Fansicht.ch

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alpöii
Mitglied
13.08.2010, 15:37 · #601
Beiträge: 124
mustur würde jetzt behaupten, weil sie sich nicht getrauen ;-) was ist eigentlich aus diesem Artikel sowie dessen "Journi" geworden? War ja ein reger mailverkehr zwischen usern dieses Forums und mustur...
Dräcksocke
Mitglied
13.08.2010, 15:39 · #602
Beiträge: 1'761
Wie schauts eigentlich mit Kopfgeld aus ? Wäre nur noch so zu überbieten die Aktion... unglaublich... würds dich etwa wundern wenn das auch noch gemacht wird? wer braucht den kopfgeld. hätte jeden, auch nur ohne einen pfifferling für, verpfiffen. aber zum glück kenne ich solches pack nicht :-)... Sorry, war gerade an meinem Stammtisch mit Küde, Alois und dänu diskutieren und habe schon was intus...habe doch noch gleichgesinnte :-)...hoffe, dass diese Bande so schnell wie möglich verwahrt wird. So kann es in unseren Stadien nicht mehr weiter gehen!
Zürcher.
Mitglied
13.08.2010, 15:40 · #603
Beiträge: 148
Wie schauts eigentlich mit Kopfgeld aus ? Wäre nur noch so zu überbieten die Aktion... unglaublich... würds dich etwa wundern wenn das auch noch gemacht wird? wer braucht den kopfgeld. hätte jeden, auch nur ohne einen pfifferling für, verpfiffen. aber zum glück kenne ich solches pack nicht :-)... Sorry, war gerade an meinem Stammtisch mit Küde, Alois und dänu diskutieren und habe schon was intus...habe doch noch gleichgesinnte :-)...hoffe, dass diese Bande so schnell wie möglich verwahrt wird. So kann es in unseren Stadien nicht mehr weiter gehen! sorry aber, was? :D
Conan
Mitglied
13.08.2010, 16:09 · #604
Beiträge: 731
Ich war an besagtem Spiel wirklich nicht vor Ort, kenne das Fehlverhalten von Polizei und Security-Personal gut genug. Des weiteren wurde ich in meinem Leben weg vom Fussball schon in einem graphierendem Fall Opfer von Polizei- und Justizwillkür. Trotzdem erachte ich die Aktionen von Basel als unweitsichtig. Weshalb ist man nicht zum Zug zurück? Man hätte anschliessend genügend Zeit gehabt mit Fanbegleitern und Fanbetreuern zu reagieren, sich zu beschweren etc. Das hätte in meinen Augen wohl mehr gebracht. Die Frage muss doch lauten wie wehrt man sich gegen Polizeiwillkür, dass sie vorhanden ist ist doch wirklich jedem klar. Ich wage mal Elseners Postings auch in diese Richtung zu deuten. Elmex wurde in Basel mal durch Gummischrott am Auge verletzt. Soweit ich weiss musste der (unbekannte?) Polizist bis heute keine Konsequenzen aus diesem Vorfall erleiden. Du glaubst folglich nicht wirklich, dass eine Beschwerde irgend eine Wirkung gehabt hätte? Die Medien hätten dies zudem auch nicht thematisiert.
