Juventus, Florenz und Lazio gehen trotz milder Urteile in Berufung
Juventus Turin, der AC Florenz und Lazio Rom wollen
trotz der vom Berufungsgericht deutlich abgemilderten Strafen im
italienischen Fußball-Skandal in Berufung gehen. Zunächst müssen sich
die Clubs an das Gericht des Nationalen Olympischen Komitees (CONI)
wenden, bevor sie das zuständige Verwaltungsgericht in Rom anrufen
können. «Das Urteil ist inakzeptabel», sagte Juve-Präsident Cobolli
Gigli. Der AC Mailand kündigte bis zum Mittwochmorgen noch keine
Berufung an.
Das höchste Sportgericht des italienischen Fußball-Verbandes hatte
am Dienstagabend für Juventus Turin den Zwangsabstieg und die
Aberkennung der letzten beiden Meistertitel bestätigt, dem Club aber
die Anzahl der Strafpunkte in der nächsten Saison von 30 auf 17
reduziert, was dem Rekordmeister den direkten Wiederaufstieg
ermöglicht. Der AC Florenz und Lazio Rom dürfen nun doch weiter in
der 1. Liga spielen. Die Strafe für den AC Mailand wurde insofern
reduziert, dass Milan nun doch noch an der Champions League-
Qualifikation teilnehmen kann. Florenz startet in der nächsten Serie
A-Saison mit 19 Minuspunkten, Lazio mit elf und Milan mit acht
Punkten.
Das Urteil ist nun nicht weniger skandalös als der ganze Fall an sich.
Dass Della Valle und die Herren seit langer Zeit nur daruaf warten, Juve endlich mal eins richtig auszuwischen, ist seit längerem bekannt.
Ich für meinen Teil hätte wie eine vielzahl von Juventini die Serie B akzeptiert wenn das Urteil in einem fairen Prozess über die Bühne gegangen wäre, aber nach dem gestrigen Resultat, wo nun Juve alleine für alle Machenschaften bezahlen muss, hoffe ich auf einen Sieg vor dem Zivilgericht, was auch nicht unmöglich erscheint.
Da sieht man wer die Marionetten tatsächlich in den Händen hat
Das wäre korrupt!
Ich bin dafür, dass man Juve nach 25 Berufungsverfahren den Meistertitel 2007 bis 2017 im voraus schenkt und dass Lazio mit ewiglicher Unabsteigbarkeit bedacht wird!
Schliesslich geht es hier um Sport!
Das wäre korrupt!
Ich bin dafür, dass man Juve nach 25 Berufungsverfahren den Meistertitel 2007 bis 2017 im voraus schenkt und dass Lazio mit ewiglicher Unabsteigbarkeit bedacht wird!
Schliesslich geht es hier um Sport!
aber ich glaube kaum, dass dies möglich wäre im fall.

Inter Mailand offiziell zum italienischen Meister 2006 erklärt
Im Zuge des Fußball-Skandals in Italien ist Inter
Mailand am Mittwoch offiziell zum Meister 2006 erklärt worden. Dies
gab der italienische Fußball-Verband FIGC am Abend bekannt. Der
kommissarischen FIGC-Präsident Guido Rossi setzte damit die von einer
eigens einberufenen Expertenkommission getroffene Entscheidung um.
Inter Mailand gewann damit die 14. Meisterschaft. Zuvor waren
Juventus Turin vom FIGC-Sportgericht wegen der Liga-Manipulationen
die Titel 2005 und 2006 aberkannt worden.
"Luciano Moggi (Ex-Manager von Juventus Turin und Drahtzieher der Liga-Manipulationen): 5 Jahre Berufsverbot im Fussball und 50 000 Euro Busse."
Ist noch geil. Da kannst du dich jahrelang selbst bereichern,
die Liga manipulieren, Leute erpressen, usw.
