Medien

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Stadtfuchs
Mitglied
12.11.2011, 19:13 · #921
Beiträge: 263
aber nicht mit Tatsachen, die er nicht verbrochen hat... Das ist halt die Frage. Ich behaupte mal, dass kaum einer hier die Geschehnisse so nah erlebt hat, dass er mit Gewissheit von Eigenverschulden, etc. reden kann, wie es ein Grossteil der Medien, bzw. auch unsere Vereinsleitung tut. Beispielsweise wenn der Betroffene den Knaller so nach dem Moto "da heb mal rasch" in die Hand gedrückt bekommen haben sollte. Vielleicht erfährt man ja irgendwann mal noch die genaueren Umstände. Aus den Federn der moralisch verkommenen, publizistischen Brandstifter an der Dufourstrasse wohl kaum.
Hopper Stopper
Mitglied
12.11.2011, 19:16 · #922
Beiträge: 45
Du schreibst Richtiges und trotzdem hinkt der Vergleich: Borer wurde mit dieser Rowe-Schlampe (oder so was hiess die glaub' ich) durch den dicksten Dreck gezogen, ohne dass er anscheinend mit ihr gevögelt hätte. Der armselige Petarden-Verletzte wurde auch durch den Dreck gezogen, aber nicht mit Tatsachen, die er nicht verbrochen hat... Du hast recht, kann man nicht 1:1 vergleichen, wollte einfach die Scheinheiligkeit und Weinerlichkeit dieser Blick Typen aufzeigen, die hemmungslos auf einen Jungen eintreten, der bereits am Boden liegt. Wenn er tatsächlich die Petarde geworfen hat, wird das neben dem Verlust seiner Finger auch zivil- und strafrechtliche Konsequenzen haben. Da braucht ihn Blick nicht auch noch tagelang an den Pranger stellen. Über das Geheule der Blick Typen, nachdem jemand mit harten Bandagen zurückgeschlagen hat, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen (obwohl solche Aktionen dem FCZ schaden).
Roger Kundert
Mitglied
12.11.2011, 19:47 · #923
Beiträge: 2'053
aber nicht mit Tatsachen, die er nicht verbrochen hat... Das ist halt die Frage. Ich behaupte mal, dass kaum einer hier die Geschehnisse so nah erlebt hat, dass er mit Gewissheit von Eigenverschulden, etc. reden kann, wie es ein Grossteil der Medien, bzw. auch unsere Vereinsleitung tut. Beispielsweise wenn der Betroffene den Knaller so nach dem Moto "da heb mal rasch" in die Hand gedrückt bekommen haben sollte. Vielleicht erfährt man ja irgendwann mal noch die genaueren Umstände. Aus den Federn der moralisch verkommenen, publizistischen Brandstifter an der Dufourstrasse wohl kaum. Da hast auch Du wiederum Recht, das Eigenverschulden kann ich nicht bestätigen, weil ich es nicht weiss. Dein letzter Satz übrigens finde ich grosse Klasse; in Wortwahl und Ausdrucksweise. Kompliment.
