Stimmung bei ausländischem Fussball

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ZhyrusMitglied
15.10.2014, 13:39 · #361
Beiträge: 15'717
Es ist sicher enorm schwierig sich in der ultranationalistisch aufgeheizten Sphäre einigermassen richtig zu benehmen. Dennoch kann und will ich einen Taulant Xhaka (neben Lila (?)), ein Mann der inklusive seiner Geburt seine Jugend komplett in der Schweiz verbracht hat (Bildungshintergrund und Perspektivlosigkeit wurden angesprochen), nicht komplett von jeder Schuld freisprechen, jenes Fass durch seine völlig unnötig unwirsche und tätliche Art und Weise zum Ueberlaufen gebracht zu haben. Den gleichen nationalistisch simplen Gedankengängen folgend, hätten die serbischen Spieler auch dem drohenden Unheil zusehen und ihre Gewalttäter walten lassen können. Ich hätte (ein gewisses) Verständnis vorbringen können, wenn es sich nicht um eine ultranationalistische Grossalbaniendarstellung handelte oder wenn der Serbe sich damit den Hintern abgewischt o.ä. hätte. Da trägt jeder Spieler gewollt oder ungewollt eine grosse Verantwortung, und die eskalierende Aktion von Xhaka war nicht nur unendlich doof, sondern hätte durchaus in der kompletten Katastrophe enden können. Diesen Vorwürfen muss er sich unabhängig von einem differenten Nationalgefühl und IQ stellen, denn viel hätte nicht gefehlt und die Dämme wären komplett gebrochen. Die meisten Albaner konnten sich auch benehmen, trotz ähnlichem kulturellem Hintergrund. Die UEFA muss grundsätzlich überlegen, ob man durch die widersinnige Ansetzung dieser Partie mit Publikum nicht eine Mitschuld trägt. Es konnte nicht gut kommen und man wusste um das zerstörerische Potential dieser Bogdanovtypen, zu verlockend war die Plattform für diese. Der serbische Fussball kann sich über eine weitere Forfaitniederlage wirklich nicht beklagen, (a) ist im Video mindestens ein Ordner sichtbar, der das Publikum anheizt, (b) sind stark rassistische Parolen (angeblich so etwas wie "Tötet, tötet die Albaner" u.ä.) absolut untragbar und haben nichts beim Fussball verloren (speziell bei den ganzen "No racism" Kampagnen), (c) Pyro und ähnliche Gegenstände wurden auf das Spielfeld geschmissen, und (d) konnte man nicht verhindern, dass Teile der eigenen Chaotentruppe auf dem Feld gestanden ist und den Gegner angegriffen hat (wo haben die diese verdammten Plastikstühle her?). Ausserdem hat man erst kürzlich in Italien bereits einen Spielabbruch durch ähnliche rassistische Scheisse provoziert. Man kann mir auch nicht erzählen, dass diese feine Herren, alle zum ersten Mal negativ aufgefallen sind (hab erst jetzt gesehen, dass tatsächlich der Bogdanov wieder auf dem Feld stand...). Das Umfeld war leider wieder einmal unter aller Sau. Zum Glück war wenigstens die serbische Nationalmannschaft recht ruhig (ausser der eine, der sich auch um die Flagge stritt) und verscheuchte die Ausfälligen recht effizient. Mit einer Forfaitniederlage der Serben habe ich absolut kein Problem, wohl aber dass die 3 Punkte an einen Gegner gehen, der ebenfalls stark zur Eskalation beigetragen hat und durch eine ultranationalistische Provokation - die Drohne ist gemeint - den "Untergang" endgültig eingeleitet hat. Keine der beiden Nationen hat gestern Punkte verdient.
