Zhyrus schrieb: Victor Jara schrieb: Zhyrus schrieb: «Weiss nicht, was ich von Kamberis Reaktion halten soll (eigentlich schon, aber ich spreche es nicht aus). Diese Simulation hätte mich beim Gegner zur Weissglut getrieben. Gut, regeltechnisch ist bereits eine versuchte Tätlichkeit Rot, aber meine Güte.»
... ich verstehe nicht, wieso Du mit Kamberis Reaktion ein Problem hast. Und das meine ich ernst. Der Ellbogenschlag respektive der Ellbogenstoss ist eine sehr gefährliche technik, gerade auch auf den Körper. Nicht umsonst ist er z.B. im Wettkampf des traditionellen Karate streng verboten. Im hat im Fussball genau so wenig zu suchen wie z.B. der Angriff auf das Wadenbein mit offener Sohle. Er gehört bestraft. Egal, ob Tsimba den rückwärtigen Ellbogenstoss mit voller Wucht ausgeführt hat oder nicht. Er hat die Technik vollständig ausgefüht und es war ein Kontakt da. Diskussionslos rote Karte. Es brauchte offensichtlich ein deutliches Zeichen von Seiten Kamberis, damit der VAR darauf aufmerksam wird.
Kamberi simuliert hier ganz mies. Komplett lächerlich diese Aktion mit Kampfsport und offene Sohle zu vergleichen. Man mag es als clever bezeichnen. Ich habe solche Schauspielereien gehasst, egal ob Robben, Frei, el Clasico, oder unsere.
Sorry,
Zhyrus, aber da muss ich Dir komplett widersprechen. Aus meiner Sicht hat Kamberi nicht simuliert. Er hat den leichten Ellbogenstoss gestanden, den Kontakt aber durchaus gespürt. Dann schaut er zum Schiri, der offensichtlich nichts gesehen haben will. Dann entscheidet sich Kamberi, zu Boden zu gehen und gleichzeitig mit der Hand die Stelle zu markieren, an der er getroffen wurde. Damit weist er rückwirkend auf den Ellbogenstoss hin und erreicht, dass der VAR aufmerksam wird. Simuliert ist das aus meiner Sicht nicht. Sondern nur ein überzeichnetes Markieren. Hätte Kamberi den Stoss einfach nur gestanden (und den kleinen sich darau ergebenden Bluterguss einfach in Kauf genommen) , wäre der sichtbare Ellbogenstoss nicht geahndet worden.
Zum
lächerlich: Es gibt kaum einen Spieler, der sich nicht windet, wenn er einen Tritt mit der offenen Sohle erhält. Und in 99% der Fälle war die Wirkung wegen dem Schoner praktisch gleich Null und trotzdem gibt es die rote Karte. Weil die Verletzungen in einem Prozent der Fällle massiv sind. Gerade wir FCZ-Fans können ein Lied davon singen, wenn wir nur an die schweren Verletzungen von Yapi oder Kukeli denken. Oder an bösen Tritt von Steffen in die Eier von Brunner...
Dass es nun weniger schwere Verletzungen wegen einer Ellbogentechnik gibt, hat damit zu tun, dass der Ellbogen im "Kampf um den Ball" viel weniger häufig eingesetzt wird. Und häufig auch zum "Markieren des Reviers", was meiner Meinung nach bseonders dumm ist. Heisst aber nicht, dass die Ellbogentechnik nicht zu schweren Verletzungen führen kann. SIchtbares Beispiel der Ellbogenschnapper von Ramos, mit dem er im CL-Final 2018 den Liverpool-Goalie Loris Karius ausser Gefecht gesetzt hat. Karius hatte nach Ansicht der Ärzte eine Gehinrerschütterung und hätte danach zwigend ausgewechselt werden müssen. Warum Klopp sich dazu entscheiden konnte, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Die folgenden Gegentore gehen letztlich auf seine Kappe und damit die Niederlage gegen Real.
Seiher dazu den Link
https://de.wikipedia.org/wiki/Loris_Karius
Aber jeder Kampfsportler, der wirklich auch auf der Kampffläche gestanden hat, konnte sehen, dass Ramos einen absolut unfairen Wirkungstreffer gelandet hatte. Und genau aus diesem Grund ist die rote Karte bei der Ellbogentechnik aus meiner Sicht alternativlos. Egal, ob ein Wirkungstreffer erzielt wurde oder nicht. Juristisch wird der Ellbogen als Waffe angesehen, weil im Prinzip tödlich...nur trauen sich viele Schiris nicht, in dieser Frage konsequent zu entscheiden. Vielleicht auch, weil ihr Auge in der Ausbildung zu wenig auf diese Art von Tätlichkeit geschult wird. Und weil sie noch nie selbst die Wirkung eines harten Ellbogenschlages oder Stosses auf den eigenen Körper erfahren haben...