GCN - FC Zürich | Samstag, 21. Februar 2015 | 17:45 Uhr

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Los Tioz
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25.02.2015, 12:31 · #81
Beiträge: 3'995
Los Tioz, weiter oben sagst du, dass die Meinungen schon gemacht sind...Dann schreibst du erneut, dass ein wichtiges(!) Zeichen derer gesetzt wurde, die das Stadion verliessen, um sich mit den Eingekesselten zu solidarisieren. o.k, soweit, so gut. Was hat aber die unfriedliche Solidarisierung in der öffentlichen Meinung gebracht? Was ist mit der Sitz-Südkurve, Was ist mit West und Ost? Es ist einfach nur noch ärgerlich, wie alle FCZ-Fans in die Scheiss-Ecke gestellt werden, das gibt es leider auch zu reflektieren, das scheint aber einem grossen Teil der Kurve egal zu sein. Da ja die Meinungen je schon gemacht sind, ist es dann natürlich auch erlaubt, während dem Spiel rund um den Kessel zu randalieren. Genau dieses Bild bleibt aber wieder in der Oeffentlichkeit hängen. Da ja die Meinungen eh gemacht sind, ist das natürlich auch nicht weiter schlimm. Schliesslich gilt es auch zu reflektieren, dass der FCZ das Spiel mit 2:0 gewonnen hat, drei wichtige Punkte im Dreikampf um den Titel gewonnen hat, für das geht man doch ins Stadion, das wird aber weder von Dir noch vom Statement der Südkurve gewürdigt. Um was geht es eigentlich, um Selbstdarstellung oder die Unterstützung des Vereins? Ein Schelm, der Böses ahnt... Ich habe auch jetzt geschrieben dass die Meinungen gemacht sind. Ich möchte mich möglichst kurz halten, da ich momentan echt keine Energie habe für lange Diskussionen und vor allem nicht hier. Bin aber gerne bereit, zu einem späteren Zeitpunkt mal bei einem Bier persönlich zu diskutieren: - Mir geht es vor allem um die Situation IM Kessel. Dieser war unverhältnismässig, übertrieben, brutal und menschenverachtend. Punkt. Ich begrüsse die Entscheidung derjeniger, die sich aus dem Stadion begeben haben, verurteile aber die Angriffe einiger weniger dieser Personen auf die Polizei. Ich bin schlicht gegen Gewalt, egal ob gegen Polizei, Fans oder Unbeteiligter. Trotzdem waren diese Ausschreitungen vorhersehbar nach so einer Aktion der Polizei, und nochmals: das ist keine Entschuldigung und keine Rechtfertigung! - Die Solidarisierung als solches war friedlich - was später einige Exemplare veranstaltet haben war unwürdig. Jeder FCZ-Fan, egal ob Süd, Ost oder West muss selber für sich entscheiden was für ihn wichtig ist und was nicht. Für viele im Süden war es in diesem Moment wichtiger, gegen die Polizeiaktion ein Zeichen zu setzten (und nochmals: ich meine die friedliche Mehrheit, welche die Kurve verlassen hat und nicht die einzelnen Deppen, welche randaliert haben). Es gibt Momente, in welchen der Fussball in den Hintergrund rückt, und ein solcher Moment ist für mich und für viele andere auch, wenn Menschen stundenlang schikaniert, gedemütigt und wie Tiere behandelt werden. Solche Zustände dürfen schlicht nicht akzeptiert werden. - Es ist der Kurve überhaupt nicht egal welches Bild nach aussen getragen wird, deshalb wird auch versucht, die Ereignisse geradezustellen. Aber das lassen wir momentan auf der Seite - Wie schon oben angedeutet, es geht nicht um Selbstdarstellung, sondern um das Aufzeichnen von traurigen Missständen, wie sie am Samstag Nachmittag/Abend herrschten. Nochmals: Auch wenn ich es auch viel lieber hätte wenn der Fussball und der Derbysieg im Vordergrund stehen würden, es gibt Situationen, in denen tritt der Fussball in den Hintergrund. Soviel meinerseits dazu, viel mehr möchte ich nicht mehr dazu sagen.
