Super League

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Krönu
Mitglied
14.05.2019, 05:23 · #1'161
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Kann mir jetzt mal einer sagen, wieso speziell um diese Trikotgeste so ein Ding gemacht wird von den Medien und auch an dieser PK heute? Das ist doch das wenigste schlimmste an allem, als unsere nach einem 1:5 in Basel mal alle ihre Leibchen der Kurve abgaben sprach auch niemand davon, vielleicht der Blick Sie mussten das Trikot während des Spiels abgeben, was dann auch zum Spielabbruch führte. Bei uns war es nach Spielschluss.
Inishmore
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14.05.2019, 05:29 · #1'162
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Der Tagi-Reporter, welcher an der PK dabei war, benannte GC als „den Zürcher Stadtclub“ Das habe ich gestern Abend auch gesehen, vor Schreck kam mir fast, mein Insektenburger wieder hoch...
Ostler
Mitglied
14.05.2019, 05:49 · #1'163
Beiträge: 1'762
Die elenden Insekten können nicht einmal mit einem letzten bisschen Würde absteigen. Unser Kabinensturm war ein Kindergarten, klar. Aber was Niederhasli hier gerade veranstaltet, ist wohl eine der grössten Gefahren für die Fankultur des vergangenen Jahrzehnts. - Die beiden Spielabbrüche (vor allem der zweite) sind ziemlich dramatisch und werden noch Konsequenzen für uns alle nach sich ziehen. Ich habe vermehrt gehört und gelesen, dass man nicht so ein Theater machen solle, es hätte ja keine Gewalt gegeben. Tatsächlich aber, haben sich da ein paar Idioten das Recht herausgenommen, zu entscheiden ob das Spiel weitergehen kann oder nicht und dies genau so - unter Gewaltandrohung auf die Spieler und deren Familien - kommuniziert. Ganz abgeklärt. Die Liga wird hundert Prozent mit voller Repression antworten. - Der dümmliche neue Präsi von denen, klingt nur wie Peach Weber, ist aber viel mehr ein neoliberaler "Law and ordler" mit familliären Verbindungen in Kreise, die uns Fans als Konsumenten sehen und NICHTS anderes. An der Pressekonferenz gestern hat er bereits angekündigt, wohin der Weg nun gehen soll. Mehr Repression, Knast, Durchgrefen bla bla bla. "Autofahrer werden in diesem Land härter bestraft als Hooligans" - Und der Typ meint das genau so. - GCN öffnet der braunen Brut wieder die Tür in den CH-Fussball. Das ist einer Mehrheit sehr unangenehm, klar. Aber es gibt auch kaum Wiederstand, weil es kaum jemanden mehr gibt der diesen leisten könnte. Dass ein landesweit bekannter Neonazi den Anführer gibt und mit Captain und Präsi diskutieren darf, ob das Spiel weitergehen kann, ist eine fucking Sauerei und macht mich so richtig hässig. Sollen bitte in der Bedeutungslosigkeit verschwinden und dann als Aargau-United irgendwann wieder einmal in die Stadt als Auswärtsfans pilgern.
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Tschik Cajkovski
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14.05.2019, 05:52 · #1'164
Beiträge: 3'337
mich erstaunt, dass rietiker unkenntnis vorgibt, bezüglich der neonazi anhängerschaft im gc. aus der nzz: *Die GC-Fankurve und ihr Neonazi-Problem Am Tiefpunkt der Klubhistorie muss sich GC auch noch mit der Frage auseinandersetzen, wie rechtsextrem seine Fans sind. In dem Moment, als der Abstieg Tatsache war, trat bei GC eine ungewöhnliche Figur auf den Plan: ein Mann mit Bart und tätowierter Glatze. Auf den TV-Bildern ist er unschwer als Rädelsführer jener Fans erkennbar, die in Luzern einen Spielabbruch erzwangen. Der «Blick» lieferte am Tag danach die Identifikation: Es handelt sich um Stefan N., für den die Zuschreibung «Neonazi» keine gewagte ist. Im schwierigsten Moment der Klubhistorie musste sich Klubpräsident Stephan Rietiker vor der Presse deshalb auch noch zu der Frage äussern, ob GC ein Rechtsextremismusproblem habe. «Das wäre schlecht, wenn dies so wäre. Das muss ich erst abklären.» Die Antwort führt zum schwer fassbaren Innenleben der GC-Fan-Kurve, zu einer seltsamen Verbrüderung mit einem ostdeutschen Verein und zu einem antisemitischen Kapitel in der Geschichte der Grasshoppers. Unbestritten ist die problematische Gesinnung von Stefan N. Im Internet finden sich Bilder von ihm mit nacktem Oberkörper aus Tagen, da er jünger war. Auf seiner linken Brust prangt ein Hakenkreuz, darüber die Worte: «Ehre, Treue, Vaterland». Laut Antifa Bern ist er Mitglied von Blood & Honour, des Patriotischen Ostflügels sowie der Schweizer Hammerskins. Er habe mehrere Rechtsrockkonzerte organisiert und sich in der «Hardturmfront» engagiert, einer in den 1980er- und 1990er-Jahren aktiven rechten Hooligan-Organisation im GC-Umfeld. Auch der Nachfolgeorganisation «Zürichs kranke Horde» habe er angehört. Laut Antifa musste sich der 39-jährige N. im März 2019 vor dem Regionalgericht Bern wegen eines Angriffes auf YB-Fans im Oktober 2016 verantworten. N. sei Thurgauer, derzeit in Winterthur wohnhaft und seit sieben Jahren arbeitslos. Unbestritten sind weiter die Verbindungen von GC-Fans zu rechtsradikalen Gruppierungen im Umfeld des Chemnitzer FC. Während Jahren kam es zu gegenseitigen Besuchen, wie unter anderem die Facebook-Einträge der Chemnitzer Gruppierung N.S.