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chnobli
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29.09.2022, 17:48 · #721
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aber der fc neunkirch (oder so) hat aufgezeigt wie es geht das frauenteam fuer erfolg zu verheizen und dann trotz erfolg konkurs zu gehen
Das hatte ja nichts mit dem Erfolg zu tun, sondern schlicht und einfach dass das eingesetzte Geld geklaut war.
Oops das hab ich verdrängt, danke für die info!
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Ruud Gullit
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30.09.2022, 05:47 · #722
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Übrigens, bezgl. Frauenfussball und Stadt Zürich
Finanzhilfen für ein Turnier in der Schweiz
Weitere Grossstädte sprechen Millionengelder für allfällige Heim-EM 2025
Nach Bern und Thun haben nun auch Luzern, Zürich und Basel Verpflichtungskredite verabschiedet und finanzielle Zusagen für eine allfällige UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz gemacht.
Luzern will die Sportveranstaltung mit 4 Millionen Franken unterstützen. Diese Gesamtkosten sollen je zur Hälfte von Kanton und Stadt Luzern getragen werden. Vorbehaltlich der Vergabe der UEFA Women's EURO 2025 an die Schweiz durch die UEFA im Januar 2023 wollen deshalb Kanton und Stadt Luzern einen Kredit von je 2 Millionen Franken gemäss Bruttoprinzip sprechen.
Die Stadt Zürich will 18,45 Millionen Franken für die Durchführung der UEFA Women's EURO 2025 bereitstellen. Darin enthalten sind 1,5 Millionen Franken für die Vorbereitung der Bewerbung und die Planung der Fussball Grossveranstaltung und Nachhaltigkeitsprojekte zur Förderung des Frauensports.
Basels Regierungsrat hat dem Grossen Rat beantragt, eine Rahmenausgabenbewilligung von 12,9 Mio. Franken für die Durchführung der UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz bzw. in Basel als einer der Hauptaustragungsorte zu bewilligen.
Damit haben die Städte und Kantone bislang finanzielle Zusagen in der Höhe von 45,1 Millionen Franken gesprochen.
«Wir sind sehr dankbar und auch stolz, dass Städte und Kantone ein so starkes Bekenntnis für eine Frauen EM in der Schweiz abgeben. Das gibt uns weiteren Schwung für eine erfolgreiche Kandidatur», freut sich Marion Daube, Projektleiterin der SFV-Kandidatur UEFA Women’s EURO 2025.
Die Unterstützung der Kantone ist ein wesentlicher Bestandteil für eine erfolgreiche Schweizer Kandidatur, welche offiziell am 12. Oktober beim Europäischen Fussballverband UEFA in Nyon eingereicht wird. Der Vergabeentscheid ist am 25. Januar 2023.
Wo bleiben die grossen und reichen Kantone wie Genf, St.Gallen Zug usw?
— Auf gehts, immer weiter, immer besser!
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likavi
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30.09.2022, 06:34 · #723
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Krass die finanziellen Differenzen:
!So krass bescheidener sind die Verhältnisse im Frauenfussball gegenüber den Männern. Dort werden in der Champions League rund 2 Milliarden Euro ausgeschüttet. Bei den Frauen sinds seit der Einführung der Gruppenphase letztes Jahr 24 Millionen.
1,7 Mia für die Männer würden auch reichen und 324 mio für die Damen wäre doch ein Anfang!
Von "die Frauen" und "die Männer" zu sprechen, ist immer etwas populistisch. Denn es geht ja hier tatsächlich nicht um Durchschnittsfrauen und Durchschnittsmänner, sondern um die Weltspitze der Sportunterhaltungsbranche.
Von Repräsentantinnen des Frauenfussballs wird immer wieder betont, man solle Frauenfussball nicht mit Männerfussball vergleichen, aber sie halten sich selbst nicht dran - vor allem wenns ums liebe Geld geht.
Die Frauen im Spitzenfussball werden heute in vielen Ländern privilegiert. Im Vergleich zu Männern im Spitzenamateurfussball oder Spitzenamateursport allgemein, die ähnlich wenig Umsatz einspielen und neben dem Hauptjob ebenfalls sehr viel zusätzlich leisten und investieren. Zum Beispiel Männer, die in der 1. Liga oder Promotion League aktiv sind. Oder in der obersten Liga auf den Färöer-Inseln. Oder Nationalspielern in kleineren Sportarten.
Warum sollen Männer im Spitzenamateurfussball nicht vom Geldsegen der Weltklasse-Fussballer profitieren, aber Frauen, die dasselbe machen, schon? Das wäre diskriminierend...
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Ruud Gullit
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30.09.2022, 06:53 · #724
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Krass die finanziellen Differenzen:
!So krass bescheidener sind die Verhältnisse im Frauenfussball gegenüber den Männern. Dort werden in der Champions League rund 2 Milliarden Euro ausgeschüttet. Bei den Frauen sinds seit der Einführung der Gruppenphase letztes Jahr 24 Millionen.
