Lucien Favre (Hertha BSC Berlin)

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Jure JerkovicMitglied
29.05.2009, 14:06 · #1'921
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Ist der Tagi eigentlich so ein Schundblatt wie bei uns die Bild? Selten so viel gequirlten Mist in einem Artikel gelesen. Oder vielleicht seh ich das auch zu sehr durch die Vereinsbrille. stephan roth war vielleicht beim blick, aber er hat eine ahnung von fussball und kennt favre sehr gut. auch wenn er ihn nicht zitiert, kann ich mir doch gut vorstellen, dass er vor diesem artikel mit lulu telefoniert hat. seine einschätzung ist, lieber hertha-fan, leider keine gequirlte scheisse, sondern die bittere realität. der Herr vom Tagi weiß doch gar nicht was in den nächsten Jahren noch alles passieren kann. Wer außer Favre sollte es denn schaffen, aus dem vorhandenen Kader rauszuholen was geht? gute frage. das kann er wohl tatsächlich besser als irgendwer. und ja, vielleicht findet er verstärkungen, die nichts kosten, und ersetzt damit die abgänge der beiden topstürmer. ich denke da z.b. an julian esteban, der ein risiko wäre, aber das zeug zum topstürmer eigentlich hätte... oder chermiti schlägt kommende saison voll ein. oder raffael findet vor dem tor zu seiner zürcherschen lockerheit zurück. trotzdem: ich weiss nicht, wie das gehen soll. die qualität fehlt einfach. die hertha wird nächste saison trockenes brot essen, befürchte ich.
kuchikäschtlifondueMitglied
29.05.2009, 14:52 · #1'922
Beiträge: 139
Über die folgende Saison brauchen wir uns auch gar nicht zu unterhalten, ich glaube da geht jeder davon aus daß die schwächer wird als die vorherige. Nochmal schwächeln Werder, Schalke etc. nicht. Hertha fährt Sparkurs, dazu die Zusatzbelastung UEFA Cup / EL ...ich und viele Herthafans wären wohl mit nem einstelligen Tabellenplatz zufrieden. Man sollte allerdings auch relativieren...wie schon gesagt, wenn nächste Saison irgendwie mit einem Titel abgeschlossen würde, könnte wohl jeder mit Platz 9-10 leben. Also Titel = DFB Pokal, denn mehr wird nicht gehen wenn man sich die Mitbewerber in der Europa League und in der Meisterschaft ansieht. Ist natürlich sehr viel Spekulation dabei, zumal Hertha im DFB Pokal gerne früh rausfliegt. Alles so schwarz malen wie Stephan Roth sollte man aber auch nicht. Vielleicht ist das aber auch wieder ganz gut, denn hat man keine Erwartungen, kann man ja nur positiv überrascht werden;)
LazioMitglied
05.06.2009, 04:01 · #1'923
Beiträge: 279
«Trainer vs. Manager»
Warum Hertha BSC Trainer Favre halten will Lucien Favre oder Dieter Hoeneß? Das Hertha-Präsidium muss dringend eine Entscheidung für die Zukunft des Bundesliga-Klubs treffen. Doch der Trainer hat im Machtkampf mit dem Manager gute Karten. Und er hat ein Konzept für die Zukunft des Klubs. Es war ein Tag der hektischen Betriebsamkeit, der langen und teils sehr emotionalen Telefonate und der Diskussionen. Und das alles noch bevor sich die neun Mitglieder des Präsidiums von Hertha BSC am Abend im italienischen Restaurant „La Forchetta“ zu ihrer turnusmäßigen Sitzung trafen. Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller und Dieter Hoeneß als Vorsitzender der Geschäftsführung, die ebenfalls zu dieser Sitzung bestellt waren, verzichteten mit Blick auf die vor dem Restaurant wartenden Fotografen in Absprache mit Präsident Werner Gegenbauer auf ihre Teilnahme. Die Situation spitzt sich zu – Hoeneß oder Lucien Favre, so lautet die Frage, die das Präsidium zu beantworten hat. Die Morgenpost beantwortet, warum die Mehrheit der Entscheidungsträger von der Arbeit des Trainers aus der Schweiz überzeugt ist und was Hertha ihm künftig bieten muss. Perspektiven Favre ist derzeit der begehrteste Trainer der Bundesliga. Der 1.FC Köln sucht einen neuen Übungsleiter, ebenso der Hamburger SV, der konkret an Favre interessiert sein soll. Auch bei Bayer Leverkusen, wo Geld nahezu im Überfluss vorhanden und die Arbeit mit talentierten Nachwuchskräften zum Dogma erhoben worden ist, könnte das Traineramt bald vakant sein. Anders als andere freie Kandidaten wie Mirko Slomka und Friedhelm Funkel ist Favre noch bei keinem seiner vorherigen Vereine gescheitert; im Gegenteil: Mit Hertha hat er in dieser Saison 32 Spieltage lang völlig überraschend um den Titel gespielt. Lobby Favre hat bei seinem Amtsantritt von Hoeneß so viel Mitspracherecht erhalten wie kein anderer Trainer zuvor. Seinen Einfluss hat er sich im wahrsten Sinne des Wortes erstritten, indem er Konflikten nicht aus dem Weg gegangen ist. Das hat vielen im Verein imponiert und die Zahl seiner Fürsprecher gesteigert. Mit Präsident Gegenbauer und Michael Preetz, dem Leiter der Lizenzspielerabteilung, liegt er in nahezu allen Sachfragen auf einer Wellenlänge. Und Favre sieht sich nicht nur als Trainer. Er begreift sich als Entwickler, der nicht nur die Profimannschaft, sondern auch die Scoutingabteilung, die Nachwuchsarbeit – einfach alle relevanten Gebiete des Bundesligisten voranbringen will. Er verlangt keine Allmacht, will aber in Ruhe arbeiten können. Ruhe, wohlgemerkt, zählt zu den wenigen Dingen, die Hertha ihm auch mit wenig Geld bieten kann. Das hierfür notwendige Vertrauensverhältnis zu Hoeneß ist aber nachhaltig ge-, womöglich sogar zerstört. Akribie Favre ist detailbesessen. Er ist ein Taktik-Fanatiker und erklärt seinen Spielern immer wieder Laufwege und das Spielsystem. Im Training korrigiert er die kleinsten Bewegungen der Spieler. Als Lukasz Piszczek kürzlich eine Flanke mit dem rechten statt dem linken Bein abwehren wollte, erklärte der Trainer dem Polen, dass er mit dem rechten Bein eine größere Abwehrmöglichkeit gehabt hätte. In der Schweiz soll er auf Busfahrten bei Sonnenschein sogar die Vorhänge zugezogen und den Spielern gesagt haben: „Ihr müsst euch schützen.“ Seine Frau Chantal zeichnet ihm Spiele auf DVD auf. Meist analysiert er diese noch am Abend des Spieltags. Seine Arbeit steht für Favre an erster Stelle: In die Schweiz fährt er nur selten und verfolgt unzählige Spiele am Fernseher. Innovation Favre bewertet die Verbesserung des Klubs höher als kurzfristigen Erfolg. Er trieb auf dem Trainingsgelände den Bau einer Höhenkammer voran und sprach sich für eine spezielle Technik für das Entmüdungsbecken aus, welche die Regeneration der Spieler beschleunigen soll. Jeden Spieler jeden Tag besser zu machen – mit diesem Ziel ist Jürgen Klinsmann beim FC Bayern München gescheitert. Favre hingegen gelingt es tatsächlich, das Potenzial der Profis auszuschöpfen. „Seit Favre da ist, verstehen viele von uns