-Boys zeigen. Zuletzt schien die Verbindung eingeschlafen zu sein. Dann jedoch wurde diesen Frühling während eines Meisterschaftsspiels in der GC-Fan-Kurve ein Transparent gehisst: «Ruhe in Frieden, Thomas». Man gedachte des kürzlich verstorbenen deutschen Neonazis Thomas Haller. In Chemnitz hatte sich ein ganzes Stadion an der Ehrung Hallers beteiligt, was landesweit als skandalös wahrgenommen wurde und auf Ebene des Klubs personelle Folgen hatte. Juden nicht willkommen In Zürich sah sich manch einer durch das Transparent in der GC-Kurve bestätigt. Vor allem in Fan-Kreisen des FC Zürich ist die Erinnerung an einen unschönen Teil der Geschichte der Grasshoppers präsent. Unter dem Regime von Zentralpräsident Walter Schoeller (1934 bis 1976) gab es klare Tendenzen, Juden vom Verein fernzuhalten. Die FCZ-Fan-Zeitschrift «Daléo» erinnerte jüngst in einem Beitrag daran, dass die GC-Fans des umstrittenen Präsidenten 2015 mit Spruchbändern im Stadion gedachten. Die jüngsten Geschehnisse stehen zu dieser Vorgeschichte kaum in kausaler Verbindung, doch die Historie lässt die gegenwärtigen Ereignisse doppelt unschön aussehen. Es wäre wahrscheinlich falsch, von einer Unterwanderung der Kurve durch Neonazis zu sprechen. Problematisch ist vielmehr, dass sich rechtsextreme Elemente derart in Szene setzen können. In dieser Richtung äussert sich ein langjähriger Besucher der GC-Fan-Kurve, der namentlich nicht genannt sein will. Er beschreibt die Szene als «extrem heterogen». Politik spiele keine Rolle. Es gebe dunkelhäutige und jüdische Mitglieder. Neonazis gebe es ebenfalls, aber ihr Anteil beschränke sich auf wenige Personen. Diese hielten sich für gewöhnlich mit politischer Rhetorik zurück. «Aus der Kurve geprügelt» Fussball-Fan-Kurven sind schwer fassbare Gebilde. Sie zerfallen meist in Untergruppen. Hierarchien gibt es zwar – letztlich beruhend auf dem Recht des Stärkeren. Aber sie sind nicht immer klar. Andererseits propagieren die Wortführer gegen aussen immer wieder die Fähigkeit zur Selbstregulierung. Die GC-Kurve habe dies durchaus praktiziert, sagt auch der Kurvengänger. Er spielt auf einen Vorfall vor vier Jahren an. Damals seien zwei Neonazis «aus der Kurve geboxt» worden, sprich: Sie wurden von GC-Fans spitalreif geprügelt. Der «Tages-Anzeiger» berichtete mit Verweis auf Polizeiakten ebenfalls über den Fall. Dass sich Rechtsextreme jüngst wieder Gehör verschafften, sei in der Kurve «extrem umstritten», sagt der Kurvenbesucher. Manch einer störe sich am Gebaren insbesondere von Stefan N., der nach längerer Abwesenheit in die Kurve zurückgekehrt ist und sich zuletzt «in den Vordergrund» gedrängt habe. Dies tat er nun auch in den entscheidenden Momenten – bei den Spielabbrüchen in Sitten und nun auch in Luzern. Dass es der Kurve nicht gelang, dies zu verhindern, ist dem Mann ein Rätsel. Angesichts dessen sei ein Zeichen der Distanz der GC-Fans angezeigt. Man müsse sich aber vor Augen halten, dass die einst über 2500 Leute umfassende Kurve stark geschrumpft sei und dass gerade hellere Köpfe das Weite gesucht hätten. Leute, die ihr Handeln reflektierten, seien heute rar. Die Fan-Kurve muss sich jedenfalls den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig gegen die Vereinnahmung durch Neonazis unternommen zu haben, die sich auf die Aussenwahrnehmung katastrophal auswirkt. *
Zhyrus
Mitglied
14.05.2019, 05:54 · #1'165
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Kann mir jetzt mal einer sagen, wieso speziell um diese Trikotgeste so ein Ding gemacht wird von den Medien und auch an dieser PK heute? Das ist doch das wenigste schlimmste an allem, als unsere nach einem 1:5 in Basel mal alle ihre Leibchen der Kurve abgaben sprach auch niemand davon, vielleicht der Blick Sie mussten das Trikot während des Spiels abgeben, was dann auch zum Spielabbruch führte. Bei uns war es nach Spielschluss. Dieses Ehre, Stolz und Würde-Gehabe ist auch bei uns zu verurteilen. Es passt aber gut zu diesem Rechten, dass Unterlegene in Schande und bis auf die Unterhosen entblösst davon schleichen müssen.
Zhyrus
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14.05.2019, 06:04 · #1'166
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Was willst du als Otto-Normalbürger GC-Fan gegen diese Figuren schon machen? Du musst schon ein gutes Gewaltpotential haben und eine ordentliche Truppenstärke um diese 20-40 Deppen wegzuprügeln. Ich würde wahrscheinlich gegen jeden Einzelnen kassieren und im Spital landen, da ich nicht kampferprobt bin und MMA-Skills von einem bleichgesichtigen Gymischüler habe. P.S. Es ist schon geil, dass sich ein Langzeitarbeitsloser als Krone der Menschheit sieht! Alle Vorurteile wurden bestätigt.
