22.01.2014, 06:43 · #301
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http://www.zscblog.ch/2014/01/21/wenn-das-spiel-zur-nebensache-wird/
Geht zwar um Eishockey, hat aber dennoch Parallelen zum Fussball
Uah. Übel! Ab in die B mit diesen Ürensöhnen.
«Wurden an der Unfallstelle im Berner Grauholztunnel Spuren verwischt? SBB-Sprecher Christian Ginsig nimmt Stellung zum Vorfall. »Die SBB müssen bei schweren Vorfällen die Unfalluntersuchungsstelle Sust gemäss Vorschrift «unverzüglich» kontaktieren. Warum verzichteten die SBB darauf? SBB-Sprecher Christian Ginsig: Wir sind vorerst von einer anderen Ursache ausgegangen. Wir glaubten, dass die Fenster an den vier Waggons beim Kreuzen mit einem Extrazug mit Fussballfans zerbrachen. Deshalb haben wir zuerst die Polizei alarmiert, die den Zug kontrollieren sollte. Quelle: Tagi Online
«Wurden an der Unfallstelle im Berner Grauholztunnel Spuren verwischt? SBB-Sprecher Christian Ginsig nimmt Stellung zum Vorfall. »Die SBB müssen bei schweren Vorfällen die Unfalluntersuchungsstelle Sust gemäss Vorschrift «unverzüglich» kontaktieren. Warum verzichteten die SBB darauf? SBB-Sprecher Christian Ginsig: Wir sind vorerst von einer anderen Ursache ausgegangen. Wir glaubten, dass die Fenster an den vier Waggons beim Kreuzen mit einem Extrazug mit Fussballfans zerbrachen. Deshalb haben wir zuerst die Polizei alarmiert, die den Zug kontrollieren sollte. Quelle: Tagi Online Eher tragisch Die Polizei hätte den Auftrag auch ausgeführt, hatten aber zu wenig Bereitschaftspersonal. Wie dies geendet hätte, darf sich jeder selbst ausmalen.
«Infoblatt Block Süd»„wenn du wüsstisch wie fest mir di liebä – würdsch du usem Stadion cho spilä!“ Block Süd bisher Die Fankurve hat sich seit der Eröffnung des neuen Stadions stark vergrössert und weiterentwickelt. Durch die Infrastruktur des neuen Stadions wurden grossflächige Choreographien in einem Massstab möglich, von dem man im Lachenstadion nur träumen konnte. Nebst dem Spiel machen diese Choreos sowie die gute Stimmung einen Matchbesuch attraktiv. An jedem Spieltag gibt es neue Gesichter, welche mithelfen, die Mannschaft zu unterstützen. Viele dieser neuen Gesichter sind junge Leute, welche viel Zeit in die Unterstützung des FC Thun investieren. Dabei kommen viele neue Ideen zusammen, welche zu immer neuen und abwechslungsreichen Gesängen, Fanartikeln und Fanaktionen führen. Bei all dem steht immer die Liebe zum Verein und die Leidenschaft zum Fussball im Vordergrund. Diese Liebe und Leidenschaft wollen wir aufrechterhalten – auch wenn dies zunehmend schwieriger wird. Die Probleme Sich als Fussballfan zu outen wird zunehmend schwieriger, da jeder Matchbesucher von den Behörden und den Stimmbürgern als potentieller „Chaot“ angesehen wird. Vermehrt werden Personenkontrollen im und ums Stadion durchgeführt. Jeder aktive Fan, der neu zur FC Thun-Familie gestossen ist und dessen Gesicht den Sicherheitsleuten unbekannt ist, wird unter Generalverdacht gestellt. Das führt zu absurden Szenen wie in einem Überwachungsstaat: Zivilpolizisten stehen unterhalb der Kurve, machen Fotos bzw. Videos und zeigen mit dem Finger auf Personen, welche kurz darauf oder beim nächsten Spiel kontrolliert werden. Aber diese Kontrollen sind nicht aufs Stadion beschränkt. Auch wer sich ausserhalb des Stadions aufhält, so zum Beispiel in der Thuner Innenstadt, ist im Visier der Behörden. Wird vermutet, dass die betreffende Person einem Fanclub zuzuordnen ist, wird sie kontrolliert. Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene. Diese Kontrollen beschränken sich nicht immer auf eine einfache Ausweiskontrolle, die Personen werden auch schon mal blossgestellt oder sogar in Handschellen abgeführt. Es gibt Beispiele, bei welchen Personen als Reaktion auf solche Kontrollen ihr Saisonabonnement abgegeben haben, dies obwohl sie seit mehr als 10 Jahren an jedem Spiel, auswärts wie zuhause, dabei waren. Die Folgen Jede Bewegung der aktiven Fans wird überwacht, wer sich fehlerhaft verhält, wird bestraft. Dies ist nun geschehen. Knapp 20 Rayonverbote wurden in den letzten zwei Wochen ausgesprochen. Begründet wurden sie mit verschiedenen Vorfällen (Choreos, Aufeinandertreffen mit anderen Fangruppen, Verhalten im und ausserhalb des Stadions). Da haben wir nun das „Augenmass“ mit welchem die Konkordatsverschärfungen umgesetzt werden. Augenmass heisst nicht Toleranz, sondern Kontrolle und zum Teil auch Willkür. Augenmass kann bedeuten, dass Personen, welche dummerweise zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort sind, ein Rayonverbot erhalten, gegen das sie sich nicht wehren können. Die Folgen für eine einzelne Person sind klar: In einer ersten kurzen Phase sind Heimspielbesuche nicht mehr möglich, später wird schweizweit der Zutritt zu allen Fussball- und Eishockeystadien verweigert. Aber was heisst dies für den Block Süd? Müssen wir zulassen, dass unsere Kurve durch Repression zerstört wird? Nein, das wollen wir nicht. Zu den oben genannten Vorfällen hat der Block Süd bereits bei der Polizei Stellung bezogen. Wir warten jedoch noch immer auf eine Antwort. Aktion gegen Aarau Der Entscheid ist uns nicht leicht gefallen, jedoch ist es wohl (leider) die einzige Möglichkeit uns als Kurve auszudrücken. Der Block Süd bleibt heute geschlossen. Am heutigen Spiel werden wir einen Banner aufziehen mit der Aufschrift: „wenn du wüsstisch wie fest mir di liebä – würdsch du usem Stadion cho spilä!“. Danach muss es jedoch weitergehen. All diejenigen, welche da sind, sollen die Mannschaft mit Herzblut und vollem Einsatz unterstützen. Auch wenn nun ein grosser Teil des harten Kerns (darunter Capos, Choreorganisatoren und sehr engagierte, langjährige Fans) fehlt, muss der Support weiter da und spürbar sein. Wir alle dürfen es nicht zulassen, dass die Fanszene des FC Thuns verloren geht. Die Mannschaft wird über die Vorgänge informiert und es ist klar, dass sich dieser Boykott weder gegen den FC Thun, noch gegen die Mannschaft richtet. Wie weiter? An den letzten drei Heimspielen werden wir wieder im Block Süd stehen. Wie bereits gesagt, muss der Support weiter bestehen. Die Kurve darf nicht noch kleiner werden. Der Banner mit oben genannter Aufschrift wird weiterhin aufgehängt sein. Der Support wird sicher nicht so sein wie bis anhin, aber wir glauben an euch und sind überzeugt, dass ihr laut und ausdauernd seid, auch wenn einige fehlen. Carfahrten an die Auswärtsspiele werden wie gewohnt organisiert. Diejenigen von uns, welche nun die Spiele nicht mehr im Stadion verfolgen dürfen, werden ausserhalb des Stadions dabei sein. Wir geben nicht auf und werden alles daran setzen, so schnell wie möglich wieder in der Kurve zu stehen. Was das heisst, liegt nicht in unseren Händen. Auf bald! / Block Süd, 10. April 2014
