Knapp daneben

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pexitoMitglied
23.08.2007, 13:14 · #21
Beiträge: 3'138
Sehr gute Texte... Zum Fall Rakitic. Die meisten Secondos hätten in jenem Alter gegen die Schweiz entschieden. Wer in einem Umfeld, was hinter vorgehaltener Hand die Balkan Brüder nach Uzbekistan wünscht, die mediterranen Mitbürger auf dem Bau und die türkischen Genossen in Kebabhäuschen, kann sich nicht für die Schweiz entscheiden, sondern eben dagegen: Und mit "gegen" meine ich nicht zwingend für das Ursprungsland. Ein grosser Unterschied. Als Jugendlicher erhoffte ich der Schweizer Nati jede erdenkliche Niederlage, mit Ausnahme von Begegnungen mit Deutschland und Spanien. Es lebe die Rivalität. Heutzutage sieht die Sache ganz anders aus. In Zürich, traditionell weltoffen und mittlerweile gut integriert, kann ich heute angewachsene schweizerische Teilwurzeln nicht leugnen. Soweit dass ich gestern gar mehr vom Spiel Schweiz - Holland gesehen habe, als Ungarn - Italien (3-1). Allerdings bin ich auch in einem Alter in dem ich Fremdemhasser als Ignoranten entlarvt habe und deshalb mit Ignoration bestrafe. Und in der Zwischenzeit viele Menschen mit anderen Denkweisen kennengelernt habe. Aber selbst in meinem Alter unterscheiden viele Secondos noch zwischen Zürich und der Schweiz, was die "gefühlten" politischen Unterschiede aufzeigt. Zum Schluss möchte ich in bester SVP Manier, die weissen Schafe anschwärzen und die schwarzen Schafe aufhellen. Unsere genannten Lieblinge wie Dzemaili oder Jakupovic, haben in Ihrem Heimatland fussballerischen Durschnittsbrei und somit wenig Chancen auf Grossanlässe. Anders halt eben bei Raklitic und Petric mit Kroatien.
nicMitglied
23.08.2007, 13:30 · #22
Beiträge: 1'783
Heute übrigens in der Weltwoche (lese ich sonst nie, war heute aber gratis im HB.) Luka Raktitic, sagt dass ein Blumenstrauss genügt hätte das Rakitiv für die Schweiz gespielt hätte. Aber das ganze Geld für die Ausbildung reicht nicht? Da hat Kroatien kein Rappen bezahlt, Rakitic bekam alles vom Verband und dann entscheidet er sich für Kroatien, da kann er ja auch in Kroatien leben, wenn es ihm dort besser gefällt oder sein Herz für Kroatien schlägt. Jetzt versteht mich aber nicht falsch, ich habe nichts gegen Serben, Mazedonier, Albaner, usw. solange sie nicht mit Vokuhilafrisuren und schwuchtligen Täschchen am Freitag und Samstagabend rumhängen, irgendwelche Frauen belästigen und nur darauf warten ihr Messer rauszuziehen um zu zeigen was für krasse sieche sie denn sind. und dass gilt übrigens auch für schweizer, ich wil da gar nicht pauschalisieren, es gibt auch viele schweizer die das tun...