Krönu
Mitglied
14.05.2019, 06:18 · #1'167
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Dieses Ehre, Stolz und Würde-Gehabe ist auch bei uns zu verurteilen. Es passt aber gut zu diesem Rechten, dass Unterlegene in Schande und bis auf die Unterhosen entblösst davon schleichen müssen. Dem ist so, die ganze Rhetorik hat ein widerliches Gschmäckli. Eigentlich müsste der Stefan N. die ganze Zeit nur in Unterhosen rumlaufen, wenn man die eigenen Spieler so als Versager hinstellt und selber im Leben versagt. Die Hoppers haben die Nazis jahrelang geduldet und die braune Scheisse gedeihen lassen. Nun können sie selber schauen, wie sie das Pack wieder loswerden wollen.
Krönu
Mitglied
14.05.2019, 06:23 · #1'168
Beiträge: 13'340
Aus der WoZ, 2003: Jüdischer Fussball in der Schweiz und der Antisemitismus beim Grasshopper-Club Restriktive Erinnerungspolitik Beat Jung Antisemitische Verunglimpfung war beim Grasshopper-Club Zürich bis in die fünfziger Jahre hinein Praxis: Bericht über ein unrühmliches Stück Schweizer (Sport-)Geschichte. Es ist unbestreitbar, dass es in den vierziger und auch noch in den fünfziger Jahren Ablehnungen von jüdischen Mitgliedschaften gegeben hat, was aus heutiger Sicht völlig unbegreiflich und peinlich ist. Mit dem GC unserer Tage hat das aber nichts mehr zu tun. Heute haben wir mehrere Mitglieder, die Juden sind. Wie viele genau, kann ich nicht sagen, weil wir es in unseren Unterlagen nicht erfassen.» Hermann Strittmatter, Vorstandsmitglied der Sektion Fussball des Grasshopper-Club und zuständig fürs Marketing, hatte Kuhglocken, Sennenkäppli und eine Rede mitgebracht. Die Stimmung im Zürcher Koscher-Restaurant Schalom war ausgelassen. Maccabi Schweiz, der jüdische Sportdachverband, hatte 1995 – zwei Tage vor dem Hinspiel GC gegen Maccabi Tel Aviv um den Einzug in die Champions League – zum Empfang geladen. «Das Ganze hatte den Touch von offizieller Versöhnung zwischen dem Grasshopper-Club und den Juden», sagt Daniel Fischer, damals Präsident von Maccabi Schweiz. «Heute muss ich sagen, dass ich meine mentale Reserviertheit gegenüber dem GC abgebaut habe.» Doch es sei nicht von ungefähr gekommen, dass der GC bei den meisten Juden schon von Kindesbeinen an der Buh-Klub gewesen sei. Chronik der Diskriminierung • «Im Besitze Ihres Schreibens vom 6. dieses Monates teile ich Ihnen mit, dass tatsächlich im Grasshopper-Klub seit seinem bald sechzigjährigen Bestehen kein Jude aufgenommen wurde. Da wir Kandidaten jüdischer Abstammung ein negatives Ergebnis bei der Aufnahme ersparen wollen, so fühlen wir uns verpflichtet, die Herren vorher aufzuklären», schrieb Dr. Walter Brunner, Präsident der GC- Rudersektion, am 7. März 1945 in einem Brief. «Man wusste zwar längst, was los war», kommentierte das «Israelitische Wochenblatt» den unverhohlenen Antisemitismus, «war aber doch überrascht, dass der Präsident der Rudersektion, Dr. Brunner (dessen offen angegebene Firma am Schanzengraben 23, ein Baugeschäft, bislang, wie man hört, jüdische Aufträge gern angenommen hat), dies ganz ungeniert in einem Brief zugibt.» • «Es war bei einem Drittliga-Match Ende der vierziger Jahre. Wir spielten gegen den GC», erzählt Samuel Warmund, Jahrgang 1922, während rund zwanzig Jahren Kapitän des FC Hakoah, des jüdischen Fussballvereins der Stadt Zürich (vgl. unten). «Bei einem hohen Ball stiess mein Bruder mit einem GC-Spieler zusammen. Der Mann vom GC ging zu Boden. ‘Die Öfen waren zu klein für euch in Deutschland’, beschimpfte er uns. Da fragte ich den Schiedsrichter: ‘Haben Sie das gehört?’ Als dieser bejahte, war der Fall für mich erledigt. Wir gingen vom Platz. Nachher mussten der Klubpräsident und ich in Bern vor dem Schweizerischen Fussballverband antreten. Der Grasshopper-Club kam mit einem Anwalt und stritt alles ab. Der Schiedsrichter war auch dort, bekam einen roten Kopf und behauptete, er habe nichts gehört. Es stand Aussage gegen Aussage.» • 1952 geht der Fall einer nicht namentlich genannten Tennisspielerin durch die Presse, deren Gesuch um Aufnahme in den Grasshopper-Club abgelehnt worden war, weil sie jüdischer Abstammung sei. Zwei Jahre später holte sich Ruth Kaufmann, siebzehnfache Schweizer Meisterin im Tennis, ihren ersten nationalen Titel im Einzel auf den Tennisplätzen vom GC. «Das war für viele Juden eine grosse Satisfaktion, dass eine jüdische Tennisspielerin auf GC-Territorium Schweizer Meisterin wird», erinnert sich die heute 78-Jährige. • 1954 treffen der GC und der damals A-klassige FC Fribourg im Cup-Halbfinal aufeinander. Robert Weil, Jude und linker Flügelstürmer bei Fribourg, prallt mit GC-Goalie Thomas Preiss zusammen. «Nach dem Zusammenstoss erkundigte ich mich bei Preiss, ob etwas passiert sei», sagt Weil. «Da beschimpfte mich der GC-Masseur, der aufs Spielfeld gekommen war, um den Goalie zu pflegen. ‘Das ist typisch hebräisch von dem Saujud.’ Um ein Haar hätte ich dem Masseur eine gehauen. Ich konnte mich grade noch bremsen. Zum Glück beschwichtigte der Schiedsrichter. ‘Wir sind hier, um Fussball zu spielen’, beruhigte auch Fredy Bickel vom GC die Gemüter.» Nach dem Match, den Fribourg mit 3:1 gewonnen hatte, habe ihm ein Funktionär des Schweizerischen Fussballverbandes versichert, dass das noch ein Nachspiel gebe, sagt Weil. «Ich habe dann aber nie mehr etwas vom Verband gehört.» Kollektives Schweigen Dieses Verhalten ist symptomatisch für den Umgang mit antisemitischer Verunglimpfung und Diskriminierung in der Schweiz der Nachkriegszeit. «Das Thema Antisemitismus hat lange keine Rolle gespielt in den gesellschaftlichen Diskussionen, war tabuisiert und wurde kollektiv beschwiegen», sagt Aram Mattioli, Historiker und Herausgeber des Buches «Antisemitismus in der Schweiz 1848–1960». Noch heute ist eine Blickverengung festzustellen. Debattiert wird über die Schweiz und ihre Rolle während des Zweiten Weltkriegs. Dass aber die rassistische Ausgrenzungslogik nach Kriegsende nicht einfach aufgehoben worden war, wird oft ausgeblendet (vgl. unten). «Man sprach in neuerer Zeit, zumindest nach dem Zweiten Weltkrieg, in den gesellschaftlich dominierenden Kreisen nicht offen über die Unerwünschtheit der Juden in den Entscheidungsetagen und -rängen der Behörden, vom Bundesrat bis hinunter zum Gemeinderat – von Ausnahmen abgesehen –, der Banken, der Industrie, der staatstragenden Parteien», schreibt der Publizist Alfred A. Häsler. Was andernorts latent schlummerte, hatte beim GC System. Juden beim GC In den 1986 erschienenen Annalen «100 Jahre Grasshopper-Club Zürich» wird das Thema Antisemitismus mit keiner Silbe erwähnt. Konfrontiert mit den antijüdischen Ressentiments im Laufe der Klubgeschichte, sagte noch in den achtziger Jahren der damalige Präsident der GC-Fussballer, Karl Oberholzer: «Dieser Vorwurf ist mir nicht bekannt. Wir hatten immer schon Juden im GC.» Da hatte Oberholzer Recht. Beim Grasshopper-Club waren Juden akzeptiert, «wenn sie sich etwa eine nichtarische ‘Sportskanone’ sichern können oder wenn ein nichtarischer Kandidat ‘gut bei Kasse’ ist» («Volksrecht», 1952). Finanziell potent war der Bankier Werner Bär; sportlich so gut, dass man sie als Juden in Kauf nahm, waren Hans-Peter Friedländer und Dori Kürschner. Friedländer – gefürchtet wegen seiner Dribblings, oft nur unfair vom Ball zu trennen und Opfer von acht Knochenbrüchen – spielte von 1940 bis 1946 auf dem Hardturm. In Fussballhandbüchern wird er als der beste Schweizer Fussballer seiner Zeit bezeichnet. Der Ungar Kürschner trainierte die Hopper von 1925 bis 1934. In dieser Zeit wurde der Grasshopper-Club dreimal Schweizer Meister und viermal Cupsieger. Auf den Juden Kürschner folgte ein Mann, der Sympathien zu Nazi-Deutschland hegte: Karl Rappan. Der Österreicher Rappan war gleichzeitig auch Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. In der Presse wurden ihm besonders enge Beziehungen zur Reichssport-Kammer in Berlin nachgesagt. Wenige Tage nach dem Überfall Hitlers auf Österreich im Jahr 1938 soll Rappan «von meiner Heimat, der deutschen Ostmark» gesprochen haben. Im Sommer des gleichen Jahres fand in Frankreich die Fussballweltmeisterschaft statt. Im Achtelfinal warfen die vom französischen Publikum gefeierten «petits Suisses» Grossdeutschland mit 4:2 aus dem Turnier. Beim Abspielen der Nationalhymnen hatte der Schweizer Coach aus Österreich die Hand zum Hitlergruss erhoben. «Es wäre an der Zeit, wenn die zuständigen Verbandsbehörden die Tätigkeit dieses Herrn einer Überprüfung unterziehen würden», forderte 1945 die «Freie Innerschweiz». Doch es kam anders: Als erster Ausländer wurde Rappan – später Trainer beim FC Servette, beim FC Zürich und bei Lausanne-Sports – für seine Verdienste um den Fussball als Ehrenmitglied des Schweizerischen Fussballverbandes ausgezeichnet. Goodwill dank Weisweiler Im Jahr 1963 musste der GC eine Israel-Tournee absagen. «Israel ist an einer Erweiterung der sportlichen Beziehungen mit der Schweiz interessiert. Aber nicht mit Klubs, die die Juden diskriminieren», sagte der israelische Sportkommissar Reuven Dafni im «Blick». Geplant war auch ein Freundschaftsspiel gegen Bnei Yehuda Tel Aviv. Die Ironie der Geschichte: 1997 wechselte der israelische Nationalspieler Avraham Tikva von Bnei Yehuda Tel Aviv zum GC. Bereits in den frühen achtziger Jahren hatte der damalige Trainer Hennes Weisweiler in Israel für Goodwill gesorgt. Weisweiler, der jahrelang israelische Trainer ausgebildet hatte, hielt mit den Grasshopper in Israel auch ein Trainingslager ab. Die Zeiten der antisemitischen Diskriminierung beim GC gehören der Vergangenheit an. Mit dem Chilenen Sebastian Rozental hat der Klub vor einem Jahr