FCZ_Fan LI
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18.12.2012, 06:11 · #2'921
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Hoch & Tief bei unseren Nati-Stürmern: Bankdrücker Mehmedi «Dann verlasse ich Kiew»
Noch kein Tor in dieser Saison – Nati-Star Mehmedi läufts bei Dynamo Kiew nicht nach Wunsch. Ist er bald weg?
Hey, schön, dich wieder mal hier zu sehen», wird Admir Mehmedi (21) im Winterthurer Café Boulevard von der Kellnerin begrüsst. Der Nati-Star (9 Länderspiele, 1 Tor) macht es sich in seiner Stammbeiz bequem. Mit dabei hat er Hrvoje Bukovski (21), das frühere Goalie-Talent von YB. «Ein guter Freund von mir», erklärt Mehmedi und meint lachend: «Er ist auf Klubsuche. Hast du was für ihn?»
Mehmedi ist es wohl. «Mein Umfeld, meine Freunde – das, was ich in Kiew am meisten vermisse.» Vor einem Jahr wechselte der Stürmer vom FCZ zu Dynamo Kiew. Mittlerweile versteht er Ukrainisch, nur mit der kyrillischen Schrift tut er sich noch schwer. Einmal pro Woche besucht er einen Sprachkurs. Und sportlich ists ein ständiges Auf und Ab.
Der Knick kam mit Olympia. Mehmedi verpasst die ersten fünf Meisterschaftsspiele. «Ich hatte den Anschluss verloren. Dann kämpfte ich mich zurück in die Startelf, kurz darauf wurde der Trainer Sjomin entlassen.» Oleg Blochin übernimmt parallel zu seinem Job als ukrainischer Nati-Trainer.
Für die Ausländer wirds so nicht einfacher. Nur dem Trainer die Schuld für die Reservistenrolle, die Mehmedi zurzeit innehat, zuzuschieben, ist ihm aber zu einfach. «Mir fehlen Tore und Assists», sagt er selbstkritisch.
0 Tore, 0 Assists in 12 Pflichtspielen. «Ich muss Gas geben, will den Platz in der Nati nicht verlieren. Er ist mir wichtig.»
Zeit für einen Klubwechsel? «Ich habe überlegt, ob eine Ausleihe sinnvoll wäre. Aber ich möchte in Kiew kämpfen. Wenn die Situation im Sommer nicht besser ist, dann wechsle ich.»
Mehmedi wäre sogar bereit, auf Geld zu verzichten. «Kiew tut mir gut. Ich weiss jetzt, was Lebensqualität ist. Meine Familie, Freunde, die Sprache, die Nähe zur Heimat – wer in der Bundesliga spielt, hat das. Ich nicht.»
Zum Abschalten reist er jetzt mit seinen Freunden Adrian Nikci (Hannover) und Amir Abrashi (GC) acht Tage nach Miami. Doch Mehmedi verspricht: «Ich werde laufen und Krafttraining machen. Damit der Trainer im Frühling nicht mehr an mir vorbeikommt.»
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