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A
Anulu
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21.09.2010, 16:59 · #1'521
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Hat sich einer von euch schon mal überlegt, wieviel Grünfläche wir für den Fussball verbrauchen? Wir könnten im Letzigrund auch Rüebli und Zwiebeln setzen und damit viele Menschen ernähren. Die Sitzplätze wären ideal um dabei zuzuschauen, so lange mag ich nicht stehen. Think about it!
Und Rainer kommt bewässern?
— Hast du Feuerschweif am Heck, spült das Wasser alles weg!
- Alte sizilianische Bauernweisheit
B
blanco
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28.09.2010, 14:48 · #1'522
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Letzi hat erneut einen Dachschaden
Die Probleme mit dem Letzigrund-Dach reissen nicht ab: Nach den Schwierigkeiten mit den Trägern wurde nun ein Loch entdeckt. Wenn es regnet, rinnt Wasser in den Heimsektor
Der vergangene Samstag war für FCZ-Fan Darius M.* kein guter Tag: Einerseits fasste seine Mannschaft eine deutliche 1:4-Schlappe gegen den Erzrivalen aus Basel, andererseits machte er eine unerfreuliche Entdeckung im Sektor 28. «In der sechsten Reihe plätscherte ein kleiner Wasserfall vom Stadiondach direkt auf unsere Plätze darunter», so der Leser-Reporter zu 20 Minuten Online. Im Nu hätten sich auch die Plätze ringsherum geleert, denn wegen des Windes blieben auch die umliegenden Sitze nicht vom Regenwasser verschont.
Würde es in den Gästesektor hineinregnen, könnte sich der FCZ-Fan vielleicht noch damit anfreuden. So macht der Neubau aber längst nicht nur den Verantwortlichen Sorgen. «Das Stadion kostete ein Vermögen und die Stadt hatte bisher nichts als Probleme damit», findet M., «erst die Baumängel an den Trägern, dann die Stützen und jetzt schifft es hinein – das kann doch nicht sein!» Tatsächlich haben die Probleme mehr gemeinsam, als dem FCZ-Fan bewusst ist.
Der Dachschaden ist nämlich nicht ein erneuter Baumangel, sondern «ein Kollateralschaden der Stützen» und der Stadt bekannt, wie Urs Spinner, Mediensprecher des Hochbaudepartements auf Anfrage mitteilt. Bei der Untersuchung der Träger und der Montage der Notstützen sei das Dach beschädigt worden. «Seither rinnt Regenwasser hinein», so Spinner. Das Loch über dem Sektor 28 soll das einzige sein. «Zumindest ist nur an einem Ort ein Schaden bekannt», sagt Spinner. Die Stadt arbeitet an der Abdichtung, wann der Schaden behoben ist, ist noch nicht bekannt.
B
blanco
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28.09.2010, 14:49 · #1'523
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"Bei der Untersuchung der Träger und der Montage der Notstützen sei das Dach beschädigt worden. «Seither rinnt Regenwasser hinein», so Spinner. Das Loch über dem Sektor 28 soll das einzige sein."
Man wusste davon, tat aber trotztem nichts?
Luschtig so öbis...
K
K 6 M
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28.09.2010, 22:35 · #1'524
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Also im Sektor 25 regnet's schon seit beginn rein. :)
I
Istvan a kiraly
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30.09.2010, 12:05 · #1'525
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Weiss nicht wohin damit. Wäre aber schön würden einige Leute drüber nachdenken.
Gemeinsam im Einsatz für Sauberkeit und gegen Littering
Unter dem Motto «Gemeinsam im Einsatz für ein sauberes Zürich» konnte ERZ Entsorgung + Recycling Zürich weitere Partner gewinnen und schloss mit dem Fussballclub Zürich und dem Grasshopper Club Zürich eine Vereinbarung zur Verbesserung der Sauberkeit rund um das Stadion Letzigrund. Die beiden Clubs engagieren sich und produzierten einen starken Werbespot mit ihren Spielern als Botschaftern, welche die Fussballfans zur korrekten Entsorgung von Abfall animieren.