Maloney
Mitglied
25.02.2015, 12:38 · #82
Beiträge: 7'090
Los Tioz, weiter oben sagst du, dass die Meinungen schon gemacht sind...Dann schreibst du erneut, dass ein wichtiges(!) Zeichen derer gesetzt wurde, die das Stadion verliessen, um sich mit den Eingekesselten zu solidarisieren. o.k, soweit, so gut. Was hat aber die unfriedliche Solidarisierung in der öffentlichen Meinung gebracht? Was ist mit der Sitz-Südkurve, Was ist mit West und Ost? Es ist einfach nur noch ärgerlich, wie alle FCZ-Fans in die Scheiss-Ecke gestellt werden, das gibt es leider auch zu reflektieren, das scheint aber einem grossen Teil der Kurve egal zu sein. Da ja die Meinungen je schon gemacht sind, ist es dann natürlich auch erlaubt, während dem Spiel rund um den Kessel zu randalieren. Genau dieses Bild bleibt aber wieder in der Oeffentlichkeit hängen. Da ja die Meinungen eh gemacht sind, ist das natürlich auch nicht weiter schlimm. Schliesslich gilt es auch zu reflektieren, dass der FCZ das Spiel mit 2:0 gewonnen hat, drei wichtige Punkte im Dreikampf um den Titel gewonnen hat, für das geht man doch ins Stadion, das wird aber weder von Dir noch vom Statement der Südkurve gewürdigt. Um was geht es eigentlich, um Selbstdarstellung oder die Unterstützung des Vereins? Ein Schelm, der Böses ahnt... Was es gebracht hat? Z.B. dass der FCZ sich genötigt sah eine Pressemitteilung zu verfassen, die wenigstens FCZ-Fans lesen - und vor allem auch die FCZ-Fans ausserhalb der Südkurve. Weisst du was mich wirklich aufregt? Nicht die Leute, die Fussballfans verteufeln und nie an Spiele gehen oder vor Ort sind. Ok doch, die regen mich auch auf... Aber weit mehr regen mich Personen gerade aus dem FCZ-Umfeld auf, die plötzlich Law-and-Order-Argumente wie "Es ist halt verboten Pyros abzulassen.", "Wer mitläuft, ist selber schuld." etc. vorbringen, aber dann im Stadion mit ihren Handys gerne Choreos fotografieren und die Stimmung welche aus der Kurve kommt konsumieren und nicht begreifen oder begreifen wollen, dass beides zusammen gehört. Das ist sowas von asozialem Konsumentenverhalten, dass ich kotzen könnte: "Das will ich - das will ich nicht! Benehmt euch wie es die neusten Gesetze verlangen - egal wie sinnfrei die sind - aber unterhaltet mich gefälligst, ihr Stimmungshuren!" Dann aber gleichzeitig der Kurve Egozentrik vorwerfen. Na herzlichen Glückwunsch.
chirüz
Mitglied
25.02.2015, 12:58 · #83
Beiträge: 550
Ich bin überzeugt, wenn man auf die verdammten Böller verzichtet, hätte man viel weniger Probleme! Was Missstände sind, ist Ansichtssache. Ich sehe die Märsche mit vermummten Personen die Böller herumwerfen als Missstände. Nicht aber den Polizeieinsatz. Irgendwann muss man reagieren. Das dies den Personen, welche es getroffen hat nicht passt, ist ja klar. Aber eigentlich ist mir das egal. Ich habe nie Probleme mit der Polizei. An keinem Match. Das einzige was ich sehr schade finde, ist das die Chaoten dem FCZ schaden mit ihrem verhalten. Ich meine nicht die Bussen für die Pyros (ich liebe Pyros, hasse Böller), sondern die tausende Leute, die wegen dem ganzem Scheiss nicht mehr an die Fussballmatches pilgern.