tehmocMitglied
15.10.2014, 14:37 · #362
Beiträge: 2'158
Ohne ihn persönlich weiter zu kennen, halte ich Tauli Xkhaka für einen riesigen Mongo. Intellektuell und emotional ist er sehr schnell überfordert. Aber ich habe dafür ein gewisses Verständnis: Das geht den meisten Fussballern so und traf ja auch gestern auf weitere Spieler zu. Ich würde eine Bestrafungsaktion gegen sie nicht gutheissen, denn die Aktion gestern setzte sie ohne ihr Verschulden einer prekären Situation aus. Sie waren die eigentlichen Verlierer. Wenn die UEFA dem Fussball den letzten Sinn als Sportart nicht auch noch nehmen will, dann schliesst sie beide Verbände von dieser EU-Kampagne aus. Ohne Schuldzuweisung an einzelne. Weder Albanien noch Serbien sind als Gesellschaft offenbar in der Lage, den Sport für einige Stunden über ihren völlig überzogenen Nationalstolz zu stellen. Sie werden es aber lernen müssen, wenn sie mitspielen wollen. Dass Serbien bisher sehr viel stärker als Albanien in diesem Zusammenhang auffiel, hat seit gestern für die Zukunft keinerlei Bedeutung mehr. Das Tabu wurde gebrochen, Nachahmer sind zu befürchten. Alles in allem ist festzustellen, dass Chauvinismus, Nationalismus, Gewalt und Fussball in dieser Ecke der Welt in dieser Zusammensetzung geradezu historisch sind. Ich erinnere etwa an das Spiel zwischen Roter Stern und Dinamo Zagreb kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs in Yugoslawien. Geisterspiele werden diese langjährigen Verbindungen nicht lösen, das ist offensichtlich. Deshalb bin ich für den Ausschluss beider Nationen und ich bin auch für ein lebenslanges Stadienverbot für die Urheber des Drohnenflugs. Dieses Spiel, diese Welt und besonders diese beiden Völker brauchen keine weiteren feigen Brandstifter, die ohne Plan und Sinn für die Gemeinschaft oder Zukunft aus dem Hinterhalt handeln und im Schadensfall keine Verantwortung übernehmen. Bereits gab es Ausschreitungen in Wien, und die Sache könnte ein längeres Nachspiel haben. Ein tieferes politisches Ziel mag ich hinter dem Fähnliflug ohnehin nicht zu erkennen. Ein Grossalbanien wird es eh niemals geben, das wird die Weltgemeinschaft zu verhindern wissen. Ohne sie und ihre militärische Unterstützung gäbe es auch keinen unabhängigen Kosovo, sondern einen ethnisch serbischen Grossstaat und einige Zehntausend zusätzliche Flüchtlinge aus dem eheml. Yugoslawien in der Schweiz. Albanien seinerseits hat sich in den letzen Jahren auf der Rangliste der Entwicklunsgländer von einem der aller letzten Plätze (!) immerhin auf Rang 95 vorgearbeitet. Und die albanische Nati halte ich eh für eines der hoffnungsvollsten Teams für die Zukunft. Sinnlose Provokationen wie gestern gefährden diesen Fortschritt, und das sollte man den Akteuren so klar wie deutlich zu spüren geben.
ZhyrusMitglied
15.10.2014, 15:20 · #363
Beiträge: 15'717
Sorry, ich habe kein Verständnis für den:
«Xhaka selber lässt auf seinem Facebook-Profil kurz nach dem Spiel Folgendes verlauten: «Uns Spielern geht es allen gut. Es ist so schön Albaner zu sein».»
Tagesanzeiger, AZ
PiederMitglied
15.10.2014, 16:04 · #364
Beiträge: 212
Sorry, ich habe kein Verständnis für den:
«Xhaka selber lässt auf seinem Facebook-Profil kurz nach dem Spiel Folgendes verlauten: «Uns Spielern geht es allen gut. Es ist so schön Albaner zu sein».»
