Repression gegen die Ultra Kultur

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Avatar von DaveDaveMitglied
02.12.2014, 10:13 · #381
Beiträge: 8'210
@gelbeseite
  • Verletzungen gab es meines Wissens fast keine. Ich persönlich mag es nicht, wenn einer unmittelbar neben mir zündet. Ist ja kein Problem, die SK hat auch einen zweiten Sektor. Auf der OT sieht man das Spiel sogar richtig gut!
  • Klar ist die SK pro Pyro, aber in der Regel wird auch das gemacht, was der Capo vorgibt. Erinnere mich an ein Servette-Spiel, welches 0:2 verloren ging, und der Capo die Erlaubnis gab, die Spieler auszupfeifen. Hätte er das nicht gemacht, hätten viele noch applaudiert. Da bevorzuge ich doch die "unorganisierte" Kurve von früher.
  • Die Medienberichterstattung ist übertrieben und auch falsch (10 vor 10, "im Minutentakt Feuerwerke usw.)
  • Den einen ist der FCZ egal, sie wollen einfach ihr Ding durchziehen. Beispiel Balkon im Joggeli, die im Parterre werden jeweils mit Pyrotropfen übersäht, was den Zündern scheiss egal ist. Man könnte die Leute auch kurz vorher aufmerksam machen, das gezündet wird. Aber es ist eigentlich müssig, darüber zu diskutieren. Da es ein Kinderspiel ist, diese ins Stadion mitzunehmen werden die Medien und die Politiker immer nach noch härteren Massnahmen schreien und die Kurven werden weiter zünden, da es aus ihrer Sicht zur Fankultur gehört.
«Wenn jemand sagt, der FCZ sei kein Spitzenklub, habe ich Mühe, weiterzudiskutieren.» Ancillo Canepa
ZMitglied
02.12.2014, 13:29 · #382
Beiträge: 4'380
Wenn man schon Tropfen abgekriegt hat kann man sich vorstellen, wie es wäre, eine Fackel abzubekommen. Dann hast du eine Erinnerung fürs Leben. Mit früher lässt sich die Situation nicht vergleichen, da die Kurve in der Regel mässig voll war. Und wie oft wurde in den letzten 15 Jahren jemand in der Südkurve wegen Pyro fürs Leben verunstaltet oder verletzt etc.? Dass die Südkurve bzw. D24-27 die einzigen Sektoren sind, die Regelmässig gefüllt oder sogar überfüllt werden zeigt für mich klar, dass viele mit Pyros einverstanden sind oder sie zumindest in Kauf nehmen. Es ist verständlich, wenn sich Leute über die Bussen nerven, weil das Geld anderswo besser investiert wäre. Gleichzeitig gilt es aber auch festzuhalten, dass diese Fankultur einen Nettogewinn für den Verein ist: nicht nur wegen der Stimmung, mit Liedern und Choreos, welche für viele einen Mitgrund ist regelmässig spiele zu besuchen und sich mit dem Verein zu identifizieren, sondern auch wegen den Mehreinnahmen durch Tickets und Merchandising, die damit entstehen. Dann ist da noch die Sache mit dem "das isch giftig, ich chum de Hueste über". Da kann ich dir versichern, dass vor allem früher dein Körper viel stärker durch die Abgase des Verkehrsaufkommens an der Westtangente belastet wurden, und es auch heute noch werden. Wenn man aber eine Tendenz zeigt, aus welchem Grund auch immer mit fast allem nicht einverstanden zu sein, dann stilisiert man Probleme, die eigentlich gar keine sind, gerne etwas hoch. Wenn du, wie du betonst, schon nur wegen des Fussballs ins Stadion gehst, solltest du dich vielleicht mehr auf den Fussball und das geschehene auf dem Platz fokussieren, anstatt alles zu studieren und kritisieren, was andere Matchbesucher tun. starker Kommentar. die menschen in der kurve können und sollen für sich entscheiden, was sie für zum fussball gehört und nicht irgendwelche bürotiger in bundesbern, welche selbst noch nie in einer fankurve waren. ironischerweise fordern die selben politiker, dass sich die EU nicht in angelegenheiten der schweiz einmischt.....