pexitoMitglied
23.08.2007, 15:15 · #23
Beiträge: 3'138
Heute übrigens in der Weltwoche (lese ich sonst nie, war heute aber gratis im HB.) Luka Raktitic, sagt dass ein Blumenstrauss genügt hätte das Rakitiv für die Schweiz gespielt hätte. Aber das ganze Geld für die Ausbildung reicht nicht? Da hat Kroatien kein Rappen bezahlt, Rakitic bekam alles vom Verband und dann entscheidet er sich für Kroatien, da kann er ja auch in Kroatien leben, wenn es ihm dort besser gefällt oder sein Herz für Kroatien schlägt. Jetzt versteht mich aber nicht falsch, ich habe nichts gegen Serben, Mazedonier, Albaner, usw. solange sie nicht mit Vokuhilafrisuren und schwuchtligen Täschchen am Freitag und Samstagabend rumhängen, irgendwelche Frauen belästigen und nur darauf warten ihr Messer rauszuziehen um zu zeigen was für krasse sieche sie denn sind. und dass gilt übrigens auch für schweizer, ich wil da gar nicht pauschalisieren, es gibt auch viele schweizer die das tun... Prädikat "Frittäuse" ÖLVERBRANNTES POMMES FRITTES DU. Edith empfindet mehr Worte als Verschwendung
lunaticMitglied
23.08.2007, 15:20 · #24
Beiträge: 1'384
Heute übrigens in der Weltwoche (lese ich sonst nie, war heute aber gratis im HB.) Luka Raktitic, sagt dass ein Blumenstrauss genügt hätte das Rakitiv für die Schweiz gespielt hätte. Aber das ganze Geld für die Ausbildung reicht nicht? Da hat Kroatien kein Rappen bezahlt, Rakitic bekam alles vom Verband und dann entscheidet er sich für Kroatien, da kann er ja auch in Kroatien leben, wenn es ihm dort besser gefällt oder sein Herz für Kroatien schlägt. Jetzt versteht mich aber nicht falsch, ich habe nichts gegen Serben, Mazedonier, Albaner, usw. solange sie nicht mit Vokuhilafrisuren und schwuchtligen Täschchen am Freitag und Samstagabend rumhängen, irgendwelche Frauen belästigen und nur darauf warten ihr Messer rauszuziehen um zu zeigen was für krasse sieche sie denn sind. und dass gilt übrigens auch für schweizer, ich wil da gar nicht pauschalisieren, es gibt auch viele schweizer die das tun... weit verfehlt statt knapp daneben!
subMitglied
23.08.2007, 15:39 · #25
Beiträge: 1'363
Tsstsstss... Sehr guter Text der WOZ. Genau so ist es. Kann jeden Secondo verstehen der sich gegen die Schweiz entscheidet. Dass die BaZ das ganze heuchlerische Getue noch verteidigt ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten ausser vielleicht von nic.
PiederMitglied
23.08.2007, 16:06 · #26
Beiträge: 212
Sehr gute Texte... Zum Fall Rakitic. Die meisten Secondos hätten in jenem Alter gegen die Schweiz entschieden. Wer in einem Umfeld, was hinter vorgehaltener Hand die Balkan Brüder nach Uzbekistan wünscht, die mediterranen Mitbürger auf dem Bau und die türkischen Genossen in Kebabhäuschen, kann sich nicht für die Schweiz entscheiden, sondern eben dagegen: Und mit "gegen" meine ich nicht zwingend für das Ursprungsland. Ein grosser Unterschied. In welchem Umfeld bist denn du aufgewachsen? Im Muothatal? Im Prättigau? Ich finde, du tust einem Grossteil der Schweizer mehr als Unrecht. Angesichts des seit den Siebziger Jahren im europäischen Vergleich (lassen wir Luxemburg mal weg) sehr hohen Ausländeranteils finde ich, pflegt man in der Schweiz einen sehr pfleglichen Umgang mit den Immigranten. Meine Frau ist Seconda (Griechin) und hat mit Ausnahme einer Lehrerin praktisch null schlechte Erfahrungen gemacht. Sie ist zwar stolze Griechin (Doppelpass), kann sich aber mittlerweile fast mehr mit der Schweiz identifizieren. Was mich jedoch nervt, sind die Secondos aus Südeuropa, die wie du motzen, was die Schweizer doch für Rassisiten seien und wenn man dann in ihre Herkunftsländer schaut - welche mittlerweile von Auswanderungs- zu Einwanderungsländern geworden sind -, sieht man wie dort wegen viel weniger Immigranten ein superxenophobes Geschrei losgeht. Ich denke zudem, dass in der Schweiz bei entsprechenden Bemühungen die berufliche und soziale Leiter für jeden erklimmbar ist. Natürlich gibt es einiges an Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz (SVP!), im Vergleich zum Rest Europas sind wir jedoch fast Musterknaben.
