28.05.2007, 15:57 · #101
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WENN Dä LULU WUERKLI GAHT CHUNNT DAE URS FISCHER
«Liebhaber des offensiven Spiels»Hertha BSC umwirbt Lucien Favre als neuen Trainer Michael Jahn BERLIN. Der Zeitplan ist durcheinander geraten. Eigentlich, so hatte es Dieter Hoeneß, der Manager von Hertha BSC, angekündigt, sollte die Trainerfrage bei Berlins Bundesligisten über Pfingsten weitgehend geklärt sein. "Unser Ziel ist es, bis Sonntag Klarheit zu haben, ob wir mit Karsten Heine als Cheftrainer weiter arbeiten oder nicht", hatte Hoeneß Mittwoch vor Pfingsten optimistisch mitgeteilt. Doch am Sonntag gab es keinerlei neue Nachrichten von Hertha BSC. Offenbar befindet sich Hoeneß noch im Klärungsprozess mit anderen Kandidaten, vor allem mit dem Schweizer Meistertrainer Lucien Favre (49) vom FC Zürich. Der scheint plötzlich der ernsthafteste Konkurrent für Heine zu sein. "Machen wir mit Heine weiter, ist das Thema durch", hatte Manager Hoeneß gesagt, "wenn nicht, nehmen wir uns noch eine Woche Zeit." Er hatte bei seiner Einschätzung hinzugefügt: "Karsten Heine ist nicht aus dem Rennen. Das ist eine offene Geschichte." Doch die Angelegenheit scheint sich etwas gedreht zu haben. "Wir arbeiten mit Hochdruck, aber auch mit Sorgfalt an der Trainer-Personalie", warb Hoeneß auch um Geduld. Am Pfingstsonntag, dem selbstgewählten Termin pro oder kontra Heine, war Herthas Manager für niemanden zu sprechen. Auch Karsten Heine, der bei Hertha BSC einen Vertrag bis zum Sommer 2008 besitzt, bekam keine Nachricht vom Chef. Der befand sich im Ausland, zuerst in der Schweiz und später in der Türkei - "vor allem wegen der Suche nach neuen Spielern", wie er später sagen sollte. Zuerst war Hoeneß Augenzeuge der Partie FC Basel gegen Young Boys Bern (2:0), später sah er auf seiner kleinen Europa-Tournee Fenerbahce Istanbul gegen Ankaragücü (3:1). Interessant erscheint beim Spiel in der Schweizer Nationalliga, dass mit Christian Gross ein Mann Trainer in Basel ist, an dem Hertha immer wieder Interesse bekundet hat. Am Sonntag gewann Basel den Schweizer Pokal gegen Luzern. Doch nun scheint dessen Landsmann Favre in der Gunst der Berliner weiter vorn zu stehen. In Istanbul beobachtete Hoeneß hernach vorrangig den brasilianischen Spielmacher Alex (29) von Fenerbahce. Der ist ablösefrei und könnte in Berlin vielleicht die Nachfolge von Yildiray Bastürk antreten. Der türkische Mittelfeldspieler gab am Montag seinen Wechsel zum VfB Stuttgart bekannt, wo er einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat. Karsten Heine (52) wurde indessen am Montag informiert, dass sich die Entscheidung in der Trainerfrage noch zwei bis drei Tage hinziehen wird. Die Medien wurden vom Pressesprecher vertröstet. Heine hatte zu Ostern Falko Götz als Cheftrainer abgelöst, die Mannschaft in den letzten sechs Saisonspielen betreut und am 31. Spieltag seine wichtigste Mission, den Klassenerhalt, erfüllt. Es ist jetzt nicht so, dass der Trainer, für dessen Weiterbeschäftigung sich sämtliche Spieler vor ihrem Urlaub stark gemacht hatten, zu Hause hockt und auf Anrufe von Hoeneß wartet. Er würde sehr gern weitermachen als Cheftrainer, sagte