(ist nämlich genau das selbe...! jemand von aussen versucht regeln und gesetze für eine gruppe zu erlassen, derer er gar nicht angehört) und nun zu den kosten: die wären praktisch bei null, wenn man pyro einfach legalisieren würde. man könnte den ganzen scheiss sicherheitsapparat wegsparen. ausserdem gäbe es wohl nochmals viel weniger verletze in den statistiken - die meisten veraftungen, einträge und verfahren entstehen ja nur wegen der verfolgung der pyrozünder (werden dann auch als gewalt an sportanlässen in die statistik eingtragen - lächerlich!) thema zuschauer: ich bin der festen überzeugung, dass die zuschauerzahlen durch volle fankurven, stimmung aus dem süden, den choreos und die schön anzusehenden PYRO's angestiegen sind. der sportlice erfolg half sicherlich auch mit - jedoch war es zu einem grossen teil auch die südkurve mit all ihrer kleineren gruppierungen, die den "boom" anfangs der 00er jahre ausgelöst hat - und dies auch auf fast allen tribünen geschaft hat. (süden sowieso, ost würde auch durch die südkurve beflügelt, west leider nicht) => bestes beispiel sind die vielen kids auf der OT, die die SK bei jeder PYRO einlage vergöttern und schon im kindergartenalter davon träumen, später dann auch mal in der SK zu stehen und richtig dabei zu sein! (und ja, ich habe kein problem damit, wenn mein sohn später auch pyro zünden sollte - schliesslich darf er auch am 1. august und am silvester zeuseln)
Roger KundertMitglied
02.12.2014, 14:12 · #383
Beiträge: 2'053
Z, wieso eigentlich Z, der Z spielt doch im Hallenstadion? Nun gut, deine Interpretation finde ich greift viel zu kurz. Ja, ich entscheide in der Kurve, was ich mache und so weiter. Kann diesem Ansatz nur bedingt folgen. Dass es aber auch wieder FCZ-Hirnis gab, die meinen, nach dem Match die Polizei mit Leuchtraketen und Petarden anzugreifen, zeigt eben, dass dieses Thema nicht so einseitig gelöst werden kann, wie es du darstellen möchtest.
UssersihlMitglied
02.12.2014, 14:28 · #384
Beiträge: 1'910
die menschen in der kurve können und sollen für sich entscheiden, was sie für zum fussball gehört und nicht irgendwelche bürotiger in bundesbern, welche selbst noch nie in einer fankurve waren. ironischerweise fordern die selben politiker, dass sich die EU nicht in angelegenheiten der schweiz einmischt.....(ist nämlich genau das selbe...! jemand von aussen versucht regeln und gesetze für eine gruppe zu erlassen, derer er gar nicht angehört) Naaaaaaja. Hast du dich bei der Zweitwohnungsinitiative auch so darüber aufgeregt, dass wir Städter der Landbevölkerung neue Gesetzte aufgebrummt haben? Oder hast du auch keine Meinung über die Innenpolitik anderer Länder (Waffenbesitz und Todesstrafe in den USA, Diktatur in China, etc.)? Deine Argumentation greift schon ziemlich kurz. Dass Pyros nun so dermassen verteufelt werden, finde ich lächerlich. Aber genauso lächerlich finde ich es, diese Dinger als völlig harmlos hinzustellen, das sind sie definitiv nicht! Auch wenn bisher kaum Unfälle geschahen (wenn sie nicht geworfen wurden), heisst das nicht, dass das auf immer so bleibt. Ich finde Pyros schön und glaube auch, dass sie zur Stimmung beitragen. Aber dieses refelxartige Abwehrverhalten hier drin, trägt meiner Meinung nach nicht wirklich zur Verständigung bei. Dialog funktioniert in mehrere Richtungen.