Fußball ein bisschen mehr“, sagte Josip Simunic. Der Innenverteidiger zeigte in der vergangenen Spielzeit die besten Leistungen seiner Karriere. Auch Torwart Drobny, Nicu, Cicero und Piszczek haben sich positiv entwickelt. Das hat sich in der Bundesliga herumgesprochen. Für manchen Profi ist Favre ein Argument, zu Hertha zu wechseln. Verteidiger Christoph Janker, der von der TSG 1899 Hoffenheim kommt, nannte das Gespräch mit Favre als Grund für seine Entscheidung für Hertha. Außendarstellung Der Schweizer ist ein loyaler Mensch. Angebote anderer Vereine lehnt er mit dem Verweis ab, dass er in Berlin noch viel zu tun hat. Öffentlich kritisiert er fast nie einzelne Spieler. Er tritt freundlich auf, ist nach und nach offener geworden und hat sich an die Gepflogenheiten der Medienstadt Berlin gewöhnt. Auch dadurch ist er im Ansehen der Hauptstädter gestiegen – und hat das Ansehen des Hauptstadt-Klubs gesteigert. Favre kann allerdings auch sehr stur sein. Hat er sich einmal auf etwas festgelegt, ändert er nur selten seine Meinung – siehe Pantelic. Erfahrung In seiner Heimat gewann Favre 2001 mit Servette Genf den Pokal und schaffte es bis ins Achtelfinale des Uefa-Pokals. Mit dem FC Zürich wiederholte er vier Jahre später diesen Erfolg und wurde 2006 und 2007 Meister. In der Bundesliga hat er noch keinen Titel gewonnen. Aber Favre hat es geschafft, den Berlinern wieder Spaß am Fußball zu bringen. Und vor allem Hoffnung auf einen Titel. http://www.morgenpost.de/sport/hertha/a ... _will.html
LazioMitglied
06.06.2009, 21:48 · #1'925
Beiträge: 279
«Bei Hertha geht nichts mehr ohne Favre»
Manager Dieter Hoeneß kann sich bei Hertha nicht mehr durchsetzen. In der kommenden Woche wird die Entscheidung bekannt gegeben, wann er gehen muss. Zu oft gab es Streit mit dem Trainer Vor ein paar Wochen ist Dieter Hoeneß gebeten worden, er solle doch bitte ein paar Worte zu Lucas Barrios sagen. So eine Frage hätte er vor ein paar Jahren mit einem müden Lächeln quittiert und der Standard-Antwort: „Wenn Sie schon ein wenig länger hier wären, wüssten Sie, dass wir uns nicht an Spekulationen beteiligen, sondern nur Vollzug melden.“ Das aber war in der Zeit, als der Manager Hoeneß bei Herthas BSC noch Alleinherrscher war und Spieler holte, die in sein persönliches Konzept passten. Als er sich noch nicht mit Lucien Favre herumschlagen musste, der ganz eigene Vorstellungen vom Fußball hat und diese auch umsetzen möchte, er muss schließlich auch als Trainer dafür geradestehen. Hoeneß hat sich also ein wenig geziert und einen kurzen Vortrag gehalten über „einen sehr guten Stürmer, groß, schnell, beidfüßig und torgefährlich“, und natürlich sei Hertha sehr interessiert. Neben ihm saß Favre und verzog nicht einmal das Gesicht. Auf die Frage, was er denn von Barrios halte, sagte Favre nur, dass er zu diesem Thema gar nichts zu sagen habe. Genauso, wie Hoeneß es früher getan hätte. Die Gewichte haben sich verschoben bei Hertha. Nichts geht mehr ohne Favre. Dieter Hoeneß, ohne den früher nichts ging, steht vor seinem Abschied. Die Entscheidung ist gefallen, Hoeneß wird sie in Kürze übermittelt werden, für die kommende Woche ist mit einer offiziellen Verlautbarung zu rechnen. Es ist kein freiwilliger Abschied, Hoeneß wollte seinen bis 2010 laufenden