Gästetickets, Repression und Linie der Kurve – Diskussion

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Schnatterinchen
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16.03.2010, 13:06 · #181
Beiträge: 62
gibt es eigentlich eine Steigerungsform von "unüberlegter Schnellschuss"
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din Vater
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16.03.2010, 14:26 · #182
Beiträge: 6'244
Wenn die Angaben schon vertraulich behandelt werden, weshalb läuft der Browser nicht auf Safemode (https statt http) bei der Ticketeingabe? Wirklich eine sehr gute Frage. Sie zeigt, dass unser Verein wie so oft einmal mehr einfach mal handelt ohne nachzudenken. Ich fasse mal zusammen: Nach dem Cupspiel in Basel begann die unsägliche Story. Gedrängt durch negative Berichte in den Medien (die wie so oft einfach den Polizeibericht kopierten - und das soll die 4.Gewalt im Lande sein?!) begann die FCZ-Geschäftleitung - notabene ohne Konsultation der FCZ-Fanverantwortlichen - ihre Mission. Stolz verkündete man, dass man keine Tickets für Auswärtsspiele mehr verkaufen werde und, dass die Basler auch nicht mehr im Letzi willkommen sind. Die Medien applaudierten, endlich mal ein Verein der was macht, die Blick-Leser jubelten, die Gschäftsleitung klopfte sich auf die Schultern, endlich mal positive PR. Nur die Fans waren nicht begeistert, einige hatten zwar ein gewisses Verständnis, aber die Fragezeichen überwogen doch. Von Schnellschuss war zu lesen, von einer Bestrafung der friedlichen Mehrheit wegen einer Minderheit an Idioten. Bedenken wurde auch geäussert, ob die Basler auch alle brav zuhause bleiben. Die Kritik der Fans muss laut gewesen sein, denn entgegen den Absichten aus der ersten Mitteilung ("Die Clubverantwortlichen werden diese Stellungnahme nicht weiter kommentieren, da diese Massnahmen selbstredend sind.") wandte man sich eine Woche später in einem offenen Brief an die Fans, um die Hilf- und Ratlosigkeit zu erklären. Hoffnung wurde genährt, dass nun nachgedacht wird, was für sinnvolle Massnahmen eingeführt werden könnten: "Unser Entscheid ist vor allem aber auch als "Timeout" zu verstehen, damit wir gemeinsam mit den Fan-Verantwortlichen intelligente und nachhaltige Lösungen finden können. Wir werden uns deshalb in den nächsten Wochen mit den Fan-Verantwortlichen treffen und das weitere Vorgehen besprechen." Die Winterpause verstrich und der Präsident stellte ein weiteres mal seinen untrübbaren, wenn nicht so gar blinden Optimismus zur schau. Von einer Siegesserie in der Rückrunde war zu lesen, gar das Wort Meister war zu vernehmen, denn wenn man nun alle Spiele gewinnt, dann... Der Sportchef gab die Marschroute bekannt, 46 Punkte sollens werden. Erst Anfangs Februar vernahm man wieder einmal was bezüglich Auswärtstickets. Die Tickets für die Spiele in Sion und Bern konnten über die normalen Verkaufsstellen der Gastklubs bestellt werden, aber der FCZ versprach: "Weitere Informationen zum Ticketverkauf für die übrigen Auswärtsspiele des Stadtclubs folgen in Kürze." Ein paar Tage (11. Februar) später kam die Mitteilung, dass der Letzi bis Anfang März geschlossen bleibe. In den folgenden Tagen machten sich die Basler aus der MK auf, um Tickets für die SK zu kaufen. Am 14. Februar machten sie dieses Vorhaben im fcbforum.ch öffentlich. Noch am Montagvormittag konnte man beim Ticketcorner Eintrittskarten für das Spiel FC Zürich – FC