Medienberichte / Kommentare

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GlaronaMitglied
15.04.2016, 06:43 · #1'681
Beiträge: 13'396
http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/das-koennte-den-fussball-auf-den-kopf-stellen/story/12848792 Interresant aber irgendwie auch widersprüchlich. Hängt das ganze nicht schlussendlich an der Lohnforderung eines Spieler fässt? Ich glaube ohne Transfersummen, werden die Lohnkosten explodieren. Für einen Verein wie der FCZ der sich bis jetzt an den Transfers nicht gerade geschickt angestellt hat, würde diese neue Regelung sicher in die Karten spielen. Keine Ablöse mehr zahlen aber dafür hat man mehr Spielraum bei den Löhnen.
fischbachMitglied
15.04.2016, 07:33 · #1'682
Beiträge: 2'951
http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/das-koennte-den-fussball-auf-den-kopf-stellen/story/12848792 Interresant aber irgendwie auch widersprüchlich. Hängt das ganze nicht schlussendlich an der Lohnforderung eines Spieler fässt? Ich glaube ohne Transfersummen, werden die Lohnkosten explodieren. Für einen Verein wie der FCZ der sich bis jetzt an den Transfers nicht gerade geschickt angestellt hat, würde diese neue Regelung sicher in die Karten spielen. Keine Ablöse mehr zahlen aber dafür hat man mehr Spielraum bei den Löhnen. Arbeitsrechtlich sicher ein berechtigte und interessante Forderung. Andererseits denke ich, dass Glaronas Argument Clubs wie dem FCZ genau nicht in die Karten spielen wird. Sollten bei einem solchen Entscheid anschliessend die Löhne massiv steigen wie auch die Prämien an Spieler und/oder Berater bei Vertragsabschluss, würde das ein höheres Budget für den FCZ bedeuten. Zudem ist es wohl bei allen CH-Clubs so, dass sie im Normalfall mehr Transfereinnamen (Spieler ins Ausland) den -ausgaben generieren. Dieser Budgetposten zur möglichen Deckung der Defizite würde weg fallen.
GooseMitglied
21.04.2016, 08:35 · #1'683
Beiträge: 2'028
Aus der heutigen NZZ.. Bayern bevorzugt von Claudia Rey 20.4.2016, 13:24 Uhr Ein Fehlentscheid des Schiedsrichters verhilft den Bayern gegen Werder Bremen zum Sieg. Das ist kein Zufall. Eine Studie zeigt, dass Spitzenteams in der Bundesliga bevorteilt werden. Immer auf die Kleinen. Was am Stammtisch längst als Tatsache gilt, wollen Forscher der Frankfurt School of Finance and Management nun statistisch belegt haben. Sie veröffentlichten am Dienstag eine Studie, die zeigt, dass Spitzenteams von den Schiedsrichtern bevorteilt werden. Und weil sich das Leben manchmal bitterböse Witze erlaubt, entschied nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung ein Fehlentscheid zugunsten der Bayern den Pokal-Halbfinal gegen Werder Bremen. Arturo Vidal war theatralisch durch den Strafraum geflogen. Der Schiedsrichter gab Elfmeter, und Thomas Müller verwandelte zur vorentscheidenden 2:0-Führung. Später entlarvte die TV-Aufzeichnung, dass Vidal vom heranbrausenden Gegenspieler überhaupt nicht berührt worden war. «Das war nah dran an einem Foul, aber es war kein Foul. Reinmachen muss ich den Elfmeter trotzdem», kommentierte Müller nach dem 2:0-Sieg der Bayern. Kleine Teams deutlich benachteiligt Hat sich der Schiedsrichter vom Bayern-Bonus zum Fehlentscheid verleitet lassen? Ja, glauben die Frankfurter Forscher. Sie sind sicher, dass die Bayern bevorteilt werden: «Am extremsten ausgeprägt ist der Effekt, wenn man Spiele von Bayern München betrachtet. Da explodiert er geradezu», sagte Professor Dr. Eberhard Feess der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Wenn Bayern gegen eine Mannschaft spiele, die in der «ewigen Tabelle» keinen Spitzenplatz belege, sei die Wahrscheinlichkeit, dass das schwächere Team um einen Elfmeter betrogen werde, drei Mal grösser als im statistischen Mittel. Aber auch andere Spitzenteams der Bundesliga werden laut der Studie