WM 2022 Katar

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likaviMitglied
21.01.2022, 08:50 · #21
Beiträge: 1'302
Ok, dann nimmt schon noch wunder aus welcher Perspektive das Regierungssytem in Katar nicht rückständig ist? Aus katarischer Perspektive zum Beispiel? Natürlich dominiert immer noch die USA die Welt und damit auch die aktuelle amerikanische Definition von Fortschrittlichkeit und Rückständigkeit. Sollte die ökonomische US-Dominanz in nächster Zeit aber in Frage gestellt werden, dann werden auch die entsprechenden Wertvorstellungen nicht mehr dominieren. Gewisse Dinge, die heute als fortschrittlich gelten, werden dann von der Weltmehrheit als rückständig angesehen werden, und einiges (nicht alles) was im heutigen westlichen Wertekanon als fortschrittlich gilt, wird als rückständig /dekadent / unmoralisch betrachtet werden. Ich hoffe nicht, dass Demokratie da dazugehören wird, aber auszuschliessen ist es nicht. In den USA herrscht immerhin Gewaltenteilung, auch wenn sie das in der Aussenpolitik nicht so genau nehmen. Wenn du auf der Target Liste des Emir stehst, dann bekommst du ganz sicher keinen fairen Prozess (was in den USA immer noch die Regel ist). Klar. Ich finde, dass du hier in der Diskussion auch nicht so differenziert bist. Aus meiner Sicht ist vieles was du schreibst klassischer Whataboutism und einfach mal die Gegenposition einnehmen. Aus meiner Sicht ist es natürlich umgekehrt. Ich versuche, mehr Differenzierung in einen populistisch einseitigen Narrativ zu bringen. Und genauso wie beispielsweise Forza siehst du mich in einer Diskussion regelmässig jemandem mit einer anderen Meinung in gewissen Punkten Recht geben. Oder sowohl positive wie negative Eigenschaften einer umstrittenen Person, Organisation oder Vorlage aufzählen. Und ich lerne gerne in einer Diskussion etwas Neues hinzu. Ich würde das alles als ein Zeichen von Differenzierung sehen. Es gibt hier im Forum einige User, bei denen ich das noch überhaupt nie beobachtet habe. «Whataboutism» hat sich zuletzt zum klassischen Kampfbegriff der populistischen Ideologen entwickelt. Bitte keine Vergleiche und Einordnungen! Lasst uns und unsere liebgewonnenen Feindbilder und Vorurteile in Ruhe! We love to hate! Wenn alle die WM-Vergabe 2022 als korrupt bezeichnen (was sie nachweislich auch war), dann schreibst du einfach mal, dass das ein demokratischer Prozess war, weil ja schliesslich Wahlen stattgefunden haben (Irgendwo hast du auch geschrieben, dass alle Landesverbände wählen konnten, was nun mal nicht stimmt, weil damals das Exekutivkomitee gewählt hat. In einem anderen Post hast du das immerhin noch erwähnt). Doch, bezüglich WM 2026 hat der Kongress die Entscheidung gefällt und damit direkt alle Landesvertreter. Das habe ich geschrieben. Und auch das Exekutivkomitee wurde von den Landesvertretern gewählt. Repräsentative Demokratie. Die du offenbar weniger kritisch siehst als ich. Das Exekutivkomitee war ein von allen Landesvertretern aus ihren eigenen Reihen gewähltes Gremium von Landesvertretern, die sich alle drei, vier Monate in ein Flugzeug gesetzt und zu einer Sitzung in Zürich oder anderswo getroffen haben. Viele haben ja durch die Medien das Bild von einer FIFA im Kopf, die in Zürich sitzt und von hier aus irgendwelche dubiosen Entscheide über WM-Vergaben fällt. Aber so war und ist es nicht. Es sind die Vertreter der Landesvertreter aus der ganzen Welt, welche diesen Entscheid gefällt haben. Und die in Zürich sitzende FIFA Administration hat dann diesen politischen Entscheid der Weltfussballgemeinschaft umzusetzen. In Russland finden auch Wahlen statt, würdest du Russland deshalb als Demokratie bezeichnen? Wohl eher nicht. Wenn in Russland das einzige Problem wäre, dass von 100 Millionen Wählern drei bestochen worden sind und genau diese drei den Ausschlag bei der Wahl gegeben haben, dann wäre Russland trotzdem eine Demokratie. Verwerfliche Gründe für politische Entscheidungen kann es in jedem politischen System geben. Der Vorteil von Volksentscheiden ist, dass drei von 100 Millionen im Normalfall nicht den Ausschlag geben. Aber so ist es in Russland ja nicht. Es werden Gegenkandidaten ins Gefängnis gesteckt oder aus anderen fadenscheinigen Gründen nicht zur Wahl zugelassen. Ein echter demokratischer Prozess wird so von vornherein zumindest untergraben. Vieles was du schreibst, kann man so generell nicht sagen. Z.B. bin ich mit deinen Aussagen zur repräsentativen und direkten Demokratie gar nicht einverstanden, das ist mir auch zu schwarz/weiss. Aber das führt nun von der Diskussion rund um die FIFA weg, deshalb mache da ich auch kein Fass auf. Also, willst du ernsthaft bestreiten, dass Repräsentative Demokratie viel anfälliger auf Bestechung, Blackmail und Korruption ist als Direkte Demokratie? Das ist schlicht nicht abstreitbar. Ein Dutzend Menschen kann man deutlich einfacher bestechen als