ZMitglied
02.12.2014, 14:31 · #385
Beiträge: 4'380
Z, wieso eigentlich Z, der Z spielt doch im Hallenstadion? Nun gut, deine Interpretation finde ich greift viel zu kurz. Ja, ich entscheide in der Kurve, was ich mache und so weiter. Kann diesem Ansatz nur bedingt folgen. Dass es aber auch wieder FCZ-Hirnis gab, die meinen, nach dem Match die Polizei mit Leuchtraketen und Petarden anzugreifen, zeigt eben, dass dieses Thema nicht so einseitig gelöst werden kann, wie es du darstellen möchtest. werter roger, z weil ich zu faul war einen längeren namen zu wählen - mit dem zsc habe ich herzlich wenig am hut... regeln im stadion sollten dazu dienen, den leuten im stadion den besuch einens fussballspiels angenehmer zu gestalten, das spiel sicherer zu machen und sollte tunlichst die stimmung nicht tangieren. was bringt es, wenn leute regeln und gesetze installieren, die selten im stadion sind resp. NIE in der kurve sind? fakt ist, dass die merhheit pyro gerne hat - selbst zündet, dies wohlwollend neben sich geschehen lässt oder von einer anderen tribüne mit grossen augen zuschaut. (sonst wären die Stadien in der schweiz ja leer...sind sie aber nicht) genau das selbe mit den stehplätzen - wieso sollte ein bundesangestellter oder ein politiker wissen, ob es für mich besser wäre, wenn ich das spiel im sitzen verfolgen würde? ich kann immer noch selbst entscheiden, was für mich besser ist....und wie ich das handhaben möchte, weil ich auch woche für woche im stadion bin. (stell dir vor, brüssel würde unseren nationalräten vorschreiben, ihre nächste frühlingssession stehend durchzuführen aus grund a, b oder c und notfalls würde die EU auch gleich noch damit drohen, die durchführung dieser repression mit uno blauhelmen sicherzustellen - würde sich wohl auch wiederstand formieren...blocher würde wohl bei einem besuch in brüssel sofort eine pyro u im EU Parlament zünden!) heute sind wir so weit, dass die stadiongänger klar unterscheiden können zwischen akzeptierter fankultur - pyro, choreo, fahnen, lieder, stehplätze, eigenes merchandising, events, etc. - und verwerflicher fankultur wie böller, leuchtspur raketen, stadion. und platzsturm, vandalismus, hooliganismus. selbst die kurve, eine nicht homogene gruppe, versteht was geht und was nicht geht und versucht ihr bestes, die verwerflichen sachen zu verbannen - an pyro gibt es aber nichts verwerfliches. (im Gegenteil!)
Roger KundertMitglied
02.12.2014, 15:26 · #386
Beiträge: 2'053
Z, dein Posting im untersten Abschnitt gefällt mir, diese Differenzierung ist wohltuend. Nur löst es die dadurch verursachten Probleme nicht. Wenn aber u.a. der Pyro-Gebrauch das einzige Argument ist, ein Fussballspiel im Letzigrund zu besuchen, weil die Stimmung dadurch so gut ist, dann gute Nacht CH-Klubfussball.
ZhyrusMitglied
02.12.2014, 17:43 · #387
Beiträge: 15'719
regeln im stadion sollten dazu dienen, den leuten im stadion den besuch einens fussballspiels angenehmer zu gestalten, das spiel sicherer zu machen und sollte tunlichst die stimmung nicht tangieren. was bringt es, wenn leute regeln und gesetze installieren, die selten im stadion sind resp. NIE in der kurve sind? fakt ist, dass die merhheit pyro gerne hat - selbst zündet, dies wohlwollend neben sich geschehen lässt oder von einer anderen tribüne mit grossen augen zuschaut. (sonst wären die Stadien in der schweiz ja leer...sind sie aber nicht) Diese "Jeder macht was er will, denn jeder steht zu dem was er macht" Haltung finde ich persönlich nicht wirklich haltbar. Man kann auch sagen, der Verein will keine Pyrotechnik und er und die Stadt haben als Gastgeber das Recht exklusiv die Hausordnung zu bestimmen. Beide Haltungen sind im Extremen schlecht für den meines Erachtens nötigen Dialog (wobei ich je länger je mehr glaube, dass beide Seiten sich längst mit der Lage abgefunden haben). Ich glaube die Argumentation in der gesamten Pyrodiskussion sollte vielmehr dahin gehen, was der sicherste, gangbare Weg für die Zuschauer ist, und zwar von beiden Seiten. Mit Nulltoleranz gegenüber pyrotechnischem Material trägt man meines Erachtens zur Gefährdung der Masse bei, da längst bewiesen ist, dass man (a) das Abbrennen überhaupt nicht verhindern kann und (b) die "Täter" zu einem Spiessrutenlauf zwingt, das Material unerkannt abbrennen zu müssen. Ich glaube, eine Liberalisierung könnte - ähnlich wie bei den Drogen - die Lage durchaus entspannen. Nur steht der Verein und die Liga schlussendlich in der Pflicht, die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten. Darin sehe ich die Krux für eine entspanntere Handhabung bezüglich pyrotechnischem Material. Sagt der Verein nämlich, dass Feuerwerk erlaubt ist, wird seine Verantwortlichkeit im unwahrscheinlichen Unglücksfall zumindest gründlich durchleuchtet. Fährt er eine "Nulltoleranzpolitik" ist er fein raus, da er ja gegen die Schuldigen (massiv) vorgeht und diese zweifelsohne eigenmächtig gegen den ausdrücklichen Willen des Vereins gehandelt haben. Letzten Endes, bei all dem Verständnis für den friedlichen Beweis von Pyrotechnik, muss man auch eingestehen, dass sie in der Schweiz zu oft missbraucht wurde (Platzsturm der Muttenzer Kurve bei unserer Meisterschaft, Fackelwürfe in Basel und Zürich durch "uns"). Auch wurden und werden immer wieder Böller und Raketen abgebrannt. Das sind sicher Einzelne, dennoch stellt sich die Frage, ob und/oder wie dieses Material ins Stadion gehört. Ich habe nichts gegen den Gebrauch von Fackeln, aber ich fand das Feuerwerk gegen Basel eine zu extreme Machtdemonstration.