fischbach
Mitglied
13.11.2011, 10:05 · #925
Beiträge: 2'950
Der Sonntag Der Fisch stinkt vom Kopf her Christof Moser Ein FCZ-Fan sprengt sich an einem Auswärtsspiel in Rom mit einer Petarde drei Finger weg. Der «Blick» verhöhnt ihn als «Petarden-Trottel», zeigt sein Bild, nennt seinen Vornamen – und setzt damit eine Spirale der Selbstjustiz in Gang, die inzwischen ausser Kontrolle geraten ist. Die Boulevard-Macher, die den Fussball lieben, gegen die Fussball-Fans, die den Boulevard hassen. Ein Trauerspiel. Nein, es gibt keine Rechtfertigung dafür, Journalisten per SMS Morddrohungen zu schicken, Plakate aufzuhängen mit ihren Fotos, Namen und Telefonnummern und ihre Ehefrauen und Kinder mit toten Fischen in den Briefkästen zu verängstigen. Ebenso wenig gibt es eine Rechtfertigung dafür, den Petarden-Zünder anzuprangern, seinen Arbeitgeber anzurufen, sein Haus zu zeigen, seine Eltern zu belästigen, ihre Namen, ihren Beruf, ihre Automarke zu nennen. Jetzt werden die Hetzer gehetzt. Und die reagieren mit Heuchelei darauf.«Wir lieben den Fussball und verachten Gewalt», rechtfertigt «Blick»-Chef Ralph Grosse-Bley die Hetzkampagne seines Blatts. Wie schrieb Heinrich Böll einst in seinem Buch «Die verlorene Ehre der Katharina Blum», das von den Praktiken der Boulevardpresse handelt? «Die Gewalt von Worten kann schlimmer sein als die von Ohrfeigen und Pistolen.» Die Journalismus-Trottel machen den Journalismus genauso kaputt wie die Petarden-Trottel den Fussball: mit Gewalt. Ja, der Fisch stinkt vom Kopf her. Der «Blick»-Sportchef verkündete öffentlich, die Pyro-Täter an den Pranger zu stellen sei Aufgabe der Medien, weil der Rechtsstaat nicht mehr funktioniere. Und jetzt muss der «Blick», der die Selbstjustiz ausgerufen hat, die Polizei einschalten. Das ist etwa so, als würden Einbrecher Begleitschutz von der Securitas verlangen, weil sie Angst haben im Dunkeln. Machen wir kurzen Prozess: Der deutsche Boulevard ist in der Schweiz gescheitert.
yellow
Mitglied
13.11.2011, 10:41 · #926
Beiträge: 6'690
So macht der Sonntag doch richtig Spass. Gleich zwei Artikel (Interview mit Heusler und Sonntag-Artikel), die das leidige Thema sehr sachlich angehen und hoffentlich viele Leute zu einem vertieften Nachdenken anregen.
Hopp Schwiiz
Mitglied
13.11.2011, 14:33 · #927
Beiträge: 278
Ich finde die Aktion durchaus gelungen. Hat mich gefreut, dass man die Blick "Journalisten" mit ihren eigenen Waffen angegriffen hat. Noch mehr freut mich die peinliche Stellungsnahme von Blick Seite aus. Da sieht man, wieviel Hirn in diesen Köpfen steckt. Sie können austeilen, einen wehrlosen Mann zur Schnecke machen, Halbwahrheiten und Lügen verbreiten und wenn sie mit den genau gleichen "Stilmitteln" konfrontiert werden, ziehen sie den Schwanz ein, heulen rum und stellen sich als Opfer dar. Ihnen sei mal gesagt: Actio = reactio. Blauäugig und dumm wenn die gedacht haben, dass sie mit ihrer "Berichterstattung" einfach so durchkommen, ohne irgendwelche Gegenangriffe. Dem Blick fehlt es eindeutig an: http://www.youtube.com/watch?v=JiUOkAwruf0 Es wäre zutiefst lächerlich, wenn sie mit ihrer Selbstjustiz gegen die gesellschaftsbedrohenden, ständig randalierenden "Hooligans" durchkommen. Und doch habe ich die Vorahnung, dass Herr und Frau Schweizer dem Blick rechtgeben und die Blossstellung und den Pranger als legitimes Mittel sehen. Die Kommentare auf tagi.ch stimmen mich aber durchaus positiv, leider hat der Blick die Kommentarfunktion bei diesem einen Artikel deaktiviert. Wohl aus Angst, dass die Menschen mal zu denken anfangen und den Blick beginnen zu hinterfragen. Und das wäre Gift für so eine Zeitung.
Tsüri
Mitglied
14.11.2011, 08:35 · #929
Beiträge: 728
Im ersten Moment kann man vielleicht eine gewisse Schadenfreude und Belustigung auf diese ungebildeten Boulevard-Journalisten empfinden. Bei weiterer Nachbetrachtung ist die Nachhaltigkeit massgebend, und die - denke ich - wird ein anderes Licht auf die Aktion werfen; wer auch immer sie begangen hat. So halte ich den Weg beim Presserat einzuschreiten, als der Richtige. Auch ich bin der Meinung, dass die Berichterstattung ein unerträgliches Niveau erreicht hat; mit illegalen Gegenreaktionen wird man aber sicher nicht sein Ziel erreichen, sondern die Fronten nur weiter verhärten. Bin ja nicht immer mit Deinen Posts einverstanden. Aber hier mal ein fettes WORD! Die Aktion zeigt zwar auf, dass auch der Blick verwundbar ist. Sie ist aber feige (weil anonym) und trägt absolut nichts dazu bei, dass mehr Fairness und Ausgewogenheit in der Berichterstattung über Fussballfans einkehrt. Darum bin ich auch für den "offiziellen" Weg über den Presserat und einer allgemeinen Deeskalation der ganzen Geschichte.