11freunde
Mitglied
13.08.2010, 16:20 · #605
Beiträge: 607
Falls es Rechtliche Probleme gibt oder die Leute dumm tun, würde ich den Pranger mal so nur Provisorisch einführen.. um zu gucken ob das gut ist oder nicht... so wie die Autobahnvignette.. <was sich da blos erlauben das gemeine Volk...>
Rännleitig
Mitglied
13.08.2010, 16:31 · #606
Beiträge: 627
Was mich viel weniger beunruhigt bei dieser Geschichte ist weniger dass es passiert, sondern dass es sogar eine Mehrheit der Menschen befürwortet (ob aus Unwissenheit, Unüberlegtheit oder Dummheit ist vorderhand egal). Wir dürfen uns auf die Zukunft freuen... Vor ein paar Jahren musste ich noch über Kommentare a la "es kommt so wie es George Orwell vorrausgesagt hat" schmunzeln, jetzt bleibt mir das lachen im Hals stecken
LuisCypher
Mitglied
13.08.2010, 19:24 · #607
Beiträge: 1'933
vielleicht ein utopischer vorschlag, aber wäre es nicht ein anfang wenn wir Fans mit den Basler Fans gemeinsam auf die strasse gehen um genau gegen diesen missbrauch der grundrechte zu demonstrieren. ZUSAMMEN! nicht wir in zürich und sie in basel, sondern entweder in basel oder in zürich oder gar beides! was würden die medien schreiben wenn sie sehen wie friedlich Fans zweier rivalisierende vereine auf die strasse gehen und gegen die willkür und repression demonstrieren würden? wäre das überhaupt möglich? was gäbe es noch für möglichkeiten anstatt nur darüber zu diskutieren? es wäre nähmlich langsam aber sicher an der zeit zu reagieren! auf eine friedliche art und weise... gäbe es eine möglichkeit? das problem ist das die sk und die muttenzerkurve sich "no politics" auf die fahne geschrieben haben und so etwas wohl wenig sinn macht, da wahrscheinlich nicht mal drüber berichtet wird. es werden ja gemeinsame aktionen im stadion mit den baslern gemacht (siehe letztes spiel), aber meinst du wirklich das bekommt jemand mit oder interessiert sich dafür, der nicht am match war oder ein fan ist? die medien würden so etwas wahrscheinlich in einem einzeiler unten rechts auf seite 32 publizieren. ausserdem glaube ich nicht das so eine demo überhaupt genehmigt wird und wenn doch dann wird sie von der polizei benützt um ein paar leute zu verhaften okay, aber du bist auch einverstanden das etwas gemacht werden muss und zwar nicht nur an den spieltagen. und ich glaube nicht das wenn 5000 Fans von beiden lagern auf die strasse gehen einfach ein "20sek." Artikel darüber geschrieben wird. behaupte ich jetzt mal. und irgendwann müssen "wir" auf irgend einer weise politisch aktiv werden damit irgend jemand unser, blöd gesagt, hilferuf hört. kann ja nicht so weiter gehen... und das im stadion genügt einfach nicht. das intressiert wie du sagst niemand... schön das man sich solidarisiert aber mehr passiert da auch nicht. Es ist definitiv der einzige Weg, den wir als gehetzte aktuell beschreiten können. Den Spiess umdrehen. In der freien Wirtschaft als Lobbyarbeit verbucht, wäre es eine Möglichkeit, mit der wir auf die verdrehte Sichtweise aktiv einwirken können. Unser Problem ist eine einseitige Berichterstattung...OK, dem kann man entgegenwirken, nicht durch Gewalt, sondern mit Intellekt. Was passiert gerade? Es wird ein Dogma aufgebaut.Das Dogma ist der Fussball. Spielwiese für Interessen. Politisch genutzt. Hallo? Wie kann man so ein Dogma entkräften? Positiv. Gemeinsam. Unsere Parole ist es von je her, gemeinsam unaufhaltsam. Wieso nicht übergreifend? Akzente gegen den Dogmatismus setzen. Jeder Club hat mächtige Gruppierungen, die weit mehr als nur Fans sind. Es wird mit sehr viel Geld die Jugendarbeit und Integration gefördert. Warum das nicht propagieren? Warum nicht gemeinsam auf die Missstände aufmerksam machen. Wenn wir schon gejagt werden, wäre es doch nur legitim, aus dem gejagten (und vor allem geistig überlegenen) den Jäger zu machen...willkommen in der Welt des WorldWideWeb, willkommen auf der Strasse, hallo, wir sinds...