MC Super_Phil ONEMitglied
23.08.2007, 16:30 · #27
Beiträge: 1'755
Heute übrigens in der Weltwoche (lese ich sonst nie, war heute aber gratis im HB.) Luka Raktitic, sagt dass ein Blumenstrauss genügt hätte das Rakitiv für die Schweiz gespielt hätte. Aber das ganze Geld für die Ausbildung reicht nicht? Da hat Kroatien kein Rappen bezahlt, Rakitic bekam alles vom Verband und dann entscheidet er sich für Kroatien, da kann er ja auch in Kroatien leben, wenn es ihm dort besser gefällt oder sein Herz für Kroatien schlägt. Jetzt versteht mich aber nicht falsch, ich habe nichts gegen Serben, Mazedonier, Albaner, usw. solange sie nicht mit Vokuhilafrisuren und schwuchtligen Täschchen am Freitag und Samstagabend rumhängen, irgendwelche Frauen belästigen und nur darauf warten ihr Messer rauszuziehen um zu zeigen was für krasse sieche sie denn sind. und dass gilt übrigens auch für schweizer, ich wil da gar nicht pauschalisieren, es gibt auch viele schweizer die das tun... sehr guter Text. Stimmt das wirklich hat ihm der Verband die ganze Ausbildung bezahlt oder wie war das? Wer hat Rakitic die Ausbildung bezahlt?
Elim13Mitglied
23.08.2007, 16:53 · #28
Beiträge: 722
Sehr gute Texte... Zum Fall Rakitic. Die meisten Secondos hätten in jenem Alter gegen die Schweiz entschieden. Wer in einem Umfeld, was hinter vorgehaltener Hand die Balkan Brüder nach Uzbekistan wünscht, die mediterranen Mitbürger auf dem Bau und die türkischen Genossen in Kebabhäuschen, kann sich nicht für die Schweiz entscheiden, sondern eben dagegen: Und mit "gegen" meine ich nicht zwingend für das Ursprungsland. Ein grosser Unterschied. In welchem Umfeld bist denn du aufgewachsen? Im Muothatal? Im Prättigau? Ich finde, du tust einem Grossteil der Schweizer mehr als Unrecht. Angesichts des seit den Siebziger Jahren im europäischen Vergleich (lassen wir Luxemburg mal weg) sehr hohen Ausländeranteils finde ich, pflegt man in der Schweiz einen sehr pfleglichen Umgang mit den Immigranten. Meine Frau ist Seconda (Griechin) und hat mit Ausnahme einer Lehrerin praktisch null schlechte Erfahrungen gemacht. Sie ist zwar stolze Griechin (Doppelpass), kann sich aber mittlerweile fast mehr mit der Schweiz identifizieren. Was mich jedoch nervt, sind die Secondos aus Südeuropa, die wie du motzen, was die Schweizer doch für Rassisiten seien und wenn man dann in ihre Herkunftsländer schaut - welche mittlerweile von Auswanderungs- zu Einwanderungsländern geworden sind -, sieht man wie dort wegen viel weniger Immigranten ein superxenophobes Geschrei losgeht. Ich denke zudem, dass in der Schweiz bei entsprechenden Bemühungen die berufliche und soziale Leiter für jeden erklimmbar ist. Natürlich gibt es einiges an Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz (SVP!), im Vergleich zum Rest Europas sind wir jedoch fast Musterknaben. Vor ein paar Jahren hätte ich Dir wohl recht gegeben. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. In Zürich aufgewachsen und kaum Kontakt mit der "Rest-Schweiz" habend lernte ich als jugendlicher schnell einmal eine offene Schweiz kennen, die (meist) fremdes begrüsst, ohne dabei die eigenen Werte zu vergessen. Inzwischen ist es aber soweit, dass die SVP stärkste Partei ist (und stärker wird) und Fremdenfeindlichkeit salonfähig. Zuviel habe ich erlebt und zu oft musste ich den Satz hören "Jetzt nöd Du, aber die andere". Und ein Vergleich mit anderen Ländern dürfen wir kaum mehr antreten über 30% (bin im Stress keine Zeit für Recherche) wählen eine Partei, die offensichtlich ein Gefäss bietet für solche Engstirnigkeit...das sind Zahlen, welche im Ausland bei weitem nicht erreicht werden (ok Ausnahme Bayern...)