Vertrag unbedingt erfüllen. Aber er selbst hat den Bogen überspannt, auch und vor allem in seinem Bemühen, eine Art Übertrainer zu sein. Zum Beispiel mit der Planung von Transfers wie dem von Barrios. Der Argentinier spielt bei Colo Colo in Chile. Hoeneß reist sehr gern nach Südamerika, im Frühjahr schaute er bei Barrios vorbei. Das hat ein bisschen Ärger provoziert. Andrej Woronin verstand nicht, warum denn kein Geld da war, um ihn aus seinem Vertrag aus Liverpool herauszukaufen, wenn doch Colo Colo zehn Millionen Dollar für Barrios verlangte. Herthas Präsident Werner Gegenbauer mochte sich nicht abspeisen lassen mit dem vagen Verweis auf einen Investor, der den Kauf finanzieren sollte. Und Favre hatte zuvor schon wissen lassen, er wolle auf keinen Fall noch einen Spieler aus Südamerika. Favre hat sich vom Präsidium das Privileg zusichern lassen, dass nur noch Spieler verpflichtet werden, die er selbst beobachtet hat. Zu viel ist in den vergangenen beiden Jahren nicht in seinem Sinne verlaufen. Manches lag in Favres Hang zum endlosen Zögern begründet, etwa die Verpflichtung des Schweden Tobias Grahn, den Hertha im Sommer 2007 nur deswegen holte, weil der Kader irgendwie aufgefüllt werden musste. Das billige Leihgeschäft mit Grahn ließ sich verschmerzen. Ärgerlicher waren ganz andere Fehlgriffe. André Lima, den wohlgenährten Stürmer, brachte Hoeneß für 3,5 Millionen Euro aus Brasilien mit. Favre hatte ihn zuvor nur auf einer Best-of-DVD studiert. Nach 16 größtenteils desaströsen Spielen musste Lima Berlin wieder verlassen. Oder die Sache mit Pedro Geromel. Den hatte Favre vor einem Jahr als neuen Innenverteidiger ausgespäht. Der Brasilianer aber war angeblich zu teuer, so dass für knapp 2 Millionen Euro sein Landsmann Kaka kam, der sich als Experte für Luftlöcher erwies. Geromel ging für 2,5 Millionen Euro nach Köln und war dort die große Überraschung der Saison. Auch mit seinem Wunsch nach einer Verpflichtung des Wolfsburgers Christian Gentner konnte Favre sich nicht durchsetzen. Der Mittelfeldspieler machte vor einer Woche in China sein erstes Länderspiel. Schwer verärgert war Favre nun, als ihm zu Ohren kam, Hoeneß wolle Ivan Klasnic verpflichten, der beim FC Nantes gescheitert ist. Nicht mit mir, signalisierte Favre. Es war einer der Fälle, der dem Präsidium vor Augen führte, dass es so nicht mehr weitergehen konnte. Die Hinterlassenschaften der Ära Hoeneß aber werden Favre noch ein wenig länger beschäftigen. André Lima war an den FC Sao Paulo ausgeliehen. Die Bereitschaft des Klubs, Lima zu behalten, tendiert gegen null. Sein Vertrag bei Hertha läuft noch bis 2011 – kehrt er zurück nach Berlin? „Um Gottes Willen“, sagt Lucien Favre. (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.06.2009) http://www.tagesspiegel.de/sport/Hertha ... 27,2816727
kuchikäschtlifondueMitglied
07.06.2009, 19:11 · #1'926
Beiträge: 139
«07.06.09»
