Achtung, Hertha-Profis: Gämperles Spitzname ist Dirty Harry
Darum ist der Co für Favre so wichtig
Berlin/Zürich - Noch nie wurde im Fußball so ein Theater um einen Co-Trainer veranstaltet. Hertha und der FC Zürich streiten sich seit Wochen um Lucien Favres Assistenten Harald Gämperle (39), der in der Schweiz noch Vertrag bis 2008 hat. Wenn er aber kommt, können sich Herthas Profis warm anziehen. Sein Spitzname ist "Dirty Harry" ...
Er sieht freundlich aus, aber er kann laut werden. Und knallhart sein, wie Hollywood-Ikone Clint "Dirty Harry" Eastwood (Foto o.) in seinen Krimi-Klassikern. Gämperle ist nicht der Co-Trainer, bei dem sich die Profis ausheulen können. Da ist eher Favre der Kumpel, der seine Hände auf Spieler-Schultern legt.
"Dirty Harry" macht Dampf beim Konditionstraining, in der Kabine. Er schreit die Profis an, nicht der ruhige Favre. Herthas neuer Cheftrainer: "Wir kennen uns seit Jahren, ergänzen uns gut und denken gleich."
Beide arbeiten seit Januar 2004 zusammen. Damals war Favre ein halbes Jahr nach Dienstantritt mit Zürich Tabellenletzter, stand vorm Rausschmiss. Dann kam Gämperle, alles wurde gut.
Klar, dass da FCZ-Boss Canepa sagt: "Gämperle geht nur über meine Leiche!" Ob er zu Hertha kommt, entscheidet Gämperle aber selbst. In der Schweiz kann - im Gegensatz zu Deutschland - ein befristeter Arbeitsvertrag vorzeitig vom Arbeitnehmer gekündigt werden ...
Berliner Kurier, 22.06.2007
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/sport/176248.html