tiisMitglied
23.08.2007, 17:56 · #29
Beiträge: 161
Vor ein paar Jahren hätte ich Dir wohl recht gegeben. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. In Zürich aufgewachsen und kaum Kontakt mit der "Rest-Schweiz" habend lernte ich als jugendlicher schnell einmal eine offene Schweiz kennen, die (meist) fremdes begrüsst, ohne dabei die eigenen Werte zu vergessen. Inzwischen ist es aber soweit, dass die SVP stärkste Partei ist (und stärker wird) und Fremdenfeindlichkeit salonfähig. Zuviel habe ich erlebt und zu oft musste ich den Satz hören "Jetzt nöd Du, aber die andere". Und ein Vergleich mit anderen Ländern dürfen wir kaum mehr antreten über 30% (bin im Stress keine Zeit für Recherche) wählen eine Partei, die offensichtlich ein Gefäss bietet für solche Engstirnigkeit...das sind Zahlen, welche im Ausland bei weitem nicht erreicht werden (ok Ausnahme Bayern...) Dieser Ausführung möchte ich mich gerne anschliessen. Es fehlt eigentlich nur noch die eigentliche Nr. 10 unter all den Einleitungen eines ausländerfeindlichen Manifests, quasi die Vorab-Blankocheck-Entschuldigung schlechthin: "Ich ha ja nüt gäge Ussländer, ABER ...".
subMitglied
23.08.2007, 18:43 · #30
Beiträge: 1'363
Noch eine kleine Anmerkung am Rande für die, die immer mit der hohen Ausländerzahl bezihungsweise mit dem hohen Ausländeranteil in der Schweiz argumentieren. Bedenkt doch bitte einfach, dass der Ausländeranteil in der Schweiz gerade durch die rechten, ausländerfeindlichen Gruppierungen und Parteien künstlich hochgehalten wird, mit schleppenden Einbürgerungsverfahren und Einbürgerungstests die wohl nur eine kleine Minderheit der Schweizer bestehen würde. So bleibt der Anteil an Ausländern hoch und zottelige Parteien können dann mit diesen Zahlen bestens schwarze Schafe und andere dunkle Gestalten mit Messern heraufbeschwören welche sich kein bisschen an die schweizerverhältnisse Anpassen wollen. Ein hoher Ausländeranteil nützt denen die ihn hochhalten.
tiisMitglied
23.08.2007, 18:48 · #31
Beiträge: 161
Noch eine kleine Anmerkung am Rande für die, die immer mit der hohen Ausländerzahl bezihungsweise mit dem hohen Ausländeranteil in der Schweiz argumentieren. Bedenkt doch bitte einfach, dass der Ausländeranteil in der Schweiz gerade durch die rechten, ausländerfeindlichen Gruppierungen und Parteien künstlich hochgehalten wird mit schleppenden Einbürgerungsverfahren und Einbürgerungstests die wohl nur eine kleine Minderheit der Schweizer bestehen würde. So bleibt der Anteil an Ausländern hoch und zottelige Parteien können dann mit diesen Zahlen bestens schwarze Schafe und andere dunkle Gestalten mit Messern heraufbeschwören welche sich kein bisschen an die schweizerverhältnisse Anpassen wollen. Ein hoher Ausländeranteil nützt denen die ihn hochhalten. Hmmh...die Theorie ist jetzt aber bitz gar weit an den Haaren herbeigezogen, abgesehen davon, dass sie sich selber widerspricht...
MC Super_Phil ONEMitglied
23.08.2007, 19:20 · #32
Beiträge: 1'755
So, ich möchte auch noch meinen Senf zu diesem aktuellen Thema abgeben. Rakitic hat sich für Kroatien entschieden. Das ist Tatsache. Wir verlieren einen wertvollen Spieler. Evt. hat der Verband auch geschlampt und sich zu wenig eingesetzt. Moralisch finde ich das ganze von der Familie Rakitic mehr als nur bedenklich. Klar, jeder hat das freie Entscheidungsrecht zu spielen wo er will. Allerdings muss man hier die Umstände anschauen. Raktic kam von einem Land, in dem er keine Hoffnung auf eine angenehme Zukunft haben konnte. Ein Land das sich in einem schrecklichen, blutigen Krieg befand. Ein jeder wollte dieses Land verlassen um eine schönere Zukunft zu finden, ein jeder. Rakitic kam in die Schweiz. Die Schweiz ist ein sehr soziales Land welches sich immer wieder für Menschen in Not einsetzte und einsetzen wird. Raktic hatte nix, stand mit leeren Händen da. Die Schweiz hat sich für ihn so wie für viele andere Menschen in Not eingesetzt. Die Schweiz hat dafür gesorgt, dass er eine Ausbildung machen konnte. Die Schweiz hat ihm ein Leben gegeben, das er eigentlich verdient. Die Schweiz hat sein Leben lebenswert gemacht. Kroatien konnte dies nicht. In Kroatien musste er um sein Leben bangen und sah keine Zukunft vor Augen. Ich denke der junge Rakitic wurde vom Vater verleitet diese Entscheidung gegen die Schweiz zu treffen. Dem jungen Rakitic kann man nicht böse sein, da er wohl nicht selbst entschied. Die Entscheidung des alten Rakitics ist nix weiter als ein Affront gegenüber der sozialen Schweiz, gegenüber der Würde des einzelnen Menschens und gegenüber der vielen Migranten die in unserem Land eine sichere Zukunft gefunden haben. Und für diese schmerzt mich das. Deshalb finde ich es absolut legitim wenn dem alten Rakitic die Einbürgerung verwehrt wird.