Bei Festveranstaltungen und Fussballspielen sind Sauberkeit und Ökologie nicht nur wichtig für die Stimmung der Gäste und für das Stadtbild Zürich, sondern auch eine Vorgabe der Stadt Zürich. Abfallberge und Scherbenteppiche verderben die Festlaune, bei Besuchenden und bei Anwohnenden. Wo Menschen ausgelassen mitfiebern und feiern, fällt viel Abfall an, der schleunigst eingesammelt werden muss.
Die Teams von ERZ Entsorgung + Recycling Zürich reinigen bei einem Fussballspiel zweimal ausserhalb des Stadions und sammeln dabei bis 1,5 Tonnen Abfall ein. Eine Lösung ist gefragt, weil dieser enorme Reinigungs- und Entsorgungsaufwand stetig zunimmt. ERZ suchte das Gespräch und stiess beim FC Zürich, beim Grasshopper Club Zürich und beim Management des Stadions Letzigrund auf offene Ohren. «Wir dürfen dem Gegner Abfall keine Chance geben und sehen es als unsere Aufgabe, zusammen mit der Stadt während der Spiele für mehr Sauberkeit zu sorgen.» sagt Stefan Huber, Leiter Marketing Neue Grasshopper Fussball AG. Martin Guglielmetti, Geschäftsleitungsmitglied und Leiter Spielbetrieb FC Zürich stimmt dem zu und ergänzt: «Als Fussballklub mit vielen Fans üben wir eine Vorbildfunktion aus und fühlen uns für Fairplay mit Abfall und Wertstoffen verantwortlich. Punkte sammeln ist nicht nur auf dem Platz wichtig, sondern auch neben dem Platz. Deshalb gilt: Echte FCZ-Fans werfen ihren Abfall in den Kübel!»
Zusammenarbeit für die saubere Zukunft von Zürich
Mit dem Ziel, einerseits die Sauberkeit rund um das Stadion Letzigrund zu erhöhen und andererseits die Eigenverantwortung zu fördern, unterzeichneten der FCZ, GC und ERZ eine Vereinbarung. Diese basiert auf freiwilligem Engagement und definiert wie alle Beteiligten an einem Spieltag die geeigneten abfallvermindernden Massnahmen umsetzen, die Entsorgungsmöglichkeiten sicherstellen, die Reinigung, Wiederverwertung oder Entsorgung vornehmen und den Fans kommunizieren.
So produzierten die beiden Klubs in eigener Regie einen starken Werbespot (siehe www.fcz.ch und www.gcz.ch) mit ihren Fussballern als Botschaftern, welche die Fans zur korrekten Entsorgung von Abfall animieren. «Damit zeigen die beiden Klubs, dass sie nicht nur auf dem Platz ein Team sind, sondern auch ihrer Wirkung auf die Fans bewusst sind und gerecht werden. Von einem sauberen Fussballspiel profitieren alle Beteiligten.» sagt Andreas Bachmann, stellvertretender Stadionmanager Stadion Letzigrund.
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K 6 M
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30.09.2010, 12:07 · #1'526
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Lösung: Richtiges Bier im Stadion
L
Libanese Blonde
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30.09.2010, 12:47 · #1'527
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ischne langwielig dass sone blödelaktion münd starte?
fätzisch eimal mitem citycat ums stadion und die sach isch gässe..... es paar chübel meh und dezue am k6m sin vorschlag würed sogar no dä ufwand ersetze.
ok kool gemacht und kuki hat ja auch schauspielerische Qualitäten. Aber was ist nun die Botschaft des Spots bitteschön?
Auch der Pressetext dazu ist so ein grammatikalisch fehlerhaftes Gelabere. "starken Werbespot mit ihren Spielern als Botschaftern, welche die Fussballfans zur korrekten Entsorgung von Abfall animieren."..
nützts nüt so schats nüt
Z
Züri 9
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30.09.2010, 20:45 · #1'531
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blablabla... eine nullnummer für nichts!
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K 6 M
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01.10.2010, 05:57 · #1'532
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Zuerst den Abfallcontainer vor dem Eingang entfernen und dann so eine Kampagne? Hä?
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Maloney
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01.10.2010, 10:01 · #1'533
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Zuerst den Abfallcontainer vor dem Eingang entfernen und dann so eine Kampagne? Hä?