erneut einen jüdischen Spieler verpflichtet. Der Verein schaltet ganzseitige Inserate in jüdischen Zeitungen, tritt als Sponsor des «Jewish Classic Festival» auf. «Das aktuelle Leitbild des Klubs, das seit Jahren die totale gesellschaftliche Öffnung deklariert, würde eine andere Haltung völlig unmöglich machen. Wir hoffen, unsere jüdischen Mitbürger nehmen es uns ab, dass der heutige GC seit Jahrzehnten nie mehr an so etwas dachte», sagte GC-Vorstandsmitglied Strittmatter im Restaurant Schalom. Doch über einen Mann würde man gerne noch etwas mehr erfahren: Walter Schoeller, Besitzer eines Textil- und Wollgarn-Imperiums, von 1934 bis 1976 GC-Zentralpräsident. Patriarch Schoeller bestimmte höchstpersönlich, wer in den Klub aufgenommen wurde und wer nicht. «Aktenkundig ist ein Brief von Schoeller aus den fünfziger Jahren, in dem er eine Mitgliedschaft ablehnt, weil der Antragssteller Jude ist», sagt Strittmatter. Doch die Erinnerungspolitik vom GC ist restriktiv, der Brief von Schoeller nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Der Patriarch bleibt tabu. Orthodoxe und linke Juden spielen Doppelpass Sportplatz Buchleren in Zürich an einem Sonntag Mitte April. Ein Meisterschaftsspiel der vierten Liga. Der FC Hakoah Zürich spielt gegen die türkische Mannschaft Fenerbahce. Das türkische Team liegt mit vier Toren im Vorsprung. Dann führt ein Out-Ball zu Diskussionen. «Du Saujud, man müsste euch alle vergasen», rastet die Nummer fünf von Fenerbahce aus. Der Schiedsrichter, ein Mann aus Mazedonien, wegen seiner schlechten Deutschkenntnisse durch die Situation offensichtlich überfordert, lässt weiterspielen, ohne eine Karte zu ziehen. «Irgendwie ist das verrückt», analysiert Samy Riger, ehemaliger Spieler und Funktionär des FC Hakoah, den Vorfall. «Wir Juden sind eine Minderheit in der Schweiz, die Türken sind eine Minderheit. Da beschimpft jemand aus einer Minderheit einen anderen aus einer anderen Minderheit.» Und der Schiedsrichter – die neutrale Instanz auf dem Platz und ebenfalls Angehöriger einer Minderheit – versteht nicht, was vorgeht. «Ich habe vor zehn Jahren das letzte Mal eine ähnliche Situation erlebt. Da hat der Schiedsrichter die rote Karte gezogen», sagt Ronny Bachenheimer, Torhüter des FC Hakoah und Klubpräsident. Er vermutet, dass das Antirassismusgesetz – seit 1995 in Kraft – eine gewisse Wirkung entfaltet. Der FC Hakoah – der hebräische Name bedeutet «die Kraft» – ist der einzige jüdische Fussballklub in der Schweiz, abgesehen vom jüdischen Turnverein Basel, der eine Fussballsektion führt. Der Klub hat zwei Aktivmannschaften, eine in der vierten, eine in der fünften Liga. Die Juniorenabteilung umfasst rund fünfzig Buben in vier Teams. Der jüdischen Tradition entsprechend – der Sabbat ist Ruhetag – spielen die Fussballer mit dem Davidstern auf dem Trikot samstags nicht. «Über den Sport erzielen wir einen gemeinsamen Nenner für die verschiedenen Ausrichtungen des Judentums. Religiöse und Säkulare, Orthodoxe und Liberale, Linke und Rechte finden sich bei uns wieder», beschreibt Bachenheimer die Aufgabe des Klubs. Gegründet wurde der Verein 1921, «wohl im Zuge vermehrter jüdischer Einwanderung in mitteleuropäische Länder nach Pogromen in Osteuropa», vermutet Riger. «Bei einem E-Junioren-Spiel zwischen Hakoah und einem Zürcher Vorstadtklub ist es zu wüsten verbalen Entgleisungen der christlichen Dreikäsehochs gekommen. ‘Saujud!’, schallte es gleich mehrmals über den Platz», meldete der «Sport» 1990. Wenn E-Junioren, das sind acht- oder neunjährige Knirpse, sich als Rassisten aufführten, dann hätten sie das von den Erwachsenen, sagt Riger. «Das Thema Antisemitismus – auf und neben dem Fussballfeld – ist nicht erledigt.»
cuhulain
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14.05.2019, 08:06 · #1'169
Beiträge: 897
danke fürs ausgraben dieses textes, sehr lesenswert und leider immernoch viel zu aktuell
yellow
Mitglied
14.05.2019, 08:55 · #1'170
Beiträge: 6'690
Kann mir jetzt mal einer sagen, wieso speziell um diese Trikotgeste so ein Ding gemacht wird von den Medien und auch an dieser PK heute? Das ist doch das wenigste schlimmste an allem, als unsere nach einem 1:5 in Basel mal alle ihre Leibchen der Kurve abgaben sprach auch niemand davon, vielleicht der Blick Ich fand das extrem demütigend. Wenn eine Gruppe von zweifelhaften Gestalten sich bemüssigt fühlt, von Spielern, die zugegebenermasse eine ganz schwache Leistung abgeliefert haben, unter Drohungen verlangt, sich bis auf die Unterwäsche auszuziehen, dann ist das für mich sehr weit jenseits des Tolerierbaren. Und wenn man heute die Zeitungen liest, dann kommt man zum Schluss, dass wenn der Rädelsführer bei sich selbst auch nur ansatzweise die gleichen Massstäbe ansetzen würde, dann müsste er ja die ganze Zeit in der Unterhose herumlaufen.