tiisMitglied
23.08.2007, 19:36 · #33
Beiträge: 161
So, ich möchte auch noch meinen Senf zu diesem aktuellen Thema abgeben. Rakitic hat sich für Kroatien entschieden. Das ist Tatsache. Wir verlieren einen wertvollen Spieler. Evt. hat der Verband auch geschlampt und sich zu wenig eingesetzt. Moralisch finde ich das ganze von der Familie Rakitic mehr als nur bedenklich. Klar, jeder hat das freie Entscheidungsrecht zu spielen wo er will. Allerdings muss man hier die Umstände anschauen. Raktic kam von einem Land, in dem er keine Hoffnung auf eine angenehme Zukunft haben konnte. Ein Land das sich in einem schrecklichen, blutigen Krieg befand. Ein jeder wollte dieses Land verlassen um eine schönere Zukunft zu finden, ein jeder. Rakitic kam in die Schweiz. Die Schweiz ist ein sehr soziales Land welches sich immer wieder für Menschen in Not einsetzte und einsetzen wird. Raktic hatte nix, stand mit leeren Händen da. Die Schweiz hat sich für ihn so wie für viele andere Menschen in Not eingesetzt. Die Schweiz hat dafür gesorgt, dass er eine Ausbildung machen konnte. Die Schweiz hat ihm ein Leben gegeben, das er eigentlich verdient. Die Schweiz hat sein Leben lebenswert gemacht. Kroatien konnte dies nicht. In Kroatien musste er um sein Leben bangen und sah keine Zukunft vor Augen. Ich denke der junge Rakitic wurde vom Vater verleitet diese Entscheidung gegen die Schweiz zu treffen. Dem jungen Rakitic kann man nicht böse sein, da er wohl nicht selbst entschied. Die Entscheidung des alten Rakitics ist nix weiter als ein Affront gegenüber der sozialen Schweiz, gegenüber der Würde des einzelnen Menschens und gegenüber den vielen Migranten die in unserem Land eine sichere Zukunft gefunden haben. Und für diese schmerzt mich das. Deshalb finde ich es absolut legitim wenn dem alten Rakitic die Einbürgerung verwehrt wird. Mein erst eben liebgewonnener SuperGottPhillIhreMajestät: Gib mir ein Zeichen, dass Dein, sorry , IHR Beitrag ironisch gemeint war. Ansonsten sehe ich schwarz für eine Unterstützung bei allfälliger Mod-Neuwahl...um nicht zu sagen...ich würde eine Anti-Phil-Bewegung gründen...natürlich auch mit zugehörigem Buch...und hey, das wäre dicker als IHRES. Aber nun gut, ich sollte glaubs als eingebürgerter Ausländer hier nicht so "dä max mache", wie mir von anonymer Quelle zugetragen wurde und den Rest erledigt wohl die SIA...äääh...CIA...äh, oder wie heisst das da scho wieder?