1,7 Mia für die Männer würden auch reichen und 324 mio für die Damen wäre doch ein Anfang!
Von "die Frauen" und "die Männer" zu sprechen, ist immer etwas populistisch. Denn es geht ja hier tatsächlich nicht um Durchschnittsfrauen und Durchschnittsmänner, sondern um die Weltspitze der Sportunterhaltungsbranche.
Von Repräsentantinnen des Frauenfussballs wird immer wieder betont, man solle Frauenfussball nicht mit Männerfussball vergleichen, aber sie halten sich selbst nicht dran - vor allem wenns ums liebe Geld geht.
Die Frauen im Spitzenfussball werden heute in vielen Ländern privilegiert. Im Vergleich zu Männern im Spitzenamateurfussball oder Spitzenamateursport allgemein, die ähnlich wenig Umsatz einspielen und neben dem Hauptjob ebenfalls sehr viel zusätzlich leisten und investieren. Zum Beispiel Männer, die in der 1. Liga oder Promotion League aktiv sind. Oder in der obersten Liga auf den Färöer-Inseln. Oder Nationalspielern in kleineren Sportarten.
Warum sollen Männer im Spitzenamateurfussball nicht vom Geldsegen der Weltklasse-Fussballer profitieren, aber Frauen, die dasselbe machen, schon? Das wäre diskriminierend...
Klar da hast du definitiv recht! Aber müssen die englischen Vereine, Real, Barca, Juve, Bayern usw. soviel UEFA CHL Mio absahnen,wenn diese (v.a. die ENG) Vereine bereits so extreme TV- Einnahmen haben?
Mir geht es nur um den Verteilschlüssel und das 24 Mio für die ganze Frauen-CHL-Kampagne einfach lächerlich sind ggü 2 Mia bei den Männern.
Warum muss die Startgage bei den Herren 27 Mio sein, 20-22 Mio Startgage reichen doch auch, oder nicht?
Siehe hier 10.02.2022: https://fussball.news/a/naechster-gelds ... ier-league
Die Premier League erhält in den kommenden drei Jahren offenbar noch mehr TV-Gelder. Der Hauptgrund dafür soll eine Erhöhung der Einnahmen aus dem Ausland sein.
Das berichtet The Telegraph. Demnach erhält die Premier League aus der Auslandsvermarktung in den kommenden drei Jahren umgerechnet 6,28 Milliarden Euro. Die aktuellen Verträge sollen der höchsten englischen Spielklasse noch Einnahmen über 4,8 Milliarden Euro bescheren. Da die TV-Verträge mit inländischen Sendern in den kommenden drei Jahren sechs Milliarden Euro einbringen sollen und darüber hinaus ein neuer Werbe- und Sponsorendeal über 142 Millionen Euro abgeschlossen worden sei, kassiere die Premier League künftig insgesamt 12,45 Milliarden Euro.
Über 120 Millionen Euro für den 20. Platz
Laut einer Berechnung von The Telegraph soll alleine der Letztplatzierte rund 125,7 Millionen Euro TV-Gelder erhalten, aktuell belaufen sich die Einnahmen auf rund 116 Millionen Euro. Der Meister werde in Zukunft sogar 138,7 Millionen Euro erhalten. Zum Vergleich: Nach Angaben von ran.de kassierte der FC Bayern in der Saison 2020/21 TV-Gelder in Höhe von 105,4 Millionen Euro, Arminia Bielefeld wird mit 34,2 Millionen Euro auf dem 18. Platz geführt.
Und da soll es der UEFA nicht möglich sein, 200-300 Mio in die CHL und/oder EL bei den Frauen einzuschiessen?
Kommt noch dazu, dass die mehr oder weniger gleichen Teams den Sieg bei den Frauen ausmachen.
— Auf gehts, immer weiter, immer besser!
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pexito
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30.09.2022, 08:07 · #725
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Es ist nun mal der Markt, welcher die Grössen definiert.
Ja, die komplette Ausschüttung UWCL entspricht etwa der Startgage von 1.5 Teams bei den Männer.
Aber es ist auch so, das letztes Jahr zum ersten Mal die TV-Rechte der UWCL verkauft wurden (DAZN) und das für 4-5 Jahre.
Wie es schon mal von der Comedy-Seite zu hören war. Wollen die Frauen mehr Geld, wäre es schon mal gut, wenn auch Frauen für Fussball Geld ausgeben (Stadion, Merch, TV).
Anderes Thema: Leider reicht es für den FCZ knapp nicht in den dritten Pot und liegt somit in der Auslosung im letzten Pot.
Für den dritten Pot hätten die Frauen 3.3 Koeffizientpunkte mehr auf dem Konto haben müssen.
Bei der UEFA ist die Marschrichtung auch klar. Den Klub-Koeffizientpunkte wird noch 20% der Verbandskoeffizienten hinzusummiert, weshalb Klubs aus Nationen wie Frankreich, England, Deutschland und Spanien ziemlich einfach an besser Startplätze kommen. Mein Lieblingsbeispiel Real Madrid: Vor 2 Jahren einen Frauenklub aufgekauft, erst einmal in der CL dabei, schon im Pot 3. Obwohl dieser weniger Klubkoeffizientpunkte hat als der FCZ.