mehrere Millionen. Eine Frage der Logik und der weltweiten Praxis. Darum hast du ja auch keine konkreten Argumente dagegen. Die Geschichte mit der WM-Vergabe offenbart exemplarisch einen der Schwachpunkte von Repräsentativer Demokratie. Die Ländervertreter wählen das Exekutivkomitee und dieses bestimmt die WM-Vergabe. Es geht um viel. Eine beschränkte Anzahl von Leuten geben den Ausschlag. Da lässt sich gar nicht vermeiden, dass Interessenvertreter der betroffenen Parteien an die Grenzen des Erlaubten (und manchmal darüber hinaus) gehen, um diese Entscheidungsträger mit allen Mitteln auf ihre Seite zu ziehen. Und was soll «kann man nicht sagen» bedeuten? a. Es ist physikalisch unmöglich dies zu sagen b. Es ist nicht erlaubt, dies zu sagen c. Diese Ansicht habe ich zum ersten Mal gehört, ich fühl mich in meiner Bubble ganz wohl und habe keine Lust, meine zementierte Meinung zu hinterfragen d. Ich habe keine Argumente e. Ich habe keine Zeit zu antworten
likaviMitglied
21.01.2022, 08:52 · #22
Beiträge: 1'302
1. Katar ist im fussballbegeisterten Maghreb und im nahen Osten aufgrund seiner Aussenpolitik unbeliebt bis verhasst. Der überwiegende Teil der arabischen Welt fühlt sich diesbezüglich also null vertreten. Aufgrund dieser Isolierung haben sie den Fussball als aussenpolitisches Instrument gewählt So schwarz/weiss ist es nicht. Im Nahen Osten ist im letzten Jahrzehnt einiges in Bewegung geraten. Wenn alles wirklich so festgefahren wäre, dann würde Fussball als eher «weiches» aussenpolitisches Instrument nichts bringen. Die Frage ist natürlich: gabs irgendwann mal eine WM, wo sich eine ganze Region dadurch vertreten gefühlt hat? Fühlen sich zum Beispiel die Argentinier durch eine WM in Brasilien vertreten? Oder die Schweizer durch eine WM in Italien? Die Kasachen durch eine WM in Russland? Es geht wohl eher darum, dass der Rest der Fussballwelt durch eine WM in einer bestimmten Region diese ebenfalls als Teil der Fussballfamilie wahrnimmt und sich nicht alles nur auf Westeuropa fokussiert. 2. Dieser UEFA vs. FIFA Posse tangiert den Masterplan der Kataris nicht wirklich. Ist ja letztlich nur ein Verteilkampf von 2 Verbänden, wer das grössere Stück des Fussball-Kuchens erhält. In beiden Organisationen sind sie bestens vernetzt und können mit ihren Petro-Dollars Regeln umgehen und verletzten (PSG, WM-Vergabe etc.). Ist so. Das sind zwei voneinander unabhängige Themen. 3. Die Hoffnung, dass eine reformierte FIFA den Fussball rettet, halte ich für reichlich naiv. Seit Infantino an der Macht sind viele Bemühungen zu mehr Compliance und Transparenz aktiv sabotiert worden. Ihr habt ja die 1-Landesverband-1-Stimme-Problematik schon erwähnt. Viele dieser Länder haben kaum eine Fussballinfrastruktur, werden aber laufend mit nicht zweckgebunden Millionen alimentiert, wobei viele Fälle dokumentiert sind, wo dieses Geld in dubiosen Kanälen verschwindet. Und jetzt erklär mir, wieso gerade die Typen, die sich in der Vergangenheit ungeniert selbst bereichern konnten, jemand Wählen sollen, der dieses korrumpierte System abschafft? Wer innerhalb der FIFA auf dieses Missstände aufmerksam macht, wird durch inkompetente Ja-Sager ersetzt, so geschehen mit Eckert und Borbely, die aus der Ethikkommission geschmissen wurden. Ich finde es reichlich naiv, zu glauben, so etwas wie eine «Ethikkommission» sei ein neutrales Gremium, nur weil sie «Ethikkommission» heisst. Solche Gremien waren in der Weltgeschichte sowohl in Organisationen wie in Staaten immer Instrumente von Oppositionellen, um die aktuellen Machthaber zu stürzen und selbst die Macht zu übernehmen – und dann als eine der ersten Amtshandlungen die «Ethikkommission» still und heimlich zu beerdigen. Wenn man einer solchen Kommission wenig Kompetenzen gibt, ist sie zahnlos. Wenn man ihr viele Kompetenzen gibt, dann wird sie zum Königsmacher und damit selbst zur neuen Regierung. Den Machthaber, der eine solche Kommission nicht bewusst oder unbewusst versucht, wenn nicht aktiv zu torpedieren, so zumindest zu isolieren oder ignorieren, gibt es nicht. Und wenn es ihn gibt, dann ist er sehr naiv. Wo Geld verteilt wird, verschwindet dieses manchmal auch und in gewissen Ländern passiert das regelmässiger als in anderen. Das ist auf keinste Art und Weise ein FIFA-spezifisches Problem, sondern eines von allen, wirklich allen (!) Globalen Organisationen. Der Fussball hat einfach eine extrem hohe mediale Aufmerksamkeit und darum kommt alles in die internationalen News, was ansonsten ein lokales oder organisationsinternes Thema bleiben würde. Darum muss man aber noch lange nicht populistisch gleich die ganze Organisation oder das ganze System als durchwegs «korrumpiert» bezeichnen. Nur weil es einzelne «schwarze Schafe» gibt, heisst das noch lange nicht, dass man einer Organisation ihre gesamte Leistung und Errungenschaften absprechen muss, die sie auch heute weltweit leistet. Die