Dieter Hoeneß geht Dieter Hoeneß verlässt Hertha BSC Berlin - Nach insgesamt fast 13-jähriger Tätigkeit in verschiedensten Funktionen bei Hertha BSC verlässt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA Dieter Hoeneß den Verein auf eigenen Wunsch vorzeitig zum 30. Juni 2009. Hertha BSC und Dieter Hoeneß haben am Sonntagabend (07.06.09) freundschaftlich und einverständlich vereinbart, das Vertragsverhältnis zum Saisonende aufzulösen. Die Vereinsgremien des Klubs und der Vorsitzende der Geschäftsführung hatten zuletzt unterschiedliche Auffassung über die zukünftige Vereins- und Geschäftspolitik. Weg freimachen Da die Beendigung der Tätigkeit von Dieter Hoeneß ohnehin vertraglich vereinbart für den 30. Juni 2010 vorgesehen war, wollte Dieter Hoeneß im ausschließlichen Interesse von Hertha BSC schon jetzt den Weg für eine Neugestaltung freimachen und hat deshalb das Präsidium um vorzeitige Vertragsauflösung zum 1. Juli 2009 und am Ende einer erfolgreichen Saison gebeten. Hertha BSC bedankt sich bei Dieter Hoeneß für seine langjährige und erfolgreiche Arbeit. Dieter Hoeneß hat sich dauerhaft um Hertha BSC verdient gemacht und sowohl im Verein als auch im Berliner Fußball tiefe Spuren hinterlassen. Mit seinem Namen wird dauerhaft verbunden sein der Aufstieg des Vereins in die Bundesliga, die Etablierung in der Bundesliga sowie die Teilnahme in der Champions League 1999/2000 sowie zahlreiche Teilnahmen im UEFA Cup. Dieter Hoeneß hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich Hertha BSC in den vergangenen Jahren zu einem national wie international anerkannten Fußballverein entwickelt hat. Quelle: www.herthabsc.de Dann gings doch schneller als gedacht, und noch relativ zivil über die Bühne. Machs gut Dieter, danke für 12 gute Jahre, aber es geht auch ohne dich! ;).
DemokritMitglied
08.06.2009, 06:12 · #1'927
Beiträge: 5'834
Bickel nach Berlin?
Dini MueterMitglied
08.06.2009, 11:55 · #1'928
Beiträge: 2'795
Bickel nach Berlin? Machmer kä Angst! Hier ein Beitrag aus dem Fredy-Thread vom 18.02.2009: auf FCZ.TV meinte bickel, dass er mit dem FCZ einmal in der champions league spielen will und danach sich selbst bei einem europäischen verein versuchen will? sollten wir diese meisterschaft gewinnen und mit etwas losglück in die champions league kommen wäre fredy bickel wohl noch bis ende saison 09/10 bei uns, also bis ende juni 2010...... will er die nachfolge von michael preetz in berlin antreten, welcher selbst die nachfolge von dieter hoeness antritt?
ShorunmuMitglied
24.06.2009, 07:07 · #1'929
Beiträge: 4'740
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.06.2009) Des Trainers neue Dienste Lucien Favre und seine ungewohnte Rolle als Machtfaktor bei Hertha BSC Berlin - Das wird nicht so einfach mit Lucas Barrios und Hertha BSC. Der argentinische Stürmer, der in 42 Saisonspielen für den chilenischen Klub Colo Colo 37 Tore schoss, soll 10 Millionen US-Dollar kosten. Es gibt Angebote aus Mallorca, Getafe und großes Interesse bei Lokomotive Moskau, wo das Geld bekanntlich lockerer sitzt als in Berlin. Lucien Favre weiß um Herthas schlechte Position auf dem Transfermarkt („etwa so wie Eintracht Frankfurt“), aber im Falle Barrios war er darüber so böse nicht. Der Berliner Trainer stand einer Verpflichtung des Argentiniers lange Zeit ablehnend gegenüber – womöglich auch, weil dieser ein Wunschkandidat des früheren Managers Dieter Hoeneß war. Dem Trainer missfiel die dominante Art des Managers, dessen ständiger Anspruch auf aktive Gestaltung des sportlichen Machtbereichs. Hoeneß machte sich schon mal gern lustig über Favres Probleme, eine Entscheidung zu fällen und dann auch zu ihr zu stehen. Dass