Ehrlich die Sache Fc Wil nervt mich gehörig. Es gab von Anfang an paralleln zu Xamax aber auch hier hat der SFV wiedermal gepennt und zugeschaut wie man den Karren an die Wand fährt.
Wieso kann man es in der Schweiz nicht "einfach" mit der 50+1 Regel lösen, analog Deutschland? Mit dieser werden genau solche Szenarien verhindert...
Ähm dann müssten aber auch wir ziemlich umstrkturieren...Fussball in der Schweiz lässt sich nicht rentabel gestalten, bis auf eine Ausnahme.
Gut, stimmt auch wieder... dann müssten sich eigentlich alle neu strukturieren... aber trotzdem, fraglich warum die SFV da nicht die Oberhand ergriffen hat um das ganze von anfang an zu überprüfen!
@Glarona und Suedkuervler
1. Die beiden Profiligen werden schon sit es paar Jöhrli von der Swiss Football League betrieben, schon sehr lange nicht mehr vom SFV, willkommen im 21.Jahrhundert! ;-)
2. Was für Parallelen zu Chagaev soll es gegeben haben? Dass beides Ausländer sind? Soll der Besitz von Schweizer Fussballklubs durch Ausländer verboten werden?
3. Die MNG wurde überprüft. Es gab nichts zu bemängeln. Du kannst aber nur die Vergangenheit und Gegenwart überprüfen, nicht die Zukunft. Auch eine gute Braut kann abhauen, es gibt keine Garantie.
4. In Neuenburg, Biel oder Wil haben die langjährigen Besitzer zum Teil jahrelang in der Region nach einem Nachfolger gesucht, aber keinen gefunden! Auch Winterthur sucht einen Nachfolger für den bisherigen Mäzen Keller. Bisher ohne Ergebnis. Idealerweise sollte es attraktiv sein, einen Klub zu übernehmen. Dann gäbe es bei einer Klubübernahme viele Interessenten und der Klub könnte aus mehreren Bewerbern den besten auswählen (bezüglich Herzblut, Professionalität und finanzielle Unabhängigkeit). Das ist aber zur Zeit in der Schweiz nicht der Fall. Denn als Besitzer eines Schweizer Klubs verliert man viel Zeit, Nerven und Geld. Und muss sich obendrein in den Medien, von Fans oder kleinen Sponsoren «anpöbeln» lassen. Die gesellschaftliche Anerkennung sinkt eher, als dass sie steigt. Die eigene Familie leidet. Wer will das schon? Höchstens ein Verrückter. Und genau solche Verrückten bleiben deshalb oftmals als einzige Interessenten noch übrig.
5.Haben Fans die Wahl zwischen einem Mäzen, der für Vernunft und Nachhaltigkeit plädiert, und einem, der das Blaue vom Himmel verspricht, wählen sie meist den Zweiten. In Neuenburg beispielsweise wurde Chagaev von der Mehrheit der Fans euphorisch begrüsst.
6.Zu 50+1: Deutschland rückt immer mehr davon ab, weil Deutsche Traditionsklubs unter anderem wegen dieser Regel selbst gegenüber kleinen Englischen Klubs immer mehr ins Hintertreffen geraten. Damit der Fussball in der Schweiz seine Relevanz bewahrt, ist es wichtig, im Vergleich mit Ländern wie Österreich gut dazustehen. Grundsätzlich gilt: je mehr Finanzquellen der Fussball hat, desto besser. Auch kurzfristige Finanzquellen sind besser, als gar nichts. Der FC Wil hat anderthalb Jahre lang die Challenge League belebt. Vor allem letzte Saison war das Duell mit Lausanne sehr spannend.