bevorteilt: Die Wahrscheinlichkeit, dass Schiedsrichter einem schwachen Team einen berechtigten Elfmeter verweigerten, sei etwa 40 Prozent höher als bei einem Topteam, so Feess. Der gleiche Effekt lasse sich auch bei Mannschaften erkennen, für die es im Spiel um etwas gehe – beispielsweise um den Abstieg oder einen Champions-League-Platz. Keine böse Absicht Die These, dass Fehlentscheide von Schiedsrichtern sich irgendwann wieder ausgleichen, ist laut Feess falsch: «Nein, das gleicht sich nicht aus. Das ist eine systematische Verzerrung.» Böse Absicht will Feess den Schiedsrichtern nicht unterstellen. Er ist überzeugt, dass die Fehlentscheide der Schiedsrichter unbewusst passieren. Eindeutige Fehlentscheide In der Datenbank der Bundesliga sind alle Schiedsrichterentscheidungen den Kategorien «eindeutig richtig», «eindeutig falsch» oder «debattierbar» zugeordnet. «Wir haben uns bei unserer Erhebung nur auf die Kategorie ‹falsch› konzentriert», sagt Feess. In der Analyse werteten die Wissenschafter Tor- und Elfmeter-Entscheidungen zwischen 2000 und 2013/14 in allen 4248 Spielen der 1. Bundesliga aus.
ColoMitglied
01.06.2016, 05:53 · #1'685
Beiträge: 1'473
Gewalt und antisemitische Parolen: Ein Insider aus der Dortmunder Hooligan-Szene berichtet http://www.watson.ch/!793746993?utm_med ... e-tracking Was willst du uns damit sagen? Du weisst wohl selbst wieviel du auf solche "Insider Interview" geben kannst....
tamtam3000Mitglied
01.06.2016, 07:09 · #1'686
Beiträge: 288
Was wollen Sie mit dem FC Wohlen holen? Fast zu schön, um wahr zu sein: Monquez Alyousef kauft den FC Wohlen und sichert dem Verein so eine Zukunft im Profifussball. «Ich habe mein Geld noch nie so sinnvoll ausgegeben», sagt er. BLICK: Herr Alyousef, Sie besitzen nun einen Schweizer Fussballklub. Warum? Monquez Alyousef: Ich sehe mich nicht in erster Linie als Besitzer, sondern als Investor. Am meisten freut mich, dass ich meiner sportbegeisterten Familie die Nachricht überbringen kann, dass wir uns nun für einen sympathischen Fussballklub engagieren. Vor allem mein 13-jähriger Sohn, der in Dubai seit ­vielen Jahren in einem Juniorenteam spielt, wird Freudensprünge machen. Vielleicht kommt seine Mannschaft mal für ein Trainingslager in die Schweiz. Oder Wohlen kommt in ein Trainingslager nach Dubai. Trainer Martin Rueda hat ja auch schon in Dubai gearbeitet. Fussball, ein teures Hobby. Mein Engagement ist überschaubar und klar geregelt, diese Investition macht mich und meine Familie glücklich. Wenn Sie das als Hobby bezeichnen: Jedes Hobby kostet Geld. Ich mache auch Motorsport. Aber Ihnen ist klar, dass man im Schweizer Fussball kein Geld verdienen kann? Das ist mir klar. Aber wir haben einen klaren und vernünftigen Plan für die nächsten Jahre. Wir träumen nicht von der Super League und nicht von der Champions League. Wir wollen diesen Verein in der Challenge League etablieren. Ich möchte etwas für diese Region und für die jungen Leute in dieser Region tun. Ohne irgendwelche geschäftliche Absichten? Ich habe hier jetzt schon viele spannende und nette Menschen kennengelernt. Ich werde meine geschäftlichen Aktivitäten teilweise auch von Genf nach Zürich verschieben. Ich sehe das Ganze auch als Businessclub. Vielleicht ergeben sich aus den Kontakten im Fussball auch geschäftliche Kontakte. Sie kennen viele einflussreiche ­Leute. Werden Sie auch Kollegen für ein Engagement im Schweizer Fussball begeistern? Das werden wir sehen. Wir suchen ja auch noch einen Trikotsponsor. Gut möglich, dass dies eine Firma eines Geschäftsfreundes übernehmen wird. Aber ansonsten halte ich mich zurück. Die operative Führung bleibt in den Händen der Woh­ler. Ich möchte diese Gemeinschaft intakt halten. Da mische ich mich nicht ein. Aber als Zuschauer kommen Sie? Wann immer es geht. Wenn möglich mit der