SoccerloveMitglied
23.08.2007, 20:23 · #34
Beiträge: 651
So, ich möchte auch noch meinen Senf zu diesem aktuellen Thema abgeben. Rakitic hat sich für Kroatien entschieden. Das ist Tatsache. Wir verlieren einen wertvollen Spieler. Evt. hat der Verband auch geschlampt und sich zu wenig eingesetzt. Moralisch finde ich das ganze von der Familie Rakitic mehr als nur bedenklich. Klar, jeder hat das freie Entscheidungsrecht zu spielen wo er will. Allerdings muss man hier die Umstände anschauen. Raktic kam von einem Land, in dem er keine Hoffnung auf eine angenehme Zukunft haben konnte. Ein Land das sich in einem schrecklichen, blutigen Krieg befand. Ein jeder wollte dieses Land verlassen um eine schönere Zukunft zu finden, ein jeder. Rakitic kam in die Schweiz. Die Schweiz ist ein sehr soziales Land welches sich immer wieder für Menschen in Not einsetzte und einsetzen wird. Raktic hatte nix, stand mit leeren Händen da. Die Schweiz hat sich für ihn so wie für viele andere Menschen in Not eingesetzt. Die Schweiz hat dafür gesorgt, dass er eine Ausbildung machen konnte. Die Schweiz hat ihm ein Leben gegeben, das er eigentlich verdient. Die Schweiz hat sein Leben lebenswert gemacht. Kroatien konnte dies nicht. In Kroatien musste er um sein Leben bangen und sah keine Zukunft vor Augen. Ich denke der junge Rakitic wurde vom Vater verleitet diese Entscheidung gegen die Schweiz zu treffen. Dem jungen Rakitic kann man nicht böse sein, da er wohl nicht selbst entschied. Die Entscheidung des alten Rakitics ist nix weiter als ein Affront gegenüber der sozialen Schweiz, gegenüber der Würde des einzelnen Menschens und gegenüber den vielen Migranten die in unserem Land eine sichere Zukunft gefunden haben. Und für diese schmerzt mich das. Deshalb finde ich es absolut legitim wenn dem alten Rakitic die Einbürgerung verwehrt wird. Moment, Ivan Rakitic wurde in der Schweiz geboren. http://en.wikipedia.org/wiki/Ivan_Rakiti%C4%87 Sein Vater kam meines Wissens irgendwann in den 70er oder 80er als Wirtschaftsflüchtling aus Jugoslawien in die Schweiz. Wie seine politische Meinung zu Tito oder den kroatischen Nationalisten war, weiss ich natürlich nicht. Aber das sind sehr spezielle Umstände, aus der Distanz die Unabhängingkeit seines Landes beobachten zu können, aber dennoch höchstens mit einem finanziellen Beitrag (Unterstützung von Familie, Soldaten etc.) unterstützen zu können. Somit könnte ich mir vorstellen, die Familie fühlt sich schuldig, den zurückgebliebenen Kroaten nicht richtig geholfen zu haben. Mit dem Entscheid, jetzt für Hrvatska auslaufen zu können, gibt man dem Land, aus welchem Blut durch seine eigenen Adern fliesst, seinen persönlich Beitrag zurück. Deshalb ist für mich sein Entscheid bestimmt grösstenteils persönlicher und familiärer und sekundär sportlicher Natur.