Ussersihl
Mitglied
25.02.2015, 13:10 · #84
Beiträge: 1'910
Was es gebracht hat? Z.B. dass der FCZ sich genötigt sah eine Pressemitteilung zu verfassen, die wenigstens FCZ-Fans lesen - und vor allem auch die FCZ-Fans ausserhalb der Südkurve. Weisst du was mich wirklich aufregt? Nicht die Leute, die Fussballfans verteufeln und nie an Spiele gehen oder vor Ort sind. Ok doch, die regen mich auch auf... Aber weit mehr regen mich Personen gerade aus dem FCZ-Umfeld auf, die plötzlich Law-and-Order-Argumente wie "Es ist halt verboten Pyros abzulassen.", "Wer mitläuft, ist selber schuld." etc. vorbringen, aber dann im Stadion mit ihren Handys gerne Choreos fotografieren und die Stimmung welche aus der Kurve kommt konsumieren und nicht begreifen oder begreifen wollen, dass beides zusammen gehört. Das ist sowas von asozialem Konsumentenverhalten, dass ich kotzen könnte: "Das will ich - das will ich nicht! Benehmt euch wie es die neusten Gesetze verlangen - egal wie sinnfrei die sind - aber unterhaltet mich gefälligst, ihr Stimmungshuren!" Dann aber gleichzeitig der Kurve Egozentrik vorwerfen. Na herzlichen Glückwunsch. Naja, da machst du es dir aber auch ein wenig gar einfach. Wieso muss man, wenn man A mag, auch gleich B bis Z mögen? Wieso kann man das Ganze nicht differenziert betrachten und gewisse Ausschläge einer "Sub-Kultur" würdigen und andere zumindest kritisch hinterfragen? Konkret: Ich mag Pyros, ich finde sie tragen zur Stimmung bei. Ich bin mir aber bewusst (wie vermutlich jeder im Stadion), dass diese verboten sind und somit gegen das Gesetz verstossen wird. Ergo weiss ja vermutlich jeder, dass er eine Straftat begeht, wenn er eine Pyro zündet, was für gewöhnlich gewisse Konsequenzen nach sich zieht. Genau so finde ich den Support der "Stehenden" in der Kurve mitunter fantastisch und die Choreos grossartig. Nichtsdestotrotz finde ich gewisse Tendenzen in der Kurve bedenklich und falsch. Ich glaube mittlerweile wissen die meisten hier drin, an was ich mich so störe. Versteh mich nicht falsch, ich glaube der Polizeieinsatz am SA war übertrieben (wirklich beurteilen kann ich es nicht, war nicht am Marsch). Aber ich finde die Sichtweise von Los Tioz eigentlich ziemlich stark (auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin): das Ganze differenziert anschauen, nicht alle von der einen oder anderen Seite sind Deppen, nicht jede Kritik ist gleich ein Votum für Law-and-Order. Auch bei einem Thema, bei dem grosse Solidarität in einer Gruppe verlangt wird (was ja nun der Fall ist), schadet es nicht, die Intentionen dieser Gruppe immer wieder kritisch zu hinterfragen, auch wenn das bedeutet, dass man in gewissen Punkten der Gegenpartei recht geben muss.
Maloney
Mitglied
25.02.2015, 13:21 · #85
Beiträge: 7'090
Ich bin überzeugt, wenn man auf die verdammten Böller verzichtet, hätte man viel weniger Probleme! Was Missstände sind, ist Ansichtssache. Ich sehe die Märsche mit vermummten Personen die Böller herumwerfen als Missstände. Nicht aber den Polizeieinsatz. Irgendwann muss man reagieren. Das dies den Personen, welche es getroffen hat nicht passt, ist ja klar. Aber eigentlich ist mir das egal. Ich habe nie Probleme mit der Polizei. An keinem Match. Das einzige was ich sehr schade finde, ist das die Chaoten dem FCZ schaden mit ihrem verhalten. Ich meine nicht die Bussen für die Pyros (ich liebe Pyros, hasse Böller), sondern die tausende Leute, die wegen dem ganzem Scheiss nicht mehr an die Fussballmatches pilgern. *"Aber eigentlich ist mir das egal. Ich habe nie Probleme mit der Polizei. An keinem Match." "ich liebe Pyros"* Quod erat demonstrandum. (Siehe meinen vorherigen Post) Mmh... Tausende weniger Besucher wegen der Fankultur der Südkurve. Deshalb waren die Zuschauerzahlen in den letzten 20 Jahren auch krass rückläufig... Sag doch noch dass man wegen der Südkurve mit Kindern nicht mehr ins Stadion kann. Dann hast du alle Phrasen rausgehauen. Und ja die Polizei hätte uns ohne Böller garantiert in Ruhe gelassen! Ganz sicher! Das war ja überhaupt nicht organisiert und vorab geplant. Stehen ja sonst auch immer in dem Umfang mit Wasserwerfern, Polizei-Hundertschaften und Gitter-Polizeiwagen an der Badenerstrasse bereit damit sie dem FCZ-Marsch zuwinken können wenn sie kommen. Schliesslich hat die Polizei doch gesagt es sei eine spontane Aktion gewesen! Also lasst uns mal alle Fakten und Erlebnisberichte ignorieren. Und wer braucht schon Logik, wenn man einfach in die Staatsmacht vertrauen kann, die uns IMMER die Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagt. Doppeldenk scheint tatsächlich bei einigen zu funktionieren. Faszinierend.
