Barrage St. Gallen: Bellinzona

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dynamoMitglied
21.05.2008, 09:19 · #141
Beiträge: 476
Ach ja, es fehlt noch ein potentieller Kandidat für die CL: FC Biel ! Die haben, so viel ich weiss, ein schmuckes Stadion und auch das Zuschauerpotential wäre vorhanden. Bin gespannt ob dieses Mal die Nerven halten ... Momentan spielen die Bieler noch auf der veralteten Gurzelen, jedoch wurde ende 2007 das Projekt "Stades de Bienne" angenommen (http://diestadien.ch/de/projekt). Nach zwei missglückten Versuchen, wird Biel diese Saison hoffentlich den Aufstieg in die Nati B realisieren können.
BaslerMitglied
21.05.2008, 09:35 · #142
Beiträge: 164
vaduz wird sein budget aufstocken, geld sollte genügend vorhanden sein.. auch bellinzona wird sich sicher verstärken, kann mir gut vorstellen dass einer der beiden clubs oben bleibt.. fast ein wenig überheblich wie einige hier drinnen beide schon wieder unten sehen.. mal schaun wie sich unser fcz metztged... Aufsteiger dürfen nie abgeschrieben werden! Nennt mir einen Aufsteiger in die Nati A in den letzten 10 Jahren, der gleich wieder abgestiegen ist. Ich sehe nächste Saison Aarau, Luzern, Xamax und auch den FCZ gefährdet.
KingMitglied
21.05.2008, 10:00 · #143
Beiträge: 13'086
vaduz wird sein budget aufstocken, geld sollte genügend vorhanden sein.. auch bellinzona wird sich sicher verstärken, kann mir gut vorstellen dass einer der beiden clubs oben bleibt.. fast ein wenig überheblich wie einige hier drinnen beide schon wieder unten sehen.. mal schaun wie sich unser fcz metztged... Aufsteiger dürfen nie abgeschrieben werden! Nennt mir einen Aufsteiger in die Nati A in den letzten 10 Jahren, der gleich wieder abgestiegen ist. Ich sehe nächste Saison Aarau, Luzern, Xamax und auch den FCZ gefährdet. Luzern würde ich da mal ausschliessen, man kann Sforza hassen oder was auch immer, die Arbeit welcher er in Luzern verrichtet ist alles andere als schlecht. den FCZ sehe ich auch gefährdet und zwar aus folgenden Gründen, man leidet an Realitätsverlust.
oinkoinkMitglied
21.05.2008, 10:36 · #144
Beiträge: 1'103
bää und ich habe mich schon so auf das neue güllen stadion gefreut. rip espenmoos
trellezMitglied
21.05.2008, 10:51 · #145
Beiträge: 1'933
ich denke, für ein spiel werde ich das neue stadion nächste saison sicherlich aufsuchen.
geckoMitglied
21.05.2008, 11:10 · #146
Beiträge: 768
Eventuell spielt ja der FC Vaduz bereits in der nächsten Saison in der AFG Arena...? "Sollte der FCSG absteigen, müsste eben der FC Vaduz in der AFG Arena spielen" das erklärte Edgar Oehler heute (gestern) morgen auf Radio DRS... http://stadt24.ch/page/17784/17
McSpeechlessMitglied
21.05.2008, 11:12 · #147
Beiträge: 752
Willkommen Bellinzona. Jedoch steigt ihr hoffenltich so schnell wieder ab wie ihr gekommen seid und Vaduz könnt ihr gleich mitnehmen. Ich kann den Hype um Bellinzona nicht vertehen, ist ja schön wenn man ein bisschen sozial sein will von wegen Tessinerclub, aber bitte... Bellinhzona ist ein scheiss Provinzclub!! Wer Bellinzona begrüsst kann genau so gut Wil oder Wohlen fordern, Wil hat sogar mehr Einwohner als Bellinzona. Was bringt uns eine 10er Liga wenn ein fünftel Provinzclubs sind, dann können wir auch gleich eine 16er Liga machen und so hoffen, dass Vereine wie Lausanne oder Genf wieder Fuss fassen, ich hätte echt nie gedacht, dass ich mir Thun zurück wünschen würde, aber bei diesen beiden Aufsteigern wäre mir Thun noch lieber. Dann verfolge doch die MSL. Geschlossene Liga und keine Absteiger - wenn mal nicht läuft, wechselt die Franchise in ne andere Stadt. Mensch Uli, ist doch Wurscht ob die Stadt des Vereins 1k oder 100k Einwohner hat - Bellenz ist verdient oben und Punkt. Dieses ständige Gelabere von Provinzklub geht mir aufn Wecker.