perfekte Welt, die perfekte Organisation, das perfekte System, den perfekten Menschen gibt es nicht. Die Frage ist nur, was ist besser. Und um diese Frage zu beantworten, muss man konkrete Alternativen präsentieren und dann miteinander vergleichen. Ich persönlich finde es sehr wichtig für die Zukunft des Fussballs, dass er weltweit vereint bleibt, auf einer demokratischen Basis. Dafür gibt es mit der FIFA bereits die passende Struktur. Unter der Ägide der FIFA hat sich der Fussball zum wohl erfolgreichsten Massenphänomen der Weltgeschichte entwickelt. Und das obwohl auch in der Vergangenheit nicht alles immer koscher ablief. Als die FIFA ihre Tätigkeit begann, war Fussball eine belächelte Randsportart. Ohne die FIFA wäre keiner von uns Fussballfan geworden. Es gibt die ewige Verlockung der «einfachen Lösung»: Struktur zerschlagen und neu errichten. Mit der naiven Vorstellung, es würde dadurch automatisch alles besser. Dabei ist die Folge davon in der Regel, dass man vieles was gut ist, kaputt macht, und was schlecht ist, noch verstärkt. Denn der Boden aus dem die neue Struktur entsteht ist immer noch derselbe, auf dem auch die alte Struktur stand. Es wurden einzig über Jahrzehnte mühsam erkämpfte detaillierte Mechanismen des Ausgleichs, der Inklusion und der Zusammenarbeit mit der alten Struktur über Bord geworfen. Die einzige Art und Weise wie etwas nachhaltig besser werden kann, ist, wenn es in kleinen Schritten verbessert und angepasst wird. Auch das sollten wir mittlerweile langsam aus der Geschichte gelernt haben. Würde eine Weltliga unter der FIFA mit Auf-/Abstieg die Korruption in gewissen Ländern auslöschen? Natürlich nicht. Aber es würde nach meiner Einschätzung dem Fussball weltweit eine bessere Zukunft bescheren, als diejenige, welche sich zuletzt teilweise abgezeichnet hat. Da halte ich es noch für realistischer, dass eine "Koalition der kleinen Anständigen" Landesverbände die UEFA von innen heraus reformiert. Aber die sind ja auch auf die Brotkrümel angewiesen, die ihnen von den Katar-Milliarden noch übrig bleiben, darum muckt man lieber nicht zu fest auf. Wenn du die letzte Europacup-Reform ansprichst: davon haben die Kleinen am meisten profitiert. Die Grossen haben ein bisschen profitiert. Verlierer waren die mittelgrossen Länder wie die Schweiz. Und gegen die vielen Kleinen und die paar Grossen sind die Mittleren halt in der Minderheit. Jeder schaut in erster Linie auf sich selbst und darum hat die letzte Europacupreform bei uns in der Schweiz einen so schlechten Ruf. Wenn wir etwas über den Tellerrand schauen würden, dann würden wir uns für Luxemburg, Estland, Island oder Montenegro freuen. Deren Meister haben neu bei guten Leistungen realistische Chancen, bis im Dezember Europacupspiele austragen zu dürfen und nicht jedes Jahr schon Ende Juni / Anfangs Juli rauszufliegen, bevor die Saison überhaupt begonnen hat. 4. Mann muss ja nicht das Gefühl haben, dass Katar wegen dieser WM sein Kafala-System abschafft. Bis zur WM werden noch bestmöglich Imagemakulaturen vorgenommen, danach wird wieder vieles beim Alten sein. Es ist wichtig und legitim, die WM-Vergabe immer wieder zu thematisieren und zu kritisieren. Nicht einmal um eine nachhaltige Verbesserung der Menschenrechte zu erreichen (unrealistisch!), sondern nur schon um all den Funktionären ein Signal zu senden, dass sie in ihren Ämtern keine Narrenfreiheit geniessen und durchaus mit Gegendruck und Reputationsverlust, vielleicht sogar mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Man kann das machen, aber was für ein Signal das wirklich sendet, bin ich nicht so sicher. Nehmen wir an, aus dem FIFA-Exekutivkomitee haben ein Mariano Araneta von den Philippinen, ein Du Zhaocai aus der Volksrepublik China oder ein Mamoutou Touré aus Mali für Katar gestimmt. Was kommt bei denen als Message an? Vielleicht dies: «Die USA haben eine Fussball-WM nicht erhalten, die sie unbedingt haben wollten und dann wie immer alle Hebel in Gang gesetzt um diesen Verrat zu bestrafen. Weil sie es können. Dabei haben uns die USA genauso zu bestechen versucht, wie Katar. Sie waren damit aber nicht erfolgreich. Katar hingegen konnte drei unserer Kollegen «überzeugen». Nicht nur wegen dem Geld. Nur die USA haben ein Justizministerium, dessen Macht über die eigenen Landesgrenzen hinausreicht. Daher die Strafverfolgungen in fremden Ländern. Ausserdem haben die westlichen Länder ihr Fussvolk mobilisiert, welches gegen die WM in Katar demonstriert. USA-freundliche Sender wie die deutsche ARD machen gegen Katar Stimmung. Voraussehbar. Sie haben ihr Zeichen gesetzt und die WM 2026 dann zugesprochen erhalten. Der Westen kann halt seine Macht immer noch häufig durchsetzen. Er versucht auch uns seine Wertvorstellungen, Wirtschafts- und politischen Systeme aufs Auge zu drücken. Aber der Westen gewinnt nicht immer. Die WM 2022 findet in Katar statt.»