StehplatzMitglied
06.12.2014, 13:34 · #388
Beiträge: 114
Ich als regelmässiger Machbesucher bin überzeugt, dass viele auf Pyros verzichten könnten: Ob sie schön sind, ist Geschmacksache. Sie vernebeln jedenfalls die Sicht, sind nicht ungefährlich, kosten den FCZ viel Geld und, wie schon gesagt, neben einem Zündenden zu stehen, ist alles andere als lustig. Und solange gezündet wird, wird der Ruf vom Fussballfan in der Bevölkerung nicht besser, egal ob etwas passiert. Ich persönlich nehme die Pyros in Kauf, da sie offenbar Bedingung von Choreos und Fangesängen sind. Und diese sind halt unverzichtbar. Aber jeder, der eine Fackel anzündet, soll sich wenigstens eingestehen, dass er dies ganz alleine zu seiner eigenen, egoistischen, persönlichen Befriedigung macht.
AnuluMitglied
16.12.2014, 11:02 · #390
Beiträge: 1'147
Pyros sogar im Segelsport. (ca. 0:45) https://www.youtube.com/watch?v=1zCbEXH8IQw :-) würsch?
Hast du Feuerschweif am Heck, spült das Wasser alles weg! - Alte sizilianische Bauernweisheit
devanteMitglied
20.02.2015, 12:38 · #391
Beiträge: 19'480
wusste nicht wohin, daher hier rein, superdumme aktion der Luzerner Bauern mal wieder http://www.storyfilter.com/jagd-auf-jud ... dig/13052/ Jagd auf «Juden»: Diese rassistischen Luzern-Fans sind nicht einmal 5.-Liga-würdig
ZhyrusMitglied
20.02.2015, 13:09 · #392
Beiträge: 15'719
wusste nicht wohin, daher hier rein, superdumme aktion der Luzerner Bauern mal wieder http://www.storyfilter.com/jagd-auf-jud ... dig/13052/ Jagd auf «Juden»: Diese rassistischen Luzern-Fans sind nicht einmal 5.-Liga-würdig Unterste Schublade, wirklich unterste Schublade! Ich bin fassungslos! Gerade vor dem Hintergrund, dass massenweise Juden zur Zeit Europa verlassen.
dennisovMitglied
22.02.2015, 10:50 · #394
Beiträge: 5'501
Gestern musste die Stadt- und Kantonspolizei wieder einmal Präsenz markieren. Einfach unglaublich, wie das Ganze in den Meide umgekehrt wird! Es war ein friedlicher Fanmarsch von der Fritschwiese zum Letzigrund, ein paar Fackeln wurden gezündet und Lieder gesungen, aber die Stimmung war in keiner Weise aggresiv und auf einmal wurden wir eingekesselt und es gab eine Massenkontrolle. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die meisten von uns den Match verpassen werden, denn es wurden von ca. 750 Leuten alle 5-10 Minuten 2 rausgenommen und kontrolliert bzw. in die Hooligandatenbank aufgenommen. Ich war von 16:30 Uhr bis ca. 22:00 Uhr eingekesselt, da frage ich mich ist das Verhältnismässig? Wegen ein paar Pyros so ein unglaublich übertriebener Einsatz zu machen? Dass es dann noch zu Auschreitungen kam, war die Folge davon und NUR die Polizei ist daran schuld, denn hätten sie uns nicht eingekesselt und gedemütigt, wären sie auch von der anderen Seite nicht angegriffen worden! Es ist einfach eine verdammte Frechheit und ich ärgere mich nicht nur, dass ich 30.- an GCN gesponsert habe und den Match verpasst habe, sondern auch unschuldig 5 1/2 Sunden festgehalten wurde. Noch einmal, wo ist die Verhältnismässigkeit bei so einer Aktion? Wenn man dem Bullen glauben kann, mit welchem ich gesprochen habe, war die Aktion anscheinend schon mehr oder weniger geplant. Das SRF und die Polizei stecken anscheinend auch unter einer Decke, denn während dem Spiel wurde laut einem Kolleg SK-Gesang reingeschnitten. In der Zusammenfassung wurde ja nicht einmal erwähnt, dass die SK das Spiel boykottiert, sondern es wurde übertriebener Torjubel reingeschnitten. Es ist einfach nur armselig wie alles immer wieder vertuscht und Tatsachen umgekehrt werden. Leider gehören wir Fussballfans zu der wenigen Arbeit der Polizei. Ich hoffe und wünsche mir, dass sich das nächste Mal die Leute am Fanmarsch nicht einfach so grundlos flitzen und in die Hooligandatenbank aufnehmen lassen. Man soll es der Polizei schliesslich auch nicht einfach machen, wenn sie uns schon den Samstag verderben.