Tagesanzeiger, AZ Für Lenjani auch nicht: «Angriff und Feuer von allen Seiten. Serbien wurde vom Löwen erschüttert, der Adler über der Schlange hat alle verrückt gemacht. Ihr konntet uns im Spiel nicht besiegen, also habt ihr euch den Krieg zur Hilfe genommen. Unsere Flagge auf dem Boden hat in euren Händen nichts verloren. Es war Nacht, die Sonne ist aufgegangen, denn Adler kommen von oben.» http://www.watson.ch/Front/articles/267967681-Amir-Abrashi%3A-%C2%ABDie-Situation-war-%C3%A4usserst-gef%C3%A4hrlich.-So-etwas-habe-ich-nie-zuvor-erlebt%C2%BB
vogelMitglied
15.10.2014, 16:57 · #365
Beiträge: 288
hier geben wieder leute kommentare ab das einmem ziemlich schlecht wird schon mal davon gehört, dass 90% der facebookseiten oder sonstigen social medien nicht echt sind sondern von sogenannten "fans" gemacht werden gehe mal davon aus dass keiner der spieler solchen dünnschiss verbreiten würde egal woher er kommt die UEFA mischt und mischelt alles und über mit, Gibraltar durfte nicht in den selben Topf wie Spanien, aber Serbien und Albanien lost man in den selben Topf da kann man sich auch Fragen wo die grösseren Mongis sitzen jeder der nur ein klein wenig von Politik versteht äusserte schon nach der Auslosung dass diese Topf zu grossen Problemen führen wird, aber Herr Platini strebt wohl den Friedensnobelpreis 2015 an anders kann ich mir das nichtstun der UEFA nicht erklären
Avatar von din Vaterdin VaterMitglied
15.10.2014, 17:08 · #366
Beiträge: 6'247
hier geben wieder leute kommentare ab das einmem ziemlich schlecht wird schon mal davon gehört, dass 90% der facebookseiten oder sonstigen social medien nicht echt sind sondern von sogenannten "fans" gemacht werden gehe mal davon aus dass keiner der spieler solchen dünnschiss verbreiten würde egal woher er kommt die UEFA mischt und mischelt alles und über mit, Gibraltar durfte nicht in den selben Topf wie Spanien, aber Serbien und Albanien lost man in den selben Topf da kann man sich auch Fragen wo die grösseren Mongis sitzen jeder der nur ein klein wenig von Politik versteht äusserte schon nach der Auslosung dass diese Topf zu grossen Problemen führen wird, aber Herr Platini strebt wohl den Friedensnobelpreis 2015 an anders kann ich mir das nichtstun der UEFA nicht erklären Naja, die Uefa nun als den Hauptschuldigen darzustellen, ist aber auch nicht ganz korrekt. So ganz gar nichts hat die Uefa ja auch nicht gemacht - immerhin wurden die Gastfans ausgeschlossen. Und wenn das Unheil von oben kommt (mittels Drohne), dann ist es für die Stadionsichheit nicht ganz einfach, wie z.B. Greenpeace in Basel auch schon gezeigt hat.
Avatar von der grosse user lapender grosse user lapenMitglied
15.10.2014, 17:26 · #367
Beiträge: 2'399
Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen. passt doch zu diesem vorfall wie die faust aufs auge
CONE OM ZI!RÜ
devanteMitglied
15.10.2014, 17:46 · #368
Beiträge: 19'480
Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen. passt doch zu diesem vorfall wie die faust aufs auge sowohl zum thema nationalstolz, wie auch zum thema religion
Roger KundertMitglied
15.10.2014, 19:43 · #369
Beiträge: 2'053
hier geben wieder leute kommentare ab das einmem ziemlich schlecht wird schon mal davon gehört, dass 90% der facebookseiten oder sonstigen social medien nicht echt sind sondern von sogenannten "fans" gemacht werden gehe mal davon aus dass keiner der spieler solchen dünnschiss verbreiten würde egal woher er kommt die UEFA mischt und mischelt alles und über mit, Gibraltar durfte nicht in den selben Topf wie Spanien, aber Serbien und Albanien lost man in den selben Topf da kann man sich auch Fragen wo die grösseren Mongis sitzen jeder der nur ein klein wenig von Politik versteht äusserte schon nach der Auslosung dass diese Topf zu grossen Problemen führen wird, aber Herr Platini strebt wohl den Friedensnobelpreis 2015 an anders kann ich mir das nichtstun der UEFA nicht erklären Naja, die Uefa nun als den Hauptschuldigen darzustellen, ist aber auch nicht ganz korrekt. So ganz gar nichts hat die Uefa ja auch nicht gemacht - immerhin wurden die Gastfans ausgeschlossen. Und wenn das Unheil von oben kommt (mittels Drohne), dann ist es für die Stadionsichheit nicht ganz einfach, wie z.B. Greenpeace in Basel auch schon gezeigt hat. http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... n-30691482