Basel vom 11. April kaufen. Am Mittag war der Sektor D nicht mehr aufgeschaltet. Am Nachmittag waren gar keine Tickets mehr erhältlich. Am Abend war kein einziges Heimspiel mehr aufgeschaltet. Am 17. Februar verkündete der FCZ: "Der Stadtclub befasst sich derzeit mit der Suche nach Alternativen zum Stadion Letzigrund, falls dieses auch weiterhin nicht zur Verfügung stehen sollte. Nur aus diesem Grund hat der FCZ den Vorverkauf für alle Heimspiele vorübergehend gestoppt." Ein Kommentar erübrigt sich hier. Das Dach wird nun gestützt und der Letzi ist wieder offen, aber halt, die Basler haben ja noch immer Tickets in der SK. Am 12. März dann der Befreiungsschlag. Der Gästesektor wird wieder geöffnet, auf anraten der Polizei, die bei der Bekanntgabe dieser Massnahmen erst gar nicht gefragt wurde. Durch die Sichtbehinderung der Stützen werden die Tickets reduziert und alle bisher verkauften Tickets verlieren ihre Gültigkeit. Genialer Schachzug der Geschäftleitung, im kollektiven Aufatmen geht nämlich auch fast unter, dass im Sektor D keine Preisreduktion stattfindet. Warum auch, dort stehen ja die Fans, die man an Auswärtsspielen nicht mehr dabei haben will. Stimmt das haben wir ja fast vergessen, Anfangs Februar wollte man die Fans ja in kürze über weitere Massnahmen informieren. Der Rest ist bekannt. Man versucht es nun mit personalisierten Tickets. Doch es scheint wieder einmal ein Schnellschuss zu sein. Die Kritikpunkte wurde schon im Thread erwähnt. Gespannt warte ich auf die nächste Episode in dieser unendlichen Geschichte.
chnobli
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16.03.2010, 14:30 · #183
Beiträge: 10'418
Wenn die Angaben schon vertraulich behandelt werden, weshalb läuft der Browser nicht auf Safemode (https statt http) bei der Ticketeingabe? Wirklich eine sehr gute Frage. Sie zeigt, dass unser Verein wie so oft einmal mehr einfach mal handelt ohne nachzudenken. Ich fasse mal zusammen: Das kannst du dem FCZ weiterleiten... Vielleicht geht ihnen dann ein Lichtlein auf. (Glaube zwar nicht mehr dran).
King
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16.03.2010, 14:37 · #184
Beiträge: 13'086
Wenn die Angaben schon vertraulich behandelt werden, weshalb läuft der Browser nicht auf Safemode (https statt http) bei der Ticketeingabe? A - Weil Giovanni Marti einfach absoult keine Ahnung hat vom Web B - Weil der FCZ zu knausrig ist ein SSL-Zertifikate zu kaufen C - Weil der FCZ keine Ahnung von Datenverarbeitung und Datensicherheit hat, deshalb kann man ja auch die Kreditkarte von anderen Personen auslehnen etc.
topf
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16.03.2010, 14:38 · #185
Beiträge: 60
SO NICHT! Die gestern verkündete Auswärtsticket-Politik des FCZ ist inakzeptabel und zeugt von fehlendem Respekt und Verständnis des Vereinsvorstands uns Fans gegenüber. Sie bedeutet für uns einen herben Rückschlag. Um uns der Absurdität der neuen Ticketpolitik in ihrer ganzen Tragweite bewusst zu werden, müssen wir zurückblicken: Die jetzige Massnahme hat ihre Wurzeln im November des letzten Jahres, als der FCZ nach den Vorfällen in Basel vorschnell verkündete, ab sofort gar keine Tickets für Auswärtsspiele mehr zu verkaufen und in den Letzigrund keine Gästefans mehr zu lassen. Dieses Vorgehen hatte der Verein damals weder mit dem Fanverantwortlichen, geschweige denn mit Vertretern der Südkurve oder anderen FCZlern, die in Basel vor Ort