bluesoulMitglied
23.02.2015, 11:39 · #395
Beiträge: 5'138
Das SRF und die Polizei stecken anscheinend auch unter einer Decke, denn während dem Spiel wurde laut einem Kolleg SK-Gesang reingeschnitten. In der Zusammenfassung wurde ja nicht einmal erwähnt, dass die SK das Spiel boykottiert, sondern es wurde übertriebener Torjubel reingeschnitten. Es ist einfach nur armselig wie alles immer wieder vertuscht und Tatsachen umgekehrt werden. Leider gehören wir Fussballfans zu der wenigen Arbeit der Polizei. Schlimm diese Einkesselung. Jetzt aber gegen SRF zu schiessen ist absolut falsch. Erstens hat Teleclub das Spiel live übertragen. Zweitens war da nichts mit Fangesängen – auch auf GC-Seite nichts. :-) Drittens sind nicht nur in der Kurve FCZ-Fans. Auch ohne Kurve sind die FCZ-Fans im Derby in der Überzahl. Vor allem im Südwesten waren glaubs ziemlich viele. Und die können jubeln. Auch die im Osten. In der SRF-Zusammenfassung war auf alle Fälle alles in Ordnung. Nichts reingeschnitten.
tehmocMitglied
23.02.2015, 12:07 · #397
Beiträge: 2'158
Der gestrige Fall hat wieder mal belegt, dass Fussballfans systematisch durch die Polizei denunziert werden und Medien sich instrumentalisieren lassen. Würden Journalisten ihr Handwerk beherrschen,wäre das nicht möglich. Manche Medien neigen dazu Mitteilungen der Polizei selbst in kontroversen Konstellationen als reine Wahrheit zu nehmen und ungeprüft abzudrucken. So schreibt die Polizei zum gestrigen Vorfall, man habe die Menge einkesseln "müssen". Das ist auch journalistisch betrachtet nur eine Interpretation, eine Meinung. Als Behörde ist die Polizei zwar glaubwürdiger als zum Beispiel eine Einzelperson. Allerdings ist das unerheblich. Wenn Zweifel an der Ausgewogenheit der Aussagen bestehen, müssen Beschudligte zu Wort kommen können. Die erwähnten Rechte und Pflichten gelten übrigens auch für Boulevardmedien wie Blick und Tagi. Auch wenn es dort eher selten um eine Annäherung an "die Wahrheit" geht, beschäftigen diese Medienhäuser doch auch den einen oder anderen Journalisten, der seinen Beruf wirklich erlernt hat und nicht nur konstruierte Scheisse für die Klickstatistik produziert.
1896_Mitglied
23.02.2015, 12:24 · #398
Beiträge: 6'382
Auch wenn es der Blick ist, finde ich es toll - dass auch mal die "Fan-Sicht" und nicht nur immer die "Bullen-Sicht" veröffentlich wird..