«SVP will in Stadien ein Vermummungsverbot»Nationalrat Ulrich Giezendanner fordert ein hartes Eingreifen der Polizei othmar von matt Von randalierenden Fussball-Chaoten hat er die Nase voll. «Chaoten brauchen wir keine», sagt SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner. «Wir wollen Sport, wir wollen uns freuen, wir wollen jubeln, Fan sein.» Nun wird Giezendanner mit einer parlamentarischen Initiative aktiv, in der er ein «lebenslanges Stadionverbot für Vermummte» fordert. Es war das Spiel des FC Aarau gegen den FC Basel, das bei Giezendanner das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Der FC Basel gewann am 15. Mai im ausverkauften Brügglifeld (8000 Zuschauer) 3:1 – und damit den fünften Meistertitel in Folge. Doch nach dem Spiel kam es zu massiven Ausschreitungen. Maskierte FCB-Anhänger stürmten beim Schlusspfiff das Spielfeld und lieferten sich Schlägereien mit Aarau-Fans. Die Basler Randalierer suchten nach dem Schlusspfiff gezielt die Konfrontation mit den Aarauer Fans, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilte. Dabei warfen sie auch Pyro-Fackeln in deren Sektor. Die Ausschreitungen vor laufenden Fernsehkameras auf und am Spielfeld wurden erst unterbunden, als die Polizei einschritt. Mit seiner parlamentarischen Initiative, die bereits 40 Parlamentarier unterschrieben haben, will Giezendanner einen harten Weg einschlagen. «Der Bundesrat schafft die gesetzliche Grundlage, damit Vermummte und Chaoten von der Polizei in Sportstadien personell erfasst werden können», steht in der Initiative. «Das Gesetz ist so zu gestalten, dass polizeilich erfasste Chaoten und Vermummte mit einem lebenslangen Verbot für den Besuch von Sportstadien belegt werden können.» Dem SVP-Nationalrat schwebt damit ein anderes Konzept vor, als es bei den Eishockeyklubs Lausanne HC und EV Zug bereits in Kraft ist. Dort werden die Fans des Gästeteams beim Eingang in den Gästesektor fotografiert. Gleichzeitig müssen sie ihre Identitätskarte vorweisen. Damit kann der Stadionbetreiber feststellen, ob der ID-Inhaber in der Hooligan-Datenbank des Justizdepartements aufgeführt ist – oder ob er eine weisse Weste hat. «Entscheidend ist, dass mit der parlamentarischen Initiative der Datenschutz ausser Kraft tritt», sagt Giezendanner. Erstens würde damit in den Schweizer Sportstadien ein Vermummungsverbot Einzug halten. Zweitens müsste die Polizei «jeden Vermummten demaskieren». Giezendanner: «Diesen Auftrag würde sie erhalten.» Die demaskierten Vermummten würden über den Internet-Pranger identifiziert. Er sei überzeugt, dass andere Fans die Vermummten denunzieren würden, sagt Giezendanner. Mit seinem parlamentarischen Vorstoss wolle er auch Verkehrsministerin Doris Leuthard stützen, sagt Giezendanner. Leuthard hatte vor dem Nationalrat eine Schlappe erlitten, als sie die Fanzugpflicht einführen wollte. Sie erlitt Schiffbruch mit der Änderung des Personenbeförderungsgesetzes. Sport-Fangruppen hätten damit verpflichtet werden können, anstelle des fahrplanmässigen öffentlichen Verkehrs spezielle Fanzüge oder Fanbusse zu benutzen. Zudem hätten Sportklubs unter gewissen Bedingungen für Schäden ihrer Fans in die Pflicht genommen werden können.
