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http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Fuenf--BlickJournalisten-an-Leib-und-Leben-bedroht/story/30907747«In der Nacht auf Freitag haben Unbekannte eine Hetzkampagne gegen Blick-Journalisten veranstaltet, wie sie das Medienhaus Ringier «in der Härte und Breite noch nie erlebt hat», wie Sprecher Edi Estermann auf Anfrage sagt. Betroffen sind fünf Journalisten. «Sie fanden heute Morgen einen toten Fisch in ihrem Briefkasten», sagt Estermann.»
Während der Nacht seien sie «via SMS und Telefonanrufen mit massiven Drohungen gegen Leib und Leben terrorisiert worden», sagt Estermann. Darüber hinaus wurden in der Stadt Zürich und an den Wohnorten Hetzflyer gestreut. «Sogar auf dem Schulweg und auf den Schulhäusern der Kinder sind die Flyer verteilt worden», sagt Estermann.
Private Telefonnummern veröffentlicht
Drei der Betroffenen sind auf einem Plakat zu sehen, das beim Stauffacher aufgehängt wurde. Beim flüchtigen Hinsehen werden sie darauf als «Mörder» bezeichnet. Erst beim näheren Betrachten liest man «(Ruf)Mörder». Auf dem Plakat sind zwei Sportjournalisten und ein Gerichtsreporter zu sehen. Darunter befinden sich private Telefonnummern der Betroffenen.
Eine solche Aktion gegen Ringier-Mitarbeiter habe es laut Estermann noch nie gegeben. Die Urheber der Hetze sind derzeit nicht bekannt. Bei Ringier geht man davon aus, dass die Hetzkampagne in Zusammenhang mit der Berichterstattung über den schwer verletzten Petarden-Werfer von Rom steht. Diesen hatte der «Blick» als «Petarden-Trottel» bezeichnet und während Tagen über ihn berichtet.
«Wir werden Strafanzeige einreichen und hoffen, dass man den Tätern auf die Spur kommt», sagt Estermann. Laut dem Ringier-Sprecher habe es sich um eine «normale Berichterstattung» gehandelt. Aus der «Blick»-Redaktion hiess es jedoch bereits Anfang Woche, man habe Drohungen erhalten. Das wollte Estermann nicht bestätigen. Es habe zwar negative Reaktionen gegeben, doch daran sei man gewöhnt.
Update folgt.