waren, abgesprochen. Vielmehr trafen die Verantwortlichen diese drastischen Massnahmen einzig auf Polizei- und Medienberichte gestützt. Es ist daher auch offensichtlich, dass dieses Vorpreschen im November eine Publicity-Aktion unseres Vereins war, mit der die Medien gefüttert und die Polizei besänftigt werden sollte. Wieder einmal wollte es unser Verein allen Recht machen – nur nicht uns Fans. Hauptsache man steht nicht mehr am Pranger der Gratiszeitungen und kann sich vor diesen des „harten Durchgreifens“ rühme. Das Problem des immer wieder schwelenden Konflikts zwischen Fans und Polizei wird weder mit dieser Massnahme noch mit weiteren geplanten "Lösungsvorschlägen" der KKJP um Karin Keller-Suter (siehe weiter unten) gelöst. Und nein, die jetzige Regelung ist alles andere als ein „Kompromiss“ zur noch radikaleren Schnellschuss-Lösung vom November, den wir doch „vernünftigerweise“ hinnehmen sollten. Denn der Ausspruch „wehret den Anfängen“ ist im Zusammenhang mit Fanpolitik mehr als nur eine Floskel. Der FCZ kann zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich wissen, welche Geister er mit seinem Handeln auf den Plan ruft oder in ihrem Tun bestärkt. Es ist ein Fakt, dass eine „Fancard“ das längerfristige Ziel des „runden Tisch gegen Gewalt im Sport“ und der Polizeidirektorenkonferenz (KKJPD) ist und dass diese Kräfte beabsichtigen, uns Fans die Auswärtsspiele so unattraktiv wie möglich zu machen (z.B. mit ungewohnten Anspielzeiten, Charterzüge etc.). Der FCZ spielt dieser Politik mit der neuen Auswärtsticketregelung in die Hände, ob er es will oder nicht. Denn ein Ticketbezug übers Internet gegen Registrierung zielt letzten Endes in dieselbe Richtung wie eine Fancard und dürfte von Karin-Keller-Sutter und Co. deshalb als „richtigen ersten Schritt“ mit Freuden begrüsst werden. Ausserdem weiss niemand was mit den gesammelten Daten passiert, falls der beissende Wind der Repression in Zukunft noch schärfer wehen sollte, als er dies zur Zeit schon tut. Die FCZ-Geschäftsleitung kann nicht voraussehen, wie sich die politischen Verhältnisse entwickeln werden. Deshalb sind allfällige Zusicherungen, wonach unsere Daten „nur zum internen Gebrauch bestimmt“ seien, auch wenig wert. Als Fussballfans sprechen wir hier aus leidgeprüfter Erfahrung! Deshalb fordern wir hiermit alle dazu auf, keine Tickets übers Internet und gegen Registrierung zu beziehen! Wir lassen es uns aber nicht einfach so nehmen, wie gewohnt unseren FCZ auswärts zu unterstützen. Um unser weiteres Vorgehen zu besprechen, laden wir alle Mitglieder am Freitag ab 19.30 zu einer Info-Veranstaltung ins Studio Wellness ein! ZÜRCHER SÜDKURVE – GMEINSAM UNUFHALTSAM! Quelle: http://www.suedkurve.ch
Liquid
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16.03.2010, 14:39 · #186
Beiträge: 5'055
Wenn die Angaben schon vertraulich behandelt werden, weshalb läuft der Browser nicht auf Safemode (https statt http) bei der Ticketeingabe? A - Weil Giovanni Marti einfach absoult keine Ahnung hat vom Web B - Weil der FCZ zu knausrig ist ein SSL-Zertifikate zu kaufen C - Weil der FCZ keine Ahnung von Datenverarbeitung und Datensicherheit hat, deshalb kann man ja auch die Kreditkarte von anderen Personen auslehnen etc. fürs web ist doch der fb-kuschi verantwortlich hab ich gemeint?
King
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16.03.2010, 14:40 · #187
Beiträge: 13'086
ich glaub der Kuschi macht gar nichts mehr beim FCZ.