Wenn man dich erwischt, bezahlst du schnell 50'000 Euro (aus den mehreren Millionen, die du ergaunert hast) und darfst 5 Jahre lang nicht mehr betrügen. Damit ist die Sache dann vom Tisch.
Verbrechen lohnt sich.
Inter Mailand bejubelt noch seinen «Meistertitel der
Ehrlichen», da redet der verurteilte Fußball-Pate Luciano Moggi von
seinem Comeback. Nach dem gnädigen Berufungsurteil im Fußball-Skandal
verebbt die Reformwelle in Italien und die alte Garde kommt wieder
aus der Deckung: «Ich bin nur im Urlaub», sagte Moggi, der sich und
seinen Ex-Club Juventus Turin zu Unrecht verurteilt sieht.
Ex-Staatsanwalt Gerardo d`Ambrosio fürchtet nach dem lauten
Skandal-Geschrei sogar die leise Rückkehr zum alten System: «Wir
haben die WM gewonnen, ansonsten machen wir so weiter, wie bisher»,
sieht d`Ambrosio den Fußball in Italien nicht vor dem viel
beschworenen «Neuanfang nach der Stunde Null».
Der Chef-Ankläger des italienischen Fußballverbands (FIGC)
Francesco Saverio Borelli denkt nach Angaben der «La Gazzetta dello
Sport» deshalb bereits über seinen Rückzug nach. Am Donnerstag wollte
der kommissarische FIGC-Präsident Guido Rossi ihn zum Bleiben
überreden. «Wenn Borelli geht, geht auch Rossi», meinte die Zeitung.
Die Reformer fürchteten tatsächlich, dass die beiden wichtigsten
«Aufräumer» im italienischen Fußball aufhören könnten.
«Ich hoffe, Rossi bleibt und hilft uns weiter bei den Reformen»,
sagte Sportministerin Giovanna Melandri. Aus den Reihen der Mitte-
Rechts-Opposition wird jedoch längst schon der Rücktritt des Juristen
und Managers gefordert.
Während Rossi seine Arbeit bis spätestens Ende des Jahres zu Ende
bringen will, scheint Borelli am Sinn seiner Ermittlungsarbeit zu
zweifeln. Vor allem gegen den AC Mailand, der nach dem
Revisionsurteil sogar noch in der Champions League starten darf,
hatte der ehemalige Oberstaatsanwalt von Mailand härtere Strafen
gefordert. Noch ermittelt der pensionierte Jurist weiter in Sachen
Liga-Manipulationen und hat jetzt Reggina Calcio im Visier.
Während Borelli schon wieder für neue Anklagen vor den
Sportgerichten arbeitete und diverse Staatsanwaltschaften ihre
langwierigen Zivilprozesse vorbereiten, hoffen die Verurteilten auf
Freisprüche in den Berufungsverhandlungen. «Wollen wir doch erstmal
sehen, ob sie mich aus dem Fußball herausbekommen», kündigte Moggi
einen Gang durch alle Instanzen an. Seine zwischenzeitliche
Resignation ist verflogen - «Big Luciano» kämpft wieder.
«Juve hat sich nichts vorzuwerfen, alle Vorwürfe werden entkräftet
werden», glaubt Juves Ex-Manager an einen Freispruch für den
Rekordmeister vor einem Zivilgericht. Zuständig ist das
Verwaltungsgericht (TAR) in Rom. Juristen räumen Juve dort jedoch
keine Chancen auf eine kurzfristige Aufhebung des Zwangsabstiegs in
die 2. Liga ein. Wenn das Gericht die Berufung überhaupt zulasse,
werde es die Urteile des Sportgerichts nicht außer Kraft setzten,
sondern sie in einem langwierigen Verfahren prüfen, meinen die
Juristen.
