Medienberichte / Kommentare

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porrropoopooo..Mitglied
19.03.2009, 15:33 · #342
Beiträge: 501
Bald keine Tickets mehr für Gästefans? von Philipp Reich Das mit Spannung erwartete Urteil des Bundesgerichts in Lausanne zur Übernahme der Sicherheitskosten bei Sportveranstaltungen ist auf unterschiedliches Echo gestossen. Die Diskussion, ob man überhaupt noch Tickets an die Gästefans verkaufen soll, ist neu lanciert. Dürfen Gästefans wegen der zu leistenden Sicherheitsabgaben bei Auswärtsspielen bald nicht mehr in die Stadien? (Bild: Keystone)Interaktiv-Box Infografik: Alles zur Axpo Super LeagueWas hat Sylvio Bernasconi da nur schon ins Rollen gebracht? Der Xamax-Präsident lag im Streit mit der Stadt und dem Kanton Neuenburg über die Sicherheitskosten, die dem Super Ligisten teilweise in Rechnung gestellt wurden. Ein Streit, der zum Bundesgericht gezogen wurde. Und von dort kam jetzt eine Entscheidung, die in einigen Vorstandszimmern für hochrote Köpfe sorgt. In Lausanne wurde entschieden, dass bis zu 80% der zusätzlichen Kosten für Polizei und Sondereinsatzkräfte dem Veranstalter einer Sportveranstaltung in Rechnung gestellt werden dürfen. Wenn der Verein selbst auch Massnahmen zur Gewährleistung ergreift, reduziert sich dieser Betrag auf 60%. Für Profivereine aus dem Eishockey- oder dem Fussballbereich kann solch eine Summe durchaus einen sechsstelligen Betrag ausmachen. Aber: Diese Regelung ist eine «Kann-Bestimmung». Was sind die Konsequenzen? Für viele Vereine aus dem Profisport hat dies grosse Auswirkungen. Die Lizenzunterlagen für die kommende Super-League-Saison sind inzwischen beim Verband eingereicht, aber dort müssen einige Vereine nun drastisch nachbessern. Zunächst einmal steht die Lizenz auf wackeligen Beinen. Aber längst nicht überall, denn was bei einigen Vereinen über 1 Mio. Franken an Abgaben an Stadt und Kanton ausmacht, ist für andere Klubs völlig gratis. Eine Wettbewerbsverzerrung? Immerhin geht es nicht um Peanuts. Entsprechend fallen nun die Reaktionen aus. «Ohne Gästefans gehts auch» Heftig reagierte man vor allem in der Westschweiz auf das neue Urteil: In Sion beispielsweise macht man sich über die Bestimmung keine grossen Gedanken, denn dort steht der Entscheid bereits fest: Generaldirektor Massimo sagte im «Le Matin» ganz deutlich: «Falls bei uns eines Tages einmal eine Rechnung für die Sicherheitskosten eintreffen sollte, werden wir umgehend keinerlei Tickets mehr an die Gästefans verkaufen. Dann bleiben wir unter uns und das funktioniert sehr gut.» Die Sittener Reaktion ist aber nicht sehr gut durchdacht. Was, wenn sich die Gästefans in irgendeinem Sektor des Stadions ein Ticket kaufen? Oder man stelle sich vor, die Walliser würden die Gästefans gar nichts ins Stadion lassen. Die Ausschreitungen könnten zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen ausarten. Am Neuenburger See blieb Xamax-Präsident Bernasconi zunächst kurz die Luft weg, als er vom Urteil erfuhr und drohte erneut trotzig mit seinem Rücktritt. Doch als er sich wieder gefasst hatte, gab er klein bei und sucht nun die Kommunikation mit den