1896_
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16.03.2010, 14:42 · #188
Beiträge: 6'382
Aarau: Polizeieinsatz nach Fussballspiel Aargauer Polizisten griffen mit Gummischrot (vorbotenerweise vermehrt aus nächster Nähe) und Tränengas die Fans an, worauf diese Schottersteinen, Betonstücken und anderen Gegenständen einsetzten. Am Samstagabend, nach dem Sieg des FC Zürichs, kam es durch Polizisten zu Ausschreitungen. Auf dem Rückmarsch vom Stadion Brügglifeld zum Bahnhof Aarau, wo ein Extrazug für die Zürcher Fans bereit stand, griffen einige Polizisten die Fans an und beschosse sie mit Gummischrot und Tränengas, Im Laufe der Ausschreitungen setzte die Polizei Gummigeschosse ein wodurch mehrere Schaufenster an der hinteren Bahnhofstrasse zu Bruch gingen. Parkierte Fahrzeuge wurden beschädigt und auf dem Gleis 6 am Bahnhof wurden 21 Scheiben der Glaswand zerbrochen. Es erlitten sieben Fans Verletzungen. Die Fans verzeigten keine Polizisten wegen Gewalt und Drohung, massiven Beschimpfungen und wegen Landfriedensbruch. Von wo hast du diesen Bericht nun? Der kann doch unmöglicherweise von den medien stammen...?! :o
topf
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16.03.2010, 14:45 · #189
Beiträge: 60
Aarau: Polizeieinsatz nach Fussballspiel Aargauer Polizisten griffen mit Gummischrot (vorbotenerweise vermehrt aus nächster Nähe) und Tränengas die Fans an, worauf diese Schottersteinen, Betonstücken und anderen Gegenständen einsetzten. Am Samstagabend, nach dem Sieg des FC Zürichs, kam es durch Polizisten zu Ausschreitungen. Auf dem Rückmarsch vom Stadion Brügglifeld zum Bahnhof Aarau, wo ein Extrazug für die Zürcher Fans bereit stand, griffen einige Polizisten die Fans an und beschosse sie mit Gummischrot und Tränengas, Im Laufe der Ausschreitungen setzte die Polizei Gummigeschosse ein wodurch mehrere Schaufenster an der hinteren Bahnhofstrasse zu Bruch gingen. Parkierte Fahrzeuge wurden beschädigt und auf dem Gleis 6 am Bahnhof wurden 21 Scheiben der Glaswand zerbrochen. Es erlitten sieben Fans Verletzungen. Die Fans verzeigten keine Polizisten wegen Gewalt und Drohung, massiven Beschimpfungen und wegen Landfriedensbruch. Von wo hast du diesen Bericht nun? Der kann doch unmöglicherweise von den medien stammen...?! :o www.suedkurve.ch
Solaris
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16.03.2010, 15:12 · #190
Beiträge: 1'114
auf auf am freitag ins studio wellness. wir lassen uns nicht alles gefallen !! auch eine gute mitteilung wegen aarau, auch wenn das leider niemand von den medien interessieren wird, wir wissen die wahrheit !!
königsblau
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16.03.2010, 15:13 · #191
Beiträge: 630
Wenn die Angaben schon vertraulich behandelt werden, weshalb läuft der Browser nicht auf Safemode (https statt http) bei der Ticketeingabe? A - Weil Giovanni Marti einfach absoult keine Ahnung hat vom Web B - Weil der FCZ zu knausrig ist ein SSL-Zertifikate zu kaufen C - Weil der FCZ keine Ahnung von Datenverarbeitung und Datensicherheit hat, deshalb kann man ja auch die Kreditkarte von anderen Personen auslehnen etc. auch wenn dies die drei punkte kaum tangieren wird: die kreditkarten-zahlung wird über saferpay.com abgewickelt; über eine https-verbindung und bestimmt auch einigermassen sicher (darum heisst das ding wohl auch saferpay). du übergibst deine kreditkarten-angaben also nicht dem fcz, sondern saferpay. die rechnungsadresse wiederum schickst du einen schritt zuvor über das formular auf fcz.ch an den fc zürich. am besten wird aber sein, man gibt in diesem fall nirgends irgendwas ein.