Auslosung findet am Montag 3. Oktober in Nyon statt.
Saludos Pexito
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likavi
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30.09.2022, 12:10 · #726
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Klar da hast du definitiv recht! Aber müssen die englischen Vereine, Real, Barca, Juve, Bayern usw. soviel UEFA CHL Mio absahnen,wenn diese (v.a. die ENG) Vereine bereits so extreme TV- Einnahmen haben?
Mir geht es nur um den Verteilschlüssel und das 24 Mio für die ganze Frauen-CHL-Kampagne einfach lächerlich sind ggü 2 Mia bei den Männern.
Warum muss die Startgage bei den Herren 27 Mio sein, 20-22 Mio Startgage reichen doch auch, oder nicht?
Siehe hier 10.02.2022: https://fussball.news/a/naechster-gelds ... ier-league
Die Premier League erhält in den kommenden drei Jahren offenbar noch mehr TV-Gelder. Der Hauptgrund dafür soll eine Erhöhung der Einnahmen aus dem Ausland sein.
Das berichtet The Telegraph. Demnach erhält die Premier League aus der Auslandsvermarktung in den kommenden drei Jahren umgerechnet 6,28 Milliarden Euro. Die aktuellen Verträge sollen der höchsten englischen Spielklasse noch Einnahmen über 4,8 Milliarden Euro bescheren. Da die TV-Verträge mit inländischen Sendern in den kommenden drei Jahren sechs Milliarden Euro einbringen sollen und darüber hinaus ein neuer Werbe- und Sponsorendeal über 142 Millionen Euro abgeschlossen worden sei, kassiere die Premier League künftig insgesamt 12,45 Milliarden Euro.
Über 120 Millionen Euro für den 20. Platz
Laut einer Berechnung von The Telegraph soll alleine der Letztplatzierte rund 125,7 Millionen Euro TV-Gelder erhalten, aktuell belaufen sich die Einnahmen auf rund 116 Millionen Euro. Der Meister werde in Zukunft sogar 138,7 Millionen Euro erhalten. Zum Vergleich: Nach Angaben von ran.de kassierte der FC Bayern in der Saison 2020/21 TV-Gelder in Höhe von 105,4 Millionen Euro, Arminia Bielefeld wird mit 34,2 Millionen Euro auf dem 18. Platz geführt.
Und da soll es der UEFA nicht möglich sein, 200-300 Mio in die CHL und/oder EL bei den Frauen einzuschiessen?
Kommt noch dazu, dass die mehr oder weniger gleichen Teams den Sieg bei den Frauen ausmachen.
Der UEFA sollte es doch sicherlich auch möglich sein, bei all dem vielen Geld, das sie verdienen, Dir und mir ein paar hundert Stutz zu zahlen, wenn wir hier wöchentlich in diesem Thread etwas posten. Sollte doch eigentlich möglich sein, oder?
Man könnte auch 200-300 Mio in eine Futsal Champions League einschiessen. Oder Beach Soccer.
Aber das wollen die allermeisten Leute nicht sehen. Sie wollen die Champions League und Premier League der Männer sehen und dann soll das Geld auch dahin fliessen. Es wird dann zum Beispiel für den Millionentransfer eines jungen Spielers des FC Zürich verwendet und der FCZ wiederum verwendet es, um das nächste Talent für die Premier League zu entwickeln. Dafür bezahlen die Menschen in Thailand oder Argentinien, die sich ein Premier League Pay-TV Abo gekauft haben. Nicht für Futsal, Beach Soccer oder die Womens' Champions League.
Jede Liga muss sich schlussendlich selbst finanzieren, und das ist auch richtig so. Das gilt für Männer genauso wie für Frauen. Für Fussball, Basketball, Unihockey. In jedem Land. Warum soll das ausgerechnet bei der UWCL nicht auch so sein?
Nicht politische Ränkespiele und Hinterzimmer-Deals sollen bestimmen, wohin das Geld fliesst, sondern die Fussballkonsumenten. Alles andere ist unfair und langfristig schädlich für die Entwicklung. Wenn man mal mit Subventionen und Hand-Outs begonnen hat, dann ist das ein Fass ohne Boden. Dann will jeder auch noch vom Kuchen haben und immer mehr und mehr und mehr... Dann dreht sich wirklich alles nur noch ums Geld. Jede Subvention erhöht das Geschrei nach noch mehr Subventionen. Frauen-Teams und -Ligen würden (richtigerweise) niemals Männer-Teams und -Ligen querfinanzieren - einfach nur weil dort Männer spielen. Warum auch? Geschlecht ist doch kein Kriterium. Die nur aus Männern bestehende Indy-Band aus Bülach bekommt auch kein Geld von Beyoncé.