pexitoMitglied
24.08.2007, 08:01 · #35
Beiträge: 3'138
Sehr gute Texte... Zum Fall Rakitic. Die meisten Secondos hätten in jenem Alter gegen die Schweiz entschieden. Wer in einem Umfeld, was hinter vorgehaltener Hand die Balkan Brüder nach Uzbekistan wünscht, die mediterranen Mitbürger auf dem Bau und die türkischen Genossen in Kebabhäuschen, kann sich nicht für die Schweiz entscheiden, sondern eben dagegen: Und mit "gegen" meine ich nicht zwingend für das Ursprungsland. Ein grosser Unterschied. In welchem Umfeld bist denn du aufgewachsen? Im Muothatal? Im Prättigau? Ich finde, du tust einem Grossteil der Schweizer mehr als Unrecht. Angesichts des seit den Siebziger Jahren im europäischen Vergleich (lassen wir Luxemburg mal weg) sehr hohen Ausländeranteils finde ich, pflegt man in der Schweiz einen sehr pfleglichen Umgang mit den Immigranten. Meine Frau ist Seconda (Griechin) und hat mit Ausnahme einer Lehrerin praktisch null schlechte Erfahrungen gemacht. Sie ist zwar stolze Griechin (Doppelpass), kann sich aber mittlerweile fast mehr mit der Schweiz identifizieren. Was mich jedoch nervt, sind die Secondos aus Südeuropa, die wie du motzen, was die Schweizer doch für Rassisiten seien und wenn man dann in ihre Herkunftsländer schaut - welche mittlerweile von Auswanderungs- zu Einwanderungsländern geworden sind -, sieht man wie dort wegen viel weniger Immigranten ein superxenophobes Geschrei losgeht. Ich denke zudem, dass in der Schweiz bei entsprechenden Bemühungen die berufliche und soziale Leiter für jeden erklimmbar ist. Natürlich gibt es einiges an Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz (SVP!), im Vergleich zum Rest Europas sind wir jedoch fast Musterknaben. Hallo Bieder, Zum Glück bin ich in Zürich aufgewachsen und jahrelang nur unter Secondos gelebt (kannst somit deine Tirade gleich weiterführen). Ghettofaktor halt. Und so kommt es, dass ich in meiner Jugend meist nur Ausländerfeindlichkeit gegenüber anderen erlebt habe, weil ich angeblich nicht zu besagten "anderen" gehörte. Dabei sind Matchentscheidend: Mitteleuropäisches aber eher blasses Aussehen, aktzentfreies zumindest balkanfreies Deutsch, wenig Extravertiertheit, kennen der schweizer Kultur. Ich vergleiche hier kaum den xenophobischen Grad einzelner Nationen, welcher glücklicherweise in der Schweiz nicht so ausgeprägt ist. In der Schweiz ist der Fremdenhass, wie schon im Post um Rakitic beschrieben, welcher eigentlich das Thema ist, oft hinter vorgehaltener Hand zu finden. Im Militär unter Sinnesbrüder, am Stammtisch mit den Gründervätern und sonst wo diese mühsamen -ic's und Kümmeltürken nicht anzufinden sind. Und die Ostblock-Frauen sind sowieso alle Schlampen. Man muss nicht weit suchen, Beispiel von solchen Aussagen findet man auch in diesem Forum. Und ich schliesse mich teilweise an das Posting von Elim13 an, Fremdenhass ist wieder salonfähig. Das bedeutet allerdings nicht, dass es ihn erst seit gestern gibt. Nochmals zu Rakitic. Was glaubst du hat sich "de huere jugo" schon alles anhören müssen? Und da glaubt man ernsthaft, das er sich mit der Schweiz identifiziert? Vor allem in dem Alter in welchem er sich befindet? Der Vater schon älter, hat wohl die Integration endlich durch und möchte sich einbürgern lassen. Ich meine, ausweisen kann man den gar nicht mehr, nach über 30 Jahre Schweiz, ist der mehr Schweizer als Kroate. Aber eben solche dumme Aussagen von wegen ausweisen, findet man auch hier Forum. Und damit ich einfach mal denselben Mist schreiben kann wie alle "anderen": Nerv dich ab meiner Meinung und nicht deswegen, weil ich ein Secondo aus Südeuropa bin. Idiot.
nicMitglied
24.08.2007, 08:30 · #36
Beiträge: 1'783
Kann mal jemand Fremdenhass und Rassismus definieren? Ein sehr dehnbarer Begriff, der für vieles eingesetzt werden kann...
ConanMitglied
24.08.2007, 08:37 · #37
Beiträge: 731
«Und damit ich einfach mal denselben Mist schreiben kann wie alle "anderen": Nerv dich ab meiner Meinung und nicht deswegen, weil ich ein Secondo aus Südeuropa bin. Idiot.»
Du verdrehst hier die Aussage von Pieder. So wie ich das verstanden habe, hat er nichts gegen dich als Secondo, sondern gegen Secondos (wie du), die die Meinung vertreten, dass Schweizer Rassisten seien.
pexitoMitglied
24.08.2007, 08:45 · #38
Beiträge: 3'138
«Und damit ich einfach mal denselben Mist schreiben kann wie alle "anderen": Nerv dich ab meiner Meinung und nicht deswegen, weil ich ein Secondo aus Südeuropa bin. Idiot.»