Charlie Brown
Mitglied
14.05.2019, 09:19 · #1'171
Beiträge: 14'072
ich weiss nicht wie die Verträge beim GC ausgestaltet sind und ich weiss auch nicht ob es möglich ist, aber wäre ich Spieler bei denen und hätte auch für die CL einen Vertrag und es gäbe einen Markt für mich, ich würde mich wohl juristisch dagegen wehren noch einmal für diese Fans aufzulaufen.
dennisov
Mitglied
14.05.2019, 11:21 · #1'172
Beiträge: 5'501
Was willst du als Otto-Normalbürger GC-Fan gegen diese Figuren schon machen? Du musst schon ein gutes Gewaltpotential haben und eine ordentliche Truppenstärke um diese 20-40 Deppen wegzuprügeln. Ich würde wahrscheinlich gegen jeden Einzelnen kassieren und im Spital landen, da ich nicht kampferprobt bin und MMA-Skills von einem bleichgesichtigen Gymischüler habe. P.S. Es ist schon geil, dass sich ein Langzeitarbeitsloser als Krone der Menschheit sieht! Alle Vorurteile wurden bestätigt. Was heisst da „DU“?! Es gibt immer noch genug Bullen die bei einem Spiel im Stadion sind. Und diese 20-30 Hools hätten die Bullen in Luzern doch sicher zurück in den Käfig aka Gästesektor drängen können- theoretisch, denn es ist halt ein Fakt, dass die Bullen keine Eier haben und lieber auf schwächere gehen und es auf keinen Fall riskieren möchten, mal eins auf die Nase zu bekommen. Mit anderen Worten machen die ihren Job nicht. Da kann man noch lange nach Repression schreien (was ich auf keinen Fall tue!).
Sektor D
Mitglied
14.05.2019, 11:28 · #1'173
Beiträge: 6'607
Was willst du als Otto-Normalbürger GC-Fan gegen diese Figuren schon machen? Du musst schon ein gutes Gewaltpotential haben und eine ordentliche Truppenstärke um diese 20-40 Deppen wegzuprügeln. Ich würde wahrscheinlich gegen jeden Einzelnen kassieren und im Spital landen, da ich nicht kampferprobt bin und MMA-Skills von einem bleichgesichtigen Gymischüler habe. P.S. Es ist schon geil, dass sich ein Langzeitarbeitsloser als Krone der Menschheit sieht! Alle Vorurteile wurden bestätigt. Was heisst da „DU“?! Es gibt immer noch genug Bullen die bei einem Spiel im Stadion sind. Und diese 20-30 Hools hätten die Bullen in Luzern doch sicher zurück in den Käfig aka Gästesektor drängen können- theoretisch, denn es ist halt ein Fakt, dass die Bullen keine Eier haben und lieber auf schwächere gehen und es auf keinen Fall riskieren möchten, mal eins auf die Nase zu bekommen. Mit anderen Worten machen die ihren Job nicht. Da kann man noch lange nach Repression schreien (was ich auf keinen Fall tue!). Jein. Du weisst doch, wie das ist: Dann steht "die Kurve" zusammen (schreibe extra in ", da es sicher nicht auf jeden Kurvengänger zutrifft, aber dennoch auf mehr als diese 20-30 Nasen) und dann artet es aus. Verletzte Matchbesucher und Bullen sind dann vorprogrammiert. Und das braucht ja auch keiner.. Ich finde, die Luzerner Cops haben das nicht schlecht gelöst am Sonntag. Ob ein Spiel weiterläuft oder nicht, ist nicht deren Aufgabe. Somit: Es eskalierte nicht, Mission erfüllt. Und glaub mir, ich bin alles andere als ein Freund der Polizei...
tehmoc
Mitglied
14.05.2019, 11:42 · #1'174
Beiträge: 2'155
ich weiss nicht wie die Verträge beim GC ausgestaltet sind und ich weiss auch nicht ob es möglich ist, aber wäre ich Spieler bei denen und hätte auch für die CL einen Vertrag und es gäbe einen Markt für mich, ich würde mich wohl juristisch dagegen wehren noch einmal für diese Fans aufzulaufen. Das wäre sogar noch irgendwie ehrenhaft in dieser Branche. Die meisten würden einfach plakativ den Anschiss raushängen lassen, bis sie gehen dürfen.
