Die Goalie-Frage

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pexito
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21.04.2011, 15:12 · #721
Beiträge: 3'138
das Gegentor gegen YB haltbar?...sorry aber jetzt wirds wieder lächerlich, wenn man den als haltbar oder unglücklich ansieht...habe mir die Szene extra nochmal angeschaut...durch die unglückliche Abfälschung entsteht so ein brutaler Drall und Leoni wird zusätzlich auf dem falschen Fuss erwischt, dass der einfach nicht zu halten ist... und Guatelli "mag en geile Siech si"...aber ich fühle mich doch mit Leoni um einiges wohler...und die Resultate sprechen ebenso eine deutliche Sprache...auch wenn hier wieder von nur angeschossen und solchen Stuss erzählt wird...oder hat es evt. damit zu tun, dass Guatelli Italiener ist pexito!?...bin froh hat man den Fehler eingesehen und setzt wieder auf Leoni...auch wenn Einsicht von einigen Fans wohl nicht zu ihren Stärken gehört... Das ist nicht meine Meinung, sondern von FCZ Fans die am Spiel und auch bei Wiederholung solche Aussagen gemacht hatten. Aus den Fernsehbilder kann man sich schlichtweg keinen Reim daraus machen, wie weit der Ball an Leoni vorbeizieht. hä? keine ahnung welche wiederholung du gesehen hast, aber bei der, welche ich gesehen habe ist klar ersichtlich dass koch den ball abgefälscht hat, und der dadurch eine andere richtung plus einen fiisen drall gekriegt hat....jonny war in die andere richtung unterwegs und hatte das gewicht deshalb falsch verlagert...ihm hier einen vorwurf zu machen ist einfach nur lächerlich hehe. Schon lustig. Einer von uns zwei hat eine spezielle Wahrnehmung, und ich schliesse mich nicht aus. Habe auf dein Post hin, die Zusammenfassung des SF nochmals angeschaut, meine Analyse: Abgefälscht ja, drall ja, andere richtung unterwegs nein, in Reichweite ja. Aber eben je nach Einstellung wird man die Szene anders wahrnehmen. Nochmals für alle zum MITLESEN: Jeder hat seine Meinung, die von mir genannte waren von FCZ Fans und ohne falschen Nationalstolz (kein I, sondern CH). Sie haben diesselbe wiederholung gesehen. Wenn ich deine Meinung bei denen Vertreten würde, dann hätten sie wohl auch "e dummi". Ich fand es sah unglücklich aus, nach mehrmaligen begutachten, könnte man Leoni etwas fahrlässikeit unterstellen. Er streckt sich nicht, der Ball schien in Reichweite. Deswegen fordere ich nicht Guatelli zurück. Aber jetzt Pro Leoni Statistiken generieren zu wollen scheint mir doch sehr fragwürdig. Ich bleib dabei, keiner der beiden ist TOP. Aber ich klinke mich nun definitiv aus diesen Themen wieder raus. Scheint als hätte man Götterlästerung betrieben.
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din Vater
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21.04.2011, 15:27 · #722
Beiträge: 6'244
Scheint als hätte man Götterlästerung betrieben. Dem ist tatsächlich so "...und mir mached oi zu Götter".
sub
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21.04.2011, 15:36 · #723
Beiträge: 1'360
Leoni macht zweifelsohne einen guten Job, hätte aber Guatelli dieses 1:1 reingelassen, wäre das Geheul hier drin vermutlich riesengross.
rbau
Mitglied
21.04.2011, 16:54 · #724
Beiträge: 1'342
Ich war immer ein Guatelli befürworter. Aber Leoni hat gezeigt dass er schlichtweg der bessere Torwart ist. Er mag nicht die gleiche ausstrahlung auf dem feld haben wie guatelli, er mag nicht so ein "geile siech" sein... Aber auf der Linie und teils im herauslaufen ist er einfach eine klasse besser.
schländrjan
Mitglied
21.04.2011, 17:10 · #725
Beiträge: 60
Ich war immer ein Guatelli befürworter. Aber Leoni hat gezeigt dass er schlichtweg der bessere Torwart ist. Er mag nicht die gleiche ausstrahlung auf dem feld haben wie guatelli, er mag nicht so ein "geile siech" sein... Aber auf der Linie und teils im herauslaufen ist er einfach eine klasse besser. Richtig, Leoni strahlt Ruhe und Sicherheit aus.