Abfall wird in der Schweiz auch sicher nicht einfach so in den Abfallcontainer geworfen!!!
Hierzu ein Auszug aus dem Buch "Der seekranke Walfisch" von Ephraim Kishon:
Unsere erste Begegnung mit der übernatürlichen Schweizer Sauberkeit erfolgte auf der weltberühmten Bahnhofstraße. Wie hatten eines der umliegenden Warenhäuser durchwandert und waren auf der tadellos funktionierenden Rolltreppe in die vierte Etage gelangt, wo wir zwei tadellos verpackte Schokoladeschnitten erwarben, in Cellophan, mit Tellerchen aus Pappe und ebensolchen Löffelchen. Auf dem Weg ins Hotel konnten wir uns nicht länger zurückhalten, öffneten die Verpackung und taten uns an den Schnitten gütlich. Sie schmeckten wunderbar. Noch nie im Leben hatten wir so wunderbare Schokoladeschnitten gegessen, außer vielleicht zwei Tage zuvor in Italien.
Kaum war der letzte Bissen verschluckt, als in unsrem Rücken aufgeregte Zurufe erschollen. Jemand kam uns nachgerannt.
»Entschuldigen Sie«, keuchte ein wohlsituiert aussehender Herr. »Sie haben ihre Tellerchen verloren!«
Damit hielt er uns die beiden schokoladeverschmierten Pappendeckel hin, die wir auf dem Höhepunkt unsrer Völlerei achtlos weggeworfen hatten.
»Entschuldigen Sie«, sagte auch ich. »Wir haben das Zeug nicht >verloren<. Entschuldigen Sie.«
»Ja was denn sonst?«
»Was meinen Sie? Wieso ja was denn sonst?«
»Wie hätte ich es sonst auf dem Straßenpflaster gefunden?«
In diesem Augenblick riß die beste Ehefrau von allen den klebrigen Abfall, den der ehrliche Finder noch immer in der Hand hielt, mit einem raschen »Danke schön!« an sich und zerrte mich weiter.
»Bis du verrückt geworden?!« zischte sie mir zu. »Hast du vergessen?!«
Ich erbleichte. Ja, ich hatte vergessen, daß wir uns in der reinlichen Schweiz befanden, in der blitzblanksten Straße ihrer saubersten Stadt. Auch nicht das kleinste weggeworfene Papierchen war zu sehen. Höchstens da oder dort auf dem Straßenpflaster der eine oder andre ausgebleichte Fleck, der beim Scheuern nicht restlos verschwunden war. In der Ferne liquidierte ein gutgekleideter Straßenkehrer mit einem antiseptischen Besen einige Brotkrumen. Sonst nichts als Sauberkeit, Sauberkeit, Sauberkeit. Und dieses makellose Panorama hatte ich durch den Wegwurf zweier schmutziger Pappendeckel zu verunstalten gewagt! Von Scham und Reue zerfressen, faltete ich die beiden Reste behutsam zusammen, mit den Klebeseiten nach innen.
»Das wäre soweit in Ordnung«, sagte ich zu meiner befriedigt nickenden Gattin. »Aber was jetzt? Ich kann das Zeug nicht die ganze Zeit mit mir herumschleppen. Schließlich bleiben wir noch zwei Wochen in der Schweiz...«
»Sei unbesorgt. Wir werden schon etwas finden, wo wir's auf gesetzliche Weise loswerden. Eine offizielle Abfallstelle oder so etwas.«
Es war elf Uhr vormittag, als sie das sagte. Um zwei Uhr nachmittag hielt ich die beiden Pappendeckelreste noch immer in meinen von Schweiß und flüssiger Schokolade verschmierten Händen. Wenn wir wenigstens ein Papier zum Einwickeln gefunden hätten! Aber dem sehnsüchtig suchenden Blick zeigte sich nichts dergleichen.
Wir bestiegen einen Triebwagen der sprichwörtlich sauberen Zürcher Straßenbahn und setzten uns an ein offenes Fenster. In ein lebhaftes, gestenreiches Gespräch vertieft, warteten wir auf die erste brauchbare Kurve. Dort warf ich den Pappendeckelbrei mit einer raschen Bewegung zum Fenster hinaus.
