Warum ist der FCZ ein Arbeiterverein?

72 Antworten · 34'010 Aufrufe · Seite 4 von 4
der Katalane
Mitglied
13.12.2006, 16:20 · #61
Beiträge: 80
@carl Cox: führe doch mal dein Gespräch mit dem Megafonman, das könnte für dich noch interssant sein... Studenten, Arbeiter, Schmarotzer, Reiche, Penner: Alle haben was gemeinsam: Sie bevölkern diesen Planeten und sind Menschen. Solange sich jeder an die Regeln hält, so soll er sich auch überall aufhalten können. Alle in einen Topfwerfen möchtest ja nicht. Oder hast du etwa nicht mit gemacht beim Boykott wegen K4 und Co.?
redlineoffside
Mitglied
13.12.2006, 21:52 · #62
Beiträge: 3'100
mal ein wirklich guter thread! und ich dachte immer, dass wir uns ein titel erarbeiten und nicht erkaufen.! ;-)
tato
Mitglied
14.12.2006, 07:23 · #63
Beiträge: 756
Für meinen Tritt ins Fettnäpfchen (und leider auch ans Schienbein unserer Admins) bitte ich um Entschuldigung. Bin natürlich auch froh, dass ich als Keita-Fan nochmal mit einem Blauen Auge davongekommen bin und im Forum weiterhin meinen kleinen Brunz loswerden darf...
Sektion rosarote Brille
Exuperantius
Mitglied
14.12.2006, 09:16 · #64
Beiträge: 391
Bei den Globuskrawallen 1980 setzten sich diverse Studentengruppierungen für das AJZ ein, Studis waren politisch aktiv, Studenten kämpften für die Jugend, für billigen Wohnraum etc. Heute sehe ich in Studenten nur noch ein Gottverdammtes Dreckspack das bei einem Brand der Uni hoffentlich drin eingeschlossen bleibt. Elitäres Sau Gesindel denen die Scheisse bis zu den Ohren raus quirlt. Viele von denen nehmen auch Drogen!
lunatic
Mitglied
14.12.2006, 09:21 · #65
Beiträge: 1'384
als Brunnenvergifter ein wunderschönes arabisches sprichwort: "spucke nicht in den brunnen aus dem du trinkst." danke.
redlineoffside
Mitglied
14.12.2006, 19:49 · #66
Beiträge: 3'100
Razzia ist kommt auch aus dem arabischen und heisst MENSCHENJAGT !
captain tsubasa
Mitglied
14.12.2006, 19:57 · #67
Beiträge: 945
Merke: Der Studi ist eine raffinierte, falsche Drecksau ! Elitaeres Saugesindel die sich aufgrund ihres Studiums einen monetaeren Vorteil gegenueber dem Gros der Bevoelkerung erschleichen wollen.... das stimmt nicht. studierte haben nach ende der erwerbszeit im schnitt nicht mehr verdient als nicht studierte.
der Katalane
Mitglied
14.12.2006, 21:13 · #68
Beiträge: 80
Heute sehe ich in Studenten nur noch ein Gottverdammtes Dreckspack das bei einem Brand der Uni hoffentlich drin eingeschlossen bleibt. Elitäres Sau Gesindel denen die Scheisse bis zu den Ohren raus quirlt. Ich glaube mein Lieber Cox oder besser Cock (?), dass du eine jämmerliche alte Sau bist. Ich bin vielleicht eine elitäre Sau in deinen Augen, obwohl ich mich kaum selber ernähren kann, dennoch versuche ich, mit Respekt aufzutreten. Ich würde mal in dich gehen, und dein Geschriebenes nochmals überdenken.. Sogar die Niederhaslianer und das Bislertum haben mehr Respekt (naja oder wenigstens gleich viel). ich hoffe für dich, dass du deinen Frieden findest und glücklich leben kannst. Diese Zitate widme ich dir ganz allein:
«Hass ist die Rache des Feiglings dafür, daß er eingeschüchtert ist.»
«Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der andere könnte am Ende doch recht haben.»
«Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen.»