bluesoul
Mitglied
25.02.2015, 13:26 · #86
Beiträge: 5'138
Eine grosse Gruppe mit vielen Vermummten und dem konstanten Ablassen von Böllern ist für Unbeteiligte (vor allem alte Menschen oder kleine Kinder) einfach mehr als unangenehm, kann als enorme Bedrohung wahr genommen werden. Und es gibt keinen Grund, diese Menschen nicht auch zu respektieren oder denen gar zu verbieten, sich zu der Zeit in der Gegend aufzuhalten.
Krönu
Mitglied
25.02.2015, 13:31 · #87
Beiträge: 13'340
sondern die tausende Leute, die wegen dem ganzem Scheiss nicht mehr an die Fussballmatches pilgern. Sorry aber da musste ich laut lachen, als ich das gelesen habe...
Maloney
Mitglied
25.02.2015, 13:45 · #88
Beiträge: 7'090
Was es gebracht hat? Z.B. dass der FCZ sich genötigt sah eine Pressemitteilung zu verfassen, die wenigstens FCZ-Fans lesen - und vor allem auch die FCZ-Fans ausserhalb der Südkurve. Weisst du was mich wirklich aufregt? Nicht die Leute, die Fussballfans verteufeln und nie an Spiele gehen oder vor Ort sind. Ok doch, die regen mich auch auf... Aber weit mehr regen mich Personen gerade aus dem FCZ-Umfeld auf, die plötzlich Law-and-Order-Argumente wie "Es ist halt verboten Pyros abzulassen.", "Wer mitläuft, ist selber schuld." etc. vorbringen, aber dann im Stadion mit ihren Handys gerne Choreos fotografieren und die Stimmung welche aus der Kurve kommt konsumieren und nicht begreifen oder begreifen wollen, dass beides zusammen gehört. Das ist sowas von asozialem Konsumentenverhalten, dass ich kotzen könnte: "Das will ich - das will ich nicht! Benehmt euch wie es die neusten Gesetze verlangen - egal wie sinnfrei die sind - aber unterhaltet mich gefälligst, ihr Stimmungshuren!" Dann aber gleichzeitig der Kurve Egozentrik vorwerfen. Na herzlichen Glückwunsch. Naja, da machst du es dir aber auch ein wenig gar einfach. Wieso muss man, wenn man A mag, auch gleich B bis Z mögen? Wieso kann man das Ganze nicht differenziert betrachten und gewisse Ausschläge einer "Sub-Kultur" würdigen und andere zumindest kritisch hinterfragen? Konkret: Ich mag Pyros, ich finde sie tragen zur Stimmung bei. Ich bin mir aber bewusst (wie vermutlich jeder im Stadion), dass diese verboten sind und somit gegen das Gesetz verstossen wird. Ergo weiss ja vermutlich jeder, dass er eine Straftat begeht, wenn er eine Pyro zündet, was für gewöhnlich gewisse Konsequenzen nach sich zieht. Genau so finde ich den Support der "Stehenden" in der Kurve mitunter fantastisch und die Choreos grossartig. Nichtsdestotrotz finde ich gewisse Tendenzen in der Kurve bedenklich und falsch. Ich glaube mittlerweile wissen die meisten hier drin, an was ich mich so störe. Versteh mich nicht falsch, ich glaube der Polizeieinsatz am SA war übertrieben (wirklich beurteilen kann ich es nicht, war nicht am Marsch). Aber ich finde die Sichtweise von Los Tioz eigentlich ziemlich stark (auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin): das Ganze differenziert anschauen, nicht alle von der einen oder anderen Seite sind Deppen, nicht jede Kritik ist gleich ein Votum für Law-and-Order. Auch bei einem Thema, bei dem grosse Solidarität in einer Gruppe verlangt wird (was ja nun der Fall ist), schadet es nicht, die Intentionen dieser Gruppe immer wieder kritisch zu hinterfragen, auch wenn das bedeutet, dass man in gewissen