Die Bremsen kreischten. Nach wenigen Metern kam der Wagen zum Stillstand. Ich stieg folgsam aus, um den verlorenen Wertgegenstand zu holen, und bedankte mich beim Wagenführer: »Sehr aufmerksam von Ihnen. Glücklicherweise ist den Dingern nichts passiert. Danke vielmals.«
Jetzt gerieten wir allmählich in Panik. Mit dem Mute der Verzweiflung wandte ich mich an einen älteren Herrn, der in unsrer Nähe saß, und fragte ihn, was er täte, wenn er sich zum Beispiel eines schmutzigen Stückes Papier entledigen wollte. Der ältere Herr dachte nach und meinte dann, der von mir angenommene Fall sei so unwahrscheinlich, daß er sich ihn kaum vorstellen könne, aber rein theoretisch gesprochen würde er das Papier zu sich nach Hause nehmen und es am Sonntag verbrennen. Ich weihte ihn in mein Geheimnis ein und fügte hinzu, daß das fragliche Papiermaterial in die Kategorie »Abfall« gehörte. Daraufhin gab er mir seine Adresse und lud uns für den nächsten Nachmittag ein; wir könnten dann gleich ein paar Monate zu Gast bleiben, seine Frau würde sich freuen.
Ich war drauf und dran, seine Einladung anzunehmen, besann mich aber rechtzeitig, daß wir uns ja gar nicht so lange in der Schweiz aufhalten wollten, dankte ihm mit überströmender Herzlichkeit und gab ihm zu verstehen, daß ich von seinem Angebot nur in einem unvorhergesehenen Dringlichkeitsfall Gebrauch machen würde; mittlerweile sei mir nämlich ein andrer, näherliegender Ausweg eingefallen: ich würde das Zeug als »Muster ohne Wert« mit der Post nach Israel schicken.
»Aber was werden sie in Israel damit machen, erkundigte sich besorgt mein theoretischer Gastgeber.«
»Sie werden es in den Jordan werfen.« Damit war er beruhigt, und wir nahmen tränenreich Abschied voneinander.
In einem alleenreichen Villenvorort stiegen wir aus. Mein Plan, die Dunkelheit abzuwarten und das Papierbündel unter einem Baum zu vergraben, erwies sich leider als undurchführbar, weil alle Bäume mit schmiedeeisernen Schutzgittern umgeben waren. Hängenden Kopfes trotteten wir in die Stadt zurück.
Und da - plötzlich - mitten in der Stadtmitte - an einem Laternenpfosten - sah ich einen Abfallbehälter hängen, einen wirklichen, wahrhaftigen, zauberhaft gelb gestrichenen Kasten mit der Inschrift: HALTET ZÜRICH REIN! ABFÄLLE - HIER!
Ich torkelte hin, umklammerte den Kasten wie ein Fliehender die rettende Freistatt, warf den Pappendeckel hinein und schloß meine Frau, deren Antlitz von einem unirdischen Lächeln der Glückseligkeit strahlte, in die Arme. Dann machten wir uns Hand in Hand auf den Weg ins Hotel.
»Entschuldigen Sie«, sagte der Polizist, der uns nach wenigen Schritten aufhielt. »Sie müssen Ihr Päckchen wieder herausnehmen. Das ist ein ganz neuer Abfallkorb. Wir wollen ihn reinhalten.«
»Ja... aber...«, lallte ich und deutete mit einer lahmen Gebärde auf die Inschrift. »Es heißt doch ganz ausdrücklich: Abfälle - hier!«
»Das gilt nur für Kehricht. Nicht für Müll oder sonstige kompakte Gegenstände. Haltet Zürich rein.«
Ich senkte meinen Arm tief in den Abfallkorb und fischte den Pappendeckel heraus. Mir war zumute wie einem verendenden Reh. Meine Stimme klang mir selber fremd, als ich mich an die beste Ehefrau von allen wandte:
»Es bleibt nichts anderes übrig. Ich muß es aufessen.«
»Um Himmels willen! Untersteh dich nicht, dieses dreckige Zeug in den Mund zu nehmen!«
»Gut«, flüsterte ich. »Dann lasse ich's kochen!«
Damit stürzte ich in das Restaurant, an dem wir gerade vorbeikamen. Der Oberkellner sah mich und eilte herbei.