dennisovMitglied
21.01.2022, 10:33 · #23
Beiträge: 5'501
Ok, dann nimmt schon noch wunder aus welcher Perspektive das Regierungssytem in Katar nicht rückständig ist? Aus katarischer Perspektive zum Beispiel? Natürlich dominiert immer noch die USA die Welt und damit auch die aktuelle amerikanische Definition von Fortschrittlichkeit und Rückständigkeit. Sollte die ökonomische US-Dominanz in nächster Zeit aber in Frage gestellt werden, dann werden auch die entsprechenden Wertvorstellungen nicht mehr dominieren. Gewisse Dinge, die heute als fortschrittlich gelten, werden dann von der Weltmehrheit als rückständig angesehen werden, und einiges (nicht alles) was im heutigen westlichen Wertekanon als fortschrittlich gilt, wird als rückständig /dekadent / unmoralisch betrachtet werden. Ich hoffe nicht, dass Demokratie da dazugehören wird, aber auszuschliessen ist es nicht. Meine Güte, da fehlen mir schlicht die Worte, wenn ich so einen Chabis lese. Wenn Frauen keine Rechte haben und Sklaverei betrieben wird, ist das also nur aus westlicher Sicht rückständig /dekadent / unmoralisch- was für ein Idiot.
josipMitglied
21.01.2022, 12:13 · #24
Beiträge: 478
Ok, dann nimmt schon noch wunder aus welcher Perspektive das Regierungssytem in Katar nicht rückständig ist? Aus katarischer Perspektive zum Beispiel? Natürlich dominiert immer noch die USA die Welt und damit auch die aktuelle amerikanische Definition von Fortschrittlichkeit und Rückständigkeit. Sollte die ökonomische US-Dominanz in nächster Zeit aber in Frage gestellt werden, dann werden auch die entsprechenden Wertvorstellungen nicht mehr dominieren. Gewisse Dinge, die heute als fortschrittlich gelten, werden dann von der Weltmehrheit als rückständig angesehen werden, und einiges (nicht alles) was im heutigen westlichen Wertekanon als fortschrittlich gilt, wird als rückständig /dekadent / unmoralisch betrachtet werden. Ich hoffe nicht, dass Demokratie da dazugehören wird, aber auszuschliessen ist es nicht. Meine Güte, da fehlen mir schlicht die Worte, wenn ich so einen Chabis lese. Wenn Frauen keine Rechte haben und Sklaverei betrieben wird, ist das also nur aus westlicher Sicht rückständig /dekadent / unmoralisch- was für ein Idiot. DonU wurde m.W. gesperrt, weil er im Trump-Thread angeblich überborderte. Dennisov beleidigt seit Jahren sämtliche Personen, welche seine linksextreme Weltanschauung nicht teilen. Wird da mit zweierlei Mass gemessen, Admins?
Yekini_RIPMitglied
21.01.2022, 13:08 · #25
Beiträge: 4'806
Ok, dann nimmt schon noch wunder aus welcher Perspektive das Regierungssytem in Katar nicht rückständig ist? Aus katarischer Perspektive zum Beispiel? Natürlich dominiert immer noch die USA die Welt und damit auch die aktuelle amerikanische Definition von Fortschrittlichkeit und Rückständigkeit. Sollte die ökonomische US-Dominanz in nächster Zeit aber in Frage gestellt werden, dann werden auch die entsprechenden Wertvorstellungen nicht mehr dominieren. Gewisse Dinge, die heute als fortschrittlich gelten, werden dann von der Weltmehrheit als rückständig angesehen werden, und einiges (nicht alles) was im heutigen westlichen Wertekanon als fortschrittlich gilt, wird als rückständig /dekadent / unmoralisch betrachtet werden. Ich hoffe nicht, dass Demokratie da dazugehören wird, aber auszuschliessen ist es nicht. Meine Güte, da fehlen mir schlicht die Worte, wenn ich so einen Chabis lese. Wenn Frauen keine Rechte haben und Sklaverei betrieben wird, ist das also nur aus westlicher Sicht rückständig /dekadent / unmoralisch- was für ein Idiot. DonU wurde m.W. gesperrt, weil er im Trump-Thread angeblich überborderte. Dennisov beleidigt seit Jahren sämtliche Personen, welche seine linksextreme Weltanschauung nicht teilen. Wird da mit zweierlei Mass gemessen, Admins? Zum Glück...Linke sind auch Gut(e) Menschen...