BarriosoMitglied
16.10.2014, 07:47 · #372
Beiträge: 136
Kukeli Interview zu den Vorfällen http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Jegliche-Grenzen-ueberschritten/story/28572794 Eifach en geile Siech, eine vo eus! Ich glaub ich kauf mir ein Kukeli-Shirt. Spinnst du??? Kukeli und all die anderen Volltrottel wie Xhaka merken nicht mal, wie sie instrumentalisiert werden. Das war keine Landes- sondern eine Naziflagge, gesteuert vom Bruder des Albanischen Präsidenten, der offensichtlich nichts anderes als einen weiteren Krieg zwischen diesen zwei Völkern will. Als Albanischer Spieler hätte man mit dem Serben zusammen die Fahne raustragen sollen, um zur Schau zur stellen, dass es ein FUSSBALLSPIEL ist, die Spieler als Vorbilder vorangehen, wenns die dummen Fans schon nicht schaffen, nach 20 Jahren endlich die Basis für eine friedlichere Zukunft zu legen (als Vertreter der ersten Generation, welche nicht mehr gekämpft hat und was gelernt haben sollte), und nichts anderes verdammt nochmal! Stattdessen lassen sich die Albaner von ihren Weichbecherfans noch feiern für ihre Aktion. Mir fehlen die Worte. Ein viel zu grosser Teil dieser beiden Völker ist dumm wie Brot, dem Nationalismus auf ewig verfallen. Keine Ahnung, wie sich Deutschland und Frankreich damals nach zwei Weltkriegen versöhnen konnten, aber sie konnten. Albanien und Serbien müssen dringend bei der Bildung ihrer Landsleute ansetzen, sonst wird das nichts mit dauerhaftem Frieden. Und schlimm finde ich auch, dass unser Nati-Granit vermutlich genau gleich reagiert hätte, jedoch nicht bei einer Flagge, welche die Schweiz beleidigt hätte. Falsche Nationalmannschaft gewählt, du dummer Junge!
GlaronaMitglied
16.10.2014, 07:52 · #373
Beiträge: 13'396
Zeigen wir wenigstens dass wir Politik und Fussball trennen können. Hier geht es weiter wenn Ihr weiter Diskutieren wollt: der-politik-fred-t14909.html
ZhyrusMitglied
16.10.2014, 10:49 · #375
Beiträge: 15'717
Politik ist im Stadion und das ist auch gut so Auch wenn der Beitrag meines Erachtens zu stark einer linker Ideologie unterworfen ist, die ich nur bedingt teile, halte ich es für naiv, zu behaupten man könne Fussball von Politik fein säuberlich trennen. Einerseits ist im Kampf gegen rechtsradikales Gedankentum Pflicht sich politisch und klar gegen diese von Feindseligkeiten geprägte Haltung zu äussern, andererseits kann man Fussballspiele wie Serbien gegen Albanien gar nicht frei vom politischem Kontext diskutieren (sorry Glarona). Das wäre reichlich realitätsfremd. Für meinen Teil ist klar ersichtlich, dass die absolute Mehrheit der Spieler beider Seiten an keiner Eskalation interessiert war. Das ist das Wichtigste. Es wäre mir persönlich auch lieber, wenn Kukeli die vehemente "Verteidigung" der nationalen Farben (v.a. auf einer höchst zweifelshaften und provokanten Landkarte) fast als Notwendigkeit darstellen würde und explizit sagen würde, man hätte die Flagge auch gelassener in Sicherheit bringen können. Die Integrität der Fahne war durch die serbischen Spieler nämlich nicht gefährdet. Ich kann aber mit dem Interview und seiner Zurückhaltung, von der reinen Selbstverteidigung gegen den serbischen Chaoten abgesehen, gut leben. Man merkt in seinen Worten (gut, das Interview wird reichlich gereviewt sein), dass er definitiv nicht zu den Agitatoren gehört. Das finde ich gut gelöst von Kukeli, ohne dass er seinen (weniger souverän agierenden) Teamkollegen in den Rücken fällt oder sich als Vaterlandsverteidiger aufspielt.