Heine, und er traue sich den Job natürlich zu. Heine weiß aber auch, dass er, falls er als Erstligacoach nicht zum Zuge kommt, weiter im Verein arbeiten kann und dann erneut die zweite Mannschaft trainieren würde. Dann allerdings nur noch in der Oberliga. Am Sonntag war Heine Augenzeuge beim letzten Spiel des Regionalliga-Absteigers Hertha II gegen Werder Bremens Reserve (0:1). Erfolg mit dem FC Zürich Zuletzt schrumpfte der Kreis der Heine-Konkurrenten immer mehr. Christian Gross, der Belgier Eric Gerets (Galatasaray Istanbul), der Norweger Trond Sollied (47/ehemals FC Brügge und Olympiakos Piräus) und eben der Schweizer Meistermacher Lucien Favre (49) vom FC Zürich gelten als ernsthafte Kandidaten für den Job in Berlin. Aus dem Umfeld von Favre, der noch bis Sommer 2008 unter Vertrag steht, heißt es, dass eine Entscheidung über dessen Zukunft in den "nächsten Tagen" fallen wird - eine auffällige Parallele zum neuen Zeitplan von Hertha BSC. Favre, der als Profi ein intelligenter Spielmacher war und 24 Länderspiele für die Schweiz absolvierte, gilt als sehr frankophil. Mit Servette Genf warf er 2001 Hertha BSC aus dem Uefa-Cup (0:0/3:0). Zuletzt, bei seiner erfolgreichen Mission in Zürich, soll er aber seine Deutschkenntnisse stark verbessert haben. Kontakte zu Hertha wurden inzwischen aus seinem Umfeld bestätigt. "Eine Affinität ist vorhanden", sagte ein Berater des umworbenen Trainers. Favre, so heißt es, muss sich nun entscheiden, ob er mit Hertha in ernsthafte Verhandlungen eintritt oder doch lieber mit dem FC Zürich in die Champions League geht. Favre soll sehr gut mit jungen Profis umgehen können und das moderne Offensivspiel lieben, berichten Schweizer Journalisten. Als Favre 2003 im Zürcher Letzigrund als Trainer begann, war er allerdings nur zweite Wahl. Der erste Kandidat hatte zu lange gezögert. Seine Name: Joachim Löw. Berliner Zeitung, 29.05.2007 Gehalt FCZürich; EUR 180´000. Gehalt Hertha BSC; EUR 400´000 3 Mal Meister in Serie im CV; unbezahlbar.
«ZÜRICH – Bis zur letzten Minute der Saison musste der FCZ um den Titel bangen. Jetzt geht das Zittern weiter. Jenes um seinen Meistermacher Lucien Favre (49). »Der Romand ist ein heisses Thema bei Hertha Berlin. Am Donnerstag, als Favre den FCZ gegen GC zum Meistertitel führte, war auch Michael Preetz im Hardturm. Der Ex-Goalgetter ist die rechte Hand von Hertha-Manager Dieter Hoeness, der gleichzeitig in Basel Daniel Majstorovic, Ivan Rakitic (beide FCB) sowie Gilles Yapi (YB) beobachtete. Favres Vertrag beim FCZ läuft zwar bis 2008, enthält aber eine Ausstiegsklausel fürs Ausland, die gemäss deutschen Quellen 300´000 Franken betragen soll. FCZ-Sportchef Fredy Bickel gibt sich gelassen: «Ich mache mir keine Sorgen. Ich habe gehört, dass Karsten Heine Hertha-Trainer bleibt.» Allerdings hatte Hoeness ursprünglich einen Entscheid über die Zukunft von Interimstrainer Heine bis Pfingsten angekündigt. Gestern sagte er: «Die Arbeit ist gemacht. Wir haben drei, vier Kandidaten.» Dazu gehören Favre und Heine. Und wohl Eric Gerets (bei Galatasaray gescheitert) und Trond Sollied (ex Olympiakos). Eine Entscheidung stellte Hoeness für Donnerstag in Aussicht. Quelle: blick.ch