Die Ausschüttungen in der UEFA Women's Champions League sind hoch verglichen mit den meisten internationalen Wettbewerben in verschiedensten Sportarten. Klar, wenn man sich ausgerechnet mit einer der reichsten Ligen der Welt vergleicht, dann hat man natürlich immer deutlich weniger. Aber es braucht schon ziemlich viel Arroganz und Selbstüberschätzung sich mit der Premier League oder Champions League (der Männer) zu vergleichen. Das ist wie bei Multimillionären, die sich beklagen, dass ihr Vermögen Welten entfernt von Bill Gates und Jeff Bezos ist. Mimimimimiii...
Irgendwann steht einem die Geräuschkulisse des ständigen Wehklagens von Privilegierten bis zum Hals und man wendet sich von dem ganzen Theater ab. So gehts mir ein bisschen mit dem Frauenfussball, den ich eigentlich sehr mag. Wäre schade, wenn mir die Freude daran wirklich noch ganz vergehen würde... Wobei es zum grössten Teil ja gar nicht wirklich die Fussballerinnen selbst sind, die sich beklagen, sondern tendenziell eher unbeteiligte Leute, die (Frauen-)Fussball als politisches Vehikel missbrauchen.
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ZüriAlain
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03.10.2022, 12:14 · #727
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Hammerlos in der CL!
Arsenal, Lyon und Juve!
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s'Efeu
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03.10.2022, 14:26 · #728
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Hammerlos in der CL!
Arsenal, Lyon und Juve!
Uff, diese Gegnerinnen sind nicht unbekannt. Gegen Lyon und Arsenal haben die Zürifrauen in der CL Quali 08/09 ordentlich kassiert. Bin gespannt, wie es 14 Jahre später ausgeht :)
Fun Fact, damals gab es auch schon ein Qualispiel gegen SFK 2000 Sarajevo, das ebenfalls gewonnen wurde, aber mit 3:2 deutlich knapper als diese Saison.
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Titanium
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03.10.2022, 14:30 · #729
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Doof nur, dass sie ihre Heimspiele in Schaffhausen austragen müssen.
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Funkateer
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08.10.2022, 15:04 · #730
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Seit heute sind Ticketing-Packages für die drei Heimspiele in der Champions League erhältlich.
Natürlich schade, dass man nicht im Letzi spielen kann. Wäre schön, wenn dennoch einige den Weg auf Schaffhausen finden. Mit den moderaten Preisen und Teams wie Juve, Olympique Lyon und Arsenal kann man da jedoch glaube ich zuversichtlich sein.
Ticketing-Packages
Mit einem Ticketing-Package können alle drei Heimspiele in der wefox Arena Schaffhausen besucht werden. Die Package-Preise gestalten sich wie folgt:
• Sektoren A3-5 (VIP): CHF 150.00
• Sektoren A1-2 und A6-7: CHF 75.00
• Sektor C: CHF 50.00 (Erwachsene) / CHF 25.00 (Kinder bis 16, Jg. 2006)
• Sektoren B (Heimsektor) und D (Gästesektor): CHF 25.00
Die Ticketing-Packages sind ab sofort über Ticketcorner erhätlich.
Einzeltickets
In einer zweiten Verkaufsphase ab Donnerstag, 13. Oktober 2022, werden auch Einzeltickets erhältlich sein, mit welchen der Zutritt zu einzelnen Spielen möglich ist. Die Preise sind wie folgt:
• Sektoren A3-5 (VIP): CHF 60.00
• Sektoren A1-2 und A6-7: CHF 30.00
• Sektor C: CHF 20.00 (Erwachsene) / CHF 10.00 (Kinder bis 16, Jg. 2006)
• Sektoren B (Heimsektor) und D (Gästesektor): CHF 10.00
Quelle: https://www.fcz.ch/pages/news/ticketing-uwcl-heimspiele
Tickets: https://www.ticketcorner.ch/artist/uefa-womens-champions-league/
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Titanium
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08.10.2022, 15:35 · #731
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Mittwochs 18:45? Keine Chance, da irgendwie rechtzeitig hinzukommen. Schaffe es schon knapp jeweils in den Letzi.
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Titanium
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13.10.2022, 06:13 · #732
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219 Arbeitsstunden im Minus – der schwierige Spagat der Schweizer Matchwinnerin Fabienne Humm
Fabienne Humm hat die Schweizer Fussballerinnen am Dienstag an die WM 2023 geschossen. Sie ist eine unkonventionelle Fussballheldin.
Nicola Berger
12.10.2022, 17.47 Uhr
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Welch ein glückliches Händchen! Der Nationaltrainer Nils Nielsen war hartnäckig und hat Fabienne Humm zum Rücktritt vom Rücktritt aus dem Nationalteam bewogen – am Dienstag durften sie sich im Letzigrund nach Humms Siegestor über die WM-Qualifikation freuen.
Welch ein glückliches Händchen! Der Nationaltrainer Nils Nielsen war hartnäckig und hat Fabienne Humm zum Rücktritt vom Rücktritt aus dem Nationalteam bewogen – am Dienstag durften sie sich im Letzigrund nach Humms Siegestor über die WM-Qualifikation freuen.