BarriosoMitglied
16.10.2014, 11:13 · #376
Beiträge: 136
Politik ist im Stadion und das ist auch gut so Auch wenn der Beitrag meines Erachtens zu stark einer linker Ideologie unterworfen ist, die ich nur bedingt teile, halte ich es für naiv, zu behaupten man könne Fussball von Politik fein säuberlich trennen. Einerseits ist im Kampf gegen rechtsradikales Gedankentum Pflicht sich politisch und klar gegen diese von Feindseligkeiten geprägte Haltung zu äussern, andererseits kann man Fussballspiele wie Serbien gegen Albanien gar nicht frei vom politischem Kontext diskutieren (sorry Glarona). Das wäre reichlich realitätsfremd. Für meinen Teil ist klar ersichtlich, dass die absolute Mehrheit der Spieler beider Seiten an keiner Eskalation interessiert war. Das ist das Wichtigste. Es wäre mir persönlich auch lieber, wenn Kukeli die vehemente "Verteidigung" der nationalen Farben (v.a. auf einer höchst zweifelshaften und provokanten Landkarte) fast als Notwendigkeit darstellen würde und explizit sagen würde, man hätte die Flagge auch gelassener in Sicherheit bringen können. Die Integrität der Fahne war durch die serbischen Spieler nämlich nicht gefährdet. Ich kann aber mit dem Interview und seiner Zurückhaltung, von der reinen Selbstverteidigung gegen den serbischen Chaoten abgesehen, gut leben. Man merkt in seinen Worten (gut, das Interview wird reichlich gereviewt sein), dass er definitiv nicht zu den Agitatoren gehört. Das finde ich gut gelöst von Kukeli, ohne dass er seinen (weniger souverän agierenden) Teamkollegen in den Rücken fällt oder sich als Vaterlandsverteidiger aufspielt. Bravo Zhyrus für diese Worte! Hast recht, ohne diese entschuldigende Aussage betreffend der "Rettung der ehrenhaften Fahne" könnte ich mit dem Interview auch gut leben. Einer von uns ist Burim sicher auch für mich immer noch. Aber über Fotos wie das letzte mit den Canepas kann ich unter diesen Umständen nicht mehr lachen wie vor 2 Wochen, sondern finde es brandgefährlich. Nicht mehr und nicht weniger. Habe gedacht sie seien schon ein wenig weiter da unten (war wohl eine gute Prise Naivität dabei)...
GlaronaMitglied
16.10.2014, 11:56 · #377
Beiträge: 13'396
Politik ist im Stadion und das ist auch gut so Auch wenn der Beitrag meines Erachtens zu stark einer linker Ideologie unterworfen ist, die ich nur bedingt teile, halte ich es für naiv, zu behaupten man könne Fussball von Politik fein säuberlich trennen. Einerseits ist im Kampf gegen rechtsradikales Gedankentum Pflicht sich politisch und klar gegen diese von Feindseligkeiten geprägte Haltung zu äussern, andererseits kann man Fussballspiele wie Serbien gegen Albanien gar nicht frei vom politischem Kontext diskutieren (sorry Glarona). Das wäre reichlich realitätsfremd. Für meinen Teil ist klar ersichtlich, dass die absolute Mehrheit der Spieler beider Seiten an keiner Eskalation interessiert war. Das ist das Wichtigste. Es wäre mir persönlich auch lieber, wenn Kukeli die vehemente "Verteidigung" der nationalen Farben (v.a. auf einer höchst zweifelshaften und provokanten Landkarte) fast als Notwendigkeit darstellen würde und explizit sagen würde, man hätte die Flagge auch gelassener in Sicherheit bringen können. Die Integrität der Fahne war durch die serbischen Spieler nämlich nicht gefährdet. Ich kann aber mit dem Interview und seiner Zurückhaltung, von der reinen Selbstverteidigung gegen den serbischen Chaoten abgesehen, gut leben. Man merkt in seinen Worten (gut, das Interview wird reichlich gereviewt sein), dass er definitiv nicht zu den Agitatoren gehört. Das finde ich gut gelöst von Kukeli, ohne dass er seinen (weniger souverän agierenden) Teamkollegen in den Rücken fällt oder sich als Vaterlandsverteidiger aufspielt. Bravo Zhyrus für diese Worte! Hast recht, ohne diese entschuldigende Aussage betreffend der "Rettung der ehrenhaften Fahne" könnte ich mit dem Interview auch gut leben. Einer von uns ist Burim sicher auch für mich immer noch. Aber über Fotos wie das letzte mit den Canepas kann ich unter diesen Umständen nicht mehr lachen wie vor 2 Wochen, sondern finde es brandgefährlich. Nicht mehr und nicht weniger. Habe gedacht sie seien schon ein wenig weiter da unten (war wohl eine gute Prise Naivität dabei)... Ich äussere mich jetzt doch noch mal zu dem Thema.... Ob jetzt die Canepas den albanischen Adler machen oder nicht spielt doch echt keine Rolle. Motzt ihr auch über jeden Amerikaner, Portugiesen oder Italiener, wenn Sie Ihre Flaggen auf T-Shirts etc. tragen? Ist dass nicht auch extrem "Nationalistisch" oder gilt das nur für Balkanländer? Und ja ich kann einen Match wie Serbien gegen Albanien auch ohne Politischen Kontext diskutieren! Aus dem ganz einfachen Grund: Voraussetzung für ein Fussballspiel ist für mich halt immer noch das wichtige Wort "Spiel". Hier geht es darum das 22 Typen einem Ball nachrennen und Versuchen soviele Tore wie möglich zuschiessen! Mehr nicht. Es ist eine simple Sache und da hat es einfach keinen Platz für Politik. Können Länder damit nicht umgehen, schmeisst Sie aus dem Fussballverband und Ruhe ist. Ich weiss ist vielleicht ein bisserl Verträumt aber läck bobby es isch Fuässball!