KingMitglied
21.05.2008, 12:19 · #148
Beiträge: 13'086
Dann verfolge doch die MSL. Geschlossene Liga und keine Absteiger - wenn mal nicht läuft, wechselt die Franchise in ne andere Stadt. Mensch Uli, ist doch Wurscht ob die Stadt des Vereins 1k oder 100k Einwohner hat - Bellenz ist verdient oben und Punkt. Dieses ständige Gelabere von Provinzklub geht mir aufn Wecker. Danke für den Tipp, bin aber schon seit Jahren ein grosser Fan des Franchisesystem und der MLS, das ist Qulitätsfussball vom feinsten ohne überschätze Tradition.
zZzMitglied
23.05.2008, 09:17 · #149
Beiträge: 606
ich denke, für ein spiel werde ich das neue stadion nächste saison sicherlich aufsuchen. Genau! SG - Winti zum Beispiel. Hoffe die Güller steigen direkt wieder auf. Zu den Aufsteigern: Vaduz ist ein Wundertüte. Bin gespannt auf die Transfers. Was Bellinzona geschafft hat, verdient Respekt. Haben trotz allem ein Minibudget, das wohl einfach nicht reicht. Dennoch: abwarten, die haben ihr Team sorgfältig aufgebaut.
babaMitglied
23.05.2008, 18:59 · #150
Beiträge: 592
vaduz wird sein budget aufstocken, geld sollte genügend vorhanden sein.. auch bellinzona wird sich sicher verstärken, kann mir gut vorstellen dass einer der beiden clubs oben bleibt.. fast ein wenig überheblich wie einige hier drinnen beide schon wieder unten sehen.. mal schaun wie sich unser fcz metztged... Aufsteiger dürfen nie abgeschrieben werden! Nennt mir einen Aufsteiger in die Nati A in den letzten 10 Jahren, der gleich wieder abgestiegen ist. Ich sehe nächste Saison Aarau, Luzern, Xamax und auch den FCZ gefährdet. yverdon
DieterMitglied
26.05.2008, 06:50 · #151
Beiträge: 9'298
vaduz wird sein budget aufstocken, geld sollte genügend vorhanden sein.. auch bellinzona wird sich sicher verstärken, kann mir gut vorstellen dass einer der beiden clubs oben bleibt.. fast ein wenig überheblich wie einige hier drinnen beide schon wieder unten sehen.. mal schaun wie sich unser fcz metztged... Aufsteiger dürfen nie abgeschrieben werden! Nennt mir einen Aufsteiger in die Nati A in den letzten 10 Jahren, der gleich wieder abgestiegen ist. Ich sehe nächste Saison Aarau, Luzern, Xamax und auch den FCZ gefährdet. yverdon delemont
MaloneyMitglied
26.05.2008, 09:14 · #152
Beiträge: 7'091
Fansicht hat übrigens ein neues "Grobes Foul" bezüglich der Vorkommnisse in St. Gallen veröffentlicht: Am Morgen nach dem Barrage-Rückspiel FCSG-Bellinzona vom 20. Mai 2008 erreichte uns unten stehende Schilderung, die wir tel quel wiedergeben. Üblicherweise geben wir vor der Veröffentlichung der involvierten Stelle die Möglichkeit zur Gegendarstellung oder Ergänzung. Da in diesem Fall die Polizei angesprochen ist, sie aber aufgrund des Amtsgeheimnisses nichts kommentieren darf, belassen wir es bei der Version des Betroffenen. Auch deshalb, weil die Polizei nach besagtem Spiel ihre eigene Sicht der Dinge ja via Mediencommuniqués prominent verbreitet hat. Von der Beiz in den Knast Ich möchte euch mein Erlebnis von gestern Abend im Espenmoos schildern: Gestern Abend war es mein zweiter Fussballmatch, den ich jemals besucht habe – der erste liegt ca. 15 Jahre zurück. Ich bin Stadt St.Galler und sass gestern Abend zuhause und sah mir fünf Minuten vom Spiel im Fernsehen an. Da die Übertragung übers Internet recht schlecht war, beschlossen mein Mitbewohner, ein Kumpel und ich (alles nicht wirkliche Fussballfans…) zum Restaurant Espenmoos zu gehen und dort vor dem Screen ein Bier zu trinken. Alles friedlich, wir fieberten mit und hatten gerade das erste Bier bestellt. Kaum zum Trinken angesetzt, fiel in der 38. Minute das 0:1. 