Familie. Verstehen Sie, dass viele Leute Ihrem Engagement skeptisch gegenüberstehen? Ja. Aber diese Leute können zu mir kommen und mich kennenlernen. Ich bin ein weltoffener Mensch und halte nichts von Klischees. Warum ausgerechnet der FC Wohlen? Da ist auch Zufall und Schicksal dabei. Ich habe die Verantwortlichen kennengelernt. Und habe mich überzeugt, dass ein Engagement hier Sinn macht. Fussball mit Herz und Leidenschaft kann man auch in der Challenge League spielen. Wissen Sie, dass sich Wohlen in der neuen Saison in der stärksten Challenge League aller Zeiten beweisen muss? Ja. Genf ist dabei und jetzt auch Zürich. Das ist entweder ein ganz guter Moment oder ein schlechter Moment, um einzusteigen. Aber ich habe Vertrauen in die Verantwortlichen. Auch Ihre Frau ist im Verwaltungsrat. Macht sie die Transfers? Nein. Sie kommt zwar aus England, aber sie versteht nicht viel von Fussball. Quelle: http://www.blick.ch/sport/fussball/challengeleague/wohlen-saudi-monquez-alyousef-eine-investition-die-mich-gluecklich-macht-id5097054.html
Avatar von Tschik CajkovskiTschik CajkovskiMitglied
15.08.2016, 10:40 · #1'687
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aus der NZZ 15.8.16: Brauchen wir mehr Profis? Wachstum ohne Grenzen: In der dritthöchsten Schweizer Liga zum Beispiel gibt es Klubs mit einem Budget von über einer Million Franken. Die Entwicklung scheint unaufhaltsam – doch sie wirft Fragen auf. INSIDE/OFFSIDE Michele Coviello ⋅ Es gibt ja manche Dinge an der Schweiz, die imponieren selbst Weltmächten wie den USA. Nicht etwa das Bankgeheimnis, dagegen haben sie dort ja etwas. Aber andere Dinge, die für unsereins genauso selbstverständlich sind, wie es einst das Schweigen des Banquiers war. Die Berufslehre zum Beispiel, dieses Modell bestaunen die Amerikaner an der Schweiz, lassen es sich erklären, versuchen, es zu kopieren. Und nicht nur sie. Manch eine europäische Nation schaut ab, wie man aus dem begeisterten Töfflibueb einen gewieften Mechaniker macht, wie aus dem Schulmädchen mit 5,5 in Mathematik eine schlagfertige Kauffrau wird. Schweizer, das sind in ihren Berufen Profis, die es mit allen aufnehmen können. Wenn Sie einen Medaillenspiegel sehen wollen, in dem das weisse Kreuz auf rotem Grund ganz oben steht, dann müssen Sie jenen der Berufsolympiade «World Skills» anschauen. Wieso sollte es also im Fussball anders sein? Wir, die Profis für Profitum, wollen doch auch hier mitreden. Vielleicht geht deshalb die Professionalisierung in unserem Fussball weiter. Vielleicht. Ganz sicher ist es so, dass der König des Sports immer reicher wird – und sich immer stärker ausbreitet. Wir wissen, wie viele Milliarden durch die Premier League fliessen und wie viele Millionen selbst ihr miesestes Team für den Abstieg absahnt. Und wir wissen, dass es in Deutschland eine dritte Profiliga gibt und der übersättigte Markt seine U-23-Talente in einer eigenen Meisterschaft beschäftigen muss. Aber wie weit die Professionalisierung auch hierzulande schon fortgeschritten ist, haben wir erst richtig seit dem Abstieg des FCZ gemerkt. Nun wissen wir, dass die Challenge-League-Stadien nicht mehr bloss aus ein paar Holzlatten bestehen – das Brügglifeld einmal ausgenommen. Inzwischen sind sieben von zehn Anlagen modern. Es gibt Investoren wie in Wil, die im Privatjet anreisen und zehn Millionen auf den Tisch legen. Es gibt keine Versicherungsvertreter mehr, die sich nach Feierabend mit Dul-X einreiben und ein bisschen kicken. Diese Halbamateure sind nun in der 1. Liga Promotion engagiert. Dort gibt es Klubs mit einem Budget von mehr als einer Million, das Doppelte, mit dem vor fünfzehn Jahren ein NLB-Team funktionierte. Aber gibt es doppelt so viele Zuschauer? Braucht es wirklich mehr Profifussballer? Oder müssten wir vielleicht doch mehr Bäcker und Schlosser ausbilden?