»Abfallpapier?« fragte er diensteifrig. »Wünschen Sie es gedünstet oder gebraten?«
»Gebraten, bitte. Halb englisch.«
»Wie üblich«, nickte der Ober, legte das Zeug auf einen Silberteller und trug es in die Küche.
Nach zehn Minuten brachte er es zurück, dampfend und mit Gemüsen garniert. Ich nahm den ersten Bissen und spuckte ihn aus:
»Das ist ja angebrannt!« rief ich. »Vollkommen ungenießbar!«
Wir sprangen auf und enteilten. Vor unsrem geistigen Auge erschien der gute, alte Rothschild-Boulevard in Tel Aviv mit hunderten kleinen Abfallhäufchen, die in der strahlenden Sonne des Mittelmeeres lustig glitzerten.
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zee
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01.10.2010, 10:18 · #1'534
Beiträge: 380
Abfall wird in der Schweiz auch sicher nicht einfach so in den Abfallcontainer geworfen!!!
Hierzu ein Auszug aus dem Buch "Der seekranke Walfisch" von Ephraim Kishon:
Unsere erste Begegnung mit der übernatürlichen Schweizer Sauberkeit erfolgte auf der weltberühmten Bahnhofstraße. Wie hatten eines der umliegenden Warenhäuser durchwandert und waren auf der tadellos funktionierenden Rolltreppe in die vier­te Etage gelangt, wo wir zwei tadellos verpackte Schokolade­schnitten erwarben, in Cellophan, mit Tellerchen aus Pappe und ebensolchen Löffelchen. Auf dem Weg ins Hotel konnten wir uns nicht länger zurückhalten, öffneten die Verpackung und taten uns an den Schnitten gütlich. Sie schmeckten wun­derbar. Noch nie im Leben hatten wir so wunderbare Schoko­ladeschnitten gegessen, außer vielleicht zwei Tage zuvor in Italien.
Kaum war der letzte Bissen verschluckt, als in unsrem Rücken aufgeregte Zurufe erschollen. Jemand kam uns nachge­rannt.
»Entschuldigen Sie«, keuchte ein wohlsituiert aussehender Herr. »Sie haben ihre Tellerchen verloren!«
Damit hielt er uns die beiden schokoladeverschmierten Pap­pendeckel hin, die wir auf dem Höhepunkt unsrer Völlerei achtlos weggeworfen hatten.
»Entschuldigen Sie«, sagte auch ich. »Wir haben das Zeug nicht >verloren<. Entschuldigen Sie.«
»Ja was denn sonst?«
»Was meinen Sie? Wieso ja was denn sonst?«
»Wie hätte ich es sonst auf dem Straßenpflaster gefunden?«
In diesem Augenblick riß die beste Ehefrau von allen den klebrigen Abfall, den der ehrliche Finder noch immer in der Hand hielt, mit einem raschen »Danke schön!« an sich und zerrte mich weiter.
»Bis du verrückt geworden?!« zischte sie mir zu. »Hast du vergessen?!«
Ich erbleichte. Ja, ich hatte vergessen, daß wir uns in der reinlichen Schweiz befanden, in der blitzblanksten Straße ihrer saubersten Stadt. Auch nicht das kleinste weggeworfene Pa­pierchen war zu sehen. Höchstens da oder dort auf dem Stra­ßenpflaster der eine oder andre ausgebleichte Fleck, der beim Scheuern nicht restlos verschwunden war. In der Ferne liqui­dierte ein gutgekleideter Straßenkehrer mit einem antisepti­schen Besen einige Brotkrumen. Sonst nichts als Sauberkeit, Sauberkeit, Sauberkeit. Und dieses makellose Panorama hatte ich durch den Wegwurf zweier schmutziger Pappendeckel zu verunstalten gewagt! Von Scham und Reue zerfressen, faltete ich die beiden Reste behutsam zusammen, mit den Klebeseiten nach innen.