gecko
Mitglied
23.04.2011, 06:31 · #726
Beiträge: 768
Tagi: Sa. 23.4.2011 ---------------- «Der beste Goalie beim FCZ bin ich!» Seit Johnny Leoni ins Tor zurückgekehrt ist, hat der FC Zürich in sechs Spielen immer gewonnen. Am Ostermontag gegen Xamax strebt er das nächste Ziel an: den Cupfinal. Von Peter Bühler, Zürich ![](http://epaper3.tagesanzeiger.ch/ee/taz/ges/2011/04/23/064/article5_1.jpg) Andrea Guatelli musste den Platz im FCZ-Tor abgeben, seine Begeisterung für Johnny Leoni hält sich auch nach dem 2:1 gegen YB am Dienstag in Grenzen. Foto: Reto Oeschger Martin Brunner ist eine angespannte Ambiance auf dem Trainingsplatz gewohnt. Im achten Jahr ist der frühere Nationaltorhüter nun schon Goalietrainer beim FC Zürich, er hat gelernt, mit schwierigen Situationen und Disharmonien zwischen den Torhütern umzugehen. «Nur einer kann spielen, das kann zu Differenzen führen», sagt er mit einem Schulterzucken. Zumeist übt Brunner mit den zwei oder drei FCZGoalies fernab von der Mannschaft auf einem separaten Trainingsfeld. So steht er ganz allein da im Spannungsfeld zwischen den Torhütern, er spürt ihre Stimmungen, und er versucht die Dissonanzen, die es ab und an gibt, mit seinem ruhigen Wesen auszugleichen. Er sagt: «Ich habe ein dickes Fell und vor allem einen Auftrag zu erfüllen: die Qualität zu steigern.» Fischer: Ehrlich und knallhart Die Zeiten, als die Torhüter beim FCZ noch Davide Taini und Johnny Leoni hiessen, vermisst er indes nicht im Geringsten. Die zwei rieben sich aneinander, sie mochten sich nicht leiden. Trainer Lucien Favre entschied den Machtkampf schliesslich, indem er im Herbst 2005 den damals 21-jährigen Leoni zum Stammkeeper machte. Favre hatte längst festgestellt, «dass sich die beiden am liebsten gegenseitig Gift in das Pausengetränk geschüttet hätten». Heute ist Taini 34 und spielt beim FC Wil in der Challenge League (und ab kommender Saison bei GC), Leoni aber ist beim FCZ noch immer die Nummer 1 – oder präziser: wieder die Nummer 1. Im vergangenen Sommer hatte sich Leoni mit seiner voreiligen Ankündigung, den Verein zu verlassen, selber ins Abseits manövriert. Sportchef Fredy Bickel sagt: «Er wollte weg, also blieb uns gar nichts anderes übrig, als auf Andrea Guatelli zu setzen.» Die Angebote für Leoni blieben aus, Guatelli spielte eine gute Vorrunde, er war mehr oder weniger unbestritten. Es kam die Rückrunde mit zwei schwächeren Leistungen des Italieners gegen YB und Basel, vor allem aber kam jener für Guatelli so unglückselige Freitagabend vor dem Spitzenspiel im St.-Jakob-Park, als er mit seinem Kumpel Eric Hassli zu lange in einem Zürcher Restaurant sitzen blieb und verpfiffen wurde. Urs Fischer, ein grundehrlicher Typ mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, zog die Konsequenzen – vor allem, weil Guatelli seinen Fehltritt anfänglich abgestritten hatte: Der Trainer warf den Lebemann aus Parma für das Heimspiel gegen Sion aus dem Kader und degradierte ihn zur Nummer 2. Sechs Wochen sind seither vergangen – und in dieser Zeit spielte Leoni so stark wie nie während seiner acht Jahre beim FCZ. Es begann mit besagtem Spiel gegen Sion im Letzigrund am 12. März, das er mit einigen mirakulösen Paraden fast im Alleingang entschied. Es folgten die Partien in Neuenburg, wo er makellos hielt, und in Thun, wo er einen Elfmeter von Proschwitz abwehrte. Es kam das Derby, in dem er GC-Stürmer Emeghara