«SVP will in Stadien ein Vermummungsverbot»Nationalrat Ulrich Giezendanner fordert ein hartes Eingreifen der Polizei othmar von matt Von randalierenden Fussball-Chaoten hat er die Nase voll. «Chaoten brauchen wir keine», sagt SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner. «Wir wollen Sport, wir wollen uns freuen, wir wollen jubeln, Fan sein.» Nun wird Giezendanner mit einer parlamentarischen Initiative aktiv, in der er ein «lebenslanges Stadionverbot für Vermummte» fordert. Es war das Spiel des FC Aarau gegen den FC Basel, das bei Giezendanner das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Der FC Basel gewann am 15. Mai im ausverkauften Brügglifeld (8000 Zuschauer) 3:1 – und damit den fünften Meistertitel in Folge. Doch nach dem Spiel kam es zu massiven Ausschreitungen. Maskierte FCB-Anhänger stürmten beim Schlusspfiff das Spielfeld und lieferten sich Schlägereien mit Aarau-Fans. Die Basler Randalierer suchten nach dem Schlusspfiff gezielt die Konfrontation mit den Aarauer Fans, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilte. Dabei warfen sie auch Pyro-Fackeln in deren Sektor. Die Ausschreitungen vor laufenden Fernsehkameras auf und am Spielfeld wurden erst unterbunden, als die Polizei einschritt. Mit seiner parlamentarischen Initiative, die bereits 40 Parlamentarier unterschrieben haben, will Giezendanner einen harten Weg einschlagen. «Der Bundesrat schafft die gesetzliche Grundlage, damit Vermummte und Chaoten von der Polizei in Sportstadien personell erfasst werden können», steht in der Initiative. «Das Gesetz ist so zu gestalten, dass polizeilich erfasste Chaoten und Vermummte mit einem lebenslangen Verbot für den Besuch von Sportstadien belegt werden können.» Dem SVP-Nationalrat schwebt damit ein anderes Konzept vor, als es bei den Eishockeyklubs Lausanne HC und EV Zug bereits in Kraft ist. Dort werden die Fans des Gästeteams beim Eingang in den Gästesektor fotografiert. Gleichzeitig müssen sie ihre Identitätskarte vorweisen. Damit kann der Stadionbetreiber feststellen, ob der ID-Inhaber in der Hooligan-Datenbank des Justizdepartements aufgeführt ist – oder ob er eine weisse Weste hat. «Entscheidend ist, dass mit der parlamentarischen Initiative der Datenschutz ausser Kraft tritt», sagt Giezendanner. Erstens würde damit in den Schweizer Sportstadien ein Vermummungsverbot Einzug halten. Zweitens müsste die Polizei «jeden Vermummten demaskieren». Giezendanner: «Diesen Auftrag würde sie erhalten.» Die demaskierten Vermummten würden über den Internet-Pranger identifiziert. Er sei überzeugt, dass andere Fans die Vermummten denunzieren würden, sagt Giezendanner. Mit seinem parlamentarischen Vorstoss wolle er auch Verkehrsministerin Doris Leuthard stützen, sagt Giezendanner. Leuthard hatte vor dem Nationalrat eine Schlappe erlitten, als sie die Fanzugpflicht einführen wollte. Sie erlitt Schiffbruch mit der Änderung des Personenbeförderungsgesetzes. Sport-Fangruppen hätten damit verpflichtet werden können, anstelle des fahrplanmässigen öffentlichen Verkehrs spezielle Fanzüge oder Fanbusse zu benutzen. Zudem hätten Sportklubs unter gewissen Bedingungen für Schäden ihrer Fans in die Pflicht genommen werden können. Ich könnte kotzen, wenn ich so etwas lese! Der hat absolut keine Ahnung was er damit anrichten würde. Ich finde es erstaunlich, dass es bis jetzt noch keine Tote gegeben hat mit dem jeweils harten eingreiffen der Polizei, aber mit so einem zusätzlichen Auftrag würde es noch mehr eskalieren. Denn es ist nach wie vor nicht möglich, die maskierten "Fans" von den unmaskierten Fans in einem Fanmarch (ohne Gewalt) zu trennen. Es hat Kinder und Jugendliche die nichts dafür können, dass ich zum Teil Gruppierungen vermummen (was an den Vermummten so schlimm ist, sei dahin gestellt). Was für die Polizei dennoch kein Hindernis ist, hemmungslos mit Pfefferspray und Gummischrot in einen Fanmarch zu schiessen. Mit so einem Gesetz würde man sich nur noch ein zusätzliches Problem schaffen und die unnötigen Polizei-Kosten weiterhin in die Höhe schrauben. Ich finde der einzige Auftrag, den die Polizei an einem Match haben sollte, ist für die Trennung der Fangruppen zu sorgen. Alles andere ist kontraproduktiv und gefährlich.