Bezeichnend war für mich das Ende des Spiels. Bei uns feierte eine Mannschaft, 11 Freunde, um es kitschig auszudrücken. Bei den Hoppers standen 11 Söldner wie begossene Pudel auf dem Plat (als ob sie Social Distancing betreiben würden), es fand keine Kommunikation zwischen den Spielern statt, keiner regte sich wirklich auf über die Niederlage und keiner schien wirklich angefressen. Für mich der Alptraum einer Mannschaft. Einen solch zusammengewürfelten FCZ möchte ich niemals sehen.
Das liegt meines Erachtens in der Natur der Sache, dass man als Sieger gemeinsam feiert und als Verlierer die Niederlage erst einmal sacken lässt, zumal das Spiel recht aussichtslos für die Hoppers ausklang. Ich hätte es lächerlich gefunden, wenn da nach dem Abpfiff noch Einer den aus dem Mund schäumenden Max gemacht hätte. GC war schlicht inferior. Das müssen sie akzeptieren und das kam jetzt auch nicht überraschend.
Aber, es gefiel mir auch mit welcher Vehemenz wir dabei waren. Apropos Söldner ohne Bezug zum Zürcher Derby: Mets war bereits im ersten Spiel mit Inbrunst dabei. Coric legte sich mit einem Kopf grösseren Hoppers Pflock an. Ich finde, man spürt da Herz der Mannschaft in jedem Spiel, nicht nur im Derby!
«Das Spruchband fasst es perfekt zusammen. Es ist (schon lange) nicht mehr das Nobel-GC, es ist aber auch nicht mal mehr das Biedermeier-Baregg-Bauern-Agglo-GC aus den Nullerjahren, es ist eine seelenlose Söldnertruppe, gestopft mit chinesischem Geld.»
Wirklich gestopft mit Geld sind die nicht. Sie sind halt ein Farmteam, mit all den Nachteilen (per Definition Übergangsststation und ohne Selbstbestimmung und wenig Profil) und Vorteilen (überdurchschnittliche Söldner mögen abgestellt werden, Überleben gesichert). Und ja, das Spruchband hätte mich als Hopper geschmerzt, weil es nicht von der Hand zu weisen ist.