zur Verzweiflung trieb, danach ein relativ geruhsamer Nachmittag in Sitten – und zuletzt der Dienstag, als er im Letzigrund im Spitzenspiel gegen YB für den «FCZ-Nachwuchs» den Sieg festhielt. Leonis Bilanz: 6 Spiele, 18 Punkte, 4 Gegentore, macht einen Durchschnitt von 0,67 Gegentreffern pro Partie. Guatellis Wert lag bei 1,43 Gegentoren. Brunner freut sich über die Erfolgsserie des FCZ und vor allem über Leoni. «Er ist in der Form seines Lebens», sagt er. Erstaunt ist der 48-jährige Zürcher darob nicht. Leoni habe die ganze Saison über hart und vorbildlich gearbeitet, auch in den acht Monaten, in denen er kaum, nämlich nur im Cup, habe spielen dürfen. «Jetzt hat er seine Chance clever genutzt», erklärt der Goalietrainer. Mitleid mit Guatelli hat er nicht, weil dieser seine Zurückstufung selbst verschuldet habe. Vom professionellen Verhalten des Italieners ist er gleichwohl angetan: «Er ist im Training voll bei der Sache.» Miese Stimmung wie einst zwischen Taini und Leoni sei nur kurz aufgekommen. Brunner glaubt den Grund zu kennen: «Leoni kann ja nichts dafür, wenn Guatelli in der Beiz überhockt.» Geht Guatelli im Sommer? Der Goalietrainer räumt allerdings ein, dass das Verhältnis zwischen den beiden Torhütern nicht mehr so herzlich sei wie früher. Und auch Bickel weiss: «Guatelli hat an seiner Situation schwer zu nagen.» Der eigentlich so offene Italiener ist schweigsam geworden. Er mag über seine Degradierung nicht gross reden, er lässt aber durchblicken, dass er die Strafe für übertrieben hält. Für Bickel ist offen, ob Guatelli, der wie Leoni einen Vertrag bis 2012 hat, über den Sommer hinaus in Zürich bleiben wird. Er kann sich vorstellen, dass Guatelli die Rolle als Nummer 2 auf die Dauer nicht erträgt und sich einen neuen Klub sucht. Die Diskussionen um Guatelli kümmern Leoni wenig. Das Verhältnis zwischen ihnen sei «okay». Er selber habe sich schliesslich ja auch monatelang solidarisch verhalten, keinen Krach gemacht. Und Torhüter seien in der Regel ohnehin Individualisten, die vorab für sich selber schauten. Also sagt er selbstbewusst: «Der beste Goalie beim FCZ bin ich! Meinen Platz gebe ich nicht mehr her!» Leonis Glück heisst Giulian Für ihn ist es deshalb kein Thema, dass am Ostermontag im Cup-Halbfinal gegen Xamax nicht er im Tor stehen könnte – obschon in der Vergangenheit auf der Goalieposition öfters rotiert wurde: Die Nummer 1 spielte in der Super League, die Nummer 2 im Cup. Leoni erklärt mit Nachdruck: «Ich will und ich werde spielen.» Fischer denkt gleich. Gestern bestätigte er Leonis Einsatz. An diesem Morgen nach dem Training will sich Leoni bald verabschieden, es zieht ihn nach Hause, nach Altstetten zu seiner Frau Sandra und seinem sechs Monate alten Sohn Giulian. Strahlend sagt er: «Der Kleine ist unser grösstes Glück, ich bin ein begeisterter Vater.» Eine letzte Frage noch, Johnny Leoni: Wie fällt Ihre Wahl aus, wenn Sie sich zwischen Cupsieg und Meistertitel entscheiden müssten? Der Walliser überlegt nicht lange: «Ich möchte unbedingt den Cup gewinnen.» Dreimal war er mit dem FCZ schon Meister, beim Cupsieg von 2005 gegen Luzern aber stand Taini im Tor – sein ungeliebter Rivale. Mögliche FCZ-Aufstellung: Leoni; Ph.Koch,Beda,Teixeira,Rodriguez; Schönbächler,Aegerter,Zouaghi,Djuric; Chermiti,Mehmedi.–Verletzt: Magnin,Margairaz. ------------------- ps: dieses Bild sagt für mich mehr als 1000 Worte...!