In diesem Sinn, adieu mon frère
rökningdödar
Mitglied
14.12.2006, 21:31 · #69
Beiträge: 60
Bei den Globuskrawallen 1980 setzten sich diverse Studentengruppierungen für das AJZ ein, Studis waren politisch aktiv, Studenten kämpften für die Jugend, für billigen Wohnraum etc. Heute sehe ich in Studenten nur noch ein Gottverdammtes Dreckspack das bei einem Brand der Uni hoffentlich drin eingeschlossen bleibt. Elitäres Sau Gesindel denen die Scheisse bis zu den Ohren raus quirlt. ...ääähm, darf ich sagen, dass die Globuskrawalle der 68-Bewegung zugeordnet werden und in den AJZ-Unruhe-Jahren 1980 der Auslöser der Opernhauskrawall war. will ja nicht spitzfindig sein, aber für die Historie doch noch wichtig. greez
christianbuetikofer
Mitglied
20.04.2021, 21:47 · #70
Beiträge: 34
Für mich ist der FCZ der "Arbeiterverein", weil dieser Club über all die Jahre nie das "grosse Geld" der Schweizer Wall Street hatte - heute wohl mehr als noch in den 80ern, aber "wir" sind immer noch die Kleinen. "Wir" suchten Leute von der "Strasse" - ein Glarner Künzli oder ein "Goldküsten-Bub" Grob. Jahrelang war der FCZ höchstens Mittelmass, trotzdem ging dieser KLUB nie im Gedächtnis der ZÜRCHER unter und hatte dann in den 2000er-Jahren wieder ein glückliches Comeback. Ist das Nostalgie? JA. War der damalige Präsident HOTZ ein Bonz? JA. War er der einzige, der - wohl aus Bubenerlebnissen - dem FCZ so viel Geld gab? Ja, in dem Ausmass. Er hat es unserem Verein ermöglicht, dass wir heute noch mindestens in der besten Liga spielen. HOTZ war aber auch damals ein Aussenseiter - in seiner "Umgebung". Ich mache jede Wette, dass ihn Kollegen fotzelten, warum er als eine reiche Person sinnlos Geld in diesen Verein buttert - man stelle sich 1983/4 vor... Und was Persönliches: Der FCZ ging schon in den 80er-Jahren in den untersten Ligen der JUNIOREN auf die Suche nach neuen Künzlis und Co. GCZ lud ein zu "Trainings-Tagen" (Audienz). FCZ ging vor Ort. Es war der Tag, als der FCZ mein Team vom FC OETWIL AM SEE (Vorrunde Elite: 2. Platz, 1 Punkt hinter dem Ersten) "tötete". Die ganze Achse wurde zu den Junioren vom FCZ gelockt. Wir (FC Oewil am See, Elite) stiegen dann am Ende ab (x Spiele, null: NULL Punkte Rückrunde). Das war Ende 80er-Jahre ;-) - also dieser "Predator-Fussball" gabs schon damals, einfach auf Junioren-Stufe. Aber eben wieder der Unterschied: FCZ ging auf tiefere Stufen hinab, GCZ"lud ein". Und der absolute Witz: Nach der desaströsen Rückrunde von OETWIL AM SEE in der Elite, holte der FCZ noch die letzten zwei "Assets". Mittelfeldspieler René Hofmann und myself, Goalie. Haben wir "NEIN" gesagt? Sicher nicht! ;-). Es waren unvergessliche Erlebnisse - und so wurde ich persönlich zum FCZ-Fan. (mein Vater konnte nie etwas anfangen mit diesen Leuten, die hinter einem Bölle nachrennen) ;-). Fakt ist: Damals war wohl jeder fussballbegeisterte Junge im ZÜRI OBERLAND, wie ich, GC-Fan. Für mich hat sich das total geändert, als ich die Möglichkeit bekam, bei den Junioren eines NLA-Klubs mitzutun...