»Das wäre soweit in Ordnung«, sagte ich zu meiner befrie­digt nickenden Gattin. »Aber was jetzt? Ich kann das Zeug nicht die ganze Zeit mit mir herumschleppen. Schließlich blei­ben wir noch zwei Wochen in der Schweiz...«
»Sei unbesorgt. Wir werden schon etwas finden, wo wir's auf gesetzliche Weise loswerden. Eine offizielle Abfallstelle oder so etwas.«
Es war elf Uhr vormittag, als sie das sagte. Um zwei Uhr nachmittag hielt ich die beiden Pappendeckelreste noch immer in meinen von Schweiß und flüssiger Schokolade verschmier­ten Händen. Wenn wir wenigstens ein Papier zum Einwickeln gefunden hätten! Aber dem sehnsüchtig suchenden Blick zeig­te sich nichts dergleichen.
Wir bestiegen einen Triebwagen der sprichwörtlich sauberen Zürcher Straßenbahn und setzten uns an ein offenes Fenster. In ein lebhaftes, gestenreiches Gespräch vertieft, warteten wir auf die erste brauchbare Kurve. Dort warf ich den Pappendeckel­brei mit einer raschen Bewegung zum Fenster hinaus.
Die Bremsen kreischten. Nach wenigen Metern kam der Wa­gen zum Stillstand. Ich stieg folgsam aus, um den verlorenen Wertgegenstand zu holen, und bedankte mich beim Wagen­führer: »Sehr aufmerksam von Ihnen. Glücklicherweise ist den Dingern nichts passiert. Danke vielmals.«
Jetzt gerieten wir allmählich in Panik. Mit dem Mute der Verzweiflung wandte ich mich an einen älteren Herrn, der in unsrer Nähe saß, und fragte ihn, was er täte, wenn er sich zum Beispiel eines schmutzigen Stückes Papier entledigen wollte. Der ältere Herr dachte nach und meinte dann, der von mir angenommene Fall sei so unwahrscheinlich, daß er sich ihn kaum vorstellen könne, aber rein theoretisch gesprochen wür­de er das Papier zu sich nach Hause nehmen und es am Sonn­tag verbrennen. Ich weihte ihn in mein Geheimnis ein und fügte hinzu, daß das fragliche Papiermaterial in die Kategorie »Abfall« gehörte. Daraufhin gab er mir seine Adresse und lud uns für den nächsten Nachmittag ein; wir könnten dann gleich ein paar Monate zu Gast bleiben, seine Frau würde sich freu­en.
Ich war drauf und dran, seine Einladung anzunehmen, besann mich aber rechtzeitig, daß wir uns ja gar nicht so lange in der Schweiz aufhalten wollten, dankte ihm mit überströmender Herzlichkeit und gab ihm zu verstehen, daß ich von seinem Angebot nur in einem unvorhergesehenen Dringlichkeitsfall Gebrauch machen würde; mittlerweile sei mir nämlich ein andrer, näherliegender Ausweg eingefallen: ich würde das Zeug als »Muster ohne Wert« mit der Post nach Israel schicken.
»Aber was werden sie in Israel damit machen, erkundigte sich besorgt mein theoretischer Gastgeber.«
»Sie werden es in den Jordan werfen.« Damit war er beru­higt, und wir nahmen tränenreich Abschied voneinander.
In einem alleenreichen Villenvorort stiegen wir aus. Mein Plan, die Dunkelheit abzuwarten und das Papierbündel unter einem Baum zu vergraben, erwies sich leider als undurchführ­bar, weil alle Bäume mit schmiedeeisernen Schutzgittern um­geben waren. Hängenden Kopfes trotteten wir in die Stadt zurück.
Und da - plötzlich - mitten in der Stadtmitte - an einem La­ternenpfosten - sah ich einen Abfallbehälter hängen, einen wirklichen, wahrhaftigen, zauberhaft gelb gestrichenen Kasten mit der Inschrift: HALTET ZÜRICH REIN! ABFÄLLE - HIER!
Ich torkelte hin, umklammerte den Kasten wie ein Fliehender die rettende Freistatt, warf den Pappendeckel hinein und schloß meine Frau, deren Antlitz von einem unirdischen Lä­cheln der Glückseligkeit strahlte, in die Arme. Dann machten wir uns Hand in Hand auf den Weg ins Hotel.