10 Sekunden später stürmten 30 in voller Kampfmontur bekleidete Polizisten das Espenmoos-Restaurant und zwangen uns, das Bier hinzustellen und mitzukommen. Rabiat führten sie sämtliche Jugendliche und teilweise auch Ältere vor die Tür und begannen uns zu durchsuchen – auf eine Art und Weise, die sich einfach nicht gehört. Wir waren völlig baff, konnten nichts sagen und unsere Meinungen verschwanden im Gejaule des Espenmoos-Stadions. Alle Sachen wurden uns abgenommen, in einen Plastiksack geworfen und dieser dann uns um den Hals gehängt. Dann ging es im Kastenwagen, ohne Licht in der Zelle, völlig überfüllt und mit einer Fahrweise, die einer Verfolgungsjagd in einem Krimi ähnelt, zur Polizeistation bei der St.Leonhardsbrücke. Da wurden wir eine Stunde wartend im Innenhof ihres pompösen Gebildes hingestellt. Auf meine Fragen – welche ich den ganzen Abend wiederholend stellte – kamen nie Antworten. Völlige Ignoranz herrschte. Überfordert von ihrem angerichteten Durcheinander, steckten sie uns in Zellen und wir waren zum sinnlosen, vierstündigen (!) Warten verdammt. Keine Informationen, wann wir endlich gehen können, keine Informationen, warum sie uns überhaupt festhielten, rein gar nichts. Dann plötzlich wurden wir einzeln aus der Zelle befördert und wurde uns einen Fackel Papier unter die Nase gehalten, den wir unterschreiben sollten. Da steht drauf, dass eine Wegweisung aus und um das Espenmoos-Stadion verfügt wird bis am nächsten Morgen um 7.00 Uhr. Grund: „Ansammlung bei einem Hochrisikospiel“! Eine Ansammlung fand nicht statt, wir waren lediglich zu dritt in einer Ecke im Restaurant Espenmoos ein Bier trinken. Nicht mehr, nicht weniger. Provokation in ihrer reinster Form, Schikane aus heiterem Himmel. Entlassen wurden wir um 01.00 Uhr morgens, völlig übermüdet und mit dem Gedanken, am nächsten Morgen normal zur Arbeit zu gehen. Quelle: http://www.fansicht.ch
porrropoopooo..Mitglied
27.05.2008, 08:19 · #153
Beiträge: 501
Communiqué Dachverband 1879: Polizei und Verein auf Augenhöhe mit Randalierern Polizei und Verein auf Augenhöhe mit Randalierern Communiqué Dachverband 1879 zu den Vorfällen rund um das Barragespiel Die Polizei und die Sicherheitsverantwortlichen des FC St. Gallen erhielten in den letzten zwei Tagen viel Platz, um ihre Version der Krawalle im und um das Espenmoos zu schildern. Wir wollen an dieser Stelle die Vorwürfe entgegnen und zuerst einmal klarstellen: Wir bedauern den Abstieg des FCSG zutiefst und verurteilen die Ausschreitungen, zu denen es im Anschluss an das Spiel des FC St. Gallen gegen die AC Bellinzona gekommen ist. Polizei verweigerte Dialog Wir widersprechen der Polizei aber auch in einem zentralen Punkt: «Die Fans verweigerten das Gespräch» (O-Ton Einsatzleiter Ralph Hurni). Das ist eine Lüge. Fakt ist: Am Spieltag wurde kein einziger Vertreter der Fanszene kontaktiert. Anrufe von unserer Seite wurden ignoriert. Weder die Mitglieder des Dachverbands, noch der Fanbetreuer Urs «Bömmel» Baumgartner, hatten die Gelegenheit, mit den Sicherheitsverantwortlichen zu sprechen. Als dann die Polizei kurz vor Schluss auf das Spielfeld marschierte und sozusagen prophylaktisch Pfefferspray in die Südkurve sprühte, versuchten mehrere Fan-Vertreter auf die Sicherheitsverantwortlichen zuzugehen. Die Antwort der Stadtpolizisten war immer dieselbe: «Wir können da nichts machen. Befehl von oben.» Es waren Mitglieder des Dachverbandes, die dann den Leuten, die ob des Aufmarsches auf