Der Status quo sei damit erstmal geschaffen. Abschließend ernannte
der Verband Inter deshalb auch zum Meister 2006. Überschwänglich
bejubelt wurde der 14. Titel bei Inter allerdings nicht. «Ich
empfinde große Genugtuung, wir haben uns korrekt verhalten», sagte
Club-Besitzer Massimo Moratti. Trainer Roberto Mancini freute sich
über «den Titel für die Ehrlichen». Moggi dagegen bezichtigte Inter
auch der Einflussnahme.
Trotz Moggis Anschuldigungen auch gegen Moratti, gilt der Öl-
Magnat als Saubermann des italienischen Fußballs. Bei der Wahl zum
Liga-Chef fiel er jedoch durch. Sollte sich die zerstrittene Liga bis
zum 8. August nicht auf einen neuen Präsidenten einigen, droht auch
ihr die kommissarische Leitung.
Ibrahimovic wechselt für 24,8 Millionen Euro zu Inter Mailand
Der schwedische Fußball-Nationalspieler Zlatan
Ibrahimovic verlässt Juventus Turin und wechselt zu Inter Mailand.
Der 24 Jahre alte Angreifer hat einen Vierjahresvertrag beim
italienischen Meister unterschrieben, der für den umworbenen Stürmer
24,8 Millionen Euro Ablöse an die im Zuge des Fußball-Skandals in
Italien zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilten Turiner
überweist. Das berichteten italienische Medien am Donnerstag
übereinstimmend.
Nach den Urteilen in dem Manipulationsskandal ist Ibrahimovic
schon der sechste Spieler, der Rekordmeister «Juve» verlässt: Fabio
Cannavaro, Patrick Vieira, Lilian Thuram, Gianluca Zambrotta und
Emerson hatten sich zuvor bereits neue Vereine gesucht. Ibrahimovic
war 2004 für 19 Millionen Euro von Ajax Amsterdam zu Juventus
gekommen. In 41 Länderspielen für das schwedische Nationalteam hat er
18 Tore erzielt. An der Mailänder Börse fiel die Juve-Aktie nach
Bekanntwerden des Transfers um 1,4 Prozent auf 1,92 Euro.
Umgekehrt hat Inter Mailand innerhalb kurzer Zeit seinen Kader um
den vierten Hochkaräter verstärkt. Vor Ibrahimovic waren bereits der
italienische Weltmeister Fabio Grosso (US Palermo), der französische
Nationalspieler Vieira (Juventus Turin) und auf Leihbasis der
argentinische Stürmer Herna Crespo (FC Chelsea) verpflichtet worden.
Aber vor Inter muss jetzt glaubs jeder Zittern,was die alles so eingekauft haben - poah!
Crespo,Ibrahimovic,Viera,Grosso,Maicon,Maxwell,Carini und dazu kommen noch Spieler wie Figo,Burdisso,Toldo,Materrazzi,Cordoba,Stankovic,Adriano,Cambiasso,Recoba,Samuel,Martins,.... meine Güte - aber ich mags denen auch gönnen,obwohl roma fan bin =)
Schlichtungsversuch gescheitert: Strafe für «Juve» bleibt bestehen
Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin
muss sich mit seinem Zwangsabstieg in die Zweite Liga abfinden. Ein
Schlichtungsversuch des Italienischen Olympischen Komitees (Coni) ist
am Freitag in Rom nach nur kurzer Beratung gescheitert. Wie das
staatliche italienische Fernsehen weiter berichtete, bleibt «Juve»
nun nur noch eine letzte Hoffnung: Den Gang vor Zivilgerichte.
Die Turiner stehen im Mittelpunkt des größten Skandals in der
Fußball-Geschichte des Landes. Auf Grund der Manipulation von Liga-
Spielen hatte das Sportgericht des nationalen Fußball-Verbandes
(FIGC) Ende Juli den Zwangsabstieg von Juventus Turin bestätigt.
Zudem muss der Verein in der kommenden Saison mit 17 Strafpunkten
starten.