Avatar von Tschik CajkovskiTschik CajkovskiMitglied
24.01.2017, 06:47 · #1'688
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NZZ, 24.1.2017: obergericht Der tiefe Fall eines Fussballpräsidenten Ein Italiener hält die Justiz mit zahlreichen dubiosen Geschäften und Betrügereien auf Trab lsc. ⋅ Der 60-Jährige schwankt zwischen Selbstmitleid und Reue. Als ihn der Richter nach seinem Befinden fragt, antwortet er mit einem tiefen Seufzer: «Die letzten Jahre waren die Hölle für mich.» Gleichzeitig versichert er, wie leid ihm alles tue, für die vielen Menschen, die er geschädigt habe. Für den Staatsanwalt, der ein paar Meter entfernt von ihm sitzt, ist der Mann dagegen ein «notorischer Berufskrimineller», der mehr von schauspielerischem Talent als von echter Einsicht beseelt sei. Die Bezeichnung «notorisch» hat tatsächlich ihre Berechtigung. Denn der ergraute Italiener, der am Montagmorgen in zweckmässig-bequemer Gefängnis-Kluft vor dem Zürcher Obergericht erschienen ist, beschäftigt die Justiz seit Jahren. Alles beginnt im Herbst 2005, als der angesehene Geschäftsmann und Präsident des Fussballklubs YF Juventus verhaftet wird. Als Inhaber einer Wechselstube, die gleichzeitig als Treuhand- und Reisebüro dient, so stellen die Gerichte später fest, hat er rund 1,4 Millionen Franken von gutgläubigen Landsleuten entgegengenommen. Wobei er das Geld nicht gewinnbringend anlegte, sondern für seinen Lebensunterhalt und die Tilgung alter Schulden missbrauchte, die angeblich auf einen nie geklärten Einbruch in seine Agentur zurückgehen. Vor allem aber subventionierte er damit «seinen» Fussballklub, etwa für die Begleichung von Spielersalären. Dass der Ex-Klubpräsident 2006 zu einer Freiheitsstrafe von 33 Monaten verurteilt wird, zeigt offensichtlich keine Wirkung. Vielmehr sind jetzt, mehr als zehn Jahre später, gleich drei Strafverfahren hängig. Deren Ursprünge reichen bis in die Jahre 2008/09 zurück. Damals betätigte sich der Familienvater als Geldwäscher und Kokainhändler, weshalb er 2013 zu einer Freiheitsstrafe von 41 Monaten verurteilt wurde. Wegen einer umstrittenen Berufung ist dieses Urteil jedoch noch nicht rechtskräftig. Dafür sind inzwischen zwei weitere, ebenfalls noch nicht rechtskräftige Verurteilungen wegen mehrfacher Veruntreuung dazugekommen, die erste im Februar 2016 (Strafmass: 39 Monate), die zweite im letzten Dezember (Strafmass: nochmals 10 Monate). Der Geschäftsmann delinquierte nämlich trotz mehrmals bekundeter Reue munter weiter, so dass die Strafverfolger immer wieder neue Anklagen und Nachtragsanklagen einreichen mussten. Die Veruntreuungen funktionierten nach dem alten Muster, auch die Opfer stammten vorwiegend aus der italienischen Diaspora. Obwohl die zwielichtige Vergangenheit des Geschäftsmanns durchaus für Gespräche sorgte, genoss er dort immer noch grosses Vertrauen: Bis zu seiner Verhaftung im September 2015 prellte er über 20 Kunden um mehr als 300 000 Franken. «Ich dachte wirklich, dass ich alles in den Griff bekomme», sagte er an der Verhandlung vor Obergericht, «ich wollte mich nie bereichern.» Konkret ging es am Montag um das Urteil vom Februar 2016. Der Verteidiger beantragte