den Zaun geklettert waren, sagten, sie sollen sofort vom Zaun herunterkommen, damit die Situation nicht eskaliert. Irrsinniger Polizeiaufmarsch und Drohungen Bei der Polizei haben sich offenbar die Hardliner durchgesetzt, denen eine Konfrontation egal schien – Hauptsache, sie gewinnen. Die Polizei hat sich am Dienstag auf Augenhöhe mit den Randalierern begeben. Sie hat sich, statt kühl und überlegt zu handeln, mit potenziellen Randalierern auf ein Machtspiel eingelassen. Es gab mehrere ältere Fans, die den Störern sagten: «Hört auf mit dem Scheiss.» So ungefährlich erschienen vielen jene sehr jungen Fans, die da auf den Platz stürmten. Doch es wollte sich zu diesem Zeitpunkt auch niemand mehr zum verlängerten Arm von Polizei und Verein machen, die mit ihrer Gesprächsverweigerung an der Eskalationsspirale mitgedreht hatten. Man verliess lieber die Südkurve. Denn was kommen sollte, war jetzt absehbar. Von wegen Dialog: Seit Monaten schüchtert der Verein Exponenten der Fanszene mit Anrufen und Drohungen für ein Stadionverbot ein. Gespräche zwischen Verein und Fans sind unterkühlt. Der irrsinnige Aufmarsch von siebzig Polizeigrenadieren in Vollmontur in der 83. Minute kam einem Spielabbruch gleich. Der Einsatzleiter stand mehrere Minuten im Torraum von Daniel Lopar, der Verein kämpfte noch immer gegen den Abstieg. Der polizeiliche Platzsturm kam einer Kapitulation des FCSG gleich. Den Polizisten mag das egal sein, uns Fans hat dies das Herz gebrochen. Forderung nach professioneller Fanarbeit Wir sind entsetzt darüber, dass je länger je mehr der Eindruck entsteht (und offenbar bei der Polizei diese Sicht herrscht), die Fanszene sei eine wilde Horde. Wir müssen an dieser Stelle etwas Grundsätzliches klar stellen: Viele von uns Fans aus der Südkurve sind mit dem Szenekenner der Stadtpolizei, Martin Link, per Du. Wir haben ein gutes Verhältnis. Ein Dialog wäre immer möglich gewesen. Als die Polizei in der 83. Minuten das Feld betrat, sprachen wir ihn an. Es kam immer dieselbe Antwort: «Ich kann nichts machen. Ich habe nichts zu sagen.» Es wäre ganz dringend Zeit für einen Dialog und eine Basis des Vertrauens zwischen Fans und Verein, Fans und Stadtpolizei. Statt immer weiter immer mehr Geld für Sicherheit (sprich: Repression) auszugeben, wie dies momentan der Fall ist, wäre der FCSG gut beraten (und auch die Stadt, und auch wir, die Kurve) sich auf das Experiment einzulassen, wie es in Basel seit Jahren praktiziert wird, nämlich einen Fanarbeiter einzustellen – keinen Fronarbeiter, keinen motivierten Fan, sondern einen Profi aus dem Bereich der Sozialarbeit. Denn die Repression bringt nicht viel. Denn gerade die Demontage des Stadions (damit wurde der Polizeieinsatz vor dem Spiel und auch schon eine Woche zuvor gegen Aarau gerechtfertigt), liess die Polizei ja zu: Sie stellte sich vor den Grünen Sektor und provozierte damit die enttäuschten und aufgebrachten Fans der Südkurve, während im Blauen Sektor mit Sackmesser und anderem Werkzeug Souvenirs (Stühle, Tafeln, etc.) abmontiert wurden. Was wir übrigens gar nicht verwerflich finden. Denn dies ist eine Frage, die bisher nicht gestellt wurde: Warum eigentlich wehrte sich der FCSG derart massiv gegen die Demontage eines Stadions, das 98 Jahre lang tapfer seinen Dienst tat, und nun teilweise abgebrochen wird? Warum wehrte man sich derart gegen eine liebevolle Demontage durch Fans, die ähnlich tapfer wie das Espenmoos selbst, dort jahrelang den Verein unterstützten? Aus einer liebevollen Demontage wurde ein Kampf zwischen