Forza1896Mitglied
21.01.2022, 13:14 · #26
Beiträge: 861
Mal eine Frage an alle in diesem Thread - und ich will die tolle "Diskussion" nicht stören - aber entfernen wir uns nicht gerade von der WM 2022 in Katar? Fakt ist, die WM 2022 ist in Katar - das Land präsentiert sich nach außen hin toll, mit viel Geld, kauft sich Sympathien und darf (egal wie sie zu den Stimmen gekommen sind) eine Fussball WM im Winter austragen, die für viele Fragezeichen und Abneigung (meiner Meinung nach zurecht) sorgt. Und es soll jetzt bitte keiner kommen mit "und in dem Land ist es auch so beschissen"... ja wissen wir alle! Aber es geht um Fussball und die WM... und das ist eben nicht in den USA, sondern in Katar. Eine WM die in diesem Land einfach nichts verloren hat und "stinkt", weil ein ganz schlimmes System verdeckt gehalten wird und sich Katar den Fussball zu Nutzen macht und sich als "ach so tolles Land" präsentiert.
johnnyMitglied
21.01.2022, 14:41 · #27
Beiträge: 1'441
Ich kann eure Bedenken durchaus nachvollziehen und teile eure Meinung, dass dieser Schurkenstaat niemals zu einer WM hätte kommen sollen. Aber wie geht ein wahrer Fussballfan nun damit um? Einfach TV ausschalten? Und wenn Deutschland gegen die Schweiz im Finale steht, schaust du auch nicht, Forza? No offence, nimmt mich wirklich Wunder.
Forza1896Mitglied
21.01.2022, 15:00 · #28
Beiträge: 861
Ich kann eure Bedenken durchaus nachvollziehen und teile eure Meinung, dass dieser Schurkenstaat niemals zu einer WM hätte kommen sollen. Aber wie geht ein wahrer Fussballfan nun damit um? Einfach TV ausschalten? Und wenn Deutschland gegen die Schweiz im Finale steht, schaust du auch nicht, Forza? No offence, nimmt mich wirklich Wunder. Du hast es erfasst. Ich schaue keines der Spiele und auch bei einem WM Final Deutschland gegen die Schweiz. Ich weiß, dass trotzdem viele schauen werden, da einige Urlaub haben und halt auch Fans sind und die eigene Nation (egal wo die WM ist) sehen wollen. Und früher, als ich mich weniger mit dem ganzen Thema (auch aufgrund des alters) beschäftigt habe, hätte ich es angeschaut. Aber das ist nicht der Fussball den ich mag, den ich liebe und den ich voll unterstütze und unterstützen kann. Aber das ist nur meine Einstellung - ich sage nicht, dass die für alle richtig ist oder zeige mit dem Finger auf Leute die sagen "geil WM lass uns schauen". Es läuft nebenzu noch Fussball in Liga 4 in DE mit tollen Stadien und spielen, da wird dann halt geschaut oder eben Eishockey. Aber definitiv keine WM in Katar. Und nochmal: ich weiß / wir wissen alle wie groß der Kommerz im Fussball ist. Wir wissen alle, dass ohne Geld hier nichts möglich ist und Erfolg hat auch von Geld kommt. Es gibt immer wieder einige Vereine die mal ein geiles Jahr haben und mit wenigen finanziellen Mitteln viel erreichen, aber das ist halt leider eine Ausnahme. Was aber noch hinzu kommt (und wahrscheinlich gab es das schon länger) und jetzt mehr medial präsent ist, ist das zeigen von (politischer) Macht durch den Fussball. Das sorgt natürlich für zusätzlichen Ärger unter Fans. Die Message die ankommt ist weiter "Der Fussball wird missbraucht, für politische und machthaberische Zwecke". Und natürlich darf man nicht nur Katar hier kritisch sehen und die WM. Aber wie schon geschrieben - die WM ist in Katar und Katar polarisiert. Und meine Hauptfrage bleibt: wie kann man zeigen, dass es uns Fans nicht egal ist was da passiert? Wie können wir kleinen Fans / die Leute die das alles noch feiern und finanziell unterstützen sollen denen da oben zeigen, dass sie so nicht mit dem Fussball und uns umgehen können? Wie können Leute aufgeweckt werden um zu zeigen wie schlecht die Zustände dort in Katar wirklich sind und dies nicht das Paradies ist wo jetzt auch noch einen tollen WM Gastgeber spielt. I know - die Fragen sind schwierig zu beantworten... vllt. lacht der ein oder andere oder denkt sich "was sind das für beschissene Fragen".