3-angler
Mitglied
14.11.2011, 12:17 · #931
Beiträge: 63
Muss Grosse-Bley noch jemanden in den Selbstmord treiben, bis die Auflagenzahl stimmt? (Hätte dies gern als Kommentar im Blick gepostet, aber nur gerade bei diesem einen Artikel des Chefredaktors sind interessanterweise keine Kommentare möglich). "Manchmal begeht einer auch Selbstmord. So endete z.B. ein Ehrverletzungsprozess gegen Viktor zu Folge Wegfalls des Anklägers vorzeitig." Laudatio (!!!) für Viktor Dammann. Quelle: http://www.blick.ch/news/schweiz/news28050
Titanium
Mitglied
14.11.2011, 12:52 · #932
Beiträge: 4'800
Schweiz: Das ganze Arsenal der Repression http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/schweiz-das-ganze-arsenal-der-repression-11527262.html Ein ausgezeichneter Artikel, der alles ausleuchtet und dies auf eine erstaunlich neutrale Weise. Wer bisher von diesem Thema kaum eine Ahnung hatte, kann sich nach dem Lesen dieses Artikels zumindest an einer Diskussion beteiligen. Was mir hier aber fehlt ist eine eigene Meinung, wie man das Problem lösen könnte. Es wird zwar erwähnt, was schon alles versucht worden ist, aber ein Vorschläg seitens faz fehlt leider. Vielleicht war das auch die Absicht der Redaktion, da sie gegenüber der Schweiz nicht lehrerhaft auftreten möchten. Zumindest in der Schweiz aber wird von Seiten der Medien viel kritisiert und die Problemzonen ausgelotet. Von einem konkreten und umsetzbaren Lösungsweg steht kaum mal etwas. Auch die Medien haben eben keine Lösung griffbereit.
de Albisriede Assi
Mitglied
14.11.2011, 13:40 · #933
Beiträge: 130
Schweiz: Das ganze Arsenal der Repression http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/schweiz-das-ganze-arsenal-der-repression-11527262.html Finde auch, ist ein spitze Artikel. Ist ja schon erstaunlich, dass ein solch nüchterner und alle Aspekte umfassender Beitrag zur Situation in der Schweiz aus Deutschland kommt. Die Medienlandschaft der Schweiz ist ausgebrannt. Ganz wenige Ausnahmen vorbehalten. PS: Lösungen zu finden ist auch nicht die Aufgabe der Medien. Sie sollen durch Analyse der Probleme und Aufzeigen der Gründe nur helfen, Lösungen zu finden. My2cents
Titanium
Mitglied
14.11.2011, 13:58 · #934
Beiträge: 4'800
Schweiz: Das ganze Arsenal der Repression http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/schweiz-das-ganze-arsenal-der-repression-11527262.html Finde auch, ist ein spitze Artikel. Ist ja schon erstaunlich, dass ein solch nüchterner und alle Aspekte umfassender Beitrag zur Situation in der Schweiz aus Deutschland kommt. Die Medienlandschaft der Schweiz ist ausgebrannt. Ganz wenige Ausnahmen vorbehalten. PS: Lösungen zu finden ist auch nicht die Aufgabe der Medien. Sie sollen durch Analyse der Probleme und Aufzeigen der Gründe nur helfen, Lösungen zu finden. My2cents Ich finde schon, dass ich von einer fortschrittlichen Zeitung einen Lösungsvorschlag erwarten kann und lese auch in Kommentaren, wie es besser gehen könnte (Wirtschaft, Politik, usw.). Als Journalist geht man den Ursachen der Probleme nach, analysiert die Situation und schliesst daraus ein mögliches Szenario, welches kommt, wenn's so bleibt. Da ist es doch nur logisch, dass der betreffende Schreiberling auch etwas zur Lösung beitragen möchte und auch sollte, also seine individuelle Meinung in Form eines Lösungsansatzes darlegen. Das macht für mich ein guter Bericht aus. Deshalb finde ich den faz-Bericht zwar sehr gut, umfangreich und neutral geschrieben aber ohne Hinweis zur Lösungsfindung. Wenn ich an einem Projekt arbeite, dann höre ich ja auch nicht bei der Ist-Analyse auf sondern erarbeite ein Soll und den Weg dazu!