cryo
Mitglied
13.08.2010, 21:15 · #608
Beiträge: 104
Es ist definitiv der einzige Weg, den wir als gehetzte aktuell beschreiten können. Den Spiess umdrehen. In der freien Wirtschaft als Lobbyarbeit verbucht, wäre es eine Möglichkeit, mit der wir auf die verdrehte Sichtweise aktiv einwirken können. Unser Problem ist eine einseitige Berichterstattung...OK, dem kann man entgegenwirken, nicht durch Gewalt, sondern mit Intellekt. Was passiert gerade? Es wird ein Dogma aufgebaut.Das Dogma ist der Fussball. Spielwiese für Interessen. Politisch genutzt. Hallo? Wie kann man so ein Dogma entkräften? Positiv. Gemeinsam. Unsere Parole ist es von je her, gemeinsam unaufhaltsam. Wieso nicht übergreifend? Akzente gegen den Dogmatismus setzen. Jeder Club hat mächtige Gruppierungen, die weit mehr als nur Fans sind. Es wird mit sehr viel Geld die Jugendarbeit und Integration gefördert. Warum das nicht propagieren? Warum nicht gemeinsam auf die Missstände aufmerksam machen. Wenn wir schon gejagt werden, wäre es doch nur legitim, aus dem gejagten (und vor allem geistig überlegenen) den Jäger zu machen...willkommen in der Welt des WorldWideWeb, willkommen auf der Strasse, hallo, wir sinds... bin – als langjähriger und vollintegrierter (könnt mich steinigen oder nicht) Journalist auch der selben Meinung. Die Medien berichten nicht einseitig, sie haben bloss keine Kohle mehr um eine unabhängige Meinung zu bilden. Alles wird nur noch den zwei grossen Agenturen (SI und SDA) abgeschrieben und nicht mehr rückversichert, geschweige denn analysiert. Wie wäre es denn, wenn sich der eine oder andere aus der Kurve auf den «Quellenschutz» berufen würde, und einmal eine wirklich gewagte Aussage «gegen die Bullen» – und glaubt mir, die Medien sind nicht einseitig – wagen würde... Ich würde sogar helfen... Online wird nur noch zitiert und abgeschrieben...
Zürcher.
Mitglied
13.08.2010, 21:16 · #609
Beiträge: 148
Mittlerweile sind schon 4 identifiziert von den 17
Avatar von din Vater
din Vater
Mitglied
13.08.2010, 21:56 · #610
Beiträge: 6'244
Die Medien berichten nicht einseitig, sie haben bloss keine Kohle mehr um eine unabhängige Meinung zu bilden. Alles wird nur noch den zwei grossen Agenturen (SI und SDA) abgeschrieben und nicht mehr rückversichert, geschweige denn analysiert. Wie wäre es denn, wenn sich der eine oder andere aus der Kurve auf den «Quellenschutz» berufen würde, und einmal eine wirklich gewagte Aussage «gegen die Bullen» – und glaubt mir, die Medien sind nicht einseitig – wagen würde... Ich würde sogar helfen... Online wird nur noch zitiert und abgeschrieben... Also in den ersten zwei Sätzen widersprichst du dir gleich selber. Wenn alles von der einen Agentur (also SDA, SI ist ja nur für Sportinfos zuständig) übernommen wird kommt es doch zu einer Gleichschaltung der Medien und somit zu einer einseitigen Berichterstattung. Zu deinem Vorschlag: Du glaubst ja wohl selber nicht, dass irgendein Fussballfan der dann auch noch anonym Auftritt (in Stammtischaugen sogleich ein Hooligän) und etwas gegen die Polizei aussagt auch nur die geringste Glaubwürdigkeit besitzt. Und was stellst du dir unter "eine wirklich gewagte Aussage" vor? Es wäre uns schon gedient, wenn die wahren Abläufe an besagtem Cupspiel mal von den Medien berichtet würden und endlich auch mal gesagt wird, dass die Verletzten wohl ausschliesslich durch den Polizeieinsatz verursacht wurden. Hier drinn findest du genügend Anhaltspunkte, welche aufzeigen wie unglaubwürdig die Polizeimeldung war und du kannst die Lügen direkt an dieser Mitteilung aufzeigen. Ungefähr so könnte dann dein Artikel aussehen: http://www.referendum-bwis.ch/aktuell20112009.shtml... Ich würde sogar helfen...