Polizei und Randalieren. Es ist ein Ende mit Schrecken. Angebliches Waffendepot als Rechtfertigung? Zur Stimmung in der Kurve: Bis die Polizei das Feld betrat, war die Lage friedlich (vielleicht ein wenig traurig) und klar: immer emotional, wie das immer ist, wie es das immer war, im Espenmoos. Aber den Szenekennern ist das ja bekannt! Schmährufe gegen den Vorstand wurden schnell unterbunden, wir wollten den FCSG anfeuern. Und: Die ersten Gegenstände gegen die Polizei kamen übrigens keineswegs aus der Südkurve geflogen. Stöcke, Bretter und Toilettendeckel flogen vor allem vom Blauen Sektor her, wo kein Sicherheitsnetz hängt. Warum aber auch die Polizei eine Stunde lang vor dem Sektor ausharrte, als ob sie endlich beworfen werden wollte, ist uns völlig unklar. Zur Meldung, es seien Waffendepots gefunden worden: Wir stellen die Existenz dieser Waffendepots in Frage. Denn diese Meldung ist auch für uns eine schockierende Nachricht, eine neue Dimension – das hat es hier noch nie gegeben. Das können auch die Szenekenner bestätigen. Wir können nicht glauben, dass jemand tatsächlich Stöcke und Waffen vor dem Stadion versteckt haben soll. Und warum vor dem Sektor der Bellinzona-Fans? Wenn es dieses Depot wirklich gab, wurde geprüft, ob dieses nicht womöglich von den Fans der AC Bellinzona angelegt wurde? Denn schon beim Hinspiel versuchten aufgebrachte Tessiner, St. Galler Fans mit Stöcken anzugreifen. Es wäre ein entscheidendes, wichtiges Detail. Aber vor allem: Was haben die Stöcke draussen mit der Situation im Stadion zu tun? Wir können nicht verstehen, warum der angebliche Fund eines Waffendepots draussen einen Einfluss auf den Einsatz drinnen hat? Wer drin war, konnte ja draussen keine Waffen schwingen! Die Polizei scheint im Nachhinein ihr übertriebenes Aufgebot rechtfertigen zu müssen. Wir hatten keineswegs die Absicht, Krawalle anzuzetteln oder das Feld zu stürmen, wie dies nun unterstellt wird. Die Selbstdisziplin der Kurve ist in dieser Hinsicht lobenswert. Als etwa in Bellinzona der Zaun einstürzte versuchte niemand, das Feld zu stürmen, im Gegenteil: Man hielt Hitzköpfe zurück! Wo blieb die Deeskalation? Die Polizei goutiert das nicht. Sie redete nicht mit uns. Der Verein verweigerte auch das Gespräch, stellte diverse Sicherheitsmitarbeiter ein, um den Fans das Handwerk zu legen – wegen dem alten Streitpunkt Feuerwerk – und wir alle liefen mit offenen Augen in die absehbare Katastrophe. Das werfen wir auch uns vor. Aber: Anders als von der Polizei behauptet, waren wir zu Gesprächen bereit. Denn wir Fans, vor allen wir, kennen die Schwierigkeiten, Hunderte von Menschen in einem derartig emotionalen Rahmen unter Kontrolle zu halten: Letztes Spiel! Abstieg! Die Polizei hat durch ihren martialischen Auftritt nicht geholfen, die aufgeladene Stimmung zu entschärfen. Im Gegenteil. Sie hat uns gezeigt, dass sie uns als Gesprächspartner nicht ernst nimmt. Wir verurteilen die Gewalt nach dem Spiel. Aber wir verurteilen auch den aggressiven und völlig übertriebenen Polizeieinsatz, der die Eskalation schürte. Und sie beschützten einen alten Rasen, statt ihn irgendwann freizugeben – die Katakomben waren ja gesichert, die Tessiner Fans längst abgezogen – um es uns allen zu ermöglichen, uns würdig vom Espenmoos zu verabschieden. Warum dies nicht möglich war – und zwar mit einer klaren, deeskalierend wirkenden Kommunikation im Vorfeld des Spiels – ist eine Frage, die nur der Verein beantworten kann. Quelle : www.dv1879.ch
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