«Die Zürcher Mahmud-Moschee sah er schon von innen. Kennt er auch den Sündenpfuhl Langstrasse mit seinen Prostituierten, seinen Go-go-Bars und anderen westlichen Verlockungen? «In Tunesien gibt es das alles auch. Aber es interessiert mich nicht.» »
Globalisierung ist sicherlich ein fremdes Wort für den Journalisten  . Er sollte mal Sousse (da wo Chikhaoui stammt) besuchen... um zu erfahren was das Wort "Verlockung" richtig bedeutet  .
Ich werde euch was verraten: Chikhaoui ist das einzige tunesische Talent an den ich glaube. Nicht nur weil er gut Fussball spielen kann (das können/konnten viele andere bei uns... vielleicht sogar besser)... sondern vorallem weil er diszipliniert ist. Leider ist Disziplin (außerhalb des Fußballfeldes) das größte Problem des Fußballs in Tunesien. Hatem Trabelsi (Ajax/ManCity) ist mit gerade mal 30 Jahren fast am Ende seiner Fußballkarriere (auf hohes Niveau). Karim Haggui (Strasburg/Leverkusen) der eigentlich sehr diszipliniert war und als großes Talent galt... hat zur Zeit große Schwierigkeiten seitdem er Dauergast in Discos und Bars geworden ist. Dadurch daß Chikhaoui gläubig ist, ist das Risiko viel kleiner, daß er von den sogennanten "westlichen Verlockungen" verführt wird. Schließlich hat er den Härtetest in Sousse überlebt.