BarriosoMitglied
16.10.2014, 13:03 · #378
Beiträge: 136
Politik ist im Stadion und das ist auch gut so Auch wenn der Beitrag meines Erachtens zu stark einer linker Ideologie unterworfen ist, die ich nur bedingt teile, halte ich es für naiv, zu behaupten man könne Fussball von Politik fein säuberlich trennen. Einerseits ist im Kampf gegen rechtsradikales Gedankentum Pflicht sich politisch und klar gegen diese von Feindseligkeiten geprägte Haltung zu äussern, andererseits kann man Fussballspiele wie Serbien gegen Albanien gar nicht frei vom politischem Kontext diskutieren (sorry Glarona). Das wäre reichlich realitätsfremd. Für meinen Teil ist klar ersichtlich, dass die absolute Mehrheit der Spieler beider Seiten an keiner Eskalation interessiert war. Das ist das Wichtigste. Es wäre mir persönlich auch lieber, wenn Kukeli die vehemente "Verteidigung" der nationalen Farben (v.a. auf einer höchst zweifelshaften und provokanten Landkarte) fast als Notwendigkeit darstellen würde und explizit sagen würde, man hätte die Flagge auch gelassener in Sicherheit bringen können. Die Integrität der Fahne war durch die serbischen Spieler nämlich nicht gefährdet. Ich kann aber mit dem Interview und seiner Zurückhaltung, von der reinen Selbstverteidigung gegen den serbischen Chaoten abgesehen, gut leben. Man merkt in seinen Worten (gut, das Interview wird reichlich gereviewt sein), dass er definitiv nicht zu den Agitatoren gehört. Das finde ich gut gelöst von Kukeli, ohne dass er seinen (weniger souverän agierenden) Teamkollegen in den Rücken fällt oder sich als Vaterlandsverteidiger aufspielt. Bravo Zhyrus für diese Worte! Hast recht, ohne diese entschuldigende Aussage betreffend der "Rettung der ehrenhaften Fahne" könnte ich mit dem Interview auch gut leben. Einer von uns ist Burim sicher auch für mich immer noch. Aber über Fotos wie das letzte mit den Canepas kann ich unter diesen Umständen nicht mehr lachen wie vor 2 Wochen, sondern finde es brandgefährlich. Nicht mehr und nicht weniger. Habe gedacht sie seien schon ein wenig weiter da unten (war wohl eine gute Prise Naivität dabei)... Ich äussere mich jetzt doch noch mal zu dem Thema.... Ob jetzt die Canepas den albanischen Adler machen oder nicht spielt doch echt keine Rolle. Motzt ihr auch über jeden Amerikaner, Portugiesen oder Italiener, wenn Sie Ihre Flaggen auf T-Shirts etc. tragen? Ist dass nicht auch extrem "Nationalistisch" oder gilt das nur für Balkanländer? Und ja ich kann einen Match wie Serbien gegen Albanien auch ohne Politischen Kontext diskutieren! Aus dem ganz einfachen Grund: Voraussetzung für ein Fussballspiel ist für mich halt immer noch das wichtige Wort "Spiel". Hier geht es darum das 22 Typen einem Ball nachrennen und Versuchen soviele Tore wie möglich zuschiessen! Mehr nicht. Es ist eine simple Sache und da hat es einfach keinen Platz für Politik. Können Länder damit nicht umgehen, schmeisst Sie aus dem Fussballverband und Ruhe ist. Ich weiss ist vielleicht ein bisserl Verträumt aber läck bobby es isch Fuässball! Aufgrund deiner Fragen, die du (mir?) gestellt hast, lasse ich mich nun auch noch zu einem letzten Post hinreissen. Ich denke, bei einem Ami, Italiener oder Portugiesen steht die Flagge für die Nation, wie sie besteht (ohne Invasionsgelüste). Zudem haben diese Völker schon lange keine Kriege mehr geführt (von den nimmersatten Amis mal abgesehen, aber wer von Soccer statt Football