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din Vater
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16.03.2010, 15:14 · #192
Beiträge: 6'244
Das kannst du dem FCZ weiterleiten... Vielleicht geht ihnen dann ein Lichtlein auf. (Glaube zwar nicht mehr dran). Hab den glauben auch verloren. Nach dem offenen Brief der Geschäftsleitung, schrieb ich folgende e-Mail. Es gab keine Reaktion, nicht mal ein "wir nehmens zur Kenntnis". Sehr geehrte Geschäftsleitung, Ich habe keinerlei Verständnis für Massnahmen, die ohne Kontaktierung des Sicherheitsverantwortlichen sowie des Fanverantwortlichen implementiert werden. Die Massnahmen scheinen ein Schnellschuss zu sein, der wohl Massgeblich auf Druck der Polizei und der Medien erfolgte. Wer deren Berichte und Lügen blind vertraut und daraus Massnahmen ableitet, ohne sich für die wahren Begebenheiten beim Auswärtsspiel gegen Basel zu interessieren handelt fahrlässig. Die Sachbeschädigungen, welche im Auswärtsblock des St.Jakob-Park Stadions begangen wurden sind aufs schärfste zu verurteilen und können auch nicht rechtfertigt werden. Hier verstehe ich eine gewisse Ohnmacht des Vereins. Trotzdem muss hier auch bemerkt werden, dass die Arbeit des Sicherheitspersonals und der Polizei an jenem Abend ein Skandal sondergleichen war. Wer hunderte FCZ-Fans mit Tickets vor dem Stadion aussperrt, diese dann wahllos mit Gummischrott, Knüppel und Pfefferspray traktiert, somit dutzende von Verletzten auf dem Gewissen hat und diese dann auch noch den zu diesem Zeitpunkt noch nicht randalierenden Fans im Stadion anzuhängen versucht, der handelt Böswillig und ist zu einem Teil auch mitschuldig an den unglaublichen Aggressionen. Hier müssen sie die Ohnmacht der Fans gegenüber Polizeirepression und Medienpropaganda auch verstehen. Wie gesagt halte ich die von ihnen getroffenen Massnahmen für einen Schnellschuss und zur Lösung, der tatsächlich vorhanden Problemen gänzlich ungeeignet. Leidtragende sind die grosse Mehrheit der Fans, die ihren FCZ im Stadion friedlich unterstützen wollen und welche auch in Basel die Leidtragenden der willkürlichen Polizeigewalt geworden sind. Besonders getroffen haben mich auch gewisse Formulierungen in Ihrem Offenen Brief an die Fans des FC Zürich. Zu behaupten, dass die Negative Medienpropaganda wohl ein Grund für den tiefen Zuschauerschnitt des FCZs seien, ist ein Hohn sondergleichen. Ist es doch gerade die Südkurve die seit ca. 1996 für einen kontinuierlichen Anstieg der Zuschauerzahlen gesorgt hat, natürlich auch verbunden mit den Erfolgen des FCZ in den letzten Jahren. Das der FCZ es nicht geschafft hat, auch auf der Ost- und Westtribüne für einen nachhaltigen Zuschaueranstieg zu sorgen, hat wohl eher mit der verfehlten Preispolitik beim Einzug in den neuen Letzigrund zu tun. Weiter schreiben Sie, dass der FCZ auf positive Unterstützung angewiesen ist, um dann im nächsten Satz mit "wenn diese aber ausbleibt" fortzufahren. Dies erweckt den Eindruck, das die Geschäftsleitung die unglaubliche Unterstützung der Fans in Maribor, Riga, Mailand, Marseille, Madrid und den Auswärtsdestinationen in der Schweiz, schlicht nicht zur Kenntnis nehmen will. Diese ist überwiegend positiv und trägt wohl auch einen kleinen Teil an den Erfolgen des FCZ bei. Ihre Haltung ist hier schlicht nicht nachvollziehbar und ein Schlag ins Gesicht jedes FCZ-Fans der viel Geld, Ferien und Freizeit für die Unterstützung seines Vereins aufwendet. Ich bin zutiefst enttäuscht von diesen Aussagen. Zum Schluss will ich noch auf den Kernpunkt Ihrer Argumentation