er damit so falsch nicht lag, dafür steht der Umgang des Trainers mit dem stürmischen Abgang von Hoeneß bei Hertha. Monatelang hatte Favre Präsidium und Aufsichtsrat mit dem Wunsch in den Ohren gelegen, dass es mit ihm und Hoeneß gemeinsam nicht mehr weitergehe. Doch schon einen Tag nach der Trennung ließ Favre über seinen Berater Christoph Graf ausrichten, einen Machtkampf zwischen ihm und Hoeneß habe es nie gegeben, viel mehr hätten sie beide „gut zusammengearbeitet, selbst wenn es in fußballerischen Fragen zum Teil unterschiedliche Auffassungen gab“. Das war eine überraschende, aber keineswegs unlogische Wende. Bei allem Ehrgeiz – in sportlichen Fragen die letzte Instanz zu sein, fällt Favre auch schwer. Der charmante Schweizer will in der Öffentlichkeit nicht als Machtmensch gesehen werden. Ein wenig irritiert wird Favre registriert haben, dass er nach der personellen Neuordnung selbst stärker in den Fokus gerückt ist, auch über rein sportliche Fragen hinaus. Die seltsame Trennung von Verteidiger Sofian Chahed in dessen Urlaub wäre früher an Hoeneß'' breitem Kreuz abgeprallt. Jetzt aber sickerte schnell durch, dass es vor allem Favre war, der auf eine Weiterbeschäftigung Chaheds keinen Wert mehr legte. Unwidersprochen konnte Chahed via „Bild“ mitteilen, der Trainer habe ihn „verarscht“. Nach dem selben Prinzip transportiert Josip Simunic seit ein paar Tagen die Vorbereitung eines möglichen Abschieds zum Hamburger SV an die Öffentlichkeit. Auf einmal wird der zuvor so still und bescheiden vor sich hin werkelnde Favre als Machtfaktor wahrgenommen und auch als solcher behandelt. Wie schon zu Hoeneß'' Zeiten ist Favres engster Vertrauter im Klub Michael Preetz, aber der hat nach seiner Beförderung zum Geschäftsführer genug Arbeit. Der Trainer muss seine neue, mit viel mehr Macht ausgestattete Position erst noch finden. Einen Stürmer, einen Verteidiger und einen Mann fürs linke Mittelfeld wollen Favre und Preetz verpflichten. „Es ist unmöglich“, hat Favre vor seiner Abreise in den Urlaub gesagt, denn zur Verfügung steht ihm nach der Kürzung des Personalbudgets nicht etwa nur wenig Geld, sondern weniger als gar nichts. Das allein wäre schwer genug. Aber wer Favres perfektionistischen Anspruch an neues Personal kennt, der kann sich vorstellen, welche Diskussionen er mit Preetz in den kommenden Wochen noch führen wird. Vielleicht wird dabei auch der Name Lucas Barrios noch einmal auftauchen. Der Argentinier hat dem chilenischen Fachmagazin „Prensa Futbol“ schon mal anvertraut, er wolle auf keinen Fall nach Russland wechseln. Bei Hertha BSC heißt es, man könne sich ein Leihgeschäft vorstellen.
Jure JerkovicMitglied
24.06.2009, 11:48 · #1'930
Beiträge: 1'880
bin zuversichtlich, dass favre und preetz noch ein paar günstige und doch gute spieler finden, zumindest auf leihbasis.
KingMitglied
24.06.2009, 12:01 · #1'931
Beiträge: 13'086
bin zuversichtlich, dass favre und preetz noch ein paar günstige und doch gute spieler finden, zumindest auf leihbasis. ist mir ehrlich gesagt so was von egal, Favre hatte die Möglichkeit zum HSV zu gehen wo er ein Champions League würdiges Team hätte aufbauen können.
Jure JerkovicMitglied
24.06.2009, 12:19 · #1'932
Beiträge: 1'880
spricht für ihn, dass er bei der hertha geblieben ist.