Don UrsuloMitglied
23.01.2022, 13:45 · #29
Beiträge: 10'541
Ok, dann nimmt schon noch wunder aus welcher Perspektive das Regierungssytem in Katar nicht rückständig ist? Aus katarischer Perspektive zum Beispiel? Natürlich dominiert immer noch die USA die Welt und damit auch die aktuelle amerikanische Definition von Fortschrittlichkeit und Rückständigkeit. Sollte die ökonomische US-Dominanz in nächster Zeit aber in Frage gestellt werden, dann werden auch die entsprechenden Wertvorstellungen nicht mehr dominieren. Gewisse Dinge, die heute als fortschrittlich gelten, werden dann von der Weltmehrheit als rückständig angesehen werden, und einiges (nicht alles) was im heutigen westlichen Wertekanon als fortschrittlich gilt, wird als rückständig /dekadent / unmoralisch betrachtet werden. Ich hoffe nicht, dass Demokratie da dazugehören wird, aber auszuschliessen ist es nicht. Meine Güte, da fehlen mir schlicht die Worte, wenn ich so einen Chabis lese. Wenn Frauen keine Rechte haben und Sklaverei betrieben wird, ist das also nur aus westlicher Sicht rückständig /dekadent / unmoralisch- was für ein Idiot. DonU wurde m.W. gesperrt, weil er im Trump-Thread angeblich überborderte. Dennisov beleidigt seit Jahren sämtliche Personen, welche seine linksextreme Weltanschauung nicht teilen. Wird da mit zweierlei Mass gemessen, Admins? Zum Glück...Linke sind auch Gut(e) Menschen... Wie so ein Tiefflieger überhaupt in einer Partei aufgenommen wird, ist mit ein ewiges Rätsel ... einmal mehr Yekini mit der dümmsten aller möglichen Antworten ...
DieterMitglied
23.01.2022, 14:24 · #30
Beiträge: 9'298
Ok, dann nimmt schon noch wunder aus welcher Perspektive das Regierungssytem in Katar nicht rückständig ist? Aus katarischer Perspektive zum Beispiel? Natürlich dominiert immer noch die USA die Welt und damit auch die aktuelle amerikanische Definition von Fortschrittlichkeit und Rückständigkeit. Sollte die ökonomische US-Dominanz in nächster Zeit aber in Frage gestellt werden, dann werden auch die entsprechenden Wertvorstellungen nicht mehr dominieren. Gewisse Dinge, die heute als fortschrittlich gelten, werden dann von der Weltmehrheit als rückständig angesehen werden, und einiges (nicht alles) was im heutigen westlichen Wertekanon als fortschrittlich gilt, wird als rückständig /dekadent / unmoralisch betrachtet werden. Ich hoffe nicht, dass Demokratie da dazugehören wird, aber auszuschliessen ist es nicht. Meine Güte, da fehlen mir schlicht die Worte, wenn ich so einen Chabis lese. Wenn Frauen keine Rechte haben und Sklaverei betrieben wird, ist das also nur aus westlicher Sicht rückständig /dekadent / unmoralisch- was für ein Idiot. DonU wurde m.W. gesperrt, weil er im Trump-Thread angeblich überborderte. Dennisov beleidigt seit Jahren sämtliche Personen, welche seine linksextreme Weltanschauung nicht teilen. Wird da mit zweierlei Mass gemessen, Admins? Zum Glück...Linke sind auch Gut(e) Menschen... Wie so ein Tiefflieger überhaupt in einer Partei aufgenommen wird, ist mit ein ewiges Rätsel ... einmal mehr Yekini mit der dümmsten aller möglichen Antworten ... Immer schön andere beleidigen, aber wehe es haut einem bezüglich deinem provokativen Auftreten wieder mal den Nuggi raus
Avatar von DaveDaveMitglied
24.01.2022, 06:54 · #31
Beiträge: 8'210
Zum Glück...Linke sind auch Gut(e) Menschen... Bist du nicht der Steuerbeamte, welcher sich am 1. Mai aufregt, weil die Leute das internationale Arbeiterlied nicht mehr kennen? :-)
«Wenn jemand sagt, der FCZ sei kein Spitzenklub, habe ich Mühe, weiterzudiskutieren.» Ancillo Canepa
Yekini_RIPMitglied
24.01.2022, 07:35 · #32
Beiträge: 4'806
Zum Glück...Linke sind auch Gut(e) Menschen... Bist du nicht der Steuerbeamte, welcher sich am 1. Mai aufregt, weil die Leute das internationale Arbeiterlied nicht mehr kennen? :-) Steuerbeamter ja aber bitte keine Klischees...denn der 1. Mai war bei uns im ultra konservativen Kanton leider noch nie ein Feiertag... ;-P apropos Steuerbeamte https://www.20min.ch/story/zuercher-ste ... 5796596849 Hat zwar alles nichts mit der WM in Katar zu tun...;-) daher noch mein Final Tip, es ist Zeit für das Duell Brasilien - Argentinien
TitaniumMitglied
27.01.2022, 08:51 · #33
Beiträge: 4'800
Mit dem heutigen Spiel Ecuador - Brasilien beginnt die 15. und 4.letzte Südamerika Quali-Runde. Die weiteren Spiele:
  • Paraguay : Uruguay
  • Chile : Argentinien
  • Kolumbien : Peru
  • Venezuela : Bolivien
1./2. Februar findet dann die 16. Runde statt. Brasilien und Argentinien sind schon qualifiziert. Ecuador als überraschender Dritter hat 6 Zähler Vorsprung (23 P.) auf Kolumbien und Peru (17). Dann folgen mit einem Punkt weniger Chile und Uruguay (16). Bolivien hat 15 Punkte, Paraguay 13. Venezuela ist abgeschlagen Letzter. Gibt eine hochgradig spannende Runde!