»Entschuldigen Sie«, sagte der Polizist, der uns nach weni­gen Schritten aufhielt. »Sie müssen Ihr Päckchen wieder he­rausnehmen. Das ist ein ganz neuer Abfallkorb. Wir wollen ihn reinhalten.«
»Ja... aber...«, lallte ich und deutete mit einer lahmen Gebär­de auf die Inschrift. »Es heißt doch ganz ausdrücklich: Abfälle - hier!«
»Das gilt nur für Kehricht. Nicht für Müll oder sonstige kompakte Gegenstände. Haltet Zürich rein.«
Ich senkte meinen Arm tief in den Abfallkorb und fischte den Pappendeckel heraus. Mir war zumute wie einem verendenden Reh. Meine Stimme klang mir selber fremd, als ich mich an die beste Ehefrau von allen wandte:
»Es bleibt nichts anderes übrig. Ich muß es aufessen.«
»Um Himmels willen! Untersteh dich nicht, dieses dreckige Zeug in den Mund zu nehmen!«
»Gut«, flüsterte ich. »Dann lasse ich's kochen!«
Damit stürzte ich in das Restaurant, an dem wir gerade vor­beikamen. Der Oberkellner sah mich und eilte herbei.
»Abfallpapier?« fragte er diensteifrig. »Wünschen Sie es ge­dünstet oder gebraten?«
»Gebraten, bitte. Halb englisch.«
»Wie üblich«, nickte der Ober, legte das Zeug auf einen Sil­berteller und trug es in die Küche.
Nach zehn Minuten brachte er es zurück, dampfend und mit Gemüsen garniert. Ich nahm den ersten Bissen und spuckte ihn aus:
»Das ist ja angebrannt!« rief ich. »Vollkommen unge­nießbar!«
Wir sprangen auf und enteilten. Vor unsrem geistigen Auge erschien der gute, alte Rothschild-Boulevard in Tel Aviv mit hunderten kleinen Abfallhäufchen, die in der strahlenden Son­ne des Mittelmeeres lustig glitzerten.
nur kurz eine frage wen du erlaubst:
bist du student aus deutschland?
M
Maloney
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7'090 Beiträge
Dabei seit Mai 2007
01.10.2010, 10:28 · #1'535
Beiträge: 7'090
nur kurz eine frage wen du erlaubst:
bist du student aus deutschland?
Weder das eine noch das andere. ;-)
Z
zee
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01.10.2010, 10:33 · #1'536
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nur kurz eine frage wen du erlaubst:
bist du student aus deutschland?
Weder das eine noch das andere. ;-)
haha
wie kommst den du zu solchen bücher?
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Maloney
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7'090 Beiträge
Dabei seit Mai 2007
01.10.2010, 10:44 · #1'537
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nur kurz eine frage wen du erlaubst:
bist du student aus deutschland?
Weder das eine noch das andere. ;-)
haha
wie kommst den du zu solchen bücher?
Damals gab es noch so Einrichtungen die hiessen Bibliotheken oder Bücherläden. Heute heisst das Exsila oder Amazon. ;-)
Nein, ich war einfach schon immer ein grosser Freund der Satire.
D
Dini Mueter
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01.10.2010, 11:32 · #1'538
Beiträge: 2'795
nur kurz eine frage wen du erlaubst:
bist du student aus deutschland?
Weder das eine noch das andere. ;-)
haha
wie kommst den du zu solchen bücher?
Steht bei mir ebenfalls im Regal. Ephraim Kishon ist ein weltberühmter Autor. Und er ist kein Deutscher, sondern Israeli ungarischer Herkunft. Gestorben ist er 2005 in Meistersrüte, Appenzell Innerrhoden: http://de.wikipedia.org/wiki/Ephraim_Kishon
Fuchs mit lebenslänglichem Stadionverbot - Ein fall für Schöttli?
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/sta ... y/30131665
es wird zeit, dass es endlich wieder losgeht....
Das sollte für den Stadtrat eigentlich ein Wink mit dem Zaunpfahl sein:
Hinsichtlich Fussball ist der neue Letzigrund für die Füchse....