cucinotta77
Mitglied
23.04.2011, 07:24 · #727
Beiträge: 55
«Leonis Bilanz: 6 Spiele, 18 Punkte, 4 Gegentore, macht einen Durchschnitt von 0,67 Gegentreffern pro Partie. Guatellis Wert lag bei 1,43 Gegentoren»
Mit dieser Zeile ist wohl alles gesagt und weitere Diskussionen überflüssig. Ausser, dass es nun nicht ganz einfach ist den Andrea im Sommer gut zu verkaufen; weder CL Auftritte noch Statistik sprechen für ihn und somit für eine Ablösesumme....schade
Dini Mueter
Mitglied
23.04.2011, 08:02 · #728
Beiträge: 2'795
«Leonis Bilanz: 6 Spiele, 18 Punkte, 4 Gegentore, macht einen Durchschnitt von 0,67 Gegentreffern pro Partie. Guatellis Wert lag bei 1,43 Gegentoren»
Mit dieser Zeile ist wohl alles gesagt und weitere Diskussionen überflüssig. Ausser, dass es nun nicht ganz einfach ist den Andrea im Sommer gut zu verkaufen; weder CL Auftritte noch Statistik sprechen für ihn und somit für eine Ablösesumme....schade Wie, nach diesem Artikel wirds schwieriger?
bluesoul
Mitglied
23.04.2011, 11:03 · #729
Beiträge: 5'138
das Gegentor gegen YB haltbar?...sorry aber jetzt wirds wieder lächerlich, wenn man den als haltbar oder unglücklich ansieht...habe mir die Szene extra nochmal angeschaut...durch die unglückliche Abfälschung entsteht so ein brutaler Drall und Leoni wird zusätzlich auf dem falschen Fuss erwischt, dass der einfach nicht zu halten ist... und Guatelli "mag en geile Siech si"...aber ich fühle mich doch mit Leoni um einiges wohler...und die Resultate sprechen ebenso eine deutliche Sprache...auch wenn hier wieder von nur angeschossen und solchen Stuss erzählt wird...oder hat es evt. damit zu tun, dass Guatelli Italiener ist pexito!?...bin froh hat man den Fehler eingesehen und setzt wieder auf Leoni...auch wenn Einsicht von einigen Fans wohl nicht zu ihren Stärken gehört... Ich bin ganz klar pro Leoni. Das Tor gegen YB hätte er trotzdem halten sollen. Einfach hinlegen, sich lang machen und nicht darauf spekulieren, dass er vorbei geht. Nach dem Abklenker hatte er noch genug Zeit. Der war ja grad nach der Schussabgabe und nicht zwei Meter vor ihm... Trotzdem, ohne Leoni hätten wir gegen YB nicht gewonnen. Auch wenn er immer noch nicht jeden Ball krallt, der hoch in die Mitte kommt, ist er ein sehr sehr sicherer wert. Absolut zu Recht die Nummer 3 in der Nati. In der Schweiz sind nur grad Wölfli und Costanzo besser als er.
baba
Mitglied
23.04.2011, 12:17 · #730
Beiträge: 592
Ich muss als Guetalliebefürworter noch mal eines sagen. Während der Hinrunde wurde er oft zu hart angefasst hie rim forum, obwohl er eigentlich soldie gespielt hat. In der Rückrunde hate er aber einige Patzer und sich selbst mit der Restaurantaktion ins Abseits gestellt. Ich verurlteile hier bei nicht, das er mit Hassli enen trinken war, sondern es nicht zugeben konnte. Nun ist aber wieder Leoni im Tor, und das ist rückwirkend betrachet gut und richtig so. Leoni ist in eine Bärenstarkenform und somit die berechtigte nummer 1!!!
Demokrit
Mitglied
23.04.2011, 20:13 · #731
Beiträge: 5'834
« Das Tor gegen YB hätte er trotzdem halten sollen. Einfach hinlegen, sich lang machen und nicht darauf spekulieren, dass er vorbei geht. Nach dem Abklenker hatte er noch genug Zeit. »
Quatsch!
Dini Mueter
Mitglied
23.04.2011, 22:18 · #732
Beiträge: 2'795
« Das Tor gegen YB hätte er trotzdem halten sollen. Einfach hinlegen, sich lang machen und nicht darauf spekulieren, dass er vorbei geht. Nach dem Abklenker hatte er noch genug Zeit. »
Quatsch! In einem 30'000er Stadion hätte er sie gehalten!