Dagegen waren die anderen drei angeklagten Vereine, der AC
Mailand, der AC Florenz und Lazio Rom mit einem blauen Auge davon
gekommen. Über einen möglichen Gang vor das Verwaltungsgericht wolle
die Clubführung in Turin in den nächsten Tagen entscheiden, hieß es.
Juve klagt vor Zivilgericht - Liga-Blockade und Schadenersatz droht
Der italienische Fußball-Skandal tritt in eine neue
Phase: Juventus Turin klagt vor dem Zivilgericht in Rom gegen seinen
Zwangsabstieg in die 2. Liga. Sollte das zuständige
Verwaltungsgericht am 6. September die Urteile der Sportjustiz
revidieren, drohen eine weitere Verschiebung des auf den 9. September
verlegten Ligastarts und dem italienischen Fußballverband (FIGC)
Schadenersatzforderungen in Millionhöhe. «Wir haben die Pflicht,
unser Ehre zu retten», sagte Juve-Präsident Giovanni Cobolli Gigli.
Mit seinem außerordentlichen Vorstandsbeschluss ging der
italienische Rekordmeister am Montag endgültig auf Konfrontationskurs
zum Fußballverband. Der Zwangsabstieg in die Serie B mit 17
Strafpunkten sei «nicht zu rechtfertigen», erklärte der Club am
Montag. Außerdem sei Juve im Vergleich zu den lediglich mit
Punktabzügen bestraften Mitangeklagten AC Mailand, AC Florenz und
Lazio Rom ungleich härter bestraft worden. «Wir wollen genauso
behandelt werden, wie die anderen Clubs, die in der Serie A bleiben
konnten», sagte Cobolli Gigli.
Durch die nach Juves Meinung ungerecht harte Bestrafung durch die
Sportjustiz habe man viele Stars verloren, die Mannschaft sei
geschwächt. Durch Zwangsabstieg, Ausschluss aus dem Europacup und
Aberkennung der letzten beiden Meistertitel sei dem Club großer
Schaden entstanden, klagte der Vorstand. Vor allem Juves Image sei
enormer Schaden zugefügt worden, obwohl der Club «die Geschichte des
italienischen Fußballs über mehr als ein Jahrhundert mitgeschrieben
und beim WM-Finale mit neun Spieler vertreten gewesen sei».
Nach den Niederlagen vor den Sportgerichten will Juve nun alle
ziviljuristischen Mittel ausschöpfen und notfalls vor den
Europäischen Gerichtshof ziehen: «Wir haben uns deshalb bereits an
Anwalt Dupont gewandt», sagte der Juve-Präsident. Jean Luc Dupont
hatte Jean-Marc Bosman bei seiner erfolgreichen Klage vor dem
Europäischen Gerichtshof vertreten. Unverhohlen drohte Cobolli Gigli
dem Verband mit Schadenersatzforderungen: «Das wäre eine Konsequenz»,
sagte der 61-Jährige, der nach dem geschlossenen Rücktritt der Juve-
Führung erst vor wenigen Wochen an die Spitze des Clubs gewählt
wurde.
Juve empfindet die Urteile der Sportjustiz als ungerecht, weil man
mehr als alle anderen, zu einer Aufarbeitung des Skandals beigetragen
habe. «Wir wollen an der Erneuerung des italienischen Fußballs
mitarbeiten, müssen aber die Interessen unserer Aktionäre und Fans
schützen», sagte der Juve-Vorstand am Montag.
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Manipulationsvorwürfe gegen
seinen Ex-Manager Luciano Moggi und Ex-Geschäftsführer Antonio
Giraudo hatte sich Juve von seinem langjährigen Führungsduo getrennt.
Die beiden wurden von der Sportjustiz als Drahtzieher der Liga- und
Schiedsrichtermanipulationen verurteilt. Beide sind ebenfalls vor dem
Zivilgericht in Berufung gegangen. Die Verhandlung beginnt am
Dienstag und gilt als erster Stimmungstest für den Juve-Prozess.