Manuel Geisser / Imago
Bis um 1 Uhr feierte das Frauen-Nationalteam in der Nacht auf Mittwoch im VIP-Bereich des Letzigrunds die in extremis geschaffte WM-Qualifikation. Als ein Teil des Teams in die Stadt weiterzog, um den Triumph weiter zu begiessen, verabschiedete sich die Matchwinnerin nach Hause: Fabienne Humm, die im Play-off gegen Wales in der 121. Minute den erlösenden 2:1-Siegtreffer erzielt hatte, konnte sich keine rauschende Partynacht erlauben.
Dieses Tor bringt die Schweiz an die WM! #srfsport @nati_sfv_asf #SchweizerNati #srffussball #fussball pic.twitter.com/vmjE6ynsHK
— SRF Sport (@srfsport) October 11, 2022
Humm, 35, ist Captain des FC Zürich und Amateurfussballerin aus Überzeugung. Sie arbeitet mit einem 100-Prozent-Pensum als Kauffrau. Und musste am Mittwoch um 8 Uhr im Büro stehen. Es gab keine Möglichkeit, kurzfristig freizunehmen: Humms Zeitsaldo zeigt derzeit ein Minus von 219 Arbeitsstunden an, angehäuft durch ein kräftezehrendes Fussballjahr.
Da ist das Nationalteam, und da ist der FCZ mit Spielen auch im Europacup – am Mittwoch beginnt gegen Juventus Turin das Abenteuer Champions League. Als die Schweizerinnen im Sommer in England die EM bestritten, sass Humm manchmal im Hotelzimmer und arbeitete Pendenzen aus dem Arbeitsalltag ab.
Bis 17 war Fabienne Humm Torhüterin
Fabienne Humm würde sich nie darüber beklagen, sie hat das so gewollt. 2015 beispielsweise hätte sie Profi werden können, nachdem sie beim 10:1 gegen Ecuador an der WM in Kanada innert fünf Minuten einen Hattrick erzielt hatte und der Boulevard danach titelte: «Bumm-Bumm-Humm». Doch sie sagt: «Ich habe das nie gesucht. Ich weiss nicht, ob meine Leidenschaft für den Fussball die gleiche wäre, wenn es sich um meinen Job handeln würde. Beruf und Fussball, das sind zwei verschiedene Welten. Ich mag beide. Und ich habe beim FCZ alles, was ich brauche, um mein ganzes Potenzial abzurufen.»
Würde sie sich nicht wünschen, zehn Jahre jünger zu sein? Jetzt, wo die Dinge im Frauenfussball in Bewegung geraten sind und sich neue Möglichkeiten eröffnen. «Nein», sagt Humm, «ich bin sehr zufrieden damit, wie alles gelaufen ist und wo ich heute stehe.»
Humm hat viel erreicht im Fussball. Sie war neun Mal Schweizer Meisterin mit dem FC Zürich, vier Mal Torschützenkönigin, sie nahm an Endrunden teil. Und das, obwohl sie im FC Windisch bis 17 vor allem als Torhüterin spielte. Zur gefürchteten Mittelstürmerin machte sie erst der frühere Nationalliga-Fussballer Dorjee Tsawa als Trainer im FC Zürich. Eine ihrer Inspirationsquellen ist ihre ehemalige FCZ-Mitspielerin und heutige Trainerin Inka Grings.
Die Deutsche war einst eine Weltklasseangreiferin, Humm sagt: «Ich habe von ihr viel gelernt und tue es immer noch, gerade was Laufwege angeht.» Mit ihrem Ehrgeiz und ihrer Verbissenheit auf dem Platz sind sich Humm und Grings auch charakterlich nicht unähnlich.
Nils Nielsen hat Fabienne Humm ins Nationalteam zurückgeholt – und machte Konzessionen
Humms Treffer vom Dienstag im Letzigrund war der vielleicht wichtigste ihrer Karriere. Dabei hatte sie sich schon 2017 aus dem Nationalteam zurückgezogen. Als sie der 2019 eingesetzte Trainerstaff um Nils Nielsen und Marisa Wunderlin zur Rückkehr zu bewegen versuchte, sagte sie zunächst ab. «Mein Entscheid war getroffen. Aber die waren ziemlich hartnäckig. Und haben mir gesagt, dass mein Profil dem Team noch fehle. Ich war ziemlich skeptisch, schliesslich hatte ich zwei Jahre lang nicht mehr international gespielt. Aber dann bin ich mal zu einem Zusammenzug. Und habe dort gleich getroffen. Seit da bin ich wieder dabei», sagt Humm.
Wie Fabienne Humm ihr «Doppelleben» meistert.
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Wobei es Einschränkungen gibt: Für Test-Länderspiele wird sie kaum je berücksichtigt. Es ist die Konzession des Verbandes an diese verdiente Spielerin, der die Zeit fehlt, um Partien ohne gesteigerte Bedeutung zu absolvieren. Sie sagt: «Wir wägen das immer von Fall zu Fall ab. Ich bin den Mitspielerinnen sehr dankbar, dass das so akzeptiert wird.»