zu sprechen kommen. Sie sagen, dass Sie nicht mehr in der Lage seien konkret zwischen den "guten" und den "bösen" Fans zu unterscheiden. Diese Aussage ist an Hilflosigkeit nicht zu überbieten und ist ein Eingeständnis an der Zwecklosigkeit der in den letzten Jahren massiv verschärften Überwachungs- und Repressionsmassnahmen. Für was sind denn die Überwachunskameras, die hunderten von Polizisten, die Szene-Spotter, die Deltas, Gamma und BWIS überhaupt da, wenn sie nicht mal randalierende von friedlichen Fans unterscheiden können? Da würde ich mich auch fragen für was ich Millionen an Sicherheitskosten bezahle. Dass Sie dann aber mit der Argumentation, die Chaoten würden gelegentlich von der Masse geschützt, alle Fans in Sippenhaft nehmen, ist eine unglaubliche Frechheit und einem vernünftigen Dialog abträglich. Dies schürt nur gegenseitige Differenzen und Schuldzuweisungen. Insbesondere über diese Aussagen bin ich als treuer Fan des FCZ (der weiterhin seinen Verein auch Auswärts unterstützen möchte) masslos enttäuscht. Ich hoffe sehr, dass die Entscheide als "Timeout" zu verstehen sind und dass die Geschäftsleitung in der Winterpause zusammen mit dem Sicherheitsverantwortlichen und dem Fanverantwortlichen über die Bücher geht und Massnahmen präsentiert, die nicht die grosse Mehrheit der friedlichen Fans treffen. Mit freundlichen Grüssen
chnobli
Mitglied
16.03.2010, 15:17 · #193
Beiträge: 10'418
Das kannst du dem FCZ weiterleiten... Vielleicht geht ihnen dann ein Lichtlein auf. (Glaube zwar nicht mehr dran). Hab den glauben auch verloren. Nach dem offenen Brief der Geschäftsleitung, schrieb ich folgende e-Mail. Es gab keine Reaktion, nicht mal ein "wir nehmens zur Kenntnis". Hätte nicht gedacht das ich das mal sagen muss, aber es gibt doch noch eine schweizer Firma die unprofessioneller arbeitet als meine Bank. Läck.
Roger Kundert
Mitglied
16.03.2010, 15:40 · #194
Beiträge: 2'053
Das kannst du dem FCZ weiterleiten... Vielleicht geht ihnen dann ein Lichtlein auf. (Glaube zwar nicht mehr dran). Hab den glauben auch verloren. Nach dem offenen Brief der Geschäftsleitung, schrieb ich folgende e-Mail. Es gab keine Reaktion, nicht mal ein "wir nehmens zur Kenntnis". Hätte nicht gedacht das ich das mal sagen muss, aber es gibt doch noch eine schweizer Firma die unprofessioneller arbeitet als meine Bank. Läck. Nach der Stellungnahme von din Vater an die Geschäftsleitung ist mir schon klar, wieso keine Rückantwort kam. Was soll man denn auf diese emotionell, aber sachlich vorgetragenen Argumente entgegnen? Eingestehen, dass din Vater eigentlich Recht hat? Das Canapé ist schlicht überfordert.
Maloney
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16.03.2010, 15:50 · #195
Beiträge: 7'090
Wenn die Angaben schon vertraulich behandelt werden, [...] Der Satz „Die gemachten Angaben werden vertraulich behandelt.“ ist juristisch sowieso ein totaler Nonsens-Satz ähnlich wie „Eltern haften für Ihre Kinder.“ oder „Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.“ Der FCZ macht ja, bewusst oder unbewusst, keine weiteren Angaben was mit den Daten genau passiert. Es heisst z.B. nicht: „Die Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Nach dem Spiel werden die Daten gelöscht.“ Vertraulich kann auch nur heissen, dass sie die Liste nicht im Internet veröffentlichen oder vor den Eingang der Geschäftsstelle nageln. Also wer nur den geringsten Wert auf diese Aussage legt, kann mir auch seine Kreditkarten-Daten oder seine EC-Karte mit Pin schicken. Ich werde die Angaben vertraulich behandeln.