dennisov
Mitglied
14.05.2019, 11:55 · #1'175
Beiträge: 5'501
Was willst du als Otto-Normalbürger GC-Fan gegen diese Figuren schon machen? Du musst schon ein gutes Gewaltpotential haben und eine ordentliche Truppenstärke um diese 20-40 Deppen wegzuprügeln. Ich würde wahrscheinlich gegen jeden Einzelnen kassieren und im Spital landen, da ich nicht kampferprobt bin und MMA-Skills von einem bleichgesichtigen Gymischüler habe. P.S. Es ist schon geil, dass sich ein Langzeitarbeitsloser als Krone der Menschheit sieht! Alle Vorurteile wurden bestätigt. Was heisst da „DU“?! Es gibt immer noch genug Bullen die bei einem Spiel im Stadion sind. Und diese 20-30 Hools hätten die Bullen in Luzern doch sicher zurück in den Käfig aka Gästesektor drängen können- theoretisch, denn es ist halt ein Fakt, dass die Bullen keine Eier haben und lieber auf schwächere gehen und es auf keinen Fall riskieren möchten, mal eins auf die Nase zu bekommen. Mit anderen Worten machen die ihren Job nicht. Da kann man noch lange nach Repression schreien (was ich auf keinen Fall tue!). Jein. Du weisst doch, wie das ist: Dann steht "die Kurve" zusammen (schreibe extra in ", da es sicher nicht auf jeden Kurvengänger zutrifft, aber dennoch auf mehr als diese 20-30 Nasen) und dann artet es aus. Verletzte Matchbesucher und Bullen sind dann vorprogrammiert. Und das braucht ja auch keiner.. Ich finde, die Luzerner Cops haben das nicht schlecht gelöst am Sonntag. Ob ein Spiel weiterläuft oder nicht, ist nicht deren Aufgabe. Somit: Es eskalierte nicht, Mission erfüllt. Und glaub mir, ich bin alles andere als ein Freund der Polizei... Stimmt, da hast du schon recht. Bleibe aber dabei, dass die Bullen keine Eier haben ;-)
FC Zueri allez
Mitglied
14.05.2019, 12:32 · #1'176
Beiträge: 2'467
Was willst du als Otto-Normalbürger GC-Fan gegen diese Figuren schon machen? Du musst schon ein gutes Gewaltpotential haben und eine ordentliche Truppenstärke um diese 20-40 Deppen wegzuprügeln. Ich würde wahrscheinlich gegen jeden Einzelnen kassieren und im Spital landen, da ich nicht kampferprobt bin und MMA-Skills von einem bleichgesichtigen Gymischüler habe. P.S. Es ist schon geil, dass sich ein Langzeitarbeitsloser als Krone der Menschheit sieht! Alle Vorurteile wurden bestätigt. Was heisst da „DU“?! Es gibt immer noch genug Bullen die bei einem Spiel im Stadion sind. Und diese 20-30 Hools hätten die Bullen in Luzern doch sicher zurück in den Käfig aka Gästesektor drängen können- theoretisch, denn es ist halt ein Fakt, dass die Bullen keine Eier haben und lieber auf schwächere gehen und es auf keinen Fall riskieren möchten, mal eins auf die Nase zu bekommen. Mit anderen Worten machen die ihren Job nicht. Da kann man noch lange nach Repression schreien (was ich auf keinen Fall tue!). Jein. Du weisst doch, wie das ist: Dann steht "die Kurve" zusammen (schreibe extra in ", da es sicher nicht auf jeden Kurvengänger zutrifft, aber dennoch auf mehr als diese 20-30 Nasen) und dann artet es aus. Verletzte Matchbesucher und Bullen sind dann vorprogrammiert. Und das braucht ja auch keiner.. Ich finde, die Luzerner Cops haben das nicht schlecht gelöst am Sonntag. Ob ein Spiel weiterläuft oder nicht, ist nicht deren Aufgabe. Somit: Es eskalierte nicht, Mission erfüllt. Und glaub mir, ich bin alles andere als ein Freund der Polizei... Stimmt, da hast du schon recht. Bleibe aber dabei, dass die Bullen keine Eier haben ;-) Bei einem Derby können Sie auch mehr als 300 Personen einkesseln und festhalten. Auf offener Strasse notabene... Hätten Sie interesse daran gehabt die Täter dingfest zu machen, wäre dies ohne grössere Probleme/Aufwand möglich gewesen. Fluchtweg über die Tribüne/Spielfeld abriegeln und jeden einzel herauslassen wie das bei uns gemacht wurde. Und ja XY sah man bereits in Sion, wieso man darauf mal garnicht reagiert hat wissen wohl nur die Götter oder womöglich Anliker?? Das Polizeiaufgebot wurde ja gemäss den Vorberichten der Situation angepasst und erhöht oder wohl doch nicht??!!
Avatar von Tschik Cajkovski
Tschik Cajkovski
Mitglied
14.05.2019, 12:46 · #1'177
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wie würden die spiele gewertet, wenn sich gc per sofort aus dem spielbetrieb der super league – also frühzeitig - zurückzieht? würden die restlichen partien mit 3:0 forfait für den jeweiligen gegner gewertet? oder würde die gesamte rückrunde mit gc spielen gestrichen in der wertung (wer profitiert und wer würde benachteiligt)? was für zusätzlich sanktionen kämen auf gc zu? Dass GC sich zurück ziehen soll, ist nicht anzunehmen. Warum sollen die das tun? Für den Fahr(s)t-Uli kommen nun noch drei Vorbereitungsspiele für die kommenden Saison zu, und die sollen das gefälligst zu Ende bringen. war nur so ein gedanke. abwägen des risikos möglicher zusätzlicher sanktionen in diesen 3 spielen (wer garantiert schon, dass diese spiele wirklich ohne zwischenfälle verlaufen) vs der sanktion, die sie bei einem vorzeitigen abbruch der saison vom verband erhielten. habe mal nachgeschaut, wie dies reglementiert wäre. also, wenn gc sich zurückzieht (für die letzten 3 spiele), würde die hinrunde noch voll gezählt. die rückrundenspiele würden mit 0 punkten gewertet, also die teams die bereits gc spielten und punkte holten, würden diese verlieren. da ein rückzug für gc ausser den abstieg (den sie ja eh vor sich haben) keine weiteren konsequenen hätte (ausser ev. noch entschädigungen für die heimrechteams der letzten beiden