«FCZ-Fans drohen Polizei mit Anwalt»
ZÜRICH - Die Zürcher Südkurve verurteilt den Einsatz der Stadtpolizei vom Wochenende. Das weitere Vorgehen werde man «juristisch begleiten». Rund 800 FCZ-Fans wurden am Samstag während dem Marsch zum Letzigrund von der Polizei eingekesselt und einer Personenkontrolle unterzogen. Der Fanclub «Zürcher Südkurve» verurteilt den Einsatz in einer Mitteilung scharf: «Mit ihrem aggressiven und unverhältnismässigen Vorgehen nahm die Polizei stundenlange Verkehrsbehinderungen und Ausschreitungen in Kauf.» Die Gründe für das Vorgehen seien rätselhaft: «Die Polizei begründet die Einkesselung mit dem massiven Zünden von Feuerwerkskörpern und Leuchtpetarden. Diese Argumentation ist fadenscheinig, der ­Pyroeinsatz bewegte sich im Vergleich zu anderen Fanmärschen im Rahmen.» Juristische Schnellhilfe für Fans Der Stadtpolizei sei jedes Mittel recht, um den Einsatz von Pyros zu unterbinden, «auch die vorübergehende Freiheitsberaubung Unschuldiger». Denn die Anhänger des FCZ seien stundenlang bei kalten Temperaturen gefangen gewesen – unter ihnen auch Kinder. Der Fanclub will nach dem Polizeieinsatz offenbar Anwälte einschalten: «Was mit den Daten der Fans nun passiert, ist unklar. Die Zürcher Südkurve wird das weitere Vorgehen der Stadtpolizei auf jeden Fall juristisch und anwaltlich begleiten.» Sollte es künftig zu ähnlichen Vorfällen kommen, hat die Südkurve auf ihrer Homepage eine juristische Schnellhilfe aufgeschaltet: «Bei Fragen betreffend Repression (zum Beispiel bei Stadion- oder Rayonverboten) könnt ihr neu über ­jurist@suedkurve.ch Kontakt aufnehmen», steht dort. Laut Polizei gerechtfertigt Laut Stadtpolizei war das Vorgehen am Samstagnachmittag gerechtfertigt: «Auf dem Weg wurden massiv Feuerwerkskörper und Leuchtpetarden gezündet. Während die GC-Fans nach einem einmaligen Einsatz von Gummischrot ins Stadion einzogen, musste der Marsch der FCZ-Anhänger gestoppt und eingekesselt werden», heisst es in einer Medienmitteilung. Beim Einsatz seien die Beamten «von den Chaoten unablässig massiv bedrängt und mit Flaschen und Steinen beworfen» worden. (gpr) Q: http://www.blick.ch/news/schweiz/zueric ... 11158.html
tehmocMitglied
23.02.2015, 12:40 · #399
Beiträge: 2'158
Auch wenn es der Blick ist, finde ich es toll - dass auch mal die "Fan-Sicht" und nicht nur immer die "Bullen-Sicht" veröffentlich wird..
«FCZ-Fans drohen Polizei mit Anwalt»
ZÜRICH - Die Zürcher Südkurve verurteilt den Einsatz der Stadtpolizei vom Wochenende. Das weitere Vorgehen werde man «juristisch begleiten». Rund 800 FCZ-Fans wurden am Samstag während dem Marsch zum Letzigrund von der Polizei eingekesselt und einer Personenkontrolle unterzogen. Der Fanclub «Zürcher Südkurve» verurteilt den Einsatz in einer Mitteilung scharf: «Mit ihrem aggressiven und unverhältnismässigen Vorgehen nahm die Polizei stundenlange Verkehrsbehinderungen und Ausschreitungen in Kauf.» Die Gründe für das Vorgehen seien rätselhaft: «Die Polizei begründet die Einkesselung mit dem massiven Zünden von Feuerwerkskörpern und Leuchtpetarden. Diese Argumentation ist fadenscheinig, der ­Pyroeinsatz bewegte sich im Vergleich zu anderen Fanmärschen im Rahmen.» Juristische Schnellhilfe für Fans Der Stadtpolizei sei jedes Mittel recht, um den Einsatz von Pyros zu unterbinden, «auch die vorübergehende Freiheitsberaubung Unschuldiger». Denn die Anhänger des FCZ seien stundenlang bei kalten Temperaturen gefangen gewesen – unter ihnen auch Kinder. Der Fanclub will nach dem Polizeieinsatz offenbar Anwälte einschalten: «Was mit den Daten der Fans nun passiert, ist unklar. Die Zürcher Südkurve wird das weitere Vorgehen der Stadtpolizei auf jeden Fall juristisch und anwaltlich begleiten.» Sollte es künftig zu ähnlichen Vorfällen kommen, hat die Südkurve auf ihrer Homepage eine juristische Schnellhilfe aufgeschaltet: «Bei Fragen betreffend Repression (zum Beispiel bei Stadion- oder Rayonverboten) könnt ihr neu über ­jurist@suedkurve.ch Kontakt aufnehmen», steht dort. Laut Polizei gerechtfertigt Laut Stadtpolizei war das Vorgehen am Samstagnachmittag gerechtfertigt: «Auf dem Weg wurden massiv Feuerwerkskörper und Leuchtpetarden gezündet. Während die GC-Fans nach einem einmaligen Einsatz von Gummischrot ins Stadion einzogen, musste der Marsch der FCZ-Anhänger gestoppt und eingekesselt werden», heisst es in einer Medienmitteilung. Beim Einsatz seien die Beamten «von den Chaoten unablässig massiv bedrängt und mit Flaschen und Steinen beworfen» worden. (gpr) Q: http://www.blick.ch/news/schweiz/zueric ... 11158.html Besser spät als nie.