Punkten der Gegenpartei recht geben muss. Weil kritisches Hinterfragen in beide Richtungen gehen muss. Z.B. welchen Sinn macht ein Pyroverbot? Gibt es eine Möglichkeit die Sicherheit zu vergrössern ohne es einfach zu verbieten? Z.B. mit einem sog. Pyrofähigkeitsschein? Und grundsätzlich: Weshalb ist plötzlich etwas ein Problem der nationalen Sicherheit, das 10 Jahre lang niemanden interessiert hat und heute bei Skirennen oder Skispringen immer noch keinen interessiert? Wer profitiert eigentlich an diesen neuen Gesetzen gegen einige wenige? Nach deiner Argumentation hätte man - bis vor Kurzem, da inzwischen ja etwas gelockert - auch Kiffer aus einer Kurve oder einem Marsch picken können. Oder hey! Mitgegangen, mitgefangen oder? Jeder weiss, dass kiffen verboten ist. Da kann man sich ja gefälligst auch neue Kollegen suchen oder? Natürlich ist dieses Beispiel plakativ. Aber Probleme werden nicht gelöst in dem man sagt "Ist so, weil ist so" und Nulltoleranz hat noch nie eine Situation verbessert. Sag mir ein Beispiel in dem dies so war. Und Pyros sind nun mal genau so verboten wie Böller. Es ist also schon eine leicht schizophrene Haltung, wenn man das eine goutiert, aber wegen dem anderen jegliche Repression befürwortet in der momentanen Situationen mit dem Argument "Es weiss ja jeder, dass es verboten ist." Das ist aus meiner Sicht die absolut falsche Diskussionsgrundlage und führt nirgendwo hin. Und wie bereits erwähnt: Ich mag Böller auch nicht. Aber dies als Rechtfertigung für einen solchen Polizeieinsatz vorzubringen - gerade wenn man verbotene Pyro befürwortet - hat nichts mit einer differenzierten Haltung zu tun. Sorry.
fred
Mitglied
25.02.2015, 14:03 · #89
Beiträge: 1'478
der einsatz der polizei am samstag scheint unverhältnissmässig gewesen zu sein. das wurde zum guten glück auch breit aufgegriffen. nichts desto trotz hoffe ich aber, dass die teilnehmer (und organisatoren) des marsches sich auch kritisch hinterfragen, weiso sie es der polizei so verdammt einfach machen einen vorwand für solche aktionen zu finden. das ziel muss doch sein, künfig inkl. einem gelungenen marsch unversehrt im/am stadion anzugelangen.
Libanese Blonde
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25.02.2015, 14:04 · #90
Beiträge: 11'287
pilgere jeweils von der hardbrücke richtung stadion. derart vielen polizisten stand ich in all den jahren noch nie gegenüber. die stapo besitzt gar nicht die möglichkeit ein aufgebot in dieser grösse auf die schnelle rekrutieren zu können. die dachten wohl aus dem reclaim-desaster gelernt zu haben und wollten nicht nochmals in den hammer laufen. dass die dann eingreifen sobald etwas feuerwerk gezündet wird, was bei 800 fussballfans durchaus im bereich des möglichen liegt, ist ebenfalls klar. soll mir also keiner sagen die aktion sei nicht geplant gewesen. man besucht ja auch nicht den flauschigen bettbezügen wegen ein bordell. hoffe die kurve kriegt das irgendwie hin dass auch in zukunft etwas vorgeglüht und danach richtung stadion gepilgert werden kann, ohne dabei den ganzen samstag im schneeregen verbringen zu müssen. handkehrum bin ich der meinung, dass wenn die polizei schon einen unbewilligten marsch goutiert, es doch möglich sein sollte, die paar hundert meter ohne böller&co auszukommen aber wem sag ich das....