spricht und das Land nicht auf der Weltkarte findet gegen das er Krieg führt dem ist eh nicht mehr zu helfen). Beim Adler gibt es zu viele Leute, die da zuviel, d.H. diese Wiedervereinigung (die ohne Krieg nie erreicht werden könnte) hineininterpretieren. Und ja, für Balkanländer gelten (noch) andere Regeln, denn das ist der letzte schreckliche Krieg, an den wir uns alle noch sehr gut erinnern können (Ukraine ist für mich zu weit weg um Relevanz für Mitteleuropa zu haben). Deutsche haben auch eine Ewigkeit gewartet, bevor sie ihre Fahnen wieder mit Stolz durch die Gegend geschwungen haben. Die Balkanländer sollten sich darum den Gefahren besonders gut bewusst sein und es sein lassen mit solchen Dingen, solange man befürchten muss, dass das Fass jeden Moment wieder überschwappen könnte. Vor allem von in der Schweiz aufgewachsenen Leuten wünsche ich mir hier doch ein wenig mehr Hirn als auf der Langstrasse solche Scheisse zu feiern. Das war's für meinen Teil. Jetzt freue ich mich auf das nächste 6:0.
Zürcher.Mitglied
20.10.2014, 17:36 · #379
Beiträge: 148
Politik ist im Stadion und das ist auch gut so Auch wenn der Beitrag meines Erachtens zu stark einer linker Ideologie unterworfen ist, die ich nur bedingt teile, halte ich es für naiv, zu behaupten man könne Fussball von Politik fein säuberlich trennen. Einerseits ist im Kampf gegen rechtsradikales Gedankentum Pflicht sich politisch und klar gegen diese von Feindseligkeiten geprägte Haltung zu äussern, andererseits kann man Fussballspiele wie Serbien gegen Albanien gar nicht frei vom politischem Kontext diskutieren (sorry Glarona). Das wäre reichlich realitätsfremd. Für meinen Teil ist klar ersichtlich, dass die absolute Mehrheit der Spieler beider Seiten an keiner Eskalation interessiert war. Das ist das Wichtigste. Es wäre mir persönlich auch lieber, wenn Kukeli die vehemente "Verteidigung" der nationalen Farben (v.a. auf einer höchst zweifelshaften und provokanten Landkarte) fast als Notwendigkeit darstellen würde und explizit sagen würde, man hätte die Flagge auch gelassener in Sicherheit bringen können. Die Integrität der Fahne war durch die serbischen Spieler nämlich nicht gefährdet. Ich kann aber mit dem Interview und seiner Zurückhaltung, von der reinen Selbstverteidigung gegen den serbischen Chaoten abgesehen, gut leben. Man merkt in seinen Worten (gut, das Interview wird reichlich gereviewt sein), dass er definitiv nicht zu den Agitatoren gehört. Das finde ich gut gelöst von Kukeli, ohne dass er seinen (weniger souverän agierenden) Teamkollegen in den Rücken fällt oder sich als Vaterlandsverteidiger aufspielt. Bravo Zhyrus für diese Worte! Hast recht, ohne diese entschuldigende Aussage betreffend der "Rettung der ehrenhaften Fahne" könnte ich mit dem Interview auch gut leben. Einer von uns ist Burim sicher auch für mich immer noch. Aber über Fotos wie das letzte mit den Canepas kann ich unter diesen Umständen nicht mehr lachen wie vor 2 Wochen, sondern finde es brandgefährlich. Nicht mehr und nicht weniger. Habe gedacht sie seien schon ein wenig weiter da unten (war wohl eine gute Prise Naivität dabei)... Ich äussere mich jetzt doch noch mal zu dem Thema.... Ob jetzt die Canepas den albanischen Adler machen oder nicht spielt doch echt keine Rolle. Motzt ihr auch über jeden Amerikaner, Portugiesen oder Italiener, wenn Sie Ihre Flaggen auf T-Shirts etc. tragen? Ist dass nicht auch