FC Zueri allezMitglied
23.02.2015, 14:16 · #400
Beiträge: 2'467
http://www.uisf.de/21-02-15-1745-grassh ... #more-3931
«Für das heutige Derby machten beide Seiten wieder einen Marsch. Die GC Fans trafen sich am alten Hardturm-Stadion und marschierten über die Duttweilerbrücke zum Stadion. Die FCZ Fans trafen sich auf der “Fritschiwiese” und hatten den Weg über die Badenerstr. anvisiert. Am Stadion kam dieser Marsch jedoch nicht wirklich an. Aber der Reihe nach. Die GC Fans liefen unter Rufen gegen den Rivalen, und für den eigenen Club, die Brücke hinunter und wollten den direkten Weg zum Stadion wählen. Dieser wäre einfach ein Häuserblock weiter, zu genau der Ecke an der auch direkt der Eingang der Gästefans war (wo sich übrigens zu diesem Zeitpunkt schon etliche Fans des GC rumtrieben) geradeaus gewesen. Die Cops versperrten, warum auch immer, den Weg und so mussten die schätzungsweise 500 – 600 Fans, einen völlig unerklärlichen Umweg in “U-Form” laufen und kamen schlussendlich an besagter Ecke an. Der Grund für diesen “Umweg” war mir völlig schleierhaft. Die FCZ Fans hatte man zu diesem Zeitpunkt schon eingekesselt (dazu später), und so kann man diesen “Mehrweg” eigentlich garnicht erklären. Die Cops, welche direkt Gummischrot einsetzten als die GC Fans von der Brücke kamen und einfach geradeaus wollten, wirkten an diesem Tage völlig unentspannt und ich hatte das Gefühl dass man hier einer Art geplanter Operation nachgeht. Es ging keinerlei Aggression von den GC Fans aus. Klar, diese waren nicht erfreut über die Sperre und machten ihrem Unmut verbal (!!!) Luft. Kein Grund direkt mit Gummischrot umher zu ballern. Deeskalation wurde hier “ganz groß” geschrieben. Auch beim Marsch der FCZ Fans passierten merkwürdige Dinge. Ich trieb mich schon lange vor dem Ankommen der Fans auf der Badenerstrasse herum. Da fielen mir in der Norastraße, direkt um die Ecke vom “Matratzen Concord”, schon ein bereitstehender Wasserwerfer, sowie mehrere (5-6) dieser Absperrwagen auf. Die Absperrwagen werden, wie der Name schon sagt, als Abserrung genutzt. Das vor dem Auto befestigte Gitter ist aufklappbar, und kann so mit mehreren Autos nebeneinander als Straßensperre eingesetzt werden. Noch bevor der Marsch zu sehen war, machten sich die Cops bereit, und legten Helm und Kampfausrüstung an. Der Marsch war nun zu sehen. Einige Bengalos, vielleicht ein halbes Dutzend, wurden gezündet, zudem auch einige Böller und 3-4 Rauchfackeln. Die Straße wurde für die Fans abgesperrt und so zog der Tross Richtung Stadion. Keinerlei Anzeichen von Gewalt etc. ging vom Mob aus. Als die Fans kurz vor der bereits beschriebenen Norastraße waren, versteckten, ja versteckten, sich die Cops, mit Gewehr (Gummischrot) direkt um die Ecke, so als würde man die Fans erschrecken wollen. Als der Tross kurz vor der Norastraße, auf Höhe des “Matratzen Concords” war, ging plötzlich alles ganz schnell. Die Cops stürmten auf die Badenerstraße und machten den Fans klar, dass sie zu stoppen haben. Die Absperrwagen wurden ebenfalls rangekarrt und auch ein Wasserwerfer durfte nicht fehlen. Die Gitter der Wagen wurden ausgebreitet und machten den Fans ein Durchkommen unmöglich. Der Wasserwerfer lud schonmal durch, in dem er Druck aufbaute (Wasser wurde nach hinten weg gespritzt). Das ganze