öffentlichen Autoritäten, denn andere Vereine dienen als Vorbild. Kommunikation ist die Lösung Nun sind die Vereine in der National League A und der Super League also gefordert, denn sie haben die schlechteste aller Verhandlungspositionen. Doch es gibt Vorbilder: Der FC Basel beispielsweise entrichtet 2.20 Franken pro verkauftem Ticket für alle Sicherheitsleistungen rund um den St. Jakob-Park. Zudem fallen pauschal weitere 100 000 Franken für die Hochrisikospiele an. Bei einem Zuschauerschnitt von 25 000 Fans pro Spiel ergibt dies einen Gesamtbetrag von 1,09 Mio. Franken pro Saison. Auch in Luzern bezahlen die Zuschauer diesen Aufwand mehr als nur indirekt. Mit dem Betrag von 2 Franken pro Zuschauer sind alle kantonalen Kosten pauschal abgedeckt; immerhin auch hier weit über 200 000 Franken. Den Rest bezahlen die politischen Autoritäten. Prügeleien in Bern sind für die Klubs gratis Noch besser haben es die fünf Profivereine im Kanton Bern. Zwar fakturiert die Kantonspolizei ihre Leistungen der jeweiligen Stadt, doch weder die Youngs Boys und der SCB in Bern noch der FC Thun, die SCL Tigers oder der EHC Biel erhielten je Post von ihrer Stadtverwaltung. Daniel Villars, der Boss der Seeländer Hockeyaner, zeigt sich darüber erleichtert: «Wir können uns überaus glücklich schätzen, von der Stadt solch eine grosse Unterstützung zu bekommen. Ich weiss, dass dies nicht überall der Fall ist. Fakt ist aber auch, dass wir niemals die Mittel hätten, diese enormen Summen auch nur ansatzweise aufzubringen.» Gibt es aufgrund von Wettbewerbsverzerrungen nun doch irgendwann eine landesweite Lösung? Soweit ist man in der Schweiz mit dem herrschenden Kantönligeist noch nicht. Vor dem Gesetz sind alle gleich, aber manche bleiben eben doch gleicher. q: 20min.ch
50centindahouseMitglied
20.03.2009, 09:55 · #344
Beiträge: 576
im blick steht heute, dass 2009/10 2 nati a teams in der champions league quali antreten. die schweiz ist nach uefa wertung nach diesem jahr nämlich auf platz 15, und weil keine länder hinter uns mehr im europacup sind ist der auf sicher. poste den link gleich noch rein. heisst das dann, dass plätze 3.-5. in der meisterschaft uefacup sind? edith : http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... ali-114895
Detlef von DoncasterMitglied
20.03.2009, 16:06 · #345
Beiträge: 915
heisst das dann, dass plätze 3.-5. in der meisterschaft uefacup sind? Cupsieger nicht vergessen...
DräcksockeMitglied
20.03.2009, 20:34 · #346
Beiträge: 1'761
im blick steht heute, dass 2009/10 2 nati a teams in der champions league quali antreten. die schweiz ist nach uefa wertung nach diesem jahr nämlich auf platz 15, und weil keine länder hinter uns mehr im europacup sind ist der auf sicher. poste den link gleich noch rein. heisst das dann, dass plätze 3.-5. in der meisterschaft uefacup sind? edith : http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... ali-114895 anscheinend nur platz 3 und 4 und der Cupsieger...
Züri 9Mitglied
26.03.2009, 19:35 · #348
Beiträge: 3'988
heute stand etwas im TA, das das allgemeine alkoholverbot rund ums stadion bei high-risk spielen unzulässig sei... hat jemand den link?
