Napoli bietet 21 Millionen Euro für Inler
Almen Abdi kommt, Gökhan Inler geht.Bei Udinese geben sich zwei Schweizer Natistars die Türklinke in die Hand. Cleverer Drahtzieher der Millionen-Deals ist der Ostschweizer Dino Lamberti.
Abdi, der nach seinem Transfer vom FC Zürich in Frankreich mit Le Mans den Abstieg kaum noch verhindern kann, hat sich bei Udinese für fünf Jahre verpflichtet. Der Zürcher, der beim FCZ in Ungnade gefallen war, wird in Italien mit einem Schlag Fussball-Millionär. Er soll jährlich 2,5 Millionen Franken brutto verdienen. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren macht das 12,5 Millionen. Sein Nationalmannschaftskollege Inler hat sich in Udine bisher in ähnlichen Dimensionen bewegt.
Doch jetzt kann sich der Solothurner seine Karriere, auch dank Lamberti, so richtig vergolden. Napoli bietet 17 Millionen Euro plus zwei Spieler, die einen Marktwert von je zwei Millionen haben. Napolis Offerte liegt in einem Gesamtpaket also bei 21 Millionen. Inler soll beim einstigen Klub des argentinischen Fussballgotts Diego Armando Maradona ein Monatsgehalt von über einer halben Million Franken brutto im Monat (!) verdienen. Lamberti bestätigt: «Inler hat bei Udinese in seinem Vertrag eine festgeschriebene Ausstiegsklausel von 21 Millionen Euro.» Heute treffen sich Napoli und Udinese zu verhandlungen.
Für die Tifosi von Napoli sei im Übrigen klar, dass Inler auf die neue Saison komme, sagt Lamberti. Der Verein hat offenbar bereits Inler-Trikots in Auftrag gegeben. «In Neapel ist wegen Gögi der Teufel los», sagt Lamberti, der täglich in den italienischen Medien Interviews geben muss. «In meinem Büro in Zürich laufen die Drähte heiss. Es rufen täglich auch Radiostationen an und wollen mich zum Stand der Dinge befragen», bestätigt Lamberti. Er räumt aber auch ein, dass man keinen Schnellschuss tätigen wolle. Der Hintergrund liegt auf der Hand: Inler könnte sich mit einer guten Weltmeisterschaft in Südafrika bei einem allfälligen Transferpoker tatsächlich noch einmal bessere Karten verschaffen. Der Schweizer, der zuletzt bei Ottmar Hitzfeld in der Nationalmannschaft die Captainbinde getragen hat, ist nämlich bei allen europäischen Topklubs ein Thema.
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