übrigens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Was war hier los? Krieg? Da marschierten Fans ÜBLICHERWEISE (!!!) zum Stadion und die Cops gingen hier vor, als hätte man es mit Schwerkriminellen, gar mit Terroristen, zu tun. Das ganze wurde noch abstrakter, als das ganze auch von hinten prakiziert wurde. Die etwa 800 Fans waren nun von allen Seiten eingekesselt, ohne Chance auf “Freiheit”. Gedanken, dass hier auch Mädels/Frauen und eventuell Kinder dabei sein könnten wurde völlig beiseite geschoben. Was soll diese Maßnahme? Okay, es wurde verbotenerweise etwas (!!!) Pyrotechnik gezündet. Aber warum werden 800 Fußballfans festgehalten wie Treibvieh? Das ganze erscheint mir schon im Vorfeld geplant zu sein, will man vielleicht sein “Hooligan Konkordat” rechtfertigen. Grundrechte schienen hier an dieser Stelle “fremd” zu sein.»
Ich entfernte mich vorerst, um mir den GC Marsch anzusehen. Ich ging davon aus, dass man die Fans nur “kurz festhalten” würde, und sie später ins Stadion lassen würde. Aber weit gefehlt. Im Stadion angekommen, sah ich, wie die FCZ Fans ihre Fahnen und ein Teil der Choreografie abbauten, bzw. entfernten. Plötzlich leerte sich der Block. Ein Banner mit der Aufschrift “Und nomal… Polizei Staatt Stimmig”, welches ein zutreffendes Wortspiel ergab. Es machte die Runde, dass die festgesetzten Fans nicht ins Stadion dürfen und sich zudem einer ID-Kontrolle unterziehen mussten. Nach dem Spiel wollte ich mir die Situation vor Ort nochmal ansehen, und siehe da – der Kessel war zwar kleiner, aber immernoch vorhanden. Etwa 150 Fans waren zu diesem Zeitpunkt noch darin gefangen und weiterhin nur willkürlich einzeln ausgelassen worden, um sich einer ID Kontrolle (inkl. Foto) zu unterziehen. Der noch eingekesselte Mob wurde immer wieder noch mehr eingeengt, indem die Absperrfahrzeuge ihre Position korrigierten. Die Straße sah mittlerweile aus, wie ein Schlachtfeld. Überall lagen Steine, Flaschen, umgekippte Mülltonnen und teilweise Stühle und Tische. Der Duft von Tränengas lag ebenfalls in der Luft, was vorbeikommenden Passanten einen tränenreichen Moment bescherte. Was war hier nur passiert?! Die Medien machen es sich, wie immer, einfach. “Heftige Ausschreitungen” (tagesanzeiger.ch), “Heftige Ausschreitungen mit Verletzten” (SWI24), “Ausschreitungen nach Zürcher Derby” (Basler Zeitung) waren nur einige der auserwählten Überschriften. Der Allgemeinheit wurde einmal mehr das Bild von zerstörerischen Fussballfans präsentiert. Der Schrecken ist groß. Doch nach der Ursache des Ganzen fragt kaum jemand. Wie kam es denn dazu? Alles verlief, für ein Derby, relativ normal ehe der Staatsapperat groß aufspielte. Man sollte dazu wissen, dass es in der Schweiz ein sogenanntes “Hooligan Konkordat” gibt, was der Polizei allerhand Rechte einräumt. So kann die Polizei sogar ein ganzes Fussballspiel alleine absagen. Wie es in der Schweiz weitergeht, weiß man aktuell nicht. Gut sieht es jedenfalls nicht aus. Die FCZ-Fans befürchten nun, dass es gar ein Rayon-Verbot für alle festgehaltenen Person geben könnte. Dieses bedeutet dass man sich in einem bestimmten Gebiet nicht aufhalten darf. Zum Beispiel in einem bestimmten Umkreis um das Stadion. Was dies für die Fanszene des FCZ bedeuten würde, kann man sich ausmalen.
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