Schwizermaischter FCZ
Mitglied
14.11.2011, 14:28 · #936
Beiträge: 4'570
Blick Sportchef nimmt Stellung «So wie sie sich im Stadion benehmen, so haben sie es auch bei den Morddrohungen gemacht: Sie agieren feige aus der Anonymität heraus und verstecken sich in der Anonymität», so BLICK-Sportchef Bingesser und sagt in einer Video-Stellungnahme, was Sache ist. «Wer das Hooligan-Problem lösen will, muss die Täter aus der Anonymität holen. Reden am runden Tisch allein hat nichts gebracht.» «BLICK hat die gewaltbereiten Täter an einem ganz wunden Punkt getroffen, weil wir sie aus dieser Anonymität geholt haben. Das trifft ihr Treiben existenziell.» «Wir lassen uns nicht mundtot machen. BLICK wird weiter genau hinschauen und diese kriminellen Elemente aus der Anonymität holen. Auch zum Schutz der grossen Mehrheit der anständigen und kreativen Fans.»
Tsüri
Mitglied
14.11.2011, 14:37 · #937
Beiträge: 728
Blick Sportchef nimmt Stellung «So wie sie sich im Stadion benehmen, so haben sie es auch bei den Morddrohungen gemacht: Sie agieren feige aus der Anonymität heraus und verstecken sich in der Anonymität», so BLICK-Sportchef Bingesser und sagt in einer Video-Stellungnahme, was Sache ist. «Wer das Hooligan-Problem lösen will, muss die Täter aus der Anonymität holen. Reden am runden Tisch allein hat nichts gebracht.» «BLICK hat die gewaltbereiten Täter an einem ganz wunden Punkt getroffen, weil wir sie aus dieser Anonymität geholt haben. Das trifft ihr Treiben existenziell.» «Wir lassen uns nicht mundtot machen. BLICK wird weiter genau hinschauen und diese kriminellen Elemente aus der Anonymität holen. Auch zum Schutz der grossen Mehrheit der anständigen und kreativen Fans.» Pfff... "Leute aus der Anonymität holen"... Das ich nicht lache. Der Verunfallte war ja schon nach dem ersten Beitrag "entlarvt". Wieso man dann noch die Eltern belästigen und den Arbeitgeber belagern muss, zeigt, dass das ganze "aus der Anonymität holen"-Getue nix anderes als ein Feigenblatt ist, welches die Effekthascherei des Blicks versucht zu kaschieren. Leute aus der Anonymität holen, ist Aufgabe der Behörden bzw. der Polizei. Der Blick hat immer noch das Gefühl, er müsse Hilfs-Scheriff spielen.
Mostowoj
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14.11.2011, 14:43 · #938
Beiträge: 1'487
Blick Sportchef nimmt Stellung «So wie sie sich im Stadion benehmen, so haben sie es auch bei den Morddrohungen gemacht: Sie agieren feige aus der Anonymität heraus und verstecken sich in der Anonymität», so BLICK-Sportchef Bingesser und sagt in einer Video-Stellungnahme, was Sache ist. «Wer das Hooligan-Problem lösen will, muss die Täter aus der Anonymität holen. Reden am runden Tisch allein hat nichts gebracht.» «BLICK hat die gewaltbereiten Täter an einem ganz wunden Punkt getroffen, weil wir sie aus dieser Anonymität geholt haben. Das trifft ihr Treiben existenziell.» «Wir lassen uns nicht mundtot machen. BLICK wird weiter genau hinschauen und diese kriminellen Elemente aus der Anonymität holen. Auch zum Schutz der grossen Mehrheit der anständigen und kreativen Fans.» «Wer die Medien-Hetze abstellen will, muss die dafür verantwortlichen Journalisten mit Reaktionen konfrontieren. Appelle an die Medienethik allein haben nichts gebracht.» «Diese Aktivisten haben die hetzenden Journalisten und Redakteure an einem ganz wunden Punkt getroffen, weil mit den gleichen Mitteln zurückgeschlagen wurde. Das trifft ihr Geschäftsmodell existenziell.»