dem Gericht, das Verfahren bis zur Rechtskraft des Urteils aus dem Jahr 2013 zu vertagen, denn sonst drohe seinem Mandanten eine Addition verschiedener Urteile und damit eine viel zu hohe Strafe. Allenfalls sei das im Februar 2016 beschlossene Strafmass auf acht Monate bedingt herabzusetzen. Der 60-Jährige habe unter massivem Druck gehandelt, er sei von Gläubigern bedroht worden und habe keinen anderen Weg gesehen, seine Familie durchzubringen. Fazit: «Er ist kein Böser.» Der Staatsanwalt verlangte dagegen, die Strafe von 39 auf 48 Monate zu erhöhen. «Er hat nie ernsthaft versucht, aus seiner kriminellen Karriere auszusteigen», sagte er über den Beschuldigten, «das angerichtete Unheil ist ihm egal.» Das Gericht sah es etwas anders: Zwar lehnte es den Antrag des Verteidigers ab, und es erhöhte die Strafe auf 42 Monate. Dennoch attestierte es dem Italiener echte Reue. «Wir hoffen, dass Sie das durchstehen», sagte der Richter, «und dass Sie Ihren Weg wieder finden.» Bis der 60-Jährige dazu Gelegenheit hat, dürfte es jedoch noch eine Weile dauern: Sollten alle bisherigen Urteile rechtskräftig werden, müsste er fast acht Jahre im Gefängnis bleiben. Urteil SB160202 vom 23. 1. 17, noch nicht rechtskräftig.
ZhyrusMitglied
13.02.2017, 08:08 · #1'690
Beiträge: 15'719
https://www.nzz.ch/feuilleton/gewalt-in-fussballstadien-fans-werden-zur-rinderherde-ld.145120 Wieder einmal etwas Positives für den Stadionbau in Zürich. Nach diesem Artikel bekommen sicher beide Vereine ein eigenes Stadion..... Joachim Güntner ist so sehr Fussballexperte, dass er noch nicht einmal weiss, dass das Ding offiziell nicht mehr Westfalenstadion heisst.
«Auch «Bullen schlachten», grossformatig aufgezogen, gehörte zum Repertoire der Spruchbänder. Es braucht nur wenig Psychologie, um hinter den Provokationen echte Mordphantasien zu erkennen.»
Gottchen, ich hab sie schon mit Bolzenschussgerät und Machete gesehen... Ich bin eher über das "Pflastersteine auf die Bullen" (oder so ähnlich) entsetzt, weil das eine konkrete Aufforderung zur Gewalt ist, bzw. im direkten Zusammenhang mit der Eskalation vor dem Stadion steht, im Gegensatz zu "Bullen schlachten", dass ein derart überspanntes, surreales Bildnis der Ablehnung ist. In anderen Worten: Ich würde nicht mehr leben, wenn jeder, der "Tod, Hass dem BVB" oder FCZ brüllte, "echte Mordphantasien" gehegt hätte. Sagt dem Joachim nicht, dass: (a) in Dresden schon ein abgetrennter Bullenkopf auf das Grün flog (Mordfantasie umgesetzt) (b) St. Pauli Fans gegen Dresden bereits die nächste Geschmackslosigkeit zum besten gaben: "Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt - gegen den doitschen Opfermythos" Grundsätzlich sind die Aussagen des Polizeichefs, die als Intro für den Artikel her halten müssen, auch zu hinterfragen: Die Polizei selbst leistete sich meines Erachtens einen groben Schnitzer, in dem sie das Spiel nicht als Hochrisikospiel klassifiziert hat. Es waren 237 Polizisten im Einsatz im Vergleich zu 1500 eingesetzten Beamten beim Revierderby. Der Polizeichef muss also von einem völlig überraschenden Gewaltexzess reden, sonst könnte er den Vorwurf der Unterschätzung nicht in Abrede stellen.