Detlef von DoncasterMitglied
01.04.2009, 10:08 · #350
Beiträge: 915
Spaniens Fussball steht vor dem Kollaps http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussb ... y/15538614 Wie schön, ein positiver Nebeneffekt der Wirtschaftskrise. Mir solls recht sein wenn all die total verschuldeten Klubs der grossen Ligen (ESP und wohl auch ITA, ENG) den Bach runter gehen, selber schuld. Befürchte jedoch dass sich nicht viel ändern wird, Fussballmafia ole. Und ein Lizenz-Entzug oder Zwangsabstieg von Barca oder Real hätte wohl tagelange Riots à la Athen/Pariser Banlieue zur Folge... :-)
pexitoMitglied
02.04.2009, 14:47 · #351
Beiträge: 3'138
Spaniens Fussball steht vor dem Kollaps http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussb ... y/15538614 Wie schön, ein positiver Nebeneffekt der Wirtschaftskrise. Mir solls recht sein wenn all die total verschuldeten Klubs der grossen Ligen (ESP und wohl auch ITA, ENG) den Bach runter gehen, selber schuld. I beg to differ. Italien hat die Krise schon durch, Massnahmen wurden ergriffen, die falsche Bilanzierungen (Spielerbewertungen überrissen) werden nicht mehr vorbehaltlos angenommen. Einzelne vereine könnten noch Leiden. Von den Grossklubs sehe ich AC Milan unter Gefahr, sobald mal die schützende hand des premiers nicht mehr wirkt. Die Auswirkungen kann jeder sehen, die Klubmannschaften haben nicht mehr die Duchschlagskraft von früher. Dass in Spanien eine Krise ansteht, war vor Jahren schon klar. Irgendwann gibts keine Gelände mehr die verkauft werden können um die Bilanz zu beschönigen. Und sobald einige Investoren die Schnauze voll von Fish & Chips haben, dann rotieren auch in England die Mühlen langsamer. Man beachte, es gibt nur drei (Gross)-Klubs die seit Jahrzenten regelmässig schwarze zahlen schreiben:
  • ManU
  • Bayern
  • Juve
Detlef von DoncasterMitglied
03.04.2009, 08:49 · #352
Beiträge: 915
I beg to differ. Italien hat die Krise schon durch, Massnahmen wurden ergriffen, die falsche Bilanzierungen (Spielerbewertungen überrissen) werden nicht mehr vorbehaltlos angenommen. Einzelne vereine könnten noch Leiden. Von den Grossklubs sehe ich AC Milan unter Gefahr, sobald mal die schützende hand des premiers nicht mehr wirkt. Die Auswirkungen kann jeder sehen, die Klubmannschaften haben nicht mehr die Duchschlagskraft von früher. Das stimmt natürlich, da hat Italien einen "Vorsprung" gegenüber der spanischen Liga. Die spanischen Topteams sind wohl keinen Deut besser als die ital. Klubs die seinerzeit mit Zwangsrelegation und Punktabzügen bestraft worden sind. Ob es ähnliche Strafen durch den span. Verband geben wird, sei mal dahingestellt. Und sowieso: Wenn die EU schon mit dem Bosman-Urteil ins Fussballgeschäft eingreift (freie Arbeitsplatzwahl für die Spieler innerhalb Europas), wäre meiner Meinung nach auch eine einheitliche Gesetzgebung in den nationalen europ. Ligen angesagt, damit alle Klubs die gleichen rechtlichen Voraussetzungen haben. Es ist doch stossend dass zB. Real Madrid ohne Konsequenzen innert kurzer Zeit 400 Mio. Euro Schulden anhäufen darf, während in der Schweiz Klubs wie Servette, Lugano und Lausanne wegen viel viel kleineren Geldproblemen sofort keine Lizenz mehr erhalten und zwangsrelegiert werden. Man beachte, es gibt nur drei (Gross)-Klubs die seit Jahrzenten regelmässig schwarze zahlen schreiben:
  • ManU
  • Bayern
  • Juve
Wobei ManU der Wahrheit ins Gesicht sehen sollte und ihren Trikotsponsor AIG durch ein Obama-Konterfei oder eine Ami-Flagge ersetzen sollte... :-)
wixerMitglied
04.04.2009, 19:31 · #353
Beiträge: 2'346
dass zB. Real Madrid ohne Konsequenzen innert kurzer Zeit 400 Mio. Euro Schulden anhäufen darf, während in der Schweiz Klubs wie Servette, Lugano und Lausanne wegen viel viel kleineren Geldproblemen sofort keine Lizenz mehr erhalten und zwangsrelegiert werden. ....wobei die Verbindlichkeiten immer auch im Verhältnis zum Umsatz zu betrachten sind, und da war Servette wohl eher deprimierend dran.
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