Lüdi
Mitglied
16.03.2010, 15:51 · #196
Beiträge: 706
Das kannst du dem FCZ weiterleiten... Vielleicht geht ihnen dann ein Lichtlein auf. (Glaube zwar nicht mehr dran). Hab den glauben auch verloren. Nach dem offenen Brief der Geschäftsleitung, schrieb ich folgende e-Mail. Es gab keine Reaktion, nicht mal ein "wir nehmens zur Kenntnis". geht mir auch so...habe ziemlich die gleichen punkte aufgelistet und nichts gehört.
globus
Mitglied
16.03.2010, 16:53 · #197
Beiträge: 69
Es läuft doch jedes Mal bei "Ausschreitungen" bei Auswärtsspielen gleich ab: Die Polizei stellt den Sachverhalt extrem einseitig (oder bewusst falsch) dar. Die Medien (Blick, 20min etc.) übernehmen die Polizeimeldung ungeprüft. Der Durchschnittsschweizer regt sich über die bösen Hooligans auf. Die Politik reagiert auf den Unmut der Bevölkerung mit Repressionen etc. etc. Warum stellen die Fans bei Auswärtsspielen nicht einen "Fotografen" aus den eigenen Reihen an, der aus sicherer Distanz das Geschehen bzw. die Polizeiaktionen fotografiert oder filmt. Danach muss das Bildmaterial anonymisiert und veröffentlicht werden (z.B an Medien senden). Sonst glaubt niemand, wie es wirklich abläuft.
Komasutra
Mitglied
16.03.2010, 16:58 · #198
Beiträge: 603
Es läuft doch jedes Mal bei "Ausschreitungen" bei Auswärtsspielen gleich ab: Die Polizei stellt den Sachverhalt extrem einseitig (oder bewusst falsch) dar. Die Medien (Blick, 20min etc.) übernehmen die Polizeimeldung ungeprüft. Der Durchschnittsschweizer regt sich über die bösen Hooligans auf. Die Politik reagiert auf den Unmut der Bevölkerung mit Rezessionen etc. etc. Warum stellen die Fans bei Auswärtsspielen nicht einen "Fotografen" aus den eigenen Reihen an, der aus sicherer Distanz das Geschehen bzw. die Polizeiaktionen fotografiert oder filmt. Danach muss das Bildmaterial anonymisiert und veröffentlicht werden (z.B an Medien senden). Sonst glaubt niemand, wie es wirklich abläuft. Das hab ich mal am 1. Mai versucht...schlechte Idee...Cam wurde mir einfach weggenommen, auf nimmerwiedersehen (also ich hätte sie auf der Hauptwache abholen können...) Wenn die merken, dass sie gefilmt werden, reagieren die Herren in blau sehr empfindlich...aber mit uns kann mans ja machen!
5:0
Mitglied
16.03.2010, 17:04 · #199
Beiträge: 177
Bezüglich Filmen von Beamten, sehr ausführlich anhand eines konkreten Falls OhVU6SNNm9c http://media.ccc.de/browse/congress/200 ... olgen.html
globus
Mitglied
16.03.2010, 17:31 · #200
Beiträge: 69
Gegen Polizeiwillkür und Machtmissbrauch kann man sich in der Tat kaum zur Wehr setzen. Der Fotograf aus den eigenen Reihen müsste natürlich möglichst unauffällig seine "Beweisbilder" machen. Technische Möglichkeiten für "unauffälliges" Fotografieren sollte es eigentlich geben. Man muss versuchen die Medien, Bevölkerung aufzuklären. Polizeigewalt und Amtsmissbrauch akzeptiert wohl nicht einmal der Bünzlischweizer, der keine Ahnung von Fussball hat.
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