Du verdrehst hier die Aussage von Pieder. So wie ich das verstanden habe, hat er nichts gegen dich als Secondo, sondern gegen Secondos (wie du), die die Meinung vertreten, dass Schweizer Rassisten seien. Schweizer sind auch Rassisten, sowie Italiener, Albaner, Türken und sonst wer. Ich sage ja auch, dass der Rassismus in der Schweiz gar weniger ausgeprägt ist als in anderen Länder. Der Teufel liegt im Detail: "Was mich jedoch nervt, sind die Secondos aus Südeuropa, die wie du motzen, was die Schweizer doch für Rassisiten seien..." Was hätte den Pieder schreiben müssen, damit man das "Secondo aus Südeuropa" weglassen hätte können? Was wenn ein Schweizer den Vorwurf des Rassismus gegen die Schweiz erhoben hätte? Was hätte Pieder dann Schreiben müssen? For the records. Billig aber trotzdem: Ich bin auch ein Schweizer.
Herr ElsenerMitglied
24.08.2007, 08:51 · #39
Beiträge: 5'380
die aussage von rakitic senior: "ein blumenstrauss hätte gereicht" (artikel in der weltwoche) finde ich mehr als zynisch. glaube kaum, dass es die aufgabe des verbands ist, sich bei rakitisch anzubiedern und mit schöneren geschenken und farbigeren blumen als der kroatische verband aufzuwarten. ein aufgebot und ein gespräch mit köbi sollte ausreichen. wenn er dann absagt, ist es seine sache und vielleicht auch besser so. ganz sicher aber soll dieser entscheid nichts, rein gar nichts mit dem einbürgerungsgesuch zu tun haben. ob schon eine gewisse ironie nicht ganz von der hand zu weisen ist.
Elim13Mitglied
24.08.2007, 11:03 · #40
Beiträge: 722
Und ich schliesse mich teilweise an das Posting von Elim13 an, Fremdenhass ist wieder salonfähig. Das bedeutet allerdings nicht, dass es ihn erst seit gestern gibt. Natürlich gibt es ihn nicht erst seit gestern. Dafür gibt es zuviele Beispiele aus der Schweizer Geschichte (Und ja, in diesem Fall geht es um die Schweiz und nicht darum wie schlimm es in anderen Ländern ist). Es ist diese salonfähigkeit, welche mir zu denken gibt. Zu offen wird heuer solches Gedankengut ausgelebt. Ich musste es am eigenen Leib erfahren. Bis vor kurzem trug ich Vollbart. Weil ich dazu noch mediterranes Aussehen habe dachten viele ich sei jüdischer Abstammung. Per se nichts schlimmes aber der Tonfall, wie dies gesagt wurde und oft in der Öffentlichkeit (auch in der Kurve) liess mich immer wieder fast kotzen. (Beispiel:"Ah lueg, sie händ wieder mal Usgang.") Natürlich ist mir bewusst, dass Rassismus sowohl im Versteckten als auch in der Öffentlichkeit schlimm ist. Jedoch erscheint mir der hang zum öffentlichen (und wie gesagt, salonfähigen) immer mehr schlimmere Ausmasse zu nehmen. Und vor allem befürchte ich von diesem schlimmere Folgen. Es ist nunmal so, dass die Schuld oft beim Fremden gesucht wird. Angefangen im Job (oft ist ein anderes Team schuld das es nicht läuft) Beim Fussball (der FCZ und die SFV Mafia sind schuld, dass der FCB nicht Meister wurde, sorry FCB-Fans, brauchte noch ein Beispiel) In der Politik (früher "die in Bern", seit die SVP im Bundesrat sitzt (der andere zählt ja nicht) "die in Brüssel") Diese Tendenz gepaart mit dem "öffentlich rechtlichen" Rassismus kann eine ganz unangenehme Mischung ergeben. Zu Rakitic: Den Möhlenern die Schuld zu geben würde genau dem von mir gezeigten Schema entsprechen...darum ein nationales Beispiel. Es ist nicht zu lange her, als vom Schweizer Stimmvolk bestimmt wurde, das Secondos und auch die 3. Generation NICHT erleichterte/automatische Einbürgerungen erhalten. Willkommen in der Schweiz! PS Pexito, können gerne am Samstag nach den Fanliga-Spielen bei einem Bier darüber sinnieren. Das Thema ist eigentlich zu komplex für ein Forum.
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