extrem "Nationalistisch" oder gilt das nur für Balkanländer? Und ja ich kann einen Match wie Serbien gegen Albanien auch ohne Politischen Kontext diskutieren! Aus dem ganz einfachen Grund: Voraussetzung für ein Fussballspiel ist für mich halt immer noch das wichtige Wort "Spiel". Hier geht es darum das 22 Typen einem Ball nachrennen und Versuchen soviele Tore wie möglich zuschiessen! Mehr nicht. Es ist eine simple Sache und da hat es einfach keinen Platz für Politik. Können Länder damit nicht umgehen, schmeisst Sie aus dem Fussballverband und Ruhe ist. Ich weiss ist vielleicht ein bisserl Verträumt aber läck bobby es isch Fuässball! Aufgrund deiner Fragen, die du (mir?) gestellt hast, lasse ich mich nun auch noch zu einem letzten Post hinreissen. Ich denke, bei einem Ami, Italiener oder Portugiesen steht die Flagge für die Nation, wie sie besteht (ohne Invasionsgelüste). Zudem haben diese Völker schon lange keine Kriege mehr geführt (von den nimmersatten Amis mal abgesehen, aber wer von Soccer statt Football spricht und das Land nicht auf der Weltkarte findet gegen das er Krieg führt dem ist eh nicht mehr zu helfen). Beim Adler gibt es zu viele Leute, die da zuviel, d.H. diese Wiedervereinigung (die ohne Krieg nie erreicht werden könnte) hineininterpretieren. Und ja, für Balkanländer gelten (noch) andere Regeln, denn das ist der letzte schreckliche Krieg, an den wir uns alle noch sehr gut erinnern können (Ukraine ist für mich zu weit weg um Relevanz für Mitteleuropa zu haben). Deutsche haben auch eine Ewigkeit gewartet, bevor sie ihre Fahnen wieder mit Stolz durch die Gegend geschwungen haben. Die Balkanländer sollten sich darum den Gefahren besonders gut bewusst sein und es sein lassen mit solchen Dingen, solange man befürchten muss, dass das Fass jeden Moment wieder überschwappen könnte. Vor allem von in der Schweiz aufgewachsenen Leuten wünsche ich mir hier doch ein wenig mehr Hirn als auf der Langstrasse solche Scheisse zu feiern. Das war's für meinen Teil. Jetzt freue ich mich auf das nächste 6:0. Der Adler steht in deinem Sinne für den Krieg? Nicht falsch verstehen ich will dir nicht eins auswischen, verusche nur deinen Post zu verstehen. Ich selber habe wurzeln im Balkan (keine der beiden betroffenen Nationalitäten) und ich kann dir versichern, dass der Aufdruck auf der Fahne so gut wie keine Rolle gespielt hätte. Man hätte auch Albanien mit einem Edding auf einen Maiskolben schreiben können und diesen dann durch die Lüfte schweben lassen. Die Reaktion wäre zu 99% die gleiche gewesen. Ohne dies auf die Serben zu pauschalisieren. Genau gleich hätten die Albaner, Kroaten, Bosner oder sonst jemand reagiert. Die ganze Stimmung ist und war schon immer angespannt. Hinzu kommt die Mentale reife der Leute von einem 7-jährigen, wenn es zu solchen Begegnungen kommt. Ohne mehr ins detail zu gehen, möchte ich dir versichern, dass eine solche reaktion (ja, auch von meinen Landsleuten) kaum zu verhindern gewesen wäre. Dass ich nicht stolz darauf bin, erübrigt sich doch?!
ZhyrusMitglied
24.10.2014, 12:17 · #380
Beiträge: 15'717
Die UEFA hat entschieden:
  • 3:0 Forfaitsieg für Serbien, weil sich die albanische Seite geweigert hat ohne Zuschauer weiterzuspielen.
  • 3 Punkte Abzug für Serbien aufgrund organisatorischer Versäumnissen
  • 2 Geisterspiele für Serbien
  • 120'000.- Busse für beide Verbände
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