Maloney
Mitglied
25.02.2015, 14:05 · #91
Beiträge: 7'090
Eine grosse Gruppe mit vielen Vermummten und dem konstanten Ablassen von Böllern ist für Unbeteiligte (vor allem alte Menschen oder kleine Kinder) einfach mehr als unangenehm, kann als enorme Bedrohung wahr genommen werden. Und es gibt keinen Grund, diese Menschen nicht auch zu respektieren oder denen gar zu verbieten, sich zu der Zeit in der Gegend aufzuhalten. Auch laut singende, "schreiende" Fangruppen oder z.B. Punks oder Goths werden von gewissen Leuten als Bedrohung wahrgenommen. Und andere fühlen sich von Schwulenpärchen provoziert. Wo fängt man da an und wo hört man auf? Geht man diesen Weg ist irgendwann alles verboten, was nicht ganz der Norm entspricht. Sicherheitsbedenken bei Böllern würde ich als Argument hingegen eher gelten lassen, da man diese weniger kontrollieren kann als Pyros, da man sie wegwirft. Aber nicht das "Kann mal jemand an die Kinder denken?!-Scheinargument. Und auch wenn ich mich wiederhole: Auch Sicherheitsbedenken rechtfertigen es nicht, wenn in der Folge 800 Leute auf engstem Raum eingekesselt und mit Gummischrot beschossen werden. Nichts rechtfertigt das.
Roger Kundert
Mitglied
25.02.2015, 14:15 · #92
Beiträge: 2'053
Das eigentliche Problem, denke ich, wird einfach ausgeblendet. Pyro hin oder her. Wie L.B. andeutet, bin ich sicher, die Geschichte hat die Vorgeschichte Europa-Allee. Es ist kaum von der Hand zu weisen, dass FCZ-Sympathisanten in dieser Hausbesetzer- und Anti-Gentrizfierungs-Szene verkehren. Der Vorfall mit der brennenden Fackel auf das Polizei-Auto und der Anschlag auf die Polizeiwache sind terroristische Akte und weiterhin nicht aufgeklärt. Hier ist der Grund für die Einkesselung zu suchen, alles andere ist gelogen.
fred
Mitglied
25.02.2015, 14:26 · #93
Beiträge: 1'478
ich frag mich noch: wenn schon von vielen im vorfeld registriert wurde, dass da was im busch ist (sich "versteckende" polizisten un ungewöhnlich hoher zahl, gitter-autos etc) wieso gelangen diese infos nicht rechzeitig zu den marschierenden, damit diese sich entsprechend einstellen können? man hätte doch die polizei am elegantesten gefickt, wenn man aufgrund guter aufklärung den abschnitt albisriederplatz-letzi ohne gross aufmerksamkeit zu provozieren passiert hätte und die deppen mit helm und schlagstock wieder einaml für nichts ihren samstag verbraten hätten.
Maloney
Mitglied
25.02.2015, 14:29 · #94
Beiträge: 7'090
Das eigentliche Problem, denke ich, wird einfach ausgeblendet. Pyro hin oder her. Wie L.B. andeutet, bin ich sicher, die Geschichte hat die Vorgeschichte Europa-Allee. Es ist kaum von der Hand zu weisen, dass FCZ-Sympathisanten in dieser Hausbesetzer- und Anti-Gentrizfierungs-Szene verkehren. Der Vorfall mit der brennenden Fackel auf das Polizei-Auto und der Anschlag auf die Polizeiwache sind terroristische Akte und weiterhin nicht aufgeklärt. Hier ist der Grund für die Einkesselung zu suchen, alles andere ist gelogen. Oh geil. jetzt kommt auch noch der Roger Kundert um die Ecke mit einer Brüller-These! Richtig ist, dass die Südkurve Reclaim the Streets erfunden und organisiert hat. Auch den T.E.R.R.O.R.I.S.T.I.S.C.H.E.N. Anschlag auf die Polizei wurde von Milizen der SK von langer Hand geplant und ausgeführt. Des weiteren gehen 20% aller Einnahmen am Südkurven-Stand direkt an den IS. Da sich Zürich in einem Kriegszustand befindet ist es auch völlig legitim, wenn die Polizei Vergeltungsaktionen durchzieht. PS: Die Südkurve isst Kinder und vergiftet Brunnen, alles andere ist gelogen!