Solaris
Mitglied
23.04.2011, 23:48 · #733
Beiträge: 1'114
Interview mit Guatelli im Sonntags-Blöck:
«Wenige Tage vor dem Spiel gegen den FC Basel verpasst Andrea Guatelli den Zapfenstreich, weil er zusammen mit Mathieu Beda im Ristorante Napoli den Abschied seines Freundes Eric Hassli zu Vancouver feiert. Guatelli wird beim FCZ verpfiffen und als Strafe für drei Tage suspendiert. Ersatz Johnny Leoni hext in dieser Zeit den FCZ gegen Sion zum Sieg. Und Guatelli auf die Bank.»
Letzten Montag will ein kleiner Bub nach dem FCZ-Training von Guatelli wissen, ob er am Dienstag gegen YB denn spiele. «Ja, ich spiele …», ruft der 26-jährige Italiener ihm zu, «zu Hause auf der Playstation.» Der Bub und sein Vater lachen und ziehen ab. Guatelli grinst auch. Gut einen Monat nach seiner Degradierung zur Nummer zwei hat der lebenslustige Goalie aus Parma anscheinend seinen Humor wiedergefunden. Und auch seine Stimme. Andrea Guatelli, der Cup-Wettbewerb war beim FCZ bis anhin immer für die Nummer zwei vorgesehen. Warum stehen am Montag gegen Xamax nicht Sie, sondern Johnny Leoni zwischen den Pfosten? Andrea Guatelli: Sie haben mir gesagt, dass sie eine siegreiche Mannschaft nicht umstellen wollen. Enttäuscht? Sehr enttäuscht und sauer. Das ist ja logisch. Jetzt kommen die Spiele, die wichtig sind. Und ich sitze nur auf der Bank. Diesen Platz auf der Bank haben Sie sich ja selber eingebrockt. Wer wenige Tage vor einem so wichtigen Spiel wie FCB – FCZ zu lange im Ausgang ist, trägt selber Schuld. Sicher habe ich einen Fehler gemacht, dass ich die Regeln nicht eingehalten habe. Da gibt es nichts zu rütteln. Dass man für Fehler ­bestraft wird, ist auch klar. Aber die Strafe muss angemessen sein. Und diese war zu hart. Wenn Sie die Zeit zum Abschiedsessen von Hassli im «Napoli» zurückdrehen könnten, würden Sie früher nach Hause? Ja, sicher würde ich früher gehen. Jetzt, da ich die Folgen kenne … Aber das war gar nicht mein gröss-ter Fehler. Der war, dass ich mich zu lange vor dem FCZ verteidigen wollte. Statt sofort zuzugeben, dass ich einen Fehler gemacht habe. Wissen Sie, das mit den Zeiten ist bei uns Italienern so eine Sache. Wir essen ja normalerweise auch später als die Schweizer. Es wurde gemunkelt, dass ein FCZ-Mitarbeiter Sie aus Eifersucht verpfiffen hat. Eine Frau soll im Spiel gewesen sein ... Dazu möchte ich nichts sagen. Ich bin zu lange im Napoli geblieben. Basta. Was werfen Sie den FCZ-Verantwortlichen vor? Bei uns in Italien gibt es ein Sprichwort, das heisst: «I panni sporchi si lavano in casa!» Dreckige Kleider wäscht man zu Hause … Was meinen Sie damit? Die offensive Kommunikation war sicher nicht die beste Sache. Sicher nicht für mich. Können Sie den Goaliewechsel nicht nachvollziehen? Nein, kann ich nicht. Ich war drei Jahre lang die Nummer zwei hinter Johnny. Habe mich immer solidarisch und professionell verhalten. Dann schenkt mir Trainer Fischer das Vertrauen und macht mich zur Nummer eins. Und jetzt diese Geschichte. Ich hätte mir nach diesen Jahren ein bisschen mehr Res­pekt erhofft. In der Rückrunde gaben Sie nicht immer eine glückliche Figur ab. Seit Leoni im Tor steht, gewinnt der FCZ nur noch. Unbestritten, er macht einen guten Job. Und ja, ich hatte zwei, drei Fehler. Aber wir spielten auch eine gute Vorrunde mit mir im Tor. Die Kritiken über Ihre Leistungen gegen YB, St. Gallen und den FCB waren teils vernichtend. Diese Kritiker verdienen eigentlich keine Antwort. Nur soviel: Der FCZ war Zweiter mit mir im Tor. Letzte Saison waren wir Siebter. Ich