likavi
Mitglied
20.04.2021, 23:00 · #71
Beiträge: 1'302
HOTZ war aber auch damals ein Aussenseiter - in seiner "Umgebung". Ich mache jede Wette, dass ihn Kollegen fotzelten, warum er als eine reiche Person sinnlos Geld in diesen Verein buttert - man stelle sich 1983/4 vor... Spross Senior war aber wohl noch mehr ein Aussenseiter. Der typische Selfmade-Millionär mit geringer Bildung, der über GC auch dabei sein wollte in der Bildungs-Elite der Anwälte, Ärzte, Oberstleutnants und Literaten. Die Story endete wie immer in solchen Fällen in Verbitterung - er hat es nie geschafft. Sein Geld nahm man gerne. Aber man hat sich über ihn lustig gemacht. Jemand, der eine einfache Sprache spricht, von den hohen Künsten keine Ahnung hat - und generell nicht mitreden kann. Anliker war ein bisschen ähnlich. Ist der FCZ ein Arbeiterverein? Eher nicht, aber nach meinem Empfinden einfach ganz ohne den elitären Anspruch von GC. Auch wenn man in königlich-weissen Trikots spielt und die Goldküste als Einzugsgebiet bei den Junioren hat. Eher der Verein der Praktiker, Handwerker, Gastronomen und Kleinunternehmer. Und der erste der Schweiz (und vielleicht sogar einzige weltweit?) mit einem Ehepaar an der Führungsspitze.
christianbuetikofer
Mitglied
20.04.2021, 23:39 · #72
Beiträge: 34
HOTZ war aber auch damals ein Aussenseiter - in seiner "Umgebung". Ich mache jede Wette, dass ihn Kollegen fotzelten, warum er als eine reiche Person sinnlos Geld in diesen Verein buttert - man stelle sich 1983/4 vor... Spross Senior war aber wohl noch mehr ein Aussenseiter. Der typische Selfmade-Millionär mit geringer Bildung, der über GC auch dabei sein wollte in der Bildungs-Elite der Anwälte, Ärzte, Oberstleutnants und Literaten. Die Story endete wie immer in solchen Fällen in Verbitterung - er hat es nie geschafft. Sein Geld nahm man gerne. Aber man hat sich über ihn lustig gemacht. Jemand, der eine einfache Sprache spricht, von den hohen Künsten keine Ahnung hat - und generell nicht mitreden kann. Anliker war ein bisschen ähnlich. Ist der FCZ ein Arbeiterverein? Eher nicht, aber nach meinem Empfinden einfach ganz ohne den elitären Anspruch von GC. Auch wenn man in königlich-weissen Trikots spielt und die Goldküste als Einzugsgebiet bei den Junioren hat. Eher der Verein der Praktiker, Handwerker, Gastronomen und Kleinunternehmer. Und der erste der Schweiz (und vielleicht sogar einzige weltweit?) mit einem Ehepaar an der Führungsspitze. Ich weiss nicht, ob der FCZ wirklich ein "Arbeiterverein" war. Was ich 100 Prozent weiss, vom Züri Oberland: Es war NIE der Club mit dem man sich "schmückte". War es nie zumindest nicht, als ich spielte - das war ganz anders damals mit Geezeee. Wie gesagt, ich kanns nur aus meiner Warte sagen. Was damald - für "uns" (Fuessballer, kleine Kinder) immer war: Wenn Du eine Chance hast, bei den Junioren vom FCZ mitspielen (auch wenn das 1 in extremen Schwierigkeiten war); NIEMAND hätte gesagt: FCZ? Nöööö. Einfach persönlich: Ich wuchs auf mit Fussball 1983 aufwärts. Es gab keinen FCZ damals. Es gab GC, that's it. Trotzdem: Der sehr erfolglose Klub war noch immer sehr attraktiv für x Junioren (und wie gesagt: Diese Kollegen konnten nicht sagen, wann der FCZ irgend was gewann). Aber es genügte, dass der Verein NLA spielt ;-
devante
Mitglied
21.04.2021, 09:24 · #73
Beiträge: 19'474
ps: es gab mal eine Kolumne des Griechen zu diesem thema, die hiess glaubs "warum ich Gc hasse"- weiss jemand wo ich die finde, die war glaubs mal auf der boys-site publiziert, nur hab ich die url dieser site nicht.