der grosse user lapen
Mitglied
25.02.2015, 14:38 · #95
Beiträge: 2'397
Das eigentliche Problem, denke ich, wird einfach ausgeblendet. Pyro hin oder her. Wie L.B. andeutet, bin ich sicher, die Geschichte hat die Vorgeschichte Europa-Allee. Es ist kaum von der Hand zu weisen, dass FCZ-Sympathisanten in dieser Hausbesetzer- und Anti-Gentrizfierungs-Szene verkehren. Der Vorfall mit der brennenden Fackel auf das Polizei-Auto und der Anschlag auf die Polizeiwache sind terroristische Akte und weiterhin nicht aufgeklärt. Hier ist der Grund für die Einkesselung zu suchen, alles andere ist gelogen. hör bitte auf mit solchem unsinn, dass es schnittmengen gibt ist logisch, rechtfertigt aber überhaupt nichts, schliesslich ist es nicht so, dass eine gruppierung am rts teilnahm, sondern einfach einzelpersonen, waren garantiert auch gc- und zsc-fans dabei und so gibt es noch unzählige weitere schnittmengen, nach deiner logik müsste die ganze stadt eingekesselt werden
CONE OM ZI!RÜ
Maloney
Mitglied
25.02.2015, 14:59 · #96
Beiträge: 7'090
ich frag mich noch: wenn schon von vielen im vorfeld registriert wurde, dass da was im busch ist (sich "versteckende" polizisten un ungewöhnlich hoher zahl, gitter-autos etc) wieso gelangen diese infos nicht rechzeitig zu den marschierenden, damit diese sich entsprechend einstellen können? man hätte doch die polizei am elegantesten gefickt, wenn man aufgrund guter aufklärung den abschnitt albisriederplatz-letzi ohne gross aufmerksamkeit zu provozieren passiert hätte und die deppen mit helm und schlagstock wieder einaml für nichts ihren samstag verbraten hätten. Kurz gesagt: Weil die Südkurve, entgegen der öffentlichen Meinung, keine straff organisierte Organisation mit militärischen Führungsstrukturen ist - und eigentlich auch nicht sein will.
bluesoul
Mitglied
25.02.2015, 15:18 · #97
Beiträge: 5'138
Eine grosse Gruppe mit vielen Vermummten und dem konstanten Ablassen von Böllern ist für Unbeteiligte (vor allem alte Menschen oder kleine Kinder) einfach mehr als unangenehm, kann als enorme Bedrohung wahr genommen werden. Und es gibt keinen Grund, diese Menschen nicht auch zu respektieren oder denen gar zu verbieten, sich zu der Zeit in der Gegend aufzuhalten. Auch laut singende, "schreiende" Fangruppen oder z.B. Punks oder Goths werden von gewissen Leuten als Bedrohung wahrgenommen. Und andere fühlen sich von Schwulenpärchen provoziert. Wo fängt man da an und wo hört man auf? Geht man diesen Weg ist irgendwann alles verboten, was nicht ganz der Norm entspricht. Sicherheitsbedenken bei Böllern würde ich als Argument hingegen eher gelten lassen, da man diese weniger kontrollieren kann als Pyros, da man sie wegwirft. Aber nicht das "Kann mal jemand an die Kinder denken?!-Scheinargument. Und auch wenn ich mich wiederhole: Auch Sicherheitsbedenken rechtfertigen es nicht, wenn in der Folge 800 Leute auf engstem Raum eingekesselt und mit Gummischrot beschossen werden. Nichts rechtfertigt das. Das "Kann mal jemand an die Kinder denken" ist kein Scheinargument. Sorry. Es ist mehr als unangenehm einem solchen Mob ausgesetzt zu werden, wenn man nichts mit Fussball am Hut hat. Vor allem alte und ganz junge Menschen können schon ziemlich geängstigt werden, wenn sie zufälligerweise in der Gegend sind. Vor allem von Vermummten, die sehen ja nun wirklich nicht friedlich und vertrauenseinflössend aus, und von lauten Böllern. Man kann ja jetzt sagen, dass auf der Strecke Albisriederplatz bis Letzigrund eher weniger alte und ganz junge Menschen unterwegs sind. Das mag stimmen. Trotzdem. Etwas mehr Respekt wäre schon von Vorteil. Auch, um das Image des allgemeinen Homo Fanatius etwas aufzupolieren. Und richtig. Die Reaktion der Bullen war ziemlich sicher sehr übertrieben. Auch wenn ich nicht in der Nähe war, sieht das sehr danach aus.