bin ein offener Typ, lebe gern, liebe schöne Autos und, und, und. Auf Leute, die mich nicht kennen, wirke ich arrogant. Da sind die Kritiker schneller zur Stelle, als wenn jemand ruhig und scheu auftritt. Zudem bin ich Ausländer. Was heisst jetzt das? Damit will ich nur sagen, dass von einem Ausländer mehr erwartet wird als von einem Schweizer. Aber das muss ja auch so sein. Doch die Kritiker sind mir eigentlich egal. Heute kritisieren sie, morgen loben sie. Fühlen Sie sich als Bauernopfer? Ich hoffe nicht, dass ich ein Bauernopfer bin. Wobei ich mir schon sicher bin, dass es nicht zur Goalie-Rochade gekommen wäre, hätte die Nummer zwei nicht Leoni geheissen und wäre er nicht dreifacher Meistergoalie. «From hero to zero» (Vom Held zur Null») nach einem einzigen Abend? Im ersten Moment sicher. Die ers-ten zwei Wochen nach der Suspendierung war ich sehr enttäuscht, hatte ein Tief. Aber jetzt gehts mir schon wieder viel besser. Was passiert ist, ist passiert. Man weiss nie, was die Zukunft bringt. Johnny Leoni sagte im Tages-Anzeiger: «Der beste Goalie des FCZ, das bin ich!» Was sagen Sie dazu? Es ist wichtig, dass man als Goalie ein grosses Selbstvertrauen hat. Wenn er denkt, dass er so viel besser als ich ist, dann muss er extrem stark sein. Spielen Sie überhaupt noch ­einmal im FCZ-Dress? Diese Saison wohl nicht mehr, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Aber im Fussball geht alles sehr schnell. Ich muss wach sein, immer bereit. Das zeigt auch die Tabelle! Vor einem Monat sah der FC Basel noch wie der sichere Meister aus. (lacht) Und wie sieht Ihre längerfristige Planung aus. Sie haben noch einen Vertrag beim FCZ bis Sommer 2012. Ich will sicher nicht noch eine Saison die Nummer zwei sein. Dann werden Sie Zürich im Sommer wohl verlassen. Wie SonntagsBlick-Recherchen ergaben, will der FCZ mit Leoni den Vertrag verlängern. Wir werden ja sehen, was alles passiert. http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/dreckige-kleider-waescht-man-zu-hause-171157 Naja ich sag jetzt mal nichts dazu (und Andrea hätte es mir besser gleich gemacht, aber vesteh ihn schon, Johnny hält sich ja auch nicht gerade mit Aussagen zurück)
punto1
Mitglied
24.04.2011, 00:19 · #734
Beiträge: 88
Dieses Interview hat wohl nie stattgefunden oder ist falsch übersetz worden. Danke BLICK...
züri
Mitglied
24.04.2011, 11:15 · #735
Beiträge: 44
auch wenns für uns schade wäre: Leoni muss endlich den Sprung als Nr. 1 in eine grosse Liga schaffen. Jetzt wo Benaglio schwächelt, sich ein Wölfli vielleicht plötzlich verletzt, kann es sehr schnell gehen. Ich könnte mir Jonny gut in einer grossen Liga vorstellen. Wenn er sich dort weiterentwickelt, kann er auch die Nr. 1 in der Nati werden.
Dini Mueter
Mitglied
24.04.2011, 11:25 · #736
Beiträge: 2'795
auch wenns für uns schade wäre: Leoni muss endlich den Sprung als Nr. 1 in eine grosse Liga schaffen. Jetzt wo Benaglio schwächelt, sich ein Wölfli vielleicht plötzlich verletzt, kann es sehr schnell gehen. Ich könnte mir Jonny gut in einer grossen Liga vorstellen. Wenn er sich dort weiterentwickelt, kann er auch die Nr. 1 in der Nati werden. Sorry aber ääh... 1. Benaglio ist wohl um drei oder vier Längen der bessere Torhüter als Leoni, Wölfli, Pascolo, Zubi, Stiel oder sonstwer der jemals in der Schweizer Nati im Tor stand. 2. Was Du uns hier sagen willst heisst konkret: Der FCZ muss einen Weggang Leonis verkraften können, denn viel wichtier ist, dass wir eine Ersatz-Nummer 1 für die Nati haben. Ich kommentiere das gar nicht weiter...
