Artikel über Gavranovic und seinen Club Rijeka in der NZZ:
https://www.nzz.ch/sport/kroatische-lig ... ld.1288574
Ein vergessener Schweizer im Meisterrennen
Sieben Runden vor Schluss hat HNK Rijeka reelle Chancen, den seit 2006 dominierenden Serienmeister Dinamo Zagreb als Meister abzulösen. Daran Anteil hat auch der Schweizer Ex-Internationale Mario Gavranovic.
Sieben Runden vor Schluss führt Rijeka die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung an. Am Wochenende erreichte der Tabellenleader im nahen Istrien bei Istra Pula zwar nur ein 1:1, profitierte aber von der 0:2-Heimniederlage von Verfolger Dinamo gegen den Erzrivalen Hajduk Split. Rijeka, die Hafenstadt am Nordende der Kvarnerbucht, deren gleichnamiger Fluss durch die Stadt in die Adria fliesst, beherbergt einen der grössten Fussballklubs Kroatiens.
Der Abramowitsch Italiens
Zwar feierte Rijeka noch nie eine Meisterschaft, gewann aber drei Mal den Landescup, zuletzt 2014, und gilt nach Dinamo und Hajduk als dritte Fussballkraft im Land. Haupteigner des Klubs ist seit 2012 der undurchsichtige italienisch-nigerianische Geschäftsmann Gabriele Volpi («der Abramowitsch Italiens»). Volpi, 73-jährig, wurde im Ölgeschäft Nigerias reich.
Die grösste Stärke im Titelrennen ist die Konstanz der Equipe von Trainer Matjaz Kek – Rijeka ist noch immer ohne Niederlage in dieser Saison. In der Zehnerliga spielen die Klubs vier Mal gegeneinander. Überragender Akteur Rijekas ist der Spielmacher Franko Andrijasevic mit 13 Toren und 4 Vorlagen. Um seinen Stammplatz kämpfen muss derzeit Mario Gavranovic, der in Pula nur eingewechselt wurde. Den letzten seiner sieben Saisontreffer erzielte der ehemalige Schweizer Nationalspieler am 19. Februar. Mit dem slowenischen Nationalspieler Roman Bezjak lieh Rijeka im Februar zudem einen weiteren Mittelstürmer vom Bundesligaklub Darmstadt bis Saisonende aus. Seit seinem Wechsel vom FC Zürich im Januar 2016 gehört der mittlerweile 27 Jahre alte Gavranovic bei HNK Rijeka aber zu den Leistungsträgern.
Dinamo mit vielen Verkäufen
Im Endspurt könnte die starke Offensive für den Aussenseiter den Ausschlag geben. Auch der österreichische Stürmer Alexander Gorgon glänzt als Torschütze (12) und Vorbereiter (3). Dinamo Zagreb büsste durch die vielen Verkäufe von Topspielern in den letzten Jahren Substanz ein – und könnte tatsächlich erstmals seit 2006 als Meister in Kroatien abgelöst werden.
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1. Liga. Ranglistenspitze (29 Runden): 1. HNK Rijeka 73. 2. Dinamo Zagreb 68. 3. NK Osijek 56. 4. Hajduk Split 53.
— We are Motörhead. And we play Rock'n'Roll.