weiss nicht, ob es schon gepostet wurde... evt. retter für servette
Wird Servette in letzter Sekunde gerettet?
Hoffnungsschimmer bei Servette FC: Investoren sollen bereitstehen, den Kollaps des Super-League-Vereins zu verhindern. Am Nachmittag steht eine Medienkonferenz der Genfer an.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Dieser Satz gilt im besonderen Mass für den Traditionsklub Servette, der am Donnerstagnachmittag beim Genfer Bezirksgericht die Bilanz deponiert hat. Raphaël Wicky, der sich als Trainer in der Nachwuchsabteilung der Genfer engagiert, erklärte gestern Abend in der SF-Sendung «Sport Aktuell», dass Spieler und Staff vom Verwaltungsrat über den Schritt informiert und gleichzeitig beruhigt worden seien. «Mit 99-prozentiger Sicherheit werden neue Inhaber des Vereins präsentiert», zitierte der ehemalige Internationale den Verwaltungsrat. Namen seien keine genannt worden, sie sollen aber in den nächsten fünf bis zehn Tagen präsentiert werden, führte der Walliser weiter aus.
Auch die «Tribune de Genève» weiss von Bestrebungen, wonach der Konkurs im letzten Moment abgewendet werden soll. Der ehemalige portugiesische Nationalspieler und heutige Sportchef von Servette, Costinha, zieht in dieser Angelegenheit die Fäden. Die Lokalzeitung schreibt von zwei Investoren, die Interesse haben, einzusteigen. Dabei handelt es sich um eine Person aus Genf sowie einen Ausländer. Und Servettes Anwalt Olivier Péclard sieht die Zukunft nicht so düster und meinte gegenüber diversen Medien, dass «bereits am Wochenende Gespräche mit potenziellen Investoren geführt werden. Bis zum Entscheid der Richter nächste Woche bleiben alle an Bord.»
Auch die Spieler hoffen noch
Doch die Zeit drängt: Wenn man das Aus der Grenats abwenden will, so müssten die neuen Geldgeber rund zwei bis drei Millionen Franken kurzfristig hinblättern – und zwar bereits in der nächsten Woche. (Insider glauben, dass es eine Summe von 7 Millionen braucht, damit Servette mittelfristig überleben könnte). Der Anhang von Servette war schon vor sieben Jahren, als der dubiose Franzose Marc Roger den Klub in den Abgrund geritten hatte, immer wieder mit allen möglichen (und unmöglichen) Investoren vertröstet worden – bis der Klub im Februar 2005 zum Zwangsabstieg in die 1. Liga relegiert wurde. Kann der Konkurs dieses Jahr nicht verhindert werden, so müssten die Genfer gar den Gang in die 2. Liga inter unternehmen.
Ein solches Schreckensszenario steht Servette wiederum bevor. Die Fussballer glauben (noch) an die Rettung des Super-League-Klubs. «Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben», erklärt Captain Lionel Pizzinat in der «Tribune de Genève». «Wir werden am Samstag auf jeden Fall in Thun antreten. Das ist alles, was wir im Moment für Servette tun können.» Am Nachmittag soll eine Medienkonferenz der Genfer mehr Klarheit geben.
Ein Desaster für die Liga
Auch die Swiss Football League hofft, dass Servette in letzter Minute den Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Nach dem Aus von Xamax und dem juristischen Hickhack mit dem FC Sion kommt die prekäre Situation um Servette mehr als nur ungelegen. Die Saison 2011/12, im letzten Sommer als die wohl attraktivste in der Geschichte des Schweizer Fussballs angekündigt, mutiert sportlich zu einer Farce und in Sachen Image immer mehr zu einem rigorosen Desaster. Und das kann fürwahr nicht das Ziel der höchsten Fussballklasse des Landes sein.
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