ4SHhRY0JyN1E0IiB1cmw9Imh0dHBzOi8veW91dHUuYmUvZDhIeFFjQnI3UTQiPmh0dHBzOi8veW91dHUuYmUvZDhIeFFjQnI3UTQ8L1lPVVRVQkU+PC9yPg==https://youtu.be/d8HxQcBr7Q4
1.April?
Der FCZ kennt in Bezug zu 1. April Meldungen schon lange keinen Spass mehr ;-) dazu kam mir heute als Anekdote gerade diese "Geschichte" in den Sinn: https://www.fczforum.ch/forum/topic16796-32851.html
Ich vermute Cillo hat einfach aktuell nochmals deutlich mehr Gräffiti-Post bekommen, als sonst schon...
G
Gögi
Mitglied
2'197 Beiträge
Dabei seit Dezember 2007
01.04.2025, 08:48 · #12'117
Beiträge: 2'197
Cillo heute zum Thema Gräffiti:
9e:mediaembed:PHI+PFlPVVRVQkUgaWQ9ImQ4SHhRY0JyN1E0IiB1cmw9Imh0dHBzOi8veW91dHUuYmUvZDhIeFFjQnI3UTQiPmh0dHBzOi8veW91dHUuYmUvZDhIeFFjQnI3UTQ8L1lPVVRVQkU+PC9yPg==https://youtu.be/d8HxQcBr7Q4
1.April?
Der FCZ kennt in Bezug zu 1. April Meldungen schon lange keinen Spass mehr ;-) dazu kam mir heute als Anekdote gerade diese "Geschichte" in den Sinn: https://www.fczforum.ch/forum/topic16796-32851.html
Ich vermute Cillo hat einfach aktuell nochmals deutlich mehr Gräffiti-Post bekommen, als sonst schon...
Und die sind schlecht fürs Emitsch.
Hat sicher auch mit dem Lindenhof zu tun. Hat mich auch geärgert dieses riesige Graffiti auf einer historischen Stadtmauer.
Der Artikel ist hinter einer Pay-Wall, kopier doch bitte den Text hier rein :)
S
Salocin27
Mitglied
711 Beiträge
Dabei seit Februar 2016
03.04.2025, 21:18 · #12'120
Beiträge: 711
Widerstand gegen Mendy – FCZ-Aufsteiger abgestraft
Ein Verteidiger darf gegen Lausanne aus disziplinarischen Gründen nicht einmal auf die Bank. Ein anderer kann Fehler um Fehler begehen – und bleibt unangetastet.
Florian Raz
Reporter Fussball BLICK
Die Mendy-Saga beim FC Zürich geht immer weiter. Neben dem Feld, wo in Fankreisen wegen seiner belasteten Vorgeschichte im Umgang mit Frauen ein offener Brief an das Besitzer-Ehepaar Canepa herumgereicht wird. Es geht dabei unter anderem um das ungute Gefühl, dass Benjamin Mendys (30) Verpflichtung bei den Unterzeichnenden hinterlassen hat. Und darum, was das mit ihrer Liebe zum FCZ macht.
Auf dem Feld geht unterdessen Mendys Pleiten-Pech-und-Pannen-Show fröhlich weiter. Gegen Lausanne-Sport legt der Weltmeister von 2018 am Mittwoch eine Startphase hin, dass einem die Haare zu Berge stehen. Zwei grobe Schnitzer in fünf Minuten, einer davon wird von Lausanne zum 0:1 ausgenutzt.
«Er macht zwei unakzeptable Fehler»
Da sagt selbst Ricardo Moniz (60): «Fussball ist ehrlich. Die Wahrheit ist auf dem Platz. Und er macht zwei unakzeptable Fehler.» Dabei ist der FCZ-Trainer weiter der grösste Fürsprecher des Linksverteidigers: «Es ist meine Aufgabe als Trainer, ihn zu stützen.»
Mag sein, dass dem so ist. Mendys Bilanz in Zürich bleibt dennoch bemerkenswert. In seinem ersten Spiel gegen Yverdon ist ihm gleich ein Assist zum Siegtreffer gelungen. Seither aber ist die Zahl der Gegentore, die er durch seine nachlässige bis fahrlässige Abwehrarbeit verschuldet, auf drei gestiegen. Das macht einen Fehler pro 75 Minuten Einsatzzeit, der zu einem Gegentor führt. Cup-Out gegen YB inbegriffen. Dazu noch das Nachtreten im Zürcher Derby, das mit Rot hätte bestraft werden müssen. Unter dem Prädikat «weltmeisterlich» wird gemeinhin etwas anderes verstanden.
Trotzdem lässt ihn Moniz gegen Lausanne bis zur 86. Minute auf dem Feld. Vielleicht, weil Mendy zwei, drei schöne Flanken schlägt. Vielleicht auch in der Hoffnung, dass der 30-Jährige mit solchen Einsätzen irgendwann in dieser Saison noch eine körperliche Verfassung erreicht, mit der er das Team verstärkt statt belastet.
Moniz über Ligue: «Er hat einen Fehler gemacht»
Mit einem anderen Spieler geht der Coach weniger nachsichtig um. Junior Ligue (20) fehlt am Mittwoch im Team. Nicht einmal auf die Bank darf der vom Stürmer zum Verteidiger umgelernte Aufsteiger der Saison. Laut Moniz eine Disziplinarstrafe: «Er hat einen Fehler gemacht.» Mehr mag der sonst so offene Trainer für einmal nicht sagen. Es ist aber davon auszugehen, dass Ligue demnächst begnadigt wird. Schliesslich möchte der FCZ mit ihm dereinst eine stolze Ablösesumme einnehmen.
Möglich, dass ihm das auch mit einem oder mehreren aus dem Quartett Neil Volken (17), Cosimo Fiorini (18), Daniel Denoon (21) und Vincent Nvendo (21) gelingt. Sie alle werden in der zweiten Halbzeit eingewechselt und erhalten danach von Moniz ein Sonderlob. Alle dürfen sich als Teil jenes FCZ fühlen, der ein 0:2 in den letzten Minuten des Spiels noch zu einem 2:2 dreht. Es sind Minuten, in denen Benjamin Mendy schon nicht mehr auf dem Feld steht.