gelbeseite
Mitglied
14.08.2010, 01:41 · #611
Beiträge: 6'419
Ich war an besagtem Spiel wirklich nicht vor Ort, kenne das Fehlverhalten von Polizei und Security-Personal gut genug. Des weiteren wurde ich in meinem Leben weg vom Fussball schon in einem graphierendem Fall Opfer von Polizei- und Justizwillkür. Trotzdem erachte ich die Aktionen von Basel als unweitsichtig. Weshalb ist man nicht zum Zug zurück? Man hätte anschliessend genügend Zeit gehabt mit Fanbegleitern und Fanbetreuern zu reagieren, sich zu beschweren etc. Das hätte in meinen Augen wohl mehr gebracht. Die Frage muss doch lauten wie wehrt man sich gegen Polizeiwillkür, dass sie vorhanden ist ist doch wirklich jedem klar. Ich wage mal Elseners Postings auch in diese Richtung zu deuten. Elmex wurde in Basel mal durch Gummischrott am Auge verletzt. Soweit ich weiss musste der (unbekannte?) Polizist bis heute keine Konsequenzen aus diesem Vorfall erleiden. Du glaubst folglich nicht wirklich, dass eine Beschwerde irgend eine Wirkung gehabt hätte? Die Medien hätten dies zudem auch nicht thematisiert. Nein, natürlich glaub ich das nicht. Aber es würde die Arbeit der Fan- und Sozialarbeiter bestimmt erleichtern, wenn solche Vorfälle vermieden würden. Was unserem Fanbeauftragten in Basel passiert ist, ist ein Skandal, punkt aus.
WeeklyPics
Mitglied
14.08.2010, 03:59 · #612
Beiträge: 297
Andere zu beleidigen und zu beschuldigen weil sie eine andere Meinung/ Wahrnehmung haben find ich sehr stark, Hut ab! [/berechtigte arroganz on] Es ist legitim Andere zu beleidigen, wenn man weiss, dass die eigene Meinung die einzige und richtige Meinung zu einem Thema ist, da einem alle anderen Meinungen auf den "Geist" gehen! [/berechtigte arroganz out]
Avatar von din Vater
din Vater
Mitglied
14.08.2010, 06:39 · #613
Beiträge: 6'244
[/berechtigte arroganz on] Es ist legitim Andere zu beleidigen, wenn man weiss, dass die eigene Meinung die einzige und richtige Meinung zu einem Thema ist, da einem alle anderen Meinungen auf den "Geist" gehen! [/berechtigte arroganz out] Sogar mit (nicht berechtigter) Arroganz ist das wohl die dümmste Aussage die ich je gehört habe. Wenn du überzeugt bist die richtige Meinung zu vertreten, dann kannst du andere mit guten Argumenten überzeugen. Wenn du dabei auf Beleidigungen angewiesen bist, zeigt dass nur wie schwach deine eigene Meinung ist. Ausserdem gibt es nie sowas wie eine einzige und richtige Meinung zu einem Thema, die Welt ist nicht Schwarz-Weiss!