yellow
Mitglied
24.04.2011, 13:40 · #737
Beiträge: 6'690
1. Benaglio ist wohl um drei oder vier Längen der bessere Torhüter als Leoni, Wölfli, Pascolo, Zubi, Stiel oder sonstwer der jemals in der Schweizer Nati im Tor stand. Momentan müsstest du wohl 'ist' durch 'war' ersetzen. In Wolfsburg sind sie mit ihm zurzeit überhaupt nicht zufrieden. Viele orten sogar in ihm eines der Hauptprobleme für die gegenwärtige Krise. Dies wiederum zeigt auf, wie exponiert doch die Position eines Torwarts ist. Ich denke, an Benaglios Qualitäten gibts kaum Zweifel, aber auch er ist nicht vor längeren Durchhängern gefeit. Bin mal gespannt, wie lange er braucht, bis er die Kurve wieder kriegt.
duja
Mitglied
24.04.2011, 14:19 · #738
Beiträge: 1'629
1. Benaglio ist wohl um drei oder vier Längen der bessere Torhüter als Leoni, Wölfli, Pascolo, Zubi, Stiel oder sonstwer der jemals in der Schweizer Nati im Tor stand. Momentan müsstest du wohl 'ist' durch 'war' ersetzen. In Wolfsburg sind sie mit ihm zurzeit überhaupt nicht zufrieden. Viele orten sogar in ihm eines der Hauptprobleme für die gegenwärtige Krise. Dies wiederum zeigt auf, wie exponiert doch die Position eines Torwarts ist. Ich denke, an Benaglios Qualitäten gibts kaum Zweifel, aber auch er ist nicht vor längeren Durchhängern gefeit. Bin mal gespannt, wie lange er braucht, bis er die Kurve wieder kriegt. Heute Riesenbock im Spiel gegen Köln.
pexito
Mitglied
25.04.2011, 23:14 · #739
Beiträge: 3'138
ich bin fassungslos. Seit Leoni wieder dabei ist, haben wir sechs Spiele in Folge gewonnen. Leoni hat immer gut, teilweise sogar sehr gut gespielt, auch gegen YB. Er hat immer Ruhe ausgestrahlt, seine Abspiele kamen oft an. Kein Vegleich zu vorher. Er wurde von Hitzfeld sogar wieder für die Nati aufgeboten. Das Gegentor gegen YB war unglücklich. En abgefälschter Ball, auf dem falschen Fuss erwischt, da kann ein Torhüter nicht viel machen. Und nun diese Diskussion! "Freunde haben mir gesagt, imphall Schweizer, keine Italiener..........." und, wenn Leoni dank ausgezeichnetem Stellungspiel Bälle abwehren konnte, dann wird das abgetan mit "der hatte nur Glück, dass er angeschossen worden ist". Was soll diese billige Polemik? Einzelne haben offenbar noch nicht verdaut, dass der Bambino aus Parma nicht über das Nervenkostüm verfügt, das es im Spitzenfussball braucht. Auch seine Technik ist für eine Spitzenmannschaft schlicht zu rudimentär. Oder erinnert Ihr Euch schon nicht mehr an des Herzrasen, das jedes Mal einsetzte, wenn Guatelli den Ball mit dem Fuss spielen musste. Letztlich zählt die Leistung auf dem Platz und nicht die grosse Klappe. Viele fordern für die nächste Saison einen guten Torhüter. Ich finde, wir haben einen guten Torhüter, Leoni, und ich hoffe, Leoni bleibt. Leider ist das unsicher. Offenbar wurde (zu) viel Geschirr zerschlagen. Ein gleichwertiger Ersatz oder gar ein besserer Torhüter wäre sehr teuer. Sprich mich doch direkt an, wenn du ein Problem hast. Du kannst mich auch gerne zitieren. Lieber noch als deine Formulierung meiner Worte. Was für mich schon lange klar ist, möchte ich nicht anderen vorenthalten. Bisch es möngi und wahrscheinlich noch eine ganz arme Wurst dazu. Go ahead and make my Day!
Dr. Dre
Mitglied
26.04.2011, 07:18 · #740
Beiträge: 403
Was man noch anmerken muss: die Parade von Leoni gestern gegen Xamax, als er den auf ihn zustürmenden Xamax-Stürmer stoppte, war schlicht und ergreifend Weltklasse! Unglaubliche Parade.
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