18.05.2008, 10:18 · #1'741
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Herta spielt im u-u-uefacöp... =)
ihnen wird der team-fairplay platz zugelost...
«Hertha im Uefa Cup gegen Favres Zürich?»B.Z. beantwortet die wichtigsten Fragen zum Euro-Wunder... http://www.bz-berlin.de/BZ/sport/2008/0 ... 68784.html
«Zudem wurde vereinbart, dass der FCZ einen Nachschlag erhält, sollte Hertha sich in den kommenden Spielzeiten fürs internationale Geschäft qualifizieren.»
«„Vergessen Sie nicht das Bündnerfleisch!“ Was die Schweiz zusammenhält? Hertha-Trainer Lucien Favre über Käse, Rösti und das Bankgeheimnis»(...) Rätoromanisch, die vierte Landessprache, spielt offensichtlich keine große Rolle. Ich bitte Sie, das kennt kaum einer, ich glaube, es wird in ein paar abgelegenen Bergtälern in Graubünden gesprochen. Es gibt ein paar Wissenschaftler, die wollen es unbedingt am Leben halten, aber ich halte nicht viel davon. Es hilft uns nicht, in der Vergangenheit zu leben, wir müssen nach vorne schauen. Die Schweiz ist doch keine Insel, isoliert vom Rest der Welt. Wir sind im Zentrum Europas zu Hause. (...) (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.05.2008) Quelle: http://www.tagesspiegel.de/sport/;art272,2526465 Da muss der gute Lulu aufpassen, dass die Surselva Romontscha dieses Interview nicht liest, sonst schneit's ihm dann noch irgendeine Klage ins Haus.
«Schweizerdeutsch»Jetzt ist die richtige Erholung wichtig Die deutsche Mannschaft steht zwar im Finale, doch an ihrem Spiel gegen die Türkei wurde gemäkelt. Hertha-Trainer Lucien Favre kann das nicht nachvollziehen. Seine Formel zur Vorbereitung auf das Endspiel lautet "Blau und Grün". Leider sei allerdings das Finale das langweiligste Spiel eines Turniers. Nein, ich teile die Kritik an der Leistung der deutschen Mannschaft im EM-Halbfinale nicht. Ich habe ein dramatisches Spiel erlebt. Schnell, mit guter Technik, mit guten Einzelspielern – ich fand die Türkei noch nie so beeindruckend wie am Mittwoch. Und gegen diese starke Türkei hat Deutschland drei Tore erzielt und gewonnen. Sorry, ich finde nicht, dass Deutschland nicht gut war. Ja, die Deutschen waren am Anfang beeindruckt. Die Türkei hat ein extremes Tempo angeschlagen. Niemand hatte sie so lange im Turnier erwartet. Dazu die besondere Historie zwischen den beiden Ländern – für die türkische Mannschaft war es ein Jahrhundertspiel. Aber ich hatte jederzeit den Eindruck, dass Deutschland in der Offensive gefährlich werden kann. Vor allem Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski profitieren vom neuen 4-2-3-1-System, das Bundestrainer Löw spielen lässt. Sie müssen in der Defensive weniger arbeiten – und spielen in der Offensive befreiter. Eine Qualität, die sonst keine Mannschaft im Turnier hat, ist ein Außenverteidiger wie Philipp Lahm. Der marschiert 90 Minuten, flankt mit rechts oder links. Er bereitet Tore vor wie das 2:1 von Klose. Macht er mal einen Fehler, wie beim 2:2 der Türkei, hat er den Mut, in der 90. Minute eine Aktion zu starten, an deren Ende er das 3:2 erzielt. Imponierend. Ich freue mich auch für Arne Friedrich. Sein Spiel bringt Stabilität und Sicherheit in der Defensive. Für ihn wie für das ganze Team ist jetzt die richtige Erholung wichtig. „Blau und Grün“ heißt die Formel: Tageslicht sehen und Natur. Raus aus dem Hotel, einen Spaziergang im Wald oder am See entlang. Im Finale werden die Deutschen ein Problem aus dem Halbfinale nicht haben: Es sind nur vier Tage bis zum Endspiel. Das ist viel angenehmer als die sechs Tage Pause zwischen Viertel- und Halbfinale. Da ist es nicht schwer, die Konzentration zu halten. Die Mannschaft hat gemeinsam das andere Halbfinale geschaut. Von heute aus sind es nur noch zwei Tage bis zum Anpfiff. Nachdem Joachim Löw mit der gleichen Taktik das Viertel- und das Halbfinale gewonnen hat, glaube ich nicht, dass er zum Endspiel daran etwas ändern wird. Manchmal sind Finals das langweiligste Spiel im Turnier. Jede Mannschaft ist blockiert. Weil niemand Fehler machen will, passiert gar nichts. Mit Grauen erinnere ich mich an das WM-Endspiel 1994 zwischen Brasilien und Italien (0:0, 3:2 i.E.). Ich hoffe jedoch, dass dieses Finale wird wie die EM: spannend und torreich. Lucien Favre (50) ist ehemaliger Schweizer Fußball-Nationalspieler. Als Trainer gewann er in der Schweiz mit Servette Genf und dem FC Zürich zweimal den Pokal und zweimal die Meisterschaft. Seit 2007 ist er Trainer von Bundesligist Hertha BSC. Für die Berliner Morgenpost kommentiert Favre die EM 2008 als Kolumnist. Berliner Morggenpost