DemokritMitglied
13.02.2017, 11:20 · #1'691
Beiträge: 5'834
«St. Pauli Fans »
Sind auch überbewertet und haben leider auch die ganz coolen Typen in ihrer Kurve. Traurig aber wahr.
ColoMitglied
15.02.2017, 08:09 · #1'692
Beiträge: 1'473
«St. Pauli Fans »
Sind auch überbewertet und haben leider auch die ganz coolen Typen in ihrer Kurve. Traurig aber wahr. Die Doppelmoral von den USP ist schon zum Kotzen
ArtemosMitglied
16.02.2017, 18:37 · #1'693
Beiträge: 1'501
Von welcher Doppelmoral sprichst du jetzt? Wie kommst du konkret auf USP?
ColoMitglied
17.02.2017, 09:33 · #1'694
Beiträge: 1'473
Von welcher Doppelmoral sprichst du jetzt? Wie kommst du konkret auf USP? Die machen sich lustig über tote Grosseltern/Zivilisten aber nehmen stetig für sich in Anspruch wie ach korrekte Menschenrechtsachtende Ultras sie doch seien, schon ziemlich wirr finde ich...
Don UrsuloMitglied
04.03.2017, 16:12 · #1'695
Beiträge: 10'541
Sportchef Bickel nach Niederlage in Wolfsberg: "Bringt nichts, jetzt hinzuhauen" – "Größter Gegner sind wir selbst" - Rapids-Sport-Geschaeftsfuehrer-Bickel-mahnt-zur-Ruhe http://derstandard.at/2000053210910/Rap ... he?ref=rec Bin gespannt wen er als Trainer holen wird (bald brennt in Wien der Baum) - Dirty Harry oder Challandes? oder wartet er wie wir auf FF - Free Fischer. :-) Fredy Bickels bitterer Anfang als Sportchef von Rapid Wien http://www.basellandschaftlichezeitung. ... -130972662
Don UrsuloMitglied
18.03.2017, 00:00 · #1'696
Beiträge: 10'541
lesenswert: Andreas Rettig und Ewald Lienen über Identifikation, die „Forbes“-Tabelle, Flüchtlingshilfe, die politische Verantwortung von Verbänden und die Ausbeutung des Fußballs http://plus.faz.net/evr-editions/2017-0 ... yZ?GEPC=s3
Avatar von MetalZHMetalZHMitglied
18.03.2017, 08:56 · #1'697
Beiträge: 5'727
lesenswert: Andreas Rettig und Ewald Lienen über Identifikation, die „Forbes“-Tabelle, Flüchtlingshilfe, die politische Verantwortung von Verbänden und die Ausbeutung des Fußballs http://plus.faz.net/evr-editions/2017-0 ... yZ?GEPC=s3 Danke, Don, der ist wirklich sehr lesenswert!
We are Motörhead. And we play Rock'n'Roll.
Don UrsuloMitglied
21.03.2017, 22:22 · #1'698
Beiträge: 10'541
Football Study 2017 vom SFL: Die neue Ausgabe der Swiss Football Study, welche die Swiss Football League nach 2012, 2013 und 2015 zum vierten Mal in Auftrag gegeben hat, befasst sich inhaltlich mit der Frage, welchen Herausforderungen sich der Schweizer Profifussball im Bereich der Ausbildung stellen muss, um in Zukunft kompetitiv zu bleiben. Analysiert wurden folgende vier Themenschwerpunkte: 1 Ausbildung 2 Alter 3 Zuwanderung 4 Export http://www.sfl.ch/sfl/studien/swiss-foo ... tudy-2017/ Die 4 Themen koennen seperat eingesehen werden. z.T. interessante Zahlen, beim Export sind wir Nr.5, zieht man die Einwohnerzahl in Erwaegung hinter Uruguay und Kroatien gar die Nr.3 weltweit.