fischbach
Mitglied
14.08.2010, 07:06 · #614
Beiträge: 2'950
Hier ein – nicht unbedingt schlechter – Artikel aus dem heutigen «Tages-Anzeiger». Am Internetpranger: Vier Hooligans stellen sich der Zürcher Stadtpolizei Die Basler Behörden haben Bilder von 17 Zürcher Verdächtigen ins Netz gestellt. Das wirft Fragen auf. Zürich/Basel – Bis gestern Freitag hätten sich 17 mutmassliche Zürcher Hooligans der Polizei freiwillig stellen können. Doch sie liessen das Ultimatum verstreichen, worauf die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt ihre Drohung wahrmachte und Bilder von ihnen ins Internet stellte. Auslöser der Aktion war der Cup-Achtelfinal im November 2009 zwischen Basel und dem FC Zürich. Damals wüteten Hooligans im St.-Jakob-Park, es kam zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen. Bei den Krawallen wurden 25 Personen verletzt. Rund 25 Verdächtige wurden in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Zürich identifiziert und einvernommen. Doch 17 Personen gelang es, unerkannt zu bleiben. Bis gestern. 90 Minuten nach der Publikation der Bilder vermeldete die Staatsanwaltschaft bereits den ersten Fahndungserfolg. Bis am Abend hatten sich vier Tatverdächtige gestellt. Auch wenn die Aktion aus Sicht der Polizei ein Erfolg war – rechtlich ist sie nicht unbedenklich. Datenschutz verletzt? Im Internet hinterlässt jede Publikation unauslöschbare Spuren; dies kann heikel sein, etwa wenn sich ein Verdächtiger als unschuldig entpuppt. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt sagt, sie sei sich dessen bewusst. «Wir setzen dieses Mittel deshalb nur in homöopathischen Dosen ein», sagt der Basler Kriminalkommissär Markus Melzl und verweist auf die kantonale Strafprozessordnung. Für eine Internetfahndung müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein – und die sind es in diesem Fall auch, wie der Basler Datenschutzbeauftragte Beat Rudin sagt. Erstens: ein laufendes Strafverfahren. Zweitens: ein schweres Delikt. Der erfolgte Landfriedensbruch zusammen mit dem Tatbestand der Körperverletzung fallen laut Rudin in diese Kategorie. Drittens: ein hinreichender Verdacht. Laut Melzl sind auf Videoaufnahmen alle 17 Personen in ihren gesetzeswidrigen Handlungen «eindeutig erkennbar». Viertens: Mildere Mittel, etwa Identifikation durch Fanbetreuer, müssen erfolglos ausgeschöpft sein. Ob auch der Zürcher Datenschutzbeauftragte Bruno Baeriswyl das Vorgehen der Basler Staatsanwälte für legitim erklärt hätte, muss offen bleiben. Er will sich dazu nicht zitieren lassen. Mangelhafte Absprache? Zwei der überführten Hooligans wurden von Zürcher Stadtpolizisten erkannt, wie Blick.ch gestern zwischenzeitlich vermeldete . Marco Bisa, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, korrigiert: Es hätten sich alle vier Verdächtigen bei der Stadtpolizei gestellt. Melzl spricht von einem «Missverständnis in der Kommunikation». Er versichert, die Staatsanwaltschaft Basel- Stadt habe die Bilder im Rahmen eines Rechtshilfegesuchs der Zürcher Stadtpolizei zur Verfügung gestellt. Bisa bestätigt, dass Spezialisten der Stadtpolizei die Bilder gesichtet und geprüft hätten. Bilder in fremden Händen? Die Veröffentlichung der Bilder erfolgte auf dem Online-Bildportal www.flickr.com. Sie gehört zu den 50 am stärksten frequentierten Seiten im Internet und wurde 2005 von Yahoo gekauft. Mit Folgen: Wer Bilder auf das Portal stellt, gewährt Yahoo das «gebührenfreie, nicht ausschliessliche, unbefristete Recht, diesen Inhalt (...) zu nutzen»; dies geht aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen hervor. Kriminalkommissär Melzl weiss davon, sagt jedoch, auch bei einem kantonalen Server bestehe Missbrauchsgefahr, weil sich Bilder leicht auf privaten Computern speichern liessen. Die externe Lösung drängte sich laut Melzl auf , nachdem 2009 eine erste Internetfahndung der Basler Polizei zum Zusammenbruch des kantonalen Servers führte: Damals klickten innert 15 Minuten 26 000 Leute die Fahndungsfotos zweier Schläger an, wenige Stunden nach der Veröffentlichung kams zur Festnahme. Melzl: «Uns blieb also gar nichts anderes übrig, als auf eine externe Lösung zu setzen.»