auswärtsspielen), ist es für mich immer noch ein mögliches szenario. die konsequenzen wären natürlich für teams die 6 punkte bereits gegen gc aus den beiden rückrundenspielen holten die grössten. ich habe nur die spiele gegen direkte barrageplatz konkurrenten angeschaut (i.e. ohne yb und fcb). sechs punkte holte nur luzern (wobei die drei von sonntag noch nicht in der tabelle gewertet werden). das gute ist, dass xamax wie wir 4 punkte verlieren; der rückstand von xamax zu uns würde also nicht kleiner (genauso würde unser abstand zu SG gleich bleiben, auch sie verlören 4 punkte). allerdings verliert sion nur 3 punkte (in runde 35 findet deren 2. spiel gegen gc statt). somit käme sion uns einen punkt näher. thun verliert nur 2 punkte (zwei mal unentschieden) und lugano 1 (ihr zweites spiel gegen gc ist in runde 36). somit sähe die tabelle on gc spielwertung rückrunde aus: 9. xamax 32; 8. sion 34; 7. fcz 36; 6. luzern 37; 5. SG 38; 4. lugano 40; 3. thun 41 der schaden würde sich also in grenzen halten (den gc uns mit ihrem rückzug zufügen könnte); sion käme einen punkt näher. allerdings kann man davon ausgehen, wenn gc zu ende spielt, sion den zusätzlichen dreier wohl schon einrechnen kann. hier noch der auszug aus dem reglement: https://org.football.ch/portaldata/28/R ... anuar_2019).pdf Artikel 101 Rückzug von Teams nach Saisonbeginn 1. Zieht ein Klub eines seiner Teams nach dem 15. Juni, bei Teams von Klubs der SFL nach dem ersten Meisterschaftsspiel, aus der Meisterschaft zurück, wird das betreffende Team an die letzte Stelle der Rangliste gesetzt und am Ende der Saison in die nächst tiefere Liga beziehungsweise Kategorie relegiert. 2. Unter Vorbehalt des nachfolgenden Absatzes werden alle Spiele eines zurückgezogenen Teams mit 0 Punkten und 0:0 Toren in die Rangliste eingetragen. 3. Bei Meisterschaften mit Doppelrunden (je zwei Hin- und Rückspiele) werden die Spiele eines zurückgezogenen Teams gewertet, wenn es vor dem Rückzug eine Periode (Hin- und Rückrunde) vollständig abgeschlossen hat. Ist dies nicht der Fall, werden alle ausgetragenen Spiele des zurückgezogenen Teams während dieser Periode mit 0 Punkten und 0:0 Toren in die Rangliste eingetragen.
Rosa Martini
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14.05.2019, 15:09 · #1'178
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*Communique der GC Fans, aus deren Forum. sehr geil: die Trikots wurden gespendet. Wer die wohl freiwillig angenommen hat...? * "Mit Erschrecken nahmen wir letzten Sonntag zur Kenntnis, dass sich die aktuelle Mannschaft des Grasshopper Club Zürich selbst bei der allerletzten Möglichkeit zum Klassenerhalt emotionslos abschlachten lässt. Lange haben wir zugewartet, versucht die Mannschaft zu unterstützen – leider sahen wir uns nach dem Tor zum 4:0 gezwungen, die Reissleine zu ziehen. Der Spielabbruch Nachdem auf dem Spielfeld keine Reaktionen, geschweige denn Emotionen zu sehen waren, haben wir zum letzten uns möglichen Mittel gegriffen. Geplant, geschweige denn erhofft, war diese Aktion nicht. Aus den Emotionen heraus stiegen die Fans über die Abschrankungen und setzten dem Trauerspiel ein noch traurigeres Ende. Wir wünschen uns, dass die Spieler und die Verantwortlichen erkannt haben, welche Stunde es geschlagen hat und erwarten, dass ab sofort und bis in jede erdenkbare Zukunft nur noch Spieler auf dem Feld stehen, die das auch wirklich wollen und für den Verein alles geben. Die echten Spieler können sich nun in der Nati B beweisen. Auf unsere Unterstützung für den sofortigen Wiederaufstieg kann ein kampfbereites Team zählen. Die Berichterstattung In der überhasteten Berichterstattung zum Spielabbruch wurde viel über allfällige Unterwanderungen und politische Strömungen spekuliert und unbelegt niedergeschrieben. Ganz im Gegenteil zur boulvardesken Darstellung werden Rassismus, faschistisches Verhalten und jegliche andere Art von extremistischen Verhalten in der Kurve nicht toleriert – fehlbare Exponenten auch gerne mal unsanft ausgeschlossen. Die GC Kurve ist ein Ort, in dem Freiräume noch möglich sein sollen und alle, die sich für den Grasshopper Club Zürich einsetzen, willkommen sind – jeglicher Couleur. Die Fans stehen für die Werte, welche der Verein vertritt, «bieten so den nächsten Generationen eine sinnvolle Alternative für die Freizeit» – ungeachtet deren Herkunft. Auch dies ganz gemäss der zentralen Werte: «Bei GC herrscht ein offener Geist: Gegenüber anderen Sportarten, aber auch gegenüber anderen Kulturen und Mentalitäten.» Sektor IV PS: Die am Sonntag erhaltenen Trikots wurden gespendet. https://www.sektoriv.ch/news/258/commun ... ttung.html"
riot666
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14.05.2019, 15:17 · #1'179
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Die GC Kurve ist ein Ort, in dem Freiräume noch möglich sein sollen ja klar, bei so wenig Fans sind natürlich endlos viele Freiräume möglich.
seitdem ich dich kenne…
Rosa Martini
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14.05.2019, 15:23 · #1'180
Beiträge: 659
Die GC Kurve ist ein Ort, in dem Freiräume noch möglich sein sollen ja klar, bei so wenig Fans sind natürlich endlos viele Freiräume möglich. hehe… kein Wunder sind die ein Anziehungspunkt für braunes Gesindel. Wenn sich ein Club derart elitär, militärisch und überheblich/arrogant verhält, braucht sich nicht zu wundern wenn er solche Holzköpfe anzieht.
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