Es ist nicht klar, ob der Nachfolger oder die Nachfolgerin des abtretenden Trainers Nielsen noch Verwendung für Humm haben wird. Auch wenn es nach dem Wales-Spiel seltsam wäre, jene Spielerin nicht an die WM nach Australien und Neuseeland mitzunehmen, die diese Reise überhaupt erst ermöglicht hat.
Humm sagt: «Ich bin jetzt 35 und weiss nicht, wie lange ich noch weiterspiele. Mein Vertrag beim FCZ läuft bis 2023. Solange ich ab und zu ein Tor schiesse und man mich dabeihaben will, stehe ich gerne zur Verfügung. Aber ich kann mir bewusst, dass meine Karriere im Klub und in der Nati irgendwann vorbei ist.»
Was das Nationalteam angeht, glaubte sie schon vor fünf Jahren, ihre Zeit sei abgelaufen. Am Dienstag lieferte Humm den eindrücklichen Gegenbeweis.
D
Demokrit
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13.10.2022, 10:22 · #733
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Der Aufwand für den BreitenSpitzenSport ist extrem. Ich hatte einigermassen Glück mit den Arbeitgebern und bekam viel Freiheiten in Bezug auf die Arbeitszeit. Aber, ich musste auch verlässlich und fleissig sein, sonst hätte ich heftig Lämpen mit den Arbeitskolleg*Innen nekommen. Habe aber auch viele Jahre nur 60 oder 80% gearbeitet. Ohne genügend Regeneration, wäre das bei mir nicht möglich gewesen. Extrem wenig Ausgang und wenn möglich immer früh ins Bett aber schon um 06:00 im Büro, damit ich vor dem Training noch einen Powernap machen konnte.
Eine schwierige Herausforderung welche auch sie sehr gut meistert.
Deshalb ist ihre Leistung sehr hoch einzuschätzen, nicht wegen dem Alter, sondern wegen des Stehvermögens.
A
Artemos
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19.10.2022, 08:41 · #734
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Wird das Spiel heute gegen Juve irgendwo gezeigt?
Philippescu
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19.10.2022, 09:55 · #735
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Wird das Spiel heute gegen Juve irgendwo gezeigt?
9e:mediaembed:PHI+PFlPVVRVQkUgaWQ9ImxPaFlUVDB2VmFnIiB1cmw9Imh0dHBzOi8vd3d3LnlvdXR1YmUuY29tL3dhdGNoP3Y9bE9oWVRUMHZWYWciPmh0dHBzOi8vd3d3LnlvdXR1YmUuY29tL3dhdGNoP3Y9bE9oWVRUMHZWYWc8L1lPVVRVQkU+PC9yPg==https://www.youtube.com/watch?v=lOhYTT0vVag
— test
Z
Züri Live
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19.10.2022, 12:47 · #736
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Die Partie kommt auch live auf www.zuerilive.ch
Hier die Vorschau mit Interviews (Inka Grings, Laura Vetterlein) und den möglichen Aufstellungen
„Haben interessanten Plan“ / Champions League FCZ Frauen – Juventus Vorschau mit Interviews:
https://www.zuerilive.ch/2022/10/haben- ... nterviews/
- Juventus ohne Starspielerin Beerensteyn
- „Zu jung“ – Top-Talent Schertenleib wird von UEFA Spielberechtigung verweigert
- Laura Vetterlein über Fabienne Humm: „Hatte fast Tränen in den Augen“
V
Valderrama
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19.10.2022, 21:26 · #737
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Schade konnten unsere FCZ Frauen die Null nicht halten gegen Juve.
S
schwizermeischterfcz
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19.10.2022, 21:30 · #738
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Heliane Canepa im Interview«Es braucht Menschen, die sagen: Die Frauen gehören dazu»Vor dem Auftakt der Women’s Champions League erklärt die FCZ-Eigentümerin, wieso sie an Frauenfussball glaubt. Und warum sie Ancillo nie geheiratet hätte, wenn er das nicht auch tun würde.
Florian Raz
Publiziert heute um 11:30 Uhr
Ihre Topskorerin Fabienne Humm sagt: «Ancillo Canepa gehört den FCZ-Männern – und Heliane den Frauen.» Aber Sie selber sollen das so nicht gerne hören?
Natürlich dürfen unsere Frauen das sagen. (lacht) Sie müssen einfach wissen, dass es so nicht ganz stimmt. Wir setzen uns gemeinsam aktiv für die FCZ-Frauen ein. Ausserdem besteht der FCZ nicht nur aus Frauen und Männern, sondern auch aus Jugendlichen und Kindern. Cillo ist jetzt gerade auf dem Weg zum Heerenschürli, wo er die Eröffnungsansprache vor den Mädchen hält, die am einwöchigen Girlskick-Camp teilnehmen. Dies hätte sonst ich gemacht – aber jetzt sitze ich ja mit Ihnen hier.