Avatar von din Vater
din Vater
Mitglied
14.08.2010, 08:06 · #616
Beiträge: 6'244
Hier ein – nicht unbedingt schlechter – Artikel aus dem heutigen «Tages-Anzeiger». Für eine Internetfahndung müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein – und die sind es in diesem Fall auch, wie der Basler Datenschutzbeauftragte Beat Rudin sagt. Erstens: ein laufendes Strafverfahren. Zweitens: ein schweres Delikt. Der erfolgte Landfriedensbruch zusammen mit dem Tatbestand der Körperverletzung fallen laut Rudin in diese Kategorie. Drittens: ein hinreichender Verdacht. Laut Melzl sind auf Videoaufnahmen alle 17 Personen in ihren gesetzeswidrigen Handlungen «eindeutig erkennbar». Viertens: Mildere Mittel, etwa Identifikation durch Fanbetreuer, müssen erfolglos ausgeschöpft sein. Ich wage zu behaupten, dass der Grossteil auf diesen Bildern nicht der Körperverletzung schuldig gesprochen werden können. Deshalb erachte ich diese Internetfahndung für illegal, da der Landfriedensbruch alleine nicht ausreicht, wie der nette Herr Rudin selbst erklärt.
gelbeseite
Mitglied
14.08.2010, 09:08 · #617
Beiträge: 6'419
@ FC Tsüri: Was siehst du für Möglichkeiten diese Entwicklung zu stoppen?
Soccerlove
Mitglied
14.08.2010, 09:48 · #618
Beiträge: 651
Nicht mehr zu überbieten: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Panne-bei-Internetfahndung/story/29469290 Immerhin trug der Versuch, die Seite als Missbrauch zu melden Früchte. Klar, für die betroffenen viel zu spät dank Ringier's Justizhilfe, aber wenigstens ein kleiner Erfolg in dieser traurigen Geschichte. Wegen der Schuldfrage, weshalb wird nicht noch gerade das passende Filmchen hochgeladen? Ich wage es zu bezweifeln dass alle 17 tatsächlich schuldig gesprochen werden.
züriischois
Mitglied
14.08.2010, 09:57 · #619
Beiträge: 224
Alle, aber auch wirklich gar alle die das verdammte dreckige Vorgehen der Bullenschw**** auch nur in irgendeiner Weise rechtfertigen, sind elende verwahrloste Geschöpfe und haben nichts im Kopf. Was User "Dräckssocke" rauslässt darf durchaus mit herablassenden Kommentaren quittiert werden. Dafür brauchts nicht mal einen Arroganzmodus und bei solchen Posts ist die Welt nun mal Schwarz/Weiss, weil das was Leute wie er rauslassen einfach nur falsch und erstunken und erlogen ist. Jeder, der sich auch nur ein paar Minuten, über die feige hinterhältge Scheissmethode Internetfahndung Gedanken macht, wird, es sei denn er habe auch wirklich nur den kleinsten Funken Verstand haben, merken dass das einfach nur von Grund auf falsch ist und nicht toleriert werden kann. Jeder der die Internetfahndung gutheisst hat in meinen Augen massivste Probleme und gehört in Therapie. Und für die lieben Polizisten, "Szenekenner" und sonstige Hetzer: Ich möchte euch hiermit mitteilen dass ihr in meinen Augen keinerlei Existenzberechtigung habt. Ob euch das intressiert ist mir scheissegal. Ich weiss sehr wohl dass das was ich hier rauslasse undifferenziert und möglicherweise diskriminierend ist. Ich bin kein schlechter Mensch, aber ab irgendeinem Punkt ist Schluss. Ich werde auf keine PN's eingehen, macht euch die Mühe nicht, könnt mich gleich löschen.
Roger Kundert
Mitglied
14.08.2010, 10:23 · #620
Beiträge: 2'053
Booaaa, 100 Ultrà-Punkte! Ich bin sprachlos. Du bist aber ein harter Max. Kompliment.
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