PescaditoMitglied
08.06.2017, 15:16 · #1'699
Beiträge: 507
Aus dem Blick:
«Für die Färöer-Inseln gibts eine Extra-Fifa-Regel, so steht es seit Jahren zumindest überall. Wegen des starken Windes soll da erlaubt sein, was sonst überall verboten ist: Ein Mitspieler darf den Ball auf dem Penaltypunkt für den Schützen festhalten.»
BLICK will vor dem Nati-Spiel auf den Färöer Inseln am Freitag wissen, wann diese Regel eingeführt wurde und wer die Idee dazu hatte. Und fragt deshalb bei der Fifa nach. Die Antwort des Fussballverbandes verblüfft! «Wir können einen solchen Passus nicht finden und wissen auch nicht woher ein solcher kommen sollte... », sagt Mediensprecher Giovanni Marti. Mir wär's unendlich peinlich, wenn ich mich als Sportjournalist bei der Medienstelle der FIFA derart blamieren würde. Aber dem Blick ist es gar noch einen Artikel wert. Mir soll's recht sein, habe mich gerade köstlich amüsiert...
Sektor DMitglied
22.06.2017, 12:13 · #1'700
Beiträge: 6'608
«Vaduz-Profi trauert um sein Töchterchen»
Schicksalsschlag für Dejan Janjatovic: Der Mittelfeldspieler und seine Frau beklagen den Tod ihres wenige Wochen alten Babys. Vor drei Monaten brachte die Frau von Dejan Janjatovic ihr zweites Kind zur Welt. Zu einem Sohn kam ein Töchterchen dazu. Die Familie war komplett, die Freude riesig. Jedoch kam das Baby mit einem Herzfehler zur Welt. Es musste bereits wenige Tage nach der Geburt erstmals operiert werden. Das Leben des kleinen Mädchens stand auf der Kippe. Es folgte eine schwierige Zeit mit weiteren Operationen, vor allem aber Wochen des Hoffens und des Bangens. Der 25-jährige Mittelfeldspieler Janjatovic pendelte fast täglich zwischen dem Spital in Zürich und dem Trainingsplatz in Vaduz hin und her, wo er noch bis Ende Juni unter Vertrag steht. Die Sorge um seine Familie belastete ihn schwer. Dabei suchte er im Sport nach einer langen Verletzungspause den Anschluss und spielte um einen neuen Vertrag. Der schwerste Gang steht noch bevor Es sei unglaublich schwierig gewesen, sich auf das Training und die Leistung auf dem Platz zu fokussieren. Er musste nicht nur die Sorgen ausblenden, sondern auch seiner Familie Kraft geben und seine Frau unterstützen. Er musste stark sein, konnte sich aber auch im Job kaum eine Verschnaufpause leisten. Das Schicksal war gnadenlos. Am Sonntag verlor das kleine Mädchen den Kampf. Am Freitag steht den jungen Eltern der wohl schwerste Gang bevor, wenn sie ihr Baby um 9 Uhr im Ostfriedhof in St. Gallen zu Grabe tragen. Der Abstieg der Liechtensteiner erscheint angesichts dieses Dramas natürlich bedeutungslos. Sein Vertrag in Vaduz wurde nicht verlängert. Q: http://www.20min.ch/sport/fussball/story/Vaduz-Profi-trauert-um-sein-Toechterchen-13012658 Keine Ahnung, in welchen Thread das gehört (oder ob es überhaupt in ein Forum gehört...). Aber an dieser Stelle sei meine aufrichtige Anteilnahme ausgedrückt. Unvorstellbar, so etwas selber erleben zu müssen. Ich wünsche der Familie und den Angehörigen viel Kraft.
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