Ist der FCZ nicht vor allem dank Ihnen zur führenden Kraft im Schweizer Frauenfussball geworden?
Nein, es war damals Cillos Idee, den FFC Seebach im FCZ zu integrieren und eine Frauenabteilung zu installieren. Ausserdem wäre ich sicherlich nicht mit einem Mann verheiratet, der sich nicht für die Belange der Frauen einsetzt. In der Wirtschaft, wie eben auch im Fussball. Die Frauen gehören dazu, wie die Männer, wie die Letzikids. Nur das Ganze zusammen ergibt einen Sinn.
Trotzdem sind Sie eine der wenigen Frauen, die im Schweizer Fussball in entscheidender Funktion tätig ist. Die andere grosse Figur geht jetzt in die USA, die bisherige Frauen-Chefin des Schweizerischen Fussballverbandes, Tatjana Haenni.
Ich gönne es ihr, dass sie diese Chance bekommt. Aber ich finde es schade, dass sie geht. Wir sind schon weit gekommen, seit wir 2009 gemeinsam mit Tatjana das Projekt FCZ-Frauen gestartet haben. Aber mein Traum ist auf Elite-Ebene eine eigene Liga analog der Swiss Football League. Eine solche Eigenständigkeit wäre wichtig. Sonst besteht die Gefahr, dass die Frauen in einem vom Männerfussball beherrschten Verband nur zögerlich die nächsten Schritte unternehmen können. Dies gilt vor allem für die Unterstützung des nationalen Fussballs. Ich sage das ohne Vorwurf. Aber die Frauen müssen hier wie in den USA selbstständig sein. Sie haben eigene Bedürfnisse – und sie müssen sich eigenständig weiterentwickeln können.
Aber der Schweizerische Fussballverband lehnt schon eine eigene Frauenkommission ab, weil die Männer dort denken, dass sie sich auch im Frauenfussball zur Genüge auskennen.
Das ist es. Aber ich bin jetzt schon so alt und habe schon auf so viele Dinge gehofft, die dann irgendwann tatsächlich gekommen sind. Manchmal könnte man ungeduldig werden – aber das darfst du in der Schweiz ja auf keinen Fall! (lacht laut) Ich glaube daran: Frauenfussball ist nicht mehr aufzuhalten.
«Endlich müssen unsere Frauen nicht mehr in einen kleinen, ungeheizten Kraftraum.»
Bei anderen Schweizer Clubs bekommt man immer noch das Gefühl, dass Fussball spielende Frauen vor allem als Kostenfaktor betrachtet werden.
Sie sind ein Kostenfaktor. Die Unterstützung von ausserhalb war lange Jahre gleich null. Da gab es nicht einmal ein Label des Verbands. Das gibt es jetzt – aber davon kannst du nicht leben. Es braucht darum in den Vereinen Menschen, die sagen: «Ja, die Frauen gehören dazu.» Wir haben das immer getan. Aber erst jetzt, da wir einen Campus haben, können wir sie auch infrastrukturell wirklich integrieren. Das freut mich.
Das gab zuletzt den Frauen der grossen europäischen Clubs einen Schub: dass sie die Infrastruktur der Männer mitbenutzen können.
Genau! Das Frauenteam bei uns hat endlich eine vernünftige, eigene Kabine, einen top eingerichteten Kraftraum und anderes mehr. Es freut mich jeweils, wenn ich abends um sechs die Frauen im Kraftraum sehe. Endlich müssen sie nicht mehr in einem kleinen, ungeheizten, auch von anderen Vereinen benutzten und mit wenigen Kraftmaschinen ausgestatteten Raum trainieren. Jetzt können alle vom Fortschritt profitieren. Natürlich ist der Frauenfussball ein Kostenpunkt und kann sich im Moment noch nicht selber finanzieren. Aber wenn ich sehe, dass wir mit den Frauen Meisterschaft und Cup gewinnen können, dann bin ich stolz und finde: Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Wer weiss, wann es wieder so weit kommt? (lacht)
Profis sind die FCZ-Frauen aber noch nicht.
Wir können ihnen noch keine Gehälter zahlen, von denen sie leben können, das stimmt. Immerhin haben wir auch beim FCZ den Status als Vertragsspielerinnen eingeführt. Sobald sich der Frauenfussball selber finanzieren kann, werden auch wir den nächsten Schritt machen können. Im Moment finanziert immer noch der FCZ das strukturelle Defizit.
Wie viel verdienen die Spielerinnen?
Es gibt wie bei den Männern Lohnbänder – die Beträge bewegen sich pro Monat im tiefen vierstelligen Bereich. Das reicht natürlich nicht, das ist uns auch bewusst.
Die Women’s Super League hat seit zwei Jahren mit Axa einen Namenssponsor, die Credit Suisse setzt bei den Nationalteams stärker auf die Frauen. Merkt der FCZ diese erhöhte Attraktivität des Frauenfussballs?