Avatar von neineineineiMitglied
27.01.2022, 10:21 · #34
Beiträge: 2'322
https://www.workzeitung.ch/2021/12/ein- ... n-schaden/ Die work-Zeitung erklärt, warum ein Boykott aus Sicht der Gastarbeiter kontraproduktiv ist. Ich hab es noch nicht gelesen, daher vorerst keine Einordnung von mir.
I‘d like to nominate my partner, Frank Poncerello.
Yekini_RIPMitglied
27.01.2022, 10:30 · #35
Beiträge: 4'806
Mit dem heutigen Spiel Ecuador - Brasilien beginnt die 15. und 4.letzte Südamerika Quali-Runde. Die weiteren Spiele:
  • Paraguay : Uruguay
  • Chile : Argentinien
  • Kolumbien : Peru
  • Venezuela : Bolivien
1./2. Februar findet dann die 16. Runde statt. Brasilien und Argentinien sind schon qualifiziert. Ecuador als überraschender Dritter hat 6 Zähler Vorsprung (23 P.) auf Kolumbien und Peru (17). Dann folgen mit einem Punkt weniger Chile und Uruguay (16). Bolivien hat 15 Punkte, Paraguay 13. Venezuela ist abgeschlagen Letzter. Gibt eine hochgradig spannende Runde! Vielleicht schafft es ja als grosse Überraschung Bolivien wieder mal. Mit den Heimspielen auf der Höhe von ca. 3600m evtl. sogar machbar und falls sie in Venezuela gewinnen haben sie wirklich gute Chancen zumindest auf den Barrageplatz.
LemieuxMitglied
27.01.2022, 10:33 · #36
Beiträge: 1'339
https://www.workzeitung.ch/2021/12/ein-wm-boykott-wuerde-den-arbeitern-schaden/ Die work-Zeitung erklärt, warum ein Boykott aus Sicht der Gastarbeiter kontraproduktiv ist. Ich hab es noch nicht gelesen, daher vorerst keine Einordnung von mir. Es gibt Stimmen, die einen Boykott der Fussball-WM fordern. Etwa die Schweizer Juso. Was würde das den ­Arbeitenden bringen? Nichts. Die Arbeitenden selbst sagen, ihnen würde ein Boykott schaden. Ich denke, das muss uns alle daran erinnern, dass wir zuhören sollten, bevor wir Forderungen lancieren. Das ist der Teil aus dem Artikel über den Boykott. Mehr steht nicht darüber.
Avatar von neineineineiMitglied
27.01.2022, 11:33 · #37
Beiträge: 2'322
https://www.workzeitung.ch/2021/12/ein-wm-boykott-wuerde-den-arbeitern-schaden/ Die work-Zeitung erklärt, warum ein Boykott aus Sicht der Gastarbeiter kontraproduktiv ist. Ich hab es noch nicht gelesen, daher vorerst keine Einordnung von mir. Es gibt Stimmen, die einen Boykott der Fussball-WM fordern. Etwa die Schweizer Juso. Was würde das den ­Arbeitenden bringen? Nichts. Die Arbeitenden selbst sagen, ihnen würde ein Boykott schaden. Ich denke, das muss uns alle daran erinnern, dass wir zuhören sollten, bevor wir Forderungen lancieren. Das ist der Teil aus dem Artikel über den Boykott. Mehr steht nicht darüber. Der Rest ist über die Veränderungen für die Arbeitnehmenden und andere Kontextualisierungen. Das gehört alles zusammen, ist ja schliesslich nicht die 20min ;)
I‘d like to nominate my partner, Frank Poncerello.
TitaniumMitglied
27.01.2022, 12:07 · #38
Beiträge: 4'800
Wie bei Peking 2022 sehe ich auch hier bei Katar 2022 keinen Sinn eines Boykotts. Wenn schon, dann muss man bei der Vergabe entsprechend handeln und nicht erst rund ein Jahr vor dem Anlass.