Z
Mitglied
25.02.2015, 15:29 · #98
Beiträge: 4'380
die polizei hatte noch eine rechnung offen - die wollte sie am samstag begleichen. dass es sich hierbei nicht um die selben personen handelt war ihnen egal. was mich nervt, ist der fakt, dass alle den marsch als illegale demo bezeichnen - als ob der marsch irgend eine politische aussage hätte oder von irgend einem verein organisiert wäre - die FCZ FANS sind keine homogene gruppe. das wäre in etwa das selbe, wie wenn die polizei den menschenstrom nach dem silvester zwischen bellevue und limmatquai einkesseln würde! da laufen oftmals auch 1000 leute in die selbe richtung und lassen noch etwas feuerwerk ab. von dem her ist die argumentation mehr als nur scheinheilig..! ich gebe zu bedenken, dass bereits vor den märschen auf der badenerstrasse stets eine grosse anzahl matchbesucher runterliefen - 1h vor spielbeginn ist das auch völlig normal. (mit dem argument der illegalen demo könnte die polizei nach dem spiel jedes x-beliebige tram einkesseln und die passagiere einzeln filzen, da es sich um die trambesetzerszene handelt, welche es zum ziel hat trams zu entführen...!!)
Maloney
Mitglied
25.02.2015, 15:40 · #99
Beiträge: 7'090
Eine grosse Gruppe mit vielen Vermummten und dem konstanten Ablassen von Böllern ist für Unbeteiligte (vor allem alte Menschen oder kleine Kinder) einfach mehr als unangenehm, kann als enorme Bedrohung wahr genommen werden. Und es gibt keinen Grund, diese Menschen nicht auch zu respektieren oder denen gar zu verbieten, sich zu der Zeit in der Gegend aufzuhalten. Auch laut singende, "schreiende" Fangruppen oder z.B. Punks oder Goths werden von gewissen Leuten als Bedrohung wahrgenommen. Und andere fühlen sich von Schwulenpärchen provoziert. Wo fängt man da an und wo hört man auf? Geht man diesen Weg ist irgendwann alles verboten, was nicht ganz der Norm entspricht. Sicherheitsbedenken bei Böllern würde ich als Argument hingegen eher gelten lassen, da man diese weniger kontrollieren kann als Pyros, da man sie wegwirft. Aber nicht das "Kann mal jemand an die Kinder denken?!-Scheinargument. Und auch wenn ich mich wiederhole: Auch Sicherheitsbedenken rechtfertigen es nicht, wenn in der Folge 800 Leute auf engstem Raum eingekesselt und mit Gummischrot beschossen werden. Nichts rechtfertigt das. Das "Kann mal jemand an die Kinder denken" ist kein Scheinargument. Sorry. Es ist mehr als unangenehm einem solchen Mob ausgesetzt zu werden, wenn man nichts mit Fussball am Hut hat. Vor allem alte und ganz junge Menschen können schon ziemlich geängstigt werden, wenn sie zufälligerweise in der Gegend sind. Vor allem von Vermummten, die sehen ja nun wirklich nicht friedlich und vertrauenseinflössend aus, und von lauten Böllern. Man kann ja jetzt sagen, dass auf der Strecke Albisriederplatz bis Letzigrund eher weniger alte und ganz junge Menschen unterwegs sind. Das mag stimmen. Trotzdem. Etwas mehr Respekt wäre schon von Vorteil. Auch, um das Image des allgemeinen Homo Fanatius etwas aufzupolieren. Und richtig. Die Reaktion der Bullen war ziemlich sicher sehr übertrieben. Auch wenn ich nicht in der Nähe war, sieht das sehr danach aus. Die Vermummung entsteht ja als Folge der Repression! Was schlägst du denn vor? Eine generelles Verbot von Fanmärschen? Du tust ja so als sei das etwas total neues. Unbegründete Angst der Bevölkerung ist einfach kein richtiges Argument für oder gegen etwas. Das gilt nicht nur im Fussball, sondern auch z.B. in den Bereichen Religion oder Asylwesen. Wo kommen wir da hin?
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