Schwizermaischter FCZ
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14.11.2011, 15:27 · #939
Beiträge: 4'570
Nur noch so apropos Internetpranger: (blick.ch) Er steht am Internet-Pranger als einer der Party-Chaoten, die sich am Central Strassenschlachten mit der Polizei lieferten: Der Zürcher Robert B.* (18), Das Problem: Die Polizei weiss eigentlich längst wer er ist. Sie hat ihn in besagter Nacht verhaftet und zwei Tage in U-Haft gesteckt. Auch der Strafbefehl lag bereits bei ihm im Briefkasten. Eine bedingte Geldbusse von 12‘600 Franken wegen Landfriedensbruch sowie 800 Franken für die U-Haft wurden ihm aufgebrummt. Trotzdem wird er heute per Internet «gesucht», sein Bild der Schweiz öffentlich gemacht. Er ist nicht der einzige: Ein weiterer der 15 Chaoten hat seit seiner Verhaftung das Prozedere bei der Polizei bereits durch, der Strafbefehl liegt zu Hause – mit einer Busse von 1900 Franken. Auch sein Bild erscheint heute auf der Homepage der Stadtpolizei. Schock für Freunde und Verwandte Als Robert B. bei der Polizei anruft, wird das Bild sofort von der Homepage entfernt. Ebenso dasjenige des anderen Chaoten. Der zuständige Beamte spricht von einem «Missverständnis». Dem Vater des anderen fälschlicherweise publizierten Chaoten spricht er gar eine «formelle Entschuldigung» aus. Robert B. will nicht herunterspielen, dass er bei den Krawallen am Central anwesend war. «Ich habe meine Strafe gekriegt, ich weiss, dass ich Mist gebaut habe – dazu stehe ich.» Aber dass er trotzdem am Pranger landete, sei für ihn und seine Familie ein Schock gewesen. Die Lehrstelle hat er wegen der Zeit in der U-Haft bereits verloren – seine nächste Arbeitsstelle ist nun ebenfalls in Gefahr. Wie kann das passieren? Der Sprecher der Stadtpolizei, Marco Cortesi, will gegenüber Blick.ch nichts von einer Panne wissen. «Wir haben in dieser Nacht über 1000 Fotos gemacht, unzählige Videoaufnahmen – manchmal erkennt man die Täter trotz Bildvergleichen nicht einwandfrei und darum greifen wir in Ausnahmesituationen zum Mittel der Öffentlichkeitsfahndung.» Cortesi argumentiert, dass viele der Chaoten während den Krawallen ihr Aussehen verändert hätten. Oder die Jacke umgedreht. Oder die Kapuze hochgeschlagen. Robert B. widerspricht. «Mein Jacke hat weder eine Kapuze, noch habe ich mein Aussehen sonst wie verändert.» Ausserdem sei sein Äusseres relativ auffällig. Er sei nach seiner Verhaftung von allen Seiten fotografiert worden. Marco Cortesi argumentiert, dass die Qualität der Fahndungsbilder stark variiere. Er bedaure, dass man diese Leute im Vorfeld nicht identifizieren konnte. «Ich kann mir aber nur vorstellen, dass das passiert ist, weil die beiden Personen vom Zeitpunkt der Aufnahme bis zur Verhaftung ihr Aussehen so verändert haben, dass wir sie nicht mehr erkannten.»
Tsüri
Mitglied
14.11.2011, 16:13 · #940
Beiträge: 728
Das sieht ja ganz danach aus, als wolle nun der Hilfs-Scheriff den Scheriff verunglimpfen... Wenn die Polizei ein falsches Pranger-Foto veröffentlicht, ist das schlimm. Wenn wegen einem Blick-Pranger-Foto die falsche Person verhaftet wird, wird nicht darüber berichtet.
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