LemieuxMitglied
27.01.2022, 12:16 · #39
Beiträge: 1'339
https://www.workzeitung.ch/2021/12/ein-wm-boykott-wuerde-den-arbeitern-schaden/ Die work-Zeitung erklärt, warum ein Boykott aus Sicht der Gastarbeiter kontraproduktiv ist. Ich hab es noch nicht gelesen, daher vorerst keine Einordnung von mir. Es gibt Stimmen, die einen Boykott der Fussball-WM fordern. Etwa die Schweizer Juso. Was würde das den ­Arbeitenden bringen? Nichts. Die Arbeitenden selbst sagen, ihnen würde ein Boykott schaden. Ich denke, das muss uns alle daran erinnern, dass wir zuhören sollten, bevor wir Forderungen lancieren. Das ist der Teil aus dem Artikel über den Boykott. Mehr steht nicht darüber. Der Rest ist über die Veränderungen für die Arbeitnehmenden und andere Kontextualisierungen. Das gehört alles zusammen, ist ja schliesslich nicht die 20min ;) Ich hab nur nicht ganz verstanden in welchem Bezug ein Boykott den Arbeitenden schaden soll?
Forza1896Mitglied
27.01.2022, 12:23 · #40
Beiträge: 861
https://www.workzeitung.ch/2021/12/ein-wm-boykott-wuerde-den-arbeitern-schaden/ Die work-Zeitung erklärt, warum ein Boykott aus Sicht der Gastarbeiter kontraproduktiv ist. Ich hab es noch nicht gelesen, daher vorerst keine Einordnung von mir. Toller Bericht. Aber ändert nichts an dem ganzen Sachverhalt / System dort. Schöne Aussage auf die Frage was sich gebessert / verändert hat von ihr: Immer noch viel zu wenig! Aber für viele eben doch mehr als bisher. Ja es wurde auf Druck der Medien, Organisationen und vieler Menschen Verbesserungen auf dem Papier für Arbeiter erreicht und zum Teil in die Realität umgesetzt. Aber diverse Berichte (unabhängig vom Sender und Reporter / dem Förderer des Berichts) zeigen, dass dies halt nur ein kleiner Teil der Arbeiter betrifft, welche hier Besserungen erfahren haben. Das Kafala System wird trotzdem ausgelebt und die Arbeiter dürfen immer noch nicht den Arbeitgeber frei wählen oder wieder in ihre Heimat zurück - geschweige denn es gibt eine durchwegs gerechte Bezahlung. Aber wie schon mal geschrieben, dass Kind ist schon lange in den Brunnen gefallen. Zum Thema: WM soll nicht boykottiert werden. Richtig, die Arbeiter haben nichts davon - weder von einem Boykott noch von einer Teilnahme. Glaubt wirklich einer, dass die Arbeiter was abbekommen von einer tollen WM?? Die reichen werden noch reicher und die mächtigen Leute, welche ein System aufrecht erhalten das abscheulich ist, werden mächtiger / zeigen eine tollen "Scheinwelt" - "ach was ist Katar nur für ein toller Gastgeber". Jeder kann für sich entscheiden, ob er die WM verfolgt oder nicht. Ob er hinreißt und Geld zahlt usw. Aber jeder darf auch persönlich entscheiden, ob er das ganze toll findet oder eben nicht. Ein Vorteil hat die WM vllt. - nämlich, dass das Kafala System mehr in die Kritik geraten ist und das ganze hässliche System dort in Katar mehr in Hinterfragt und hoffentlich jetzt geändert wird. Ohne die WM / den medialen Aufschwung durch eben die WM wäre es wohl (und so bestätigen es einige Reporter) noch immer so weiter geführt worden - OHNE das sich was ändert. Frage ist aber, wie viel hat sich wirklich geändert? können wir natürlich alle nicht 100% einschätzen. Betrachtet man die offiziellen schöne Berichte, mit Reporter die eingeladen werden von Katar um die "Verbesserungen zu filmen" vs. den Berichten, wenn unter Verbot gedreht wird, dann geht die Tendenz zu "viel hat sich nicht geändert". Wie gesagt, jeder kann selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Der Kern des Problems ist doch, dass es hohe / mächtige Leute dort gibt, die so ein System führen und mit diesem seit Jahrzehnten durchkommen und es auf dem Rücken armer Menschen (die mit Hoffnung auf ein besseres Leben nach Katar kommen) austragen. Und gefördert von diesem System (Stadionbau usw.) wird eine WM ausgetragen, der Millionen von Menschen zujubeln und sich freuen sollen, was Katar für ein toller Gastgeber ist. NEIN DANKE!! Der Zirkus der vorgespielt wird dort - der braucht keine zusätzliche Unterstützung und Beschönigung der Umstände. Was kannst als kleiner Mann / kleine Frau machen gegen die großen? erstmal nichts... dir selber ne Meinung bilden zu dem Thema (auch hier gesagt - vllt. liege ich ja falsch, deshalb ja auch eine Diskussion) und den großen durch Abneigung in Form von "Meine Aufmerksamkeit bekommt ihr zu diesem Theater nicht" zeigen, dass die Situation so nicht einfach hingenommen werden darf. Weder Medial noch vor Ort (meine Meinung). Was große mediale Aufmerksamkeit erfahren darf ist das kritische Hinterfragen der Menschenrechte und der Umstände - hier sind wir aber schon nicht mehr bei der WM oder dem Fussball selbst.
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