KingMitglied
24.06.2009, 12:21 · #1'933
Beiträge: 13'086
spricht für ihn, dass er bei der hertha geblieben ist. sehe ich anders.
kuchikäschtlifondueMitglied
25.06.2009, 00:16 · #1'934
Beiträge: 139
spricht für ihn, dass er bei der hertha geblieben ist. sehe ich anders. Wenn ich spammen würde würde ich sagen: Ich auch...anders als du, king;). Ich finds aber gut daß er seinen Vertrag erfüllt hat. Natürlich auch auf Kosten von D.Hoeneß...aber den wollten wir ja eh in den Wind schießen. Er hätt es sich ja einfach machen können, sucht aber die Herausforderung. Mal was anderes: Da es hier ja auch in Klammern um Hertha geht( ;-D) , könnt ihr uns was zu dem hier sagen? http://www.transfermarkt.de/de/spieler/ ... blick.html Hat ja 02/03 und 03/04 auch bei euch gespielt, und vielleicht weiß der Eine oder Andere, was er so draufhat?
«Zitat von Preetzinho:»
Ausnahmsweise gibt es heute mal einen Namen, Favre soll scharf auf diesen Spieler sein. http://www.transfermarkt.de/...ault/200 ... daten.html Spielt im LM bei Young Boys Bern dem Vizemeister aus der Schweiz. Scheint mir persönlich mehr oder weniger die C- Lösung zu sein, nachdem ganz andere Kandidaten gehandelt wurden. Ob es Verhandlungen mit dem Spieler oder dem Schweizer Klub und uns gab, weiß ich nicht. Die Vermutung stammt von einem User auf Transfermarkt.de, der wohl ganz gut unterrichtet sein soll (arbeitet möglicherweise bei Hertha / Geschäftsführung?). Hat wohl schon öfter Transfers richtig vorhergesagt. Wäre Raimondi unter den gegebenen Umständen a) zu finanzieren und b) könnte er Hertha (am besten sofort) weiterhelfen? Vielen Dank schon mal im Voraus.
LudachrisMitglied
25.06.2009, 00:42 · #1'935
Beiträge: 991
a) zu finanzieren und b) könnte er Hertha (am besten sofort) weiterhelfen? Vielen Dank schon mal im Voraus. Zu finanzieren wäre er sicher, denke über 2mio. euro wird der nie kosten. zu b) naja ich denke Raimondi würde es nie zu einem Leistungsträger in der Bundesliga bringen, höchstens Ergänzung. Allerdings mit dem Vertrauen des Trainers ist sicher einiges möglich, wie man bei ihm bei YB gesehen hat. Dieser Transfer würde mich aber doch sehr verwundern. Fürs linke Mittelfeld sollte es für Favre nur einen Kandidaten geben: Zaubermaus Cesar! Wen er in der Buli spielen würde, könnte man ihn wenigstens wieder Live sehen.
ZMitglied
25.06.2009, 08:44 · #1'936
Beiträge: 4'380
raimondi? auf diese idee wäre ich nie gekommen. klar, er ist für schweizerverhältnisse relativ schnell und kann durchaus gute flanken schlagen (auch aus dem lauf heraus) und macht seine 5-8 tore pro saison. ich schätze ihn als launischen spieler ein, der hie und da mal seine klasse aufblitzen lässt - jedoch äusserst unkonstant. seine tricks kann er hier in der schweizerliga bringen, aber in der bundesliga würde er an der harten gangart kläglich scheitern. ich würde ihn bei hertha nur als back up für cicero sehen. in spielen gegen frankfurt, mainz, gladbach, bochum, etc. kann er bestimmt mithalten. gegen hsv, leverkusen, stuttgart, bayern, wob, bremen, etc. würde er keinen ball sehen...... da würde ich zuerst auf ziegler setzen!
Jure JerkovicMitglied
25.06.2009, 08:52 · #1'937
Beiträge: 1'880
vielleicht ist ziegler ja zu teuer für die hertha ... raimondi war bei yb zuletzt captain und hat einen ordentlichen freistoss. ein leistungsträger bei den bernern. favre bemühte sich schon in seiner zeit beim fcz um ihn. aber eine echte verstärkung für hertha wäre er nicht, glaub ich.
KingMitglied
25.06.2009, 08:58 · #1'938
Beiträge: 13'086
Könnte es nicht sein, dass Favre an Bastians interesse hätte, Doumbia ist klar zu teuer.
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