«WIESO ICH GC HASSE? »
Ich hasse GC über alles. Komisch, denn normalerweise gehöre ich zu dem Typ Mensch, der in jedem und allem noch etwas Gutes zu finden sucht. Irgendwo muss doch etwas lebenswürdiges im „Monster“ zu finden sein, also grabe ich danach bis ich es entdecke. Bei GC habe ich die Suche aufgegeben, und zwar schon früh. Woher also nur dieser Hass kommen mag? Schon oft habe ich mich das gefragt. Es muss dieses Gefühl von Abneigung und Abscheu sein, das ich empfinde, wenn ich diese zwei Buchstaben vernehme. Dieses war auch der Grund wieso ich mich entschied dem FCZ zu folgen. Es war dieses arrogante Grinsen, dieser überlegene Ton in der Stimme meiner Schulkameraden, wenn sie über ihre Hoppers sprachen. Und es ist auch heute noch diese Borniertheit, diese Dekadenz, diese Arroganz, die tief im Rasen des Hardturms verwurzelt ist. Kein Wunder zieht dieser Verein all die Leute an, die sich für etwas besseres halten, die sich auf der Sonnenseite des Lebens wähnen, sich zu den Erfolgreichen, zu den Noblen, den Schönen und Reichen zählen. Es sind die Leute, die in GC ein Ebenbild sehen, eine Person also, der Niemand etwas antun kann, die regiert, die dem Schwächeren zeigt, dass er zweitrangig und unterlegen ist. Um die Jahrhundertwende war es einem Arbeiter oder einem Juden untersagt Mitglied zu werden bei den Hüpfern. Soll sich das Ungeziefer doch im Letzigrund drängen. Für die oberen Zehntausend in Zürich war es Prestigesache Mitglied im Donnerstagsclub zu sein, sich dort gegenseitig die eigene Borniertheit unter die Nase zu reiben und dem Verein den Beutel Tausendernoten rüberzuschieben. Und so ist es heute noch. Wenn ich diese Vip-Logen im Hardturm sehe, kommt mir die Galle hoch. Dort tummeln sie sich also, die Herren Verwaltungsräte, die Chefärzte, die Erben reicher Väter, und prosten sich mit ihren Champagnergläsern zu, wenn die Mannschaft unten auf dem Platz ein Tor erzielt oder vergnügt aufjauchzen wenn Chappi einen Gegner umspielt. Rund um diese Logen herum hocken dann die Familienväter, die Kaufmännische Angestellte sind, in ihrer Bank einen Computerarbeitsplatz haben und sich deshalb zu den Privilegierten zählen mit ihren Söhnen, denen sie diese abscheuliche Tinktur namens Grasshopper einimpfen. In der Pause begeben sie sich dann in die Gourmet-Gasse um gepflegt zu speisen und gehen noch am Fanshop vorbei um den Filius mit verschiedenen Fanartikeln ruhigzustellen. Was ich damit zum Ausdruck bringen will, ist, dass GC seit jeher der Nobelklub der Schweiz war, sich immer für überlegen hielt und deshalb auch keine Emotionen zu wecken vermag und seit Fussballvereine wie Betriebe geführt werden und GC zu einem „Brand“ mutiert ist, hat sich die AG ganz verabschiedet von den Idealen, die die Lieblingssportart des kleinen Mannes zur Nr.1 in der Welt machten. Von einem Verein ist GC zu einem Anbieter von Unterhaltung geworden, wie ein Opernhaus oder ein Kino auch: Doch Fussball, meine Herren, ist kein Entertainment, Fussballspiele sind eine Qual, ein Kampf. Man stirbt 1000 Tode während eines Spiels. Aus allen obengenannten Gründen schliesse ich meinen Hass auf den kapitalistischsten und saubersten aller Schweizer Fussballklubs. Es ist der FCZ, dem ich folge, der Proletarierverein, der Ausländerklub. Es mag sein, dass der Anhänger des FC Zürich Gesindel ist, doch es sind ehrliche, fleissige Büezer, welche im Letzigrund ein Zuhause gefunden haben, wo keiner ihnen ihre Mittellosigkeit vorwirft in unserer heutigen Konkurrenz- und Neidgesellschaft. Diese Männer werden zu Kämpfern, sollte jemand es wagen, ihren Stolz, den FCZ, zu beleidigen. Der FCZ ist der Klub des kleinen Mannes, der Stadtclub, der Klub der immer wieder enttäuschten Hoffnungen, aber auch der grössten Euphorie. Man hat ja gesehen, was in Zürich los ist, wenn der FCZ Erfolg hat. So etwas haben die Hüpfer mit ihren jahrelangen Spitzenplätzen nie erreichen können. Wieso denn? Denkt mal darüber nach. fundstück der woche! Herrlich
Melde dich an, um auf dieses Thema zu antworten.