Nein. Die TV-Übertragungen haben uns bei Sponsoren etwas geholfen. Aber es ist noch immer nicht der grosse Effekt. Und der Verband gibt das zusätzliche Geld primär für die Nationalteams aus. Darum verstehe ich auch Vereine, die sagen: Wir wollen keine Frauen bei uns, wir lagern die aus oder integrieren sie nicht in der ordentlichen Clubstruktur. Wir waren 2009 zum Glück mit den Männern in der Champions League. Mit diesem Geld konnten wir uns damals die Gründung einer eigenen Frauenabteilung leisten.
Für das Erreichen der Champions League der Frauen gibt es immerhin 400’000 Franken.
Das ist richtig. Aber unser Budget ist natürlich bedeutend höher. Und dann kommen die Zusatzkosten. Weil Zürich immer noch kein Fussballstadion hat, müssen wir das Stadion in Schaffhausen mieten. Das kostet, und wir haben sicher weniger Publikum. Das ist schon bitter – aber ich rege mich nicht mehr auf.
Wann wird der FCZ professionelle Fussballerinnen haben?
Erst wenn wir das durch entsprechende Mehreinnahmen aus dem Frauenfussball finanzieren können. Es geht um Sponsorenverträge, Zuschauereinnahmen, Fernsehgelder, Labelgelder vom Verband und nicht zuletzt Einnahmen aus Transfers.
Als CEO mussten Sie sich früher in einer Männerwelt durchboxen.
Logisch. Aber das Schöne war: Ich wurde unterschätzt, man hat mich gar nicht richtig ernst genommen. Und das ist nicht schlecht. Im Prinzip bekam ich alles, was ich wollte.
Mussten Sie damals nicht dieselben Grenzen durchbrechen, vor denen Sie jetzt wieder mit dem Frauenfussball stehen?
Ganz genau. Es gibt Grenzen, die ich als Herausforderungen sehe. Die Männer können ja nichts dafür, dass sie mit so viel Rechten auf die Welt kommen. Als wir angefangen haben, habe ich natürlich gemerkt, dass gewisse Männer das sehr merkwürdig fanden: Braucht es das wirklich: Frauenfussball? Die wird es immer geben. Ich hoffe einfach, ich lebe lange genug – so dreissig Jahre könnte es schon noch gehen –, dass ich sagen kann: Ja, wir sind dort, wo ich es immer gesehen habe. Ich setze mir immer Ziele. Jammern bringt nichts.
Bei den meisten anderen Teams in der Women’s Super League gibt es extrem viele Wechsel. Bei den Trainerinnen, bei den Spielerinnen, bei den Sportchefs …
Ich denke, man spürt, dass wir von der Vereinsführung den Frauenfussball seit jeher sehr ernst nehmen. Deshalb sind wir wahrscheinlich auch attraktiv für Spielerinnen, Trainerinnen oder Funktionäre. Dass wir mit Inka Grings eine ehemalige Weltklassespielerin und ambitionierte Trainerin verpflichten konnten, ist wohl kein Zufall. Ich hoffe, dass sie noch lange beim FCZ tätig sein wird.
«Ich bin sicher, dass Inka Grings einmal ein Profi-Männerteam trainiert.»
Inka Grings steht zu ihren Ambitionen. Auch dazu, dass Sie gerne wieder ein Männerteam übernehmen würde. Stand sie nie zur Diskussion als Cheftrainerin der FCZ-Männer?
Aktuell nicht. Erstens brauchen wir sie bei den Frauen, nachdem wir uns ja für die Champions League qualifizieren konnten. Und zweitens muss auch sie noch weitere Erfahrung sammeln. Das tut sie jetzt: Meistertitel, Cupsieg, Gruppenphase der Champions League – das ist für ihren Lebenslauf enorm wichtig. Ich bin sicher, dass sie einmal ein Profi-Männerteam trainieren wird. Sie macht ja schon heute das Stürmertraining bei den Männern – und das kommt gut an.
Am Mittwoch startet der FCZ gegen Juventus Turin in die Champions League. Die Gruppengegner haben alle grosse Namen. Was erwarten Sie von Ihrem Team?
Ich erwarte, dass es mit Freude und Begeisterung, aber auch mit Mut gegen diese übermächtigen Teams antreten wird. Es werden keine einfachen Spiele. Wir kennen dies ja aus der Vergangenheit. Auch da haben wir gegen Top-Teams wie Lyon, Bayern München oder Barcelona gespielt. Aber ich bin sicher, dass der Unterschied zu den Top-Teams kleiner geworden ist. Vor allem auch athletisch haben sich unsere Frauen im internationalen Vergleich weiterentwickelt. Ich bin gespannt. Ich freue mich auf alle Fälle auf diese Begegnungen.
Bei den Männern sind Sie im Europacup auswärts immer dabei …
… bei den Frauen auch. Die Reisen sind etwas unkomplizierter, Lyon und Turin kann man mit dem Bus erreichen. Aus Turin wollen die Spielerinnen sogar noch in der Nacht wieder nach Hause fahren, damit sie am nächsten Tag arbeiten oder in die Schule gehen können. So viel zur Einstellung unserer Frauen